Schulwahl

Liebe Eltern,

in meinem Freundeskreis tut sich für einen Vater folgendes Problem auf: er lebt mit der Mutter seiner Tochter nicht zusammen. Beide leben in Hamburg, aber ziemlich weit voneinander entfernt. Das Sorgerecht haben beide.

Beim Kind handelt es sich (was die Einschulung betrifft) um ein sog. „kann-Kind“. Die Mutter ist erzeit auf Wohnungsssuche. Der Vater hat seinerseits nun angeregt, dass die Mutter sich eine Wohnung in der Nähe des Vaters sucht, damit beide Elternteile in der Nähe des Kindes sind. Weiterhin hält er es für angebracht, dass das Kind in einer Schule mit integrativem System (Vorschule bis zweite Klasse sind zusammen) eingeschult wird, da sich hier herausstellen könnte, wann das Kind „fit“ für welche Altersklasse ist.
Die Mutter jedoch sucht ne schöne Wohnung und als Schule kommt dann halt die nächstgelegene in Betracht (ohne vorherige Informationen darüber einzuholen).

Die Mutter jedoch sucht überall in Hamburg, wohl wissend, dass der Vater mitunter Probeleme haben kann, das Kind von Kindergarten/Schule abzuholen. Sie nimmt in Kauf, dass sich Dritte um das Kind kümmern müssen (obwohl der Vater dies gern täte und auch die Zeit dafür hat). Informationen, wie weit sie mit ihrem Studium ist, (bzw. ob das noch läuft) gibt sie nicht heraus. Ebenso wenig Informationen darüber, wo sie anschließend nen Job kriegen kann/könnte/anstrebt.

Muss der Vater das so hinnehmen? Im Hinblick auf den Umgang beider mit dem Kind sowie dem „gesunden Menschenverstand“ wäre doch die räumliche Nähe sowie die genannte Schulwahl optimal für das Kind. Oder?!

Was kann man(n) tun? Termine bei der Erziehungsberatung gab es schon; aber die Mutter zeigt sich uneinsichtig.

Danke für jeden Tipp und jede Meinung!
Vincent.

Erwachsenenerziehung
Hallo -

Muss der Vater das so hinnehmen? Im Hinblick auf den Umgang
beider mit dem Kind sowie dem „gesunden Menschenverstand“ wäre
doch die räumliche Nähe sowie die genannte Schulwahl optimal
für das Kind. Oder?!

das mag schon sein.

Aber mich stört ein wenig an Deiner Schilderung, dass die Mutter sich eine Wohnung in der Nähe des Vaters suchen soll.

Was, wenn ihr die Gegend nicht gefällt oder sie nicht bezahlbar ist für sie oder was auch immer? Ich glaube kaum, dass Du die Mutter dazu zwingen kannst, wohin zu ziehen, wo sie nicht hin möchte. Vater hin und her!

Soll der Vater halt dann dorthin ziehen, wo sein Kind wohnt :wink: - wäre ja auch ne Möglichkeit, oder?

Dann sollte man sicherlich auch ein wenig Gewicht darauf legen, wie die Verteilung der Aufenthalte aussieht. Ist das Kind überwiegend bei der Mutter und an den Wochenenden beim Vater? Oder umgekehrt? Oder wohnt es tatsächlich gleichmäßig verteilt bei den Elternteilen?

Was die Schulwahl betrifft, denke ich, dass es durchaus noch andere Kriterien als die von Dir genannten gibt. Da ich schon lange kein schulpflichtiges Kind mehr habe, kann ich nur aus meinen etwas älteren Erfahrungen sprechen. Und für mich wären Dinge wie kleine Klassengrößen, individuelle Förderung, ein gewissen ökologischen Konzept etc. wichtig.

Sprich: ich hatte damals geschworen, sollte ich noch ein Kind bekommen, geht das auf eine Privatschule oder Waldorf oder ähnliches.

Was kann man(n) tun? Termine bei der Erziehungsberatung gab es
schon; aber die Mutter zeigt sich uneinsichtig.

Was soll denn eine Erziehungsberatung bringen, wenn die beiden ERWACHSENEN sich offenbar nicht verständigen können?

Rechtlich kann ich Dir nichts zu dem Thema sagen, ich weiß nur, dass in meinem Bekanntenkreis ein ähnlicher Fall vorliegt und der Vater keine Möglichkeit sah, seine Wünsche in Bezug auf Schulauswahl durchzusetzen… eben auch durchaus deswegen, weil beide Elternteile ca. 30 km Luftlinie entfernt wohnen und das Kind nur an den Wochenenden beim Vater weilt.

Grüße
Demenzia

Was, wenn ihr die Gegend nicht gefällt oder sie nicht
bezahlbar ist für sie oder was auch immer? Ich glaube kaum,
dass Du die Mutter dazu zwingen kannst, wohin zu ziehen, wo
sie nicht hin möchte. Vater hin und her!

Die Mutter lebt mit der Tochter in nem sozial schwachen Stadtteil. Da wäre ein Wechsel schon lange angebracht. Stimmt, man kann den Vater nicht zwingen; offenbar können nur Mütter machen, was sie wollen. Kind hin oder her!

Soll der Vater halt dann dorthin ziehen, wo sein Kind wohnt
:wink: - wäre ja auch ne Möglichkeit, oder?

Nein, denn der Vater arbeitet von zuhause (Umzug würde also auch geschäftlich Kosten bedeuten). Und da die Mutter sowieso umziehen will …

Dann sollte man sicherlich auch ein wenig Gewicht darauf
legen, wie die Verteilung der Aufenthalte aussieht.

Kommt es nicht vielmehr darauf an, wie die Gewichtung aussehen KÖNNTE, wenn das Kind in der Nähe BEIDER Elternteile leben würde? Es kann ja nicht sein, dass die Mutter hinzieht wo sie will um dem Vater dann zu sagen „Du wohnst zu weit weg, um sie öfter zu sehen“.

Was die Schulwahl betrifft, denke ich, dass es durchaus noch
andere Kriterien als die von Dir genannten gibt.

Natürlich gibt es die; wollte nur nicht alle aufzählen. Aber mit jeder Schule vorlieb zu nehmen, die zufällig in der Nähe der neuen Wohnung ist, halte ich dem Kind gegenüber für grob fahrlässig…

Was soll denn eine Erziehungsberatung bringen, wenn die beiden
ERWACHSENEN sich offenbar nicht verständigen können?

Überflüssige Frage; wenn alle Erwachsenen sich verständigen könnten wäre die Existenz von Erziehungsberatungen überflüssig. Das ist deren Job!!!

Hallo Vincent

ich greife nur zwei Punkte heraus:

Natürlich gibt es die; wollte nur nicht alle aufzählen. Aber
mit jeder Schule vorlieb zu nehmen, die zufällig in der Nähe
der neuen Wohnung ist, halte ich dem Kind gegenüber für grob
fahrlässig…

Du wirst in keiner Schule die für das Kind absolut und unverbesserbar besten Verhältnisse finden.
Umgekehrt ist es für jedes Kind unverzichtbar, Frustationstoleranz zu entwickeln.
Das funktioniert an jeder Schule.
Und: sogar aus „furchtbaren“ Schulen kommen Menschen, die geistig, menschlich und beruflich zu Höchstleistungen fähig sind.

Überflüssige Frage; wenn alle Erwachsenen sich verständigen
könnten wäre die Existenz von Erziehungsberatungen
überflüssig. Das ist deren Job!!!

Der Job von Erziehungsberatern ist BERATUNG!
Die Verständigung, bzw. die Erziehung müssen die Erwachsenen(Eltern) leisten.

Wäre dem nicht so, könntest Du das Kind um das es geht, einem/einer Erziehungsberater/in in die Hand drücken, Deiner Wege gehen und nach sagen wir 10 Jahren wieder mal vorbeischauen und das Ergebnis bewundern.

viele grüße
Geli

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Die Mutter lebt mit der Tochter in nem sozial schwachen
Stadtteil. Da wäre ein Wechsel schon lange angebracht.

aha - wer sagt das, DU?

Ok - also der Vater hat das Recht - weil das geschäftlich ne Belastung wäre - sich auszusuchen, wo ER wohnt. Und Frau muss ihm gehorchen.

Naja, also ehrlich, wenn das die bisherige Kommunikationsgrundlage für das Elternpaar war, dann wundert mich weder, dass sie kein Paar mehr sind und dass sie heute wohl auch große Differenzen haben.

Ich fürchte allerdings, dass der Vater mit solchen engstirnigen Forderungen nicht wirklich auf Gehör stoßen wird.

Leider muss es das Kind u.U. ausbaden…

Kommt es nicht vielmehr darauf an, wie die Gewichtung aussehen
KÖNNTE, wenn das Kind in der Nähe BEIDER Elternteile leben
würde?

Aufgrund der oben schon geäußerten Vermutungen, könnte es wohl sein, dass die Mutter nicht wirklich Interesse daran hegt, dass der Vater übermäßig viel Kontakt zum Kind hat. Und da ich das Paar nicht persönlich kenne, kann ich nur die Anregung einstreuen, dass dies u.U. auch seine berechtigten Gründe haben könnte.

Überflüssige Frage; wenn alle Erwachsenen sich verständigen
könnten wäre die Existenz von Erziehungsberatungen
überflüssig. Das ist deren Job!!!

Es ist wohl kaum deren Job, Eltern zu beraten, die nicht miteinander kommunizieren können. Ich sehe hier ehrlich gesagt kein Erziehungsproblem in Bezug auf das Kind. Alles, was Du bisher geschildert hast, würde besser in das Brett „Psychologie“ passen, denn es betrifft lediglich die Auseinandersetzung von einem getrennt lebenden Elternpaar, das sich streitet. Nichts anderes.

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aha - wer sagt das, DU?
Ok - also der Vater hat das Recht - weil das geschäftlich ne
Belastung wäre - sich auszusuchen, wo ER wohnt. Und Frau muss
ihm gehorchen.

Es geht nicht darum, dass Frau gehorchen muss, sondern darum, dass SIE u.a. neben Fixern lebt. Ist es da verwunderlich, dass der Vater ein anderes Umfeld für seine Tochter wünscht?
Und da „sie“ sowieso auf Wohnungssuche ist spricht doch wohl nichts gegen geografische Nähe?!!

Ich fürchte allerdings, dass der Vater mit solchen
engstirnigen Forderungen nicht wirklich auf Gehör stoßen wird.

Was hat das denn mit engstirnigen Forderungen zu tun? Das Kind ist täglich bis zu 10 Stunden im Kindergarten, wird zusätzlich von mehreren dritten abgeholt. Der Vater will nehr Zeit mit seiner Tochter verbringen und zu dem Zweck in der Nähe seiner Tochter sein. Das ist „alles“.

Und da ich das Paar nicht persönlich kenne, kann ich nur die Anregung
einstreuen, dass dies u.U. auch seine berechtigten Gründe haben
könnte.

Klar; am besten gar keinen Kontakt mehr zum Vater und dafür lieber rumrennen und heulen, wie schwer man es doch als alleinerziehende Mutter hat.

Überflüssige Frage; wenn alle Erwachsenen sich verständigen
könnten wäre die Existenz von Erziehungsberatungen
überflüssig. Das ist deren Job!!!

… denn es betrifft lediglich die Auseinandersetzung von einem
getrennt lebenden Elternpaar, das sich streitet. Nichts anderes.

Dann hast Du schlichtweg nicht begriffen, worum es hier geht. Im übrigen wird hier in Hamburg vom Jugendamt vorgeschrieben (!), dass Paare in solchen Fällen Termine bei der Erziehungsberatung nachweisen müssen. Das die in dem Zusammenhang nicht hilfreich sind haben die Betroffenen bereits gemerkt …

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Hallo

Du wirst in keiner Schule die für das Kind absolut und
unverbesserbar besten Verhältnisse finden.
Umgekehrt ist es für jedes Kind unverzichtbar,
Frustationstoleranz zu entwickeln.
Das funktioniert an jeder Schule.
Und: sogar aus „furchtbaren“ Schulen kommen Menschen, die
geistig, menschlich und beruflich zu Höchstleistungen fähig
sind.

Das stimmt natürlich, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass eine Schule auch viel versauen kann, und dass eine gute Schule viel Gutes bewirken kann.

Ich würde auch nach Möglichkeit drauf achten, in welche Schule das Kind kommt. Dieses System mit den 2 Klassenstufen in einem klingt für mich so rein theoretisch auch sehr gut. Das wichtigste an einer Schule sind aber natürlich gute Lehrer, ich weiß nur nicht, wie man das vorher rausfinden kann.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Was die Schulwahl betrifft, denke ich, dass es durchaus noch
andere Kriterien als die von Dir genannten gibt. Da ich schon
lange kein schulpflichtiges Kind mehr habe, kann ich nur aus
meinen etwas älteren Erfahrungen sprechen. Und für mich wären
Dinge wie kleine Klassengrößen, individuelle Förderung, ein
gewissen ökologischen Konzept etc. wichtig.

Sprich: ich hatte damals geschworen, sollte ich noch ein Kind
bekommen, geht das auf eine Privatschule oder Waldorf …

Wieso denn Waldorf, die haben 40 Kinder in einer Klasse. Und individuelle Förderung kann man da sicher auch nicht erwarten. Die individuelle Förderung, die dort erfolgt, müssen die Eltern leisten.

Ich kenn immer nur Leute, die so im 6., 7. Schuljahr auf die Regelschule wechseln, weil sie dort nichts gelernt haben. Das waren aber wohl durchweg Kinder, deren Eltern nicht in der Lage waren, vernünftigen Einzelunterricht zu geben. Die konnten alle extrem schlecht lesen (im 3. Schuljahr mit Müh und Not einzelne Worte).

Na ja, die Waldorfschulen sind ja aber wohl auch untereinander sehr unterschiedlich.

Viele Grüße
Simsy

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Hallo

ich finde das eigentlich eine gute Idee, wenn die Eltern so nah beieinander wohnen. Die Sache ist nur die, dass der Vater natürlich keinen wirklichen Einfluss darauf hat, wo die Ex-Frau ihre Wohnung sucht.

Ich würde dem Mann vorschlagen, dass er die Frau mal fragt, wieso sie das denn nicht möchte.

Viele Grüße
Simsy

Natürlich gibt es die; wollte nur nicht alle aufzählen. Aber
mit jeder Schule vorlieb zu nehmen, die zufällig in der Nähe
der neuen Wohnung ist, halte ich dem Kind gegenüber für grob
fahrlässig…

dir ist aber schon klar, dass dann der überwiegende Teil aller Eltern grob fahrlässig handeln muß?
Sei es weil sie auf dem Land wohnen und sowieso nur eine Schule in Betracht kommt oder weil sie zwar in einer Großstadt wohnen aber sich nach Schulbezirken richten müssen?

ein grob fährlässiges Bröselchen :wink:

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Hallo

Na ja, die Waldorfschulen sind ja aber wohl auch untereinander
sehr unterschiedlich.

ja - dem ist wohl so. Ich sagte allerdings auch ODER Waldorfschule (als mögliche Alternative zu einer anderen Privatschule). Aber ich wollte hier auch keine Diskussion über die verschiedenen Schulformen vom Zaun brechen. Ich werde meine Meinung ohnehin nicht mehr ändern…

Ebenso viele Grüße
Demenzia

Moin,

naja, vielleicht kannst du deinem Freund ein wenig auf den Boden der Realität zurückholen.

Wie ich aus deinen Schilderungen entnehme, ist die Mutter eine Frau ohne eigenes Einkommen (Studentin ?) die mit dem Kind ein einem nicht gerade vornehmen Stadtteil wohnt. Der Vater hingegen ist selbständig, arbeitet von zu Haus aus und hat offenbar jede Menge Tagesfreizeit, was entweder darauf hinweist, dass er als Selbständiger auch eher am Hungertuch nagt, oder so wohlhabend ist, dass er es nicht nötig hat, mehr zu arbeiten.

Sollte letzteres zutreffen, ist der Fall meiner Meinung nach relativ einfach zu lösen: Der Vater erhöht einfach dermaßen seinen Unterhalt, dass Mutter und Kind kein Problem haben, eine schöne Wohnung in einem schönen Stadtteil finanzieren zu können. Schön zu wohnen, ist nämlich vermutlich in jedem Fall erstrebenswert. Und wenn der Vater dann noch möchte, dass Mutter und Kind in seine Nähe ziehen, dann setzt mobilisiert er noch zusätzlich etwas Geld und Zeit für die Wohnungssuche, sprich: bezahlt Maklergebüren, Kautionen, Abstand, geht mit auf Wohnungssuche etc.

Sollte aber über beiden Haushalten eher der Pleitegeier kreisen, hat die Mutter als Alleinerziehende mit Kind und von magerem Unterhalt oder gar staatlicher Unterstützung lebend kaum Chancen überhaupt irgend eine „schöne Wohnung“ in einem anständigen Viertel zu finden. Wenn sie also überhaupt die Gelegenheit erhält, ihre Wohnsituation zu verbessern, dann soll sie zugreifen, ganz egal ob das nun 1 oder 30 km von der Wohnung des Vaters entfernt ist. Damit erübrigt sich dann auch die Frage nach er Schule. Das wird dann nämlich tatsächlich die sein, die als nächste um die Ecke liegt.

Der zweite Realitätsschock steht dem Vater was die Kindesbetreuung angeht bevor. Ein Selbständiger ist kaum in der Lage, seine Zeit frei einzuteilen. Er hat dann frei, wenn mal gerade keine Aufträge da sind, und rotiert zur Not auch mal 18 Stunden am Tag 7 Tage die Woche, wenn die Auftragslage brummt. Wie soll sich unter solchen Bedingungen bitte eine zuverlässige Kinderbetreuung mit regelmäßig von der Schule abholen etc. entwickeln ? Ich würde der Mutter jedenfalls nicht raten, sich auf sowas zu verlassen. Anders ist der Fall natürlich, wenn sich die „Selbständigkeit“ eher so darstellt, dass der Vater mehr so eine Art Hobby von zu Haus aus betreibt, bei dem hin und wieder auch mal etwas Geld abfällt. Aber auch hier würde ich keine Verlässlichkeit sehen und was die Wohnungssuche angeht würde das dann wohl eher unter die Kategorie „Zwei Haushalte mit Pleitegeier“ fallen.

Gruß
Marion

Hallo,
ich vermute, Deine Sympatien gehen eher in die Richtung des Vaters?
Warum sollte die Mutter in die Nähe des Vaters ziehen? Vielleicht ist in der NAchbarschaft gerade eine Wohnung frei geworden? Sicherlich wird es Gründe geben, warum beide nicht mehr zusammen sind.
Selbst wenn sie sich entschließen würde nach München zu ziehen wäre das völlig OK.
Was die Wahl der Schule anbelangt - die Nähe zur Wohnung als primären Grund kann ich sehr gut nachvollziehen und finde nichts schlechtes daran.
Was meinst Du damit, dass die Betreuung fremden überlassen wird?
Das Konzept der Ganztagsschule ist nicht schlecht - sofern es richtiug umgesetzt wird. Ich glaube nicht, dass der Vater - auch wenn er Zeit hat weil er von zu Hause arbeitet - dafür ein vollwertiger Ersatz wäre.

Abschließend - ich verstehe Deine Fragestellung nicht richtig.

Gruß D.

Hallo Vincent,

offenbar weiß der Vater alles besser und will sogar in das Leben der Mutter reinreden.
Da würde ich auch lieber Abstanbd wahren.

Gruß!

Horst

Hallo!

Was hat das denn mit engstirnigen Forderungen zu tun? Das Kind
ist täglich bis zu 10 Stunden im Kindergarten, wird zusätzlich
von mehreren dritten abgeholt. Der Vater will nehr Zeit mit
seiner Tochter verbringen und zu dem Zweck in der Nähe seiner
Tochter sein. Das ist „alles“.

Es scheint ihm sehr wichtig zu sein. ER möchte etwas an der Situation ändern - nicht die Mutter. Also muß ER auch was tun. Z.B. in die Nähe des Kindes ziehen, wo es dann auch immer wohnen mag. Du schreibst, er möchte in der Nähe seiner Tochter sein. Du wirst also mit mir darin übereinstimmen, dass er also zu seiner Tochter gehen muß, man muß sie ihm wirklich nicht bringen.
Wenn das bedeutet, dass er finanzielle Einbußen hat - Pech! Man kann sich halt nicht immer die Rosinen herauspicken. Ich wette mal mit Dir, dass die Mutter auch Unannehmlichkeiten für ihre Tochter hinnehmen muß. Der Vater muß das auch. Jetzt zu erwarten, dass die Mutter dorthin zieht, wo der Vater es gerne hätte, damit er seinen A**** nicht soweit erheben muß, um sein Kind zu sehen, finde ich sowas von daneben. Sie muß vielleicht auch nah an der Uni sein, vielleicht hat sie einen Freund, der irgendwo wohnt etcpp? Ich finde es echt kraß, wie manche Leute erwarten, dass nach der Geburt des Kindes sich für den Vater gar nichts ändert (oder nur das, was er gerne hätte) und die Mutter hat überhaupt keine Wünsche mehr zu haben und ist mehr oder weniger alleine zuständig für das Glück des Kindes (jaja, und dafür bringt sie es dem Vater und trägt es ihm hinterher…). Und der Vater schaut dann mal, wann er Zeit hat und schaut dann vorbei - und bitte bloß nicht zu weit fahren oder laufen.
Ganz ehrlich - ich verstehe diese Frau voll und ganz.
Wie gesagt - so läuft es nun mal im Leben. Wenn einem etwas nicht gefällt, muß man es selbst ändern und nicht erwarten, dass andere das für einen tun. Jeder ist nun mal für sich selbst verantwortlich und für sein Glück auch. Dass es für das Kind besser sein könnte, wenn es mehr Kontakt zum Vater hat, mag ja sein. Aber dafür ist alleine ER verantwortlich. Mutter ist verantwortlich für den Kontakt Mutter - Kind, Vater für den Kontakt Vater-Kind. Wenn der Vater meint, das müsse die Mutter auch übernehmen, dann fehlt ihm da wohl ein Stück weit das Verantwortungsbewußtsein.

Ich erinnere mich an die Situation, dass ich von einem Mann schwanger geworden bin, der in Frankfurt wohnt (ich wohne in Berlin). Der meinte auch, es sei unverantwortlich von mir, dass ich nicht sofort nach Frankfurt ziehe. Nee, klar. Kommt der Prophet zum Berg oder der Berg zum Propheten? Er behauptet immer noch, ich würde ihm seinen Sohn vorenthalten wollen, weil ich nicht nach Frankfurt ziehe. Dabei kann er ihn sehen, so oft er will. Er hätte ja auch nach Berlin ziehen können, wäre für ihn sogar beruflich lukrativer gewesen. Nein, er möchte, seinen Job und seine Freunde nicht für seinen Sohn aufgeben. Kann ich verstehen. Für meinen Sohn würde ich das vielleicht tun, aber nicht für ihn, nur damit er es nicht tun muß.

Naja, schlustig jetzt, genug geschrieben:smile:. Du hast genügend Antworten bekommen und ich rate Dir, wirklich darüber nachzudenken.

Gruß,

N.

Und da ich das Paar nicht persönlich kenne, kann ich nur die Anregung
einstreuen, dass dies u.U. auch seine berechtigten Gründe haben
könnte.

Klar; am besten gar keinen Kontakt mehr zum Vater und dafür
lieber rumrennen und heulen, wie schwer man es doch als
alleinerziehende Mutter hat.

Überflüssige Frage; wenn alle Erwachsenen sich verständigen
könnten wäre die Existenz von Erziehungsberatungen
überflüssig. Das ist deren Job!!!

… denn es betrifft lediglich die Auseinandersetzung von einem
getrennt lebenden Elternpaar, das sich streitet. Nichts anderes.

Dann hast Du schlichtweg nicht begriffen, worum es hier geht.
Im übrigen wird hier in Hamburg vom Jugendamt vorgeschrieben
(!), dass Paare in solchen Fällen Termine bei der
Erziehungsberatung nachweisen müssen. Das die in dem
Zusammenhang nicht hilfreich sind haben die Betroffenen
bereits gemerkt …

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Hallo Vincent,

mir scheint das Problem bei den beteiligten Eltern gaaanz woanders zu liegen, als beim Umzug oder bei der Schulwahl. Hier scheinen sich die Fronten zwischen Mama und Papa doch extrem verhärtet zu haben. Die beiden haben - wie auch immer - die verd**** Pflicht, ihre Beziehung zueinander soweit zu gestalten, dass das Kind nicht drunter zu leiden hat. Was der eine oder andere vielleicht „für angebracht hält“ oder jenweder „in Kauf nimmt“ ist die eine Sache. Eine sinnvolle Lösung zu finden eine andere.

Für den konkreten Fall heisst das, dass man erstmal rausfinden müsste, warum die Mama keine Wohnung in der Nähe vom Papa sucht. Ich ahne nicht wie die Wohnungssituation in HH aussieht, aber generell erscheint man als „alleinerziehende Mama mit Kind“ nicht der klassische Traummieter zu sein. Sprich, kann es sein, dass sie einfach in der ganzen Stadt suchen MUSS, um was realistisches, bezahlbares überhaupt zu bekommen? Oder - einer meiner Vorposter schrieb es bereits - kann es andere Gründe geben, dass sie nicht in den Stadtteil ziehen möchte, wo Papa wohnt? Das alles geht uns hier übrigens nix an, das sollten sich Mama und Papa nur mal in Ruhe überlegen.

Genauso erscheint mir aber Papas Begründung „Homeoffice“ ein wenig fadenscheinig. Wenn die Mama wirklich so eine blöde Zicke ist, wie sie hier dargestellt wird, dann muss der Papa halt eben mal öfters nachgeben. Denn - wie gesagt - es geht doch hier um das Kind und nicht um die Befindlichkeiten von Mama und Papa.

Die Mutter jedoch sucht überall in Hamburg, wohl wissend, dass
der Vater mitunter Probeleme haben kann, das Kind von
Kindergarten/Schule abzuholen. Sie nimmt in Kauf, dass sich
Dritte um das Kind kümmern müssen (obwohl der Vater dies gern
täte und auch die Zeit dafür hat).

Ganz persönlich gefragt verstehe ich das nicht. Der Papa hat Zeit und Bock sich um das Kind zu kümmern, kann aber aufgrund nicht näher geschilderter Probleme keinen weiteren Weg in Kauf nehmen um das Kind abzuholen?

Informationen, wie weit sie
mit ihrem Studium ist, (bzw. ob das noch läuft) gibt sie nicht
heraus. Ebenso wenig Informationen darüber, wo sie
anschließend nen Job kriegen kann/könnte/anstrebt.

Das hat aber mit der Schulwahl für das Kind eher wenig zu tun, oder? Wie gesagt, mir scheint Mama und Papa müssen jetzt schlagartig erwachsen werden, eventuell auch mit professioneller Unterstützung von aussen.

*wink*

Petzi

Hallo Vincent,

Aus deiner sehr emotionellen Schilderung des Konfliks liest sich ein ganz anderes Problem heraus.

Es ist ein Konflikt zwischen Mann und Frau. Das Kind hat damit nichts zu tun. Rein gar nichts. Es wird nur vorgeschoben.

Ich wage jetzt anzunehmen, dass es die Frau war, die die Initiative ergriff und den Mann verlassen hat.

Der Mann, der, wie aus deiner Beschreibung so ziemlich deutlich wird, eine Person ist, die alles KONTROLLIEREN und BESITZEN muss, konnte die Trennung nicht verarbeiten, akzeptieren und will es nicht einfach hinnehmen. Er will die Frau wieder haben, und da sie es offensichtlich nicht will, übt er Druck auf sie aus.

So einfach und so traurig ist es.

Mein Rat für deinen Freund wäre:

Versuchen zu verstehen, dass die Trennung endgültig ist

Die Situation akzeptieren

Dieses Kapitel in seinem Leben abschließen

Die Frau in Ruhe lassen

Das Kind lieben und akzeptieren, dass es bei der Mutter bleibt

Das Dialog mit der Mutter neu anfangen, diesmal auf sachlicher Ebene und ohne Vorwürfe

Schafft es der Vater in kurzer Zeit nicht, riskiert er die Klage auf das alleinige Sorgenrecht seitens der Mutter. Dann wird alles noch trauriger.

Schaaaade!
Hallo n.h.!
…daß man nur ein Sternchen geben kann!
Mein hast du soeben erhalten und ich wünsche mir ich könnte mindestens noch weiter 5!
Vielen Dank für den tollen Beitrag.
Schöne Grüße aus dem Fränkle!
Helena

Hallo Simsy!

Das stimmt natürlich, aber das ändert nichts an der Tatsache,
dass eine Schule auch viel versauen kann, und dass eine gute
Schule viel Gutes bewirken kann.

Ich würde auch nach Möglichkeit drauf achten, in welche Schule
das Kind kommt.

Mit Verlaub, ich glaube das wollen alle Eltern…

Das
wichtigste an einer Schule sind aber natürlich gute Lehrer,
ich weiß nur nicht, wie man das vorher rausfinden kann.

Eben nicht! Ich glaube es gibt keine Schule auf diese Welt mit nur „gute Lehrer“, denn was für mich einen guten Lehrer ausmacht ist evtl für Dich bedeutungslos. Und umgekehrt.

Ein kleines Test darüber: Falls Du noch kontakt mit (ein paar) Deinen damaligen Mitschülern hast, frag sie mal sie sollen Dich die besten 5 Lehrern nennen, die sie, nach ihren Ermessen hatten. Und dann lass sie das begründen: Ich garantiere Dir, du wirst nicht schlecht erstaunen! (Zumal sie auch Deine Lehrer/Dozenten waren). Ich habe dieses kleine Experiment auch gemacht und ich konnte es schlich nicht glauben: Mein absolut Lieblingslehrer war bei fast allen Mitschülern ziemlich unten durch!! Und meine abi-Lehrerin für Kunst (für mich das schlimmste was einem an Dozenten passieren kann), war im allgemein doch geschätzt! (Meine Ausrede: Die meisten interessieren sich heute kaum noch für Kunst und von den Gefragten -ich habe Kontakt noch mit vielen diesen Mitschülern und mit ein paar bin ich noch heute sehr gut befreundet- haben fast alle einen technischen bzw. wisenschaftlichen Studium ausgewält)

Schöne Grüße,
Helena

Hach, jetzt binsch ganz rot geworden :wink:

Lieben Gruß,

N.

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