Server als Heizung für Bitcoin-Mining bei Photovoltaik

Ist der Zweck dieses Forum nicht Fragen und dürfen hier keine gestellt werden?

Ich habe immer nur ein paar Minuten Zeit und muss daher noch die nächsten Tage was dazu schreiben:

Es handelt sich um ein ehem. landw. Anwesen. Ich möchte mit den Server den teuren Akku und Wärmepumpe ersetzen. Die Leistung der PV Anlage beträgt 15-20 kw. Ich möchte mit dem Server direkt in einen der zwei Heizkreisläufe einspeisen. Für die Warm-wasser-erzeugung mehme ich einen Puffer, mit elektrischem Heizstab, aber ich brauche etwa fünf Kw für reine Heizzwecke, ohne Warm-wasser, für Garage/Werkstatt. Ich rechne mit einer Vorlauftemperatur vom Server mit rund 30-35°C. Ich baue diesen dazu auf Wasser-kühlung um.

Gruß

Lisa

Es gibt eine Vielzahl von Produkten, aber die sind alle sehr teuer und rentieren sich kaum. Deshalb auch der Gedanke, ob man das nicht viel billiger mit einem Server machen kann. Ich rechne für den Server etwa 10.000€

Wenn Du uns noch verrätst, wie hoch die Einspeisevergütung ist, die Du bekommst und was die Anlage leisten kann, also

oder

können wir Dir gerne vorrechnen, wann sich das Projekt rechnet (sofern überhaupt). Die anderen kleinen und großen Probleme gehen davon natürlich trotzdem nicht weg.

Die 40 Kw sind für zwei Häuser mit PV und die 20 Kw sind für eines, weil wir haben zwei Gebäude mit PV.

Gruß

Lisa

:backhand_index_pointing_up:

Ich habe ausgerechnet, dass bei einem der sehr populären Miner „AntMiner S21“ man für jede kWh, die er verbraucht, Bitcoins im Wert von rund 10 Cent generiert.

Das musst du nun mit deiner Einspeisvergütung vergleichen. Wenn dieser mehr als 10 ct/kWh beträgt (das war für Anlagen bis etwa 2018 der Fall), dann rentiert sich die Anschaffung nie.

Wenn du statt dessen nur 7 ct/kWh bekommst (recht neue Anlage), dann dauert es halt bloß nahezu ewig, bis sich die Investition rentiert hat.

Wie hoch war der Ertrag im Januar diesen Jahres?

Dafür bekommt man ganz wunderschöne Wärmepumpen.

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Dazu kommt aber noch die angefallene Abwärme des Miners.

Wenn man die sinnvoll nutzen kann, hat die durchaus einen Wert von um die 12 Cent pro KWh

Dann sind wir schon bei 10+12 =22 Cent pro KWh für jede erzeugte KWh Strom die mit PV erzeugt wird.

Ein Forumbekannter von mir (Amumot) lebt zb. autark in Portugal ohne jeglichen Stromanschluss.

Er handelt online mit PV Artikeln und verballert den Überschuss seiner 42Kw PV Anlage genau auf diese Art.

Wenn er im Winter sein kleines Häuschen Heizen will und/oder Überschuss vorhanden ist, läuft automatisch der Miner an.

Ist grundsätzlich keine dumme Idee.

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Stimmt, den Wert der Wärme hatte ich vergessen. Aber wenn ich die eine kWh in eine Wärmepumpe stecke, bekomme ich 4 kWh Wärme für dann geschätzt 48 Cent.

Aber vergessen wir nicht, dass es in der Frage wohl um Deutschland geht. Da kann man die PV-Erträge in den Monaten mit großem Wärmebedarf vergessen.

Aber Wärme produzieren Kosten und ein Server Geld, darum ist ein Server besser.

Moin,

Das ist doch so pauschal eine naive Milchmädchenbetrachtung. Dann, wenn man keine Wärme braucht, liefert eine PV gute Erträge, in den Zeiten, in denen Wärme gebraucht wird, liefert eine PV nahezu nichts.
Wie willst du mit extrem wenig solarem Ertrag einen Server betreiben, der seinen Strom dann aus dem Netz beziehen muss? Im November 2025 haben wir 187 kWh, Dezember 90 und Januar 2026 87 kWh vom Dach bezogen.

Mag sein, dass ein solcher Server Geld produziert, aber die eigentlich Frage lautet doch: „Was kommt unter Strich raus, wenn man Kosten und Einnahmen gegenrechnet?“. Das erinnert mich an jemanden aus meinen Umfeld, der auch stolz erwähnt, dass er mit seiner PV im letzten Jahr 400 Euro verdient hat. Er hat geschätzt um die 10 bis 12 kWp auf dem Dach und sein Zweipersonenhaushalt verbraucht nur die typischen Werte, ein Elektroauto und eine Wärmepumpe hat er nicht. Kurz: er verliert mehr Geld pro Jahr, als er einnimmt. Und dabei ist er doch so ein genialer Sparfuchs. :face_with_peeking_eye:

-Luno

Da Du uns die Einspeisevergütung nicht verraten willst und auch nicht angibst, wie viel Wärmebedarf Ihr habt, können wir die Sache nicht durchrechnen. Im Grunde ist es aber ganz einfach: die Wärmepumpe braucht nur ein Viertel so viel Strom von dem, was der Server braucht.

Das heißt mit anderen Worten: wenn die PV-Anlage so viel Strom produziert, dass es für die Wärmeerzeugung reicht, dann braucht der Server den gesamten Strom, während die Wärme nur ein Viertel davon braucht und der Rest eingespeist werden kann. Die Wärmepumpe verdient also Geld durch Einspeisung, während der Server Geld durch Mining verdient.

Wenn die PV-Anlage nicht genug produziert (und das ist wahrscheinlich an 75% der Tage im Winter so und ganz sicher in 100% der Nächte), dann beziehen beide Strom aus dem Netz, wobei
a) die Wärmepumpe nur ein Viertel des Stromes braucht und
b) Wärmepumpentarife auch noch billiger sind.

Diesen Vorteilen der Wärmepumpe steht die Vergütung für das Mining gegenüber. Um das wirklich berechnen zu können, fehlen die genannten Daten. Man kann halt die Spritkosten eines Autos pro Jahr auch nicht berechnen, wenn man die Laufleistung nicht kennt und auch nicht den Spritpreis.

Und noch ein Punkt: eine Wärmepumpe hält länger als ein Server (zumindest, wenn der Server mit der Entwicklung mithalten können soll) und ist auch nicht so viel teurer, wie Du anscheinend meinst.

Ich habe jetzt mal mit ein paar Annahmen gerechnet und komme auf 0,155 Euro Ertrag für die Wärmepumpe und 3,16 Aufwand beim Server.

Annahmen:
Gleichmäßiger Wärmebedarf über den Tag verteilt.
PV-Erzeugung 31 kWh über den Tag glockenförmig verteilt (Erzeugung ab 8 Uhr bis 19 Uhr)
Strombedarf Szenario Wärmepumpe 12 kWh, Szenario Server 48 kWh
Einspeisevergütung 8 Cent/kWh
Wärmepumpentarif 29 Cent/kWh, Normaltarif 30 Cent/kWh
Vergütung Mining 10 Cent/kWh

Die muss ich erst beim Netzbetreiber erfragen.

Zur Zeit betreibt die Alage noch mein Vater und der weiß sie nicht auswendig.
Gruß

Lisa

Die Einspeisevergütung steht auf jeder Jahresabrechnung und im Zweifel reicht auch schon das Jahr der Inbetriebnahme.

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Es wäre ja auch wichtig zu wissen, wie hoch der Etrag im Januar so ist.

Hat die Anlage keine Monitoring-Funktion? Keine App, keine Anzeige?
Das wäre blöd.
Aber dann könnte man ja immerhin an Hand der regelmäßigen Zählerablesungen berechnen, was so monatlich eingespeist wird.
Werden die auch nicht gemacht, dann ergeht es dir am Ende so wie einem Kunden, bei dem sich heraussstellte, dass seine PV-Anlage vermutlich schon eiun ganzes Jahr defekt war, ohne dass er es bemerkt hatte.

Genau die habe ich eben nicht.

Und niemand kennt das Jahr der Inbetriebnahme?

Faszinierend.

Ich habe eben den Inbetriebnsmevertrag leider nicht zur Hand.