Selbstverteidigung/ Gewaltprävention /Deeskalation

Sicher kennen viele von Euch das berühmt berüchtigte „ungute Gefühl“, wenn „Ärger in der Luft liegt“. Viele Polizeibeamte entwicklen (ebenso wie manche „private“ Personenschützer)nach einiger Zeit - aufgrund Ihrer Erfahrung - einen Instinkt für Ihre „Pappenheimer“.
Manche Menschen haben einen angeborenen Sinn für Gefahren.
Mich würde interessieren, wie man dieses „Gefühl“ in Worte fassen (also objektivieren) könnte :

  1. Welche Situationen (Bspw. Bar- /Diskothekenbesuche, Stadionbesuche, Rückweg zum Auto bei Dunkelheit, Parkhäuser etc.) empfindet Ihr als „potentiell gefährlich“ ? Wie verhaltet Ihr Euch dort, worauf achtet Ihr - sprich : worauf richtet Ihr Eure Aufmerksamkeit ?

  2. Auf welche Merkmale der Körpersprache (Gestik, Mimik etc.) von Personen achtet Ihr, um die subtilen Anzeichen eines (zumindest potentiell) gewaltbereiten Menschen zu erkennen ?
    Worauf achtet Ihr sonst noch (Sprache, äußere Erscheinung) ?

  3. Wenn Ihr Euch in einer zu eskalieren drohenden Situation befindet - und den Ort des Geschehens nicht schlichtweg verlassen könnt (bspw. weil Ihr die Streitigkeit schlichten wollt / müsst oder keine „Fluchtmöglichkeit“ besteht) - wie versucht Ihr die Lage zu lösen (bzw. zu entspannen) ? Hierbei würde mich vor allem interessieren, ob Ihr der Auffassung seid, die Situation auch ggf. ohne Anwendung von körperlicher Gewalt (oder gar mit Waffen) lösen zu können und ob Ihr dies zumindest probiert.

  4. Dankbar wäre ich Euch auch für Eure eigenen Erfahrungen als Opfer, Beteiligte oder Zeugen von Straftaten (Raub, Körperverletzung etc.). Insbesondere, wie Ihr Euch dabei gefühlt und verhalten habt ; ob Ihr Euch (oder jemand anderes) erfolgreich verteidigt habt und wenn nicht, woran es lag, daß es nicht geklappt hat.
    Wegen des sensiblen Themas würde ich mich auch über e-mails freuen an :

[email protected]

Über Empfehlungen von weiteren Informationsquellen (Internetlinks, Artikel in Zeitschriften, Bücher etc.) zum o.g. Thema würde ich mich ebenfalls sehr freuen.

CluelessOne aka Aurel

Hi!

Manche Menschen haben einen angeborenen Sinn für Gefahren.
Mich würde interessieren, wie man dieses „Gefühl“ in Worte
fassen (also objektivieren) könnte :

Wie wäre es mit „Spinnensinn“? :wink: (bin halt ein Opfer der Comickultur)

  1. Welche Situationen (Bspw. Bar- /Diskothekenbesuche,
    Stadionbesuche, Rückweg zum Auto bei Dunkelheit, Parkhäuser
    etc.) empfindet Ihr als „potentiell gefährlich“ ? Wie
    verhaltet Ihr Euch dort, worauf achtet Ihr - sprich : worauf
    richtet Ihr Eure Aufmerksamkeit ?

Gute Frage! Da ich ein klein wenig paranoid bin, versuche ich, meine Umgebung als Ganzes wahrzunehmen. Wenn mich jemand „beobachtet“, halte ich es schon für ein Zeichen…

  1. Auf welche Merkmale der Körpersprache (Gestik, Mimik etc.)
    von Personen achtet Ihr, um die subtilen Anzeichen eines
    (zumindest potentiell) gewaltbereiten Menschen zu erkennen ?
    Worauf achtet Ihr sonst noch (Sprache, äußere Erscheinung) ?

Wenn es zum „Kontakt“ kommt, bin ich immer dann vorsichtig, wenn jemand direkt auf mich zugeht. Hebt er dabei die Arme (und sei es nur zum Gestikulieren), bin ich doppelt vorsichtig!
Sprache (soweit ich nicht beleidigt oder angeschrien werde) sowie Aussehen vernachlässige ich! Da ich selbst mal zu diesen langhaarigen Bombenlegern mit Kutte, etc. gehörte, weiß ich, dass in diese Richtung zu viele Vorurteile herrschen (Ausnahme: der typische Nazischädel - aber die treten in der Regel nur im Rudel auf…).

  1. Wenn Ihr Euch in einer zu eskalieren drohenden Situation
    befindet - und den Ort des Geschehens nicht schlichtweg
    verlassen könnt (bspw. weil Ihr die Streitigkeit schlichten
    wollt / müsst oder keine „Fluchtmöglichkeit“ besteht) - wie
    versucht Ihr die Lage zu lösen (bzw. zu entspannen) ? Hierbei
    würde mich vor allem interessieren, ob Ihr der Auffassung
    seid, die Situation auch ggf. ohne Anwendung von körperlicher
    Gewalt (oder gar mit Waffen) lösen zu können und ob Ihr dies
    zumindest probiert.

Ich bin prinzipiell GEGEN Gewalt! Laotse hat mal gesagt: Ein verhnderter Kampf ist ein gewonnener Sieg. Recht hatte der gute Mann.
Notfalls versuche ich mich (auch wenn mein Gegnüber total im Unrecht ist) zu entschuldigen. Mit einem Lächeln und ruhigem Tonfall kann man meiner Meinung nach in vielen Fällen deeskalierend einwirken. Allerdings gibt es Leute, die schlicht um jeden Preis darauf aus sind, sich zu prügeln - da wird die ganze Sache dann schon ziemlich kompliziert…

  1. Dankbar wäre ich Euch auch für Eure eigenen Erfahrungen als
    Opfer, Beteiligte oder Zeugen von Straftaten (Raub,
    Körperverletzung etc.). Insbesondere, wie Ihr Euch dabei
    gefühlt und verhalten habt ; ob Ihr Euch (oder jemand anderes)
    erfolgreich verteidigt habt und wenn nicht, woran es lag, daß
    es nicht geklappt hat.

Ich habe einmal in der S-Bahn die Erfahrung gemacht (als eine junge Frau massiv belästigt wurde), dass massives Einschreiten einen irren hohen Erfolg hat, wenn die anderen leute mit einbezogen werden! Leider hatten weder ich, noch mein Gegenüber den Mut, direkt einzuschreiten. Ich sprach ihn leise an - als wir beide merkten, dass wir nicht alleine sind, hat er die Belästiger angesprochen, ich die Fahrgäste (Sie dort, ´rufen Sie doch bitte schnell einen Schaffner, etc.). Komischerweise waren die Frauen sehr viel einfacher aus der Reserve zu locken.
OK - die beiden Typen haben es nicht drauf ankommen lassen und haben sich verdrückt; ich weiß nicht, was bei „mutigeren“ Leuten passiert wäre.
Naja - vor einer Ewigkeit meinte ich auch mal, Held sein zu müssen, als ein Typ mit einem Billiardqueue auf ein Mädchen losging. Leider war ich alleine, und er hatte Zeugen, was mir ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung brachte.

Wegen des sensiblen Themas würde ich mich auch über e-mails
freuen an :

Och nö - das ist zu interessant, um es den Lesern hier zu vorenthalten.

Über Empfehlungen von weiteren Informationsquellen
(Internetlinks, Artikel in Zeitschriften, Bücher etc.) zum
o.g. Thema würde ich mich ebenfalls sehr freuen.

Ich weiß nicht, woher Du kommst (habe auch noch nicht in Deine VK geschaut) - aber ich kenne einen sehr guten Sportverein, der regelmäßig SV-Seminare (leider nur für Frauen) anbietet. Das ist in sofern schon etwas Besonderes, weil auch eine Kriminalkomissarin, jemand vom Justizministerium und gelegentlich jemand vonder GSG 9 daran teilnimmt. Man erfährt von der polizistin nicht wenig zum Thema gewaltfreie Prävention, vom Justizbeamten etliches zum Thema Recht und - naja, diese Lehrgänge dauern drei Monate, sind deshalb schon etwas intensiver als das, was im Allgemeinen so angeboten wird!

Liebe Grüße
Guido

Moin Aurel

  1. Welche Situationen (Bspw. Bar- /Diskothekenbesuche,
    Stadionbesuche, Rückweg zum Auto bei Dunkelheit, Parkhäuser
    etc.) empfindet Ihr als „potentiell gefährlich“ ? Wie
    verhaltet Ihr Euch dort, worauf achtet Ihr - sprich : worauf
    richtet Ihr Eure Aufmerksamkeit ?

Meine Aufmerksamkeit gilt im Allgemeinen meiner ganzen Umgebung.
Sehe ich etwas „besonderes“ beobachte ich kurz und entscheide dann, ob es interessant ist oder nicht.
Ein Freund hat das mal als „scannen“ bezeichnet. *hm*
Sowas mache ich ständig und egal wo ich bin.

  1. Auf welche Merkmale der Körpersprache (Gestik, Mimik etc.)
    von Personen achtet Ihr, um die subtilen Anzeichen eines
    (zumindest potentiell) gewaltbereiten Menschen zu erkennen ?
    Worauf achtet Ihr sonst noch (Sprache, äußere Erscheinung) ?

Äußerlichkeiten ignoriere ich eigentlich, da diese nicht zwangsläufig einen Schluß zulassen.
Vorsichtig werde ich bei lauten Menschen, die wild gestikulieren.
Außerdem kann ich es nicht ausstehen, wenn mir jemand „auf die Pelle rückt“.
Angetrunkene Personen versuche ich im Auge zu behalten, so sie sich in meiner Nähe befinden.

  1. Wenn Ihr Euch in einer zu eskalieren drohenden Situation
    befindet - und den Ort des Geschehens nicht schlichtweg
    verlassen könnt (bspw. weil Ihr die Streitigkeit schlichten
    wollt / müsst oder keine „Fluchtmöglichkeit“ besteht) - wie
    versucht Ihr die Lage zu lösen (bzw. zu entspannen) ? Hierbei
    würde mich vor allem interessieren, ob Ihr der Auffassung
    seid, die Situation auch ggf. ohne Anwendung von körperlicher
    Gewalt (oder gar mit Waffen) lösen zu können und ob Ihr dies
    zumindest probiert.

Deeskalation ist immer der bessere Weg.
Wenn ich in eine solche Situation gelange (was bisher noch nicht sehr oft vorgekommen ist) versuche ich grundsätzlich erst einmal, die Situation zu entspannen.
Die Stimme nicht erheben und ruhig bleiben.
In den meisten Fällen überträgt sich das auch auf die Umgebung.
Versuchen, auf den Gegner einzugehen.
Gewalt ruft Gewalt hervor.
Das ich noch nicht so oft in eine solche Situation gekommen bin hängt vielleicht auch damit zusammen, daß ich nicht gerade klein und schmächtig bin. :smile:

  1. Dankbar wäre ich Euch auch für Eure eigenen Erfahrungen als
    Opfer, Beteiligte oder Zeugen von Straftaten (Raub,
    Körperverletzung etc.). Insbesondere, wie Ihr Euch dabei
    gefühlt und verhalten habt ; ob Ihr Euch (oder jemand anderes)
    erfolgreich verteidigt habt und wenn nicht, woran es lag, daß
    es nicht geklappt hat.

Bisher hat es fast immer gereicht, mit den Leuten zu reden, oder selbstbewußt aufzutreten.

Es gab mal ne Situation, da wurde ein Mädel ernstlich von 2 Kerlen belästigt.
Ich bin dann einfach hin und hab so getan, als wäre sie meine Freundin.
Allein, daß ich auf die Belästigung nicht gleich eingegangen bin hat die Situation schon etwas beruhigt.
Ich hab sie dann an der Hand genommen und bin einfach mit ihr weggegangen.
That’s it.

Die zwei oder drei mal, wo eine Deeskalation nicht funktioniert hat hab ich die Sache so schnell wie möglich beendet.
Ein oder zwei kurze knappe Schläge und fertig.

Wegen des sensiblen Themas würde ich mich auch über e-mails
freuen an :

Warum?
Das ist ein Thema, mit dem sich jeder mal beschäftigen sollte.
Viel zu viele Menschen schauen weg, wenn was passiert.

Gruß, masc

Hi masc!

Hab’ mich im Sportbrett schon verewigt, aber das nur am Rande.

Äußerlichkeiten ignoriere ich eigentlich, da diese nicht
zwangsläufig einen Schluß zulassen.

Unterschreibe ich 100%ig.

Deeskalation ist immer der bessere Weg.

Der bessere vielleicht, aber selten der Moegliche.

Wenn ich in eine solche Situation gelange (was bisher noch
nicht sehr oft vorgekommen ist) versuche ich grundsätzlich
erst einmal, die Situation zu entspannen.

Wenn die Fetzen einmal fliegen, dann gibt es nix mehr zu entspannen.

Die Stimme nicht erheben und ruhig bleiben.

Fast unmoeglich.

In den meisten Fällen überträgt sich das auch auf die
Umgebung.

Ich wuerde eher sagen in den wenigsten. Gut, wenn Du schreien wuerdest, wuerde das auch nicht unbedingt beruhigen, wenn Du ruhig bleibst, hoert Dir eh’ keiner zu.

Versuchen, auf den Gegner einzugehen.

Niemals. Gegner sind Gegner.

Gewalt ruft Gewalt hervor.

Vielleicht, aber was tun, wenn Worte wirkungslos verpuffen??? Weiterreden??? …

Das ich noch nicht so oft in eine solche Situation gekommen
bin hängt vielleicht auch damit zusammen, daß ich nicht gerade
klein und schmächtig bin. :smile:

Ich bin schon oft in solchen Situationen gewesen, WEIL ich klein und schmaechtig bin/war. So klein bin ich mit meinen 1,79 nicht mehr, aber mit 60kg Kampfgewicht gehoere ich nicht gerade zu den Leuten, die einen Astralkoerper besitzen. Agressive Menschen suchen sich potentiell schwaechere Opfer. Klar, waer’ ja auch bloed, wenn man von demjenigen einen auf die Muetze kriegt, den man eigentlich aus Frust (oder sonstigen aehnlich bescheuerten Gruenden) verhauen wollte. Nun, jedenfalls scheine ich ein beliebtes „Opfer“ zu sein, doch haben es bis jetzt alle bereut, die meinten mich provozieren zu muessen.

Bisher hat es fast immer gereicht, mit den Leuten zu reden,
oder selbstbewußt aufzutreten.

Sorry, aber kauf’ ich Dir nicht ab.

Es gab mal ne Situation, da wurde ein Mädel ernstlich von 2
Kerlen belästigt.
Ich bin dann einfach hin und hab so getan, als wäre sie meine
Freundin.
Allein, daß ich auf die Belästigung nicht gleich eingegangen
bin hat die Situation schon etwas beruhigt.
Ich hab sie dann an der Hand genommen und bin einfach mit ihr
weggegangen.
That’s it.

Das sind die kleinen Anekdoten, die sich Pazifisten beim einschlafen erzaehlen ;0) Nein, aber das ist schon mehr als gluecklich. Das haette auch ganz anders aussehen koennen und vertrau’ mir, es hatte NICHTS aber auch rein GAR NICHTS mit Deinem noch so selbstbewussten Auftreten zu tun.

Die zwei oder drei mal, wo eine Deeskalation nicht
funktioniert hat hab ich die Sache so schnell wie möglich
beendet.
Ein oder zwei kurze knappe Schläge und fertig.

Now, you’re talking ;0)

Das ist ein Thema, mit dem sich jeder mal beschäftigen sollte.
Viel zu viele Menschen schauen weg, wenn was passiert.

Hier kann ich mich nur zu 100 Prozent wieder anschliessen. Zu viele schauen weg. Schlimmer sind, aber noch die, die hingucken, aber trotzdem nix tun.

In diesem Sinne,

Peace t’y’all out there!!! ;0)

MfG

              eclipze

Moin Guido!

Lange nichts mehr von Dir gehoert, bzw. ich hab’ lange nichts mehr hoeren bzw. blicken lassen. ;0)

Wenn es zum „Kontakt“ kommt, bin ich immer dann vorsichtig,
wenn jemand direkt auf mich zugeht. Hebt er dabei die Arme
(und sei es nur zum Gestikulieren), bin ich doppelt
vorsichtig!

Zuviel „Blitz Defence“ von unserem WT-Freund Keith Rene Kernspecht gelesen oder warum so nervoes? Als alteingefleischter Budo-ka doch eigentlich kein Grund zur Beunruhigung.

Sprache (soweit ich nicht beleidigt oder angeschrien werde)
sowie Aussehen vernachlässige ich! Da ich selbst mal zu diesen
langhaarigen Bombenlegern mit Kutte, etc. gehörte, weiß ich,
dass in diese Richtung zu viele Vorurteile herrschen

Korrekt! Unterschreib ich so.

Ich bin prinzipiell GEGEN Gewalt! Laotse hat mal gesagt: Ein
verhnderter Kampf ist ein gewonnener Sieg. Recht hatte der
gute Mann.
Notfalls versuche ich mich (auch wenn mein Gegnüber total im
Unrecht ist) zu entschuldigen. Mit einem Lächeln und ruhigem
Tonfall kann man meiner Meinung nach in vielen Fällen
deeskalierend einwirken. Allerdings gibt es Leute, die
schlicht um jeden Preis darauf aus sind, sich zu prügeln - da
wird die ganze Sache dann schon ziemlich kompliziert…

So ist es. Aber Deine Ruhe und Geduld, haette ich gerne. Interessant finde ich Deine Kombination. Ein verhinderter Kampf ist ein gewonnener Sieg. Aber ist er das denn dann um jeden Preis??? Wenn man dabei seine eigene Ehre und Stolz verletzt und sich selbst und die Wahrheit verleumdet „NUR“ um einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen? …

OK - die beiden Typen haben es nicht drauf ankommen lassen und
haben sich verdrückt; ich weiß nicht, was bei „mutigeren“
Leuten passiert wäre.

Aha! Da haben wir es ja wieder. Es gibt einfach Leute, mit denen kann man nicht reden. Die verstehen nur eins. Und zwar Schlaege. Und zwar richtig.

Naja - vor einer Ewigkeit meinte ich auch mal, Held sein zu
müssen, als ein Typ mit einem Billiardqueue auf ein Mädchen
losging. Leider war ich alleine, und er hatte Zeugen, was mir
ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung brachte.

Ich bin immer noch der Ansicht, dass Du richtig gehandelt hast. Und ich bin der festen Ueberzeugung genauso gehandelt haette, auch wenn ich die Konsequenzen kenne. Ich bin noch nicht erwischt worden, das ist alles ;0)

Bis die Tage dann mal :0)

Gruss,

              eclipze

Hi!

Lange nichts mehr von Dir gehoert, bzw. ich hab’ lange nichts
mehr hoeren bzw. blicken lassen. ;0)

Hatte ich schon vermisst :o)

Zuviel „Blitz Defence“ von unserem WT-Freund Keith Rene
Kernspecht gelesen oder warum so nervoes? Als
alteingefleischter Budo-ka doch eigentlich kein Grund zur
Beunruhigung.

Naja - wenn sich mir jemand direkt (straight) nähert und dabei seine Arme „oben“ hat, dann **kann> es sein, dass er agressive Absichten hat! Es ist zumindest wahscheinlicher, als wenn er „langsam“ zu mir kommt und keine Anzeichen zum Alarm gibt (Hände schlackern lassen, das Rote nicht in den Augen, keinen verbissenen Gesichtsausdruck - Du weißt schon, was ich meine).
Von Herrn Kernspecht habe ich bislang eigentlich nur so dämliche Interviews und Stellungnahmen gelesen, dass ich mir nicht auch noch ein Buch von ihm antuen muss :wink:

Sprache (soweit ich nicht beleidigt oder angeschrien werde)
sowie Aussehen vernachlässige ich! Da ich selbst mal zu diesen
langhaarigen Bombenlegern mit Kutte, etc. gehörte, weiß ich,
dass in diese Richtung zu viele Vorurteile herrschen

Korrekt! Unterschreib ich so.

Die wollen durch ihr Aussehen provozieren (oder halt nur mit der Mode gehen) - da isses nicht nötig, durch Gewalt aufzufallen!

So ist es. Aber Deine Ruhe und Geduld, haette ich gerne.
Interessant finde ich Deine Kombination. Ein verhinderter
Kampf ist ein gewonnener Sieg. Aber ist er das denn dann um
jeden Preis??? Wenn man dabei seine eigene Ehre und Stolz
verletzt und sich selbst und die Wahrheit verleumdet „NUR“ um
einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen? …

Für mich: JA! Meine Ehre und mein Stolz haben für mich nur bestimmten Leuten (die es Wert sind) gegenüber ein Bedeutung!

Aha! Da haben wir es ja wieder. Es gibt einfach Leute, mit
denen kann man nicht reden. Die verstehen nur eins. Und zwar
Schlaege. Und zwar richtig.

OK - aber ich glaube, dass diese eher seltener vorkommen! In diesem Fall waren es zwei Leute, die sich auf einmal einem ganzen S-Bahnwagen gegenüber sahen…

Ich bin immer noch der Ansicht, dass Du richtig gehandelt
hast. Und ich bin der festen Ueberzeugung genauso gehandelt
haette, auch wenn ich die Konsequenzen kenne. Ich bin noch
nicht erwischt worden, das ist alles ;0)

Vielleicht lässt mich genau diese Erfahrung Laotse etwas ernster nehmen… Denn verloren habe damals letztendlich ICH!

Liebe Grüße
Guido**

Hmmmm, muss doch noch mal was loswerden.
Hi Guido!

Lange nichts mehr von Dir gehoert, bzw. ich hab’ lange nichts
mehr hoeren bzw. blicken lassen. ;0)

Hatte ich schon vermisst :o)

Will ich auch gehofft haben ;0)

Sprache (soweit ich nicht beleidigt oder angeschrien werde)
sowie Aussehen vernachlässige ich! Da ich selbst mal zu diesen
langhaarigen Bombenlegern mit Kutte, etc. gehörte, weiß ich,
dass in diese Richtung zu viele Vorurteile herrschen

Korrekt! Unterschreib ich so.

Die wollen durch ihr Aussehen provozieren (oder halt nur mit
der Mode gehen) - da isses nicht nötig, durch Gewalt
aufzufallen!

Das meinte ich eigentlich nicht damit. Ich hatte mich so mehr auf die Vorurteile bezogen. Und man muss sich noch nicht einmal krass anziehen.

So ist es. Aber Deine Ruhe und Geduld, haette ich gerne.
Interessant finde ich Deine Kombination. Ein verhinderter
Kampf ist ein gewonnener Sieg. Aber ist er das denn dann um
jeden Preis??? Wenn man dabei seine eigene Ehre und Stolz
verletzt und sich selbst und die Wahrheit verleumdet „NUR“ um
einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen? …

Für mich: JA! Meine Ehre und mein Stolz haben für mich nur
bestimmten Leuten (die es Wert sind) gegenüber ein Bedeutung!

Stolz und Ehre sind zwei Dinge, die bei mir einen ganz hohen Stellenwert in meiner Prinzipienfolge haben, die meiner Meinung nach, allgegenwaertig und immer zu wahren sind. Nicht nur vor bestimmten Leuten. Das kaeme einem Image gleich. Dass man z.B. einen bestimmten Ruf vor gewissen Leuten aufrecht erhaelt.
Interessante These Deinerseits, aber fuer mich nicht ganz schluessig. Du bist ja auch nicht nur zu Deinen Freunden nett und hoeflich und zu anderen ein Arschloch, nur weil Deine Ehre und Dein Stolz nur gewissen Leuten gegenueber eine Bedeutung hat. Ist jetzt etwas ueberspitzt dargestellt, aber darauf laeuft es fuer mich so mehr oder weniger hinaus. … hmmmm *denkkratzamkopf*

Aha! Da haben wir es ja wieder. Es gibt einfach Leute, mit
denen kann man nicht reden. Die verstehen nur eins. Und zwar
Schlaege. Und zwar richtig.

OK - aber ich glaube, dass diese eher seltener vorkommen! In
diesem Fall waren es zwei Leute, die sich auf einmal einem
ganzen S-Bahnwagen gegenüber sahen…

Das nenn’ ich Zivilcourage. Das hat man hier leider auch nicht besonders haeufig. Wundert mich aber nicht. Du bist ja das beste lebende Beispiel dafuer, warum immer weniger Leute etwas tun und wegsehen, denn wer was tut, der wird hinterher auch noch hart bestraft. Du bist nicht der einzige, den ich da kenne. Die anderen Faelle haben zwar nicht ganz das Kaliber wie Dein Fall, aber trotzdem. Die Leute haben im nachhinein auch einen auf den Sack gekriegt, obwohl sie eigentlich nur helfen wollten und haben.

Ich bin immer noch der Ansicht, dass Du richtig gehandelt
hast. Und ich bin der festen Ueberzeugung genauso gehandelt
haette, auch wenn ich die Konsequenzen kenne. Ich bin noch
nicht erwischt worden, das ist alles ;0)

Vielleicht lässt mich genau diese Erfahrung Laotse etwas
ernster nehmen… Denn verloren habe damals letztendlich ICH!

Das ist Deine Interpretation. Denn verloren hast Du nur, weil Staat und Gesetzgebung in diesem Fall so entschieden haben. Willst Du das naechste Mal vielleicht auch zuschauen???
Oder betrachte es doch mal von einer anderen Seite. Gut, nehmen wir an Deine These stimmt und Du hast damals verloren. Waerst Du damals nicht eingeschritten, haette wahrscheinlich die junge Dame verloren. Waere Dir das tatsaechlich lieber gewesen? Es geht nicht immer ums gewinnen. Wir hatten bereits festgehalten, dass es Leute gibt, die keine andere Sprache verstehen ausser Schlaege. Laotse aeussert sich zu diesem Problem aber gar nicht.

Was wenn sich eine Auseinandersetzung nicht verhindern laesst???

Wuerdest Du Dich besser fuehlen, wenn Du damals gar nicht eingeschritten waerst bzw. waerst Du heute zufriedener, wenn Du damals vielleicht etwas mehr versucht haettest die Situation zu beruhigen und unter Kontrolle zu halten?

Liebe Gruess zurueck,

          eclipze

Moin eclipze

Deeskalation ist immer der bessere Weg.

Der bessere vielleicht, aber selten der Moegliche.

Und doch sollte man versuchen, diese Möglichkeit zu nutzen.

Gewalt ruft nur Gewalt hervor.
Dann hat man es schnell nicht mehr nur mit einem Gegner zutun, sondern man hat eine Kneipenschlägerei mitinitiiert.

Wenn ich in eine solche Situation gelange (was bisher noch
nicht sehr oft vorgekommen ist) versuche ich grundsätzlich
erst einmal, die Situation zu entspannen.

Wenn die Fetzen einmal fliegen, dann gibt es nix mehr zu
entspannen.

Richtig - dann ist es natürlich zu spät.
Die Kunst ist ja, es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, daß die Fetzen fliegen.

Die Stimme nicht erheben und ruhig bleiben.

Fast unmoeglich.

Mir gelingt das ganz gut.

In den meisten Fällen überträgt sich das auch auf die
Umgebung.

Ich wuerde eher sagen in den wenigsten. Gut, wenn Du schreien
wuerdest, wuerde das auch nicht unbedingt beruhigen, wenn Du
ruhig bleibst, hoert Dir eh’ keiner zu.

Ruhe überträgt sich ebenso wie Hektik oder Gewaltbereitschaft.
Sowas funktioniert in ganz kleinen Schritten.
Klar - wenn ich nur ruhig rede beruhige ich nicht sofort alle anderen.
Aber das kann ein kleiner Schritt zur Beruhigung der Situation sein.

Versuchen, auf den Gegner einzugehen.

Niemals. Gegner sind Gegner.

Nein. Nicht automatisch.

Warum soll ich gleich eine Schlägerei vom Zaun brechen, wenn ich vorher was anderes probieren kann, was uU die Situation beruhigt?
Wenn ich gleich eine Schlägerei anfange könnten Leute zu Schaden kommen, die gar nix damit zutun haben, und die sich uU nicht so gut selbst wehren können.

Gewalt ruft Gewalt hervor.

Vielleicht, aber was tun, wenn Worte wirkungslos verpuffen???
Weiterreden??? …

Nein.
Mehrere Möglichkeiten stehen zur Auswahl.
Das ist situationsabhängig.
Die Möglichkeit zum taktischen Rückzug sollte man auch nicht außer acht lassen.

Das ich noch nicht so oft in eine solche Situation gekommen
bin hängt vielleicht auch damit zusammen, daß ich nicht gerade
klein und schmächtig bin. :smile:

Ich bin schon oft in solchen Situationen gewesen, WEIL ich
klein und schmaechtig bin/war. So klein bin ich mit meinen
1,79 nicht mehr, aber mit 60kg Kampfgewicht gehoere ich nicht
gerade zu den Leuten, die einen Astralkoerper besitzen.
Nun, jedenfalls scheine ich ein beliebtes „Opfer“ zu sein,
doch haben es bis jetzt alle bereut, die meinten mich
provozieren zu muessen.

Sicher - ich bin ein paar Zentimeter größer und auch um eines schwerer - aber es kommt auch auf das eigene auftreten an.
Ich strahle meist Ruhe aus und Selbstbewußtsein.

Bisher hat es fast immer gereicht, mit den Leuten zu reden,
oder selbstbewußt aufzutreten.

Sorry, aber kauf’ ich Dir nicht ab.

Ich zwinge Dich ja nicht dazu.

Es gab mal ne Situation, da wurde ein Mädel ernstlich von 2
Kerlen belästigt.

ein, aber das ist schon mehr als gluecklich.
Das haette auch ganz anders aussehen koennen und
vertrau’ mir, es hatte NICHTS aber auch rein GAR NICHTS mit
Deinem noch so selbstbewussten Auftreten zu tun.

Sicherlich hätte das auch ganz anders ausgehen können.
Und es durchaus auch etwas mit meinem selbstbewußten auftreten zutun.

Die zwei oder drei mal, wo eine Deeskalation nicht
funktioniert hat hab ich die Sache so schnell wie möglich
beendet.
Ein oder zwei kurze knappe Schläge und fertig.

Now, you’re talking ;0)

Ja - aber muß man sich schlagen?
Was gewinne ich dabei?

Gruß, masc

Moin eclipze

Vielleicht lässt mich genau diese Erfahrung Laotse etwas
ernster nehmen… Denn verloren habe damals letztendlich ICH!

Das ist Deine Interpretation. Denn verloren hast Du nur, weil
Staat und Gesetzgebung in diesem Fall so entschieden haben.

Guido hat schon recht.

Er hatte den Kampf zwar gewonnen, dafür aber den Krieg verloren!
Aus welchem Grunde auch immer.

Gruß, masc

Muss hier ein paar Dinge richtigstellen.
Hi masc!

Deeskalation ist immer der bessere Weg.

Der bessere vielleicht, aber selten der Moegliche.

Und doch sollte man versuchen, diese Möglichkeit zu nutzen.

Das habe ich NIE abgestritten.

Gewalt ruft nur Gewalt hervor.
Dann hat man es schnell nicht mehr nur mit einem Gegner zutun,
sondern man hat eine Kneipenschlägerei mitinitiiert.

Wenn sich etwas anbahnt, bin ich nie derjenige der zuerst zuschlaegt, kann also somit nicht Initiator sein. Wer mich angreift ist allerdings selber Schuld und sollte auch die Konsequenzen tragen koennen. Ich hab’ ja nicht gesagt, dass wenn man Aerger riecht sofort hingehen und draufhauen soll. Um Himmels Willen.

Wenn ich in eine solche Situation gelange (was bisher noch
nicht sehr oft vorgekommen ist) versuche ich grundsätzlich
erst einmal, die Situation zu entspannen.

Wenn die Fetzen einmal fliegen, dann gibt es nix mehr zu
entspannen.

Richtig - dann ist es natürlich zu spät.
Die Kunst ist ja, es erst gar nicht soweit kommen zu lassen,
daß die Fetzen fliegen.

Das ist die Kunst. Eine Kunst, die man aber leider nicht wirklich beherrschen kann.

Die Stimme nicht erheben und ruhig bleiben.

Fast unmoeglich.

Mir gelingt das ganz gut.

Vergass ich zu erwaehnen, dass ich ein wenig temperamentvoller und impulsiver bin? :0)

In den meisten Fällen überträgt sich das auch auf die
Umgebung.

Ich wuerde eher sagen in den wenigsten. Gut, wenn Du schreien
wuerdest, wuerde das auch nicht unbedingt beruhigen, wenn Du
ruhig bleibst, hoert Dir eh’ keiner zu.

Ruhe überträgt sich ebenso wie Hektik oder Gewaltbereitschaft.
Sowas funktioniert in ganz kleinen Schritten.
Klar - wenn ich nur ruhig rede beruhige ich nicht sofort alle
anderen.
Aber das kann ein kleiner Schritt zur Beruhigung der
Situation sein.

KANN. Ist aber auch kein Patentrezept.

Versuchen, auf den Gegner einzugehen.

Niemals. Gegner sind Gegner.

Nein. Nicht automatisch.

Warum soll ich gleich eine Schlägerei vom Zaun brechen, wenn
ich vorher was anderes probieren kann, was uU die Situation
beruhigt?

Wie oben bereits erwaehnt hab’ ich NIE gesagt, dass man den Streit dann vom Zaune brechen soll.

Wenn ich gleich eine Schlägerei anfange könnten Leute zu
Schaden kommen, die gar nix damit zutun haben, und die sich uU
nicht so gut selbst wehren können.

Das laesst sich leider nie ausschliessen. Passiert aber eher selten.

Gewalt ruft Gewalt hervor.

Vielleicht, aber was tun, wenn Worte wirkungslos verpuffen???
Weiterreden??? …

Nein.
Mehrere Möglichkeiten stehen zur Auswahl.
Das ist situationsabhängig.
Die Möglichkeit zum taktischen Rückzug sollte man auch nicht
außer acht lassen.

Die Moeglichkeit kommt fuer mich nicht in Betracht. Ausserdem hat man sie nicht immer.

Das ich noch nicht so oft in eine solche Situation gekommen
bin hängt vielleicht auch damit zusammen, daß ich nicht gerade
klein und schmächtig bin. :smile:

Ich bin schon oft in solchen Situationen gewesen, WEIL ich
klein und schmaechtig bin/war. So klein bin ich mit meinen
1,79 nicht mehr, aber mit 60kg Kampfgewicht gehoere ich nicht
gerade zu den Leuten, die einen Astralkoerper besitzen.
Nun, jedenfalls scheine ich ein beliebtes „Opfer“ zu sein,
doch haben es bis jetzt alle bereut, die meinten mich
provozieren zu muessen.

Sicher - ich bin ein paar Zentimeter größer und auch um eines
schwerer - aber es kommt auch auf das eigene auftreten an.
Ich strahle meist Ruhe aus und Selbstbewußtsein.

Das mit dem Selbstbewusstsein bei mir ja. Die Ruhe eher nicht. Aber ich scheine das trotzdem irgendwie anzuziehen. Wie gesagt: ich scheine einen sehr guten „potentiellen“ Sandsack abzugeben. Ich bin halt wirklich schmal. Immerhin sind die meisten Leute nicht gut damit gefahren. Aber das ist das was ich meinte. Man kann sich nicht alles gefallen lassen. Das hab’ ich lange genug mitgemacht. Irgendwann ist der Kanal voll. Irgendwann merken die Leute vielleicht, dass man nicht einfach potentiell Schwaechere anpeobeln kann. Mit mir nicht.

Bisher hat es fast immer gereicht, mit den Leuten zu reden,
oder selbstbewußt aufzutreten.

Sorry, aber kauf’ ich Dir nicht ab.

Ich zwinge Dich ja nicht dazu.

*g* ;0)

Es gab mal ne Situation, da wurde ein Mädel ernstlich von 2
Kerlen belästigt.

ein, aber das ist schon mehr als gluecklich.
Das haette auch ganz anders aussehen koennen und
vertrau’ mir, es hatte NICHTS aber auch rein GAR NICHTS mit
Deinem noch so selbstbewussten Auftreten zu tun.

Sicherlich hätte das auch ganz anders ausgehen können.
Und es durchaus auch etwas mit meinem selbstbewußten auftreten
zutun.

Naja… wir wollen das mal nicht ueberbewerten.

Die zwei oder drei mal, wo eine Deeskalation nicht
funktioniert hat hab ich die Sache so schnell wie möglich
beendet.
Ein oder zwei kurze knappe Schläge und fertig.

Now, you’re talking ;0)

Ja - aber muß man sich schlagen?
Was gewinne ich dabei?

Nein - man MUSS sich NICHT schlagen.
Umkehrfrage? Was verlierst Du dabei???
Ich ziehe persoenliche Befriedigung daraus, wenn ich meinen Standpunkt noch einmal verdeutlicht habe, wenn ich angepoebelt werde. Und das reicht mir als Rechtfertigung. Wer keine Schlaege will, soll mich einfach in Ruhe lassen. Dann passiert auch nix. So einfach ist das. Wer’s dann doch tut, muss halt mit Aerger rechnen. NICHT ZWANGSLAEUFIG, aber ich werde nicht besonders gerne provoziert und dabei kann ich nicht ruhig bleiben und jetzt komm’ mir bitte nicht mit Spruechen wie: „Da musst Du drueber stehen!“. Ich bin jahrelang ruhig gewesen. Hat auch nix gebracht.

MfG

              eclipze

Moin eclipze

Vielleicht lässt mich genau diese Erfahrung Laotse etwas
ernster nehmen… Denn verloren habe damals letztendlich ICH!

Das ist Deine Interpretation. Denn verloren hast Du nur, weil
Staat und Gesetzgebung in diesem Fall so entschieden haben.

Guido hat schon recht.

Er hatte den Kampf zwar gewonnen, dafür aber den Krieg
verloren!
Aus welchem Grunde auch immer.

Aus welchen Gruenden auch immer zaehlt hier nicht. Es geht ums Prinzip, nicht das was der Staat und die Rechtgebung dann daraus machen. Haette Guido vielleicht einen besseren Anwalt gehabt, waere die Verhandlung vielleicht auch anders ausgegangen. Er sagt ja nur er habe verloren, weil er so hart bestraft worden ist (voellig schwachsinnigerweise, aber dazu aeusser ich mich nicht mehr). Ich glaube nicht unbedingt, dass er sich heute hier hinstellen wuerde und sagen wuerde „ich hab’ damals verloren“, wenn er damals freigesprochen waere. Ich bin mir zwar sicher, dass er es immer noch nicht gutheissen wuerde, aber er wuerde sich mit ganz grosser Sicherheit nicht mehr als den grossen Verlierer darstellen. Das ist der Punkt auf den ich hinauswollte.

Es gibt naemlich nur EINEN Grund, warum er verloren hat: nicht weil er Gewalt angewendet hat, sondern weil er dafuer hart bestraft worden ist, obwohl er nach ethischen Grundsaetzen richtig gehandelt hat.

MfG

                eclipze

Ich habe so das Gefühl, daß man hier etwas vom Bretthema abschweift :wink:
Seid doch bitte so nett, und setzt die Diskussion per mail oder im Plauderbrett fort.
Danke schön
MOD Rainer

Hi Rainer!

Sorry, war nicht beabsichtigt. Haette vielleicht „off-topic“ dazu schreiben sollen.

Danke fuer den Hinweis.

MfG

                eclipze

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Nein - man MUSS sich NICHT schlagen.
Umkehrfrage? Was verlierst Du dabei???
Ich ziehe persoenliche Befriedigung daraus, wenn ich meinen
Standpunkt noch einmal verdeutlicht habe, wenn ich angepoebelt
werde. Und das reicht mir als Rechtfertigung. Wer keine
Schlaege will, soll mich einfach in Ruhe lassen. Dann passiert
auch nix. So einfach ist das. Wer’s dann doch tut, muss halt
mit Aerger rechnen. NICHT ZWANGSLAEUFIG, aber ich werde nicht
besonders gerne provoziert und dabei kann ich nicht ruhig
bleiben und jetzt komm’ mir bitte nicht mit Spruechen wie: „Da
musst Du drueber stehen!“. Ich bin jahrelang ruhig gewesen.
Hat auch nix gebracht.

hey eclipze,
ich bin genau deine Gewichtsklasse (60kg) mache auch schon seit ner weile kampfsport (thai) und kann dein posting so unterschreiben.

ich will mich mit niemandem kloppen & warte immer bis zur letzten möglichkeit aber:
wer’s undbedingt will kriegt’s. die haben es sich ja ausgesucht.