Schwangerschaftsabbruch

bereuen?
Hallo Tanian,

offenbar
bereuen Frauen es in der Regel nicht, Kinder bekommen zu
haben. Mal abgesehen von Wochenbettdepressionen

Hier moechte ich kurz einhaken. Was erwartest du denn?
Muetter, die offen sagen: ich bereue es, mein Kind bekommen
zu haben? Selbst wenn das der Fall waere, selbst wenn eine
Mutter sich selbst gegenueber ehrlich genug waere, ehrlich
genug sein koennte, zuzugeben ,dass es ein Fehler war, das
Kind zu bekommen - was fuer eine Rabenmutter muesste sie sein,
das laut und oeffentlich kund zu tun und die Gefahr
einzugehen, dass das Kind mitbekommt, wie unerwuenscht es war,
dass es das LEben der Mutter/Eltern verschlechtert hat.

Lass mal den gesellschaftlichen Druck aussen vor - es gibt
IMO ganz wenige Muetter, die ihren Kindern direkt sagen, dass
es besser gewesen waere, sie waeren nie geboren worden.

Diese deshalb nicht existierenden Muetter aber als Argumentation
fuers Kinderkriegen heranzuziehen, halte ich nicht fuer legitim
oder hilfreich.

Gruesse
Elke

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Hallo dora,

das mit dem alleine spielen hast Du in den falschen Hals bekommen…ich meinte nicht, dass Du sie abschiebst…ich wollte lediglich wissen wie viel Zeit insgesamt Du mit ihr verbringst.

Es gibt sicher ab und an Kinder, die andere Dinge als andere tun. Diese Vergleicherei kannst Du Dir getrost abgewöhnen, das führt zu gar nichts…irgendwann hab ich mal den Satz aufgeschnappt „Das Kind ist kein Mangelwesen“, also man stelle als Mutter bitte fest, was das Kind schon alles kann, und nicht das Gegenteil.

Es ist in der Regel aber normal, daß Kinder in diesem Alter eher nicht alleine spielen wollen , sondern ganz andere Interessen im Vordergrund stehen, das hat auch evolutionären Ursprung…sie lernen sehr viel durch Abschauen und Nachahmung, dazu muss eben jemand da sein…zum alleinespieen zu überreden ist da eher kontraproduktiv…usw.

unverschuldet schwanger bedeutet vergewaltigt - ich denke
diese Fälle haben außen vor zu bleiben.

OK das sehe ich ein.

Ja, ich meine unverschuldet in eine finanzielle :Notlage, in
der es aus eigenen Kräften keinen Ausweg gibt. Allerdings ist
für mich niemand in einer finanziellen Notlage, der vollen
Bewusstseins weiss, dass an eine bestimmte freiwillige
Handlung seinerseits zwingend der Sozialhilfefall :eintreten
wird und sich dennoch für entsprechende Handlung entscheidet.

Dies ist für mich unverantwortungsvoll!

Neue Wortkreation? Ich denke Du meintest verantwortungslos, oder?

Du meinst also damit, dass zB ich verantwortungslos gehandelt habe?

Gruß
Maja

Also ich kenne Frauen, die mir nahestehen und abgetrieben haben.

Obwohl diese selbst eigentlich niemals so richtig Kinder wollten, betrachten sie den Eingriff im Nachhinein immer noch als schrecklich, vom psychologischen Aspekt und bezweifeln, ob es richtig war. Das kommt sicher auf die Frau an, aber das könnte eben als Nachwirkung auch bei Dir passieren.

Für mich gibt es wenig Gründe für eine Frau abzutreiben, z.B. schwanger durch Vergewaltigung oder klare Zeichen dafür „ungeeignet“ zu sein; z.B. offensichtliche Kinder"hasserin".

Selbstverständlich akzeptiere ich da andere Meinungen, selbst Deine.

Es wäre Dein Kind und Du kannst damit machen was Du willst.

Wenn Du nun so schnell wie möglich abtreiben möchtest, dann raffe Dich halt dazu auf und geh zum entsprechenden Arzt!!! Auf, auf!

Besten Gruß
Mathias

Hallo

Ich jedenfalls würde niemals ein Kind in der Voraussicht in die
Welt setzen, es nicht aus eigenen Mitteln finanzieren zu
können, …

Meiner Meinung nach ist es schlichtweg unmöglich, ein Kind, das man erzieht, aus eigenen Mitteln zu finanzieren, wenn man nicht schon ein großeres Vermögen geerbt oder angehäuft hat.

Entweder man delegiert die Erziehung, oder man muss sich fremdfinanzieren lassen. Meistens geschieht dies allerdings durch den Vater des Kindes (Ehemann), was man natürlich nicht so richtig als Fremdfinanzierung bezeichnen kann. Wobei übrigens die Ehefrau eines Generaldirektors und seine Putzfrau, die er beide von der Steuer absetzen kann, den Steuerzahler wesentlich teurer kommen als eine alleinerziehende Sozialhilfeempfängerin.

Ein schlechtes Gewissen muss man meiner Meinung nach nicht haben, wenn man ein Kind erzieht und von der Allgemeinheit den Lebensunterhalt bezahlt kriegt. Schließlich arbeitet man ja unter anderem zum Wohle der Allgemeinheit, da ist ja wohl das mindeste, dass die einen nicht verhungern lassen.

Das Problem dabei ist nur, dass das Geld nicht ausreicht, wenn das Kind etwas größer ist, und dass man eben nur noch ganz schwer wieder reinkommt in den Arbeitsmarkt, wenn man mal so lange draußen war.

Viele Grüße
Thea

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Hallo Elke,

Hier moechte ich kurz einhaken. Was erwartest du denn?
Muetter, die offen sagen: ich bereue es, mein Kind bekommen
zu haben?

Nicht von Fremden natürlich, aber in meinem engen Freundeskreis schon. Natürlich weder laut noch öffentlich, schon garnicht dem Kind gegenüber sondern unter 4 Augen. Speziell meine beschriebene Freundin hätte mir das gesagt, wenn es so wäre.

Diese deshalb nicht existierenden Muetter aber als
Argumentation
fuers Kinderkriegen heranzuziehen, halte ich nicht fuer
legitim
oder hilfreich.

Es ist keine Argumentation fürs Kinderkriegen sondern gegen die Abtreibung (in diesem Fall-nicht grundsätzlich). Es ist ja nicht so, daß die Ausgangsposterin gefragt hat, ob sie die Pille weglassen soll. Sie ist bereits schwanger. Und sie ist 31 Jahre alt. Wenn sie überhaupt Kinder haben will, dann ist sie jetzt im richtigen Alter. Wenn sie jetzt abtreibt und dann evtl. nicht mehr schwanger wird, ich schätze, das würde sie dann in der Tat bereuen…

Gruß
Tania

Hai, Mellochen,

prinzipiell unterstütze ich den Rat von Marion: geh zu Pro-Familia

Bis dahin kannst Du Dir aber noch zu Folgendem Gedanken machen: was ist dieses Etwas in Deinem Bauch für Dich?
Ist es ein fast-schon-Baby? Ein „es-könnte-auch-mein-Kind-werden“?
oder
Ein Zellhaufen? So was Ähnliches, wie ein Geschwür, Teil Deines Körpers, der „irgendwie aus dem Ruder läuft“?

Im ersten Fall hast Du eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß Du später mit einer Abtreibung psychische Probleme bekommst - im zweiten Fall ist die Wahrscheinlichkeit eher gering.

Du musst allerdings bei der Beantwortung dieser Frage ehrlich mit Dir sein und darfst Dich nicht von der Auswirkung auf die Zukunft zu einer Antwort in die passende Richtung verleiten lassen.
Es wäre Deiner Zukunft sicher nicht zuträglich, wenn Du zwar vermieden hättest, wegen eines Kindes für die nächsten Jahre aus dem Beruf zu fallen, dafür aber wegen Depressionen nicht arbeitsfähig bist.

Noch 'ne kleine Anmerkung zum Mutterschutz: wenn Du noch in der Probezeit bist, nützt Dir der Mutterschutz gar nichts - Du kannst trotzdem ohne Angabe von Gründen fliegen, ebenso, wie der Mutterschutz keinen Zwang zur Verlängerung von Zeitverträgen mit sich bringt…

Ich drück Dir die Daumen, daß Du die für Dich richtige Entscheidung triffst
Gruß
Sibylle

Hallo Mellochen!

Vorab:
1.) Ich habe die andere Antworten noch nicht gelesen.
2.) Ich habe NICHT abgetrieben, bin aber eine starke Befürworterin der Abtreibung.
3.) Ich bin auch Mutter eines 3-jährigen Davids.
4.) Als ich schwanger wurde, verlies mich mein Freund aufgrunddessen und somit stellte ich mich ein Leben als Alleinerziehende Mutter in Deutschland vor. Erst viel später lernte ich mein jetzigen Freund kennen, mit dem ich eine Familie habe. Doch Abtreibung kam für mich NICHT in Frage (wohl deshalb weil ich es für mich NICHT verantworten konnte und wollte). Diese Entscheidung habe ich niemals bereut und ich bin sehr stolz darauf und auf dem was ich bis jetzt mit David erreicht und erlebt habe. Das will ich keineswegs mehr missen und ich bin mir sicher, in so einen (wiederholten) mal, würde ich mich genauso entscheiden.

Also ich weiß nicht in wie fern Du dich für meine Meinung interessierst.

Ich denke, du möchtest abtreiben in erster Linie deshalb, weil Du DEINE Zukunft mit dem Kind nur sehr, sehr schwer vorstellen kannst. Das wäre für mich, als Schwangere, gewiß kein Grund zur Abtreibung.

Deine Zukunft mit Kind (angenommen du kriegst ihn) wird sich grundsätzlich ändern und kaum was wird so sein wie es jetzt ist. Doch hierzulande hat du Anspruch auf Sachen/Leistungen, die zB in Spanien (meine Heimat) undenkbar sind. Schon jetzt bist du unkündbar und darfst bis zum 3. Geburtstag des Kindes daheim bleiben, ohne daß Dein Job verloren geht. Danach kann Dein Kind in einem Kindergarten gehen und Du wieder arbeiten. Doch bis dahin hast du gewiß andere Mütter kennengelernt, die in einem ähnlichen Fall sind und die Dir sagen können wie sie es in Deiner Stadt gehandhabt haben. Ich denke für alles gibt es eine Lösung.

Ausserdem, du sagst jetzt daß Dein Freund in 2 Jahre fertig ist mit dem Studium. Dann kann er Dir bestimmt helfen, mit der Erziehung des gemeinsamen Kindes! (und bis dahin bist du im Elternzeit -ehem. „Erziehungsurlaub“- mit Kündigungsschutz) und kriegst Kinder- und Erziehungsgeld.

Ansonsten, wenn Du unbedingt abtreiben willst, so ist das Deine freie Entscheidung und es ist zu akzeptieren. Mir wird den Teufel jagen, bevor ich hier vorwürfe (o.Ä.) los schreibe. Nur denk daran, welche Gefühle Du hinterher haben wirdst. Du wirst dir selbst gegenüber immer im klaren sein, daß es absolut kein andere Weg für dich gab. Du wirst es mit Dir selbst verantworten müssen. Da geht kein Weg daran vorbei. Und ich weiß daß es mehrere Frauen gibt, die daran zerbrechen.

Mit diesem Beitrag will ich Dir nicht zu einer Mutterschaft überreden. Mir liegt nichts daran. Keineswegs. Ich möchte Dir nur klar sagen, womit du hinterher beschäftigen wirst. Ich kenne das aus sehr engen Kreise in meiner unmittelbaren (familiären und Freundes-) Umgebung.

Da ich Dir nur meine Meinung sagen wollte, suche ich nicht nach Links.
Ich bin mir sicher, daß meine Vorredner das bereits getan haben.

Ah! Und solltest Du dich doch für die Abtreibung entscheiden, wirdst Du unbedingt zu einem Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle (Buah! Was für ein Wort!!!) gehen müssen. Mit einem Mensch aus diesem Verein muß du reden und sie wird Dir erzählen, u.a. was für Möglichkeiten Dir zustehen, wenn Du das Kind nicht abtreibst. Am Ende des Gesprächs geben sie Dir einen Zettel (daß du dabei warst) und frühestens 3 tage danach, darfst Du den Eingriff vornehmen lassen. Ohne dieses Zettel wird dir kein Arzt in Deutschland operieren. Ah! Und du hast max. 12 Wochen um dich zu entscheiden. Danach sind nur sehr bedingt Abtreibungen möglich (nur noch nach medizinischen Gründen).

Ich hoffe ich habe Dir damit ein bißchen weiter geholfen!

Ich wünsche Dir viel Kraft, Verantwortungsgefühl und viele gute Freunde mit denen Du darüber reden kannst.

Ganz besonders liebe Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hi Guido!
Ohne Dich zu nahe treten zu wollen:

Oder ist der gesetzliche Mutterschutz (auf den Du
teilweise auch verzichten kannst) das Problem?

Wie kann man teilweise darauf verzichten?

Wenn ich mich richtig erinnere, fängt der MuSchu 6 wo. vor errechneten Ent-termin und endet 8 Wochen nach der Geburt.
Diese 8 wochen danach sind Pflicht. Da müsen die Frauen in die MuSchu. Aber diese ersten 6 wo davor, da darf eine Schwangere darauf verzichten. Es muß aber schriftlich erfolgen.
Ich denke das ist was gemeint war.

Drängt Dich
vielleicht Dein Arbeitgeber zur Abtreibung?

Diese Befürchtung teile ich fast, wenn ich den
Ursprungsartikel lese!

Tatsächlich lese ich aus den zwischenzeilen auch. Aber wie kann er nur??? Ich verstehe es nicht! Eine Bekannte von mir arbeitet als Ballerina in einem Staatstheater. Ihr wurde nahe gelegt, daß 3 Jahr Elternzeit ohne Ballet sehr schlecht auf ihre Karriere wirken würde. aber niemals war bei ihr die Rede von wegen abtreiben!!! Sie wurde Mutter und war ganze 3 Monate in Elternzeit. Und dannin die Arbeit ging alles wie bekannt weiter.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

mein freund sagt zwar
er würde alles tun, damit wir es schaffen,

Hallo,

du hast ja schon viele, wie ich finde hilfreiche, Antworten bekommen. Aber ein Aspekt wurde bisher nicht berücksichtigt. Durch die Abtreibung könnte evtl. deine Beziehung kaputt gehen. Wenn dein Freund das Kind gerne will, und du lässt es abtreiben, könnte es sein, dass er dir das nicht verzeihen kann.
Es könnte auch sein, dass du es ihm nicht verzeihen kannst, dass er dich nicht an der Abtreibung gehindert hast, weil du ganz tief innen das Kind doch wolltest.
Auch darüber solltest du nachdenken.
Und darüber, dass du durch eine Abtreibung evtl. auch unfruchtbar werden könntest und dann gar keine Kinder mehr bekommen kannst. Die Wahrscheinlichkeit mag gering sein, aber das Risiko besteht nunmal.

Liebe Grüße
Nelly

Hallo mellochen,

ich würde gern mal den rat bzw erfahrungsbericht einer frau
hören, die bereits einmal abgetrieben hat.

auch ich gehöre wie die meisten hier wohl nicht zu der Personengruppe, von der du eigentlich hören wolltest.

Ich hoffe die Anteilnahme hier hilft dir ein bischen.

Ich kann deine Angst zum Sozialfall zu werden in sofern gut nachvollziehen, dass ein Bekannter von mir - der auf dem Sozialamt gearbeitet hat - mir oft erzählt hat, dass alleinerziehende Mütter eine Hauptkundengruppe waren.

Letztendlich kann ich dir nur raten zu einer Beratungsstelle zu gehen und dir anzuhören, was diese Personen zu sagen haben. Ob es Pro-Familia oder sonst eine ist, dürfte egal sein.

Du brauchst den Beratungsschein - sollte deine Entscheidung in Richtung Schwangerschaftsabbruch gehen - sowieso.

Ich wünsche dir viel Glück und Kraft für eine Entscheidung - wie auch immer sie ausfallen mag.

Gruß Ivo

OK
Hi Helena!

Aber diese ersten 6 wo davor, da darf eine Schwangere
darauf verzichten. Es muß aber schriftlich erfolgen.

OK - das ist aber auch schon die einzige Ausnahme! Und die hat auch keinen wirklich bindenen Charakter, da diese Erklärung jederzeit widerrufen werden kann!

Tatsächlich lese ich aus den zwischenzeilen auch. Aber wie
kann er nur??? Ich verstehe es nicht!

Ich bin mir nicht sicher, ob man das wirklich daraus lesen kann, oder ob wir nur zuviel interpretieren!
Was ich allerdings meine, sehr deutlich daraus zu lesen, ist eine gewisse Angst um die berufliche Zukunft - und die kann ich sogar nachvollziehen!

Liebe Grüße vom Niederrhein
Guido

Hallo Mellochen!

Als ich Dein Posting gelesen habe, ist mir spontan ein Forum eingefallen, auf das ich erst vor ein paar Tagen gestossen bin. Es ist sicherlich insofern etwas voreingenommen, als dass dort im Grunde gegen Abtreibungen geschrieben wird, aber dort findest Du auf jeden Fall Erfahrungsberichte von vielen Frauen und Mädchen. Zusätzlich gibt es Hilfsangebote.

ich weiss seit fast einer woche, dass ich schwanger bin und
dachte bisher immer, dass ich in diesem fall auch bereit bin,
ein kind zu bekommen.

Was ist jetzt wirklich so anders?
Übrigens, ich kenne das Gefühl ähnlich, ich hätte mich für eine Schwangerschaft bereit gefühlt. Dann aber wirklich ernst zu machen ist wieder etwas ganz anderes! Es fühlt sich komplett anders an, und auf einmal wird einem bewusst, was es heisst, schwanger zu sein.

jetzt, da ich es „schwarz auf weiss“

habe, bin ich alles andere als bereit und möchte so schnell
wie möglich einen abbruch.

Ich habe in der letzten zeit viel über Schwangerschaften gelesen, und fast überall war auch zu lesen,d ass eine Schwangerschaft nicht immer eitel Sonnenschein ist, und dass selbst wenn man sie sehr gewollt hat, es immer Phasen geben wird, in denen man Ängste und Sorgen hat.
Bist Du Dir wirklich sicher, dass es nicht eine solche „Phase“ ist, die Dich im Moment zum Überlegen bringt?

ich möchte mich sobald wie möglich zu einem abbruch
durchringen.

Dieser Satz macht sehr, sehr nachdenklich. Durchringen heisst doch, etwas tun, was man eigentlich gar nicht will?

Ich kann Dir leider nicht viel helfen, da ich weder abgetrieben habe noch ein Kind habe. Zudem bin ich für mich selbst sicher, dass es nur sehr wenige Gründe gäbe, wegen derer ich abtreiben würde. Eine Abtreibung ist so endgültig…ich habe mit mehreren Frauen Mails ausgetauscht, die abgetrieben haben. Zumindest ein Gefühl der Leere ist ihnen allen geblieben.

Vielleicht hilft Dir mein Link weiter, wenn dem so ist, würde ich mich über eine kurze Nachricht freuen, denn dann kann ich ihn mit gutem Gefühl auch anderen empfehlen.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit, egal, wofür Du Dich letztendlich entscheidest!

Liebe Grüsse
Bine

Der Link
Hallo nochmal!

Vor lauter tippen und nachdenken hab ich den Link doch glatt vergessen…

http://39032.rapidforum.com/

Das Forum ist von

http://www.dasleuchtfeuer.de

Bine :smile:

Hallo Dora,

Wie gesagt, wir haben eine mittlerweile 2-Jährige Tochter, die
uns jeden Tag aufs Neue fordert. Wir dachten auch, wenn die
Kleine mal in den Kiga kommt, dann wird alles anders. Jetzt
ist sie im Kindergarten, doch ohne weitere Hilfe (bei uns
Tagesmutter) könnte ich nie und nimmer meinem Job so
nachgehen, wie es nötig ist und mich erfüllt. Letztenendes
denke ich jeder der behauptet: Job und Kind alles ganz easy,
lügt sich doch selbst ins Hemd. Denn jeder der dies behauptet
bedient sich der Hilfe anderer Betreuungspersonen, sei es Oma,
Tante, Tagesmutter oder anderer.

Ich weiss nicht genau wo Dein Problem liegt, Du solltest
aber folgendes Bedenken. Andere Mütter haben vielleicht
einen (auch berufstätigen) Mann, der sie sehr sehr stark
unterstützt. Dann ist das Problem nämlich schon weitgehend
entschärft (nach meiner eigenen Erfahrung).

Und dass von den vier Grosseltern wenigstens einer
für gelegentliche Unterstützung zur Verfügung steht
ist nicht nur normal und unspektakulär, sondern auch
für die Kinder ausserordentlich bedeutsam. In den Fällen,
wo der Mann nicht richtig hilft (Geld alleine ist nicht
viel wert) oder Verwandte nicht zur Verfügung stehen,
wird es sehr schwierig – bezahlen muss es am Ende das Kind.

Fakt ist jedenfalls ein Kind kostet nicht nur Zeit,
sondern auch nen haufen Geld!

Ein Kind „kostet“ Zeit? Als ich keine Kinder hatte,
habe ich abends ferngesehen oder bin in der Gegend
herumgestürzt. Heute weiss ich gar nicht mal mehr,
wie man eine Sendung auf VHS aufnimmt :wink:
Meine Kleinste ist genau 1/2 Jahr älter als Deine
Kleine. Beim „Memory“-spielen ist sie jetzt, nach
anfänglichen Schwierigkeiten - etwa genauso stark
wie ich (vor allem wenn ein Gummibärchen für den Sieger
ausgeschrieben wurde).
Meinst Du denn nicht auch, dass Du auch einmal
auf etwas „verzichten“ wollen würdest, wenn Du in
absehbarer Zeit z.B. bei „Denkspielen“ gegen Dein Kind
verlierst? Liegt darin nicht eine enorme Faszination?
Wie rechnet sich die „verlorene Zeit“ im Hinblick auf
solche kleinen grossen Dinge? Nur als Beispiel :wink:

Und es ist überhaupt nicht unberechtigt, sich über die
Finanzierung der nächsten Jahren als Alleinerziehende
mit Kind Sorgen zu machen. Dann heisst es nämlich in
jeglicher Hinsicht zurückzustecken - und ob das sich
so super auf die Beziehung zum Kind und die eigene
Lebensqualität auswirkt, wage ich zu bezweifeln.

Eine „Lebensqualität“ ohne Kinder kann es meiner Meinung
nach kaum geben. Aber das ist eben nur meine Meinung. Und
was braucht man denn wirklich von dem teuren Krempel, mit
dem man sich die Wohnung zustellt.

Ich will mich hier jetzt nicht gegen Kinder aus-
sprechen, doch dieses schönredende Geschreibe ist
mir ehrlich gesagt auch zu viel. Jeder sagt einem nur,
dass es mit Kind shcon geht oder „wir schaffen das schon“ -
und am Ende ist die Mutter dann doch diejenige, die es ganz
alleine durchstehen muss!

Eben. Das ist, wie ich oben schrieb, dann sehr sehr schwer.
Der Mann muss mitspielen und es muss ihm vor allem Freude
machen, „mitzumachen“. Und zuverlässige Verwandte, die
Interesse haben, sich ab und an mal ein Stündchen mit dem
Kind zu beschäftigen, geben Mutter und Vater Zeit, sich
mal komplett hängen zu lassen. Es ist schon etwas tragisch,
wenn eine Kleinfamilie nicht so funktioniert. Dann hängt
am Ende alles an der Mutter, das stimmt. Und wenn ich
mich zurückerinnere, die ersten 1 1/2 Jahre waren schon
immer sehr hart – auch mit Unterstützung von Verwandten.
Aber das war - seltsamerweise - nicht besonders schlimm.
Von Montag bis Freitag wurden die Augenringe immer tiefer -
am Wochenende gabs dann den begehrten Mittagsschlaf :wink:

Ich jedenfalls würde niemals ein Kind in der Voraussicht in die
Welt setzen, es nicht aus eigenen Mitteln finanzieren zu
können,

Davon abgesehen, meinst Du denn nicht, dass es sehr
viel sinnvoller wäre, ein lebenslustiges Kind gross-
zuziehen als sich jeden Tag in irgendeinem Büro für
fremde Leute den Hintern breitzusitzen - egal wer was
finanziert?

Oder doch nicht?

Wer weiss.

Grüße

CMБ

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Hallo!

Auch kann Dir nicht über Erfahrungen mit einer Abtreibung weiter helfen.
Wenn Du möchtest kannst Du Dich aber gerne mal bei mir melden und Dich erkundigen, wie es vielleicht doch gehen kann. Ich bin nämlich gerade selbst - etwas früher als geplant - Mutter geworden und meinem an seiner Doktorarbeit bastelnden Mann (zu Beginn der Schwangerschaft noch Freund) ins Ausland gefolgt. Alles nicht so einfach, vorallem mit dem Geld, aber meiner Meinung nach lohnt es sich. Vorallem wenn Dein Freund zu Dir steht und Dich zu einer Abtreibung durchringen müsstest!

Liebe Grüße, Larissa

Hallo Semjon Michailowitsch,

darf ich dir mal eine private Frage (nur neugierdehalber) stellen?

Bist du eine Frau?

Viele Grüße
Thea

Hallo

darf ich dir mal eine private Frage (nur neugierdehalber)
stellen? Bist du eine Frau?

Also im ersten halben Jahr mit unserer
Kleinsten hätte ich bei so einer Frage
erstmal überlegt … :wink:

Wie kommst Du darauf? Hatte ich eine
feminine Note in meinen Statemens :wink: ?

Hehe, schau mal in die Geschichtsforen. Welche
Frau würde sich nächtelang mit Panzerabwehr-
waffen beschäftigen und dann früh mit Augen-
ringen zur Arbeit schlurfen :wink:

Grüße

CMБ

Sorry, aber Deine Meinung in allen Ehren, aber von mir wird sie ganz sicher nicht geteilt. Ich gehöre eher zu den Menschen, die es in keinster Weise nachvollziehen können, wie jemand sagt, er empfindet es als das aller größte Glück ein Kind groß zu ziehen. Mag sein, dass mein Egoismus äußerst ausgeprägt ist, aber ich kann mir mein Leben - auch wenn ich überwiegend glückliche Mutter bin - ebenso ohne Kind vorstellen und durchaus auch in glücklicher Art und Weise. Und nein, ich bin nicht der Meinung: hauptsache Kind, egal wer mir das finanziert! Ich gehe sogar noch weiter: meines Erachtens sollte der Sozialstaatgedanke und das permanente Ausnutzen desselben in diesem Lande drastisch eingeschränkt werden! Und nein, das hat nichts mit dem Herbeiwünschen anarchischer Zustände zu tun.

Dora

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Hallo

Wie kommst Du darauf?

Weil du in dem Posting oben meiner Meinung nach hauptsächlich aus der Sicht der Mutter eures Kindes geschrieben hast.

Ich hatte mich auch total gewundert, sonst hätte ich garnicht danach gefragt.

Viele Grüße
Thea

Hallo

Wie kommst Du darauf?

Weil du in dem Posting oben meiner Meinung nach hauptsächlich
aus der Sicht der Mutter eures Kindes geschrieben hast.

Ja, das ist das Eigenartige an längeren Partnerschaften,
man betrachtet die Welt mitunter aus der Sicht des Partners
und hält das noch für normal :wink:

Aber geht es denn überhaupt anders?

Grüße

CMБ