die deutschen seniorenresidenzen in spanien, in
denen deutsche omis und opis - kaum des spanischen mächtig -
sitzen (was ich auch nicht im geringsten nachvollziehen kann),
führen offensichtlich nicht zu den problemen, wie wir sie hier
haben.
wer zahlt, schafft an. die probleme existieren natürlich trotzdem, aber man sieht darüber hinweg, da diese klientel eben das geld ins land bringt!
genau das habe ich grade eben in griechenland erleben dürfen. es gibt bestimmte gegenden wie zb. die ostküste auf corfu oder die plaka in athen, die ein vollständiges touristisches ghetto bilden. dort siehst und hörst du kein griechisches wort. es gibt ganze dörfer, wo im sommer nur deutsche oder nur briten urlauben. im winter sind das geisterstädte - sehen aus wie nach einem atomkrieg. dort *lebt* niemand. furchtbar.
meinst du das bringt keine probleme? und ob. die eigene kultur wird verwässert und zerstört. übrig bleiben dann die sirtaki-zonen, wo auf englisch sufflaki mit bier und auf deutsch wurst und knödel mit tsaziki angeboten wird und wo nackt gebadet wird.
und was machen die griechen in diesen zonen? sie bilden ihre eigenen sicherheitsräume und bauen zäune um ihre eigenen kleinen welten. ausgehlokale für griechen, wo es echtes essen und echte musik gibt, sind von außen gar nicht zu erkennen. nur wer griechisch lesen kann, findet sie überhaupt! wenn man danach aber fragt, zb. im hotel, kriegt man keine antwort. es ist wie ein großes geheimnis - eine verschwörung gegen den tourismus, um im eigenen land noch unter sich sein zu dürfen. man stelle sich das mal vor!
aber man sieht drüber hinweg, denn wer zahlt, schafft an!!
gastarbeiter zahlen aber nicht - im gegenteil - „die nehmen uns was weg“! die einstellung ist negativ durch und durch. touristen werden immerhin geduldet. klar daß so eine gegenseitige haßbeziehung zwischen einheimischen und gastarbeitern entsteht. „niemand braucht die, die brauchen uns.“
es gibt z.B. dabei keine 2.-
und 3. generation, die igrendwie dazwischen steht und
nirgendwo richtig dazugehört
sicher gibt es die. touristische unternehmen lassen sich in den bestimmten ländern nieder, sprachlehrer bleiben im land, heiraten einheimische. alles selber gesehen und erlebt. sehr spannend. es gibt ganze kolonien.
aber man sieht drüber weg… denn wer zahlt…!
sowas gibt es überall auf der welt. meistens arbeiten dort
wirkliche jobnomaden, die nach einigen jahren in eine andere
niederlassung versetzt werden (so kenne ich das von bekannten)
- ich vermute, dass das vertraute von zu hause ein kleiner
anker ist, um überall auf der welt ein stückchen heimat zu
haben. aber wie gesagt: das ist nicht das problem, das wir
hier haben.
warum nicht? das ist doch genau dasselbe!
die amerikaner leben hier auch ganz für sich (ich komme aus
einer gegend, wo sie heute noch ganze dörfer haben, die sogar
aussehen wie amerikanische vorstädte), dennoch ist das eine
komplett andere baustelle, die nichts mit dem
integrationsproblem der muslime hier zu tun hat.
und warum nicht? die probleme mit türken fallen nur mehr auf, weil gewalt und fehlende bildung noch dazu kommt. das heißt aber nicht, daß ein amerikaner in deutschland oder ein deutscher sonstwo nicht genau dieselben konflikte und gefühle erlebt wie ein türke in deutschland.
gruß
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