Schule heute

Schule heute …

8.05 Uhr ich betrete das Klassenzimmer und finde es wie immer nicht ganz gefüllt, es fehlen also wieder einige …

8.06 Uhr 2 Schüler/innen kommen ganz langsam und balancieren ihre heißen Kaffeebecher vorsichtig durch die Tischreihen – meinem Einwand, dass das Klassenzimmer keine Trinkstube sei begegnen sie mit dem Hinweis, sie hätte noch nicht gefrühstückt und ich könne ihnen nun wirklich nicht zumuten, bis zur Pause nüchtern zu bleiben.

8.11 Uhr endlich arbeiten alle anwesenden einigermaßen mit …

8.15 Uhr Mit lautem Hallo stürmen 4 Schülerinnen herein und erklären, ihr Bus sei verspätet gekommen, aber bis Mona allen Mitschülerinnen vollständig erklärt hat, wie es mit „ihrer Beziehung“ derzeit aussieht, ist an Weiterarbeiten gar nicht zu denken.

8.22 Uhr Endlich scheinen alle wieder auf den Unterricht konzentriert zu sein. Nanu, sogar Jacqueline meldet sich auf meine letzte Frage. Erfreut rufe ich sie auf … aber sie hat sich nur gemeldet, weil sie aufs Klo muss, Begründung „wir haben doch schon fast eine halbe Stunde unterricht, oder wollen Sie, dass ich auf den Stuhl pinkle“?

8.35 Uhr Der sonst so ruhige Sven meldet sich: „Ich brauche dringend eine Zigarettenpause, länger halte ich es nicht mehr aus!“
Zum Beweis greift er nach der Colaflasche und nimmt einen kräftigen Schluck. Dieses Beispiel wird von einigen anderen sofort nachgemacht. Die ersten Vesperbrote werden ausgepackt.

8.37 Uhr Das erste Handy klingelt – nanu, heute so spät erst …

8.38 Uhr Veronika verkündet lautstark, dass sich Anja eben bei ihr per SMS gemeldet hat, sie ist krank.

8.40 Uhr Katharina meldet sich, sie hätte eine dringende Frage, sie müsse unbedingt wissen, wie lange heute Nachmittag Unterricht sei, und dann müsse sie ganz dringend telefonieren, ob sie dazu das Klassenzimmer verlassen dürfe.

So schlimm kann es ja nicht sein, wirst du jetzt denken …

… aber ich sage dir, es ist schlimmer!

2 gute Gründe, um Lehrer zu werden:
2 gute Gründe, um Lehrer zu werden:

Juli und August

Konntest du dir bei deiner Berufswahl nicht vorstellen, dass das nach Abschluss deiner Ausbildung so ablaufen wird???

  • Also: Nicht gejammert! Da musst du nun durch.

Trotzdem: Schöne Schilderung für alle, die es sich nicht vorstellen können.

Gruß

robe*

@pauker

bin selbst (Gott sei Dank) nicht Lehrer(in) geworden und nach deinem Posting weiss ich auch wieder weshalb…
ich finde es einfach nur erschreckend, dass man als Schüler alles tut um Bildung und Wissen aus dem Weg zu gehen. und dass, obwohl man es in der Schule kostenlos und auf dem Silbertablett serviert bekommt. In ein paar Jahren werden die Herrschaften sich die nicht vorhandene Bildung über VHS Kurse mühsam aneignen müssen, wenn die überhaupt in der Verlegenheit kommen eine Arbeitsstelle zu erhalten. Anscheinend haben es einige (oder vielmehr der Großteil) immer noch nicht begriffen, was duch PISA an´s Licht kam.

Ein trost für die arbeitende Bevölkerung, so schnell macht uns (Wissenden) keiner was vor! Und wir brauchen auch keine Angst mehr vor aufstrebenden jungen Talenten haben, die an unsere Stelle treten wollen…

Betrübte Grüße Martina

vorher wissen müssen …?
Hallo,
gute Frage … aber als ich (in den 70er Jahren) die Sache anfing, habe ich mir das wirklich nicht so vorgestellt.
Warte ich eben auch den Juli :wink:
P.

Sitz du bei mir in der Klasse? So ziehmlich läuft der Unterricht auch ab. Ich finde es zum kotzen und die die zu süät kommen und immer ein dummere Ausrede haben sind die gleichen …

Mir platz bald der Kragen. Doch man muss sich mehr oder weniger damit klarkommen. Sei einfach besser als die andern und zieh dein eigens Ding durch.

MfG
Verena

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

vorher wissen müssen!

Hallo,
gute Frage … aber als ich (in den 70er Jahren) die Sache
anfing, habe ich mir das wirklich nicht so vorgestellt.
Warte ich eben auch den Juli :wink:
P.

Als ich in den 70er Jahren meine beruflichen Weichen stellen musste, habe ich sie aus genau diesem Grund nicht in Richtung Lehramt gestellt.
Sicher, ich habe damals auch kein Handy gekannt, aber dass die Disziplinlosigkeit und der moralische Werteverlust mit einem absoluten Unrechtsbewusstsein der Kids einhergehen wird, war doch jedem, der damals im Umfeld der „68er“ aufgewachsen ist, klar.
Ich muss es ehrlich so sagen: Meine Vorbilder von damals haben die Kids so erzogen (besser: versaut), wie sie heute sind.

Aber: Kopf hoch, pauker! Du bist eher in Pension als ich - und DEINE Pension ist wohl auch sicherer als meine Rente. Was will der Mensch also mehr?

Gruß

robe*

So schlimm kann es ja nicht sein, wirst du jetzt denken …

… aber ich sage dir, es ist schlimmer!

Es scheint heute nicht mehr ganz so leicht zu sein für Lehrer in Deutschland.

Dass der Typ so ruhig bleibt.

http://www.ne0r.de/stuff/fun/schule1.AVI
http://www.ne0r.de/stuff/fun/schule2.AVI
http://www.ne0r.de/stuff/fun/schule3.AVI

TwingO

Hallo Pauker!

Das ist wie bei einer Kneipe, wo der Wirt Unsitten hat einreißen lassen und die guten Gäste wegbleiben. Irgendwann wird dann so eine Kneipe geschlossen und nach Renovierung und neuem Namen von einem neuen Wirt eröffnet, nicht so aber die staatlichen Schulen.

Meine Frage: Wie schaffen es denn nur die Lehrer an den Privatschulen, besser Disziplin und Lerninhalte zu vermitteln?

Die haben ja dort die gleichen gesetzlichen Grundsätze wie die Lehrer an staatlichen Schulen einzuhalten (keinen Rohrstock). Könnte es sein, dass Dir gewisse entwicklungspsychologische Grundlagen fehlen, wie mit Jugendlichen umzugehen ist?

Der Lehrplan alleine macht’s nicht

meint
Richard

8.05 Uhr ich betrete das Klassenzimmer und finde es wie immer
nicht ganz gefüllt, es fehlen also wieder einige …

8.06 Uhr 2 Schüler/innen kommen ganz langsam und balancieren
ihre heißen Kaffeebecher vorsichtig durch die Tischreihen –
meinem Einwand, dass das Klassenzimmer keine Trinkstube sei
begegnen sie mit dem Hinweis, sie hätte noch nicht
gefrühstückt und ich könne ihnen nun wirklich nicht zumuten,
bis zur Pause nüchtern zu bleiben.

8.11 Uhr endlich arbeiten alle anwesenden einigermaßen mit …

8.15 Uhr Mit lautem Hallo stürmen 4 Schülerinnen herein und
erklären, ihr Bus sei verspätet gekommen, aber bis Mona allen
Mitschülerinnen vollständig erklärt hat, wie es mit „ihrer
Beziehung“ derzeit aussieht, ist an Weiterarbeiten gar nicht
zu denken.

8.22 Uhr Endlich scheinen alle wieder auf den Unterricht
konzentriert zu sein. Nanu, sogar Jacqueline meldet sich auf
meine letzte Frage. Erfreut rufe ich sie auf … aber sie hat
sich nur gemeldet, weil sie aufs Klo muss, Begründung „wir
haben doch schon fast eine halbe Stunde unterricht, oder
wollen Sie, dass ich auf den Stuhl pinkle“?

8.35 Uhr Der sonst so ruhige Sven meldet sich: „Ich brauche
dringend eine Zigarettenpause, länger halte ich es nicht mehr
aus!“
Zum Beweis greift er nach der Colaflasche und nimmt einen
kräftigen Schluck. Dieses Beispiel wird von einigen anderen
sofort nachgemacht. Die ersten Vesperbrote werden ausgepackt.

8.37 Uhr Das erste Handy klingelt – nanu, heute so spät erst

8.38 Uhr Veronika verkündet lautstark, dass sich Anja eben bei
ihr per SMS gemeldet hat, sie ist krank.

8.40 Uhr Katharina meldet sich, sie hätte eine dringende
Frage, sie müsse unbedingt wissen, wie lange heute Nachmittag
Unterricht sei, und dann müsse sie ganz dringend telefonieren,
ob sie dazu das Klassenzimmer verlassen dürfe.

So schlimm kann es ja nicht sein, wirst du jetzt denken …

… aber ich sage dir, es ist schlimmer!

@richard

ich denke die Privatschulen haben das Problem nicht, weil die Schüler dort einfach anders funktionieren. Sie haben meiner Meinung nach eine andere Einstellung und gehen bewusst in die Schule. Meine Kollegin war auch auf einer Privatschule und sie hat einfach eine super Einstellung zum Lernen, d.h. sie wurde ganz anders gefordert und gefördert. Meist zahlen die Eltern auch ein Schulgeld und da geht man schon anders an die Sache ran, nimmt es ernst und will sich auch im Kreise der anderen Schüler nicht blamieren. „Gut sein“ ist hier keine Schande, die Kid´s haben Ziele (oft auch weil z.B. der Papa ne Firma hat, die Sohnemann übernehmen will).
Auf öffentlichen Schulen ist man jedoch der „Held“ wenn man möglichst oft blau-macht und gute Schüler sind eh alle nur „Streber“. Und nen Lehrer mögen ist oberpeinlich…

Daran liegen die Unterschiede meiner Meinung nach.

Gruß Martina

Hallo Martina,

meiner Ansicht nach ist es zu kurz gegriffen, die Motivation eines Schülers auf das Elternhaus und das Geld zurückzuführen. Freilich erscheint Kostenloses häufig auch als wertlos, eben weil es nichts kostet: aber es kostet ja durchaus was, nämlich den Steuerzahler.

Lassen wir also die Privatschulen mal außer Acht und beleuchten nur die staatlichen Schulen im Vergleich, da gibt es ja schon länderspezifische Unterschiede: So wird z.B. in Bayern im allgemeinen besser gelernt als in Niedersachsen, aber auch innerhalb ein und derselben Schule treten Unterschiede krass zutage. Woran liegt das wohl? Ich will es Dir sagen: Es fehlt der Leistungsdruck und -wille auf Seiten der Lehrer, gerade der verbeamteten, und es fehlt die Qualitätskontrolle. Und dann die Ausbildung selbst: eine didaktische Katastrophe. Eine Bekannte von mir wurde als Junggesellin (also nie Mutter gewesen) mit 40 verbeamtet. Jezt ist sie 50, mit den Nerven fertig und spinnt (in meinen Augen), ist aber immer noch im Schuldienst, obwohl sie in die Klapse gehört. Wie kann man nur eine Frau mit so einer Vita zur Lehrerin machen? Das Kultusministerium vergleicht offenbar nur die Abschlussnoten, die mit Fleiß zu erzielen sind. Wie gut aber so eine Frau mit Kindern überhaupt umgehen kann, wird offenbar nicht geprüft.

Ich habe bewusst den Vergleich mit der Kneipe gebraucht. Es hängt mit dem Einstand eines Lehrers bei den Schülern am ersten Tag zusammen und wie er sich in der Folge Respekt verschafft. Freilich ist jeder Schüler anders gelagert, aber damit umzugehen sollte der künftiger Lehrer verdammt noch mal an der Hochschule gelernt haben. Falls das nicht zum Studium gehört, haben die Kultusminister nicht alle an der Brezel.

Als Student hatte mich der Leiter eines Schulaufgabenbetreuungsszirkels als einzigen Nichtlehrer nebenberuflich eingestellt und mir die schwierigste Gruppe gegeben, nämlich Grundschüler von der 5.- 8. Klasse. Bei der schaffte kein gelernter Pädagoge Disziplin rein. Er gab mir deshalb diese Gruppe, weil er in mir als Psychologiestudenten den „Fachmann“ vermutete. Nun ja, ein paar Tricks wie Löschreize hatte ich schon drauf, aber es lag nicht nur an den Kenntnissen aus der Entwicklungs- und Lernpsychologie, die mir weiterhalfen. Es war schlicht und ergreifend das Gemeinschaftsgefühl, das ich den SchülerInnen vermitteln konnte: das Wir-Gefühl.

Nun, auch diese Eltern hatten für die Nachmittags-Hausaufgabenüberwachung bezahlt, aber das war es nicht. Sie begriffen: wenn ich mitmache, habe ich einen Vorteil, wenn ich mich verweigere, bin ich am Ende der Arsch. Und es sind gerade die Grundschulabgänger, die kaum eine Chance haben, im Berufsleben Erfolg zu haben und in diesem Frust gerne den Unterricht torpedieren. Und genau da habe ich sie gepackt: Jetzt erst recht, war die Devise. Denen (da oben) werden wir’s zeigen, dass wir nicht doof sind usw.
Ich habe selbst Witze-Erzählen zugelassen, habe mitgelacht und schon mal gesagt: der war gut. Ich gehörte eben zur Gruppe und war nicht der Pauker. Und dennoch habe ich ab und zu auch mal gebrüllt und/oder gedroht. Aber die Handreichung folgte sehr bald und Alles war wieder im Lot: „Sorry Leute, ärgert mich halt nicht so, dann muss ich auch nicht brüllen. Machen wir also wieder normal weiter…“ Und ich verwendete Ihre Nicknamen, wie sie die anderen Schüler auch gebrauchten.

Hätte ich mich als klassischer Pauker geriert, hätte ich sicher auch die oben beschriebenen Probleme bekommen. OK, die Sache hat einen Haken: ich hatte keinen neuen Stoff zu vermitteln, sondern bereits gelernten aufzuarbeiten und die Aufgaben so zu überwachen, dass sie es am Ende nicht nur richtig machten, sondern auch begriffen. Dass da Vieles zuvor in der Schule nicht begriffen worden war, kannst Du Dir aber sicher vorstellen.

Gruß
Richard

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ich denke die Privatschulen haben das Problem nicht, weil die
Schüler dort einfach anders funktionieren. Sie haben meiner
Meinung nach eine andere Einstellung und gehen bewusst in die
Schule. Meine Kollegin war auch auf einer Privatschule und sie
hat einfach eine super Einstellung zum Lernen, d.h. sie wurde
ganz anders gefordert und gefördert. Meist zahlen die Eltern
auch ein Schulgeld und da geht man schon anders an die Sache
ran, nimmt es ernst und will sich auch im Kreise der anderen
Schüler nicht blamieren. „Gut sein“ ist hier keine Schande,
die Kid´s haben Ziele (oft auch weil z.B. der Papa ne Firma
hat, die Sohnemann übernehmen will).
Auf öffentlichen Schulen ist man jedoch der „Held“ wenn man
möglichst oft blau-macht und gute Schüler sind eh alle nur
„Streber“. Und nen Lehrer mögen ist oberpeinlich…

Daran liegen die Unterschiede meiner Meinung nach.

Gruß Martina

Hi Richard,

ich gebe Dir in vielen Punkten recht, was die Kontrolle(?) und Auswahl(?) von Lehrern anbetrifft. Nicht alleine die Schüler oder die mangelnde Erziehung der Eltern sind „Schuld“ an der Problematik an den öffentlichen Schulen, es hängt auch viel von lustlosen, frustrierten und unfähigen Lehrern, die Ihren Job aufgrund des Status „nicht mehr los werden“. Wäre die Schule freie Wirtschaft würden diese Leute entlassen weil sie einfach die Leistung nicht mehr bringen, für die sie bezahlt werden.
Ich hab sogar gelesen, dass unter 10% der Lehrer das Rentenalter gesund erreichen, die anderen früher aus dem Dienst ausscheiden.

Aber die ganze Bildungsproblematik müsste einfach gleichzeitig von allen Seiten angegangen werden: Schulsystem, Eignung der Lehrkörper und von der familiären Seite, erst dann ist überhaupt eine Besserung zu erwarten.

Ich selbst war immer gerne Schülerin und ich denke dass Menschen wie Du mit den beschriebenen Methoden auch nen guten Stand als Lehrer hätten. Leider werden immer noch viele potentielle Lehrer durch Ferien und vermeindlich leichte Arbeit in ihrer Berufswahl beeinflusst und das alleine führt natürlich zum Chaos…

Grüße Martina

Hi Martina,

damit wird also klar, dass PISA 1+2 die Folgen der staatlich geförderten (oder zumindest geduldeten) vielfachen Inkompetenz unserer Lehrer sind.

ich gebe Dir in vielen Punkten recht, was die Kontrolle(?) und
Auswahl(?) von Lehrern anbetrifft. Nicht alleine die Schüler
oder die mangelnde Erziehung der Eltern sind „Schuld“ an der
Problematik an den öffentlichen Schulen, es hängt auch viel
von lustlosen, frustrierten und unfähigen Lehrern, die Ihren
Job aufgrund des Status „nicht mehr los werden“. Wäre die
Schule freie Wirtschaft würden diese Leute entlassen weil sie
einfach die Leistung nicht mehr bringen, für die sie bezahlt
werden.

Ein Staat, der so mit seinen Steuergeldern umgeht, verdient es nicht, noch mehr Steuern zu erhalten. Der Bundesrechnungshof hat ja an anderer Stelle die Verschwendungssucht der Behörden gerügt. Und das tut er schon seit Jahrzehnten ohne Erfolg.

Ich hab sogar gelesen, dass unter 10% der Lehrer das
Rentenalter gesund erreichen, die anderen früher aus dem
Dienst ausscheiden.

In der Privatwirtschaft würden die Zahlen sicher anders aussehen, weil Pfeifen von Anfang an durchs Raster fielen und erst gar nicht auf unsere Kinder losgelassen würden.

Aber die ganze Bildungsproblematik müsste einfach gleichzeitig
von allen Seiten angegangen werden: Schulsystem, Eignung der
Lehrkörper und von der familiären Seite, erst dann ist
überhaupt eine Besserung zu erwarten.

Wenn ausgebildete Fachleute in einem steroypen Gehaltssystem zur Inkompetenz verkommen, muss am Besoldungs- und Kontrollsystem etwas verkehrt sein. Eine Leistungskontrolle findet nur ganz am Anfang als Prüfung statt, danach nicht mehr und erst recht nicht als kontinuierliches Instrument. Und genau das ist verkehrt. Leistungsbezogene Gehälter würden sowohl die Leistungsbereitschaft als auch die Frühpensionierung nachhaltig beeinflussen.

Ich selbst war immer gerne Schülerin und ich denke dass
Menschen wie Du mit den beschriebenen Methoden auch nen guten
Stand als Lehrer hätten. Leider werden immer noch viele
potentielle Lehrer durch Ferien und vermeindlich leichte
Arbeit in ihrer Berufswahl beeinflusst und das alleine führt
natürlich zum Chaos…

So ist es: ein Großteil der Studenten zielt bei der Berufswahl auf lau und sicher ab, aber nicht auf Leistung; denn die wird ja ohnehin nicht honoriert. So what?

Gruß
Richard

@Richard,
da haben wir es also, die inkompetenten Lehrer sinds: haben sie die Verantwortung für große Klassen mit über 30 Schülern, kleine Klassenzimmer (nach Schulbaurichtlinien gerad groß genug für ca. 24 Schüler), fehlende Gruppen- und Fachräume, ungenügende Ausstattung an den Schulen??? Sind die Lehrer für veraltete Lehrpläne verantwortlich??? Du machst es dir wirklich leicht.

Wenn ausgebildete Fachleute in einem steroypen Gehaltssystem
zur Inkompetenz verkommen, muss am Besoldungs- und
Kontrollsystem etwas verkehrt sein. Eine Leistungskontrolle
findet nur ganz am Anfang als Prüfung statt, danach nicht mehr
und erst recht nicht als kontinuierliches Instrument. Und
genau das ist verkehrt. Leistungsbezogene Gehälter würden
sowohl die Leistungsbereitschaft als auch die
Frühpensionierung nachhaltig beeinflussen.

Ich weiß nicht, woher du deine Informationen beziehst, jedenfalls hier in BW trifft das so nicht zu, die Lehrer stehen sehr wohl auch nach ihrer Prüfung noch unter Leistungskontrolle. Abgesehen davon sind die schärfsten Kritiker, vor denen man täglich bestehen muss, die Schüler!

… und alle meine Kolleginnen/Kollegen, die nach Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Erkrankungen frühpensioniert werden sind vermutlich Simulanten …

… ach übrigens (@Martina) wusstest du, dass der Prozentsatz der frühpensionierten Beamten/Lehrer auch nicht höher ist, als bei den übrigen Arbeitnehmern? So waren z.B. 1997 nur noch 37,3 % aller 55 - 64jährigen berufstätig.

@pauker,

ich habe nicht verallgemeinert, bitte lies das nochmal nach.

da haben wir es also, die inkompetenten Lehrer sinds: haben
sie die Verantwortung für große Klassen mit über 30 Schülern,
kleine Klassenzimmer (nach Schulbaurichtlinien gerad groß
genug für ca. 24 Schüler), fehlende Gruppen- und Fachräume,
ungenügende Ausstattung an den Schulen??? Sind die Lehrer für
veraltete Lehrpläne verantwortlich??? Du machst es dir
wirklich leicht.

Ich sprach nicht über Räume und sonstige Ausstattung, sondern über einige Lehrer, die nun mal leider inkompetent sind. Die wirklich kompetenten werden (teils) von Privatschulen abgeworben. Der Putz an den Wänden ersetzt nicht die didaktischen Fähigkeiten der Lehrer.

Eine Leistungskontrolle
findet nur ganz am Anfang als Prüfung statt, danach nicht mehr
und erst recht nicht als kontinuierliches Instrument. Und
genau das ist verkehrt. Leistungsbezogene Gehälter würden
sowohl die Leistungsbereitschaft als auch die
Frühpensionierung nachhaltig beeinflussen.

Ich weiß nicht, woher du deine Informationen beziehst,
jedenfalls hier in BW trifft das so nicht zu, die Lehrer
stehen sehr wohl auch nach ihrer Prüfung noch unter
Leistungskontrolle. Abgesehen davon sind die schärfsten
Kritiker, vor denen man täglich bestehen muss, die Schüler!

Kannst Du das auch präzisieren? Wie oft wirst Du von wem in welcher Hinsicht leistungsbezogen kontrolliert? Ich meine jetzt weder Schüler, noch Eltern, sondern die Schulaufsichsbehörde z.B., früher war das der Schulrat.

… und alle meine Kolleginnen/Kollegen, die nach Herzinfarkt,
Schlaganfall und anderen Erkrankungen frühpensioniert werden
sind vermutlich Simulanten …

Nein, aber offenbar inkompetent, sonst würden sie mit den Anforderungen auch ferig werden. Wenn Du einen 4-Zentner-Fettwanst einen Marathonlauf asolvieren lässt, ist sicher mit einem Herzinfarkt zu rechnen, eben weil er es nicht kann.

… ach übrigens (@Martina) wusstest du, dass der Prozentsatz
der frühpensionierten Beamten/Lehrer auch nicht höher ist, als
bei den übrigen Arbeitnehmern? So waren z.B. 1997 nur noch
37,3 % aller 55 - 64jährigen berufstätig.

Ja, bejammer nur die Siutuation, statt was zu ändern. Es liegt an Dir (und freilich auch den KollegInnen), im System was zu ändern. Bist Du z.B. in einer Gewerkschaft organisiert, einem Förderverein oder sonstigen Verbänden? Falls ja, was geht da ab?

Wenn die falschen Leute im falschen Beruf sitzen - egal welche Fakultät - wird immer mit Frust und Unlust am Beruf zu rechnen sein. Wenn aber ein sicheres Gehalt als Beamter und viele Ferien locken, ist das das falsche Signal. Die Leidtragenden sind unsere künftigen Rentenzahler, die werden dann auch imkompetent dem Sozialstaat zur Last fallen und als Rentenzahler ausfallen. Und das bei unserer ungesunden Bevölkerungspyramide.

Gruß
Richard

waldorfschüler
hey, es kann ja sein das es in einigen Schulen so (wie oben beschrieben) zugeht, aber bei uns das auf keinen Fall so. Natürlich hat nicht IMMER JEDER die Hausaufgaben. Aber sooo schlimm hab unsere Klasse noch nie erlebt!
Ich meine ihr hört euch echt an wie Senioren…„die Jugend von heute…bla,bla,bla“.
Gruß von Laura *wegduck*
PS: schülerin der 10.Klasse FWS Ravensburg

@richard

Ich weiß nicht, woher du deine Informationen beziehst,
jedenfalls hier in BW trifft das so nicht zu, die Lehrer
stehen sehr wohl auch nach ihrer Prüfung noch unter
Leistungskontrolle. Abgesehen davon sind die schärfsten
Kritiker, vor denen man täglich bestehen muss, die Schüler!

Kannst Du das auch präzisieren? Wie oft wirst Du von wem in
welcher Hinsicht leistungsbezogen kontrolliert? Ich meine
jetzt weder Schüler, noch Eltern, sondern die
Schulaufsichsbehörde z.B., früher war das der Schulrat.

Wie, lese ich richtig? Du hast keine Ahnung von Prüfungen, Überprüfungen und Dienstrecht, aber weißt natürlich bestens, was alles falsch ist …

… und alle meine Kolleginnen/Kollegen, die nach Herzinfarkt,
Schlaganfall und anderen Erkrankungen frühpensioniert werden
sind vermutlich Simulanten …

Nein, aber offenbar inkompetent, sonst würden sie mit den
Anforderungen auch ferig werden.

Na, der grenzenlose Beifall der ca. 130 000 Patienten, die jährlich einen Infarkt erleiden ist dir da sicher …

Wenn die falschen Leute im falschen Beruf sitzen - egal welche
Fakultät - wird immer mit Frust und Unlust am Beruf zu rechnen
sein. Wenn aber ein sicheres Gehalt als Beamter und viele
Ferien locken, ist das das falsche Signal.

Statt durch Fachwissen und Kompetenz glänzt du hier durch grenzenlose Überheblichkeit und Stammtischparolen … das wars dann wohl

Hallo Martina!

Auf öffentlichen Schulen ist man jedoch der „Held“ wenn man
möglichst oft blau-macht und gute Schüler sind eh alle nur
„Streber“. Und nen Lehrer mögen ist oberpeinlich…

Genauso war’s auch „zu meiner Zeit“ in den 70er Jahren!
Ist wohl eine Konstante des Schülerlebens an öffentlichen Schulen.
Gruß
Michael

@pauker

ich habe nie behauptet, Lehrer zu sein oder Prügungsordnungen zu kennen. Wohl hatte ich behauptet, selbst mit schwierigen Kindern umgehen zu können, dass sie zuhören: war das nicht Dein Problem?

Wie, lese ich richtig? Du hast keine Ahnung von Prüfungen,
Überprüfungen und Dienstrecht, aber weißt natürlich bestens,
was alles falsch ist …

Du liest eben nicht genau, das íst Dein Problem. Wie soll so einer Kindern beibringen, sich auf den Unterricht zu konzentrieren bzw. erst mal aufmerksam auf die Inhalte zu werden?

… und alle meine Kolleginnen/Kollegen, die nach Herzinfarkt,
Schlaganfall und anderen Erkrankungen frühpensioniert werden
sind vermutlich Simulanten …

Nein, aber offenbar inkompetent, sonst würden sie mit den
Anforderungen auch ferig werden.

Na, der grenzenlose Beifall der ca. 130 000 Patienten, die
jährlich einen Infarkt erleiden ist dir da sicher …

Das sind eben die beamteten Pfeifen, die deshalb Beamte geworden sind, um eine ruhige Kugel zu schieben. Und außerdem: wer sagt Dir denn, dass die Infarkte alle echt sind? Gefälligkeiten gibt es ja bekanntlich häufig im Attestebereich.

Wenn die falschen Leute im falschen Beruf sitzen - egal welche
Fakultät - wird immer mit Frust und Unlust am Beruf zu rechnen
sein. Wenn aber ein sicheres Gehalt als Beamter und viele
Ferien locken, ist das das falsche Signal.

Statt durch Fachwissen und Kompetenz glänzt du hier durch
grenzenlose Überheblichkeit und Stammtischparolen … das wars
dann wohl

Und Du glänzt durch Unsachlichkeit. Du kannst nicht leiden, dass da jemand sagt, dass Du selber unfähig bist, wenn Deine Klasse Dir nicht zuhört und stattdessen Radau macht. Ein spannender Unterricht hat schon immer die Schüler fasziniert. Je spannender, desto stiller wird es im Klassenzimmer. Du solltest lieber an Dir arbeiten statt an meiner Kritik rumzumäkeln. Das würde nicht nur Deinem Unterricht und den Schülern nützen, sondern auch Deiner Gesundheit.

Gruß Richard

hi richard

Meine Frage: Wie schaffen es denn nur die Lehrer an den
Privatschulen, besser Disziplin und Lerninhalte zu vermitteln?

Die haben ja dort die gleichen gesetzlichen Grundsätze wie die
Lehrer an staatlichen Schulen einzuhalten (keinen Rohrstock).
Könnte es sein, dass Dir gewisse entwicklungspsychologische
Grundlagen fehlen, wie mit Jugendlichen umzugehen ist?

Der Lehrplan alleine macht’s nicht

meint
Richard

aber an einer privatschule kann man schüler rausschmeissen…

meint manuel

Ich meine ihr hört euch echt an wie Senioren…„die Jugend von
heute…bla,bla,bla“.

hört euch an? wer älter als 30 ist gehört zum alten Eisen… *ganztiefindeckunggeh*

Mal im Ernst: Bei uns an der Berufsschule geht der Unterricht geordnet vonstatten, weil wir wegen jedem Blödsinn ne busse bezahlen müssen… (Natel klingelt --> 50.-, Unentschuldigte Absenz --> pro Lektion 30.-, Hausaufgaben werden benotet, usw, usw)

Ich hab auch anderes erlebt, wo der Lehrer einfach vorne Stand und seinen Stoff erzählt hat, während die Klasse schwatzte, telefonierte, usw. Hie rfehlte es einfach an Autorität. (bei den meisten Lehrern da sProblem)

Grüsse Manuel