Sex - ab wann?

Hallo …

im Brett Lust und Liebe fragte vor kurzem eine 14-jährige etwas über Verhütung. Ich antwortete dem Mädchen, und bekam eine Antwort, sinngemäß „Kinder mit 14 sollen nicht ficken und die Aufgabe der Eltern ist es, dafür zu sorgen, daß das nicht passiert“.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nun, ich persönlich finde es gut, wenn jemand sich vorher Gedanken um Verhütung macht, bevor er/sie loslegt, auch wenn ich der Meinung bin daß 14 sehr früh ist. Ich denke nicht, daß man als Elternteil allzu großen Einfluß auf das „wann“ hat bzw. es verhindern kann - manche Teenies sind früher dran, manche später.

Auch wenn ich mir wünsche, daß mein Kind noch etwas wartet mit dem Sex, hoffe ich daß sie, wenn es soweit ist, an Verhütung denkt und zu mir kommt bzw. sich selbst entsprechende Verhütungsmittel besorgt, egal wie alt sie ist.

Was denkt ihr - soll man „es“ verbieten? Oder fordert man es dadurch nur heraus? Ist es meine Aufgabe als Elternteil dafür zu sorgen daß mein Kind sich „aufhebt“ bzw. kann ich das überhaupt?

Gruß Marianne

hi marianne,

also… der/diejenige die dir in dem artikel geantwortet hat, hat entweder keine kinder in diesem alter oder ist einfach nur weltfremd… (hab den artikel nicht gelesen)

ich bin ebenso der meinung, dass du den zeitpunkt wann es passiert nicht gross steuern kann. sicherlich hat man einen gewissen einfluss auch auf diese arten von geschehen… aber der einfluss basiert eher auf eine langfristige erziehung…

davon ausgehend, man erzieht sein kind „zeitgemaess“ im stadtumfeld unter „normalen“ bedingungen (ohgottogott schreib ich das wirklich ?) ist 14 mitlerweile ein reales alter.

die 68/70 er generation hat im regelfall in dem alter sicherlich schon davon gesprochen… bilder und geruechte kursierten… und eventuell gabs da schon mal einen griff unters t-shirt…

die jungs und maedels in der gegenwart sind halt schon wesentlich weiter… kein wunder… sex ist ueberall… auf plakaten… im TV im kino… das gabs in dem masse damals nicht…ich erinnere nur an den skandal als herr appelt das wort F*I*C*K*E*N im oeffentlichen Fernsehen aussprach… es war glaub ich RTL SAmstag Nacht…
Welch ein Skandal… naja … und heute… ?

sex in the city… schauen die maedels ab 12… und irgendwann will man das mysterium „sex“ ja auch mal ausprobieren…

ich teile deine meinung unbedingt (vor allem die jungen maedels) fruehzeitig aufzuklaeren … ich denke dass 12 ein guter zeitpunkt ist, da die meisten maedchen dann ihre erste erfahrung mit regelblutungen machen… und auch schon maedchen mit 12 sex haben…

und die kinder wissen mehr als wir frueher und als wir heute manchmal denken :wink:

also… ich denke es ist ok. wenn ich auch glaube, dass die entwicklung in diese richtung vielleicht nicht ganz so gut ist… es wird soviel von der kindheit genommen…die kinder haben immer weniger kindheit und werden viel zu frueh ins erwachsenenleben geworfen… und das traegt dazu bei.

grusz

PixelKoenig

Hallo Marianne,

es ist schlechthin undurchführbar, sich dem Trend, dass Jugendliche ihr erstes Mal Sex immer früher haben, zu widersetzen. Das Zahlenmaterial, das ich kenne, gibt an, dass die Jugendlichen der 80ern im Alter von etwa 17 Jahren erstmals Geschlechtsverkehr hatten, heute liegt das Alter bei knapp/gut 14 (je nach Befragung). Ich habe auch Verständnis für jeden 30- oder 40-Jährigen, der zumindest erst einmal schluckt, wenn seine 13-jährige Tochter einen Freund hat und mit dem wahrscheinlich nicht nur die Briefmarkensammlung betrachtet. Ich weiß nicht, wie der Trend sich fortsetzt, immerhin ist das ja kein Rückgang ohne Begrenzung, aber ich kann mir gut vorstellen, in zwanzig Jahren auch vom Verhalten meiner Kinder in Sachen Beziehung und Sex befremdet zu sein.

Wenn Du das Thema ignorierst und irgendetwas zu verhindern versuchst, erreichst Du bestenfalls gar nichts, schlimmstenfalls wird aus dem ersten Mal Deiner Tochter eine unerfreuliche Angelegenheit. Du kannst sie nicht einsperren, Du kannst es nicht verhindern. Jedes durchschnittlich intelligente Kind wird Dir immer einen Schritt voraus sein. Wenn sie ficken will, dann wird sie es tun. Timekillers „Rat“ zeugt von himmelweiter Ahnungslosigkeit. Ich glaube, das Beste, was man noch tun kann, ist den Kindern zu vermitteln, dass effektive Verhütung unerlässlich wichtig ist. Ob das erste Mal letztlich ein Reinfall oder ein romantischer Traum wird, ob es heute oder übermorgen stattfindet, liegt – wie gesagt – außerhalb Deiner Macht. Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, erzählt sie Dir ja vielleicht davon :wink:

Gruß
Christopher

Hallo Marianne!

„Kinder mit 14 sollen nicht :ficken und die Aufgabe der :Eltern ist es, dafür zu :sorgen, daß das nicht
passiert“.

Die Antwort paßt durchaus ins Muster der sonstigen Antworten des Dummschwätzers.

…soll man „es“ verbieten?

Wie soll das rein praktisch funktionieren? Und: Wozu soll das gut sein?

Die Zeiten sind zum Glück vorbei, als Kinder in geheimnisumwaberter Prüderie aufwuchsen, um dann irgendwann fast schon erwachsen mehr oder weniger gelungen „aufgeklärt“ zu werden *grusel*. Es dürfte sich (hoffentlich) allgemein durchgesetzt haben, auf Fragen des Kindes in kindgemäß verständlicher Weise zu antworten, so daß dem Kind spätestens bei der Einschulung die Vorgange um Liebe, Zeugung und Geburt geläufig sind. Damit verbunden kommt das Kind mit seiner eigenen Entwicklung, mit sexuellen Phantasien, die schon deutlich vor der Pubertät einsetzen können und mit der Pubertät selbst besser zurecht. Für eine so offen erzogene 14-Jahrige ist die eigene Sexualität fast schon eine Selbstverständlichkeit. Was bei einigen mit 12 Jahren erlebt wird, geschieht bei anderen mit 20. Um es auf den Punkt zu bringen: Du kannst eh nichts verhindern. Also sorge dafür, daß Deine Tochter zum Gyn geht und sich eine altersgemäß medizinisch vertretbare Pille verordnen läßt. Ich halte Bedenken für unbegründet, wonach man so fördert, daß ein junges Mädchen sogleich mit dem Nächstbesten in die Federn steigt. Ich bin aber zuversichtlich, daß Du kaum etwas Wirkungsvolleres tun kannst, Kontakt zu Deiner Tochter zu behalten und deren Vertrauen in Dich zu stärken.

Gruß
Wolfgang

Hallo Marianne

ich finde es immer wieder gut, wenn sich Mütter solche Gedanken machen.
Meine Mutter hat mir damals rigoros verboten Sex zu haben, weil ich ja wegen
meiner Astologischen Sternenkonstellation leicht schwanger werden konnte.

Das hat zu einem Zerwürfniss zwischen meiner Mutter und mir geführt, erst als ich
18 wurde konnten wir mitteinander sprechen ohne uns anzuschreien.

Und natürlich hatte ich Sex, blos leider ohne Pille, da sich meine Mutter strickt
weigerte in dem Punkt irgendwie nachzugeben.
Die Verhütung lag also an mir und mit 16 ist man noch nicht soooo
verantwortungsbewusst.

Man wird den Jugendlichen nicht verbieten können, Sex zu haben, sie tuns einfach.

Allerdings muss selbst ich schlucken, wenn ich höre, das 13 jährige Sex haben,
ich finds wirklich wirklich zu früh, aber das einzige was man da machen kann, ist
das Kind vernünftig aufklären und versuchen eine gute Basis zu haben, damit sie
mit einem Reden. So kann man hoffentlich wenigstens diese frühen
Schwangerschaften verhindern. Vieleicht kann man durch Erziehung das ganze ein
bisschen beinflussen, aber was man sicher nicht kann ist verbieten.

Also nochmal ich finde das echt toll, wie du darüber denkst.

LG

Julia

Huhu!

Was denkt ihr - soll man „es“ verbieten? Oder fordert man es
dadurch nur heraus? Ist es meine Aufgabe als Elternteil dafür
zu sorgen daß mein Kind sich „aufhebt“ bzw. kann ich das
überhaupt?

Eine Frage, die keiner Antwort bedarf, oder? :wink:
Falls die Eltern die Kinder nicht einsperren, haben sie wohl keine Möglichkeit
es zu verhindern.

Das einzige was man als Eltern wohl versuchen kann/muss ist, dass die Kinder
Vertrauen haben, mit den Eltern sprechen, oder zumindest gut Beschied wissen,
was Verhütung etc. angeht.
Die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein so zu stärken, dass sie als Teenie auch
ihre eigene Meinung vertreten können und dem Gruppendruck widerstehen können.

Was ist zu früh? Schwer zu sagen :wink:
Ich war knapp 15 als ich das erste mal mit meinem damaligen Freund schlief. Es
war für mich der passende Zeitpunkt.
Wenn ich mir heute aber die 1jährigen angucke, denke ich oft, dass ich doch
noch ziemlich jung gewesen sein muss.
Ist eine Frage des Standpunktes.

Bye, Vanessa

Salut,

Wenn ich mir heute aber die 1jährigen angucke, denke ich oft,
dass ich doch noch ziemlich jung gewesen sein muss.

ist es schon so weit? Ich muss mich heute Nacht mal auf der Neugeborenenstation umsehen …

Entsetzte Grüße
Christopher

Ab dem Beginn der Heiratsfähigkeit
Hallo Marianne,

eine Antwort, sinngemäß „Kinder mit 14 sollen nicht ficken und
die Aufgabe der Eltern ist es, dafür zu sorgen, daß das nicht
passiert“.

an dieser Antwort stimmt jedes Wort, nur eines nicht, nämlich das „ist“, denn wenn ein Kind nicht in den ersten 14 Lebensjahren zu einem sittlichen Menschen erzogen wurde (z.B. durch das elterliche Vorbild usw.), dann werden die Eltern kaum in der Lage sein, das in den verbleibenden paar Jahren nachzuholen.

Eine 14-jährige, die Verhütungsmittel braucht, ist eine Schlampe; und ihre Freier machen sich strafbar.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo!

… denn wenn ein Kind nicht :in den ersten 14
Lebensjahren zu einem :sittlichen Menschen erzogen :wurde…

Ist Sexualität etwas Unsittliches? Hast ja recht, Sexualität ist igitt. Am besten schweigt man das Thema tot und hält es vor allen Dingen vor den Kindern geheim. Von wegen sittlicher Gefährdung. Wann hast Du zuletzt einen Blick in die „Bravo“ geworfen? Deine Kinder würden so etwas nie anfassen? Dann glaubst Du auch an den Weihnachtsmann. Oder sorgst Du dafür, daß die lieben Kleinen nur Waffenjournale in die Hand bekommen? Von wegen der Sittlichkeit?

Eine 14-jährige, die :Verhütungsmittel braucht, ist :eine Schlampe…

So viel Bigotterie ist traurig und lächerlich zugleich. Natürlich warst DU ganz anders, natürlich sind Deine Kinder ganz anders (weißt Du überhaupt, was bei Deinen Kindern sexuell abgeht? Wirklich? Woher? Bindest Du ihre Hände über der Bettdecke fest?) und selbstredend waren Deine Eltern ganz anders. Es hat früher nie und niemals ungewollte Schwangerschaften gegeben (und die Erde ist eine Scheibe) und Deine Mutter hat Dir bestimmt wahrheitsgemäß von ihren ersten Erfahrungen erzählt. Na klar. Mensch, wo lebst Du?

und ihre Freier machen sich :strafbar.

Wo hast Du das denn aufgeschnappt? (Wobei die Strafbarkeit im Falle von Prostitution und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen tatsächlich gegeben ist. Aber das stand hier nicht zur Debatte)

Wolfgang Dreyer

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wer ein paar zeilen weiter unten im zusammenhang mit alleinerziehung von schöpfungsplan gesprochen hat, sollte jetzt eine 14-jährige nicht als schlampe bezeichnen, die dem schöpfungsplan zufolge zumindest körperlich reif für sex und fortpflanzung ist und auf dementsprechende gedanken kommt.

ja, ja, ja: körperlich reif ist ungleich geistig reif. in einem anderen zusammenhang habe ich mal den satz gehört, daß so ziemlich niemand sex haben dürfte, wenn man geistige/ sittliche reife als voraussetzung dafür annimmt. will sagen: sehr, sehr viele erwachsene machen fehler in beziehungsdingen; daher kann man sexuelle erfahrungen kindern nicht verbieten, weil sie dabei fehler machen könnten. außerdem lernt man aus fehlern. alles so zu machen, wie es mama und papa richtig finden, führt nicht zum glück/ erfolg, weil man entscheidungen selbstzutreffen lernen muß. vor allem, wenn es um sehr persönliche dinge wie sexualität geht.

übrigens finde ich es sehr schade, daß es das leben von WB nicht als video-dokumentation: so wie er schreibt, ist er davon überzeugt, immer alles richtig gemacht zu haben, und das hätte ich gern mal gesehen. vor allem interessiert mich, ob, zu welcher gelegenheit und aus welchem grund er seinen eltern mal widersprochen hat. kam sicher nie vor ;o)

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Hallo Marianne!
Ich stand vor ein paar Wochen vor der gleichen Frage.
Nur, daß mein Kind den männlichen Part hat.
Seine Freundin und er sind beide erst 14.
Natürlich war ich auch leicht geschockt, dass da schon „mehr laufen sollte“.
Ich habe nicht verboten, denn : wo ein Wille, da auch ein Gebüsch.
Und dann doch lieber in einer heimeligen Atmosphere, in der beide sich wohlfühlen können.
Ich habe mit der Mutter seiner Freundin gesprochen und wir sind überein gekommen, einen Termin für BEIDE! beim Gyn zu machen.
Mein Sohnemann ist wirklich mit und hat sich alles noch einmal(Schule und Elternhaus hatten schon aufgeklärt) angehört und war echt begeistert von dem Arzt.
Bei der eigentlichen Untersuchung war er natürlich nicht dabei.
So sind nun beide gut vorbereitet und ich hoffe weiter, daß mein Kind sich mir anvertraut und ich mit ihm reden kann.

Liebe Grüße
Neith
PS: bis jetzt haben die beiden aber doch noch nicht den letzten Schritt getan… Aber ich weiß sie eben gut vorbereitet.
Und wer weiß? Vielleicht dauert der Schritt ja auch noch zwei Jahre? :wink:)

ein wenig off topic…
man möge mir verzeihen :wink:

10 Tipps für den Freund meiner Tochter

  1. Wenn Du in meine Einfahrt fährst und hupst, solltest du was anliefern - ausliefern werde ich Dir in diesem
    Fall nämlich niemanden.

  2. In meiner Gegenwart fasst du meine Tochter nicht an. Du darfst sie ansehen - oberhalb der Schultern.
    Augen oder Hände, die nicht von meiner Tochter lassen, werde ich entfernen.

  3. Ich weiß, bei Jungen deines Alters ist es gerade sehr angesagt die Hosen so zu tragen, als ob sie jeden
    Moment herunterrutschen würden. Nimm"s bitte nicht persönlich aber du und deine Freunde, ihr seid allesamt
    Volltrottel.
    Dennoch möchte ich mich aufgeschlossen zeigen und unterbreite folgenden Vorschlag: Du darfst mit blitzender
    Unterwäsche und übergroßen Hosen vor meine Haustür treten, ohne dass ich mich aufrege. Aber um sicherzustellen,
    dass du deine Hosen während deines Rendezvous nicht zufällig verlierst, werde ich sie an dir festtackern.

  4. Man hat dich sicherlich schon aufgeklärt, dass Sexualkontakt ohne Verhütungsmittel heutzutage ein tödliches
    Risiko bedeuten kann. Was Sex mit meiner Tochter betrifft bin ich das Verhütungsmittel. Und das tödliche Risiko
    auch.

  5. Es wird allgemein erwartet, dass wir uns über Sport, Politik und das Tagesgeschehen unterhalten, um uns
    näher kennen zu lernen. Ich bitte, das zu streichen. Ich wünsche von dir lediglich erfahren, wann ich meine
    Tochter wieder in meine Obhut nehmen kann - genauer gesagt erwarte ich dieses eine Wort: „früh“.

  6. Du bist sicher ein fescher Kerl und könntest dich auch mit anderen Mädchen verabreden. Damit bin ich
    einverstanden, solange es meine Tochter auch ist. Andernfalls wirst du gefälligst solange mit ihr ausgehen, bis
    sie dich satt hat. Wenn du sie zum Weinen bringst, bring ich dich zum Weinen.

  7. Seufze nicht und zappele nicht rum, weil du eine Stunde oder länger im Flur stehst und auf sie wartest. Wer
    pünktlich ins Kino will, der sollte sich erst gar nicht verabreden. Meine Tochter macht sich gerade zurecht und
    das kann länger dauern als der 3-spurige Ausbau des Mainzer Rings. Mach dich lieber nützlich, zum Beispiel
    könntest du mir das Öl wechseln.

  8. Folgende Plätze eignen sich nicht als Treffpunkte mit meiner Tochter: Orte mit Betten, Sofas oder Möbeln die
    weicher sind als ein Holzschemel. Unbeleuchtete Orte. Orte, an denen getanzt, Händchen gehalten wird oder an
    denen fröhliche Stimmung herrscht. Beheizte Orte, die das Tragen von Shorts, Hängern oder etwas anderem als
    Overalls, Sweater und einem gefütterten, bis obenhin zugeknöpften Parka nahe legen könnten.
    Filme mit stark romantischen oder sexuellen Szenen sind strikt zu meiden, Kettensägefilme sind ok.
    Eishockeyspiele sind ok. Zuhause mit den Eltern rumhängen ist sehr ok.

  9. Lüge mich nicht an. Ich mag wie ein übergewichtiger Einfaltspinsel wirken, der seine besten Jahre hinter
    sich hat. Aber wenn es meine Tochter angeht, bin ich der allwissende, rächende Gott. Falls ich frage, wohin ihr
    geht und mit wem, hast du genau EINE Gelegenheit, mir die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die
    Wahrheit zu sagen. Ich besitze ein Gewehr, eine Schaufel und viel Platz im Garten. Treib keine Spielchen mit
    mir.

  10. Fürchte Dich. Sehr. Immer wenn ich herumsitze und nervös auf die Rückkehr meiner Tochter warte, komme ich
    ins Grübeln. Dann steigt in mir die Erinnerung an die Zeit bei der „Fremdenlegion“ hoch und die Stimmen befehlen
    mir wieder, mein Gewehr zu reinigen. Nach Abstellen deines Fahrzeuges bitte die Hände über den Kopf erheben.
    Dabei deutlich die Parole nennen, die rechtzeitige Rückkehr meiner unversehrten Tochter bestätigen, unverzüglich
    einsteigen und abfahren. Das Betreten des Anwesens ist nicht erforderlich. Die Gestalt im Kampfanzug am
    Wohnzimmerfenster bin ich.

ramona

Zum Thema Bigotterie
Hallo Wolfgangs!

Eine 14-jährige, die :Verhütungsmittel braucht, ist :eine Schlampe…

So viel Bigotterie ist traurig und lächerlich zugleich.

Stell dir vor du hast eine 14jährige Tochter und sie bringt irgendwann einen Freund mit nach Hause. Er ist 28, hat eine Eigentumswohnung und verdient mehr als du.
Naheliegende Gedanken: Er ist ein Perversling, der deine Tochter nur für seine sexuellen Wünsche mißbrauchen will.
Gleichberechtigte Partnerschaft zwischen deiner Tochter und diesem Mann? Blödsinn!
Wird sie Schaden nehmen bei solch einer Beziehung? Bestimmt!

Nun bringt deine Tochter eine 14jährigen Dumpfbacke mit nach Hause (ihr wisst schon was ich meine, ein Knabe der die Charts, Handys und Trendklamotten kennt aber danach keinen Horizont mehr hat).
Allgemeiner Tenor
Klar hier üben beide eine gleichberechtigte Partnerschaft aus und erkunden, natürlich NUR im gegenseitigen Einverständnis und mit viel Rücksicht, ihre Sexualität.
Deine Tochter wächst daran.

GLAUBST DU DAS WIRKLICH!

Das ist die wirkliche Bigotterie. Auf der einen Seite wollen wir Kinder vor sexuellem Mißbrauch schützen, und eine 14jährige ist ein Kind. Auf der anderen Seite gibt es einen starken gesellschaftlichen Druck auf die Kinder möglichst schnell Sex zu haben.

Entweder ist Sex ein völlig harmloses Freizeitvergnügen für jung und alt. Dann ist der besondere Schutz überflüssig.
Oder aber Sex sollte an eine bestimmte geistige und körperliche Reife gekoppelt sein. Dann sollte man sich ensthaft überlegen, ob man Sex unter Kinder fördern möchte.
Es ist höchstwahrscheinlich nicht das tiefste Herzenbedürfnis deiner angenommenen Tochter, sich möglichst schnell von ihrem Freund begatten zu lassen. (Bei den Jungs ist es etwas anders, wenn die Hormone anfangen das Hirn zu betäuben.)

Es hat früher nie und niemals ungewollte
Schwangerschaften gegeben

Unter unverheiratete 14 bis 17jährige waren sie wirklich selten.

Natürlich ist es sehr sehr schwer seinen Kindern zu vermitteln, dass sie mit Sex warten sollen, wenn die komplette Umgebung sie dazu drängt möglichst früh Sex zu haben. Das bedeutet nicht, dass man es nicht versuchen sollte, wenn man bestimmte gesellschaftliche Werte nicht teilt.

Gruß
Carlos

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*huch* nee
*huuuuuuuuuuuuch*

*g* pack halt noch 'ne 5 dahinter :wink:

Huhu!

Echt klasse!!! :smile:

Finde ich toll von euch, von den Eltern der Freundin und letzten Endes auch von
den Teenies!
Wenn das immer so laufen würde, gäbe es wohl weniger Tennieschwangerschaften
oder -abbrüche.

Bye, Vanessa

Hallo Carlos!

Etwas verkürzt ging es um die Frage, ob man einer 14-Jährigen sexuelle Erfahrungen verbieten kann. Wie das praktische Leben zeigt, sind derartige Verbote nicht durchsetzbar. Nun kann man sich aussuchen, ob man einfach die Augen verschließt, schimpft und droht oder ob man mit der Situation in irgend sinnvoller Weise umgeht.

Eine 14-Jährige, die sexuelle Erfahrungen macht, als Schlampe zu titulieren, entspricht der destruktiv verklemmten Art, mit der an irgendwelchen Idealen hängende Leute das Problem von sich schieben und die Heranwachsende mit ihrem Problem allein lassen. Tumbe Priestersprüche statt Hilfe.
Es geht nicht darum, 14-Jähruge zu verkuppeln oder zu frühem Sex zu drängen, es geht nicht um Extreme, es geht um Probleme, die jeder junge Mensch durchlebt und Sorgen, die sich alle Eltern früher oder später machen. Falls Du glaubst, mit der moralischen Drohkeule etwas auszurichten, bist Du bitte so gut und verrätst mir, wie das im richtigen Leben ablaufen soll. Vielleicht in der früher verbreiteten Art: Wenn Du Dir ein Kind machen läßt, schlag ich Dich tot oder jag Dich fort? Das ist Ausdruck von Hilflosigkeit und Überforderung. Derart ignorante und lebensfremde Haltungen bringen außer Entfremdung und Elend nichts.

Sinnvoller als solche brotlosen Übungen ist ein offener Umgang mit der Sexualität als wesentlicher Bestandteil unser aller Leben. Offener enttabuisierter Umgang und Lebensnähe schließen das Thema Empfängnisverhütung ein. Es ist einigermaßen weltfremd, anzunehmen, der junge Mensch würde bei Papa und Mama anfragen, ob der Geschlechtsverkehr erfolgen darf oder nicht.

Kinder bekommen Taschengeld, damit sie lernen, mit Geld umzugehen. Wie kann man auf die Idee kommen, mit Verboten, Drohungen und der Hoffnung auf möglichst lange Enthaltsamkeit würden junge Menschen besonders gut lernen, mit ihrer Sexualität umzugehen?
Welche Hilfe hast Du konkret anzubieten?

Gruß
Wolfgang

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Hallo Wolfgang,

Ist Sexualität etwas Unsittliches? Hast ja recht, Sexualität
ist igitt. Am besten schweigt man das Thema tot und hält es

Geschlechtsverkehr bei 14-Jährigen ist unsittlich; und andererseits bedeutet Sittsamkeit nicht Geschlechtslosigkeit.
Persönliche Anmerkung: Du äußerst hier sehr oft ganz vernünftige Gedanken. Aber wie das so ist im menschlichen Leben, das scheinst Du nur bei der Thematik „Ehescheidung“ zu wissen.

vor allen Dingen vor den Kindern geheim. Von wegen sittlicher
Gefährdung. Wann hast Du zuletzt einen Blick in die „Bravo“
geworfen? Deine Kinder würden so etwas nie anfassen? Dann

„Younsters“, „Popcorn“, „Mädchen“ liest meine 12-Jährige, „Bravo“ eher seltener. Und natürlich schaue ich mir das immer auch an, was da drinsteht, und über manche Inhalte bin nicht sehr erfreut. Zumeist aber werden die Grenzen des Unerträglichen nur selten erreicht. Altersgemäß ist solchen jungen Mädchen das sogenannte Schwärmen, also die Verliebtheit in jemanden, der unerreichbar ist; und diese Zeitschriften sind dabei behilflich.

glaubst Du auch an den Weihnachtsmann. Oder sorgst Du dafür,
daß die lieben Kleinen nur Waffenjournale in die Hand
bekommen? Von wegen der Sittlichkeit?

Waffenkunde hat nichts mit Sittlichkeit zu tun, sondern mit Wehrhaftigkeit, und das ist ein anderes Thema.

Eine 14-jährige, die :Verhütungsmittel braucht, ist :eine Schlampe…

So viel Bigotterie ist traurig und lächerlich zugleich.
Natürlich warst DU ganz anders, natürlich sind Deine

… dann ist es keine Bigotterie.

Kinder ganz anders (weißt Du überhaupt, was bei Deinen Kindern
sexuell abgeht? Wirklich? Woher? Bindest Du ihre Hände über
der Bettdecke fest?) und selbstredend waren Deine Eltern ganz

Der Umgang mit Masturbation in meiner Familie ist zu privat, um hier halböffentlich dargestellt zu werden.

rde ist eine Scheibe) und

Deine Mutter hat Dir bestimmt wahrheitsgemäß von ihren ersten
Erfahrungen erzählt. Na klar. Mensch, wo lebst Du?

Was meine Mutter mir intimes erzählt hat, wirst Du nie erfahren. Ist die mütterliche Intimbeichte neuerdings gesetzlich vorgeschrieben?

und ihre Freier machen sich :strafbar.

Wo hast Du das denn aufgeschnappt? (Wobei die Strafbarkeit im
Falle von Prostitution und Ausnutzung von
Abhängigkeitsverhältnissen tatsächlich gegeben ist. Aber das
stand hier nicht zur Debatte)

Ja klar, die in voller persönlicher Souvernität ausgelebte, geschlechtliche Liebe einer erwachsenen 14-Jährigen ist natürlich moralisch einwandfrei! Bildest Du Dir das ein? Fährst Du wohl öfter mal rüber in die Tschechei, was? Da ist es gut, wenn man sich solche Theorien zurechtgelegt hat, um nicht vor sich selbst als gelten zu müssen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Wolfgang,

Welche Hilfe hast Du konkret anzubieten?

Glasklar: Wenn der Papa seine 14-jährige Tochter abends ins Bett bringt, soll er nachfragen, ob sie auch wirklich heute die Antibabypille nach Plan eingenommen hat, und gegebenenfalls darauf bestehen, daß das nachgeholt wird. Und dann muß man sicherstellen, daß im Schultascherl immer Kondome vorrätig sind. Meinst Du das?
In dem Zusammenhang neige ich mehr zu türkischen Wertvorstellungen. Ist doch gut! Ist Multikulti, oder was?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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FAQ pls
SCNR

ich verwarn mich schon selber…
ein glück hab ich meine freundinnen meist nie direkt daheim abgeholt, sondern sich irgendwo verabredet :stuck_out_tongue:

Hallo Wolfgang,

Welche Hilfe hast Du konkret anzubieten?

Glasklar: Wenn der Papa seine 14-jährige Tochter abends ins
Bett bringt, soll er nachfragen, ob sie auch wirklich heute
die Antibabypille nach Plan eingenommen hat, und
gegebenenfalls darauf bestehen, daß das nachgeholt wird. Und
dann muß man sicherstellen, daß im Schultascherl immer Kondome
vorrätig sind. Meinst Du das?

wenn man DAS machen muss, dann is eh schon hopfen und malz verloren…
sie/er sollte schon von vornerein wissen, worauf er/sie sich einlässt. ich glaube, es sind gerade die, die von null nix ahnung haben, die dann mit 14 sich ihr leben versauen dank ungewollter schwangerschaft, krankheiten und sonstwas!

In dem Zusammenhang neige ich mehr zu türkischen
Wertvorstellungen. Ist doch gut! Ist Multikulti, oder was?

also wenn ich so einige türkische männliche kinder sehe, will ich lieber nicht deren wertvorstellungen ala „frauen sind nix wert, also los gehts!“. da fehlt vielleicht auch mal aufklärung…

ich könnte noch ne geschichte verzählen, aber das ging zuweit und is einfach nur krank. aber es ging um ein 12 jähriges mädchen und vier 14 jährige kerls… sorry, da isses vorbei!

Mit herzlichem Gruß,

irgendwie is mir bei dem thema nich herzlich zumute…
aber gruß trotzdem!

Wolfgang Berger

Geisterkarle