Sex vor der Ehe und Mastubation

Ein etwas merkwürdiger Titel.

Es soll mir jetzt nicht darum gehen, irgendwelche Predigten zu provozieren.
Es geht mir vielmehr ums Fakten sammeln.
Wo in der Bibel steht etwas zu diesen beiden Themen.
Was die Kirche dazu sagt, weiß ich.
Aber ich interessiere mich für die Bibelstellen, um bei einigen Disskusionen (worüber man so disskutieren kann) endlich mal zu wissen, was die Bibel tatsächlich sagt und was von der Kirche kommt.

Dankeschön,
Zwergenbrot

Hallo Zwergenbrot,

Aber ich interessiere mich für die Bibelstellen, um bei
einigen Disskusionen (worüber man so disskutieren kann)
endlich mal zu wissen, was die Bibel tatsächlich sagt und was
von der Kirche kommt.

Also ich habe in der Bibel nur diese Stelle gefunden:
(1 Mose (=Genesis) Kap. 38, 6-10)
Und Juda gab seinem ersten Sohn Er eine Frau, die hieß Tamar. Aber Er war böse vor dem HERRN, darum ließ ihn der HERR sterben. Da sprach Juda zu Onan: Geh zu deines Bruders Frau und nimm sie zur Schwagerehe, auf daß du deinem Bruder Nachkommen schaffest. Aber da Onan wußte, daß die Kinder nicht sein eigen sein sollten, ließ er’s auf die Erde fallen und verderben, wenn er einging zu seines Bruders Frau, auf daß er seinem Bruder nicht Nachkommen schaffe. Dem HERRN mißfiel aber, was er tat, und er ließ ihn auch sterben.

Die katholische Kirche interpretiert das meines Wissens so:
Absonderung von Samen, wo er nicht zur Befruchtung führen kann, ist verboten (=mißfällt dem HERRN).

Ich würde das so interpretieren:
Gott befiehlt Onan etwas (verschaffe deinem Bruder Nachkommen), Onan widersetzt sich, und DAS misfällt dem HERRN.

Diese Stelle ist auch nebenbei bemerkt der Ursprung für den Begriff „Onanie“. Aber was Onan betreibt ist wohl eher „coitus interruptus“ (=die „Rauszieh-Methode“ der Verhütung), die meines Wissens nach von der kath. Kirche erlaubt ist.

Versteh Einer die Logik!

Peace,
Kevin.

Hallo Zwergenbrot

Aber ich interessiere mich für die Bibelstellen, um bei
einigen Disskusionen (worüber man so disskutieren kann)
endlich mal zu wissen, was die Bibel tatsächlich sagt und was
von der Kirche kommt.

Um es klar zu sagen: Direkt sagt die Bibel nichts zu beiden genannten Themen.

Alle Ableitungen, die Du von der Kirche oder sonstwo findest sind indirekter Natur.

Zum Thema Masturbation bzw. Onanie hat mein Vorredner ja schon korrekt geantwortet.

Das Thema „Sex vor der Ehe“ ist etwas komplizierter:

Direkt sagt die Bibel nichts dazu, denn das Thema war zu der damaligen Zeit einfach nicht aktuell. Die Kinder wurden verheiratet, sobald sie geschlechtsreif waren und hatten damit keine Gelegenheit, dem Volkssport von heute zu frönen. Es kam daher wesentlich häufiger vor, dass sich die Menschen nach jemand anderem umschauten, wenn sie feststellten, das der Partner doch nicht das Gelbe vom Ei war - und zum Thema Ehebruch nimmt die Bibel eindeutig Stellung.

Da das Thema direkt nicht angesprochen wird, muss man indirekt fragen: Was hätten die Leute damals gesagt zu dem Thema und was würde Gott sagen?

Die erste Frage lässt sich recht eindeutig beantworten. Mit dem, was man über die damalige jüdischen Kultur weiss, hätten die Menschen Sex vor der Ehe eindeutig verdammt und unter Unzucht bzw. Heiratszwang eingeordnet. Mit anderen Worten: Hätte man jemanden wie Paulus gefragt, wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit die Antwort „No“ gekommen.

Was aber ist das Gebot Gottes? Direkt steht nichts in der Bibel, von alten Kulturen wollen wir uns nicht abhängig machen, was bleibt? Nun die Grundregel: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Das ist das Gebot Gottes.

Ist dieses Gebot verletzt, wenn man ohne Trauschein miteinander schläft?

Ja, wenn einer die Sache als Sport betreibt (kommt oft genug vor), also nur eine Eroberung macht und ausschliesslich zum eigenen Vergnügen betreibt. Das reduziert den Partner zur Gummipuppe und ist verdammenswert.

Nein, wenn der Hintergrund eine echte Beziehung ist (und dies ist jetzt meine persönliche Ansicht). In einer echten Beziehung gehört Sex dazu. Aber wenn eine Beziehung echt ist, dann hat sie den status einer Ehe - ob mit oder ohne Trauschein. Die Sünde wird dann begangen, wenn man plötzlich sagt „war alles ein Fehler, ich gehe“. Die Trennung ist die Sünde - ob mit oder ohne Trauschein.

Gruß
Thomas

Coitus interruptus
Hi,

Diese Stelle ist auch nebenbei bemerkt der Ursprung für den
Begriff „Onanie“. Aber was Onan betreibt ist wohl eher „coitus
interruptus“ (=die „Rauszieh-Methode“ der Verhütung), die
meines Wissens nach von der kath. Kirche erlaubt ist.

Ist sie nicht. Laut der Enzyklika Humanae Vitae:

http://www.uibk.ac.at/c/c2/c223/c22311/texte/humanae…

„Ebenso ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder im Anschluß an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als
Ziel, sei es als Mittel zum Ziel“ (aus Abschn. II.14)

Grüße,
Hasta Lavista

Hallo Hasta Lavista,

„Ebenso ist jede Handlung verwerflich, die entweder in
Voraussicht oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder
im Anschluß an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen
darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als
Ziel, sei es als Mittel zum Ziel“ (aus Abschn. II.14)

Danke für die Aufklärung.

Wie steht denn die kath. Kirche zu der Temperatur- oder Kalender-Methode (Knaus-Ogino?) ? Ich dachte eigentlich, alle nicht-chemischen und nicht-physikalischen Methoden wären erlaubt. Wenn ich allerdings die von Dir zitierte Passage auf die Temperatur-/Kalender-Methode anwende, muss ich feststellen, dass auch diese eine „Handlung, die in Voraussicht des ehelichen Aktes darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern“.

Oder interpretiert die kath. Kirche das als Enthaltsamkeit und findet es deshalb gut?

Peace,
Kevin.

Hi,

Die Sünde wird dann begangen, wenn man plötzlich
sagt „war alles ein Fehler, ich gehe“. Die Trennung ist die
Sünde - ob mit oder ohne Trauschein.

Das ist mir zu radikal. Ist Irren Sünde? Das kann nicht sein.
Ich würde das auch so betrachten wie Du mit dem Trauschein: wenn das Ganze ernsthaft überlegt ist, wenn die Trennung nicht leichtfertig aus einer Laune betrieben wird, dann ist sie wohl OK.
Für mich persönlich wäre es eine viel größere Sünde, ohne Liebe an einer Beziehung festzuhalten, nur um sich nicht zu trennen.

Gruß

J.

Hallo Kevin,

ich bin zwar weder katholisch noch Experte für die katholische Lehrmeinung, aber in der bereits vorhin von mir zitierten Enzyklika findet sich unter Punkt II.16 folgende diesbezügliche Äußerung:

" […] Wenn also gerechte Gründe dafür sprechen, Abstände einzuhalten in der Reihenfolge der Geburten - Gründe, die sich aus der körperlichen oder seelischen Situation der Gatten oder aus äußeren Verhältnissen ergeben -, ist es nach kirchlicher
Lehre den Gatten erlaubt, dem natürlichen Zyklus der Zeugungsfunktionen zu folgen, dabei den ehelichen Verkehr auf die empfängnisfreien Zeiten zu beschränken und die Kinderzahl so zu planen, daß die oben dargelegten sittlichen Grundsätze
nicht verletzt werden.

Wie steht denn die kath. Kirche zu der Temperatur- oder
Kalender-Methode (Knaus-Ogino?)?

Grüße,

Hasta Lavista

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Die Sünde wird dann begangen, wenn man plötzlich
sagt „war alles ein Fehler, ich gehe“. Die Trennung ist die
Sünde - ob mit oder ohne Trauschein.

Das ist mir zu radikal. Ist Irren Sünde? Das kann nicht sein.
Ich würde das auch so betrachten wie Du mit dem Trauschein:
wenn das Ganze ernsthaft überlegt ist, wenn die Trennung nicht
leichtfertig aus einer Laune betrieben wird, dann ist sie wohl
OK.
Für mich persönlich wäre es eine viel größere Sünde, ohne
Liebe an einer Beziehung festzuhalten, nur um sich nicht zu
trennen.

Mein Senf:
Das kommt aus einer Zeit mit einer Gesellschaftsordnung, die mit unserer nicht vergleichbar ist. Eine verlassene Ehefrau war in ihrer Existenz, ihrem nackten Leben bedroht. Ein Ehemann investierte einiges (finanziell) in die Ehe und konnte es sich vielleicht nicht leisten, nochmal zu heiraten. Kinder ohne Versorger brauche ich gar nicht erst zu erwähnen. Der Sozialstaat von heute mit seinem Wertesystem und der relative Wohlstand, in dem wir leben, macht die Verbreitung des Konzeptes der romantischen Ehe erst möglich. Die verminderte Notwendigkeit, an einer einmal geschlossenen Ehe festzuhalten, reduziert die Investitionsbereitschaft (sowohl materiell als auch emotional) in die Ehe, und somit auch ihren Wert.
Liebe ist für uns zunehmend nur noch etwas, was uns passiert (und vorbei geht), oder auch nicht. An einer Liebe zu arbeiten ist uns ein fremdes Konzept, wir arbeiten lieber an einer Beziehung.
Freiheit hat nicht nur positive Konsequenzen.
Ich empfehle hierzu die Lektüre von „Von Mäusen und Menschen“ von John Steinbeck (Roman) oder „Die Kunst, zu Lieben“ von Erich Fromm (Sachbuch).

Ich plädiere nicht für alte Werte, ich plädiere dafür, zu erkennen, was beim Wertewandel verlorengeht.

Es liegt an uns, die Freiheit wohl zu nutzen.

Peace,
Kevin.

3 „Gefällt mir“

Hallo

Für mich persönlich wäre es eine viel größere Sünde, ohne
Liebe an einer Beziehung festzuhalten, nur um sich nicht zu
trennen.

Wenn die Liebe am Anfang die Grundlage für eine Ehe gewesen ist, warum verschwindet sie dann? Die Liebe ist nichts Selbstverständliches. Man muss an ihr arbeiten, genauso, wie man an seiner eigenen Persönlichkeit arbeiten muss.

Den idealen Partner gibt es nicht. Und wenn eine Beziehung in die Brüche geht, sind die Chancen, dass die nächste Beziehung viel besser klappt nicht sehr groß.

Anstatt also gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten, jagd man den Partner fort. Und das soll ein Zeichen von Liebe sein?

Gruß
Carlos

Hallo Carlos,

Da hattest Du gleichzeitig die gleiche Idee wie ich.
:wink:

Peace,
Kevin.

Hi,

Das kommt aus einer Zeit mit einer Gesellschaftsordnung, die
mit unserer nicht vergleichbar ist.

Ja. Aber der meine Antwort bezog sich auf eine (so habe ich sie verstanden) durchaus aktuelle Einstellung des Autors.

Liebe ist für uns zunehmend nur noch etwas, was uns passiert
(und vorbei geht), oder auch nicht. An einer Liebe zu arbeiten
ist uns ein fremdes Konzept, wir arbeiten lieber an einer
Beziehung.

Beide Konzepte sind mir nicht fremd (bin seit 18 Jahren zusammen mit der gleichen Frau, habe also mehr Zeit mit ihr als ohne sie verbracht :smile: Aber das ist nicht der Punkt.

Freiheit hat nicht nur positive Konsequenzen.

Freiheit bringe ich hier ganz bewußt nicht rein. Mir geht es um Paare, die sich jahrelang gegenseitig fertigmachen und nicht den Mut aufbringen zu erkennen, daß sie sich besser trennen sollten.

Ich empfehle hierzu die Lektüre von „Von Mäusen und Menschen“
von John Steinbeck (Roman) oder „Die Kunst, zu Lieben“ von
Erich Fromm (Sachbuch).

Danke. Beides habe ich gelesen und genossen, wobei Steinbeck mir besser gefallen hat als Fromm.

Gruß

J.

Hi,

Wenn die Liebe am Anfang die Grundlage für eine Ehe gewesen
ist, warum verschwindet sie dann?

Das kann ich Dir nicht beantworten.

Die Liebe ist nichts
Selbstverständliches. Man muss an ihr arbeiten, genauso, wie
man an seiner eigenen Persönlichkeit arbeiten muss.

Ja. Aber auch hier sollte man über das Ergebnis seiner Arbeit reflektieren. Und wenn man erkennt, daß die Liebe nicht (mehr) da ist, und zwar soweit verschwunden, daß man nicht mehr an ihr arbeiten will, dann sollte man sich trennen.

Den idealen Partner gibt es nicht. Und wenn eine Beziehung in
die Brüche geht, sind die Chancen, dass die nächste Beziehung
viel besser klappt nicht sehr groß.

Das mag sein. Kann ich nicht beurteilen, da ich die ideale Partnerin gefunden habe :smile:

Anstatt also gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten, jagd man
den Partner fort. Und das soll ein Zeichen von Liebe sein?

Eben nicht! Das ist ein Zeichen davon, daß die Liebe nicht mehr da ist. Warum dann an der Beziehung festhalten?

Gruß

J.

Hallo José,

Anstatt also gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten, jagd man
den Partner fort. Und das soll ein Zeichen von Liebe sein?

Eben nicht! Das ist ein Zeichen davon, daß die Liebe nicht
mehr da ist. Warum dann an der Beziehung festhalten?

Ich glaube nicht, daß wir hier zusammenkommen können. Wie man diesen Sachverhalt betrachtet hängt von den eigenen Wertmaßstäben ab.
Ist die die Ehe eine von Gott geschaffene Einrichtung, in der man versucht gemäß Gottes Maßstäben ein Höchstmaß an Glück zufinden?
Oder ist die Ehe eine triebinduzierte Institution aus der der moderne Mensch ein Höchstmaß an Zufriedenheit herausholen sollte.

Im letzteren Fall wäre es natürlich dumm allzuviel Arbeit in eine Beziehung zu investieren, wenn es keinen Spaß mehr macht oder mehr Zufriedenheit zu erlangen ist.

Ein markantes Beispiel dafür findet sich bei einigen prominenten Personen (insb. Politikern). Wenn man eine jüngere attraktivere Frau bekommen kann, warum sollte man die „Alte“ behalten?

Gruß
Carlos

Hallo Zwergenbrot!
Nachdem nun darüber geschrieben wurde, was in der Bibel steht, möchte ich heute einen Beitrag aus Gottes geistiger Speise für unsere Zeit bringen. Denn Gott gib seine geistige Speise immer nach dem Niveau seiner Kinder, das doch in den letzten 2000 Jahren doch gestiegen ist. Hier einige Bibelstellen die weitere Offenbarungen Gottes vorhersagen:

Johannes 14,21: Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.

Johannes 14,23… Wenn einer mich liebt, wird er mein Wort bewahren, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

Johannes 14/26: Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Johannes 16,12: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.

Apo. 2/17 Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; 2/18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist aus-gießen, und sie sollen weissagen.

Offenbarung 14,6: Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk…

Ich rede von der Neuoffenbarung Jesu durch Jakob Lorber, 1800-1864. Graz. Hier wird Klartext in deutscher Sprache geredet. Keine wichtige Frage ist unbeantwortet. Aber nun zum Thema:

Gott hat uns Menschen die völlige Willensfreiheit gegeben. Unter diesen Umständen kann jedes Paar entweder die Sexualität ausleben wie es will, oder sich nach der göttlichen Regel halten, die den Geschlechtsverkehr lediglich zur Zeugung eines Menschen vorsieht. (Nun werden wohl die Zähne zusammengebissen)

Da Gott seine Regeln aber nicht nur für unseren Zeitgeist, sondern für die Ewigkeit aufgestellt hat, bringt ihre Beachtung unzweifelhafte Vorteile für die Menschen, die sich danach richten und besonders für deren Nachkommen.

Gott gab dem Mann seine reichhaltige Zeugungsfähigkeit nicht der Vielzeugerei, sondern nur der kräftigen Zeugerei we-gen. So kann ein Mann mit seinem ausgereiften Samen kräftigere Kinder zeugen, während bei der Vielzeugerei nur die größten und unreifsten Schwächlinge zum Vorscheine kommen können. Denn jeder Same wird eine schlechte oder gar keine Frucht erwecken, so er nicht vorher zur vollen Reife gelangt ist. Wie soll aber der Samen seine Reife erlangen, wenn der Mann ihm keine Zeit dazu läßt, in dem er oft täglich Geschlechtsverkehr hat?

Für Paare die sich nach Kindern sehnen, aber bisher keine bekommen konnten, kann die Lösung darin liegen, daß sie größere Abstände zwischen dem Geschlechtsverkehr einlegen. Z.B. nur einmal im Monat.

Wenn wir heute sehen, daß in Deutschland viele Paare auf dem natürlichen Wege keine Kinder mehr bekommen können und andererseits bei den geborenen Kindern viele Geschädigte und Behinderte dabei sind, so hat uns das Abweichen von Gottes Willen schon eingeholt. Bei Paaren aber, denen es sowieso nicht um die Zeugung von Kindern, sondern pur um die Lust geht, äußert sich die Abweichung unter anderem in Krankheiten des Leibes.

Natürlich hat Gott den Menschen so eingerichtet, daß er sich über den Geschlechtsakt fortpflanzt und er hat auch die Lust beigesellt. Aber dieser Geschlechtsakt sollte, wie alle anderen Dinge auch, in der Ordnung Gottes erfolgen, denn die Ab-weichung straft sich selbst. Denn Gott hat seine Ordnung so eingerichtet, daß sie erstens ewig funktioniert und daß sich alle Abweichungen davon im Laufe der Zeit selbst auslöschen.

Wir können das gut an den untergegangenen Kulturen studieren. Wenn es den Menschen zu gut geht, werden sie genuß-süchtig und träge und werden im Laufe der Zeit von anderen Völkern ersetzt, die noch nüchterner sind. So etwas kann ganz friedlich abgehen, gerade so, wie es sich zur Zeit in Deutschland abzeichnet.

Die Deutschen bringen sehr wenig Kinder zur Welt, obwohl sie zahlreiche Geschlechtsakte begehen. Der Geschlechtsakt ist aber bei vielen Deutschen zum Genußakt herabgewürdigt worden, bei dem in der Regel kein Kind erwünscht ist. Ist doch ein Kind entstanden, so wird es mir dem Segen der Politik und auf Kosten der Allgemeinheit oftmals im Mutterleib umgebracht.

Nun, wenn die Deutschen zu wenig Kinder in die Welt setzen, so gibt es Menschen aus anderen Kulturen, die nicht so geizig sind und sich für ihre Kinder aufzuopfern, die ihre Kinder noch lieben, ihnen viel Zeit schenken und gerne groß-ziehen. Wenn also die Geschichte sich so fortsetzt wie sich bisher abzeichnet, so heißt unser Land in 100 Jahren wahr-scheinlich auch noch Deutschland, aber es ist dann ein Land, in dem zwar auch noch Deutsche leben mögen, aber die Mehrzahl der Menschen werden vermutlich türkischstämmig sein. Das heißt, die Genußsucht wird dann die Deutschen ausgelöscht haben.

Nun aber noch einmal zu Geschlechtsakt. Dieser ist von Gott aus etwas ganz großes, eine heilige Handlung! Es wird näm-lich bei diesem Akt eine schon daseiende Seele herbeigerufen und im Mutterleib eingezeugt. Dazu gibt der Mann im Sa-men die edelsten Spezifikationen seiner Wesenheit ab. Hat der Mann nun tagtäglich Geschlechtsverkehr, so verpuffen seine besten Spezifikationen, die dann ihm und, falls ein Kind entsteht, auch diesem fehlen werden.
Bei der Onanie verpuffen die edelsten Spezifikationen ebenfalls, was sich mit der Zeit nur negativ auswirken kann.
Gruß Helmut

PS: Wer ernstlich Gott sucht, kommt an der Offenbarung Jesu durch Jakob Lorber nicht vorbei!

Hi,

Ich glaube nicht, daß wir hier zusammenkommen können.

Ich glaube, da hast Du Recht :smile:

Wie man
diesen Sachverhalt betrachtet hängt von den eigenen
Wertmaßstäben ab.

Diese unterscheiden sich bei uns wohl grundlegend. Du argumentierst christlich-religiös, während sich meine Gedanken eher aus der (nitreligiösen) Ethik speisen.

Ist die die Ehe eine von Gott geschaffene Einrichtung, in der
man versucht gemäß Gottes Maßstäben ein Höchstmaß an Glück
zufinden?
Oder ist die Ehe eine triebinduzierte Institution aus der der
moderne Mensch ein Höchstmaß an Zufriedenheit herausholen
sollte.

Dieser scheinbare Gegensatz existiert nur bei Deiner Argumentation. Vor Gericht würde ich die Frage als suggestiv ablehnen, da sie ihre Wertung mit sich bringt.
Und sorry, aber die Ehe ist von den Menschen geschaffen.

Ein markantes Beispiel dafür findet sich bei einigen
prominenten Personen (insb. Politikern).

Mag sein, aber erstens rede ich nicht über die eindeutigen Fälle, und zweitens: sind diese Fälle so eindeutig? Kennst Du diese Leute persönlich, um über ihre Beweggründe zu urteilen?

Wenn man eine jüngere
attraktivere Frau bekommen kann, warum sollte man die „Alte“
behalten?

Aber warum sollte man die junge, attraktive Frau behalten, wenn man doch die ältere, unattraktive liebt? :smile:
Und dieses Beispiel bringst Du an; ich sprach nicht von einer neuen Frau, sondern von einem Zusammenleben ohne Liebe, das bei Dir wohl einen höheren Stellenwert besitzt als eine ehrliche Trennung.

Gruß

Ebenfalls!

J.

Hallo,

Ein markantes Beispiel dafür findet sich bei einigen
prominenten Personen (insb. Politikern).

Mag sein, aber erstens rede ich nicht über die eindeutigen
Fälle, und zweitens: sind diese Fälle so eindeutig? Kennst Du
diese Leute persönlich, um über ihre Beweggründe zu urteilen?

Wenn jemand vier Mal verheiratet ist, bedeutet dies, dass ein Mensch entweder nicht fähig oder willens ist eine dauerhafte Bindung einzugehen.

Wenn man eine jüngere
attraktivere Frau bekommen kann, warum sollte man die „Alte“
behalten?

Aber warum sollte man die junge, attraktive Frau behalten,
wenn man doch die ältere, unattraktive liebt? :smile:

Ich kenne da nur ein einziges Beispiel. Prinz Chales und seine Camilla :wink:

Und dieses Beispiel bringst Du an; ich sprach nicht von einer
neuen Frau, sondern von einem Zusammenleben ohne Liebe, das
bei Dir wohl einen höheren Stellenwert besitzt als eine
ehrliche Trennung.

Im Gegenteil, du willst mir doch nicht behaupten, dass es sich jedensmal um tiefe und innige Liebe handelt, wenn ein Mensch regelmäßig den Partner wechselt.
Eine gewisse Verliebtheit, erotische Anziehung, der Wunsch nach Geborgenheit, Narzissmus, spielen da irgendwo eine Rolle, aber nicht „wahre“ Liebe.
Die Angewohnheit den Partner regelmäßig zu wechseln ist ein Zeichen, dass es einem Menschen generell an Liebe mangelt. Und die kommt nicht beim nächsten Partner.

Gruß
Carlos

Was Doc dazu sagt:

So kann ein Mann mit seinem ausgereiften Samen kräftigere
Kinder zeugen, während bei der Vielzeugerei nur die größten
und unreifsten Schwächlinge zum Vorscheine kommen können.

Für Paare die sich nach Kindern sehnen, aber bisher keine
bekommen konnten, kann die Lösung darin liegen, daß sie
größere Abstände zwischen dem Geschlechtsverkehr einlegen.
Z.B. nur einmal im Monat.

Bei Paaren aber, denen es sowieso
nicht um die Zeugung von Kindern, sondern pur um die Lust
geht, äußert sich die Abweichung unter anderem in Krankheiten
des Leibes.

Bei der Onanie verpuffen die edelsten Spezifikationen
ebenfalls, was sich mit der Zeit nur negativ auswirken kann.

Hallo Helmut,

es gibt nicht wirklich Menschen, die solchen offenkundigen Schwachsinn glauben, oder? Der Autor muß sehr verwirrt gewesen sein, als er diese Worte schrieb…

Gruß,

Doc.

Hi,

Wenn jemand vier Mal verheiratet ist, bedeutet dies, dass ein
Mensch entweder nicht fähig oder willens ist eine dauerhafte
Bindung einzugehen.

Mag sein. Kann aber auch sein, daß er willens, aber nicht fähig ist - sonst würde er wohl nicht heiraten? Und jemand, der nicht fähigt ist, begeht wohl deswegen keine Sünde.
Egal: mir sind die Leute nicht wichtig, das sind wie gesagt Extrembeispiele.

Versteif Dich nicht auf die regelmäßigen Partnerwechsler. Ich ging vor allem auf das ursprüngliche Posting ein, das Trennung gleich Sünde setzte.

Gruß

J.

Hi,

Der Autor muß sehr verwirrt gewesen
sein, als er diese Worte schrieb…

Oder er verpuffte damit seine edelsten Spezifikationen :smile:

Gruß

J.

Ich hab mir mit Mühe das „Der hat wohl zuviel gew*****, was?!“ verkniffen… :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]