Schwangerschaftsabbruch

hallo liebe leute im forum,

ich würde gern mal den rat bzw erfahrungsbericht einer frau hören, die bereits einmal abgetrieben hat.
ich weiss seit fast einer woche, dass ich schwanger bin und dachte bisher immer, dass ich in diesem fall auch bereit bin, ein kind zu bekommen. jetzt, da ich es „schwarz auf weiss“ habe, bin ich alles andere als bereit und möchte so schnell wie möglich einen abbruch. ich bin 31 jahre und arbeite zur zeit in einem job, für den ich eigentlich nicht studiert habe. aber durch die lange arbeitssuche zuvor sah ich mich natürlich irgendwann gezwungen erst mal geld zu verdienen. mein grösster horror besteht darin, mit kind keinen fuss mehr auf die erde zu kriegen und zum sozialfall zu werden. mein freund sagt zwar er würde alles tun, damit wir es schaffen, aber er studiert noch zwei jahre und das im ausland. das würde bedeuten, dass ich bis dahin allein mit dem kind bin.
ich möchte mich sobald wie möglich zu einem abbruch durchringen.

bitte meldet euch.

danke
m.

Jugendamt
Hallo melochen,

hast Du Dich schon über die Möglichkeit informiert, Dein Baby zur Adoption freizugeben?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

nein dies ziehe ich nicht in betracht. es ist völlig unrealistisch.
meinen jon würde ich dadurch sowieso verlieren. jede frau kann sich vorstellen, dass in 9 monaten eine bindung zustande kommt, die sich dann nicht von der hand weisen lässt.

Adoption kommt also u.a. deswegen nicht in frage, weil Du das nicht übers Herz bringen würdest.

Vom Arbeitsrecht her bist Du ja angehalten, eine Schwangerschaft frühzeitig dem Arbeitgeber anzuzeigen. Würdest Du dann umgehend rausgeschmissen werden (z.B. weil noch in Probezeit)? Oder ist der gesetzliche Mutterschutz (auf den Du teilweise auch verzichten kannst) das Problem? Drängt Dich vielleicht Dein Arbeitgeber zur Abtreibung?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hi mellochen,

ich war zwar noch nie schwanger und habe dementsprechend noch nie abgetrieben, aber dennoch würde ich gerne ein wort zu deinem posting sagen…

Du klingst insgesamt recht verzweifelt und besonders dieser satz:

ich möchte mich sobald wie möglich zu einem abbruch
durchringen.

klingt mir nicht danach, dass du wirklich abtreiben WILLST, sondern dass du dein kind eigentlich schon gerne behalten würdest, aber einfach tierische angst davor hast, deinen job zu verlieren etc.
Bevor du aber nägel mit köpfen machst und überstürzt etwas tust, was du später bereuen könntest, würde ich mich einmal ganz ruhig hinsetzen und die pro- und kontras, sowie verschiedene möglichkeiten abwägen.
Wolfgang hat unten schon die adoption angesprochen, die aber für dich, wie du meinst, nicht in frage kommt, ok.

Aber wie steht es denn mit deinen eltern oder verwandten, oder vielleicht auch freunden - hast du vielleicht jemanden, der dich unterstützen würde (z.B. auf das baby aufpassen), oder hast du vielleicht glücklicherweise viel kinderreiche verwandtschaft, die dir ihre alten utensilien (Kinderwagen, kleidung, pipapo) überlassen würde?
Wie sieht es mit der rechtlichen situation für deinen job aus (das hat wolfgang ja schon angesprochen) - vielleicht kannst du ihn ja behalten. Es heisst ja nicht umsonst Mutter"schutz".
Setz dich mal mit deinem freund zusammen. was kann er zu der situation beitragen? weil er im ausland lebt, heisst das ja nicht, das er aus der welt ist. kann er dich z.B. irgendwie finanziell unterstützen? gibt es soziale institutionen (damit meine ich jetzt nicht das sozialamt, sondern eher kirchen u.ä.), bei denen du rat und auch (tatkräftige) hilfe finden könntest?
klar, zwei jahre allein mit dem kind, das ist ein schock - aber zwei jahre sind keine so unglaublich lange zeit. und danach wärst du ja mit deinem und deinem baby vereint, oder?

Und bedenke auch: wenn du das baby nicht jetzt willst, wann willst du es dann? Mit 40? Dann könnte es schon schwierig werden, rein gesundheitlich gesehen (mal davon abgesehen, dass du 58 wärst, wenn dein kind volljährig wird).

In erster Linie möchte ich Dir aber vor allem eines ans Herz legen: handle nicht überstürzt und kopflos, lass dich nicht von der Angst bestimmen. Denke gründlich nach und bewahre einen kühlen Kopf.
Und auch ganz wichtig: vergiss den Vater dabei nicht! Auch er hat, wenn vielleicht nicht juristisch, aber doch moralisch, zumindest das recht darauf, an Deiner entscheidung in gesprächen mitzuwirken und teilzunehmen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Weisheit für Deine Entscheidung,
Grüße,
Mirjam

Hallo Wolfgang,

du schreibst hier etwas missverständlich.

Vom Arbeitsrecht her bist Du ja angehalten, eine
Schwangerschaft frühzeitig dem Arbeitgeber anzuzeigen. Würdest
Du dann umgehend rausgeschmissen werden (z.B. weil noch in
Probezeit)?

Das Mutterschutzgesetz ist anscheinend seh r restriktiv, dasher kommt dies defaczto nicht vor. Im Arbeitsrechtbrett gibt es regelmässig die entsprechenden Infos:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Ciao m@xet

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Hallo Mellochen

  1. Am Anfang klingt es völlig klar, dass du die Schwangerschaft abbrechen willst. Nachher klingt es bisschen anders.
    Was hindert dich daran, die Schwangerschaft sofort abbrechen zu lassen?

  2. Was fühlst du zu diesem Embryo? Hast du ein Gefühl für dieses Wesen?

  3. Wenn du abbrechen willst, würde ich auf jeden Fall so schnell wie möglich abbrechen. In der 12. Woche, wo es ja noch erlaubt ist, hat es ja schon ein Köpfchen und Ärmchen und Beinchen und ist schon mehrere Centimeter groß. Sowas sollte man nicht abtreiben, finde ich.

  4. Nicht alle Frauen haben gefühlsmäßige Schwierigkeiten nach einer Abtreibung. Wenn du jetzt das sichere Gefühl hast, dass du dieses Kind nicht willst, auch wenn du mal ganz für dich alleine in dich hineinhorchst, dann wirst du wohl hinterher nicht besonders drunter leiden. (Ich geb aber keine Garantie dafür!)

Viele Grüße
Ich wünsche dir die richtige Inspiration!
Thea

Gesetz…
Hi!

Vom Arbeitsrecht her bist Du ja angehalten, eine
Schwangerschaft frühzeitig dem Arbeitgeber anzuzeigen.

Steht wo?
Da steht nur was von sollen , nicht von müssen (§ 5 MuSchG)!

Würdest
Du dann umgehend rausgeschmissen werden (z.B. weil noch in
Probezeit)?

Geht nicht (§ 9)!

Oder ist der gesetzliche Mutterschutz (auf den Du
teilweise auch verzichten kannst) das Problem?

Wie kann man teilweise darauf verzichten?

Drängt Dich
vielleicht Dein Arbeitgeber zur Abtreibung?

Diese Befürchtung teile ich fast, wenn ich den Ursprungsartikel lese!

LG
Guido

Guten Abend!

meinen job würde ich dadurch sowieso verlieren…

Durch Schwangerschaft verlierst Du Deinen Job nicht. Das Mutterschutzgesetz ist wasserdicht. Die Kündigung einer Schwangeren ist so gut wie unmöglich.

Gruß
Wolfgang

Und danach?
Hi!

Durch Schwangerschaft verlierst Du Deinen Job nicht. Das
Mutterschutzgesetz ist wasserdicht. Die Kündigung einer
Schwangeren ist so gut wie unmöglich.

Aber die Kündigung einer Mutter ist es nicht!
Selbst, wenn man sich während der Schwangerschaft und bis zu 4 Monaten nach dem Mutterschutz (oder nach der Elternzeit) sicher sein kann - was ist danach?

Nur mal so als Anmerkung…

LG
Guido

Moin m.,

ich kann dir nur raten, die möglichst schnell an eine professionelle Schwangerschaftskonfliktberatung zu wenden, wie z.B. pro familia http://www.profamilia.de/topic/home. Dort sind Leute, die dir vielleicht helfen können, zu einer Entscheidung zu finden, die für dich richtig ist.

Alles Gute
Marion

Hallo,

glücklicherweise steckte ich noch nie in der Situation in der sich mir die Frage stellte Abtreibung ja/nein.
Aber…als ich schwanger wurde studierte mein Mann ebenfalls noch (tut er noch immer aber das ist ein anderes Thema). Ich nahm 3 Jahre Erziehungsurlaub. In dieser Zeit wurde meine Abteilung zu einer eigenständigen Firma und meinen Arbeitsplatz, den ich vor der Schwangerschaft hatte gab es nicht mehr. Dennoch habe ich nach dem E.U. ohne Schwierigkeiten einen adäquaten Arbeitsplatz bekommen…ich wechselte so´zusagen in Abwesenheit die Firma.

Ich habe in der Zeit des Erziehungsurlaubs zwar auch Sozialhilfe bezogen, aber mit dem Erziehungsgeld und der Hilfe von Eltern oder Schwiegereltern geht das ohne Probleme. Klamotten braucht es keine neuen, dafür gibts den Babybasar auf dem man Kleidung zu Minimalpreisen kaufen kann. Das spart enorm Geld.
Die Einkäufe auf dem Babybasar habe ich beibehalten, weil es einfach viel günstiger ist und die Klamotten schon zig mal gewaschen wurden und so auch keine chem. Rückstände mehr vorhanden sind.

Wenn das Kind 3 ist (also nach dem Erziehungsurlaub bzw Elternzeit) kommt das Kind in den Kiga, da gibt es auch Ganztagsplätze, so einen habe ich auch das klappt prima und ich gehe wieder arbeiten. In den Schulen hibt es Betreuung nach dem Unterricht für berufstätige Eltern, entweder den Hort, oder eine verkürzte Betreuung bis ca 14:00Uhr (Muss man an der jew, Schule erfragen)

Wenn Du Dir nicht wirklich sicher bist, ob Du abtreiben willst oder nicht, dann machs nicht. Es gibt immer einen Weg, nur sieht man manchmal vor lauter Wald die Bäume nicht.
Verstetze Dich mal in eine fremde Person (ohne Deinen Hintergrund zu reflektieren)…meinetwegen in eine Freundin von Dir…was würdest Du ihr, wenn sie in der gleichen Situation wäre raten?

Gruß
Maja

HAllo
und herzlichen Glückwunsch!

Ich hatte damals nach über einem Jahr Arbeitslosigkeit endlich den Job gefunden und wurde prompt ein dreiviertel Jahr später Schwanger.
Habe nicht eine Sekunde gegen das Kind überlegt.
Meine Beziehung war hin, aber für mich war klar, wenn ich schon schwanger werde, muss ich auch dafür gerade stehen.

Da ist ein Kind in deinem Bauch, kein Gegenstand, den du mal eben für 2 Jahre aufs Eis legen kannst! Wenn ihr beide dann fertig seid, könnte man es ja noch mal versuchen.
Bei einer Freundin von mir klappt es nicht mehr, sie kann jetzt keine KInder mehr bekommen! Nur weil der richtige Zeitpunkt nicht da war!
Du erwähnst 2 mal , das du dich durchringen willst einen Abbruch zumachen! Wieso hast du es noch nicht gemacht?
Du willst doch nicht bei so einer Entscheidung zig „Fremde“ fragen?!
Sprich mit dem werdenen Vater, sucht nach einer gemeinsamen Lösung!
Mit oder ohne Kind, das ist deine/eure Entscheidung.Und du kannst zur Not auch zu deinem Freund ins Ausland gehen, um mit deiner kleinen Familie zusammen zusein.

Manu

Guten Morgen,

wenn du dich zu diesem Schritt entschließt, bedenke bitte, dass später kein Tag vergehen wird, an dem du nicht daran denkst, wie es hätte sein können - bzw. was aus ihm/ihr durch dich wohl hätte werden können… Geht es hier wirklich nur um materielle Aspekte? Ist es nicht möglich zwei (möglicherweise schwierige) Jahre in Kauf zu nehmen?
Dieses Opfer ist kein Opfer. Du wirst sehen: Es ist ein Segen!

Gruß Tom

Hallo

ich würde gern mal den rat bzw erfahrungsbericht einer frau
hören, die bereits einmal abgetrieben hat.

bin ich nicht, aber meine beste Freundin - die allerdings mit 19, sie hat keine Sekunde gezögert, und inzwischen ist sie 2-fache Mutter. Den Abbruch hat sie nie bereut, als sie aber mit 25 wieder schwanger wurde, war das auch ungewollt, sie war mitten im Studium, hatte überhaupt noch keine Berufsausbildung und ein Kind paßte überhaupt nicht in ihren „Plan“. Sie hat das Kind trotzdem bekommen und das Studium abgebrochen. Vom Vater hat sie sich ca. ein Jahr nach der Geburt getrennt, dann lernte sie einen neuen Mann kennen und hat inzwischen ein zweites Kind von diesem und lebt mit ihm zusammen. Ab 1.Februar diesen Jahres fängt sie das erste mal in ihrem Leben wirklich an zu arbeiten - mit 36 - teilzeit - nachdem sie auf dem zweiten Bildungsweg noch einen Beruf gelernt hat. Sie ist eine tolle Mutter und hat es auch nie bereut, das Kind mit 25 bekommen zu haben, obwohl es auch nicht in den Plan passte. Das zweite war dann ein Wunschkind.

ich weiss seit fast einer woche, dass ich schwanger bin und
dachte bisher immer, dass ich in diesem fall auch bereit bin,
ein kind zu bekommen. jetzt, da ich es „schwarz auf weiss“
habe, bin ich alles andere als bereit und möchte so schnell
wie möglich einen abbruch.

Man ist nie bereit und es ist nie der passende Zeitpunkt. Wenn Du 19 wärst, würde ich sofort sagen „lass abtreiben“ aber mit 31… wie schon erwähnt - wann passt es denn dann? Irgendwann ist der Zug auch mal abgefahren - außer natürlich, Du willst überhaupt nie Kinder. Aber dann würdest Du vermutlich nicht zögern.

ich bin 31 jahre und arbeite zur
zeit in einem job, für den ich eigentlich nicht studiert habe.
aber durch die lange arbeitssuche zuvor sah ich mich natürlich
irgendwann gezwungen erst mal geld zu verdienen. mein grösster
horror besteht darin, mit kind keinen fuss mehr auf die erde
zu kriegen und zum sozialfall zu werden.

Wie schon gesagt, während der Schwangerschaft und Mutterschutz bist Du unkündbar. Vielleicht kannst Du danach ja das Kind bei Großeltern oder ähnlichem unterbringen, so daß Du wieder normal arbeiten gehen kannst. Viele Großeltern sind ja völlig verrückt nach Enkeln. Auf Muttermilch muß Dein Kind trotzdem nicht verzichten, die kann man abpumpen, einfrieren und der „Betreuer“ taut sie auf füttert das Kind damit.

mein freund sagt zwar
er würde alles tun, damit wir es schaffen,

das hört sich ja schon so an, als hätte er gerne das Kind… verdient er denn auch irgendwie Geld? Ansonsten ist ja doppelt wichtig, daß Du Deinen Job irgendwie behälst.

aber er studiert
noch zwei jahre und das im ausland. das würde bedeuten, dass
ich bis dahin allein mit dem kind bin.

wie alleine bist Du denn? Völlig alleine? Keine Freunde, keine Eltern, keine Geschwister? Familie Deines Freundes? Dein Freund kann doch nicht der einzige Mensch in Deinem Leben sein. Und wenn er es doch ist, dann sollte er vielleicht seinen Studienplatz wieder hierher zurückverlegen. Schließlich „würde er alles tun“. Als Student ist er ja vermutlich zeitlich auch noch flexibel, so daß er die Kinderbtreuung in den ersten zwei Jahren übernehmen könnte und Du gehst so schnell wie möglich wieder normal arbeiten. Wenn er dann in „Lohn und Brot“ ist, kannst Du ja darüber nachdenken, Deine Arbeitszeit zu reduzieren, so daß Du mehr für Dein Kind da sein kannst.

ich möchte mich sobald wie möglich zu einem abbruch
durchringen.

irgendwie ist dieser Satz ein Widerspruch in sich. Ich selbst habe keine Kinder. Ich war auch noch nie schwanger. Aber alle Mütter, die ich kenne, sagen übereinstimmend, daß die „Natur schon dafür sorgt“ daß Du auf „Mutter“ eingestellt wirst - auch wenn die äußeren Umstände schwierig sind, offenbar bereuen Frauen es in der Regel nicht, Kinder bekommen zu haben. Mal abgesehen von Wochenbettdepressionen :wink:. Wenn Du Dich zum Abbruch „durchringen“ mußt, dann lass es lieber. Bei meinem Onkel und Tante war auch nie der passende Zeitpunkt und so haben sie keine Kinder, nicht aus Überzeugung, sondern weil es „nie passte“. Die beiden bereuen das heute. Jetzt sind sie über 60 und der Zug ist endgültig abgefahren.

Ich wünsche Dir, daß Du die für Dich richtige Entscheidung findest.

Viele Grüße
Tania

hallo mellochen,

ich möchte mich Marion anschließen und Dir raten, professionelle Hilfe in anspruch zu nehmen.
Vor vielen Jahren wurde meine damalige Freundin schwanger. Als sie es feststelle, hatten wir uns allerdings schon getrennt und wollten auch nicht mehr zusammenkommen.
Nach langen Gesprächen wurden wir uns einig, eine ABtreibung vornehmen zu lassen.
Wir sind dann zu einer Beratungsstelle gegangen (ProFamilia) und hatten dort auch ein langes Gespräch. Die Dame führte das Gespräch sehr neutral und als sie erkannte, daß unser Beschluß feststand, versuchte sie auch nicht, uns zu etwas anderem zu überreden.

Wir haben beide den Entschluß nicht bereut.

Gandalf

Guten Morgen,

kann mich gut in Deine Lage reindenken: diese Zerrissenheit zwischen Job und Kind. Bei mir war es erschwerend hinzukommend noch ein riesiger Freiheitstrieb und ebenso die Angst ins soziale und finanzielle Abseits zu geraten. Allerdings ist mein Mann Vollverdiener - also zumindest für die Lebensgrundlage gesorgt.

Natürlich haben alle hier Recht damit, zu sagen, nicht einfach so aus dem Bauch heraus abzutreiben, doch letztenendes denke ich ist es ganz allein Deine „Bauch-Entscheidung“!

Wie gesagt, wir haben eine mittlerweile 2-Jährige Tochter, die uns jeden Tag aufs Neue fordert. Wir dachten auch, wenn die Kleine mal in den Kiga kommt, dann wird alles anders. Jetzt ist sie im Kindergarten, doch ohne weitere Hilfe (bei uns Tagesmutter) könnte ich nie und nimmer meinem Job so nachgehen, wie es nötig ist und mich erfüllt. Letztenendes denke ich jeder der behauptet: Job und Kind alles ganz easy, lügt sich doch selbst ins Hemd. Denn jeder der dies behauptet bedient sich der Hilfe anderer Betreuungspersonen, sei es Oma, Tante, Tagesmutter oder anderer. Fakt ist jedenfalls ein Kind kostet nicht nur Zeit, sondern auch nen haufen Geld! Und es ist überhaupt nicht unberechtigt, sich über die Finanzierung der nächsten Jahren als Alleinerziehende mit Kind Sorgen zu machen. Dann heisst es nämlich in jeglicher Hinsicht zurückzustecken - und ob das sich so super auf die Beziehung zum Kind und die eigene Lebensqualität auswirkt, wage ich zu bezweifeln. Ich will mich hier jetzt nicht gegen Kinder aussprechen, doch dieses schönredende Geschreibe ist mir ehrlich gesagt auch zu viel. Jeder sagt einem nur, dass es mit Kind shcon geht oder „wir schaffen das schon“ - und am Ende ist die Mutter dann doch diejenige, die es ganz alleine durchstehen muss! Deshalb: lass Dich nicht beirren! Wenn Du Dir ein Leben mit Kind vorstellen kannst und auch nur im geringsten für realisierbar hältst, dann bekomme das Kind. Zergehst Du jedoch vor Sorgen und siehst Dich bereits jetzt im Abseits, dann überdenke die Sache nochmals. Ich jedenfalls bin kein Freund davon, sich das Leben vom Amt finanzieren zu lassen ohne konkrete Aussicht darauf, dass dieser Zustand tatsächlich in absehbarer Zukunft beendet werden kann. Ich jedenfalls würde niemals ein Kind in der Voraussicht in die Welt setzen, es nicht aus eigenen Mitteln finanzieren zu können, natürlich beziehe ich dies nicht auf jene Fälle, die unverschuldet in diese Situation kommen.

Gruß
Dora

schön, dass Du weiter unten eingesehen hast, dass dein Kind noch nicht alleine in ihrem Zimmer spielen will. Wie verhält es sich denn bei der Tagesmutter? Du hast eine, neben dem Kindergarten schreibst Du. Wie lange hast Du denn dann das Kind effektiv alleine?

Eine andere Frage hätte ich noch:
"Ich jedenfalls würde niemals ein Kind in der Voraussicht in die Welt setzen, es nicht aus eigenen Mitteln finanzieren zu können, natürlich beziehe ich dies nicht auf jene Fälle, die unverschuldet in diese Situation kommen.

Was heißt denn genau in Deinen Augen „unverschuldet“?
Unverschuldet schwanger geworden, oder unverschuldet finanziell bedürftig?

Gruß
Maja

ich denke mal, „allein im Zimmer spielen“ hast Du in den falschen Hals bekommen. Nein, die Kleine wird von mir weder abgeschoben, noch abgestellt, noch sonst irgend etwas. Ja, Zwergin geht halbtags in den Kiga und anschließend zur Tagesmutter zum Mittagessen. Ab 14.30 Uhr ist sie dann mit mir zusammen - und das Thema allein spielen im Zimmer ist noch nicht vom Tisch: denn im Freundeskreis gibt es nunmal zwei Kinder im selben Alter, die dies tun … die Mütter dieser beiden Kinder fragen sich bei meiner Kleinen eher, warum diese das nicht tut…aber ich kann Dich beruhigen: weder im Kindergarten, noch bei der TaMu benimmt sie sich abnorm - ganz im Gegenteil. Allerdings wird sie da eben auch zur ganzen Teil von irgendwem bespielt - was zu Hause eben nicht der Fall ist…aber noch was: allzu viele Mütter verschaffen sich dann Ruhe zum Hauhalten, wenn sie die Zwerge vor dem Fernseher parken, dies mache ich überhaupt nicht - deshalb arbeite ich darauf hin, dass sie sich selbst zu beshcäftigen lernt, ohne dass ich lückenlos in ihrer Sichtweite sein muss…

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unverschuldet schwanger bedeutet vergewaltigt - ich denke diese Fälle haben außen vor zu bleiben.

Ja, ich meine unverschuldet in eine finanzielle Notlage, in der es aus eigenen Kräften keinen Ausweg gibt. Allerdings ist für mich niemand in einer finanziellen Notlage, der vollen Bewusstseins weiss, dass an eine bestimmte freiwillige Handlung seinerseits zwingend der Sozialhilfefall eintreten wird und sich dennoch für entsprechende Handlung entscheidet. Dies ist für mich unverantwortungsvoll!

Dora