Schulpflicht - ja oder nein?

Hallo Anwar,

In
beiden Fällen weigern sich nämlich die Eltern Teile des
vorgeschriebenen Schulstoffs zu vermitteln. Und das geht in
der Tat nicht.

Wobei du hier einen wichtigen Punkt ansprichst.
Anders als in Amerika, wo man bei ‚home schooling‘ relativ
frei ueber den vermittelten Wissensstoff bestimmen kann
(gerade religioese Verweigerung eines Teils des Schul-
stoffes sind dort oftmals der Grund fuer die Schulablehnung),
hat man in Deutschland ziemlich strenge Vorgaben
(inklusive Material) und wie schon erwaehnt, muessen
Hausaufgaben und „Klassenarbeiten“ zur Beurteilung und
Benotung eingesandt werden. Der Freiraum bezieht sich
damit nur auf das aeussere Umfeld, selbst die Methodik
ist nicht ganz frei waehlbar.

Gruesse

Elke

Hallo Euredice,

Mir ist noch was eingefallen, was ich anschliessen
moechte. Was mir bei deinem ersten Posting auffaellt,
ist dass du jetzt (dein Kind ist 9 Monate alt, gell?)
damit beschaeftigst, dass du gerne homeschooling
machen moechtest. Bei diesem Gedankengang
wird das Kind selbst ignoriert.
Abgesehen davon, dass es Kinder gibt, die gern und
begeistert zur Schule gehen (zumindest in den ersten
Jahren) und ihnen wenigstens ein Mitspracherecht
zugesprochen werden sollte, gibt es auch ‚pflegeleichtere‘
Kinder und andere. Die Tochter meiner Nichte ist zum
Beispiel ein ‚pflegeleichter‘ Fall - schon im Kindergarten-
alter bastelte sie gern mit der Mama, malte mit
Begeisterung, las gern, beschaeftigte sich gern allein.
Meine Kinder gehoeren zu der Gruppe der anderen. Hausauf-
gabenverweigerer, vor allen Dingen, wenn sie es mit
mir machen sollen. Es gibt genuegend Eltern, die dir
bestaetigen werden, dass Mama/Papa oft nicht die geeignete
Person ist, Wissen zu vermitteln. Schulalltag, das Haus-
aufgabenmachen, das Lernen fuer die Schule sind in vielen
Familien totale Stresssituationen. Und nicht unbedingt
oder nur durch die Schule ausgeloest, sondern durch
das Wesen der Kinder, der Eltern bedingt.
Homeschooling kann meiner Meinung nach in seltenen Faellen
fuer ein Kind die bessere Loesung sein, aber von vorneherein
darauf hinzuarbeiten dient IMO weniger dem Kind als dem
Ausleben eigener Befindlichkeiten.

Gruesse
Elke

Hallo,

beschäftige mich aufgrund der schweren schulischen Probleme
meiner 8 jährigen Nichte mit dem Thema Schulpflicht.

Meine Nichte ist ein selbstbewußtes, fröhliches und
aufgewecktes Kind, sie spielt gern, hat eine schnelle
Auffassungsgabe und ist nicht auf den Mund gefallen - also
ganz normal.
Fragt man sie warum - sagt sie, dass sie die Lehrer nicht mag,
der Unterricht langweilig ist und sie keine Lust dazu hat nur
herum zu sitzen…

Habt Ihr schon mal überlegt, ob sie unterfordert sein könnte?
Informiert euch mal über Hochbegabung (www.dghk.de).

Gruss,
K_K

Deine Beispiele sind schön und gut. Nur für Deutschland zieht das nun wirklich überhaupt nicht.

Wer hier durch das Formalienraster fällt, hat keine Chance.

In Kanada bekommst du einen Job weil du was kannst. (Mein Cousin war lange drüben).
Hier nur wenn du das richtige Zeugnis dafür hast.

Gruß Ivo

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Hallo,

die anderen haben dir ja schon gesagt, dass deine Nichte ohne Schule einiges verpassen könnte. Home-schooling scheint vielleicht eine verlockende Alternative zu sein um dem System zu entfliehen, würde in eurem Fall aber wahrscheinlich nur dafür sorgen dass sie aus dem „Umfeld Schule“ herauskommt. (www.deutsche-fernschule.de) Leistungsdruck, Tests, Hausaufgaben, vorgegebene Materialien usw. bleiben erhalten.
Ihre Mama und du seid dann vielleicht nicht so streng wie ihr Lehrer, aber wie soll sie denn die Aufnahme von Kritik lernen? Wenn der Chef sie dann zum ersten Mal anscheisst, weil sie Mist gebaut hat, soll sie dann die Job schmeissen und auf Heimarbeit umsteigen? Bloß weil einem mal was nicht passt, kann man es doch nicht immer gleich aufgeben. Was für ein Vorbild wollt ihr dem Kind denn geben? „Wenn es schwer wird, lässt man es bleiben“?
Kinder müssen lernen sich in Gemeinschaften einzufügen, denn später leben sie meist auch nicht auf einer einsamen Insel. Dazu gehören auch Mitschüler, die nunmal nicht immer lieb sind und Lehrer, denen sie nicht ständig am Rockzipfel hängen kann. Sie sollte schleunigst lernen sich durchzusetzen. Das lernt sie aber nicht, wenn Mami die ganze Zeit mit ihr daheim ist (und wenn sie noch soviel lernt). Die soziale Kompetenz bleibt dabei auf der Strecke.
Natürlich kann sie nachmittags mit Freunden spielen, allerdings ist Home-schooling in Deutschland nicht unbedingt verbreitet. Kannst du dir vorstellen, wie gemein die Kids erst werden, wenn sie hören, dass deine Nichte nicht zur Schule geht? Denen ist egal, ob sie ihnen im Schulstoff voraus ist.

Schickt deine Nichte lieber an eine kleine (Privat-) Schule, mit wenigen Schülern pro Klasse. Vielleicht hilft das schon. Da hat der Lehrer mehr Zeit und kann sich eher auf die Kinder einstellen.
Schaut euch die Schule genau an, setzt euch in den Unterricht, sprecht mit Eltern und Schülern etc.

Viel Erfolg
Kel

Hallo Euredice,

Was meint ihr dazu?

Schade, dass du andere Meinungen nicht akzeptieren kannst. Du versuchst hier grade alle umzustimmen, das hat nichts mit „Meinungen anhören“ zu tun.
Trotzdem lasse ich mich nicht davon abschrecken.
Ich finde, dass jedes Kind die Schule braucht. Von den öffentlichen Schulen bin ich auch nicht so begeistert. Es gibt sicherlich bessere Möglichkeiten. Aber daran wird ja gerade gearbeitet.

Ich denke, dass man - ohne das Kind zu kennen (und du weißt noch nicht, wie dein Kind in 5 bis 6 Jahren sein wird) - jetzt schon entscheiden sollte, dass das Kind nie eine Schule besuchen soll.
Die Schule gehört zum Leben dazu.
Sie ist für Kindergartenkinder wichtig, denn die freuen sich auf die Schule. Wie wird sich dein Kind fühlen, wenn es sagt, „ich bleibe zu Hause, ich gehe nicht zur Schule“.

Später ist es wichtig, wenn der zukünftige Arbeitgeber fragt, „welchen Schulabschluss haben Sie?“
Die Abschlüsse der Waldorfschule sind heute in der Wirtschaft noch nicht einmal richtig anerkannt. Ob zurecht oder nicht - das ist ein andere Thema.

Ich fände es gut, wenn du fragen würdest „welche Alternativen zu normalen Schule gibt es“.

Denk mal darüber nach, welche Chancen Schüler, die nie eine Schule besucht haben, auf dem Arbeitsmarkt haben. In anderen Ländern ist das vielleicht üblich, aber in Deutschland???

Wer soll ihr deiner Meinung nach Physik, Chemie, Bio, Mathe, Deutsch usw. beibringen? Kannst du jeglichen Stoff der Oberstufe (inklusive Leistungsfachniveau) vermitteln?

Wie sieht der Zugang zu einer Universität aus?

Wie willst du die sozialen Kontakte ersetzen? Geschwister, Eltern und Spielkameraden sind nicht alles. Teamarbeit, Gruppenausarbeitungen, Referate usw. müssen gelernt werden.

Dein Kind ist 9 Monate! Überlege mal, welche Entscheidungen du trifft und welche Konsequenzen diese haben!
Wo sind da die Bedürfnisse deines Kindes?

Gruß
Tato

Hier ein paar Texte zum Thema:
http://www.leben-ohne-schule.de/artikel1.html

Meine Schwester will jetzt tatsächlich das Kind aus der Schule
nehmen und es fernab vom Leistungszwang und Druck zu
unterrichten, auch wenn das endlosen Papierkrieg mit den
Behörden bedeutet.
Ich selbst würde mich auch an dem Unterricht beteiligen und
langsam erwäge ich mein Kind (9 Mon.) später auch nicht zur
Schule gehen zu lassen - zumindest die ersten Jahre nicht.
Was meint ihr dazu?

LG Euredice

Völlig richtig
Hallo Elke,

hat man in Deutschland ziemlich strenge Vorgaben
(inklusive Material) und wie schon erwaehnt, muessen
Hausaufgaben und „Klassenarbeiten“ zur Beurteilung und
Benotung eingesandt werden.

Ja, so stimmt es. Anderes habe ich gar nicht behauptet. Auch nicht, dass es leicht werden würde, den Entschluss bei Ämtern und Behörden durchzusetzen. Aber möglich ist es.

Der Freiraum bezieht sich
damit nur auf das aeussere Umfeld, selbst die Methodik
ist nicht ganz frei waehlbar.

Dies ist aber doch ein ganz entscheidender Freiraum: Mein Kind muss nicht mit 25-75% einer Klasse den Unterricht teilen, die nicht mal richtiges Deutsch sprechen (oder verstehen). Und das ist nur ein Beispiel.

Grüße,

Anwar

Hi Euredice!

Um „Brainstorming“ zu erzeugen bzw. aufrechtzuerhalten, habe ich die andere Antworten noch nicht gelesen. Das mache ich in Anschluß an meine Antwort!

Über die rechtliche Lage kann ich nichts sagen, da ich mich nicht auskenne.

Allerdings bin ich der festen Überzeugung, daß ein Kind eine Schule braucht. Dabei geht es nicht nur unbedingt um (An-)Eignung von Wissen, sondern auch, (um für mich in erster Linie) um ein soziales Verhalten zu lernen und auszuüben: Auch die besten Freundschaften eines Kindes kommen sehr oft aus diesen Zeiten. Für mich undenkbar, daß ich dazu beitrage, daß mein Sohn das gar nicht erfährt!

Kinder erfahren in den Schulen zB auch, daß nicht alle Menschen ihre Meinung teilen und müssen lernen diese ohne Gewalt und mit Respekt von- und füreinander kundzutun. Dazu gleitet sich das Erkenntnis, daß nicht immer das gemacht wird was sie wollen/sich wünschen, sondern was die Gesellschaft und die Mitmenchen von denen erwarten. Und das ist es sehr gut so.

Es gibt wirklich sooooooooooo vieles was sie aus der Schule mit auf den Lebensweg nehmen, daß von mir absolut nicht in Betracht gezogen wird, David aus der Schule zu nehmen. Und das kann man sonst nirgends lernen und auch später nie wieder…

Wir sollen aber auch nicht vergessen, so meine Meinung, daß idR. Kinder nicht allzu gern in der Schule gehen. Es ist eine sehr gut gekannte Situation, wenn die Kinder sich sehr freuen, wenn sie nicht zur Schule müssen. Daraus aber lernen sie, daß jeder Mensch Pflichten und Aufgaben haben, die zu erfüllen gelten. Warum sie dieser lebenswichtige Erfahrung zu entgehen?

Aber für mich auch ein sehr wichtiges Argument FÜR die Schule ist, die medizinische: Dort stärkt sich, zwangsläufig, das Inmunsystem, durch Erkrankung Mitschülern und lernen damit umzugehen.

Also das ist meine ganz persönliche Meinung dazu. Ich glaube, wenn ich mich länger überlegen würde, weitere Kriterien die dafür sprechen, das Kind in der Schule zu lassen, kämen mir 1000 nadere dazu. Aber ich glaube so reicht es.

Ich hoffe ich habe ein bißchen weiter geholfen!

Ganz liebe Grüße aus Nürnberg!
Helena
PS. Unser David geht noch nicht in die Schule. Dafür aber zum Kindergarten. Das was ich gesagt habe, gilt aber auch für diese Zeit jetzt schon.

die Infragestellung der Schulpflicht ist eine Grundsatzregelung, und hier kannst Du nicht von Dir ausgehen.
Was glaubst Du, wieviele Kinder bei einer Abschaffung auf der Strecke bleiben ?

Ich rede nicht davon das Kind nicht zu bilden, ganz im
Gegenteil - Keine Schule bedeutet in der Regel wesentlich
bessere Bildung!!

Hatten wir doch schon.
Bildung bleibt dann wieder den Privilegierten vorbehalten.

Errungenschaften, die sich unsere Ahnen mühsam und unter heute
unvorstellbaren Bedingungen erstritten haben werfen wir heute
aus überheblicher Aroganz auf den Müll.

?? Wie kommst du darauf? Gilt dies für Dich?

natürlich auch.
Selbst das schlechteste Schulsystem ist besser als garkeins.

Ich empfehle auch Dir, Dich näher mit dem Thema zu befassen,
als es bloß ab zu urteilen. Das Home Schooling ist die älteste
und kindgerechteste Form der Bildung überhaupt.

„Home Schooling“ kann schon deshalb nichts taugen, weil nicht mal in deutscher Sprache vorgetragen. Was ist das überhaupt?

Richy

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Ich habe ihr übrigens dein Posting gezeigt und erspare mir
hier jetzt mal, ihre Reaktion hier wiederzugeben.

Schade. Ich wüsste nämlich gerne mal, ob es mit dem Kindeswohl vereinbar ist, Kinder bewusst aus jeglicher Schule fernzuhalten.

Hallo,

Ich würde sie nicht unbedingt als hochbegabt einstufen, sie
hat eine rasche Auffassungsgabe und einen scharfen Verstand,
der durch die schulüblichen Methoden oft blockiert wird…

Was Deine Einschätzung ist, ist evtl. zweitrangig. Lasst das Kind doch testen, was zwar evtl. kostet, aber dann habt Ihr Sicherheit.
Was die Strenge der Lehrer angeht: sind alle streng? Warum?
wenn es nur einer oder zwei sind, müsste doch der Ausgleich an weniger strengen da sein.
Was sagen die lehrer zum leistungsvermögen der Nichte? Evtl.a n einen Schulwechsel denken.

Gruss,
K_K
PS: was Dus chreibst klingt nach Unterforderung und Blockade bzw. beginnendem Rückzug der Nichte weil sie sich unverstanden /nicht akzeptiert fühlt. (… -> Manche Hochbegabten gelten als ADS-ler!)

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Hallo,

neben der angeregten Diskussion möchte ich noch auf
etwas anderes hinweisen. Vielleicht als Anregung :wink:

[Heather Nova]http://home.planetinternet.be/~dirkjaco/pages/bio.htm

Born in 1968 on Bermuda as Heather Frith. 
<u>Her parents took her out of school</u> when 
she was seven to sail the Indian Oceans. On 
this large sailing yacht, built by her parents 
she was raised with a lot of love for the oceans 
until she was 15. Distracted only by her tape 
recorder driven by a small wind generator she got 
attracted by the music of The Beatles, Jimmy Cliff, 
The Velvet Underground, Neil Young, Van Morrison and 
The Rolling Stones. Trying to understand them, she 
learned playing violin and guitar.

Grüße

CMБ

Ich finde, man sollte da unterscheiden…

Kann das Kind nicht zur Schule gehen, weil es mit den Eltern auf Reisen ist (z.B. Zirkus) und es einfach nicht anders geht.

Oder die Eltern es einfach nicht „gut“ finden ihr Kind in die Schule zu schicken.

Letzteres kann ich einfach nicht verstehen. Es gibt verschiedene Schularten in Deutschland, da sollte es doch jedem möglich sein, eine geeignete Schule zu finden.
Klar, jeder Schüler hat mal eine Phase, wo er sagt, „ich will da nicht mehr hin“. Aber das ist ganz normal und kein wirklicher Grund das Kind von der Schule zu nehmen. Wenn das Kind sich wirklich nicht wohlfühlt, kann man über einen Klassen- / Schulwechsel nachdenken.

Kinder füttern, Pfanzen anschauen, Tiere streicheln, Kuchen backen, mit Äpfeln rechnen, spielen, Geige üben, Englisch sprechen, Bücher lesen … ist nicht alles.

Kinder unterstützen natürlich die Ansicht „nie mehr in die Schule“ - juhu! Aber sie kennen die Konsequenzen noch nicht. Daher kann man Kindern diese Entscheidung nicht überlassen.

An dieser Stelle bin ich froh, dass es die Schulpflicht gibt!
Denn auch manche Eltern sind nicht in der Lage die Konsequenzen zu erkennen.

Sorry Semjon,
mein Beitrag ist jetzt doch umfassender geworden und bezieht sich nicht nur auf deinen Beitrag.

Hallo Richard,

„Home Schooling“ kann schon deshalb nichts taugen, weil nicht
mal in deutscher Sprache vorgetragen. Was ist das überhaupt?

Na das ist aber ein zuendendes Argument!

Elke

Hallo Euredice,

na klasse, da zickt ein Mädel rum und die Eltern geben irgendwann nach.

Wie soll das denn später mal während der weiteren AUsbildung werden?!

Ausbilder:
Hol mal bitte das und das
Auszubildende:
Hols doch selber! Interessiert mich nicht!

Das wars mit der Ausbildungsstelle

Prof:
Können Sie mir bitte erläutern was …
Studentin:
Man so was ist doch grottenlangweilig,

Studium ade.

Chef:
Können SIe mir bitte die Rechnungen des letzten Monats zusammenstellen?
Angestellte:
Machs doch selber, habgerade keinen Bock

So richtig einfach macht man es einem Kind nicht, wenn es nicht lernt sich in eine Gemeinschaft einzupassen.

Bleibt noch freischaffender Künstler. Allerdings ist das masochistisch eingestellte Publikum auch nicht allzu dick gesät.

Gandalf

Hallo Gandalf,

na klasse, da zickt ein Mädel rum und die Eltern geben
irgendwann nach.

Du hast recht. Auf die „Schule“ kann man
allemal verzichten, das ist (im Schnitt)
„erwiesenermassen“ Mittelklasse oder noch
schlechter.

Aber auf Disziplinierung und Sozialisierung
kann man nicht verzichten. Daher ist es auch
völlig egal, welches „Schulmodell“ zur Anwen-
dung kommt. Solange Disziplin erlernt und ver-
innerlicht wird, wird der kleine Mensch auch
als großer Mensch im Leben klarkommen.

Grüße

CMБ

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Was ich ganz vergessen habe…
Das Kind hat die Mutter wohl voll im Griff.

Ein bischen gejammert und schon hat es sich fast schon durchgesetzt, selbst bei elementaren Fragen.

Geht die Mutter da immer den Weg des geringsten Widerstands?

Gruß Ivo

Hallo Euredice,

deine Nichte scheint zu den Hochbegabten zu gehören. Da ist es kein Wunder, dass sie sich im Unterricht n u r langweilt. Das mit dem sozialen Lernen, auf dem einige hier so bestehen, funktioniert auf dieser Basis nicht, weil deine Nichte dann völlig andere Denkstrukturen hat als andere Gleichaltrige. Solche Kinder verstehen sich eigentlich nur mit wesentlich Älteren oder auch mit Jüngeren, aber sehr selten mit Gleichaltrigen. Also vergiss das Geschwätz von dem „sozialen Lernen“ in der Schule. Außer Mobbing wegen ihrer Andersartigkeit erleben diese Kinder kein positives Sozialverhalten ihrer Umgebung. Jeder, der ein bißchen aus der Masse herausragt, soll dann unter dem Deckmantel des sog. „sozialen Lernens“ wieder in diese zurückgezwungen werden. Was würde die selben Leute, die jetzt vom „sozialen Lernen“ reden, dann sagen, wenn sie selber wieder z.B. zum Monate langen Besuch von Fortbildungsveranstaltungen gezwungen werden über Themen, die sie schon seit langen beherrschen? Das dient dem sozialen Lernen? Würden die sich nicht auch tödlich langweilen? Und deiner Nichte blüht das offenbar über Jahre hinweg.

Um das Kind aus seiner Isolation herauszubringen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

  1. Ein IQ-Test bei einem von der Hochbegabtenförderung (http://www.hbf-ev.de/) empfohlenen Psychologen.

  2. Danach die Möglichkeit des Überspringens einer oder auch mehrerer Klassen im Laufe des Schullebens, um den Unterricht wieder interessant zu machen.

  3. Falls wirklich eine testierte Hochbegabung vorliegt, bietet die Hochbegabtenförderung (siehe oben) viele Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfen. Meines Wissen gibt es auch gerade in Hannover Deutschlands einziges Gymnasium für hochbegabte Kinder.

Näherer Gedankenaustausch gerne auch per E-Mail.

Gruß
Michael

servus Elke,

wem’r net a mol deutsch ko, aber über 'd schulpflicht herziaga, des kommt sauguat. Odr?

Richard

Du verunglimpfst gerne andere, ja?

Nur weil jemand ein Fremdwort benutzt,
ist er deshalb noch nicht unfaehig,
deutsch zu schreiben.
„Home schooling“ ist nun mal ein in Nord-
amerika gaengiges System fuer das es im
Deutschen keine rechte Entsprechung gibt.
Wie wuerdest du es nebenbei ins Deutsche
uebersetzen?
Private Schul(aus)bildung? Lernen zuhause?
Schulferne Ausbildung? Heimlernen? Heimstatt-
unterweisung?
Mir faellt auff Anhieb nichts ein, was die
Sache wirklich trifft.

Elke