Schulbeginn kontra Biorhythmus

Hallo,

es ist ja längst hinreichend bekannt, dass gerade für Heranwachsende der Schulbeginn zu früh ist, und welche verheerenden Folgen dies eigentlich hat.

http://www.schlaf.de/was_ist_schlaf/1_50_20_nachteul…
http://www.schlaf.de/was_ist_schlaf/1_50_10_schulbeg…
http://www.gesundheit.de/familie/kindheit-jugend/jug…

Kennt jemand eine Organisation die sich intensiv dafür einsetzt, den Schulbeginn für pubertierende nach hinten zu verschieben?

Eine Mail an das Kultusministerium BW habe ich gerade verfasst, aber so als Einzelkämpfer macht das nicht so viel Sinn :frowning:

TM
immer mehr genervt von der Trägheit und dem längst überholten Schulsystem in D

Noch weitaus schlimmer als das Frühaufstehen…
…finde und fand ich die lange Unterrichtszeit. Meine Kinder haben zueilen 10 Stunden Unterricht, was ich für sehr ungesnd halte.
Ich war als Gymnasiast in den 60er Jahren schon nach der 5.Stunde nicht mehr geistig ansprechbar. In den ersten zwei, drei Stunden war ich noch am fittesten (also votiere ich dafür, es bei 8 Uhr als Beginn zu lassen), dann habe ich rapide abgebaut.
Ich wäre also für eine Initiative, die die tägliche Schulzeit auf 5 Schulstunden begrenzt.
Gruß,
Branden

Du bist nicht allein
Hallo Agnes,

sei frohen Mutes; denn Euer Ministerpräsident ist der gleichen Meinung. Ich fürchte allerdings, selbst das reicht noch nicht.

Viele Grüße,
Andreas

Im Gegenteil noch, hier in NRW wird die Schule immer früher :frowning: Wir mussten im letzten Schuljahr schon um 7:55 bzw. bei der Schwesterschule (die noch weiter weg war) um 7:40 sein, meine Cousine hatte Schulzeiten ab 7:30 und mein Großcousin hat momentan um 7:15 bzw. an der Partnerschule 7:00 Unterricht.
Und das als kleiner Pimpf.

Schrecklich, ich bin ja nichtmal jetzt um 8 Uhr zu gebrauchen
lg
Kate

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…finde und fand ich die lange Unterrichtszeit. Meine Kinder
haben zueilen 10 Stunden Unterricht, was ich für sehr ungesnd
halte.
Ich war als Gymnasiast in den 60er Jahren schon nach der
5.Stunde nicht mehr geistig ansprechbar.

Das liegt aber an der Form des Unterrichts. Bei Frontalunterricht ist das ja auch kein Wunder.

Wenn Unterricht praxisbezogen ist, Gruppenarbeiten, Projekte, mit Materialien experimentiert, oder mehr Außenaktivitäten gemacht würden, empfindet man das Lernen nich als Last. Man merkt gar nicht, dass man was lernen muss, sondern kann eher das Gefühl entwickeln, dass man was lernen darf.

Ich wäre also für eine Initiative, die die tägliche Schulzeit
auf 5 Schulstunden begrenzt.

Finde ich nicht. Durch andere Unterrichtsgestaltung und eine Erweiterung des reinen Fachunterrichts hin zur Vermitllung lebenspraktischer, sozialer und methodischer Lerninhalte wäre das alles nicht so kopflastig.

Und der spätere Unterrichtsbeginn bezieht sich ja nur auf ältere Kinder ab der Pubertät.

TM

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Hallo Andreas,

sei frohen Mutes; denn Euer Ministerpräsident ist der gleichen
Meinung. Ich fürchte allerdings, selbst das reicht noch nicht.

erstens das, und 2. ist seine Argumentation unausgegoren.
http://www.das-parlament.de/2006/04/Inland/005.html

[…]auch sei ein gemeinsames Frühstück wieder möglich. Kinder gingen häufig früher aus dem Haus als ihre Eltern, sagte der CDU-Politiker. Während viele Mütter und Väter erst nach 8.00 Uhr zur Arbeit müssten, begännen Schulen und Kindergärten oft vorher.

Wenn ich so einen Quatsch höre! Weil Kids füher aus dem Haus müssen als die Eltern kann man nicht zusammen frühstücken *lol* Man merkt, dass er kein AN ist :wink:
Bei kleineren Kindern ist es doch genau wichtig, dass sie nicht alleine aus dem Haus müssen.

Genau anders rum. Der Preis wäre, dass das gem. Frühstück mit den jugendl. Kindern sogar noch eher wegfallen würde.

Üblicher Arbeitabeginn ist 8 Uhr. Da Grundschul- und KiGAkindern der frühere Beginn keine Probleme macht, ist das auch gut, denn da würde es schwierig mit der zeitl. Koordination der Berufstätigen.

Aber pubertierende könnten durchaus auch alleine aus dem Haus und alleine frühstücken. Diesen Verlust muss man dann eben anderweitig kompensieren.

Der Vorteil wird aber wohl überwiegen, denke ich.

TM

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Wie habe ich das nur überstanden?
Hallo,
von 10 bis 16 Jahren hatte ich selbstverständlich um 08:00 Uhr Unterrichtsbeginn. Da ich aber mit dem Zug 16 km zu fahren hatte, stand ich also täglich 07:20 Uhr auf dem Bahnsteig und ich lebe immer noch.

Gut, das war 1951-56, aber wenn ich mir das Gejammer anhöre dann frage ich mich schon - siehe Titel.

Übrigens war ich dann in der Regel so gegen 14:30 Uhr wieder zuhause, hatte meine Hausaufgaben zu machen - nur Playstation, PC oder Fernsehen gab es nicht. Deshalb blieb mir auch noch genügend Zeit draußen zu spielen und den Wald unsicher zu machen.

Grüße
Eckard

Hallo,

ja das sind die üblichen Früher war das… Argumente.

Wir leben aber nun einige Jährchen später und eine Gesellschaft und ihre wissenschaftlichen Errungenschaften verändern sich.

Lies mal dies:
http://www.schlaf.de/was_ist_schlaf/1_40_10_schlafma…

Es gibt auch schon längst einen Club und sogar moderne, fortschrittliche Firmen, die ihre MA zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten lassen. Nicht ohne Eigennutz, da die Arbeit effiktiver, motivierter und zuverlässiger erfolgt.

Gut, das war 1951-56, aber wenn ich mir das Gejammer anhöre
dann frage ich mich schon - siehe Titel.

Es jammer doch niemand!! Es wird nur angeregt, die Arbeitszeiten der Natur des Menschen anzupassen. Das hätte sicher auch eiige nicht zu unterschätzenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökonomische Mitnahmeeffekte.

Übrigens war ich dann in der Regel so gegen 14:30 Uhr wieder
zuhause, hatte meine Hausaufgaben zu machen - nur Playstation,
PC oder Fernsehen gab es nicht. Deshalb blieb mir auch noch
genügend Zeit draußen zu spielen und den Wald unsicher zu
machen.

Ist ein nachvollziehbares Argument. Ich bin eh für Ganztagsschulen, wo die Kids auch soziale Kontakte pflegen. Wenn sie dann ohne HA machen zu müssen um 16-16:30 nach Hause kommen, können sie doch bis 18-19 Uhr auch noch spielen, oder sich treffen, zum Sport, musik etc.

TM

Hallo,

von 10 bis 16 Jahren hatte ich selbstverständlich um 08:00 Uhr
Unterrichtsbeginn. Da ich aber mit dem Zug 16 km zu fahren
hatte, stand ich also täglich 07:20 Uhr auf dem Bahnsteig und
ich lebe immer noch.

JA und? Wir doch auch, wir reden davon es nach hinten zu verschieben, nicht das es schon so ist. Das Weichei-Argument zieht also nicht.

Ja, wir leben alle noch, aber zumindest mein Hirn ist noch nicht senil genug um mir einzubilden es wäre besonders toll gewesen oder besonders fit, deins doch sicherlich auch nicht. Mein Hirn hat sich zur Schulzeit meist erst gegen halb 10 eingeschaltet.

Übrigens war ich dann in der Regel so gegen 14:30 Uhr wieder
zuhause, hatte meine Hausaufgaben zu machen

Ja Ach! XD
Nein im ernst, das ist furchtbar früh, weißt du? Zu meiner Schulzeit, abgesehen von der Grundschule, war das die normale Unterrichtszeit, und auf die kamen verschobene Stunden (z.B. Spanisch in der 7.) sowie 2. Wahlfächer während der Realschulzeit oder Sport am Gymnasium noch dazu.

  • nur Playstation,
    PC oder Fernsehen gab es nicht. Deshalb blieb mir auch noch
    genügend Zeit draußen zu spielen und den Wald unsicher zu
    machen.

Welchen Wald? :stuck_out_tongue:
Sind das diese lustigen grünen Dreiecke, die man in Bilderbüchern so sieht? (und die Bilderbücher werden ja jetzt auch abgeschafft… ) :wink:

Wenn ich von 8-15 Uhr in der Schule war und von 16:30-18 Uhr Sport hatte, war ich froh, die Hausaufgaben noch hinzubekommen und dunkel war es, außer im Hochsommer, auch meist.

lg
Kate

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Germans are hypochondriacs
http://www.spiegel.de/international/0,1518,411008,00…

Hi,

aber wenn man den Unterrichtsbeginn später ansetzt, verschlimmert sich das alles ja - der Schultag ist dann noch später zuende.
Auf der einen Seite kann ich das ja verstehen, mit dem verschieben - ich gehöre auch zu denen, die morgens schwer aus den Federn kommen, erst ab der Mittagszet aufdrehen und am Abend am leistungsfähigsten sind. Ich bestaune die Kollegen, bei denen das andersrum ist. Trotzdem ist es so, dass ich die Tage, an denen ich morgens Freistunden habe, ziemlich hasse. Zwar stehe ich trotzdem früh auf, in der Hoffnung, arbeiten zu können, aber ich schaffe nicht halb so viel wie abends. Auf der anderen Seite, wenn ich durch den Stundenplan gezwungen werde, was zu tun (und die Stunde am Abend vorher vorbereitet hab), kommt viel mehr raus und ich werde auch schneller wach. Aber ich brauche diesen externen Zwang.
zu meiner Schulzeit (DDR) begann die erste Stunde übrigens 7.00 Uhr, um 13.00 Uhr spätestens war Schule aus und auch am SAmstag gab es Unterricht.
Das grundlegende (und meiner Ansicht nach nicht wirklich zu lösende) Problem ist eben der unterschiedliche Biorhythmus der Leute. Klassen so zu organisieren, das Leute mit dem gleichen Biorhythmus in gleichen Klassen mit je eigenen Stundenplänen untergebracht werden, wäre eine theoretisch denkbare, aber praktisch nciht durchführbare Lösung.

Die Franzi

Hallo,

sollte es jemals eingeführt werden, gibt es mit Sicherheit wohlmeinende Menschen, die den armen Jugendlichen nicht zumuten mögen, soooo lange in der Schule zu sein.

Gut, kappen wir die Zeit für den Unterricht.
Ergenbis:
Wohlmeinende Mitmenschen beschweren sich, daß die Jugendlichen zu wenig lernen.

to be continued

Was lernen wir daraus?
Nie ist es richtig.

Acht Uhr Schulbeginn is m.E. völlig tragbar.

Gandalf

Hallo,
die verlinkten Artikel stimmen in ihren Enrgebnissen nicht so ganz überein. Der eine Behauptet Pubertierende wären erst zwei Stunden später als Kinder fit, ab 9.00. Der andere behauptet dann, Kinder seien auch nicht vor 9.00 zu gebrauchen. Wenn ich darauf dann die erste Aussage beziehe, dürften Pubertierende erst ab 11.00 beschult werden.
Außerdem wird das Schreckgespenst zukünftiger Schlafstörungen heraufbeschworen, die entstehen, wenn die Kinder zu früh aufstehen müssen. Daraus folgt notwendig, dass im Interesse der Gesundheit nicht der Schulbeginn, sondern die Weckzeit angepasst werden muss.

Es muss also im interesse der Gesundheit der Kinder sichergestellt sein, dass die Kinder nicht zu früh aufstehen.
Wenn ich nur mal annehme, dass für die morgendlichen Vorbereitungen etwa eine Stunde anzusetzen ist, dann könnten die Kinder sich etwa um 10.00 auf den Weg machen. Für Fahrschulklassen - und die müsste man nun sortenrein bilden, oder eben alle nach demjenigen anfangen lassen der den weitesten Weg hat, bei einer angenommenen maximalen Wegezeit von eineinhalb Stunden, wäre Schulbeginn dann nicht vor 11 Uhr dreißig.

Falls die Annahme zutrifft, dass pubertierende morgens zwei Stunden mehr Zeit brauchen, dann müsste für Mädchen ab etwa 12 Jahren und für Jungen ab etwa 14 Jahren der Unterricht nicht vor 13.30 angesetzt werden. In den weiterführenden Schulen wäre also eine Koedukation der Geschlechter ab der 6. Klasse auch aus diesem Grund nicht mehr sinnvoll (andere gibt es ja auch noch).
Das natürlich nur unter der Prämisse, dass Fahrschüler in den Klassen sind. Ohne diese wären natürlich entsprechend frühere Zeiten möglich

Selbst wenn ich die zugegeben polemische Aufsummierung der zusätzlich benötigten Zeit als Missverständnis werte und in allen Studien Pubertierende gemeint sind und ich dazu noch nicht den angeblichen Leistungsbeginn verwende, sondern das Schlafbedürfnis, dann muss die Forderung nach einem Schulbeginn nicht vor 8.30 bzw. 9.00 als inkonsequent und unbegründet betrachtet werden. Wenn Pubertierende wie ausgesagt wirklich etwa 9. Stunden Schlaf brauchen und durchschnittlich nicht vor 23.oo einschlafen, dann sind diese Zeiten immer noch zu früh angesetzt, denn die Morgentoilette, Frühstück und Wegezeit müssen selbstverständlich mitberücksichtigt werden. Der frühest mögliche Zeitpunkt ist also 9.00 Uhr unter der Annahme, dass alle Schüler in unmittelbarer Nähe der Schule wohnen. Das muss aber als unrealistisch betrachtet werden. Die Forderung muss also bei etwa 10.00 Uhr liegen, unter Umständen noch später.
Damit hätte sich auch das Problem der Ganztagsschule für diese Klassen erledigt. Da die tägliche Unterrichtszeit bei 6-8 stunden liegt (ich rechne vereinfachend mal Zeitstunden, da ja auch Pausen und hier auch eine echte Mittagspause stattfinden) hätten die Kinder zwischen 16 und 18 Uhr Unterrichtsschluss plus Wegezeit. Allerdings hätten sie nun noch keine Hausaufgaben gemacht.

In der gymnasialen Oberstufe und den berufsbildenden Schulen könnte man für die Frauen ab etwa 16 und die Männer ab 18 die Unterrichtszeiten wieder vorverlegen. Ob das angesichts der dann oft veränderten Freizeitgewohnheiten mit entsprechenden Verschiebungen des Biorhythmusses sinnvoll ist, wird von den zitierten Artikeln nicht ausgesagt.

Gruß
Werner

Das hätte mein Text sein können!
100 Sternchen für dich! *g*
Übrigens war ich selber drei Semester auf einem Abendgymnasium und dabei habe ich gelernt, daß ich, obwohl ich in meiner Pubertät eine ausgesprochene Nachtschwärmerin war, morgens weeesentlich besser lernen kann. Klar hätte ich zur Tagesschulzeit oft gern länger geschlafen, aber ich wäre dann nur noch später ins Bett gekommen und ich wäre genauso müde gewesen, wenn die Schule erst um elf angefangen hätte.
Schöne Grüße

…finde und fand ich die lange Unterrichtszeit. Meine Kinder
haben zueilen 10 Stunden Unterricht, was ich für sehr ungesnd
halte.
Ich war als Gymnasiast in den 60er Jahren schon nach der
5.Stunde nicht mehr geistig ansprechbar. In den ersten zwei,
drei Stunden war ich noch am fittesten (also votiere ich
dafür, es bei 8 Uhr als Beginn zu lassen), dann habe ich
rapide abgebaut.
Ich wäre also für eine Initiative, die die tägliche Schulzeit
auf 5 Schulstunden begrenzt.

wobei das wirklich auf den unterricht ankommt. in der 8. hatte ich immer von 13.30 bis 15.00 2h russisch und das war aufgrund der geringen schülerzahl und der freude an der sprache und der guten lehrerin ein schöner ausklang, obwohl 7. und 8. stunde.

Hallo,

es ist ja längst hinreichend bekannt, dass gerade für
Heranwachsende der Schulbeginn zu früh ist, und welche
verheerenden Folgen dies eigentlich hat.

wenn die schule erst um 9 beginnt, werden die schüler länger aufbleiben und nicht weniger müde in die schule gehen.

wie verwöhnt sollen denn die schüler von morgen noch ins arbeitsleben geschickt werden? da ist um 5 oder um 6 uhr aufstehen angesagt…zwischen 7 und 8 ist die beste lösung, wenn der tag genutzt werden soll.
um 9? da kann man dann nur noch bei siemens im innendienst oder auf dem amt anfangen zu arbeiten.

Moin,
vielleicht solltest Du deine Frage ins Witze-Brett verschieben lassen, oder ins Esoterik-Brett, oder in ein Brett das es noch nicht gibt.

Grüße
Pit

Hi,

hast auch von mir ein sternchen bekommen *gg*

Eine Sache hast Du aber in Deinem recht ausführlichen Artikel vergessen. Wie organisiert man die Betreuung der SChüler zwischen Aufstehen und Abreise zur Schule? Wenn die erst ca. 10 Uhr in der Schule sein müssen (je nachdem, welches Deiner verschiedenen Modelle man jetzt betrachtet), sind sie ja auf sich alleine gestellt: Die Eltern verlassen ja wesentlich früher das Haus, um pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Die Kinder müßten alleine aufstehen und sich für die Schule fertigmachen. Ein Unding in Zeiten, in denen man Nachmittagsbeschulung fordert, damit die Kinder beaufsichtigt sind.

Die Franzi

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Hallo,

der Titel sagt sicher aus, auf was ich hinaus möchte :wink:

Eine Stunde wäre schon eine „kleine“ Hilfe und auch organisatorisch umsetzbar.
Unmöglich ist das nicht, denn in einigen EU-Ländern klappt es ja auch.

Selbst ohne Ganztagsschule wäre dann ca. 14 Uhr Schulschluss (ohne Nachmnittagsunterricht)

Wenn nur eine Std. Verschiebung zumindest ein bisschen helfen kann, dass Schüler leistungsfähiger und gesundheitlich weniger belastet wären (Es handelt sich hier ja nicht um eine Pseydowissenschft) verstehe ich das Problem nicht.

Wenn Umsetzung neuer Erkenntniss dazu führen, dass es sowohl unseren Kindern hilft, als auch unserer leistungsorientierten Gesellschaft, verstehe ich diese Unflexibilität nicht.

Es geht ja nicht darum, alles perfekt auf die Kids abzustimmen, wie du in deiner Riesenabhandlung argumentierst, sondern darum, eben diese Umstände in einem vertretbaren und orgasnisatorisch möglichem Maß zu würdigen.

Mit Ganztagsschulen von 9-16 Uhr hätten die Kids ihre Hausaufgaben gemacht und es würde enormes Konfliktpotenzial (HA) in den Familien wegfallen. Alle könnten ihren Feierabend entspannter genießen und hätten dennoch genug Zeit für Freizeitaktivitäten (die ja übrigens auch Bestandteil in einer Ganztagsschule sind, zunmindest wie ich sie mir vorstelle).

Zu dem Argument der langen Schulwege. Die müssten auch nicht sein, wenn die Regierung die Bildung so wichtig nehmen würde, wie sie tut. Dann hätten wir ein dichteres Schulnetz (wie in einigen EU-Ländern auch) und somit kürzere Wege, oder z.B. Schulbusse.

Um mal ganz progressiv zu denken, hielte ich es sogar für realisierbar, einen Gleitzeitstundenplan zw. 7:30-18 Uhr zu machen. Dazu müssten aber U.A. mehr Lehrer eingestellt werden, diese auch Willens sein, ihr bisheriges „Privileg“ vorwiegend vormittags unterrichten zu müssen, aufzugeben. Natürlich bedarf dies guter Planung uind eines speziellen konzeptes, aber möglich.
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es ein Schulprojekt, wo der Besuch der Unterrichtseinheiten von den Schülern in gewissem Rahmen selbst bestimmt werden kann. Dort findet in best. Räumen best. Unterricht statt und die Schüler begeben sich dann dort hin.

Möglichkeiten, sowohl der Gesundheit der Schüler, sowie dem Anspruch unserer Leistungsgesellschaft und Familienfreundlichkeit gerecht zu werden und die Leistung dabei auf humane und angenehme Weise sogar noch zu optimieren sehe ich genug.

Es ist eine Frage des Willens und der Geldes.

Mit Leuten wie dir, die alles zerpflücken und sich gegen Veränderungen sträuben, ist dieser „Krieg“ natürlich nicht zu gewinnen.
Es war schon immer einfach, alles beim Alten zu lassen.

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Hallo,

…zwischen 7 und 8 ist die beste lösung,
wenn der tag genutzt werden soll.
um 9? da kann man dann nur noch bei siemens im innendienst
oder auf dem amt anfangen zu arbeiten.

Für Frühaufsteher und der jetzigen gesellschaftlich bedingten Uhrzeitdoktrin ja. Aber nicht zwingend, wenn man alles andere eben nach hinten verschiebt, bzw. verschieben kann.

Bei uns herrscht eben (auch klimatisch bedingt) ein anderes Zeitgefüge als in Südländern wie Spanien, GRiechenland etc. Dort wird halt erst um +21 Uhr zu Abend gegessen.

Klar hat jede Gesellschaft ihre Zwänge, aber hier geht es um eine lächerliche Stunde Zeittoleranz, die sicher nicht das ganze System aus dem Gleichgewicht bringen würde.
Und ich bin eben überzeugt, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen würden. Für die ganze Gesellschaft.

Gleitzeit für alle wäre eigentlich die Ideallösung. Dann könnte man jeder Leistungskurve gerecht werden und sogar die Wirtschaft stärken.

Das erfordert aber ein hohes Maß an Umdenkungsbereitschaft, Flexibilität und Neuorganisation.

Aber so weit will ich ja gar nicht mal gehen. Das artet heutzutage dann doch (noch) in Utopie aus.

Noch was allgemeines:
Ist ja auch wieder typisch, We-We-Wa, dass aus eine Frage nach einer Interessensorganisation ein Megagalama gemacht wird und man als Spinner hingestellt wird *gg* :wink:

TM