Schwieriges Kind? Was ist los'? HILFE

Hallo zusammen.

Also zu meinem Problem:

Ich selber habe einen 3 Jährigen Sohn, mit dem ich keine grösseren Probleme habe.

Ca vor 2 Monaten habe ich eine Alte Schulfreundin wieder getroffen, welche einen 4 Jährigen Sohn hat. Seiddem unternehmen wir oft was zusammen.

Ihr Sohn ist irgendwie einfach sehr agressiv, macht absichtlich Dinge kaputt und Schlägt, beisst oder Kratzt andere Kinder, egal ob jünger oder älter.

Wenn ich versuche ernsthaft mit ihm zu reden, habe ich das gefühl, dass ich garnicht zu ihm vordringe.

Zudem spricht er sehr schlecht, was in der nächsten Zeit aber im Spital abgeklärt wird, bez. Gehör usw…

Meine Freundin fragt mich immer wieder nach Tipps, die ich Ihr aber leider nicht geben kann.

Könnt Ihr mir mal sagen, was da helfen könnte???

Bin echt verzweifelt, möchte auch gerne weiterhin Kontakt mit Ihr halten, allerdings hab ich auch nicht die Nerven und die Lust dazu, ständig die Zankereien und angriffe zu ertragen.

Kennt jemand das Problem???

Hoffe auf viele Antworten, tipps oder Erfahrungen.

lg

Hallo,

wie ist denn der Erziehungsstil der Freundin? Setzt sie deutliche Grenzen, setzt sie sich durch? Oder setzt sie eher auf „Partnerschaft“, „alles erklären“, gibt sie schnell nach? Lässt sie ihn Konsequenzen seines Handelns spüren, oder nimmt sie ihn in Schutz/erklärt und entschuldigt alles? Kümmert sie sich um das Kind, oder „läuft es eher so nebenbei“ neben Fernseher und anderen „wichtigen“ Dingen?

Wie es der Zufall so will, habe ich heute gerade im Flieger den neuen Stern in den Fingern gehabt, der so einige meiner „Laien-Meinungen“ zum Thema Erziehung in einem kurzen Schwerpunkt mit Expertenmeinungen ziemlich bestätigt hat. Nicht, dass ich den Stern als pädagogische Fachlektüre ansehen würde (außer im Flieger schaue ich in das Ding auch nie rein), aber es ging um so Dinge wie „Überpädagogisieren“, mangelnde Intuition in der Erziehung, und das Heranziehen von kleinen Monstern durch elterliches Versagen in Form mangelnder Konsequenz. Sollte Deine Freundin vielleicht mal lesen. Vielleicht findet sie sich wieder.

Gruß vom Wiz

Hallo Tamara,

das Verhalten des Sohnes deiner Bekannten habe ich schon häufig bei Kindern erlebt. Die Ursachen hierfür sind manigfaltig, in der Regel liegen sie in der Interaktion zwischen Mutter (bzw. Eltern) und Kind begründet.

Mögliche Ursachen für ein derartiges Verhalten sind z.B.:

-Er reagiert auf einen „Missstand“ im Familienleben. (Gibt es einen Vater? Falls nein, wie lange ist die Trennung her? Gibt es ein kleines Geschwisterchen, auf das er eifersüchtig sein könnte? Geht die Mutter auf ihn ein, nimmt sie sich Zeit für ihn, schenkt sie ihm Aufmerksamkeit?)

-Deine Bekannte ist nicht fähig, ihm klare Grenzen aufzuzeigen.

-Das Kind sucht sich Aufmerksamkeit über die negative Schiene.

-Wenn er schlecht spricht kann es ihn aggressiv machen, dass er z.B. im Kindergarten eine Außenseiterposition hat, weil er sich nicht verständlich machen kann.

-Eine Theorie, die Eltern lieben (weil sie dann alle Ursache beim Kind finden) ist die, dass das Kind sich nicht spürt und deshalb so aggressiv sei und mit allem, was sie dann noch so finden, weil sie´s finden wollen, diagnostizieren sie eine ADHS-Störung (wovon ich allerdings gar nichts halte).

Du siehst, Möglichkeiten über Möglichkeiten… - allein mit der Theorie ist hier keinem geholfen.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang: Zeigt der Sohn a) das Verhalten schon lange? oder b) ist es neu?
Im Falle von b) wäre wichtig: gab es einhergehend mit der Verhaltensänderung eine Veränderung im Leben/im Umfeld des Jungen?
Im Falle von a) sollte sie sich an eine Erziehungsberatungsstelle wenden, ansonsten hat sie in 10 Jahren wahrscheinlich ein massives Problem.
Falls sie das nicht möchte, könnte sie zum Beispiel erstmal im Kindergarten um ein Gespräch bitten.

Weitere mögliche Frage: Wie ist sein Verhalten im Kindergarten? a) genauso b) dort unbekannt
Im Falle von b) läge nahe, dass das Verhalten des Kindes eine Reaktion auf die Mutter-Kind-Interaktion ist.

Was deinen Zwiespalt betrifft, so finde ich es diesbezüglich genauso schwierig, dir einen Tipp zu geben. Viele Möglichkeiten hast du m.E. nicht. Entweder du erduldest das Gezänke, stählst deine Nerven und Ohren, intervenierst und investierst
oder du ziehst dich zunehmend raus, entweder indem du es offen aussprichst, warum du die Freundschaft nicht mehr möchtest oder aber schleichend.

(I.d.R. bin ich ein Freund offener Worte, in diesem Falle fände ich jedoch die „schleichende Methode“ angebrachter: Deine Freundin ist eh schon überfordert mit ihrem Sohn und wahrscheinlich ist dieser auch noch stigmatisiert. Wenn du ihr nun die Freundschaft kündigst aufgrund der Streitereien, könnte es passieren, dass sie die Schuld auf den Sohn projeziert und die Spannungen zwischen beiden noch größer werden)

Oder aber du verabredest dich nur noch mit ihr alleine. Kinder zum Vater, zur Oma, zum Babysitter oder sonstwo und ihr macht einen gemütlichen „Weiberabend“ :smile:

Eine Möglichkeit, was du vllt. tun könntest, wäre ihr klar zu machen, dass es keine Schande ist, sich Hilfe zu holen.

Liebe Grüße,
jeanne

Hallo,

oh, der Junge entwickelt sich prächtig!
Mach´ Dir keine Sorgen, jeder Mensch ist anders, weisst Du ja selbst. Lass es einfach zu.

Gruß
Michael

Hallo

Ihr Sohn ist irgendwie einfach sehr agressiv, macht
absichtlich Dinge kaputt und Schlägt, beisst oder Kratzt
andere Kinder, egal ob jünger oder älter.
Wenn ich versuche ernsthaft mit ihm zu reden, habe ich das
gefühl, dass ich garnicht zu ihm vordringe.
Zudem spricht er sehr schlecht, was in der nächsten Zeit aber
im Spital abgeklärt wird, bez. Gehör usw…

Könnt Ihr mir mal sagen, was da helfen könnte???

Helfen kann hier nur ein Fachmediziner. Offensichtlich
leidet das Kind an irgend etwas, seine Vorstellung
von „Außenwelt“ ist die von „feindlichem Gebiet“
und alle Sozialkontakte scheinen auf „Kontakt mit
Feinden“ hinauszulaufen. Schlecht hören/schlecht
sprechen kann entweder eine organische Ursache haben
oder auf massive Vernachlässigung in den kritischen
Phasen der Gehirnentwicklung zurückzuführen sein.

Aber ich bin kein Fachmann und so solltest Du meine
angaben nur als vorsichtige Vermutungen verstehen.

Fakt ist: Das Kind braucht Hilfe. Möglicherweise
braucht es den Kontakt mit anderen Kindern (weil
es an diesem grundsätzlich mangelte). Möglicher-
weise liegt eine Erkrankung vor.

Grüße

CMБ

oh, der Junge entwickelt sich prächtig!
Mach´ Dir keine Sorgen, jeder Mensch ist anders, weisst Du ja
selbst. Lass es einfach zu.

Prächtig, ja. Schlagt euch alle die Köpfe ein! Da wir alle anders sind, wird’s zwar manche stören, dass
sie Ziel aggressiver Handlungen sind, aber macht nix, sind doch nur Kinder, die später von alleine ganz
vernünftig werden.
Eine Frage, Michael, weshalb bist du gegen schlagende Erwachsene, findest es bei Kindern aber ganz in
Ordnung? :S

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Hallo Tamara,

das Verhalten des Sohnes deiner Bekannten habe ich schon
häufig bei Kindern erlebt. Die Ursachen hierfür sind
manigfaltig, in der Regel liegen sie in der Interaktion
zwischen Mutter (bzw. Eltern) und Kind begründet.

Mögliche Ursachen für ein derartiges Verhalten sind z.B.:

-Er reagiert auf einen „Missstand“ im Familienleben. (Gibt es
einen Vater? Falls nein, wie lange ist die Trennung her? Gibt
es ein kleines Geschwisterchen, auf das er eifersüchtig sein
könnte? Geht die Mutter auf ihn ein, nimmt sie sich Zeit für
ihn, schenkt sie ihm Aufmerksamkeit?)

-Deine Bekannte ist nicht fähig, ihm klare Grenzen
aufzuzeigen.

DAs trifft teilweise zu!

-Das Kind sucht sich Aufmerksamkeit über die negative Schiene.

Er ist ein einzelkind, bekommt sehr viel aufmerksamkeit.

-Wenn er schlecht spricht kann es ihn aggressiv machen, dass
er z.B. im Kindergarten eine Außenseiterposition hat, weil er
sich nicht verständlich machen kann.

DA hast du volkommen recht, so hab ich es noch nie angeschaut!

-Eine Theorie, die Eltern lieben (weil sie dann alle Ursache
beim Kind finden) ist die, dass das Kind sich nicht spürt und
deshalb so aggressiv sei und mit allem, was sie dann noch so
finden, weil sie´s finden wollen, diagnostizieren sie eine
ADHS-Störung (wovon ich allerdings gar nichts halte).

Heute ist nahezu jedes Kind ADHS gestört, welches nicht nach den „REGELN“ spurt. HAlte absolut nichts davon.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang: Zeigt der Sohn a) das
Verhalten schon lange? oder b) ist es neu?

Noch die Antworten:
a) seid längerem, je älter desto schlimmer
b)neu nicht, allerdings hat eer vorher eher gekreischt und geschriehen wenn was nicht passte, jetzt kratzt schlägt, beisst UND schreit er.

Er ist übrigens noch nicht im Kindergarten, wir wohnen n der Schweiz, da geht man erst mit 6in kiga

Was deinen Zwiespalt betrifft, so finde ich es diesbezüglich
genauso schwierig, dir einen Tipp zu geben. Viele
Möglichkeiten hast du m.E. nicht. Entweder du erduldest das
Gezänke, stählst deine Nerven und Ohren, intervenierst und
investierst
oder du ziehst dich zunehmend raus, entweder indem du es
offen aussprichst, warum du die Freundschaft nicht mehr
möchtest oder aber schleichend.

Hierzu möchte ich sagen, dass ich die Freundschaft nicht aufgeben möchte, ich würde ihr eben gerne helfen, deshalb werde ich mich fürs durchhalten entscheiden.
Mit deiner Erklärung hast du aber voll ins Schwarze getroffen!!

Eine Möglichkeit, was du vllt. tun könntest, wäre ihr klar zu
machen, dass es keine Schande ist, sich Hilfe zu holen.

Genau das wäre mein Ziel, nur weiss ich nicht, wo ich sie am besten hinschicken soll.
Ich danke dir sehr für die Antwort, das hat mir wirklich weitergeholfen!!
Schön, dass es Menschen gibt, die sich die Zeit nehmen!!!

Liebe Grüße,

tamara

Hallo Tamara,
schön, dass Du der Mutter helfen willst - und auch dem Kind natürlich.
Grundsätzlich richtig finde ich: Hilfe holen, Ursachen klären.
In Deutschland wäre das die Erziehungsberatung oder der Kinderarzt.

Was man aber sofort machen kann, zumindest versuchen, auch wenn das Nerven kostet: das Prinzip der „positiven Konditionierung“, also:

  • sobald er erwünschtes Verhalten zeigt, dafür loben und Aufmerksamkeit geben
  • wenn er unerwünschtes Verhalten zeigt, so weit möglich ignorieren
  • wenn es nicht mehr ignorierbar ist, die Situation verlassen

Das fällt oft ganz schön schwer, geht ja auch nicht immer, das ist mir auch klar. Aber wenn der Junge durch inkonsequentes Verhalten der Eltern „falsch gepolt“ ist, hilft nur, das den Eltern klar zu machen. Oft ist denen gar nicht bewusst, dass sie die negativen Verhaltensweisen des Kindes immer wieder verstärken.

Also sprich mit den Eltern drüber und versucht alle, möglichst oft das obige Prinzip anzuwenden.
Man kann auch ein Plakat machen, wo für jedes „da hast du dich ganz toll verhalten“ eine Sonne oder ein Lachgesicht o.ä. drauf kommt. Aber bitte keine „negativ“-Zeichen drauf machen!

Gruß
Jette

Hallo Tamara,

zeigt ein Kind Verhaltensauffälligkeiten leisten imho Ergotherapeuten ganz gute Arbeit. Wenn Du Dich mit
dem Thema noch nicht beschäftigt hast, resp. beschäftigen musstest, kannst du Dir zur Ergotherapie hier
einen Überblick verschaffen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ergotherapie

Wir haben im Bekanntenkreis einige Kinder, die bei einem guten Ergotherapeuten Hilfe fanden. Ich bin kein
Fachmann, aber das wäre meine erste Anlaufstelle, wenn mir eines unserer Kinder in seiner sozialen oder
kognitiven Entwicklung Sorgen bereiten würde.

Selbstverständlich setzt dieser Ansatz ein gewisses Problembewußtsein Deiner Freundin voraus.

Schöne Grüße
Andrea

Erziehung
Hi Andrea,
nimm das Folgende bitte nicht persönlich, Deine positiven Erfahrungen möchte ich Dir nicht absprechen. Ich möchte nur meine ziemlich gegensätzliche Meinung hier anbringen.

Wie wäre es denn mit elterlicher Erziehungsarbeit statt Therapie? Nicht die Verantwortung an andere abgeben, das Kind als „krank und behandlungsbedürftig“ hinstellen, sondern das unerwünschte Verhalten durch Erziehungsmethoden abstellen.

Ich hatte Ähnliches mit meinem Sohn im Sinn, weil er recht zappelig ist und ich ihm den Eintritt in die Schule erleichtern wollte. Unser Hausarzt hat mich im Gespräch davon überzeugt, dass eine Ergotherapie keine langfristige Lösung wäre. Sie macht die Kinder zu Patienten, sie fühlen sich nicht mehr verantwortlich für ihr Tun, ähnliches gilt für die Eltern. Unsere Geschichte ging so weiter: Er wurde (ohne Ergotherapie) eingeschult, zappelt laut Lehrerin immer noch auffällig viel herum, sie hat aber mit ihm zusammen schon in der 1. Klasse eine Verbesserung erreicht, durch ganz normale Erziehungsmaßnahmen, hin und wieder tritt es phasenweise auf und wird dann in der Situation unterbunden. Er lernt Stück für Stück sich in der Klasse so aufzuführen, dass er die anderen nicht nervt. Und das hat er dann selbst aktiv erreicht. (Siehe auch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“, dort habe ich Jahre später die Meinung des Kinderarztes (inzwischen ist sie auch meine) wiedergefunden.)

Es mag schon Fälle geben, in denen Ergotherapie sinnvoll ist, ein Allheilmittel ist sie sicher nicht. Im vorliegenden Fall, so wie er geschildert wurde, halte ich persönlich Ergotherapie für verfehlt.

Wenn die Mutter am Ende ist mit ihrem Erziehungslatein (und das auch zugibt), würde ich ihr eine Erziehungsberatung oder eine TripleP Kurs empfehlen.

Ich will hier keinen missionieren, nur einen Denkanstoß geben.

Viele Grüße
kernig

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Hallo,
wie von den anderen schon gesagt, würde ich auch auf jeden Fall dieses Problem beim Kinderarzt ansprechen.

Natürlich ist die Erziehung sehr wichtig, aber zusätzlich wäre es doch gut, einen Anhaltspunkt zu haben, ob eine Krankheit (z.B. ADHS, Autismus, Wahrnehmungsstörung) dahinter stehen kann, auf welche man durch ganz bestimmte Verhaltensweisen/Erziehungsmethoden aus Elternsicht oder geeignete Therapien gezielter reagieren kann.

Beatrix

Eine Frage, Michael, weshalb bist du gegen schlagende
Erwachsene, findest es bei Kindern aber ganz in
Ordnung? :S

Weil es zur Entwicklung dazugehört. Ein Kind hat noch nicht die Fähigkeiten seine Emotionen im Griff zu haben. Bei einem Erwachsenen sieht das doch etwas anders aus.

Gruß
M.

Hallo Tamara,

zeigt ein Kind Verhaltensauffälligkeiten leisten imho
Ergotherapeuten ganz gute Arbeit.

Ich weiss nicht ob es das selbe ist, aber er geht seid einigen Wochen zur Logopädie.

Was ihr schreibt bez. erziehung ist sicherlich nicht falsch, sie ist oft völlig überfordert mit der Situation.
(Ich übrigens auch)

Ich muss noch dazusagen, dass Ihr kind nicht geplant war, sie wurde wie ich mit 21 Jahren schwanger.

Ihre Mutter redet ihr dann zu allem überfluss noch in alles rein, so dass sie ihre selbstsicherheit total verliert.

Ich habe ihr jetzt noch eine Adresse gegeben von einer Bachblüten therapeutin, welche bei den kids meiner schwester beste ergebnisse erzielt hat.
DA ware es zwar schlafstörungen und angst, aber probieren kann sies ja mal.

Zudem hat sie einen Termin im Spital bekommen, wegen des hörens.

Der ist sehr angebracht, denn wenn der kleine spricht, hört es sich wirklich so an wie wenn gehörlose oder Hörbehinderte sprechen.

Hallo Tamara

-Deine Bekannte ist nicht fähig, ihm klare Grenzen
aufzuzeigen.

DAs trifft teilweise zu!

Genau das wäre mein Ziel, nur weiss ich nicht, wo ich sie am
besten hinschicken soll.

Wenn das Hauptproblem deiner Bekannten ist, dass sie keine Grenzen setzen kann (was ich mir leicht vorstellen kann, so wie du das Verhalten des Kindes beschreibst), müsste es doch eigentlich reichen, wenn sie etwas für sich tut.

Optimal wäre vielleicht eine Psychotherapie durch eine(n) Therapeutin/en, der/die sowohl Kinder als auch Erwachsene therapieren kann, so dass ggf. das Kind mit einbezogen werden, oder wo die/derjenige zumindestens das Verhalten des Kindes deuten könnte.

Als Alleinerziehende mit Kleinkind wäre eine Therapieform wie z. B. Psychoanalyse m. W. eher nicht angebracht, da hier ein stabiles soziales Umfeld vonnöten ist, soviel ich weiß. Besser wäre wohl eine Verhaltenstherapie möglicherweise mit tiefenpsychologischem Ansatz. Das nur als unverbindlicher Tipp eines Laien, ohne Anspruch auf Richtigkeit, nur damit evtl. ein Anhaltspunkt da ist.

Viele Grüße
Simsy

Logopädie - Ergotherapie
Hallo nochmal!

Ich weiss nicht ob es das selbe ist, aber er geht seid einigen
Wochen zur Logopädie.

Ist nicht dasselbe, Logopädie befaßt sich mit sprachlicher Förderung, grob gesagt, Ergotherapie umfaßt andere Bereiche.

Ihre Mutter redet ihr dann zu allem überfluss noch in alles
rein, so dass sie ihre selbstsicherheit total verliert.

Hier ein Link zu den TripleP Kursen: http://www.triplep.de/pages/startseite/willkommen.htm
Ich preise das so an, weil dieses Konzept ausdrücklich die Stärkung der Eltern vorsieht und deren Selbstbewußtsein in der Erziehung. Ich fand’s gut damals, ich erhielt wieder eine gewisse Sicherheit, dass mein Erziehungshandeln richtig ist.

Ich habe ihr jetzt noch eine Adresse gegeben von einer
Bachblüten therapeutin, welche bei den kids meiner schwester
beste ergebnisse erzielt hat.

Hm, zweifelhaft, aber das ist ja nur meine Ansicht, Bachblüten gegen Verhaltensauffälligkeit, halte ich für gewagt. Probieren - warum nicht? Aber nicht das Wichtigere aus den Augen verlieren darüber.

Zudem hat sie einen Termin im Spital bekommen, wegen des
hörens.

Der ist sehr angebracht, denn wenn der kleine spricht, hört es

sich wirklich so an wie wenn gehörlose oder Hörbehinderte
sprechen.

Das halte ich für sehr wichtig, kann gut sein, dass darin die Ursache der Probleme liegt.

Viel Erfolg
kernig

Stärke Deiner Freundin den Rücken, mach ihr aber auch klar, das Handeln gefragt ist. Sie hat ja auch was davon, für ihre Zukunft und natürlich auch für’s Kind.

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Eine Frage, Michael, weshalb bist du gegen schlagende
Erwachsene, findest es bei Kindern aber ganz in
Ordnung? :S

Weil es zur Entwicklung dazugehört. Ein Kind hat noch nicht
die Fähigkeiten seine Emotionen im Griff zu haben. Bei einem
Erwachsenen sieht das doch etwas anders aus.

Und wie soll es das lernen, wenn es keine Rückmeldung kriegt, d.h. nur, dass es so weitertun kann? Es
ist nunmal so, dass man sein Verhalten nicht grundlegend ändert, nur weil man älter wird. Ist zwar
wünschenswert, aber nicht sicher.

Und wie soll es das lernen, wenn es keine Rückmeldung kriegt,
d.h. nur, dass es so weitertun kann? Es
ist nunmal so, dass man sein Verhalten nicht grundlegend
ändert, nur weil man älter wird. Ist zwar
wünschenswert, aber nicht sicher.

Durch Erfahrung?

Hallo Wiz,

ich kann mangelden Konsequenz der Eltern mit agressivem Verhalten von Kindern nicht vereinbaren. Was hat mangelnde Konsequenz mit Aggression zu tun? Eher sehe ich das Gegenteil, mangelnde Konsequenz der Eltern machen schüchterne und eher ängstliche Kinder.

Gruß
M.

Durch die Erfahrung, dass es alle toll und prächtig finden, wenn man sich aggressiv verhält? DAS wage
ich jetzt mal aufgrund meiner eigenen Erfahrungen zu bezweifeln.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo,

ich kann mangelden Konsequenz der Eltern mit agressivem
Verhalten von Kindern nicht vereinbaren.

Ich schon, und diverse Experten scheinen es wohl auch so zu sehen.

Was hat mangelnde Konsequenz mit Aggression zu tun?

Kinder wollen Grenzen austesten, und wenn diese nicht gesetzt werden, dann wird eben immer weiter ausgetestet. Irgenwann muss doch mal eine Reaktion kommen. Bleibt die aber aus, dann frustriert dies, und das ist dann eine ganz unheilige Kombination, die sich in immer agressiverem Verhalten äußert. Und insoweit verwundert es auch nicht, dass dieses agressive Verhalten in einer konkreten Situation oft relativ schnell aufhört, wenn es dann doch mal zu einer geeigneten Reaktion kommt. Ein 1, 2, 3, und dann konsequent die angedrohte Maßnahme durchziehen, sollte eigentlich üblich sein. Tatsächlich mangelt es hieran aber oft, und ich denke noch mit Schrecken an einen Fall, bei dem ich schon in frühester Kindheit der beiden Betroffenen gesehen habe, was ein mangelndes konsequentes Verhalten anrichtete, und wo dann später beide Kinder in der Jugendpsychiatrie landeten. Nicht, dass ich das monokausal sehen würde, aber es war eben so auffällig, wie wenig die Mutter in der Lage war, Dinge durchzusetzen, und wie sehr sie den Kindern die aktive Rolle überließ, dass vorherzusehen war, dass dies nicht gutgehen würde.

In einem anderen Fall hat eine Mutter nach deutlichem Drängen aus dem Freundeskreis gerade noch rechtzeitig das Ruder mit professioneller Hilfe herumgerissen, und binnen recht kurzer Zeit hörten auch die Agressionen des Nachwuchses auf.

Gruß vom Wiz

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