hallo MrsSippi,
zu allererst: respekt, sowohl die strecke als auch die zeit…
seit zwei Jahren schwimme ich ziemlich regelmäßig 3x pro Woche
je 1.000 m (wechselnd Brust/Rücken). Bin inzwischen bei 29/30
min angekommen, mehr hole ich wohl nicht raus. Ist das für
meine Altersklasse o.k., oder gibt es Tipps, wie ich mich noch
steigern könnte?
naja, obs ok ist, darum würde ich mich nicht kümmern…steigern kann man sich immer
-> s.u.
(Hab jetzt allerdings auf 2x wöchentlich je 1.500 m
umgestellt, aber das macht ja nicht so einen Unterschied, oder
sehe ich das falsch?)
mmh, da ist die frage, was dein ziel ist: geld sparen durch weniger s-bad eintritte bei gleicher schwimmstrecke / woche?
vermutlich sinkt aber deine aufmerksamkeit beim schwimmen je länger du schwimmst, das ist auch erst mal ok, wenn aber dein ziel ist allgemein ‚besser‘ zu werden, was oft ja als ‚schneller‘ verstanden wird…dann habe ich weniger einen rat, was die zurückgelegte strecke betrifft sondern: versuche mal nicht möglichst schnell zu schwimmen sondern deine bahnen mit möglichst wenig zügen zurück zu legen, also nicht zeiten zählen sondern züge. da wirst du anfangs sicher lansamer, du lernst dabei aber auch ökonomischer zu schwimmen.
wenn du dir schwimmwettkämpfe ansiehst kannst du beobachten mit wie wenig zügen wirklich gute schwimmer auskommen, wobei das bei den strecken kleiner als 1000 m noch nicht sooo sehr ausgprägt ist, aber bei langstrecklern schon. der grund ist, dass du so einfach am meisten energie in den vor-trieb im wasser investierst und nicht darin, deine wasserlage zu stabilisieren oder dich bei schräglage im wasser / bezüglich der wasserofl. (v.a. beim brustschwimmen) immer wieder nach oben zu ziehen.
nach der reinen lehre solltest du also sowas machen was die amis drill-swimming nennen, also bahnen ziehen wo du jeweils zb. auf eine möglichst gute (=parallele) lage deines körpers bezgl. der wasserofl. achtest, wo du zb. beim rückenschwimmen darauf achtest, dass du beim herausheben eines armes aus dem wasser entlang deiner längsachse um 180° wendest etc. pp.
ich mach’ das aber auch nicht, weil ich nicht wirklich trainieren will sondern nur schwimmen:wink: ausserdem will ich meine schwimmerei nicht dauernd unterbrechen, da käme ich aus dem ‚flow‘…aber ich versuche mich während des schwimmens schon immer wieder auf div. dinge zu konzentrieren und selbst zu beobachten.
hier noch zwei links, die ich für sehr gut halte, die mir selbst sehr viel geholfen haben (bin autodidakt, seit ca. 5 jahren zu fast tägl. schwimmen seit ca. 3 jahren gesteigert, erst nur brust, dann auch rücken, inzwischen fast ausschliesslich kraul, nie unter 3-4 kms, max. bei ca. 10 kms - der volständigkeit halber: konstante 2.5-3kms / h):
auf deutsch (ch):
http://www.svl.ch/svlimmat_ratind.html
auf englisch (da kommt o.g. trainigsphilosophie her, der gründer / erfinder ist inzwischen auch fast 60):
http://www.totalimmersion.net/
fals du eine ähnliche einstellung zum schwimmen hast wie ich (oder einen sinn für ZEN hast…) könnten dir auh die seven laws of swimming etwas sagen:
I. The Minds Leads the Body
II. Seek the Path of Least Resistance
III. Find the Path of Most Resistance
IV. To Become Effortless Requires Great Effort
V. Extend
VI. Swim with an Empty Hand
VII. Never Give Up
hth,
stefan