Hallo zusammen,
bin des öfteren schon über dieses Experiment gestolpert.
100%ig begriffen hab ichs nie.
Wäre sehr dankbar für eine anschauliche Erklärung.
Gruss Stefan
Hallo zusammen,
bin des öfteren schon über dieses Experiment gestolpert.
100%ig begriffen hab ichs nie.
Wäre sehr dankbar für eine anschauliche Erklärung.
Gruss Stefan
bin des öfteren schon über dieses Experiment gestolpert.
100%ig begriffen hab ichs nie.
Ein Kasten mit schliessbarem Deckel.
Darin eine Katze mit ausreichend Futter, um lange
im Kasten zu ueberleben. Weiterhin ein Atom eines
radioaktiven Isotopes. Wenn es zerfaellt, ist die
Katze tot (alles nur ein Gedankenexperiment).
Ob die Katze tot ist (=Atom zerfallen), kann nur
dadurch festgestellt werden, indem man den Deckel
oeffnet und nachsieht.
Starten wir das Experiment, die Katze kommt in die
Kiste, der Deckel wird zugemacht. Das radioaktive
Atom zerfaellt irgendwann, doch der Zeitpunkt ist
absolut dem Zufall ueberlassen. Mit anderen Worten,
der Tod der Katze ist ein nicht vorhersehbares
Ereignis.
Wir warten Stunden oder Tage und nun stellt sich die
Frage, was in der Kiste ist. Jeder wuerde sicher ant-
worten, entweder eine tote oder eine lebendige Katze.
Da man nicht sagen kann, ob das Ereignis (Tod)
schon eingetreten ist, ist eine Entscheidung
unmoeglich. Nur Nachsehen hilft. Aber, woher, zum
Henker, will man so genau wissen, ob da wirklich eine
tote oder eine lebendige Katze drin ist? Schliesslich
kann man es nicht beweisen, ohne nachzusehen. Sagt
das der „gesunde Menschenverstand“? Mag sein, aber auch
der bedarf eines wiss. Beweises, den man ohne Nachsehen
nicht liefern kann.
Die Quantenphysik geht einen anderen Weg, die Natur zu
beschreiben. Sie geht nicht von Objekten, die (vermeintlich)
da sind (wie z.B. die Katze, ob tot oder lebendig) aus,
sie beschraenkt sich allein auf das Erklaeren von
Beobachtungen/Messungen. Sie macht in unserem Beispiel
nur eine Aussage ueber die Wahrscheinlichkeiten des
Eintretens moeglicher Ereignisse „die Katze ist tot“ oder
„die Katze ist am Leben“. Also, bevor ich den Deckel oeffne,
um festzustellen, was sich in der Kiste befindet, liefert
die Quantenphysik fuer „Katze“ eine Zustandsfunktion, die
beiden moeglichen Zustaenden eine gewisse Wahrscheinlichkeit
zuweist. Wenn man so will, ist in der Kiste eine Mischung
aus toter und lebendiger Katze. Aber wie ich vorher schon
erklaert habe, beschaeftigt sich die Quantenphysik nur mit den
Ergebnissen von Messungen (Feststellung beim Oeffnen des Deckels)
und nicht mit der philosophischen Frage, wie man sich eine
Mischung aus tot und lebendig vorstellen kann.
Miau!
MEB
Hi,
Starten wir das Experiment, die Katze kommt in die
Kiste, der Deckel wird zugemacht. Das radioaktive
Atom zerfaellt irgendwann, doch der Zeitpunkt ist
absolut dem Zufall ueberlassen. Mit anderen Worten,
der Tod der Katze ist ein nicht vorhersehbares
Ereignis.
Wir warten
…solange, bis das radioaktive Isotop (dessen Zerfall übrigens von einem Sensor registriert wird, der dann ein Gift freisetzt - deswegen kann die Katze sterben) mit 50% Wahrscheinlichkeit zerfallen ist. So ist zumindest (meine ich) das Experiment ursprünglich erdacht worden. Natürlich geht es auch mit beliebigen anderen Wahrscheinlichkeiten, aber „sowohl als auch“ läßt sich bei Gleichverteilung einfach ein wenig besser vorstellen.
Die Quantenphysik geht einen anderen Weg, die Natur zu
beschreiben.
Natürlich bezieht sich die Quantenphysik nur auf mikroskopische Gebilde; bei makroskopischen Dingen wie einer Katze versagt sie. Da aber unser Vorstellungsvermögen nicht bis zur Atomebene (und darunter!) vordringen kann, hat Schrödinger kurzerhand eine Katze so behandelt, als wäre sie mikroskopisch.
und nicht mit der philosophischen Frage, wie man sich eine
Mischung aus tot und lebendig vorstellen kann.
Am bekanntesten ist als „reelles Problem“ wohl der Welle-Teilchen-Dualismus des Lichts: Mal verhält sich Licht wie eine Welle (Interferenz), mal wie ein Teilchen (z.B. Erwärmung). Beide Zustände schließen sich im Grunde gegenseitig aus. Wie es sich in einem bestimmten Fall verhalten wird, weiß man erst, wenn es sich verhält. Der gesunde Menschenverstand würde jetzt sagen, schon vorher hat sich das Licht „entschieden“, bzw. es gibt „zwei Sorten Licht“. Die Quantenphysik aber sagt, daß das Licht bis zum Moment der Entscheidung sowohl Welle als auch Teilchen ist - und kann damit einige Effekte erklären, bei der jede klassische Physik (inklusive dem Menschenverstand) versagt.
Cheatah
Natürlich bezieht sich die Quantenphysik nur auf
mikroskopische Gebilde; bei makroskopischen Dingen wie einer
Katze versagt sie.
Das wuerde ich nicht generell verallgemeinern.
Ideen der Quantenphysik lassen sich auch „im
Alltag“ einfach nachvollziehen. Natuerlich ist der Mikro-
kosmos das Anwendungsgebiet der Quantenphysik. Im Makrokosmos
macht es einfach nur keinen Sinn, eine aufgeblasene Mathematik
in Hilbertraeumen zu verwenden, um ein Pendel zu beschreiben,
wenn es doch mit Newtonschen Gleichungen genau genug geht.
MEB
Hi Cheatah,
Natürlich bezieht sich die Quantenphysik nur auf
mikroskopische Gebilde; bei makroskopischen Dingen wie einer
Katze versagt sie.
Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll. Die Quantenmechanik kann - sehr erfolgreich - auf Vielteilchensysteme wie zum Beispiel einen makroskopischen Kristall angewandt werden. Zwar müssen oft für praktische Rechnungen Näherungen gemacht werden, aber das ist ja so üblich (wie bei Navier Stokes).
Gell-Mann zum Beispiel beschreibt in einem seiner Bücher/Paper, daß sich bei makroskopschen Objekten die ‚Quanteneigenschaften‘
sozusagen weginterferieren. Die Wahrscheinlichkeiten für makroskopische Objekte sind etwas anders (siehe Kolmogorow o.ä), als die Quantenstatistik. Das liegt u.a. an den Interferenztermen.
Der Zustand
|p> + |q>
ergibt
{ + |q>}= + + +
Die letzten beiden Terme sind Interferenzterme und unterscheiden sich von einer klassischen Wahrscheinlichkeitstheorie, der die ersten beiden entsprechen- P(a+b) = P(a) + P(b).
Bei vielen Teilchen, also in einem makroskopischen System, mitteln die Interferenzterme (, die im übrigen auch negatives Vorzeichen haben können, da die Wellenfunktionen i.A. komplex sind.) sich gegenseitig weg.
Da aber unser Vorstellungsvermögen nicht
bis zur Atomebene (und darunter!) vordringen kann, hat
Schrödinger kurzerhand eine Katze so behandelt, als wäre sie
mikroskopisch.
Nun, ihr Überleben ist durch das ‚trickreiche‘ Experiment direkt an ein Quantenobjekt gekoppelt. Beschreibe ich hier den Zustand des Quantenobjekts, beschreibe ich auch den Zustand der Katze.
Ich glaube, daß das der Witz bei dem Experiment ist.
und nicht mit der philosophischen Frage, wie man sich eine
Mischung aus tot und lebendig vorstellen kann.Am bekanntesten ist als „reelles Problem“ wohl der
Welle-Teilchen-Dualismus des Lichts: Mal verhält sich Licht
wie eine Welle (Interferenz), mal wie ein Teilchen (z.B.
Erwärmung). Beide Zustände schließen sich im Grunde
gegenseitig aus.
Wie es sich in einem bestimmten Fall
verhalten wird, weiß man erst, wenn es sich verhält. Der
gesunde Menschenverstand würde jetzt sagen, schon vorher hat
sich das Licht „entschieden“, bzw. es gibt „zwei Sorten
Licht“. Die Quantenphysik aber sagt, daß das Licht bis zum
Moment der Entscheidung sowohl Welle als auch Teilchen ist -
und kann damit einige Effekte erklären, bei der jede
klassische Physik (inklusive dem Menschenverstand) versagt.
So wie ich das sehe, sagt die Quantenmechanik nichts davon, dass das Licht sowohl Welle, als auch Teilchen ist. Es ist eher weder Welle noch Teilchen. Damit hat es gar nicht nötig sich zu ‚entscheiden‘ wie es sich verhalten soll. Das Problem liegt darin, dass wir uns - aufgrund unserer Erfahrung ausschliesslich mit klassischen Objekten - keine Vorstellung von einem solchen Quant machen können. Leider benötigen wir aber oft Vorstellung. Daher denken wir uns klassische Objekte aus (Welle, Teilchen oder Bälle), um das Verhalten des Lichts in einer gegebenen Situation erklären zu können. Ob Welle oder Teilchen entscheidet nur welche unserer falschen klassischen Vorstellungen näher am Quantenobjekt dran ist.
Gruß
Marco
Fuer ganz doofe!
So lange du nicht reinkuckst, weisst
Du nicht was drin ist.
Fuer DICH sieht es so aus, als ob die
Katze lebendig oder tot sein koennte,
also nur fuer einen Beobachter.
In Wirklichkeit ist sie schon laengst tot oder
noch lebendig.
Meinte auch Einstein, aber ich glaube ausser
dem hat kein Mensch die Quantentheorie richtig
kapiert.
Marco
Hi,
Natuerlich ist der Mikro-
kosmos das Anwendungsgebiet der Quantenphysik. Im Makrokosmos
macht es einfach nur keinen Sinn, eine aufgeblasene Mathematik
in Hilbertraeumen zu verwenden, um ein Pendel zu beschreiben,
wenn es doch mit Newtonschen Gleichungen genau genug geht.
Ich meine mich zu entsinnen, mal gehoert zu haben, dass man fuer die Beschreibung mancher makroskopischer Phaenomene duerchaus Quantenphysik braucht. Ich glaube, es ging um Supraleitung oder Suprafluiditaet. Weiss da jemand was zu?
Gruss
Thorsten
P.S.:
Ich habe auch mal eine nette Theorie gehoert, nach der Leben als ein System gekennzeichnet ist, in dem sehr viele Prozesse Quantenphysikalisch „gekoppelt“ sind. Der Zusammenbruch der Kopplung bedeutet den Eintritt des Todes. Ist zwar eindeutig der Esotherik zuzuordnen, fand ich aber ganz witzig.
Meinte auch Einstein, aber ich glaube ausser
dem hat kein Mensch die Quantentheorie richtig
kapiert.
Er war aber kein besonderer Freund der Quantentheorie.
MEB
Ich meine mich zu entsinnen, mal gehoert zu haben, dass man
fuer die Beschreibung mancher makroskopischer Phaenomene
duerchaus Quantenphysik braucht. Ich glaube, es ging um
Supraleitung oder Suprafluiditaet. Weiss da jemand was zu?
Solch seltsame Eigenschaften sind in der Tat makroskopischer
Natur, die aus dem Verhalten vieler kleiner Teilchen resultieren.
Ursache liegt also durchaus im Kleinen. Die Eigenschaften sind
aber nur present, wenn man die Menge betrachtet und nicht das
Einzelne. Schoenes Beispiel ist auch der Laser (alle Photonen
singen: „let’s dance in coherence“ 
Zur Beschreibung verwendet man die Quantenstatistik (nutzt
nicht nur die Wahrscheinlichkeitsinterpretation, die der Quanten-
theorie inbegriffen ist, sondern auch Wahrscheinlichkeiten, weil
viele Objekte betrachtet werden).
MEB
Hi,
Natürlich bezieht sich die Quantenphysik nur auf
mikroskopische Gebilde; bei makroskopischen Dingen wie einer
Katze versagt sie.Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll. Die
Quantenmechanik kann - sehr erfolgreich - auf
Vielteilchensysteme wie zum Beispiel einen makroskopischen
Kristall angewandt werden. Zwar müssen oft für praktische
Rechnungen Näherungen gemacht werden, aber das ist ja so
üblich (wie bei Navier Stokes).
stimmt. Ich meinte das insbesondere in Bezug darauf, daß die Vereinheitlichung von Quanten- und Relativitätstheorie noch immer auf sich warten läßt; wobei man sich diese beiden recht gut als „mikroskopische und makroskopische Welt“ vorstellen kann.
Nun, ihr Überleben ist durch das ‚trickreiche‘ Experiment
direkt an ein Quantenobjekt gekoppelt. Beschreibe ich hier den
Zustand des Quantenobjekts, beschreibe ich auch den Zustand
der Katze.
Ich glaube, daß das der Witz bei dem Experiment ist.
Das ist aber eben auch das Problem, daß diese Übertragung so nicht ohne weiteres möglich ist. Es gibt mehr Kombinationen, als nur „zerfallen=>tot“ und „nicht zerfallen=>lebendig“, von „im Siechtum“ bis zu „an Altersschwäche gestorben“. Das makroskopische Gebilde „Katze“ ist eben deutlich komplexer, als Quanten oder Kristalle.
So wie ich das sehe, sagt die Quantenmechanik nichts davon,
dass das Licht sowohl Welle, als auch Teilchen ist.
Sie kann den Dualismus bzw. seine Effekte aber sehr gut beschreiben 
Cheatah
Hi MEB,
genausogut könntest Du Dich vor eine Wand stellen und darauf warten, daß Deine Atome quantenspezifisch „entarten“, und Du durch die Wand gehen kannst. Möglich ist das sicher nach der Quantentheorie, aber ob das jemals im Existenzraum unseres vergammelten Universums wahrscheinlich wird? Ich wünsche viel Geduld.
André
genausogut könntest Du Dich vor eine Wand stellen und darauf
warten, daß Deine Atome quantenspezifisch „entarten“, und Du
durch die Wand gehen kannst. Möglich ist das sicher nach der
Quantentheorie, aber ob das jemals im Existenzraum unseres
vergammelten Universums wahrscheinlich wird?
Moeglich, dass man fuer dieses Ereignis eine Wahrscheinlichkeit
verschieden von Null ausrechnen kann (vielleicht 10^-100???).
Ich wünsche viel Geduld.
-)
Statt viel „unendlich viel“ waere vielleicht zutreffender.
Aber auch die Anzahl der Versuche ist entscheidend. Ein Bsp.:
Die Kernfusion im Zentrum der Sonne ist moeglich, weil es
den Tunneleffekt gibt. Wenn zwei Protonen aufeinanderprallen,
stossen sie sich aufgrund ihrer elektrischen Ladung ab. Diese
„Barriere“ ist nur mit ausreichend kin. Energie (d.h. bei
ausreichend hoher Temperatur im Sonneninneren) gegeben. Leider
sind 15 Mio. K viel zu gering, um diese Barriere zu ueberwinden.
Aber es gibt den Tunneleffekt. D.h. es existiert eine gewisse
Wahrscheinlichkeit (die ist sehr! gering), dass die Protonen
doch verschmelzen, d.h. ihre Barrieren ueberwinden. Die Fusion
im Zentrum der Sonne ist nur deshalb effektiv, weil genuegend
Protonen da sind, um unzaehlig viele Versuche zu starten.
Also, stelle 10^xxx Menschen vor genausoviele Waende, die
versuchen hindurchzugehen…
Vielleicht klappt es dann einmal… 
MEB
Hi,
Natürlich bezieht sich die Quantenphysik nur auf
mikroskopische Gebilde; bei makroskopischen Dingen wie einer
Katze versagt sie.Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll. Die
Quantenmechanik kann - sehr erfolgreich - auf
Vielteilchensysteme wie zum Beispiel einen makroskopischen
Kristall angewandt werden.
stimmt. Ich meinte das insbesondere in Bezug darauf, daß die
Vereinheitlichung von Quanten- und Relativitätstheorie noch
immer auf sich warten läßt; wobei man sich diese beiden recht
gut als „mikroskopische und makroskopische Welt“ vorstellen
kann.
Hoffentlich klappt das in absehbarer Zukunft überhaupt, die beiden Theorien zu vereinigen. 
Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es auch makroskopische Objekte gibt, bei denen z.T. die Quantenmechanik herangezogen werden muß (Kristalle, Superfluidität, Schwarze Löcher). Damit bezieht sich die Quantenmechanik nicht nur auf mikroskopische Objekte, was in dem Artikel auf den ich geantwortet habe, behauptet wurde.
Nun, ihr Überleben ist durch das ‚trickreiche‘ Experiment
direkt an ein Quantenobjekt gekoppelt. Beschreibe ich hier den
Zustand des Quantenobjekts, beschreibe ich auch den Zustand
der Katze.
Das ist aber eben auch das Problem, daß diese Übertragung so
nicht ohne weiteres möglich ist. Es gibt mehr Kombinationen,
als nur „zerfallen=>tot“ und „nicht
zerfallen=>lebendig“, von „im Siechtum“ bis zu „an
Altersschwäche gestorben“. Das makroskopische Gebilde „Katze“
ist eben deutlich komplexer, als Quanten oder Kristalle.
In der Tat ist die Katze viel komplizierter als nur lebendig/tot. Allerdings interessiert mich bei diesem Gedankenexperiment nur eine Entscheidung zwischen „Tod wegen Zerfalls des Atoms“ und „lebendig weil das Atom noch nicht zerfallen ist“. Dinge wie „im Siechtum“ (interessantes Wort!) und „An Altersschwäche gestorben“ werden in diesem Experiment nicht betrachtet. Ist das legal? Nun, es ist ein Gedankenexperiment, bei dem also für das Experiment unwesentliche Details ausgeblendet werden. Man nehme also zum Beispiel eine Katze in den besten Jahren, die im Verlaufe des Experiments nicht an Altersschwäche sterben kann. Man nehme ferner ein Gift, das ‚sofort‘ tödlich ist --> kein Siechtum. Auch möge die Katze nicht das Fläschchen mit dem Gift beschädigen können usw. usw… Man konstruiert sich das Gedankenexperiment so, daß während des Experiments einzig und allein der Zerfall des Atoms über Leben und Tod der Katze entscheidet. Alles andere, was die Katze betrifft, will ich sowieso nicht beschreiben. Unter den gemachten Annahmen, kann man aber den Zustand ‚tot‘ oder ‚lebendig‘ eineindeutig mit dem Zustand des Atoms in Verbindung bringen.
So wie ich das sehe, sagt die Quantenmechanik nichts davon,
dass das Licht sowohl Welle, als auch Teilchen ist.Sie kann den Dualismus bzw. seine Effekte aber sehr gut
beschreiben
Genau das wollte ich damit sagen. Sie kann die Eigenschaften eines solchen Teilchens gut beschreiben. Diese Eigenschaften stimmen aber weder mit denen eines Teilchens noch mit denen einer Welle überein. Das Quant ist nicht „sowohl Welle als auch Teilchen“ sondern „weder Welle noch Teilchen“. Sie ist ein Objekt, das wir uns einfach nicht mit unseren begrenzten Fähigkeiten vorstellen können. Wohl aber kann die Mathematik eine Struktur vorgeben (Hilbertraum , …), die uns statistische Vorhersagen über den Ausgang eines quantenmechanischen Experiments machen läßt. Die QM beschreibt die Effekte gut. Aber sie sagt nicht „sowohl Welle als auch Teilchen“ sondern „weder Welle noch Teilchen“. Es kommt mir ausschließlich auf das „weder noch“ an. Die QM beschreibt - ausgesprochen erfolgreich - eine andere Objektklasse, die eben nicht klassisch ist.
Gruß
Marco
Da aber unser Vorstellungsvermögen nicht
bis zur Atomebene (und darunter!) vordringen kann, hat
Schrödinger kurzerhand eine Katze so behandelt, als wäre sie
mikroskopisch.Nun, ihr Überleben ist durch das ‚trickreiche‘ Experiment
direkt an ein Quantenobjekt gekoppelt. Beschreibe ich hier den
Zustand des Quantenobjekts, beschreibe ich auch den Zustand
der Katze.
Ich glaube, daß das der Witz bei dem Experiment ist.
nur funktioniert dieser schoene katzenexekutionsapparat nicht wie gewuenscht, da man, um die katze zu ermorden, den zustand des quantenobjekts bestimmen muss. dieser messprozess aber zwingt das quantenobjekt in einen festen zustand. der zustand der katze liegt immer fest.
abgesehen davon ist es tierquaelerei!
joachim
Hi,
nur funktioniert dieser schoene katzenexekutionsapparat nicht
wie gewuenscht, da man, um die katze zu ermorden, den zustand
des quantenobjekts bestimmen muss. dieser messprozess aber
zwingt das quantenobjekt in einen festen zustand. der zustand
der katze liegt immer fest.
Ich glaube, Du spielst auf die Kopenhagener Interpretation der QM an. (Frei: Man kann ein Quantenobjekt bei der Beschreibung nicht von der Meßapparatur trennen…) Es gibt da aber auch andere Interpretationen.
Nun, der Zustand des Quantenobjekts liegt auch immer fest. Das Atom ist zerfallen oder auch nicht. Die Quantenmechanik bezieht sich meines Wissens (d.h. den Axiomen, die ich gelert habe, zufolge) nur auf „quantenmachanische Gesamtheiten“. Es ist eine statistische Theorie. Statistisch kann ich nur Wahrscheinlichkeiten angeben, mit denen ein Atom zerfallen ist. Dennoch liegt das Objekt nur in genau einem dieser Zustände vor.
(So ähnlich wie auch ein Photon beim Doppelspaltexperiment nur einen Detektor auslöst. Erst eine qm Gesamtheit führt zu dem Interferenzmuster, da nicht die klassische sondern die Quantenstatistik gilt. Mein damaliger Dozent sagte sogar ausdrücklich, daß er z.B. Ort und Impuls EINES Teilchens zu einem gegebenen Zeitpunkt beliebig genau bestimmen kann. Was er nicht kann ist eine Quantenmechanische Gesamtheit so päparieren, daß zum Beispiel jedes einzelne Objekt in allen drei Drehimpulskomponenten übereinstimmt. Damit widerspreche ich nicht den Axiomen der QM!)
Ich glaube, daß sich auch viele Probleme auflösen, wenn man zum Beispiel bei der ‚Unschärferelation‘ nicht von „Man kann Observablen, welche zwei nicht vertauschenden Operatoren entsprechen, nicht gleichzeitig scharf messen“, sondern folgende Lesart bevorzugt:
Man kann bei einer quantenmechanischen Gesamtheit mit zwei Eigenschaften präparieren, welche zwei Observablen nicht vertauschender Operatoren entsprechen.
(Ich gebe zu, daß meine Ausdrucksweise nicht sehr elegant ist. Mir kommt es vor allem auf das Wort präparieren an. Abgesehen davon halte ich die Wörter gleichzeitig, scharf , messen für ungünstig. Ferner spricht die Quantenmachanik nur von Gesamtheiten.) Ich habe mir diese Lesart nicht selber ausgedacht, halte sie aber für sinnvoll. Sie ist eine , wie ich meine, einleuchtende Interpretation der QM.
So würde ich auch nicht davon sprechen, daß der Meßprozeß das Objekt in einen Zustand zwingt. Wir erfahren einfach etwas über den Zustand. Daher ändern sich die Wahrscheinlichkeiten.
Was passiert eigentlich, wenn ich gar nicht messe, ob das Atom noch intakt ist, sondern einfach warte bis mir Bruchstücke in meinen Detektor fliegen? Ich messe nicht das Atom selbst, sondern nur nach dem Zerfall entstandene Bruchstücke. Das Atom lass ich ganz in Ruhe und messe nur indirekt, ob es schon zerfallen ist. (Für den Sinn dieses letzen Abschnitts übernehme ich keine Verantwortung!)
abgesehen davon ist es tierquaelerei!
Wohl wahr! Daher macht man es Gott sei Dank nur als Gedankenexperiment. Warum hat Schrödinger wohl eine Katze hingerichtet?
Gruß
Marco
Warum hat Schrödinger wohl eine Katze hingerichtet?
Weil die sieben Leben hat und man das Experiment im Bedarfsfall sechs mal wiederholen kann.
Hi,
stimmt. Ich meinte das insbesondere in Bezug darauf, daß die
Vereinheitlichung von Quanten- und Relativitätstheorie noch
immer auf sich warten läßt; wobei man sich diese beiden recht
gut als „mikroskopische und makroskopische Welt“ vorstellen
kann.Hoffentlich klappt das in absehbarer Zukunft überhaupt, die
beiden Theorien zu vereinigen.
es gibt eine Theorie, nach der, wenn es jemals gelingen würde, Quantentheorie und Relativitätstheorie zu vereinen, das Universum spontan verschwinden und durch etwas noch viel komplexeres und unverständlicheres ersetzt werden würde.
Es gibt eine andere Theorie… 
Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es auch makroskopische
Objekte gibt, bei denen z.T. die Quantenmechanik herangezogen
werden muß (Kristalle, Superfluidität, Schwarze Löcher). Damit
bezieht sich die Quantenmechanik nicht nur auf mikroskopische
Objekte, was in dem Artikel auf den ich geantwortet habe,
behauptet wurde.
Stimmt, das habe ich verdammt schlecht ausgedrückt. Sorry dafür.
Cheatah
Robert Heinlein beschrieb auch mal eine Katze die durch Wände gehen konnte.
Naja, sie war jung und wusste es nicht besser.
cu, holli
Für alle, die des Englischen mächtig sind und Zweifel an der Quantenmechanik haben, seinen die „New Physics“-Seiten auf http://www.stan-white.com empfohlen. Es geht auch anders.
Hi,
Nun, der Zustand des Quantenobjekts liegt auch immer fest. Das
Atom ist zerfallen oder auch nicht. Die Quantenmechanik
bezieht sich meines Wissens (d.h. den Axiomen, die ich gelert
habe, zufolge) nur auf „quantenmachanische Gesamtheiten“. Es
ist eine statistische Theorie. Statistisch kann ich nur
Wahrscheinlichkeiten angeben, mit denen ein Atom zerfallen
ist. Dennoch liegt das Objekt nur in genau einem dieser
Zustände vor.
Hmmmm … wenn das so ist, warum muss ich dann zur Veranschaulichung noch eine Katze ermorden?
TML, ich raff’ den Sinn dieser Diskussion ab hier nicht mehr.
cYa
Ulli