Selbstbewusstsein bei 10jährigem

Hallo!

Folgender Fall: Ein Junge, 10 Jahre.

Ein Beispiel: sitzt das Kind allein mit Erwachsenen im Auto, verhält es sich „normal“, sprich vernünftig. Es ist ansprechbar, gibt Antwort, sitzt relativ still.
Sobald andere Kinder mit im Auto sitzen, mutiert das Kind zum Kasper, es ist kaum ansprechbar, nicht mehr zu beruhigen, laut etc.

Ebenso in der Schule, natürlich eine Katastrophe, im Unterricht sind ja immer andere Kinder anwesend.

Das Kind schwankt laut Aussage des Lehrers im Unterricht zwischen Rumkasperei und totaler Abwesenheit (meist Nägelkauend). Auf sein Verhalten und seine Leistungen angesprochen, zuckt er mit den Schultern und sagt „mir doch Wurst“.

Es ist die 4.Klasse, die Kinder stehen unter Druck wegen des Übertritts, der Lehrer ist pädagogisch eine ziemliche Nullnummer (Er demotiviert die Kinder, sagt ihnen z.B. zig mal am Tag, dass sie nichts können, er ist dauergenervt, hat noch nie ein Kind gelobt. Man kann aber an seiner Person definitiv nichts ändern. Ich möchte auch nicht behaupten, der Lehrer wäre an der Situation allein schuld, da kommen sicher mehrere Dinge zusammen).

Der Junge ist allgemein recht unkonzentriert und zappelig, ADHS ist eigentlich von ärztlicher Seite ausgeschlossen. Er macht jede Menge Sport, nach dem Training merkt man richtig, dass er nicht mehr so unter Strom steht.

Auch aus anderen Blickwinkeln (z.B. auch seine eigenen Äußerungen) hat der Junge ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl. womit ich bei der eigentlichen Frage bin:

Woraus speist sich (ganz konkret) das Selbstwertgefühl bei Kindern in dem Alter? Wie kann man es fördern?

Das Dilemma ist: Aufgrund des Verhaltens in der Schule sind die Leistungen entsprechend schlecht (Sie schwanken stark zwischen 1 und 5, leider mehr von Letzterem), Grund zum Loben dort also kaum zu finden. Beim Sport traut er sich nicht viel zu (obwohl er topfit ist), verhält sich abwartend oder rumkaspernd, deshalb bleiben auch hier die großen Erfolgserlebnisse aus.

Ein anderer Faktor ist: Es ist auch nicht wirklich möglich, den Druck „rauszunehmen“ (damit wurden im letzten Jahr schon gute Erfahrungen gemacht), es ist nunmal die 4. Klasse und die Kinder bekommen von allen Seiten ständig erzählt, wie wichtig der Übertritt ist. Es geht hier auch nicht darum, das Kind auf Biegen und Brechen aufs Gymnasium zu schicken, laut Aussage anderer Lehrkräfte, die ihn in den letzten Jahren unterrichtet haben, wäre er dazu intellektuell wohl in der Lage. Wenn er auch nur halbwegs bei der Sache ist, löst er sämtliche Aufgaben ohne größere Probleme.

Für Tipps und Lösungsansätze wäre ich dankbar.

Grüße
kernig

Hallo,

wie selbstbewusst wir sind, ist zum Teil genetisch bedingt. Eine Theorie besagt, dass die Entwicklung des Selbstwertgefühls bis zum 5. Lebensjahr weitgehend abgeschlossen ist. Frühkindliche Erlebnisse spielen eine große Rolle. Dennoch würde ich nicht behaupten wollen, dass der Zug für Veränderungen damit abgefahren sei.

Das, was du an Verhaltensweisen beschreibst, klingt für mich in jedem Fall nach ziemlichem Stress. Die Frage ist, ob dieser abklingt, wenn der Schulwechsel geschafft ist - dann würde Aussitzen helfen - oder ob er danach weiter geht.

Du sagst zwar, dass es nicht primär darum geht, den Jungen aufs Gymnasium zu schicken. Ich meine dennoch, eine entsprechende Absicht herauszuhören - entschuldige bitte, wenn ich damit falsch liege. Die Erwartungshaltung der Eltern, auch wenn sie nicht explizit ausgesprochen oder sogar vordergründig dementiert wird - hat oft sehr nachhaltige Auswirkungen auf das Verhalten von Kindern. Sie haben feine Antennen für das, was Eltern gut oder schlecht finden. Für diese Möglichkeit spricht, dass der Junge sich in Anwesenheit der Eltern angepasst verhält.

Ich würde zudem vermuten, dass er seine Kleinkinderzeit mehr mit Erwachsenen als mit Kindern verbracht hat. Er scheint unsicher zu sein, wie er sich im Umgang mit ihnen verhalten soll.

Ich würde die Hilfe eines KInderpsychologen hinzuziehen. Nicht, weil ich einen Therapiebedarf sehen würde (das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen), sondern weil es hilfreich dabei sein könnte, rauszufinden, was der Junge selbst eigentlich möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass er den Eltern gegenüber nicht den Mut hätte, seine wahren Wünsche zu offenbaren - aus o.g. Gründen. Möglicherweise weiß er aber auch grade überhaupt nicht, was er selbst möchte und auch hier könnte Hilfe von außen vielleicht Klarheit bringen.

Selbstwertgefühl wird immer dann gefördert, wenn jemand positive Bestätigung für das, was er tut, bekommt. Dabei hat jeder - auch ein Kind - in aller Regel ein ziemlich gutes Gespür dafür, ob die Anerkennung „verdient“ ist oder nur taktischen Zwecken dient. Mein Tipp wäre also, ihn vor Herausforderungen zu stellen, die er bewältigen kann, wenn er sich anstrengt. Ein Lob für Dinge, die ihm leicht fallen, ist in der Wahrnehmung deutlich weniger wert. Was das konkret sein könnte, müssen die rausfinden, die den Jungen und seine Interessen und Fähigkeiten kennen.

Schöne Grüße,
Jule

Ist Sohnemann EINZELkind?
Hi,

Deine Beschriebung erinern mich an beobachtungen, die ich öfter bei Einzelkindern erlebte, sobald andere Kinder dabei waren: Statt Selbstbewusstsein schließe ich auf (ungenügend trainiertes) Sozialverhalten - die übrigen Kinder könnten demnach das Publikum sein, bei dem das Einzelkind „der Star“ sein möchte und dafür alles mögliche anstellt (bei den Erwachsenen klappt das vermutlich nicht [mehr]).

Ist er, ABER…
Hallo!

Ja, das Kind ist ein Einzelkind. Wobei ihm seit Krippen- und Kindergartenzeiten ein durchweg sehr gutes Sozialverhalten attestiert wird.
Er ist bewußt sehr viel unter anderen Kindern, von klein auf.

Aber das mag trotzdem eine Rolle spielen.

Grüße
kernig

Erwartungen und Wünsche
Hallo!

Dennoch würde ich nicht behaupten wollen, dass der Zug
für Veränderungen damit abgefahren sei.

Das wäre auch schlimm…

Das, was du an Verhaltensweisen beschreibst, klingt für mich
in jedem Fall nach ziemlichem Stress.

Da bin ich mir auch sicher.

Die Erwartungshaltung der Eltern, auch
wenn sie nicht explizit ausgesprochen oder sogar vordergründig
dementiert wird - hat oft sehr nachhaltige Auswirkungen auf
das Verhalten von Kindern. Sie haben feine Antennen für das,
was Eltern gut oder schlecht finden.

Das ist mir klar. Und - ja, wir sind davon ausgegangen, dass er das packt. Einfach, weil die Lehrerin uns das so selbstverständlich versichert hat. Wobei ich nicht auf dem Standpunkt stehe, dass das Abitur der alleinseeligmachende Weg ist. Wenn sich also zeigt, dass er das nicht schafft, dann soll er gern auf eine Realschule gehen oder etwas ungerner auf eine Hauptschule (Dann lieber auf eine Gesamtschule, da ist ein Wechsel einfacher, wenn der Groschen evtl. später fällt).

Er soll gemäß seiner Fähigkeiten gefordert und gefördert werden. Aber das ist so schwer, das einzuschätzen und umzusetzen. Angenommen, intellektuell wäre das Gymnasium das Richtige, ist es natürlich möglich, dass es einfach psychisch nicht für ihn zu packen ist. Vielleicht ist es so. K.A. Was ich mir wünsche für das Kind, kann ich ja nur schwer beeinflussen.

Für diese Möglichkeit
spricht, dass der Junge sich in Anwesenheit der Eltern
angepasst verhält.

Neinnein, da wurde ich falsch verstanden. Es spielt nur eine Rolle, ob andere Kinder in der Nähe sind oder nicht. Eher im Gegenteil, er wehrt sich gegen die Wünsche und Anforderungen der Erziehungsberechtigen, wo es nur geht. Wir haben das schon sehr zurückgeschraubt, einfach um die Anzahl der Streitigkeiten zu reduzieren. „Nein“ ist quasi sein Lieblingswort, seit er sprechen kann. Er ist ganz sicher kein „Pflichterfüller“ (Manchmal denke ich: leider, ist natürlich Quatsch, so ein „Nein“ ist doch ab und an ganz gesund).

Ich würde zudem vermuten, dass er seine Kleinkinderzeit mehr
mit Erwachsenen als mit Kindern verbracht hat.

Das kann ich verneinen. Er war eigentlich fast täglich mit Freunden beinander, dann auch halbtags in der Krippe, später im Kindergarten, dann in Sportvereinen. Das Sozialverhalten war immer prima (nicht aus meiner Sicht, aus objektiverer externer Sicht).

Ich würde die Hilfe eines Kinderpsychologen hinzuziehen.

Das überlegen wir gerade. Wissen aber nicht, wie wir das dem Kind vermitteln sollen. „Mit Dir ist etwas nicht in Ordnung“ ist das Letzte, was ich ihm sagen möchte. Ebensowenig „Der Doktor hilft Dir, besseren Noten zu schreiben“ :wink:

Möglicherweise weiß er aber
auch grade überhaupt nicht, was er selbst möchte und auch hier
könnte Hilfe von außen vielleicht Klarheit bringen.

Eher das. Wie soll auch ein 10jähriger, der Astronaut oder Tiefseeforscher oder Pilot werden möchte, wissen, welche Schulart er besuchen möchte? Im Zweifel die, in die seine Freunde gehen.

Mein Tipp wäre also, ihn vor
Herausforderungen zu stellen, die er bewältigen kann, wenn er
sich anstrengt.

Da ist auch schon das nächste Problem. Er läuft nur mit jemandem um die Wette, wenn er sicher ist, dass er gewinnt. Erscheint etwas schwieriger, wirft er sofort das Handtuch. Und hat ne große Klappe, wenn er einen Misserfolg verbucht. Schuld sind dann die andern oder etwas anderes. Wobei das vorgespielt ist, so wie ich das sehe, damit man nicht sieht, wie er sich das zu Herzen nimmt.

Ein Lob für Dinge, die ihm leicht fallen, ist
in der Wahrnehmung deutlich weniger wert. Was das konkret sein
könnte, müssen die rausfinden, die den Jungen und seine
Interessen und Fähigkeiten kennen.

Ich bin völlig ratlos, mein Mann auch.

Grüße
kernig

Ich bin völlig ratlos, mein Mann auch.

Gut so. Da sein Lieblingswort „nein“ ist seit er sprechen kann, müsste seit langem vieles sehr schief laufen, u.z. von Seiten der Eltern. Was spricht aus Deiner Sicht dagegen, den Jungen vollkommen selbst zu überlassen, wie und ob er weiter zur Schule gehen will? (Abschlusse kann man als Erwachsener auf der Abendschule nachholen). Und vor allem anderen, Euch als Eltern in tiefenpsychologische Behandlung zu begeben, um alle unbewussten Problematiken aufzuarbeiten, einschl. der mehr oder weniger subtilen Erpressung durch Eure Eltern, auch im Zusammenhang mit „Schule“?

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Hallo,

danke für die Klärung. Missverständnisse passieren bei dieser Form der Kommunikation leider recht schnell.

Und - ja, wir sind davon ausgegangen, dass
er das packt. Einfach, weil die Lehrerin uns das so
selbstverständlich versichert hat. :

Ich habe oft erlebt, dass eine solche Aussage bei Kindern fatale Folgen hatte. Sie verstehen sie so, dass sie alles locker packen - wenn sie nur wollen. Dass man dafür arbeiten muss (vor allem wenn in der GS bislang alles eher leicht lief) dringt nicht in ihr Bewusstsein vor. Sie glauben, dass das WOLLEN entscheidend ist und kommen damit nicht zurecht, dass das Wollen dann aber offensichtlich nicht ausreicht, um entsprechende Leistung zu bringen. WOLLEN tun sie ja.

Die meisten intelligenten Kinder lernen in der GS nicht, systematisch zu arbeiten. Sie kommen auch so ganz gut zurecht - bis zu dem Punkt, an dem das irgendwann nicht mehr funktioniert. Wie sehen denn die Hausaufgabenstrukturen bei euch aus?

Wenn sich also zeigt, dass er das nicht schafft, dann
soll er gern auf eine Realschule gehen oder etwas ungerner auf
eine Hauptschule (Dann lieber auf eine Gesamtschule, … :

Ich finde es wichtig, das genauso mit dem Jungen zu kommunizieren. Er soll ruhig wissen, dass ihr die Hauptschule nicht für den richtigen Weg haltet und auch von euch hören, warum das so ist. Ich halte das für besser, als vordergründig alle Möglichkeiten als Option zu nennen, denn der Junge wird genau spüren, dass ihr da nicht ganz ehrlich seid. Damit fällt es ihm möglicherweise auch schwerer, einen anderen als den gymnasialen Weg ernsthaft näher zu betrachten.

„Mit Dir ist etwas nicht in Ordnung“
ist das Letzte, was ich ihm sagen möchte. Ebensowenig „Der
Doktor hilft Dir, besseren Noten zu schreiben“ :wink: :

Das Problem besteht in der Tat. Jedes Kind wird zunächst Ängste entwickeln, wenn es hört, dass es zu einem Psychologen soll. Damit müsst ihr vermutlich ein Stück weit leben. In der Regel verändert sich das, wenn die ersten Gespräche stattgefunden haben und das Kind einen Draht zum Psychologen gefunden hat. Ich schätze, das Einzige, was ihr tun könnt ist, ihm zu erklären, dass ihr ratlos seid, weil ihr euch sehr wünscht, dass er glücklich wird und im Moment gar nicht wisst, welcher Weg der Richtige ist. Und dass ihr euch von einem Gespräch mit einer Person, die ganz viele andere Kinder kennt, einen guten Tipp erhofft. Oder so ähnlich.

Wie soll auch ein 10jähriger… wissen, welche
Schulart er besuchen möchte? Im Zweifel die, in die seine
Freunde gehen. :

Wobei das in meinen Augen nicht der schlechteste Grund wäre.

Erscheint etwas schwieriger, wirft er sofort das Handtuch. :

Das Problem haben viele Kinder in diesem Alter. Sie erleben Erwachsene - primär die Eltern - in allen möglichen Situationen als überlegen und scheinbar unfehlbar. Ich kann hier auch nur ins Blaue phantasieren, aber vielleicht könnte es helfen, euch mal gemeinsam in eine Situation zu begeben, wo ihr selbst auch an Grenzen stoßt? Ich denke da z.B. an einen Klettergarten oder etwas Vergleichbares. Allerdings ist da nicht jeder (auch nicht jedes Kind) der Typ dafür.

Schöne Grüße,
Jule

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Hausaufgaben
Hallo!
Zuerst einmal danke für Deine wirklich sehr hilfreichen Antworten.

Wie sehen denn die Hausaufgabenstrukturen bei
euch aus?

Wir sorgen dafür, dass er Hausaufgaben machen kann (Raum u. Zeit) und Sie auch macht. Nach einer kurzen Pause nach dem Mittagessen läuft das weitgehend reibungslos und selbständig. Wir sind im Hintergrund da, falls er Hilfe braucht, kann er uns fragen. Er macht nicht einen Strich mehr, als er muss (Das halte ich aber für normal). Wir schauen die Hausaufgaben durch und weisen ihn auf Fehler hin. Manchmal korrigiert er sie, manchmal weigert er sich auch. Ich finde, dass muss er dann mit dem Lehrer ausmachen (Der leider die Hausaufgaben nicht regelmäßig korrigiert). Die Qualität der Hausaufgaben schwankt stark. Er weiß eigentlich jeden Tag ziemlich genau, was er zu tun hat und in welcher Reihenfolge er was macht.

Ich schätze, das Einzige, was ihr tun könnt ist,
ihm zu erklären, dass ihr ratlos seid, weil ihr euch sehr
wünscht, dass er glücklich wird und im Moment gar nicht wisst,
welcher Weg der Richtige ist. Und dass ihr euch von einem
Gespräch mit einer Person, die ganz viele andere Kinder kennt,
einen guten Tipp erhofft. Oder so ähnlich.

Das hast Du schön formuliert, das gefällt mir.

, aber vielleicht könnte
es helfen, euch mal gemeinsam in eine Situation zu begeben, wo
ihr selbst auch an Grenzen stoßt? Ich denke da z.B. an einen
Klettergarten oder etwas Vergleichbares. Allerdings ist da
nicht jeder (auch nicht jedes Kind) der Typ dafür.

Gute Idee, wir haben da sogar noch einen Gutschein für.

Schöne Grüße
kernig

Entschuldigung, aber das…
…geht mir entschieden zu weit.

Grußlos jede Menge haltlose Vermutungen absondern ist in meinen Augen wenig hilfreich.

Was spricht aus Deiner Sicht dagegen, den
Jungen vollkommen selbst zu überlassen, wie und ob er weiter
zur Schule gehen will?

Er ist 10 Jahre alt?

Grüße
kernig

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Hallo,

das mit den Hausaufgaben klingt gut.

Er macht nicht einen Strich mehr, als er muss (Das halte ich aber für normal).

Ich auch :smile: . Ich fände es bedenklicher, wenn er sich diesbezüglich auch stark unter Druck setzen würde.

Ich finde, dass muss er dann mit dem Lehrer ausmachen (Der leider die Hausaufgaben nicht regelmäßig korrigiert).

Auch hier gebe ich dir Recht. Überprüfung auf Richtigkeit durch die Eltern ist nicht der Sinn von Hausaufgaben. Eine - zumindest einigermaßen - regelmäßige Kontrolle durch den Lehrer wäre aber wichtig. Vielleicht könnt ihr da noch mal ein Gespräch führen?

Die Qualität der Hausaufgaben schwankt stark.

Weißt du, wovon das abhängt?

Er weiß eigentlich jeden Tag ziemlich genau, was er zu tun hat und in welcher Reihenfolge er was macht.

Das ist klasse! Vielleicht könnt ihr ihm das auch ab und zu rückmelden? Hier könnte auch der (möglicherweise ja sogar wahre) Schwank aus der eigenen Schülerzeit helfen, dass man selbst als Schüler in dieser Beziehung sehr viel schlechter gearbeitet hat. Und dass es deswegen manchmal ziemlichen Ärger mit Eltern und Lehrern gab. Und dass ihr euch sehr freut, dass er da so gut arbeitet.

Schöne Grüße,
Jule

jede Menge haltlose Vermutungen absondern

Ich kann mich zwar nur an eine einzige, auf dem wie Du es nanntest „Lieblingswort“ verankerte Vermutung erinnern, Deine Affekt besetzte Reaktion darauf bestehtigt aber ganz hervorragend die Herkunft der Tragik des Kindes. Möchtest noch mehr hinzufügen?

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Ja
Kannst Du auch begründen, was Du da alles so schreibst?

Schuhe, die mir nicht passen, ziehe ich mir nicht an.

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Kannst Du auch begründen, was Du da alles so schreibst?

Das solltest Du herauszufinden versuchen.

kein ABER, sondern ‚normal‘
Hi kernig,

Ja, das Kind ist ein Einzelkind. Wobei ihm seit Krippen- und
Kindergartenzeiten ein durchweg sehr gutes Sozialverhalten
attestiert wird.
Er ist bewußt sehr viel unter anderen Kindern, von klein auf.

Aber das mag trotzdem eine Rolle spielen.

ich habe selbst Kinder und dadurch natürlich auch Einzelkinder (als deren Spielkameraden und Freunde) kennen gelernt - wie sonst hätte ich anhand Deiner Schilderungen so zielsicher darauf tippen können?

Ich kan folglich nur bei meiner früheren Einschätzung bleiben.

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Taschenspielerpsycholologie
Hallo!

Das ist in meinen Augen ziemlich wenig hilfreich, was Du so schreibst.

Du unterstellst so allerhand. Streite ich es ab, sagst Du: So wie Du das abstreitest, ist da sicher was dran. Würde ich es nicht abstreiten, würdest Du es auch als „Treffer“ verbuchen.

Auch ein „Das solltest Du herausfinden“ hilft mir definitiv nicht weiter. Hört sich aber toll und wissend an. :wink:

Grüße
kernig

jetzt fehlt nur noch eins:
Hallo!

Das freut mich ja, dass Du Dich freust, dass Du richtig getippt hast. :wink:

Jetzt würde mich noch die Lösung des Problems interessieren. Noch Geschwisterkinder auf die Welt bringen? Kommt eigentlich nicht für mich in Frage.

Grüße
kernig

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Du unterstellst so allerhand.

Das sagtest Du bereits. Und w.s.g. ist anfangs lediglich eine Unterstellung gemacht worden, derzufolge ein Kind, dessen Lieblingswort (nach Deiner Auskunft) seit Erwerb des Sprachvermögens „nein“ lautet, sehr (über)fordernde Eltern haben müsste, die sich entsprechend lieber selbst in psychologische Behandlung begeben und vor allem mit den Forderungen an ihr dadurch zum Klassenclown gezüchtetes Kind strickt zurückhalten sollten, wenn sie ihm wirklich helfen wollen. Statt weitere Zeugnisse lediglich Deines verständlichen Unbehagens gegen diese Sichtweise zu hinterlegen, überlege Dir besser eine sachliche Begründung, was Dir daran psychologisch unstatthaft zu sein scheint - dann werde ich Dir selbstverständlich gerne antworten. Ansonsten dankt für Deine erhellenden Beiträge,

J.

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Lass gut sein
Hallo!

Habe gerade Deine Vika und Homepage angesehen. Das hätte ich gleich machen sollen, dann wäre mir klar gewesen, dass wir nicht auf einen Nenner kommen. Ist nicht bös gemeint.Jedem seins.

Grüße
kernig

Hallo

Das Sozialverhalten war immer prima (nicht aus meiner Sicht, aus objektiverer externer Sicht).

Heißt das, dass er dann nicht rumgekaspert hat? Kaspert er evtl. nur in eurer Gegenwart (wenn noch andere Kinder dabei sind), und in Gegenwart des Lehrers?

Oder empfinden andere es nicht als Rumgekaspere?

Ansonsten fällt mir leider nur die Bemerkung ein, dass diese frühzeitige Festlegung auf eine Schulform durch die Grundschulzensuren sehr viel Leid verursacht, und dass man sie abschaffen sollte.

Viele Grüße

Der Klassenclown
Hallo!

Er kaspert, wann immer es am ungünstigsten ist, würde ich fast sagen. Immer dann, wenn die Stimmung eh zu laut oder kurz vor dem Kippen steht. Wenn er eben unter Druck steht. Auch hier allein bei uns, schlimmer aber „vor Publikum“. Die anderen Kinder finden das toll, Erwachsene ziemlich übel (wir auch).

Ich glaube, es ist ein Ventil für alles mögliche: Druck, Spannung, Aufregung

Grüße
kernig