Seit wann spricht Gott mit Bush?

Guten Morgen!

Ich habe letzte Woche einen sehr interessanten Zeitungsartikel gelesen, nach dem Bush behauptet haben soll, mit Gott zu sprechen.
Dieser habe ihm befohlen, so die Zeitung, in den Irak zu gehen.

Wer weis genauers darüber??

(Achja, könnte theoretisch natürlich auch ins Politik-Brett, aber ich glaube ist hier doch besser aufgehoben…?

Gruß, David

Guten Morgen!

Vielen ist - auch ohne Michael Moore oder Alex Jones Dokumentationen - klar, dass Bush nicht gerade von Klugheit und Weisheit gesegnet worden ist. Vielmehr sind es seine engsten Berater, die die Neue Weltordnung überall herbeibomben wollen, damit die Ressourcen der Welt auch in Zukunft in den Enden der einzigen Weltmacht verbleiben. Bush, der durch seine Jugend durch christliche Fundamentalisten vom Alkohol gereinigt wurde, mag Rückfälle haben und diese Mögen ihn zu seinen stupiden Äusserungen gebracht haben. Als aussenstehender ist mir nicht klar, ob er wirklich so doof ist, oder ob er damit jene in den USA bedient, für die Bush ein göttlicher Bote ist. Machen wir uns nichts vor, die Weltmacht Nr. 1 hat sehr viele christliche Fundamentalisten, die mit jenen christlichen Wertvorstellen, in unseren Breitengräden nichts zu tun hat, es sei denn man gehet einige Jahrhunderte zurück. Statements, wie diese hat der Herr Bush des öfteren getätigt. Nichts neues aus dem Schädel. Die Menschen in den USA müssen auf sowas stehen, nicht anders erkläre ich mir seine Wiederwahl.

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Hallo David,

Gott spricht überhaupt nicht mit Bush.

Der liebe Mann ist Alkoholiker. Und wahrscheinlich hat er früher auch andere Drogen genommen - keine Ahnung.
Aber auf jeden Fall hat er irgendwann begriffen, daß ihm die Sauferei nix bringt, er ist heute trocken. Offenbar hat er das selber durchgezogen und den Auftrag dazu für eine göttliche Erlauchtung gehalten. Es ist ja nicht selten, daß trockene Alkoholiker ihre Abstinenz als Gnade Gottes sehen - der Ansatz der gerade in den USA verbreiteten Anonymen Alkoholiker beinhaltet ja den Glauben an eine höhere Macht ausdrücklich.
Und dabei ist er offenbar total ins andere Extrem gefallen.
Das ist nicht selten, in der Regel sind ja ehemalige Raucher auch die miletantesten Nichtraucher. Und es kostet (weiß ich aus eigener Erfahrung) einem trockenen Alkoholiker auch ne Menge Arbeit, bis er zu der Einsicht kommt, nun nicht unbedingt alle welt bekehren zu müssen.

Aber bei Bush ist das in totalen Fanatismus umgeschlagen. Der glaubt nun tatsächlich, auserwählt zu sein, die ganze welt vom Bösen zu befreien (und was Böse ist, entscheidet natürlich er). Und natürlich sieht er sich dabei von Gott erleuchtet und berufen.
Dieser Fanatismus ist natürlich saugefährlich, wenn jemand dazu noch die nötige Macht bekommt. Das Ganze ähnelt dann sher Hitlers bekannter Vorsehung. Normalerweise sollten in einer Demokratie da ein paar Sicherungen sein, die verhindern, daß derartige Fanatiker zu viuel MAcht bekommen - aber die ausgesprochen starke Stellung des Präsidenten gegenüber den gewählten Abgeordneten in den USA macht da offenbar sehr vieles möglich…

Gernot Geyer

Hi David,

naja. Im Grunde spricht Gott ja mit jedem, der’s hören will…

Dass das dann einen Krieg (oder gar mehrere) rechtfertigt, ist ja historisch nichts neues…

Aber da ich ein sehr objektiver Mensch bin, bin ich auch der Meinung, man sollte sich nicht nur auf die möglicherweise negativen Motivationen berufen, sondern auch sehen, dass die Menschheit in Irak von einem grausamen und selbstsüchtigen Diktator befreit worden sind. Und wenn sie sich jetzt nicht allzu dumm anstellen, können sie auch bald ein Wohlstandsland sein.

Just my 2cents…

Typhoon

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Hallo Typhoon

Aber da ich ein sehr objektiver Mensch bin, bin ich auch der
Meinung, man sollte sich nicht nur auf die möglicherweise
negativen Motivationen berufen, sondern auch sehen, dass die
Menschheit in Irak von einem grausamen und selbstsüchtigen
Diktator befreit worden sind. Und wenn sie sich jetzt nicht
allzu dumm anstellen, können sie auch bald ein Wohlstandsland
sein.

Diese „Befreiung“ ist leider eine „Befreiung“ im Konjunktiv.
Die Leute, die das so vorher gesagt haben, wurden „weggebügelt“
mit „Weltfortschritt“, „wird-schon-klappen“ und „Demokratie“.

Diese Ignoranz und die Anwendung des Machbarkeitsprinzips hat,
wie nahezu immer, ein ganzes Volk ins Elend und ins Unglück
gestürzt, wenn man von den Kurden absieht, denen es genau
so geht wie vorher.

Die meisten Leute hier Leben in einer Traumwelt,
was den Irak betrifft. So hatte der Irak zwar einen
„grausamen und selbstsüchtigen Diktator“ jedoch
lies es sich unter den Bedindungen für den „ein-
fachen Mann“ zumindest überleben, man konnte zur
Schule gehen, an einer Universität studieren, eine
Familie gründen und für ihren Lebensunterhalt
sorgen - sofern man nicht das Regime herausforderte -
z.B. durch Teilnahme an einer radikalislamischen Bewegung.

Oder wie es G. Anders sagte:

Ignoranz heißt die Retterin unserer Integrität

oder

Da die als „Wissen“ verpackte Ignoranz auch die
Ignoranz der Ignoranz in sich begreift, ist sie die
beste aller möglichen Ignoranzen

Mein Senf.

Grüße

CMБ

Hallo,

nicht verschweigen sollte man dabei, dass es sich um ein Hörensagen-Zitat der BBC
handelt, das sowohl vom Weißen Haus als auch von anderen Ohrenzeugen dementiert
wird:

http://de.news.yahoo.com/051007/286/4puaq.html

So long
Christian

Hallo Typhoon,

naja. Im Grunde spricht Gott ja mit jedem, der’s hören will…

der, der’s hören will, glaubt zu hören, was er will, macht sich dann seinen Senf draus und macht, was er will …

Dass das dann einen Krieg (oder gar mehrere) rechtfertigt, ist
ja historisch nichts neues…

Das allerdings ist richtig - „Gott will es“ (Kreuzzüge), „Gott mit uns“ (1. WK) - nur zwei Beispiele.

Aber da ich ein sehr objektiver Mensch bin, bin ich auch der
Meinung, man sollte sich nicht nur auf die möglicherweise
negativen Motivationen berufen, sondern auch sehen, dass die
Menschheit in Irak von einem grausamen und selbstsüchtigen
Diktator befreit worden sind.

Dass Saddam ein grausamer Diktator war, steht ausser Zweifel. Dennoch halte ich Deine Aussage und Rechtfertigung des Krieges für schlicht ungeheuerlich. Selbst gut meinende Intelektuelle im Irak sagen, „die Amerikaner haben es geschafft, alle Terroristen dieser Welt in den Irak zu holen.“ Und so sieht’s ja auch dort aus. Wir sind schon völlig aus dem Häuschen, wenn in Europa oder USA jedes Jahr ein Bombenanschlag mit zig oder hunderten von Toten ist (was natürlich schlimm ist!), im Irak ist das seit dem Krieg dort an der Tagesordnung!
Wenn da jeder selbsternannte Moralwächter Kriege gegen jeden Diktator machen könnte, hätten wir eine schlimme Welt, gegen die unser heutiges Leben das reinste Paradies ist!
Im Übrigen ist Bush’s Rechtfertigung scheinheilig. Wie wäre es denn mit den ganzen Diktatoren in Mittel- und Südamerika oder Afrika? Da gäbe es noch eine ganze Menge Völker zu befreien!

Und wenn sie sich jetzt nicht
allzu dumm anstellen, können sie auch bald ein Wohlstandsland
sein.

Ja, dieses dumme Volk dort … „warum leben die nicht einfach wie wir? Dann ginge es ihnen auch so gut,“ sagen die US-Amerikaner immer …

Just my 2cents…

Jouuu, das waren wirklich nur 2 cents :frowning:(

Stucki

Hallo Gernot,

… - aber die
ausgesprochen starke Stellung des Präsidenten gegenüber den
gewählten Abgeordneten in den USA macht da offenbar sehr
vieles möglich…

Das ist wohl das Problem einer jeden Präsidialdemokratie. Habe gerade einen Film über Putin und seinen Vorgänger Jelzin gesehen. Letzterer hat sein Macht wohl ganz erheblich für seien Zwecke missbraucht - um’s mal vorsichtig auszudrücken. Und niemend konnte da was machen.

Frankreich ist da aufgrund langer Tradition Gott sei Dank gefestigt. Aber prinzipiell gibt es das Problem da auch!

Gruß, Stucki

Hallo Stucki,

naja. So wie die Medien in den USA den Irakkrieg forcierten, wird in Deutschland das genaue Gegenteil getan.

Ich bin nicht an der Reihe, Bush’s Außenpolitik zu rechtfertigen. Schließlich trage ich keine Verantwortung dafür und hab ihn auch nicht gewählt.

Allerdings ist diese Schwarz/weiß-sicht wohl das allerletzte, was die Welt braucht. Der Irak hat die Chance, demokratisch zu werden- ob sie genutzt wird, ist die Entscheidung des irakischen Volks.

Von wegen Terror, dürfte es doch mittlerweile allseits bekannt sein, dass Bin Laden (vs. Bush) vor allem persönliche Motive hat- Bush (vs. Saddam) auch.

Es ist mir egal, ob ich mit meiner Meinung weltweit alleine dastehe (was glücklicherweise nicht der Fall ist), aber ein Diktator weniger ist immer ein positives Ereignis mehr (ich glaube kaum, dass die irakischen Bürger, die beim amerikanischen Einmarsch die Saddam Figur umgestoßen haben, von Bush bezahlte Komparsen waren…). Findige Argumentatoren werden jetzt sicherlich einwänden, dass Bush ja auch ein böser Diktator ist - die kann ich beruhigen. Die Amtszeit ist bald vorbei und das war’s dann auch. That’s democracy!

Und mit ner (nem?) Merkel an der deutschen Spitze wären die Deutschen auch schön mit in den Irak einmarschiert.

Kurz noch zu einigen Punkten:

Wenn da jeder selbsternannte Moralwächter…

Bush ist durch das amerikanische Volk legitimiert. Der Krieg fand ja während der ersten Periode statt ergo: die US-amerikanische Außenpolitik auch.

Kriege gegen jeden Diktator machen könnte, hätten wir eine schlimme :Welt, gegen die unser heutiges Leben das reinste Paradies ist!

Wir und unser. Das sind die prägenden Worte dieses Satzes. Was ist mit den Leuten, die unter den Diktatoren zu leiden haben?

Im Übrigen ist Bush’s Rechtfertigung scheinheilig.

Ich hab nie etwas anderes behauptet. Allerdings ist ein Teilaspekt des Resultats (nämlich der Sturz eines mordenden Diktators) nicht negativ.

Wie wäre es
denn mit den ganzen Diktatoren in Mittel- und Südamerika oder
Afrika? Da gäbe es noch eine ganze Menge Völker zu befreien!

Auf geht’s!

Und wenn sie sich jetzt nicht
allzu dumm anstellen, können sie auch bald ein Wohlstandsland
sein.

Ja, dieses dumme Volk dort …

Sorry, das lass’ ich nicht gelten. Du legst mir die Worte in den Mund.

„warum leben die nicht einfach
wie wir? Dann ginge es ihnen auch so gut,“ sagen die
US-Amerikaner immer …

Das ist falsch. Erstmal sagen die US-Amerikaner im Kollektiv gar nichts sondern immer nur Individuen. Und zweitens sagen sie es sicherlich nicht immer. Das sind wieder vorurteilsbehaftete Pauschalisierungen. Zeugt nicht von Weitsicht.

Just my 2cents…

Jouuu, das waren wirklich nur 2 cents :frowning:(

Lass ich mal unkommentiert.

Gruß,
Typhoon

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Hallo,

Die meisten Leute hier Leben in einer Traumwelt,
was den Irak betrifft. So hatte der Irak zwar einen
„grausamen und selbstsüchtigen Diktator“ jedoch
lies es sich unter den Bedindungen für den „ein-
fachen Mann“ zumindest überleben, man konnte zur
Schule gehen, an einer Universität studieren, eine
Familie gründen und für ihren Lebensunterhalt
sorgen - sofern man nicht das Regime herausforderte -
z.B. durch Teilnahme an einer radikalislamischen Bewegung.

Ich sehe das ganze ehrlich gesagt etwas kritischer. Keine Frage, das, was derzeit
im Irak passiert kann nicht das Ende der Geschichte sein und ist weit von einer
Lösung entfernt. Aber Dein Argument zieht m.E. nicht. „Der einfache Mann“ durfte,
wie Du schon erwähntest, nicht zufällig Kurde sein. Er durfte auch keine eigene
Meinung haben, so die denn nicht mit dem Staat konform ging - dann konnte er
nämlich nicht zur Universität gehen, eine Familie gründen und für deren Unterhalt
sorgen. Bestenfalls wurde er aus dem Land gejagt (oder er flüchtete),
schlimmstenfalls will man sich kaum ausmalen, was mit ihm passierte. Und
natürlich ist es kein Zufall, dass hier von „Mann“ die Rede ist. Dass man(n)
nicht wählen darf ist unter einem „grausamen und selbstsüchtigen Diktator“ klar,
muss ja nicht weiter drüber reden.

In der DDR war es auch so… So lange man nur seinen Mund gehalten hat, musste
man nicht allzu viel Angst haben, durfte aber auch nicht viel erwarten. Und dann
gab es da ja noch eine Diktatur in Deutschland, mit einem „grausamen und
selbstsüchtigen“ Diktator. So lange der Krieg noch nicht ausgebrochen war, durfte
man halt nicht Jude sein, oder Regimegegner, da ging es einem auch nicht so
schlecht. Aber was ist draus geworden?

Ich weiß, die Vergleiche sind vielleicht nicht 1:1 übertragbar, aber ich glaube
nicht, dass „der einfache Mann“ im Irak heute schlechtere Chancen hat zu
überleben als unter Hussein. Und so schlimm die Attentate auch sind: zum Einen
beschränken sie sich auf einen sehr kleinen Teil des Landes. Und: nur, weil man
heute von jedem einzelnen Opfer erfährt heißt das nicht, dass es in der Diktatur
nicht jeden Tag Hinrichtungen und den billigend in Kauf genommenen Tod anderer
Unschuldiger gegeben hat - die Massengräber sprechen für sich.

Gruß
Christian

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von Bush bezahlte Komparsen
Hallo Typhoon,

Als Anmerkung:

(ich glaube kaum, dass die irakischen Bürger, die beim
amerikanischen Einmarsch die Saddam Figur umgestoßen
haben, von Bush bezahlte Komparsen waren…).

Leide muss ich Dir mitteilen, dass die
„Saddam-Figur-Umwerfer“, die wir damals
„im Fernsehen“ bewundern durften, tatsächlich
„von Bush bezahlte Komparsen waren“. Genauer
gesagt, es waren „von Wolfowitz legitimierte
und organisierte Komparsen“, es waren die Leute
A. Chalabis. Das ist iirc erwiesen, mehrere
Publikationen beschäftigten sich damit.

http://www.inthesetimes.com/site/main/article/how_to…

 “A lot of people are angry at America,” 
 Abdel-Kerim said. “Look how many people they 
 killed. Today <u>I saw some people</u> breaking 
 this monument, but there were people — men and 
 women — who stood there and <u>said in Arabic</u>: 
 ‘_Screw America, screw Bush_.’ So all this 
 is not a simple situation.”

Falls ich darauf stosse, hänge ich noch andere Links an.

Grüße

CMБ

Hi Semjon,

haja, wenn das in einem Blog so steht, muss es schon stimmen…

Der elfte September war übrigens ein Komplott der Bushregierung… http://www.suite101.com/topic_page.cfm/6778/5350

Gruß,
Typhoon

Hallo Typhoon

haja, wenn das in einem Blog so steht, muss es schon
stimmen…
Der elfte September war übrigens ein Komplott der
Bushregierung…

Warum so ein Schnellschuss? Warum nicht
mal ein wenig in Ruhe nachblättern und
dann hier auftrumpfen? :wink:

http://www.boston.com/news/packages/iraq/globe_stori…

 'It was the mother of all photo ops,' says Norman 
 Solomon, coauthor of 'Target Iraq: What the News Media 
 Didn't Tell You.' Solomon saw yesterday's focus on the 
 statue as an 'example of the tremendously subjective character 
 of the media coverage in this war. . . . What was notable was 
 how few Iraqis were there. It was almost like a lethargic pep 
 rally. 

Oder hast Du derzeit keine Ruhe?

Grüße

CMБ

Hi Semjon,

ja, das ist ein Artikel, der die Medienbedeutung dieser Statuenfallsituation analysiert. Nichts mehr und nichts weniger.
Was Fundiertes steht nicht drin…

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ein Volk, das unter einem Diktator lebt(e), diesem ernsthaft nachtrauert?
Nein. Die derzeitigen Störer, sind die kleinen Gruppen, die unter dem Regime große Vorteile genossen. Ein Großteil des restlichen Volkes war sicherlich froh darüber befreit worden zu sein. Und wenn dieser kleine „böse“ Teil aufhören würde den Staat zu zerstören, wäre allen sehr geholfen.

Wie gesagt: Ich bezweifle nicht, dass Bush’s Indikatoren für den Krieg die Verpflichtung gegenüber alten Sponsoren und Kollegen in der Ölbranche waren (was negativ zu werten ist), allerdings erachte ich das Resultat - und zwar den Sturz eines „grausamen und selbstsüchtigen“ Diktators und den Einzug von Menschenwürde und Freiheit in den Irak- für absolut erstrebenswert.

)

Gruß,
Typhoon

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Falls
Hi Gernot

Gott spricht überhaupt nicht mit Bush.

Der liebe Mann ist Alkoholiker. Und wahrscheinlich hat er
früher auch andere Drogen genommen - keine Ahnung.

Falls Gott mit Menschen spricht, warum sollte er es dann mit Alkoholikern und Junkies nicht tun?

:wink::wink:

Gruß

Metapher

Gott spricht überhaupt nicht mit Bush.

Der liebe Mann ist Alkoholiker. Und wahrscheinlich hat er
früher auch andere Drogen genommen - keine Ahnung.
Aber auf jeden Fall hat er irgendwann begriffen, daß ihm die
Sauferei nix bringt, er ist heute trocken. Offenbar hat er das
selber durchgezogen und den Auftrag dazu für eine göttliche
Erlauchtung gehalten.

Hallo David,
Es gibt dazu ein ähnliches Beispiel: Als Paulus in der Wüstenhitze einen psychotischen Schub erlitt, hörte er auch göttliche Stimmen, gerade er, der doch ein fanatischer Christenverfolger war. Und plötzlich, oh Wunder war er bekehrt und wurde zum wichtigsten Bibelautor! Ja auch er wurde zum Fanatiker.
Gruss: hardy :

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Hallo David,

Ich habe letzte Woche einen sehr interessanten Zeitungsartikel
gelesen, nach dem Bush behauptet haben soll, mit Gott zu
sprechen.

das ist nichts besonderes, das tu ich auch :wink:

Dieser habe ihm befohlen, so die Zeitung, in den Irak zu
gehen.

Da wird es dann schon interessant.
Die Frage lautet: Was hat Gott zu Bush gesagt?
Darüber gibt es keine gesicherte Information.

Und dann kommt die Frage:
Wie hat Gott sich das vorgestellt und
wie hat Bush das ausgeführt?

Dazu ein interessantes Beispiel von Mose (4.Mose 20,7-12)
Und der HERR redete mit Mose und sprach: Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh. Da nahm Mose den Stab, der vor dem HERRN lag, wie er ihm geboten hatte. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen, und er sprach zu ihnen: Höret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch wohl Wasser hervorbringen können aus diesem Felsen? Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit dem Stab zweimal. Da kam viel Wasser heraus, so daß die Gemeinde trinken konnte und ihr Vieh. Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht an mich geglaubt habt und mich nicht geheiligt habt vor den Israeliten, darum sollt ihr diese Gemeinde nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben werde.

Gott sagte: rede
Mose schlug zu

Könnte ja bei Bush auch so gewesen sein :wink:

Gruss Harald

Hallo,

darum geht es doch gar nicht.

Ich bin ja auch inzwischen überzeugt, daß es Gott gibt - irgendwer muß einfach damals den Daumen dazwischen gehalten haben und entschieden haben, daß ich noch ne Chance kriege, als ich mit Leberversagen im Krankenhaus lag.
Das Problem ist nur, zu unterscheiden, was Gott von uns wirklich will und wo wir uns nur einbilden, es zu wissen. Da kann ein wenig Selbstzweifel an der eigenen Größe und Bedeutung durch angebracht sein. Ich zum Bispiel bin überzeugt davon, daß ich viel zu unbedeutnd bin, als daß Gott ausgerechnet mir den Auftag geben könnte, die Welt alleine zu retten.

Im Übrigen - Jesus predigte meines Wissens den frieden. Und die ersten Christen in Rom gegen ohne Gegenwehr für ihren Glauben in den Tod - und hinterließen genau dadurch gewaltigen Eindruck bei den Menschen.
Nun gehört dazu allerdings ein sehr gefestigter Glaube (ich weiß echt nicht, ob ich das drauf hätte) und es ist allemal einfacher, statt dessen erstmal ein paar Bomber zu schicken und dann zu schauen, ob da was war. Aber christlich im Sinne von Jesus ist es mit Sicherheit nicht, da kann mir einer erzählen, was er will. Und deshalb bion ich überzeugt - daß kann kein Auftrag von Gott sein.

Gernot Geyer

Hallo,

darum geht es doch gar nicht.

Hi Gernot,
schonmal vorab eine Entschuldigung, dieser Artikel könnte zu persönlich werden, aber Du hast Argumente vorgebracht, die ich nicht so stehen lassen möchte:

Ich bin ja auch inzwischen überzeugt, daß es Gott gibt -
irgendwer muß einfach damals den Daumen dazwischen gehalten
haben und entschieden haben, daß ich noch ne Chance kriege,
als ich mit Leberversagen im Krankenhaus lag.

Und was zum Geier haben dann die armen Seelen verbrochen, die diese Chance nicht bekamen? Hatte Gott kein Bock auf „Daumendazwischenhalten“ oder war grad mit Bush beschäftigt???
-Kind im Backofen von Eltern in 8h gegart
-Jessica aus Hamburg: verhungert ohne das Mana vom Himmel fiel
-Shelma Stern aus F bei D, die 1942 angucken musste wie ihre Eltern vergast wurden und dann kläglich verhungert
-Erwin M. aus S bei F, der mit seinen 4Monaten im Kinderbett an seiner eigenen Kotze ersticken musste
-…
-…
-…

Das Problem ist nur, zu unterscheiden, was Gott von uns
wirklich will und wo wir uns nur einbilden, es zu wissen. Da
kann ein wenig Selbstzweifel an der eigenen Größe und
Bedeutung durch angebracht sein.

Wann kapiert ihr das endlich? Gott diktierte uns selbst, dass er den „Heiligen Geist“ ausgeschüttet hat um uns Querdenker endlich loszusein! Jede Frage „Was denkt Gott sich dabei?“ ist vermessen, egozentrisch und überheblich (s. Bush und Konsorten)

Ich zum Bispiel bin überzeugt
davon, daß ich viel zu unbedeutnd bin, als daß Gott
ausgerechnet mir den Auftag geben könnte, die Welt alleine zu
retten.

Gott hat IMHO keinem den Auftrag gegeben die Welt zu retten; allerhöchstens denen Strafmilderung am Jüngsten Gericht versprochen, die sich „gottgefällig“ verhalten haben (was auch immer das sein mag)

Im Übrigen - Jesus predigte meines Wissens den frieden. Und
die ersten Christen in Rom gegen ohne Gegenwehr für ihren
Glauben in den Tod - und hinterließen genau dadurch gewaltigen
Eindruck bei den Menschen.

Volle Zustimmung. Mit einer der Gründe, warum ich glaube das Christentum ist zu Recht eine Weltreligion geworden!

Nun gehört dazu allerdings ein sehr gefestigter Glaube (ich
weiß echt nicht, ob ich das drauf hätte) und es ist allemal
einfacher, statt dessen erstmal ein paar Bomber zu schicken
und dann zu schauen, ob da was war. Aber christlich im Sinne
von Jesus ist es mit Sicherheit nicht, da kann mir einer
erzählen, was er will. Und deshalb bion ich überzeugt - daß
kann kein Auftrag von Gott sein.

Meinst DU. Aber wann kapiert ihr Gottinterpretierer endlich, dass es VON Menschen FÜR Menschen geschrieben worden ist?? Jesus war nicht Gottes Sohn und Moses hat die 10 Gebote nicht von Gott diktiert bekommen. Ich bin leider nicht so bibelfest, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass man linientreu bei der Bibel sein kann und den Irakkrieg rechtfertigen kann! Das ist der Müll an geschriebenen Wort, dass von unmündigen Menschen für bare Münze genommen wird: Israel beharrt auf seinem von „Gott geschenktem Land“, Bush beharrt auf die „Befreiung der Unterdrückten“ und Komeini auf der „Vertilgung der Ungläubigen“

Die „…“ sind keine wörtlichen, jedoch sinngemäßen Zitate aus den jeweiligen „Bibeln“ der Weltreligionen Islam, Christentum, Judentum (wobei ich letztere mit einigen Milliönchen Anhängern mit Magenschmerzen dazuzähle)

Gernot Geyer

Jartul Sempri

Hallo,

mal der Reihe nach.

Und was zum Geier haben dann die armen Seelen verbrochen, die
diese Chance nicht bekamen? Hatte Gott kein Bock auf
„Daumendazwischenhalten“ oder war grad mit Bush
beschäftigt???

Das weiß ich nicht - ich bin schließlich nicht Gott und er weiht mich auch nicht in seine Pläne ein. Ich weiß nur, daß ich nopch ne zweite Chance gekriegt habe und dafür bin ich dankbar.

Wann kapiert ihr das endlich? Gott diktierte uns selbst, dass
er den „Heiligen Geist“ ausgeschüttet hat um uns Querdenker
endlich loszusein! Jede Frage „Was denkt Gott sich dabei?“ ist
vermessen, egozentrisch und überheblich (s. Bush und
Konsorten)

Wieso ist die Frage an sich überheblich? Zuerst einmal ist doch menschlich, denke ich mal. Ich bin schließlich nicht Jesus - und das ist auch gut so. Aber das bedeutet auch, daß ich als kleiner Mensch unvollkommen bin und voller Zweifel, Fehler und Fragen.
Daß es keine Antgwort auf diese Frage geben wird und die Frage an sich schon unlogisch ist, weil sich ja Gott nicht irren kann und wohl weiß, was er tut, ist ne andere Sache. Ob es mir aber je gelingen wird, so viel demut zu haben, dies immer unbesehen hinzunehmen… das weiß ich nicht.

:Meinst DU. Aber wann kapiert ihr Gottinterpretierer endlich,

dass es VON Menschen FÜR Menschen geschrieben worden ist??
Jesus war nicht Gottes Sohn und Moses hat die 10 Gebote nicht
von Gott diktiert bekommen. Ich bin leider nicht so bibelfest,
aber ich bin mir zu 100% sicher, dass man linientreu bei der
Bibel sein kann und den Irakkrieg rechtfertigen kann! Das ist
der Müll an geschriebenen Wort, dass von unmündigen Menschen
für bare Münze genommen wird: Israel beharrt auf seinem von
„Gott geschenktem Land“, Bush beharrt auf die „Befreiung der
Unterdrückten“ und Komeini auf der „Vertilgung der
Ungläubigen“

Ich möchte keine tehologische Diskussion lostreten, was ide Juden oder die Mohammedaner glauben müssen oder sollen oder dürfen. Nur eins weiß ich: krieg trifft immer die Unschuldigen. In den Stäben fallen höchstens Orden aber keine Bomben. Und deshalb weiß ich auch nicht, ob sich ein Krieg überhaupt rechtfertigen läßt - zumal der ursprüngliche Kriesgrund ja in diesem Fall echt ne Lufnummer war. Denn Hussein hat NICHT gelogen, er hatte KEINE Massenvernichtungswaffen. Gelogen hat Bush, der ihm das gegenteil unterstellt hat. Nun soll mir aber einer mal sagen, wie er auf ner Lüge einen gerechten krieg aufbauen will.
Und da die Iraker ja nach wie vor mit Bo,meben und nicht m it Blumen um sich werfen, behaupte ich mal, daß die gar nicht so scharf drauf waren, befreit zu werden.

Gernot Geyer