Hallo,
der Titel sagt sicher aus, auf was ich hinaus möchte 
Eine Stunde wäre schon eine „kleine“ Hilfe und auch organisatorisch umsetzbar.
Unmöglich ist das nicht, denn in einigen EU-Ländern klappt es ja auch.
Selbst ohne Ganztagsschule wäre dann ca. 14 Uhr Schulschluss (ohne Nachmnittagsunterricht)
Wenn nur eine Std. Verschiebung zumindest ein bisschen helfen kann, dass Schüler leistungsfähiger und gesundheitlich weniger belastet wären (Es handelt sich hier ja nicht um eine Pseydowissenschft) verstehe ich das Problem nicht.
Wenn Umsetzung neuer Erkenntniss dazu führen, dass es sowohl unseren Kindern hilft, als auch unserer leistungsorientierten Gesellschaft, verstehe ich diese Unflexibilität nicht.
Es geht ja nicht darum, alles perfekt auf die Kids abzustimmen, wie du in deiner Riesenabhandlung argumentierst, sondern darum, eben diese Umstände in einem vertretbaren und orgasnisatorisch möglichem Maß zu würdigen.
Mit Ganztagsschulen von 9-16 Uhr hätten die Kids ihre Hausaufgaben gemacht und es würde enormes Konfliktpotenzial (HA) in den Familien wegfallen. Alle könnten ihren Feierabend entspannter genießen und hätten dennoch genug Zeit für Freizeitaktivitäten (die ja übrigens auch Bestandteil in einer Ganztagsschule sind, zunmindest wie ich sie mir vorstelle).
Zu dem Argument der langen Schulwege. Die müssten auch nicht sein, wenn die Regierung die Bildung so wichtig nehmen würde, wie sie tut. Dann hätten wir ein dichteres Schulnetz (wie in einigen EU-Ländern auch) und somit kürzere Wege, oder z.B. Schulbusse.
Um mal ganz progressiv zu denken, hielte ich es sogar für realisierbar, einen Gleitzeitstundenplan zw. 7:30-18 Uhr zu machen. Dazu müssten aber U.A. mehr Lehrer eingestellt werden, diese auch Willens sein, ihr bisheriges „Privileg“ vorwiegend vormittags unterrichten zu müssen, aufzugeben. Natürlich bedarf dies guter Planung uind eines speziellen konzeptes, aber möglich.
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es ein Schulprojekt, wo der Besuch der Unterrichtseinheiten von den Schülern in gewissem Rahmen selbst bestimmt werden kann. Dort findet in best. Räumen best. Unterricht statt und die Schüler begeben sich dann dort hin.
Möglichkeiten, sowohl der Gesundheit der Schüler, sowie dem Anspruch unserer Leistungsgesellschaft und Familienfreundlichkeit gerecht zu werden und die Leistung dabei auf humane und angenehme Weise sogar noch zu optimieren sehe ich genug.
Es ist eine Frage des Willens und der Geldes.
Mit Leuten wie dir, die alles zerpflücken und sich gegen Veränderungen sträuben, ist dieser „Krieg“ natürlich nicht zu gewinnen.
Es war schon immer einfach, alles beim Alten zu lassen.