Hallo!
Was hat das denn mit engstirnigen Forderungen zu tun? Das Kind
ist täglich bis zu 10 Stunden im Kindergarten, wird zusätzlich
von mehreren dritten abgeholt. Der Vater will nehr Zeit mit
seiner Tochter verbringen und zu dem Zweck in der Nähe seiner
Tochter sein. Das ist „alles“.
Es scheint ihm sehr wichtig zu sein. ER möchte etwas an der Situation ändern - nicht die Mutter. Also muß ER auch was tun. Z.B. in die Nähe des Kindes ziehen, wo es dann auch immer wohnen mag. Du schreibst, er möchte in der Nähe seiner Tochter sein. Du wirst also mit mir darin übereinstimmen, dass er also zu seiner Tochter gehen muß, man muß sie ihm wirklich nicht bringen.
Wenn das bedeutet, dass er finanzielle Einbußen hat - Pech! Man kann sich halt nicht immer die Rosinen herauspicken. Ich wette mal mit Dir, dass die Mutter auch Unannehmlichkeiten für ihre Tochter hinnehmen muß. Der Vater muß das auch. Jetzt zu erwarten, dass die Mutter dorthin zieht, wo der Vater es gerne hätte, damit er seinen A**** nicht soweit erheben muß, um sein Kind zu sehen, finde ich sowas von daneben. Sie muß vielleicht auch nah an der Uni sein, vielleicht hat sie einen Freund, der irgendwo wohnt etcpp? Ich finde es echt kraß, wie manche Leute erwarten, dass nach der Geburt des Kindes sich für den Vater gar nichts ändert (oder nur das, was er gerne hätte) und die Mutter hat überhaupt keine Wünsche mehr zu haben und ist mehr oder weniger alleine zuständig für das Glück des Kindes (jaja, und dafür bringt sie es dem Vater und trägt es ihm hinterher…). Und der Vater schaut dann mal, wann er Zeit hat und schaut dann vorbei - und bitte bloß nicht zu weit fahren oder laufen.
Ganz ehrlich - ich verstehe diese Frau voll und ganz.
Wie gesagt - so läuft es nun mal im Leben. Wenn einem etwas nicht gefällt, muß man es selbst ändern und nicht erwarten, dass andere das für einen tun. Jeder ist nun mal für sich selbst verantwortlich und für sein Glück auch. Dass es für das Kind besser sein könnte, wenn es mehr Kontakt zum Vater hat, mag ja sein. Aber dafür ist alleine ER verantwortlich. Mutter ist verantwortlich für den Kontakt Mutter - Kind, Vater für den Kontakt Vater-Kind. Wenn der Vater meint, das müsse die Mutter auch übernehmen, dann fehlt ihm da wohl ein Stück weit das Verantwortungsbewußtsein.
Ich erinnere mich an die Situation, dass ich von einem Mann schwanger geworden bin, der in Frankfurt wohnt (ich wohne in Berlin). Der meinte auch, es sei unverantwortlich von mir, dass ich nicht sofort nach Frankfurt ziehe. Nee, klar. Kommt der Prophet zum Berg oder der Berg zum Propheten? Er behauptet immer noch, ich würde ihm seinen Sohn vorenthalten wollen, weil ich nicht nach Frankfurt ziehe. Dabei kann er ihn sehen, so oft er will. Er hätte ja auch nach Berlin ziehen können, wäre für ihn sogar beruflich lukrativer gewesen. Nein, er möchte, seinen Job und seine Freunde nicht für seinen Sohn aufgeben. Kann ich verstehen. Für meinen Sohn würde ich das vielleicht tun, aber nicht für ihn, nur damit er es nicht tun muß.
Naja, schlustig jetzt, genug geschrieben:smile:. Du hast genügend Antworten bekommen und ich rate Dir, wirklich darüber nachzudenken.
Gruß,
N.
Und da ich das Paar nicht persönlich kenne, kann ich nur die Anregung
einstreuen, dass dies u.U. auch seine berechtigten Gründe haben
könnte.
Klar; am besten gar keinen Kontakt mehr zum Vater und dafür
lieber rumrennen und heulen, wie schwer man es doch als
alleinerziehende Mutter hat.
Überflüssige Frage; wenn alle Erwachsenen sich verständigen
könnten wäre die Existenz von Erziehungsberatungen
überflüssig. Das ist deren Job!!!
… denn es betrifft lediglich die Auseinandersetzung von einem
getrennt lebenden Elternpaar, das sich streitet. Nichts anderes.
Dann hast Du schlichtweg nicht begriffen, worum es hier geht.
Im übrigen wird hier in Hamburg vom Jugendamt vorgeschrieben
(!), dass Paare in solchen Fällen Termine bei der
Erziehungsberatung nachweisen müssen. Das die in dem
Zusammenhang nicht hilfreich sind haben die Betroffenen
bereits gemerkt …