Hallo Experten,
ich habe da auch eine Frage zum Joggen.
Die Vorgeschichte:
mit etwas Übung und Ausdauer schaffe ich es mittlerweile manchmal 45 Minuten am Stück zu joggen (ansonsten 30 Minuten, 3 mal die Woche). Das motiviert natürlich, und deswegen wollte ich auch mal morgens vor dem Frühstück, nach einer gewissen Wachwerdphase in den Wald gehen. Das Einzige, was ich zu diesem Zeitpunkt zu mir genommen habe, ist dann ein Käffchen und 1-2 Glas Wasser.
Das Problem:
wenn ich morgens jogge, bekomme ich Seitenstechen. Nachmittags/abends habe ich damit mittlerweile nur noch ganz ganz selten Schwierigkeiten, meistens dann, wenn ich zuvor noch eine Kleinigkeit gegessen habe. Das Dumme am morgendlichen Seitenstechen ist, dass die üblichen Tricks wie „Draufdrücken“, Pause machen etc. nicht helfen.
Die Frage(n):
Kann es überhaupt sein, dass es an der Uhrzeit liegt?
Was kann man dagegen tun?
Könnte es am Kaffee liegen???
Oder am nüchternen Magen?
Es dankt für eventuelle Antworten der
Schwabe
Hallo Schwabe,
mit etwas Übung und Ausdauer schaffe ich es mittlerweile
manchmal 45 Minuten am Stück zu joggen […] Das Einzige, was ich zu
diesem Zeitpunkt zu mir genommen habe, ist dann ein Käffchen
und 1-2 Glas Wasser.
wenn ich morgens jogge, bekomme ich Seitenstechen.
Zur Seitenstechen-Frage äußert sich „der Meister“ Herbert Steffny höchstselbst:
„Langsamer laufen! Bei Einsteigern wird das Blut oft ruckartig aus den Reserveorganen Leber oder Milz gerissen, wenn man zu schnell beginnt. Wer schon länger läuft „lernt“ die Blutumverteilung besser zu können. Die schmerzende Stelle pressen (nach vorne beugen und die schmerzende Bauchseite anspannen oder mit der Faust reindrücken) und wie gesagt langsamer laufen. Nur leicht verdauliche Nahrung vor dem Laufen essen (z.B. Banane 1 Std. spätestens vorher). Nicht zuviel trinken! Auch die Aufhängebänder des Darms im Eingeweideraum können durch das „Geschüttle“ gereizt sein. Hieran gewöhnt sich aber der Körper ebenfalls. Die Atmung kann ebenfalls an ihrer Grenze sein (Zwerchfell = stärkster Atemmuskel), wenn man zu schnell läuft. Auch hier hilft langsamer laufen und Bauchmuskeltraining. An der Grenze bekommen auch Spitzenläufer Seitenstiche. Ich selbst lief übrigens 1986 mit Seitenstichen zwischen Kilometer 30 und 40 noch auf einen Medaillenrang. Ich hab mir halt alles verkniffen und gebissen…“
Mir hilft „Wegatmen“. Bei Auftreten der Beschwerden Bauch so weit es geht einziehen (Bauchnabel „nach innen“) und bewusst viel länger aus- als einatmen.
Ruhig weiterlaufen, Nabel weitmöglichst Richtung Wirbelsäule ziehen, „pustend“ laaaaange ausatmen.
Das sollte helfen.
Da ich am liebsten direkt nach dem Aufstehen laufe (also wenn bei Sonnenaufgang die Vögel nur für mich allein „brüllen“
, zwinge ich mir vorher eine halbe Flasche stilles Wasser rein, um den Flüssigkeitsverlust durch das nächtliche Schwitzen vor der Belastung auszugleichen, was mir auch keinerlei Probleme bereitet.
Kaffee vorher traue ich mich allerdings nicht …
Gruß
Birgitt
Hallo,
eine Theorie für Seitenstechen besagt, daß die Ursache unzureichende Zwerchfelldurchblutung ist. Das scheint insofern gegenüber der Milz These zu passen, da Seitenstechen nicht nur einseitig auftritt. Was das jetzt mit dem morgens joggen zu tun hat, darüber kann ich nur spekulieren. Evtl. sind die Probleme durch die plötzliche Blutumverteilung parasympathisch und sympathisch innervierter/angeregter Organe bedingt, denn Nachts dominiert der Parasympathikus gegenüber dem Sympathikus. Plötzlich aufstehen + (sympathisch wirkende) Belastung könnte zuviel für das Zwerchfell sein - wie gesagt nur eine Vermutung. Andere Möglichkeit - Dehydration. Versuch einfach mal abends mehr Wasser zu trinken und kurz vor dem Laufen noch einen ordentlichen Schluck. Evtl. reicht das schon aus.
Gruss
Enno
Hallo,
ich tippe beim nochmaligen überlegen einfach darauf, daß anfangs zu viel Tempo gemacht wird. Wenn er trotz solcher Tips immer noch die Probleme hat, gäbe es einen Lsg. Ansatz, den man hier leider nicht diskutieren kann, ohne daß das Geschrei Planloser losgeht.
Gruss
Enno
Hallo,
ich tippe beim nochmaligen überlegen einfach darauf, daß
anfangs zu viel Tempo gemacht wird.
Diese Vermutung teile ich. Liegt ja auch nahe: Morgens - ausgeruht, fit und energiegeladen - verfällt Mensch wahrscheinlich ganz automatisch eher in zügigeren Trab als nachmittags oder abends, wenn nach vollbrachtem Tagewerk die Luft so langsam raus ist.
[…] gäbe es einen Lsg. Ansatz, den
man hier leider nicht diskutieren kann, ohne daß das Geschrei
Planloser losgeht.
Stichwort …?
Gruß
Birgitt
Hallo,
Stichwort …?
Stimulantien (vorzugsweise solche, die nicht unter das BTMG fallen).
Gruss
Enno