Schwangerschaft&Geschlechtsverkehr

Wir haben neulich in Philosophie über das Thema „Schwangerschaft“ gesprochen und sind auf die Frage :
woher wussten die Menschen in der Steinzeit, dass es einen Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Schwangerschaft gibt? ODER besser gefragt: seit wann wusste die Menschheit, dass es diesen gewissen Zusammenhang gibt, gekommen!? Es wäre nett, wenn jemand mir eine Antwort geben würde, da ich im Internet nichts gefunden habe.

Danke im Voraus!

Hallo Fragewurm,

Wir haben neulich in Philosophie über das Thema
„Schwangerschaft“ gesprochen und sind auf die Frage :
woher wussten die Menschen in der Steinzeit, dass es einen
Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Schwangerschaft
gibt? ODER besser gefragt: seit wann wusste die Menschheit,
dass es diesen gewissen Zusammenhang gibt, gekommen!?

  1. Selbst bis heute wissen das noch nicht alle.

  2. Die Typen in der Steinzeit waren schlicht zu faul, dies für die Nachwelt aufzuschreiben. Zudem hatten die sowieso noch keinen brauchbaren Kalender.

Kurz und bündig, die Frage kann man nicht beantworten !

Das einzige was ich dazu beitragen kann:
Die alten Ägypterinnen verwendeten Zitronenschalen als Diaphragma.

Es wäre
nett, wenn jemand mir eine Antwort geben würde, da ich im
Internet nichts gefunden habe.

Ist doch klar, in der Steinzeit gab es noch kein Internet :wink:

MfG Peter(TOO)

ODER besser gefragt: seit wann wusste die Menschheit,
dass es diesen gewissen Zusammenhang gibt, gekommen!?

Hallo,

ich habe schon mal was zum Thema gelesen, da ging es um Amazonas-Indianer, die das bis heute nicht wissen (angeblich). Ist lange her.

Bei dieser Quelle war die Rede vom Zusammenhang von Zeugung und Geburt, vielleicht findest du mit diesen Stichworten eher was.

Gruss Reinhard

Um das wissen zu können musste man bestimmt einige Forschungen gemacht haben und dazu waren diese Menschen in der Steinzeit nicht fähig :stuck_out_tongue: so denk ich mir das mal…aber wie gesagt, man weiß es leider nicht…

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ODER besser gefragt: seit wann wusste die Menschheit,
dass es diesen gewissen Zusammenhang gibt, gekommen!?

Hallo,

spätestens als die Menschen begannen, Haustiere zu züchten, müsste ihnen die Ähnlichkeit aufgefallen sein. Da Haustiere unter Zucht nicht dauernd Verkehr haben wie Menschen, dürfte da der Zusammenhang eher sichtbar werden.

Gruss Reinhard

Hi

Wie du schon gelesen hast, wissen es einige Völker bis heute nicht.

Die Zeitspanne ist evtl. einfach zu groß, selbst bei Vergleichen mit Tieren- Tragzeiten variieren sehr stark.

Darum gibt es in vielen Kulturen andere Systeme, mit denen man sich die Fortpflanzung erklärt.
Zum einen wäre da der Totemismus, bei dem sich (als Beispiel) das jeweilige Totem in Geistform (seltener auch physisch gedacht), z.B. eines Pferdes, eines Raubtieres oder sogar einer Frucht, mit der Frau verbindet und so ein Kind erschafft. Das Totem dieses Kindes ist der „Erzeuger“.

In anderen Kulturen sind es z.B. die Großeltern bzw. Urgroßeltern die sich mit den Frauen verbinden und so immer und immer „wiedergeboren“ werden - bitte nicht mit der asiatischen Reinkarnationslehre verwechseln, das ist etwas völlig anderes.

Dies lässt sich auch nachweisen an etwaigen Riten, Skulpturen u.ä. die überliefert sind, aber schriftliche Nachweis fehlen uns da leider allzuoft. Aus denen lassen sich in einigen Kulturen (z.b. der chinesischen) ablesen, dass Männer erstmal nix mit dem Kind zu sagen hatten, weil sie nicht damit in Verbindung gebracht haben.
Die Frauen waren fruchtbar und brachten Kinder auf die Welt (in Verbindung mit was, ist beim chinesischen Beispiel nicht sicher bekannt, in China gibt es bis heute Ethnien die Totemismus betreiben oder Geisterglauben, in wieweit das Rückschlüsse zulässt ist interpretationssache).
Erst später am Ende des chin. Neolithikums gab es wohl einen gesellschaftlichen Wandel, der übrigens mit der Erbkultur an Blutsverwandte einherging, in dem der Mann endlich als Notwendigkeit für den Fortbestand der Gemeinschaft anerkannt wurde - WIE man aber auf die Idee gekommen ist, weiß man nicht. Durch Funde in Houwa, Liaoning und Liuwan, Qinghai weiß man aber, dass zeitgleich ein Phalluskult zum bestehenden Ahnenkult hinzutrat, während der Muttergottheitkult (dies ist übrigens eine Interpretation) abnahm (man fand weniger Figuren von schwangeren Frauen u.ä. die man vorher mit einem Fruchtbarkeitskult in Verbindung brachte).

Wahrscheinlich muss man sich den Übergang, sofern es einen gibt, also Kultur für Kultur raussuchen.

lg
Kate

Hallo,

also die Sache mit dem Kalender hatten sie wohl kaum raus. Andererseits jedoch deuten viele anzeichen darauf hin, dass Australopithecinen und Homo Erectus Hordenlebelwesen mit dem Konzept eines Alpha-Männchens waren. Was wiederum bedeuten würde, dass das Recht zu Sex und Fortpflanzung essentieller Bestandteil der gesllschaftlichen Ordnung war und damit empirisch bekannt war.
Natürlich müssen wir Unterschiede machen. Das Sex bekannt war, klar. Das Geburt bekannt war, ebenfalls klar. Das klar war, dass es einen Zusammenhang gab, muss ebenfalls klar gewesen sein, denn homo Erectus richtete einen Teil seiner Wanderungen ja nach der Paarungszeit einiger Beutetiere um dementsprechend die Jungtiere zu erjagen. Also kann man davon ausgehen, dass Steinzeitmenschen über etwa den gleichen Wissensstand bzzüglich Sex und Fortpflanzung verfügten. Erst mit zunehmendem Zivilisationsgrad, als Menschen zunehmend nicht mehr regulär mit der Natur konfrontiert waren, war es ja möglich, das Thema zu tabuisieren.

Gruß
Peter B.

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Hallo,

woher wussten die Menschen in der Steinzeit, dass es einen
Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Schwangerschaft
gibt? ODER besser gefragt: seit wann wusste die Menschheit,
dass es diesen gewissen Zusammenhang gibt, gekommen!?

Gute Frage. Da müsste man vielleicht zuerst einmal fragen, welches die ersten bekannten schriftlichen Zeugnisse der Menschheit sind. Dazu findest du hier etwas:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schrift#Entwicklung

Dann müsste man nachsehen, ob es um dieses Thema geht. Bei dem sumerischen Text scheint das nicht der Fall zu sein. Also muss man weitersuchen, wo man etwas darüber findet. Mir fällt da spontan die Bibel ein, denn da geht es oft ganz schön zur Sache. Vielleicht wird man auch in irgendeiner Keilschrift oder bei ägyptischen Hieroglyphen fündig - aber bei der Bibel weiß ich es halt sicher.

Hier findest du etwas zur Entstehungsgeschichte der Bibel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel#.C3.84lteste_Hand…

Der Text ist etwas irreführend, weil hier von den ältesten vollständig erhaltenen Texten die Rede ist, die auf 180 v. Chr. datiert werden. Aber das bedeutet ja nicht, dass es die Bibel erst seit 180 v. Chr. gibt.

Mehr zur Entstehungsgeschichte der Bibel findest du hier: http://www.jewfaq.org/torah.htm

Die fünf Bücher Mose, die in dem obigen Text erwähnt werden, und aus denen die Torah besteht, sind die gleichen wie im Alten Testament einer christlichen Bibel; es sind nur verschiedene Übersetzungen.

Warum ich eigentlich auf dieser Seite war, ist das hier:
http://www.jewfaq.org/current.htm

Das ist ein jüdischer Kalender, und wenn sich die Juden nicht verzählt haben, wurde die Welt vor 5769 Jahren erschaffen. … Ob sie das von Anfang an aufgeschrieben haben oder sich erst einmal nur gemerkt haben, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, in welchem Jahr sie die Torah bekommen haben - aber dieses Jahr könnte man als Entstehungsjahr der Bibel ansehen, wenn man wie gesagt davon ausgeht, dass die Jahreszahlen korrekt sind.

Übrigens glaube ich nicht, dass die Steinzeitmenschen so naiv waren, nur weil sie noch nicht lesen und schreiben konnten. Sie brauchten einfach noch keine Schrift - wozu auch? Also hatten sie keine.

Schöne Grüße

Petra

[…]lässt sich auch nachweisen an etwaigen Riten, Skulpturen
u.ä. die überliefert sind, aber schriftliche Nachweis fehlen
uns da leider allzuoft. Aus denen lassen sich in einigen
Kulturen (z.b. der chinesischen) ablesen, dass Männer erstmal
nix mit dem Kind zu sagen hatten, weil sie nicht damit in
Verbindung gebracht haben.
Die Frauen waren fruchtbar und brachten Kinder auf die Welt

[…]

Erst später am Ende des chin. Neolithikums gab es wohl einen
gesellschaftlichen Wandel, der übrigens mit der Erbkultur an
Blutsverwandte einherging, in dem der Mann endlich als
Notwendigkeit für den Fortbestand der Gemeinschaft anerkannt
wurde - WIE man aber auf die Idee gekommen ist, weiß man
nicht.

Mich würde jetzt da interessieren, ob zu diesen Zeiten die Kultur matriarchal geprägt war. Man könnte dann ja auf den Gedanken kommen (und kam im 19. Jh. auch), dass das Wissen um die Zeugung der Beginn des Übergangs zum Patriarchalismus war. Und damit auch zu den monotheistischen Religionen mit dem Glauben an den Vater (denn genau genommen konnte man an ihn ja nur glauben, das Wissen beschränkte sich auf die Person der Mutter). Wie gesichert derartige Theorien sind, wüsste ich gern.
Gruß!
Hannes

Hi Hannes

Mich würde jetzt da interessieren, ob zu diesen Zeiten die
Kultur matriarchal geprägt war. Man könnte dann ja auf den
Gedanken kommen (und kam im 19. Jh. auch), dass das Wissen um
die Zeugung der Beginn des Übergangs zum Patriarchalismus war.
Und damit auch zu den monotheistischen Religionen mit dem
Glauben an den Vater (denn genau genommen konnte man an ihn ja
nur glauben, das Wissen beschränkte sich auf die Person der
Mutter). Wie gesichert derartige Theorien sind, wüsste ich
gern.

Zumindest für China kann ich sagen, dass die matriarchalische Kultur als eine gängige Theorie gilt, eben weil es doch verhältnismäßig umfassende Funde von Darstellungen gibt, die darauf hinweisen. Auch älteste Mythen und Kosmogonien haben einen wichtigen Frauenpart, der aber schon nur noch Ergänzung zum Mann war.

Für China könnte ich deiner These nach begrenzten Kenntnissen zustimmen. Das gilt eventuell auch für Indien, auch da gibt es Hinweise und bis heute Muttergottkulte.
Ob das auch für andere Kulturen gilt weiß ich nicht… was die Israeliten angeht, so nimmt man glaube ich ja an, dass sie von den Schisuhirten u.a. nomadisch lebenden Gruppierungen abstammen, die waren mWn nicht matriarchalisch, daher sollen u.a. auch die Vätergötter kommen.

Und dann haben wir auf einer ganz anderen zeitlichen Ebene ja auch noch die Kelten, die ein für Frauen sehr günstiges Verhältnis trotz eines männerbetonten Lebens hatten, also wieder eine andere Geschichte.

Mir fehlt da etwas die außerasiatische Basis, um mir ein Urteil erlauben zu können, aber evtl. kennt sich hier ja noch jemand besser aus.

lg
Kate

Hallo,

Andererseits jedoch deuten viele anzeichen darauf hin, dass
Australopithecinen und Homo Erectus Hordenlebelwesen mit dem
Konzept eines Alpha-Männchens waren. Was wiederum bedeuten
würde, dass das Recht zu Sex und Fortpflanzung essentieller
Bestandteil der gesllschaftlichen Ordnung war und damit
empirisch bekannt war.

Entschuldige, hier verstehe ich deine Logik nicht. Das würde bedeuten, dass alle Tiere, die in Herden leben, in denen ein Alphamännchen die Fortpflanzung dominiert, wissen , dass es zwischen Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung einen Zusammenhang gibt.
Das kannst du aber nicht gemeint haben, oder?

Gruß
Elke

Hallo Elke,

dass es zwischen
Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung einen Zusammenhang gibt.
Das kannst du aber nicht gemeint haben, oder?

es gibt Rudeltiere, bei denen ein neues Alphatier die Jungen des Vorgängers tötet, damit die Weibchen wieder schneller brünfig werden, er also schneller seine Gene weitergeben kann.
Wenn er esnicht weiß, dan instinktet er es auf jeden Fall.

Gandalf

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Hallo allerseits,

es gibt Rudeltiere, bei denen ein neues Alphatier die Jungen
des Vorgängers tötet, damit die Weibchen wieder schneller
brünfig werden, er also schneller seine Gene weitergeben kann.
Wenn er esnicht weiß, dan instinktet er es auf jeden Fall.

von Löwinnen und auch von Bauernhofkatzen ist es bekannt, dass sie sich gerne einmal mit allenthalben in den Büschen herumdrückenden ‚Amtsanwärtern‘ vergnügen, auf dass diese dann bei einer eventuellen Machtübernahme die Jungen verschonen.

Beste Grüße

=^…^=

Hallo Gandalf,

dass es zwischen
Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung einen Zusammenhang gibt.
Das kannst du aber nicht gemeint haben, oder?

es gibt Rudeltiere, bei denen ein neues Alphatier die Jungen
des Vorgängers tötet, damit die Weibchen wieder schneller
brünfig werden, er also schneller seine Gene weitergeben kann.
Wenn er esnicht weiß, dan instinktet er es auf jeden Fall.

Das ist mir bekannt. Aber genau deshalb frage ich ja, wie man aus einem solchen Verhalten schließen kann, dass die Herdentiere um den Zusammenhang wissen , denn das war ja die Ausgangsfrage.

Gruß
Elke

Hi,

von Löwinnen und auch von Bauernhofkatzen ist es bekannt, dass
sie sich gerne einmal mit allenthalben in den Büschen
herumdrückenden ‚Amtsanwärtern‘ vergnügen, auf dass diese dann
bei einer eventuellen Machtübernahme die Jungen verschonen.

Alles Schlampen außer Mutti!

Konnt ich mir nicht verkneifen, auch wenns gleich wieder gelöscht wird.

Grüße
Didi

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Wir haben neulich in Philosophie über das Thema
„Schwangerschaft“ gesprochen und sind auf die Frage :
woher wussten die Menschen in der Steinzeit, dass es einen
Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Schwangerschaft
gibt? ODER besser gefragt: seit wann wusste die Menschheit,
dass es diesen gewissen Zusammenhang gibt, gekommen!? Es wäre
nett, wenn jemand mir eine Antwort geben würde, da ich im
Internet nichts gefunden habe.

aus dem gleichen grund, aus dem es hunde, katzen und mäuse wissen. es machte ja nicht bum und der mensch war da. der übergang von affe zu mensch, wenn es ihn denn gab, war ja so verschwommen wie es solche übergänge heute auch sind.
es könnte sein, dass wir uns gerade in einer phase der umwandlung befinden, die wir aus jetziger sicht als krankheit, unnormal, merkwürdig oder vielleicht sogar bedrohung betrachten.

Auf empirische Art und Weise schon, sonst würde in der Natur der Effekt des Infantizids nicht auftreten, dessen Hauptzweck es ja ist, das Weibchen wieder empfangsbereit für den eigenen Nachwuchs zu machen. Insofern möchte ich dieses nicht einmal auf Arten mit Alpha-Horden-Strukturen begrenzen.

Peter B.

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Wussten sie das denn in der Steinzeit? Woraus genau schließt du das denn? Versteh mich nicht falsch, ich will es ja nicht bezweifeln, ich frage mich nur, wie du zu dieser Annahme kommst.

Ist nicht der Sinn hinter der Tatsache, dass (guter) Sex unwiderstehlich schön ist und Vergnügen bereitet, der, dass die Menschen ihn auch ja und auf jeden Fall machen? Wenn ja, ist es denn überhaupt Voraussetzung, dass die Menschen den Zusammenhang zur Fortpflanung verstehen?

Levay

Hallo allerseits,

es gibt Rudeltiere, bei denen ein neues Alphatier die Jungen
des Vorgängers tötet, damit die Weibchen wieder schneller
brünfig werden, er also schneller seine Gene weitergeben kann.
Wenn er esnicht weiß, dan instinktet er es auf jeden Fall.

von Löwinnen und auch von Bauernhofkatzen ist es bekannt, dass
sie sich gerne einmal mit allenthalben in den Büschen
herumdrückenden ‚Amtsanwärtern‘ vergnügen, auf dass diese dann
bei einer eventuellen Machtübernahme die Jungen verschonen.

wenn man das mit dem jungenverschonen weglässt, könnte du auch gerade von unseren sekretärinnen gesprochen haben…wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob die löwinnen oder eher bauershofkatzen wären.

Also, ich denke mal schon, denn auch die alten Ägypterinnen haben mit Zitronenschalen verhütet und wenn man verhütet, sollte der grund dafür eigentlich schon klar sein.

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