Selbstschlagen

Hallo ihr Lieben,

folgendes Problem:

Wenn wir unserem Kind (16 Monate) etwas verbieten, oder einfach nur Nein zu etwas sagen, schlägt es sich selbst! Meistens sind es zwei drei Schläge die es sich selbst auf den Kopf haut!

Wir schlagen uns nicht gegenseitig! Wir schlagen nicht das Kind! Wir haben noch nicht mal Fernsehen wo er sich so was anschauen könnte!!

Habt ihr eine Ahnung wo das herkommt, warum das Kind so was macht und wie wir dieses Verhalten abschalten können???

Im voraus vielen Dank

Norbert

Macht nichts
Hallo Norbert,

dieses Verhalten ist ganz normal und wird von alleine vergehen. Nur ein Schuft wird daraus den Verdacht ableiten, Ihr würdet Euer Baby verprügeln.

Zum Abgewöhnen kann man, falls das Kind schon verständig genug dafür ist, diesem Verhalten einen Namen geben, es (insbesondere in Gesellschaft) ankündigen und dann darüber lachen. „Paß auf, gleich macht er wieder Kopfi-Bumbum: Finger weg vom Feuerzeug! Haha, schau her, Kopfi-Bumbum gemacht“. Das wird dem Kind schnell zu doof.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hi,
Ich bin in solchen Situationen immer mit dem Kopf gegen die Wand gelaufen. Würde ich heute auch nicht mehr machen, also kann es so schlimm nicht sein :smile:
Gruß
freak

Hallo Wolfgang,

dieses Verhalten ist ganz normal und wird von alleine
vergehen.

Es kommt vor, dass ein Kind sich selber schlägt, kommt aber nicht von alleine und geht auch nicht von alleine.

Nur ein Schuft wird daraus den Verdacht ableiten,

Ihr würdet Euer Baby verprügeln.

Man muss ein Kind ja nicht schlagen, es genügt schon ein Kind zu überfordern.
Gerade die Kleinen, wenn es verzweifelt ist einfach nehmen und tröstend drücken, oder ablenken.

Zum Abgewöhnen kann man, falls das Kind schon verständig genug
dafür ist, diesem Verhalten einen Namen geben, es
(insbesondere in Gesellschaft) ankündigen und dann darüber
lachen. „Paß auf, gleich macht er wieder Kopfi-Bumbum: Finger
weg vom Feuerzeug! Haha, schau her, Kopfi-Bumbum gemacht“. Das
wird dem Kind schnell zu doof.

Ist das jetzt dein Ernst?
Das ist kein guter Rat, man soll sein Kind lieben und beschützen.
Was glaubst du, wie sich dein Kind fühlt so „Dummdumm“ ?

Wie du schreibst, klingt es nach vertuschen von seelischer Gewalt.

Bitte mach das nicht, das kann man nie wieder gutmachen bei einem Kind.

Gruß
Lottchen

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Hospitalismus
Hallo Lottchen,

Du hast recht: daß es bei Norberts Frage um ständiges, über lange Zeit fortgesetztes Selbstschlagen ging, hatte ich nicht erkannt. Vielleicht möchtest Du mir mitteilen, was im Frageartikel bei Dir diesen fürchterlichen Verdacht auslöste.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo,

Zum Abgewöhnen kann man, falls das Kind schon verständig genug
dafür ist, diesem Verhalten einen Namen geben, es
(insbesondere in Gesellschaft) ankündigen und dann darüber
lachen. "…

Ich bin der Meinung, dass man, schon gar nicht in der Öffentlichkeit, sein Kind bloss stellen soll.

Gruss,
Deborah

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Bloßstellung
Hallo Deborah,

Du hast insofern recht, als man aus erzieherischer Sicht eigentlich überhaupt nichts gegen das eingangs geschilderte Verhalten zu unternehmen bräuchte (abgesehen von Lottchens Schreckensdiagnose „Hospitalismus“, die aus dem ganzen einen Fall für das Jugendamt machen würde).

Aus Norberts Frage ist jedoch ersichtlich, daß er sich dadurch bloß-, nämlich unter den Verdacht der Kindesmißhandlung gestellt sieht, und zwar - wie eben Lottchens Artikel zeigt - durchaus zu recht.

Wenn Du nun einfach entgegnest, Du würdest Dein Kind niemals bloßstellen, so weißt Du zunächst mal auch nichts besseres. Im übrigen ist es für ein kleines Kind nichts besonderes, wenn es sich mal schämt. Nicht nur die Eltern bringen es oft unabsichtlich dazu und ohne es selber zu merken.

So wie Du ein unbedingt zu achtendes Scham- und Ehrgefühl des Kleinkindes postulierst, steigt in mir der Verdacht auf, daß das aus einer politischen Ecke kommen mag, die bei Erwachsenen eher für Scham- und Ehrlosigkeit eintritt.

Gruß,

Wolfgang Berger

keine Angst!
"Paß auf, gleich macht er wieder Kopfi-Bumbum: Finger

weg vom Feuerzeug! Haha, schau her, Kopfi-Bumbum gemacht". Das
wird dem Kind schnell zu doof.

Ist das jetzt dein Ernst?

das ist sein ernst!!

Das ist kein guter Rat, man soll sein Kind lieben und
beschützen.
Was glaubst du, wie sich dein Kind fühlt so „Dummdumm“ ?

Wie du schreibst, klingt es nach vertuschen von seelischer
Gewalt.

Bitte mach das nicht, das kann man nie wieder gutmachen bei
einem Kind.

Gruß
Lottchen

Keine Angst Lottchen,

ich werde mein Kind nicht öffentlich runterputzen!
Eigentlich muss man damit rechnen auf der einen Seite sehr gute Antworten zu bekommen und auf der anderen Seite Antworten die nicht ganz so reflektiert sind!

Ich bin dennoch über jede Antwort froh und bedanke mich hiermit recht herzlich!

Sorry

Wir schlagen uns nicht gegenseitig! Wir schlagen nicht das
Kind! Wir haben noch nicht mal Fernsehen wo er sich so was
anschauen könnte!!

Damit habe ich nur gemeint, das er es sich nicht von uns abgeschaut haben kann!

Ich habe keine Angst in die brutale Ecke gesteckt zu werden, da jeder der uns und unser Kind kennt weiß wie es aufgezogen wird und das Gewalt in JEGLICHER Form ausgeschlossen wird! Weder psychich noch physisch wird unser Kind Grausamkeiten ausgesetzt! Die Frage bringt das doch eigentlich auch zum Ausdruck, denn sonst würde ich mir über so etwas keine Gedanken machen!!!

Wenn wir ihm ab und zu mal eine reinhauen würden, würde ich sein Verhalten ja verstehen, aber da er mit Gewalt nichts zu tun hat wundert es mich eben!!

Deshalb auch die Frage, woher hat ein Kind so etwas???

Gruß
Norbert

Hallo,

So wie Du ein unbedingt zu achtendes Scham- und Ehrgefühl des
Kleinkindes postulierst, steigt in mir der Verdacht auf, daß
das aus einer politischen Ecke kommen mag, die bei Erwachsenen
eher für Scham- und Ehrlosigkeit eintritt.

Ich würde gerne wissen, zu welcher politischen Ecke diese Position tendiert - ich bin gerade ratlos.

Gruss, Deborah

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Mit der flachen Hand auf den Kopf
Hallo Norbert,

Deshalb auch die Frage, woher hat ein Kind so etwas???

Das macht es von alleine. Viele Erwachsene machen das auch manchmal und dann nicht deswegen, weil es ihnen jemand beigebracht hat.

Gruß,

Wolfgang Berger

Wenn es Dich nicht gäbe…
…müsste man Dich erfinden!!!

Hallo Norbert,

ich bin froh dass du mich richtig verstanden hast.

Dein Kind ist 16 Monate alt, es möchte „seinen Kopf“ durchsetzen,
es ist auch die Zeit wo man als Eltern die meisten Vorbote aussprechen muss, zum Schutz vom Kind, nur das verstehen die Kleinen natürlich nicht.

Ich habe gute Erfahrungen mit dem Ablenken gemacht, also nicht nur ein Nein sagen sondern auch die Aufmerksamkeit auf etwas Anderes lenken.

Das „auf den Kopf hauen“ ist schon die erste Trotzphase, da ist dein Kind aber nicht böse sonder einfach unglücklich, weil gar so viel interessant ist, aber verboten.
In der Zeit ist es wichtig, deinen Sohn so viel wie möglich zu loben wenn er eine Leistung zeigt und so wenig wie möglich einen frustreichen Tadel oder ein Nein zu sagen.
Es ist nicht leicht, der Erkundigungsdrang ist sehr groß und es gibt so viele reizvolle Sachen umzuwerfen oder fallenzulassen und nichts darf man.

Ich wünsche euch viel Geduld,

Lottchen

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Lieber Wolfgang,
nur um das mal ganz klarzustellen:

(abgesehen von Lottchens Schreckensdiagnose „Hospitalismus“,

ich habe Lottchens Beitrag mehrmals genau gelesen und diesen Begriff nicht gefunden. Der taucht erst in einem Beitrag von Dir auf.

Ich meine, dass das Kind einfach sich nicht wagt, gegen die Eltern die Hand zu erheben, und seine Aggression gegen sich selbst wendet (wenn dieses Verhalten denn wirklich gar so signifikant sein sollte).

Ab"schalten" wird man es nicht können, ein Kind ist kein Roboter. Aber wenn man Verbote und Untersagungen nicht nur einfach unerklärt in den Raum stellt und dem Kind durch Gesichtsausdruck und Zuwendung klar macht, dass eine Zurechtweisung eben kein Liebesentzug ist, dürfte sich diese Angewohnheit wohl bald von selbst verlieren, zumal das Kind ja auch in dieser Zeit lernt, seine Gefühle immer besser zu artikulieren.
Die Frage ist auch, welche Handlungen überhaupt schroff sanktioniert werden müssen. Ich denke, dass nur wenige Handlungen eines 1 1/2jährigen ein unbedingtes und kommentarloses „Nein“ erfordern. Das dürfte sich eigentlich im Wesentlichen auf gefährliche Situationen beschränken, bei denen rasches und unmittelbares Eingreifen erforderlich ist. Alles andere läßt sich wohl meist mit ruhigen, erkärenden Worten regeln.

Die Methoden der Kindererziehung, die ich hier schon manchmal aus Deiner Feder lesen konnte, bringen mich nur zum Kopfschütteln.

Gruß
Eckard.

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Hallo Wolfgang,

So wie Du ein unbedingt zu achtendes Scham- und Ehrgefühl des
Kleinkindes postulierst, steigt in mir der Verdacht auf, daß
das aus einer politischen Ecke kommen mag, die bei Erwachsenen
eher für Scham- und Ehrlosigkeit eintritt.

das möchte ich mal näher erklärt kriegen; auch deshalb, weil ich mich zu den Scham- und Ehrlosen zählen muß

Gandalf

Hallo Eckard,

(abgesehen von Lottchens Schreckensdiagnose „Hospitalismus“,

ich habe Lottchens Beitrag mehrmals genau gelesen und diesen
Begriff nicht gefunden. Der taucht erst in einem Beitrag von
Dir auf.

Sie benutzt nicht das Wort, sondern benennt die Symptomatik.

Ich meine, dass das Kind einfach sich nicht wagt, gegen die
Eltern die Hand zu erheben, und seine Aggression gegen sich
selbst wendet (wenn dieses Verhalten denn wirklich gar so
signifikant sein sollte).

Autoaggression, schon wieder so eine Horrordiagnose!
Ich halte es hingegen für sinnvoller, auf eine Frage, die sich offensichtlich auf einen normalen und gesunden Sachverhalt bezieht, ohne alarmistische Unterstellungen zu antworten.

Ab"schalten" wird man es nicht können, ein Kind ist kein
Roboter. Aber wenn man Verbote und Untersagungen nicht nur

Es ist unbillig, aufgrund dieser einen ungeschickten Wortwahl Norbert zu unterstellen, er hielte seinen kleinen Sohn für einen Roboter.

Gesichtsausdruck und Zuwendung klar macht, dass eine
Zurechtweisung eben kein Liebesentzug ist, dürfte sich

Das Wort „Liebesentzug“ ist auch wieder so ein Popanz, ein Thema aus den 50er-Jahren, heutzutage nur noch zu Diffamierungszwecken gebraucht.

Die Methoden der Kindererziehung, die ich hier schon manchmal
aus Deiner Feder lesen konnte, bringen mich nur zum
Kopfschütteln.

Wie ich hier manchmal von linken Spinnern angegriffen werde, die zum Thema überhaupt nichts beizusteuern haben als ihre Ideologie, das entlockt mir auch bisweilen ein Kopfschütteln.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Norbert,

unser Ptenkind hat in einem ähnlichen Alter vor Wut mit dem Kopf gegen irgendetwas geschlagen - er ist auch nie geschlagen worden und die Eltern schlagen sich ebenfalls nicht.

Er bekam einfach einen wütenden Trotzanfall und donnerte dann seinen Kopf z.B. gegen die Seitenwand der Treppe.

Irgendwelcher Ansprache war er in so einem Wutanfall nicht mehr zugänglich.

Seine Eltern sind dann dazu übergegangen, ihn in die Mitte des Raumes auf den dicken Teppich zu legen, da konnte er sich nicht wehtun.

Mittlerweile ist diese Phase rum - wahrscheinlich bis zur nächsten Trotzphase.

Vielleicht muß man nicht alles verstehen…

Wendy

[MOD] Hinweis an alle
Hallo @ all!

Ich möchte euch bitten, Diskussionen über die politische Ecke des einen oder der anderen in den Politik-Brettern weiter oben oder im Plauderbrett weiter unten zu führen - hier sind sie falsch am Platz.

Freundlichen Gruß,
Sams (Mod)

[MOD] Nochmal ganz deutlich…
Hallo, Wolfgang!

Auch dich möchte ich noch einmal in aller Deutlichkeit bitten, Diskussionen in diesem Brett ausschließlich zum Thema passend zu führen. Dazu gehören weder Verallgemeinerungen über „linke Spinner“ noch Angriffe wegen vermeintlicher Ideologien.

Vielen Dank,
Sams

Mahnungen des MOD
Hallo Sams,

erstens hat hier noch nie ein Mod. gegen mich gerichtete Ausfälligkeiten gemahnt, zweitens ist mein Ideologievorwurf gut begründet und drittens nehme ich mir heraus, auf Angriffe antworten zu dürfen. Entsprechend weise ich Deine Ermahnung zurück.

Gruß,

Wolfgang Berger

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