Hallo!
In der Klasse meines Jüngsten kommen manche mehrtägige Schulveranstaltungen (Schikurs, Wienwoche, …) nicht zustande, weil zu wenig Kinder teilnehmen.
Die Klassenlehrerin sagt, zum Teil können die Kinder aus finanziellen Gründen, teils aus religiösen Gründen nicht mitfahren.
Meine Frage an die (vor allem Islam-)Experten:
Was könnten das für religiöse Gründe sein, dass ein Kind nicht auf Klassenfahrt gehen kann? Ist es lediglich die Sorge der Eltern um eine schweinefleischfreie Ernährung oder spielen da auch noch andere Überlegungen mit?
Hanna
kein vertrauen den eigenen kindern gegenüber
hallo hanna,
im falle von muslimischen, aber auch teils hinduistischen mädchen sind deren eltern besorgt, dass das mädchen schwanger werden könnte oder sonstige erfahrungen mit jungs sammlen könnte. es zeugt von der unfähigkeit oder sogar unwilligkeit mancher eltern, ihre kinder so zu erziehen, dass sie selber verantwortung übernehmen können.
im prinzip ist es ein teufelskreis: wenn einem kind von anfang an kein vertrauen entgegengebracht wird, so sieht es meist auch keinen grund mehr, sich entsprechend zu verhalten… und, die verbotenen früchte sind meist die süssesten…
liebe grüssli
coco
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Hi,
die Gründe werden ähnlich denen sein, die sie auch davon abhalten, ihre Töchter zum Schwimmunterricht zu schicken.
Nur, bedenke, dass gerade die Eltern, die evtl religiöse Gründe haben könnten, meist auch die finanziell schlechtgestelltesten sind.
Somit könnte es sie auch verlocken, religiöse Gründe anzugeben, wenn die Gründe eigentlich finanzieller Art sind.
Das ist eine Hypothese, aber nicht eine, die man völlig ignorieren sollte.
gruss, isabel
Ein Mädchen aus einer gläubigen muslimischen Familie darf sich allein (ohne Begleitung von Familienmitgliedern) nicht weiter von zuhause entfernen als ein Kamel an einem Tag reiten kann - das sind ca. 30 km.
Das bedeutet auch, daß es abends wieder zuhause sein kann und auch sein muß.
Das ist kein Witz.
Gruß, Infotalk
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Hallo,
und wo bitte Steht das? Im Koran ja wohl nicht meines Wissens.
Gernot Geyer
Hallo,
Der Islam ist nicht nur Religion im herkömmlichen Sinne, sondern eine Lebensordnung, dh. er gibt Anweisungen für alle Bereiche des menschlichen Lebens und Zusammenlebens. Auch wenn es weltweit keinen Staat gibt der den Islam vollkommen umsetzt (Muslime betrachten die „islamischen Staaten“ die es heutzutage gibt, viel eher als Vasallen der USA oder UK oder als Tyrannen usw.). Trotz allem versuchen Muslime Gottes Gebote einzuhalten, dazu gehören nun auch das soziale Sytstem im Islam. Der Islam schreibt stellt bestimmte Grenzen auf, die zwischen den Geschlechtern eingehalten werden müssen, diese gelten für Mann und Frau. So zB ist es einem Mann bzw. einer Frau nicht erlaubt ALLEINE in einem Raum mit einer Person zu sein, die er oder sie heiraten könnte.
Muslimische Mädchen und Jungen sollten auch nicht an gemischten Schwimmunterrichten teilnehmen, da dabei ihre zu bedeckenten Gebiete gezeigt werden.
Da Alkohol verzehr als Sünde gilt, verbietet der Islam ebenso den handel oder das weitergeben von Alkohol. So ist es auch - unter den meisten Muslimen - verpöhnt in einer alkohol trinkenden Sitzung teilzuhaben.
Was die hier genannte „Kamelfetwa“ betrifft, so ist sie unter nicht muslimen weit aus bekannter, als unter Muslimen. Durchaus gibt es hier viel Interpretationsspielraum, da dieses Gebot nicht aus dem Koran entnommen wurde. Aber das ist hier nicht das Thema.
Vielmehr machen sich Eltern sorgen, darum, dass ihre Tochter zB nachts durch Jungen Besuch im Mädchenzimmer unbekleidet gesehen werden könnte. Wer kennt nicht die Nachtbesuche der Jungen? 
Es liegt am Vertrauen der Eltern, wie sehr sie dem Lehrpersonal vertrauen und wie sehr sie ihrer tochter oder ihrem Sohn vertrauen. Das leider viele muslimische Eltern ihre Töchter stränger „beschützen“ als ihre Söhne ist eine fehlpraxis, die eher als kulturelles verhalten bezeichnet werden kann.
Die Ernährung ist eher nebensache, da es heutzutage kaum ein Problem geben wird, vegetarisches oder koscherische Mahlzeiten zu bekommen. Lagerfeuer mit Lehrern und Bier, Schwimmen und nächtliche ausserplanmässige Veranstaltungen sind da eher die Sorge.
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Es steht nicht im Koran, daher auch die Meinungsverschiedenheiten unter den Muslimen selbst zu diesem Thema.
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Hallo,
viele der muslimischen Familien sind Immigranten, bzw. eingebürgert und viele von ihnen gehören der Arbeiterschicht an. Und unter ihnen ist eher ein Druck der Eltern auf die Kinder zu spüren, dass sie so lange wie möglich zur Schule gehen sollen. Da kann ich mir schlecht vorstellen, dass diese Eltern ihren Kindern aus finanziellen Gründen die Laufbahn abschneiden werden. Geld spielt eher eine Nebenrolle, wenn es um die Bildung geht, vorallem seit mind. einem Jahrzehnt. Natürlich kann es auch den von dir genannten Fall geben.
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Hallo,
da muss ich die leider teils rechtgeben. Dies ist vorallem bei Familien der Fall, bei denen die Eltern kaum oder schlecht deutsch sprechen und die Kinder fast nur deutsch können. Somit ist die Kommunikation zwischen den Kindern und den Eltern eher rudimentär. Das Kind verbringt mehr Zeit in der Schule oder mit Freunden, als mit deer Familie und somit bleibt den Eltern meist nur die Möglichkeit des Verbietens. Dies ist Falsch, das sieht jeder ein. Ich sehe so etwas aber bei bewusst muslimisch lebenden Familien eher weniger. Diese sind nicht an ihre Traditionen gebunden, da der Islam für sie das Leben vorgibt und nicht ihre Tradition, die oft dem Islam zuwiderläuft (Ehrenmorde, Zwangsehen etc.).
So gibt es unter den Muslimen heute etliche Jugendorganisationen, wo junge Muslime ohne ihre Eltern mehrere Tage in einer islamischen Atmosphäre verbringen (Muslimische Jugend - MJ oder die MJÖ in Österreich zB).
Es ist, wie gesagt ein rein traditionelles Problem, das sowohl bei muslimischen, hinduistischen, aber auch christlichen Familien aus dem Orient vorzufinden ist.
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Klassenfahrten und Kamele
Friedensgruß Ramis,
was bitte ist
die hier genannte „Kamelfetwa“ [?]
Grüße,
Mohamed.
PS: Ich war selbst auf Klassenfahrten als Schüler dabei. Eigentlich eine spaßige Sache, doch die Auswüchse und Gefahren überwiegen aus meiner heutigen (erwachsenen) Sicht, zumindest wenn die Klassenfahrt im Pubertätsalter stattfindet. Ich selbst und andere hatten direkt nach der Klassenfahrt eine sehr negative Entwicklung genommen und erst später die Kurve gekriegt. Man tut den Kindern damit nichts Gutes.
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Ach sooo
und wo bitte Steht das? Im Koran ja wohl nicht meines Wissens.
Hallo Gernot,
jetzt verstehe ich erst den Begriff „Kamelfatwa“. Es gibt einen Ausspruch des Propheten (also nicht unbedingt ein Koran-Zitat), nach welchem eine gläubige Frau ohne Begleitung nicht mehr als „einen Tag und eine Nacht“ wandern soll, oder ähnlich. Ein Kamel wurde meines Wissens darin nicht erwähnt. Viele rechnen diese 24 Stunden in Kilometer um (zwischen 80-240 km), aber da es klar ist, dass der Ausspruch der Sicherheit der Frau wegen getätigt wurde (Raubüberfälle in der arabischen Wüste gehörten zu Reisen damals quasi dazu), braucht man nach meiner Meinung die Zeiteinheit nicht per Schrittgeschwindigkeitskriterium in Streckeneinheiten umzurechnen, zumal aufgrund der heutigen Transportmittel die Welt ganz schön zusammengeschrumpft ist. Innerhalb von 24 Stunden kommt man heute immerhin um den gesamten Erdball.
Viele Grüße,
Mohamed.
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Hallo!
In der Klasse meines Jüngsten kommen manche mehrtägige
Schulveranstaltungen (Schikurs, Wienwoche, …) nicht
zustande, weil zu wenig Kinder teilnehmen.
Die Klassenlehrerin sagt, zum Teil können die Kinder aus
finanziellen Gründen, teils aus religiösen Gründen nicht
mitfahren.
Meine Frage an die (vor allem Islam-)Experten:
…
Hallo Hanna,
wieso schränkst Du Deine Anfrage auf den Islam ein?
Nach meinen Beobachtungen sind es vor allem die Zeugen Jehowas, die sich bei schulischen Gemeinschaftsveranstaltungen völlig ausklinken:
Faschingsdico, Geburtstagsparty in der Klasse, festtagsbezogene Veranstaltungen (z. B. Weihnachtsfeier).
Gibt s damit bei Euch keine Probleme?
Gruß
H.
Hallo!
wieso schränkst Du Deine Anfrage auf den Islam ein?
Nach meinen Beobachtungen sind es vor allem die Zeugen
Jehowas, die sich bei schulischen Gemeinschaftsveranstaltungen
völlig ausklinken:
Faschingsdico, Geburtstagsparty in der Klasse,
festtagsbezogene Veranstaltungen (z. B. Weihnachtsfeier).
Gibt s damit bei Euch keine Probleme?
An dieser Schule sind in etwa 4% Zeugen Jehovas und 75% Muslime.
Würden nur die Zeugen Jehovas bei den Schulveranstaltungen ausfallen; alle kämen zustande.
Die Muslime bringen aber jede Schulveranstaltung zu Fall.
Deshalb die Einschränkung.
Hanna
Hallo!
Meine Frage an die (vor allem Islam-)Experten:
Was könnten das für religiöse Gründe sein, dass ein Kind nicht
auf Klassenfahrt gehen kann? Ist es lediglich die Sorge der
Eltern um eine schweinefleischfreie Ernährung oder spielen da
auch noch andere Überlegungen mit?
Könnte doch auch sein, dass sie befürchten, dass die Kinder mit zuviel falschem Gedankengut der Falschgläubigen konfrontiert werden.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du Dir jetzt wünschst, dass mehr Kinder aus religionsfreien Familien in die Klasse Deines Jungen gehen würden. Ist ja schon traurig, dass keine Klassenfahrten zustande kommen, ein Höhepunkt jedes Schuljahres normalerweise.
Schulwechsel möglich?
Besten Gruß
Mathias
Hallo Mathias!
Könnte doch auch sein, dass sie befürchten, dass die Kinder
mit zuviel falschem Gedankengut der Falschgläubigen
konfrontiert werden.
Ja, möglich wärs. Obwohl: Die Kinder sind das ganze Jahr über mit anderen Kindern zusammen - da kann dann eine Klassenfahrt doch nicht so viel „gefährlicher“ sein, oder?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du Dir jetzt wünschst,
dass mehr Kinder aus religionsfreien Familien in die Klasse
Deines Jungen gehen würden.
Sie müssen ja nicht religionsfrei sein. Wir sind es ja auch nicht. Aber wenigstens aus Religionen, die nicht gar so strenge Vorschriften haben.
Ist ja schon traurig, dass keine
Klassenfahrten zustande kommen, ein Höhepunkt jedes
Schuljahres normalerweise.
Ja, richtig. Dazu kommt, dass das Gesetz verbietet, die Kinder aus zwei Parallelklassen zusammen auf Klassenfahrt zu schicken. Die Interessierten aus beiden Klassen zusammen ergäben nämlich die erforderliche Mindest-Teilnehmerzahl.
Schulwechsel möglich?
Die Situation ist an anderen Schulen nicht wesentlich besser. In die Schulen mit geringem Ausländeranteil kriegt man sein Kind aber nicht hinein - die sind unter den Heimischen so begehrt, dass ihre Kapazitäten ausgeschöpft sind.
Hanna
Hallo,
ja genau - es steht nicht im Koran und es gibt selbst im Islam Streit darüber.
Und aus diesem Grunde finde ich, daß genau dieses Argument eigentlich nicht anerkannt werden dürfte in unseren Schulen. Weil es nämlich gar keine zwingende Foprderung des Islam ist - sondern allenfalls eine Auslegung einiger seiner Strömungen.
Genau so gut könnte dann nämlich eine eigene Religion verkpnden, ind er dann verboten wäre, Kinder überhaupt zur Schule zu schicken. Und ich möchte mal sehen, ob die Obrigkeit dann auch noch so tolerant ist.
Gernot Geyer
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Ich habe von einigen Schulen erfahren, dass man dieses Problem auch dadurch gelöst hat, dass ein muslimischer Elternteil auf eigene Kosten mitgekommen ist, umso zusagen, die Aufsicht der Kinder zu unterstützen. Das würde einigen muslimischen Familien mehr vertrauen geben, vorausgesetz es handelt sich um eine in der Stadt als vertrauensvoll geltende Familie. Ich selber war erst in der Oberstufe mit auf einer Klassenfahrt, da es meine Eltern (ich bin männlich
) nicht wollten. Als die anderen wiederkamen, hörte ich eigentlich kaum etwas, über den Ort den man besuchte, noch über schulisches, sondern viel mehr, wer mit wem ausgegangen ist, und wer wen nackt gesehen hat, und welcher Junge bei welchen Mädchen übernachtet hat. Mag sein, dass ich auf einem ausgefallenen Gymnasium war, kenne von Freunden aber auch nur ähnliche Geschichten. Die Lehrer, die dabei waren, haben sich auch nicht gerade so sehr um die Jugendlichen gekümmert, die waren froh sich am Abend zu amüsieren. Wenn man dieses Bild einer muslimischen Familie vorspielen würde, kann ich mir leicht erklären, wieso sie es nicht wollen, dass ihre Kinder sich auf sowas einlassen. In der Oberstufe, wenn die Kinder eine bestimmte Reife erreicht haben ist es vielleicht anders und obendrein entscheiden dann viele auf eigene Faust.
Es ist also eine Frage des Vertrauens, machen wir uns nichts vor, es sicht nicht gut aus, was den Ruf der Klassenfahrt betrifft.
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Auch wenn ich dir in einigem Zustimme, wir sollten nicht verkennen, dass die Sunna, die Lebensweise des Propheten, zur zweiten Rechtsquelle gehört, dh. es gibt ebenso Beschränkungen, die nicht explizit aus dem Quran hervor gehen, aber in den Grundprinzipien enthalten sind. So zB. erwähnt der Quran oft, dass man sich Schamhaftigverhalten soll, die Sunna legt dann dar, wie es konkret auszusehen hat (zB. dass es nicht erlaubt ist, dass ein Mann und eine Frau in einem abgeschlossenen oder für andere nicht einsehbaren Raum sind).
Wie ich schon mehrmals erwähnte, müssen hier beide Seiten auf einander zugehen. Viele muslimische Familien, vorallem jene die schlecht Deutsch sprechen, versuchen nicht ihre Sorgen der Schulleitung darzulegen. Andersherum ist nicht jeder Muslim, der seine Religion ernst nimmt, ein Spielverderber, der anderen eine Klassenfahrt verderben will. Ich habe immer schon den Eindruck gehabt, dass beide Seiten, bei diesen Themen eher von Anfang an auf Konfrontationskurs gehen, anstatt, dass sie versuchen eine Lösung zu finden. Was spricht eigentlich dagegen das ein Elternteil mit kommt? Wir hatten zB ein Kind, dass aufgrund einer Krankhaft von einem Elternteil begleitet wurde. Es gibt viele Möglichkeiten den Alltag harmonischer Ablaufen zu lassen, es muss nur gewollt werden, von BEIDEN Seiten.
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Hallo,
„Ja, möglich wärs. Obwohl: Die Kinder sind das ganze Jahr über
mit anderen Kindern zusammen - da kann dann eine Klassenfahrt
doch nicht so viel „gefährlicher“ sein, oder?“
Eben doch. In der Klasse gibt es weder die Chance, das Jungen bei Mädchen und vice versa übernachten.
„Aber wenigstens aus Religionen, die nicht gar so
strenge Vorschriften haben.“
Was sollen das bitte für Religionen sein? Ich wusste nicht, dass es Religionen gibt, bei denen man sich die Regeln selber setzt? Es hat auch nicht unbedingt was mit der Religion zu tun, sondern mit dem Menschen und wie ernst er seine Religion nimmt, man denke da an Paulus und das bedecken des Hauptes. Oder an das böse Mammon, welches zum Lebensalltag geworden ist. Was du suchst, sind Taufscheinchristen oder Alis und Muhammeds, die wie Hand und Dieter leben? Oder einen David und Salomon, der so lebt, wie unsere Stars von heute?
Trotzallem wünsche ich mir, dass die Klassen mehr gemischt werden. Es ist eben nicht leicht mit ausländischem Hintergrund oder als deutsche Muslima mit Kopfbedeckung eine Mietwohnung in einem mit wenigen Ausländern bewohnte Gegend zu finden, so enden schliesslich alle in der selben Gegend und übersiedeln andere. Und dann beklagt sich Vater Staat wegen Paralellgesellschaften. Die Schule ist da nur ein Nebenproblem.
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Hallo!
„Ja, möglich wärs. Obwohl: Die Kinder sind das ganze Jahr über
mit anderen Kindern zusammen - da kann dann eine Klassenfahrt
doch nicht so viel „gefährlicher“ sein, oder?“
Eben doch. In der Klasse gibt es weder die Chance, das Jungen
bei Mädchen und vice versa übernachten.
Nein, denn in der Argumentation ging es um Gedankengut, nicht um sexuelle Freizügigkeiten.
„Aber wenigstens aus Religionen, die nicht gar so
strenge Vorschriften haben.“
Was sollen das bitte für Religionen sein? Ich wusste nicht,
dass es Religionen gibt, bei denen man sich die Regeln selber
setzt?
Nein, das meine ich nicht, dass man sich die Vorschriften selbst setzt.
Wenn ich mein Kind nach den Regeln meiner Religion erzogen habe, wird es erstens selbst nicht die verbotenen Dinge tund und zweitens in kritischen Situationen Stellung beziehen.
In unserem Fall, wo mehr als die Hälfte der Kinder Muslime sind, dürfte es dann ja auch derlei (Schlafsaal-)Probleme gar nicht geben: ein muslimisches Kind würde so eine Aktion gar nicht erst in Erwägung ziehen, und sollte sich ein österreichisches Kind in den anderen Schlafsaal wagen, würde dort lauter Protest losbrechen!
Trotzallem wünsche ich mir, dass die Klassen mehr gemischt
werden.
Das wünsche ich mir auch.
In der Klasse meines zweiten Sohnes sind 20 von 24 Kindern Muslime. Da wünschte ich doch ein wenig mehr Ausgeglichenheit zwischen den Religionen.
Hanna