Hallo,
Das „zerpflücken“ akzeptiere ich, aber das „gegen Veränderung
sträuben“ weise ich zurück.
ok, das ist ja mal beruhigend einen reformbereiten Mitdisskutanten zu finden.
Veränderungen in der
Schulorganisation hatten wir in den letzten Jahren praktisch
im Sekundentakt.
In BW merke ich da nicht viel davon, außer die Kernzeitbetreuung - sichere Grundschule, Erschaffung neuer Fächer(verbunde) und quasi die Änderung des konkreten Lehrplans in einen schwammigen Lehrplan.
Alles andere sind wohl „Projektschulen“.
Aber ich lasse mich gerne „Belehren“, wenn nich es gut finde, und es das bei uns in BW/unserer Schule noch nicht gibt, kann ich ja Mitkämpfer suchen.
Keine davon hat bisher Schule oder
Unterricht grundlegend besser gemacht.
Eins fällt mir spontan ein. Ich durfte früher als Mädchen nicht in Werken gehen, und Jungs nicht in Kochen und es auch nicht als Wahlhauptfach nehmen. Das dürfen Mädchen/Jungs heute 
Bei der schlechten Ausbildung, die Lehrer geboten wird kann es ja nicht besser werden. Die engagierten Lehrer werden gemobbt, weil sie die schlechten Lehrer alt aussehen lässt. Vielleicht hast du diesen Skandal ja mitbekommen.
http://nichtmassgefertigt.wordpress.com/2008/08/06/e…
Und ansonsten kommt es daruf an, welchen Zeithorizont man hier heranzieht.
Tatsächlich ist wohl Bildungspolitik neben innerer Sicherheit
das einzige Feld, wo die Politik noch ihre Dominanz erleben
kann und darum muss jede kranke Kopfgeburt dort auch gleich
heilsbringend umgesetzt werden.
Im Schulbereich eben leider nicht.
Deutschland ist da ja wie im Mittelalter. Mieße Lehrerausbildung, mieße Ausstattung, miese Schulform, und natürlich zu früher Unterrichtsbeginn für Pubertierende *gg*. Die machen Flickschusterei und verkaufen es als Reform oder gar Revolution. Aber mal das 3-gliedirge System abzuschaffen? Nö da haften sie dran wie die Fliege an der Sch***.
Ich hätte gar nichts gegen einen Schulanfang ab 9.00. Das
alleine wäre wahrscheinlich ohne großen Aufwand machbar.
Das klang in deinem Essay zwar anders, aber freut mich, dass du das nicht für undurchführbar hälst.
bisschen Geld, dass wir nicht haben würde es aber wohl kosten.
Ich zweifle nur daran, dass sich dadurch wesentliches
Verbessern würde.
Studien sprechen da wohl dagegen, was Moki hier /t/schulbeginn-kontra-biorhythmus/4913895/90
göttlicherweise gefunden hat.
Damit Schule besser funktioniert müsste im Grunde alles von
der Erziehung und Betreuung der Kinder
außerhalb der Schule, der Lehrerausbildung,
der Schulausstattung sowohl materiell wie personell bis zum
Schulsystem und den Lehrplänen überdacht werden. Inclusive all
der Erwartungen an Schule. Da hier aber jeder Minister und
jede Lobby ihre ganz individuelle heilige Kuh hütet, sind wir
letztlich immer hinter einer dieser heiligen Kühe her.
Du sprichst mir aus der Seele.
Das Problem der Schulanfangszeiten kann ich da ehrlich gesagt
nur als extrem peripher auffassen, aber das kann natürlich
auch an meiner heiligen Kuh liegen.
Sicher ist es nur ein winziger Teil. Und es gibt so viele Bereiche, dass sich jeder halt was raussucht.
Was wäre denn deine heilige Kuh? Ein bestimmtes Modell? Es gibt ja viele gute Ideen und Konzepte.
TM