Schwangerschaftsabbruch

Kurze Zusatzbemerkung
noch etwas Kurzes:
meine urspruengliche Bemerkung bezog sich auf meine eigenen empirischen Erfahrungen - ich habe (durch mein Engagement in einer suedafrikanischen Adoptivelterngruppe/Child Welfare) die Bekanntschaft einer ganzen Reihe von Herkunftsmuettern gemacht. Es gab insbesondere zwei, die ein Kind abgegeben und eine Abtreibung hatten - beide behaupteten sehr bestimmt, dass sie an die Abtreibung selten einen Gedanken verschwenden wuerden, waehrend die Gedanken an das abgegebene Kind immer mit ihnen seien. Fuer mich sehr nachvollziehbar, aber wie gesagt, rein empirisch.

Gruesse
Elke

Hallo Elke

ich hab mir jetzt die Finger wund gegoogelt, aber serioese
Studien kann ich nicht finden

Eben, ging mir auch so. Meine unwissenschaftliche Erfahrung mit zu kleiner stichprobe kann die Aussage aber nicht bestätigen.

Uns wurde die Information, dass eine Entscheidung zur Adoption
schwieriger zu verarbeiten sei als eine Abtreibung als damals
Noch-Nicht-Adoptiveltern von den Sozialarbeitern geliefert.
Mir war das damals einleuchtend, weil eine Abtreibung doch
immer etwas abgeschlossenes ist, waehrend eine Adoption nie
einen Endpunkt hat.

Ist eine argumentaion. Aber eventuell als Mörder dazustehen, bei jedem Kind das etwa das Alter hat zu denken, mein kind wäre jetzt etwa auch so alt, wenn es noch leben würde, spricht dafür dagegen

Serioese Studien sind generell schwer zu finden - nicht weil
das Thema nicht untersucht wuerde (im Gegenteil), sondern weil
die Studien immer 20, 30 Jahre zu spaet greifen. Adoption
oder Abtreibung wurde vor 20 Jahren eben in einem ganz anderen
Umfeld getaetigt, der auch die Verfassung der Herkunftsmuetter
Jahre spaeter noch beeinflusst. Wie es den Herkunftsmuettern
der heutigen Adoptivkinder geht, kann man erst wieder in
spaeteren Jahren beurteilen.

Stimmt
Aber eines ist ohne Studie ganz sicher:
Die allermeisten Kinder die adoptiert wurden sind froh, dass sie nicht abgetrieben wurden. Und die allermeisten Adoptiveltern in Westeuropa auch, dass sie so zu einem ind kamen. Sind immerhin 2 klare Voten für die adoption gegen ein etwas unsicheres Votum.

Bei vielen Hits bin ich bei Pro-life-Seiten gelandet, in denen
das Bedauern und die Schuldgefuehle von Frauen, die
abgetrieben haben, breitgetreten werden - Herkunftsmuettern
wird diese Publizitaet immer noch groesstenteils verweigert.
Waehrend eine Frau, die abgetrieben hat, als ‚gereift‘
verstanden wird (sie bedauert eine schlechte Entscheidung),
wird Herkunftsmuettern, die mit der Adoption hadern,
unterstellt, dass sie egoistisch sind: dem Kind geht’s ja in
den meisten Faellen gut, ihr Bedauern bezieht sich also nur
auf sich selbst. Das das nicht fair ist

Die Einteilung zu gereift etc finde ich auch nicht richtig. Aber was ist dem Kind geht’s ja in
„den meisten Faellen gut, ihr Bedauern bezieht sich also nur
auf sich selbst.“ nicht fair bzw unwahr?

und oft auch nicht
den Tatsachen entspricht (nicht jede Adoption ist eine gute
Adoption, nicht jeder Adoptierte findet sich ohne Probleme mit
seiner Identitaet zur recht, nicht jede Adoption ware ein
letztes Mittel), wird oft verschwiegen.

Also Deinem oft widerspreche ich klar. Kenne einige Adoptivkindern, alle sind froh, dass sie leben. Klar gibt es da ausnahmen, die die Regel bestätigen

Herkunftsmütter
werden nur so lange als selbstlos und bewundernswuerdig
dargestellt, bis man von ihnen das hat, was man will: ihr
Kind. Danach sollen sie bitte sang- und klanglos verschwinden
und sich im Stillen darueber freuen, dass es ihrem Kind besser
geht. Das ist ein total unrealistisches Verlangen.

Das stimmt. Wenn das Kind tot ist, würden sie sich aber auch nicht mehr für das Kind interessieren, oder? Hättest Du aber eine gute Idee, wie man es ansders machen könnte mit der Adoption?

Da heute bei inlaendischen Adoptionen immer oefter ein Modell
der ‚offenen Adoption‘ gepflegt wird (d.h. es gibt Kontakte
zwischen den A-Eltern und den H-Eltern), ist es fuer die
H-Eltern leichter geworden, mit der Abgabe umzugehen. Leicht
wird es nie sein, genausowenig wie eine Abtreibung leicht
fallen kann.

Vieleicht ist dies die Lösung. Wie gesagt e gibt 3 Beteiligte, für 2 ist die adoption in der klaren Mehrzahl besser als die Abtreibung und bei der leiblichen mutter kann nicht bewiesen werden, dass es in der mehrzahl auch nicht so ist.

Wenn mir mal was in die Haende faellt, werd ich drauf
aufmerksam machen, okay? Ich lese gerade in letzter Zeit
wieder mehr ueber das Thema, es koennte also geschehen…

Oh ja, würde mich sehr interessieren. besten Dank im voraus
Beat

Hallo Beat,
jetzt kann ich nur noch ganz kurz antworten, weil meine
lange Antwort dank dem Laptop im Datennirwana gelandet ist (*grrrr).

Die allermeisten Kinder die adoptiert wurden sind froh, dass
sie nicht abgetrieben wurden. Und die allermeisten
Adoptiveltern in Westeuropa auch, dass sie so zu einem ind
kamen. Sind immerhin 2 klare Voten für die adoption gegen ein
etwas unsicheres Votum.

Ich behaupte, dass ich als Adoptivmutter kein Recht habe,
in dieser Hinsicht ein Stimme zu haben. Egal, wie bereichernd
fuer mich die Adoption gewesen ist, meine Kinder wurden nicht
geboren, damit ich ein erfuelltes Mutterleben fuehren kann, sie wurden nicht von einer Frau ausgetragen, damit ich ein erfuellteres Leben habe als ohne sie.
Insofern gibt es nur 1 Stimme fuer die Adoption (die des Adoptierten) und die ist oft nicht so eindeutig, wie du es
darstellst.
Geh in irgendein Adoptiertenforum im Netz und lies.
Z.B. http:\adoption.de
Die Stimmen der Herkunftseltern sind noch viel negativer,
denn fuer die ist Adoption vielleicht das kleinere Uebel, aber dennoch ein Uebel.

Wenn das Kind tot ist, würden sie sich aber auch
nicht mehr für das Kind interessieren, oder?

Das kann man aber bei einer Adoption nicht abstellen.

Hättest Du aber
eine gute Idee, wie man es ansders machen könnte mit der
Adoption?

Offene Adoptionen sind eine Moeglichkeit. Noch besser halte mehr Moeglichkeiten zu finden, dass Kinder bei ihren leiblichen Eltern bleiben koennen, bzw. sie eventuell innerhalb der Familie zu vermitteln. Es gibt keine befriedigende Moeglichkeiten. Bessere Verhuetung ist letztendlich die einzige wirklich gute Alternative.

Vieleicht ist dies die Lösung. Wie gesagt e gibt 3 Beteiligte,
für 2 ist die adoption in der klaren Mehrzahl besser als die
Abtreibung und bei der leiblichen mutter kann nicht bewiesen
werden, dass es in der mehrzahl auch nicht so ist.

Ich bin, wie gesagt noch am Suchen, ich bin sicher , dass es diese Studien gibt. Und den Adoptiveltern spreche ich ein Mitspracherecht ab.
Gruesse
Elke

Hallo Elke

jetzt kann ich nur noch ganz kurz antworten, weil meine
lange Antwort dank dem Laptop im Datennirwana gelandet ist
(*grrrr).

Oh je, schade

Die allermeisten Kinder die adoptiert wurden sind froh, dass
sie nicht abgetrieben wurden. Und die allermeisten
Adoptiveltern in Westeuropa auch, dass sie so zu einem ind
kamen. Sind immerhin 2 klare Voten für die adoption gegen ein
etwas unsicheres Votum.

Ich behaupte, dass ich als Adoptivmutter kein Recht habe,
in dieser Hinsicht ein Stimme zu haben.

Ok, kann man so sehen. Stimme dir auch zu, dass diese stimme nicht entscheidend sein kann. Abner ist zumindest eine gute „Nebenwirkung“

Insofern gibt es nur 1 Stimme fuer die Adoption (die des
Adoptierten) und die ist oft nicht so eindeutig, wie du es
darstellst.

Sagte nicvht eindeutig sondern klare mehrheit. Auch nicht adoptierte kinder haben robleme gemäss einer Umfrage in D oder USA, waren es 40% die Ihre Eltern hassen. Dioe mehrheit der kinder ist aber so oder so froh dass sie leben, oder?

Geh in irgendein Adoptiertenforum im Netz und lies.
Z.B. http:\adoption.de

Dort sind schwerfgewichtig solcche, die Probleme haben. kenne einige Adoptiiveltern und niemand davon war mal da.

Die Stimmen der Herkunftseltern sind noch viel negativer,
denn fuer die ist Adoption vielleicht das kleinere Uebel, aber
dennoch ein Uebel.

oK mit dem kleineren Übel stimme ich zu.

Wenn das Kind tot ist, würden sie sich aber auch
nicht mehr für das Kind interessieren, oder?

Das kann man aber bei einer Adoption nicht abstellen.

Sicher. Mir kommt da ein Mann in den Sinn, der Kätzchen tötete (statt interessenten abzugeben, damit niemand anderes freude daran hat und er sich nicht immer hintersinnen musste, wo das Kätzchen wohl sein kann.

Hättest Du aber
eine gute Idee, wie man es ansders machen könnte mit der
Adoption?

Offene Adoptionen sind eine Moeglichkeit. Noch besser halte
mehr Moeglichkeiten zu finden, dass Kinder bei ihren
leiblichen Eltern bleiben koennen, bzw. sie eventuell
innerhalb der Familie zu vermitteln. Es gibt keine
befriedigende Moeglichkeiten. Bessere Verhuetung ist
letztendlich die einzige wirklich gute Alternative.

Stimme Dir völlig zu. Abtreibung ist schlussendlich eine Tötung und die finde ich die schlechteste aller Möglichkeiten. mag sein, dass sie für einige mütter die bessere wäre, aber dem Kind wird imme die selbstbestimmung und das leben geniommen. Beim Kind geht es also um wesentlich mehr, um sein Leben, um Alles. Mehr als nur um sich etwas weniger schlecht zu fühlen.

Vieleicht ist dies die Lösung. Wie gesagt e gibt 3 Beteiligte,
für 2 ist die adoption in der klaren Mehrzahl besser als die
Abtreibung und bei der leiblichen mutter kann nicht bewiesen
werden, dass es in der mehrzahl auch nicht so ist.

Ich bin, wie gesagt noch am Suchen, ich bin sicher , dass es
diese Studien gibt.

Wäre gespannt und interessiert

Und den Adoptiveltern spreche ich ein
Mitspracherecht ab.

Ich auch. Geht mir nicht um eine Mitsprache, sondern um eine positive auswirkung aufzuzeigen.

Im Zentrum steht für mich das Kind, Da es bei Ihm um alles geht, hat es grundsätzlich Vorrang vor den Interessen der Mutter, da es bei Ihr in den allermeisten Fällen um weniger, meist wesentlich weniger als um das Leben an sich geht.

Gruesse
Beat

Das die Gedanken beim Kind sind, finde ich logisch. Das man deswegen eine Abtreibung machen soll, statt zur Adoption frei zu geben, finde ich aber schlecht und etisch nicht vertretbar

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