Ich möchte in Foren diskutieren aber da man ja heutzutage wegen jeder Kleinigkeit (Färbt Schröder seine Haare?) verklagt werden kann,wüßte ich gerne wie ich ganz sicher anonym bleiben kann.Bei meiner Recherche stieß ich auf widersprüchliche Infos.Die meisten schreiben,im Internetcafe ist es sicher andere machen Panik,daß man auch da ermittelt werden kann.Darum interessiere ich mich für Anonymizer und ähnlichen Schutz.Auch da Widersprüchlichkeiten:TOR ist sicher, ist nicht sicher.Dasselbe bei Proxy.Die haben die ID Adresse und können gezwungen werden,diese rauszurücken.Weil in Internetcafes Kameras mitlaufen, kann man ermittelt werden,so die Gegner von „zuviel“ Meinungsfreiheit. Die Uni Dresden bietet den Anonymizer JAP an,aber wenn ich den runterladen will,kommt die Meldung,es könnten Viren dabei sein.Das kann ich dann ja nicht einfach so im Internetcafe ausprobieren.Im meinem Lieblingcafe ist das Runterladen auch verboten,ber den anderen keine Ahnung.Also,wer von Euch hat Durchblick und kann mir helfen? Aber bitte nicht so kompliziert,ich bin Anfängerin,und Englich kann ich auch nicht.
Anonym ist ein relativer Begriff. Es kommt immer darauf an, für wen du anonym sein willst. Für mich bist du z.B. komplett anonym. Ich sehe nur deine eMail-Adresse, kann diese aber keiner Person zuordnen. Wenn du bei der Anmeldung bei wer-weiss-was deinen Namen angegeben hast, dann bist du für den wer-weiss-was-Webserver dagegen nicht anonym.
Allerdings gibt es kein „100% sicheres anonymes Surfen“. Irgendeine Station auf dem Weg hat zumindest prinzipiell immer die Möglichkeit dich zurück zu verfolgen.
Je nach Verfahren ist das aber sehr aufwändig. TOR z.B. ist ein ziemlich sicheres Verfahren. Um dich zurück zu verfolgen, muss ein Angreifer sowohl deinen Startknoten als auch deinen Endknoten unter seiner Kontrolle haben.
Da diese zufällig ausgesucht werden und auch noch wechseln können bei jeder Datenübertragung, ist das aber nur mit immensen Aufwand möglich. Im Prinzip müsste ein Angreifer fast das ganze TOR-Netzwerk übernehmen.
Auch wenn du z.B. in einem Internet-Cafe bist und dort deinen Namen nicht preisgibst bist du relativ anonym. Der einzige der den PC deiner Person zuordnen kann, ist der Betreiber des Internet-Cafes. Wenn der aber deinen Namen nicht weiß, fällt dieser Punkt aber weg. Allerdings könnte dich dann die Polizei trotzdem mit ganz normaler Personenüberwachung beschatten und dann von dem Internet-Cafe die Verbindungsdaten ermitteln. Das ist aber wieder ein enormer Aufwand, schließlich braucht man ja einen Beamten, der dich kontinuierlich überwacht. Glaubst du, dass sich das bei dir lohnt?
Wie gesagt: Du bist im Netz - genau wie im echten Leben - nie zu 100% anonym. Wenn dich z.B. eine Strafverfolgungsbehörde unbedingt überwachen will, dann kann sie das auch tun. Für einen Website-Betreiber bist du aber z.B. durch TOR absolut anonym.
DubrauchstdirwegenAnonymitätkeineGedankenmachen,daDueher
unleserlichesZeugschreibstbeidemmansichanstrengenmussum
eszulesen.DusolltestDirmalGedankenüberAbsätzeundsonstige
MerkmalezurTextstrukturierungmachen,umdieLesbarkeitzuver-
bessern.DaserhöhtauchdieChanceaufguteAntworten.Wasgenauist
DirdennanTornichtanonymgenug?HastDumaldieentsprechendeFAQ
aufderTorWebsitegelesen?Diegibtsauchaufdeutsch.
http://tor.eff.org/index.html.de
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Hi Sonja,
mal eine ganz bescheidene Frage, meinst Du nicht, dass Du Dich mit dieser Anfrage in diesem Forum, welches als Expertenforum für alle möglichen kriminellen Handlungen geradezu prädestiniert ist um überwacht zu werden, schon auf die Liste der überwachungswürdigen Personen gesetzt hast? Ganz schlimm ausgerechnet auch noch über Schröders Haarfarbe zu schreiben. Da bist Du schon unter den ersten 100 bevorzugten Personen und musst damit rechnen, dass demnächst Dein Telefon abgehört wird
.
Ganz im Ernst, glaubst Du wirklich, dass es irgend jemanden interessiert, über was Du hier schreibst? Sicher gibt es heute Software die den Datentransfer überwacht und auf bestimmte Schlüsselworte reagiert und die Daten entsprechend sichert und auswertet. Aber trotz Allem, wer soll hier aus millionenfachen Bemerkungen über Schröders Haarfarbe ausgerechnet Dich ausfindig machen wollen?
Ich denke eher, Du leidest etwas unter Verfolgungswahn
und das wäre eher ein Fall fürs Medizinbrett.
Es sei denn, Du möchtest im Netz Baupläne von Bomben, von wichtigen interesanten zerstörungswürdigen Anlagen… - oh Gott, jetzt setze ich mich wohl auch gerade auf die Liste der besonders überwachungswürdigen Personen
.
Gruß Jürgen
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
Ganz im Ernst, glaubst Du wirklich, dass es irgend jemanden
interessiert, über was Du hier schreibst? Sicher gibt es heute
Software die den Datentransfer überwacht und auf bestimmte
Schlüsselworte reagiert und die Daten entsprechend sichert und
auswertet. Aber trotz Allem, wer soll hier aus millionenfachen
Bemerkungen über Schröders Haarfarbe ausgerechnet Dich
ausfindig machen wollen?
Du verkennst die Situation. Nicht derjenige, der gerne eine Privatsphäre haben möchte, muss sich rechtfertigen, sondern derjenige, der sie in Frage stellt.
Warum sollte es jemanden etwas angehen, wann ich was über die Haarfarbe von Gerhard Schröder geschrieben habe? Oder ob ich z.B. öffentlich eine Minderheitenmeinung vertreten möchte und nicht will, dass bei einer Bewerbung das Standard-Google-Ergebnis auf Unmut des Personalchefs stößt? Warum ist dieses vollkommen legitime Ansinnen irgendwie Kinderporno und Terror?
Gruß
Fritze
Hallo,
Ganz im Ernst, glaubst Du wirklich, dass es irgend jemanden
interessiert, über was Du hier schreibst? Sicher gibt es heute
Software die den Datentransfer überwacht und auf bestimmte
Schlüsselworte reagiert und die Daten entsprechend sichert und
auswertet. Aber trotz Allem, wer soll hier aus millionenfachen
Bemerkungen über Schröders Haarfarbe ausgerechnet Dich
ausfindig machen wollen?Du verkennst die Situation.
Ich denke nicht!
Nicht derjenige, der gerne eine
Privatsphäre haben möchte, muss sich rechtfertigen, sondern
derjenige, der sie in Frage stellt.
Wen ich Privatsphäre haben möchte, dann schreibe ich keine Postkarten und dann gehe ich nicht ins Internet.
Warum sollte es jemanden etwas angehen, wann ich was über die
Haarfarbe von Gerhard Schröder geschrieben habe? Oder ob ich
z.B. öffentlich eine Minderheitenmeinung vertreten möchte und
nicht will, dass bei einer Bewerbung das
Standard-Google-Ergebnis auf Unmut des Personalchefs stößt?
Wenn ich öffentlich eine Meinung verteten will, dann vertrete ich sie öffentlich. Und wenn ich Schiss vor meinem Personalchef habe, dann halte ich einfach die Schnauze und veröffentliche meine Meinung nicht auch noch schriftlich. Also entweder, oder.
Warum ist dieses vollkommen legitime Ansinnen irgendwie
Kinderporno und Terror?Gruß
Fritze
Gruß Jürgen
Hiho!
Nicht derjenige, der gerne eine
Privatsphäre haben möchte, muss sich rechtfertigen, sondern
derjenige, der sie in Frage stellt.
Dem stimme ich grundsätzlich zu. Aber:
Warum sollte es jemanden etwas angehen, wann ich was über die
Haarfarbe von Gerhard Schröder geschrieben habe?
Wenn ich etwas nicht öffentlich machen möchte, äußere ich es nicht öffentlich. Ganz einfach eigentlich. Und Internet ist nun mal schon aufgrund der zugrunde liegenden Technologie öffentlich.
Warum ist dieses vollkommen legitime Ansinnen irgendwie
Kinderporno und Terror?
Oh Mann, gleich erstmal zusammenhanglos polarisierende Buzzwords in die Diskussion geworfen. Schlechtes Argument, IMHO.
Gruß
Steff
Wen ich Privatsphäre haben möchte, dann schreibe ich keine
Postkarten und dann gehe ich nicht ins Internet.
Das ist Deine persönliche Entscheidung, kein allgemeines Gesetz.
Wenn ich öffentlich eine Meinung verteten will, dann vertrete
ich sie öffentlich. Und wenn ich Schiss vor meinem
Personalchef habe, dann halte ich einfach die Schnauze und
veröffentliche meine Meinung nicht auch noch schriftlich. Also
entweder, oder.
Ich hoffe, Du gestehst Menschen in anderen Lebenssituationen auch bei weniger „Heldenmut“ die öffentliche Äußerung ihrer Meinung zu.
Es gab und gibt auf dieser Welt jede Menge politische Systeme, in denen bei Deiner Grundannahme „entweder ‚Mut‘ oder ‚Schweigen‘“ keine abweichende Meinung publiziert werden könnte, es sei denn von Lebensmüden.
Und auch hierzulande ist es nicht unüblich zu versuchen, unliebsame Meinungen per Gerichtsbeschluß oder Abmahnung aus der Welt zu schaffen - klar könnte man sich dagegen uU wehren, aber das kostet Zeit und Geld, die für Normalsterbliche meist so knapp sind, daß die Meinungsfreiheit unweigerlich leiden würde, wenn es keine anonyme Möglichkeit gäbe.
LG
Stuffi
Wen ich Privatsphäre haben möchte, dann schreibe ich keine
Postkarten und dann gehe ich nicht ins Internet.Das ist Deine persönliche Entscheidung, kein allgemeines
Gesetz.
Hab ich irgendwo geschrieben, dass das ein allgemeines Gesetz sein soll? Es ist in meinen Augen gesunder Menschenverstand.
Wenn ich öffentlich eine Meinung verteten will, dann vertrete
ich sie öffentlich. Und wenn ich Schiss vor meinem
Personalchef habe, dann halte ich einfach die Schnauze und
veröffentliche meine Meinung nicht auch noch schriftlich. Also
entweder, oder.Ich hoffe, Du gestehst Menschen in anderen Lebenssituationen
auch bei weniger „Heldenmut“ die öffentliche Äußerung ihrer
Meinung zu.
Ich gestehe jedem Menschen fast alles zu. Aber ich vertrete eine Meinung nicht öffentlich, wenn ich sie leise hinter vorgehaltener Hand nur meinen engsten Vertrauten erzähle.
Es gab und gibt auf dieser Welt jede Menge politische Systeme,
in denen bei Deiner Grundannahme „entweder ‚Mut‘ oder
‚Schweigen‘“ keine abweichende Meinung publiziert werden
könnte, es sei denn von Lebensmüden.
Definiere bitte publizieren. Wenn ich eine Software fordere mit der ich heimlich ungestört im Internet mit anderen über die Haarfarbe von Herrn Schröder diskutieren möchte, dann hat das mit publizieren überhaupt nichts zu tun.
Und auch hierzulande ist es nicht unüblich zu versuchen,
unliebsame Meinungen per Gerichtsbeschluß oder Abmahnung aus
der Welt zu schaffen - klar könnte man sich dagegen uU wehren,
aber das kostet Zeit und Geld, die für Normalsterbliche meist
so knapp sind, daß die Meinungsfreiheit unweigerlich leiden
würde, wenn es keine anonyme Möglichkeit gäbe.
Sorry, wer glaubt er könne irgendeine Meinung anonym verbreiten der irrt und ist in meinen Augen nur naiv.
Wenn ich es nur will, dann werde ich immer irgendwo eine Spur zu irgend jemandem finden, es ist immer nur eine Frage der Zeit, des Aufwandes und des Interesses. Aber zu glauben ich kann anonym bleiben wenn ich irgendwo irgendetwas hinterlasse - nee, das ist heutzutage nicht mehr möglich.
Um es klar zu sagen, ich verurteile es auch, wenn heute Politiker fordern heimische PCs heimlich mit Software „versorgen“ wollen um Informationen zu sammeln.
Aber, wer heute glaubt, er kann unbeobachtet/ungehört telefonieren, surfen, oder Briefe und Postkarten schreiben, der ist auf dem Holzweg. Der Mensch steckt nun mal leider voller krimineller Energie und das bespitzeln Anderer ist für manchen ein illustrer Zeitvertreib, sei es mit einem Hörrohr den Nachbarn zu belauschen oder mittels Software seinen Rechner zu hacken und auszuspionieren, alles ist möglich.
Die Forderung nach Software zieht meiner Meinung nach nur Eines nach sich, sie macht unsere Rechner welt teurer und wird nur weitere kriminelle Energie freisetzen um auch hier wieder ein Programm zu entwickeln um jenes zu knacken. Also ein Kreislauf ohne Ende.
LG
Stuffi
Und deshalb mein Rat, surft, schreibt und chatet einfach so. Und wenn die Datensammler alles, aber auch wirklich alles irgendwo speichern und archivieren, dann lasst sie doch. Und wenn in tausend Jahren dann mal irgendein Student bei seinen Recherchen darüber stolpert, dass sich Susi oder Karl über Herrn Schröders Haarfarbe ausgetauscht haben - ja und, wen interessiert das dann noch?
Und wenn ihr unbedingt privates, persönliches mitteilen wollt - dann schmeißt das Handy in die Ecke, schaltet den Rechner aus, trefft Euch in der Kneipe an der Ecke oder wo auch immer und kommuniziert von Angesicht zu Angesicht, das geht tatsächlich.
Gruß Jürgen
Hussa!
Warum sollte es jemanden etwas angehen, wann ich was über die
Haarfarbe von Gerhard Schröder geschrieben habe?Wenn ich etwas nicht öffentlich machen möchte, äußere ich es
nicht öffentlich. Ganz einfach eigentlich. Und Internet ist
nun mal schon aufgrund der zugrunde liegenden Technologie
öffentlich.
Ich möchte etwas öffentlich sagen können, ohne dass man es mir in 20 Jahren nach einer Google-Anfrage aufs Brot schmieren kann. Dafür eignet sich das Internet mit Hilfe von Anonymisierdiensten recht gut.
Warum ist dieses vollkommen legitime Ansinnen irgendwie
Kinderporno und Terror?Oh Mann, gleich erstmal zusammenhanglos polarisierende
Buzzwords in die Diskussion geworfen. Schlechtes Argument,
IMHO.
Das Argument kam nicht von mir, sondern von Deinem Kollegen weiter oben: Es sei denn, Du möchtest im Netz Baupläne von Bomben, von wichtigen interesanten zerstörungswürdigen Anlagen…
Hört sich für mich nach dem ganz besonders dämlichen „wer nichts zu verbergen hat“ Argument an.
Gruß
Fritze
Hiho!
Ich möchte etwas öffentlich sagen können, ohne dass man es mir
in 20 Jahren nach einer Google-Anfrage aufs Brot schmieren
kann. Dafür eignet sich das Internet mit Hilfe von
Anonymisierdiensten recht gut.
Ok, das sehe ich ein, würde selber dann aber einfach ein anderes Medium wählen.
Warum ist dieses vollkommen legitime Ansinnen irgendwie
Kinderporno und Terror?Oh Mann, gleich erstmal zusammenhanglos polarisierende
Buzzwords in die Diskussion geworfen. Schlechtes Argument,
IMHO.Das Argument kam nicht von mir, sondern von Deinem Kollegen
Also, den „Kollegen“ verbitte ich mir mal. Ich kenne ihn nicht.
weiter oben: Es sei denn, Du möchtest im Netz Baupläne von
Bomben, von wichtigen interesanten zerstörungswürdigen
Anlagen…
Wo geht’s da um Kinderporno?
Hört sich für mich nach dem ganz besonders dämlichen „wer
nichts zu verbergen hat“ Argument an.
Ja, das stimmt. Datenschutz ist immer sehr persönlich und auch immer ins Gegenteil verdrehbar. Von daher verbleibe ich mit dem Respekt vor Dir und Deiner Ansicht, denn ausdiskutieren kann man das IMHO nicht. Und auch nicht hier
.
Gruß
Steff
Hallo,
Wen ich Privatsphäre haben möchte, dann schreibe ich keine
Postkarten und dann gehe ich nicht ins Internet.Das ist Deine persönliche Entscheidung, kein allgemeines
Gesetz.Hab ich irgendwo geschrieben, dass das ein allgemeines Gesetz
sein soll? Es ist in meinen Augen gesunder Menschenverstand.
Und in meine Augen ist das ausgemachter Blödsinn.
Ich gestehe jedem Menschen fast alles zu. Aber ich vertrete
eine Meinung nicht öffentlich, wenn ich sie leise hinter
vorgehaltener Hand nur meinen engsten Vertrauten erzähle.
Genau deshalb möchte man sich gefahrlos in öffentlichen Foren äußern. Damit man eben nicht nur im stillen Kämmerlein vor sich hin meint.
Definiere bitte publizieren. Wenn ich eine Software fordere
mit der ich heimlich ungestört im Internet mit anderen über
die Haarfarbe von Herrn Schröder diskutieren möchte, dann hat
das mit publizieren überhaupt nichts zu tun.
Und ob es das hat. Publizieren kommt vom lateinischen „publicare“, was „öffentlich zeigen“ heißt. Über die Qualität der veröffentlichten Information kann man trefflich streiten, sie spielt aber für diese Diskussion keine Rolle.
Sorry, wer glaubt er könne irgendeine Meinung anonym
verbreiten der irrt und ist in meinen Augen nur naiv.
Dann erkläre doch mal, wie Du eine Veröffentlichung welcher Art auch immer, die über Tor und vermittels umsichtiger Nutzung des Mediums „Internet“ getätigt wurde, zurückverfolgst.
Wenn ich es nur will, dann werde ich immer irgendwo eine Spur
zu irgend jemandem finden, es ist immer nur eine Frage der
Zeit, des Aufwandes und des Interesses.
Eine Technik, die sich in China, in Nordkorea und anderen extrem repressiven Umgebungen bewährt hat, dürfte auch hierzulande eine ausreichende Sicherheit bieten.
Aber zu glauben ich
kann anonym bleiben wenn ich irgendwo irgendetwas hinterlasse
- nee, das ist heutzutage nicht mehr möglich.
Selbst wenn es nicht möglich sein sollte, ist der Wunsch nach Anonymität jedenfalls legitim und bedarf keinerlei Begründung.
Und deshalb mein Rat, surft, schreibt und chatet einfach so.
Und wenn die Datensammler alles, aber auch wirklich alles
irgendwo speichern und archivieren, dann lasst sie doch. Und
wenn in tausend Jahren dann mal irgendein Student bei seinen
Recherchen darüber stolpert, dass sich Susi oder Karl über
Herrn Schröders Haarfarbe ausgetauscht haben - ja und, wen
interessiert das dann noch?
Du hast einfach keinerlei Ahnung, was heute technisch möglich ist (Stichwort Datamining). Dass es extrem unangenehm werden kann, wenn alle möglichen privaten Äußerungen gesammelt und ausgewertet werden können, auch wenn sie an sich keinen illegalen Inhalt haben, dass kann man bei Menschen beobachten, die ihre Stasi-Akten einsehen.
Und wenn ihr unbedingt privates, persönliches mitteilen wollt
- dann schmeißt das Handy in die Ecke, schaltet den Rechner
aus, trefft Euch in der Kneipe an der Ecke oder wo auch immer
und kommuniziert von Angesicht zu Angesicht, das geht
tatsächlich.
Es ist unzumutbar, Menschen die Nutzung moderner Kommunikationsmittel vorzuenthalten, wenn sie ihre Privatsphäre wahren wollen. Nicht zuletzt, weil man das Wort „veröffentlichen“ nicht mit „ein paar Freunden in der Kneipe erzählt“ gleichsetzen kann.
Gruß
Fritze
Wen ich Privatsphäre haben möchte, dann schreibe ich keine
Postkarten und dann gehe ich nicht ins Internet.
In Anbetracht der Tatsache, dass sich immer mehr von unserem Leben im Internet abspielt, ist das wohl eine kaum haltbare Behauptung.
Nicht jeder Schritt im Internet ist für die Allgemeinheit bestimmt. Gut, wenn man in einem öffentlich zugänglichen Forum etwas schreibt, dann gehört dies vielleicht nicht zur Privatsphäre. Wenn ich aber z.B. im Internet meine Mails abrufe, dann ist das dagegen sehr wohl privat.
Genauso wie ein Brief an mich niemanden anderen etwas angeht und zu meiner Privatsphäre zählt. Ein gewisser Datenschutz und ein Recht, nicht bei jedem Schritt und Tritt überwacht zu werden, gehört wohl hoffentlich schon noch zu den Dingen, die du einem zugestehst.
Da es für viele Datensammler (auch privatrechtlicher Art) immer besser möglich ist, mit sehr großen Datenbeständen umzugehen und User z.T. über weite Strecken im Internet zu verfolgen, scheint es doch wohl ein legitimes Ansinnen zu sein, wenn man dieser Praktik einen Riegel vorschieben will.
Jeder normale Webbrowser empfängt in seiner Standardeinstellung z.B. Cookies. Über die mit Google AdWords auf inzwischen einer Unmenge an Seiten eingeblendeten Werbung ist es daher für Google rein theoretisch zumindest möglich, bestimmte User über weite Strecken ihrer täglichen Lebensgewohnheit zu verfolgen und dies zu protokollieren. Im Moment werden diese Daten wohl noch nicht personalisiert erhoben, technisch wäre dies aber ohne weiteres zu realisieren.
Man muss also nicht gleich paranoid sein, nur um z.B. TOR oder ähnliches verwenden zu wollen.
Und Internet ist
nun mal schon aufgrund der zugrunde liegenden Technologie
öffentlich.
Das begründest du wie? Was an der Technik ist denn nun öffentlich? Kannst du sehen, was ich gerade mache? Nein.
Kannst du sehen, welche Seiten ich aufrufe? Nein.
Das Internet ist genauso wenig öffentlich, wie die Post.
Die Post könnte als Dienstleister logischerweise protokollieren, von wem ich Briefe bekomme (was sie natürlich nicht darf). DU und die Öffentlichkeit, ihr könnt das nicht.
Mein Provider kann im Internet genauso protokollieren, mit welchen Rechnern ich Daten austausche (was er auch nicht darf). DU und die Öffentlichkeit, ihr könnt das nicht.
Sooo öffentlich scheint die Technik also nicht zu sein, zumindest ist es ähnlich wie im realen Leben. Und genau wie dort auch, habe ich auch im Internet ein Anrecht auf eine gewisse Anonymität und Datenschutz.
Hiho!
Tach,
Aber, und das war Auslöser dieser Diskussion, ich halte es für
unsinnig, eigene Stellungnahmen oder Meinungen anonymer
kundtun zu wollen, als man es im Netz ohnehin schon ist. Ich
verstehe den Wunsch dahinter auch nicht. Ich muss eben hinter
dem Mist stehen, den ich äußere. Aber auch das ist im Real
Life so
Hast Du schon mal Deine Meinung geaendert? Vertrittst Du immernoch die gleichen Ansichten, wie Du es vor 5 oder 10 Jahren getan hast? Wenn nein, hast Du Lust, dass jemand sich ein Bild von Deiner heutigen Person auf Basis der damals oeffentlich geaeusserten Meinung macht? Und das, ohne das er mit realen Personen (also z.B. Dir selbst oder den Menschen, denen gegenueber Du das damals geaeusserst hast) Kontakt aufnehmen muss, welche vielleicht Dich etwas reflektierter vertreten wuerden.
Schon mal nach Deinem Namen gegooglet? Wenn ich das heute tue finde ich Aeusserungen von mir, die ich heute nicht mehr tun wuerde, ganz einfach, weil sich meine Sicht auf die Dinge geaendert hat. In 5 Jahren bin ich vielleicht der Meinung, dass alle Menschen bereits bei der Geburt genetisch erfasst und anschliessend direkt prophylaktisch weggesperrt werden sollten. Du bist dann vielleicht der Ansicht, dass saemtliche Massenspeicher >1TB vernichtet werden sollten, da sie den Menschen die Seele rauben und sogar Disketten schon Teufelszeug waren. Wollen wir uns dann fuer unsere hier noch getanen Aussagen rechtfertigen?
(BTW1: wenn Du Deine Meinungen uebrigens nie aenderst faende ich das noch viel schlimmer. BTW2: mich deucht, Schroeders Haarfarbe war nur ein willkuerliches Beispiel.)
Gruss vom Frank.
„Das Internet“ ist so gedacht, dass jeder Zugang zu den
Inhalten hat. Egal ob www, news oder in einem geringeren Maße
E-Mail. Es ist in dem Sinne öffentlich, wie etwa eine
Littfaßsäule, oder im Bezug auf E-Mail eine Postkarte.
Wenn du es noch 10x sagst, wird es auch nicht richtiger…
Ich versuche mal Öffentlichkeit zu definieren:
„die Zugänglichkeit von Informationen, Kommunikation und Beteiligungsmöglichkeiten für einen unbegrenzten Kreis von Personen, auch dieser Kreis selbst“
Aus: http://lexikon.meyers.de/meyers/%C3%96ffentlichkeit
Meine eMails sind genausowenig einem „unbegrenzten Kreis von Personen“ zugänglich, wie meine Postkarte auch. Die Postkarte kann nur (genau wie die eMail) der Dienstleister (Provider bzw Post) lesen. Weder das eine noch das andere ist öffentlich. Öffentlich wäre es, wenn ich meine eMails auf meiner Homepage oder an einer Litfaßsäule
Tue ich aber nicht.
Kannst du sehen, was ich gerade mache? Nein.
Will ich das? Nein. Könnte ich das? Vielleicht.
Erkläre mir wie du das machen willst.
Kannst du sehen, welche Seiten ich aufrufe? Nein.
Oh, *das* ist nun wirklich nicht unmöglich. Wobei man hier
natürlich auf die Dienste einer Software zurückgreifen müsste,
Toll…
a) So gesehen ist gar nichts öffentlich, weil man mit genügend Aufwand (24h Personenüberwachung durch Geheimdienste, Verwanzung von Wohnungen, etc) immer jemanden beobachten kann. Es ging aber darum ob die Öffentlichkeit und damit ein x-beliebiger Mensch das kann. Und das kann er nicht!
b) Außerdem musst du mir jetzt mal erklären, mit welcher Software du mich überwachen willst. Du weißt ja nicht mal, welches Betriebssystem ich benutze…
oder das immer wieder erfolgreiche Social Engineering. Oder
popeliges Sniffen im richtigen Moment. Obgleich ich natürlich
nichts davon täte, ist ja alles illegal.
Und es auch nicht so einfach könntest. Denn als jemand, der mit IT-Sicherheit vertraut ist, werde ich dir sicher nicht mit Social Engineering auf den Leim gehen.
[…] DU
Ich fände es klasse, nicht angeschrien zu werden.
Tschuldigung, ich wollte es nicht als anschreien interpretiert haben, sondern es war als Betonung gemeint, dass du eben nicht einfach meine eMails lesen kannst und sie somit nicht öffentlich sind, weil es dafür Voraussetzung wäre, dass du ebendies könntest.
und die Öffentlichkeit, ihr könnt das nicht.
Nichts ist einfacher, als Post aus Deinem Briefkasten zu
fischen. Dass ich das - zu Recht! - nicht darf, ist eine
andere Sache.
Aha, und dann ist also mein Postkasten auch öffentlich? In meine Wohnung einzubrechen ist sicher genauso einfach, wie in meinen Postkasten einzudringen. Ist jetzt meine Wohnung auch auf einmal öffentlich? Muß ich jetzt in Zukunft bei mir das Rauchen verbieten, wenn dies im öffentlichen Raum verboten wird?
Aber, und das war Auslöser dieser Diskussion, ich halte es für
unsinnig, eigene Stellungnahmen oder Meinungen anonymer
kundtun zu wollen, als man es im Netz ohnehin schon ist. Ich
verstehe den Wunsch dahinter auch nicht. Ich muss eben hinter
dem Mist stehen, den ich äußere. Aber auch das ist im Real
Life so
Darum geht es ja nicht mal unbedingt. Das wäre ja nicht das Problem. Wenn ich meine Meinung in einem Forum äußere, dann ist das natürlich ein gewisser öffentlicher Raum. Aber im Internet ist es eben inzwischen so, dass Überwachung möglichst überall etabliert werden soll. Eben auch dort, wo ich nichts öffentliches mache.
P.S.: Bist du zufällig aus Passau?
Ungefähr. Wie man unschwer mit Google herausfinden kann, da ich diese Angabe bewusst veröffentlicht habe
Passau selbst stimmt aber nicht, nur die Region. Von daher nützt das jemanden auch nicht viel, weshalb ich mich eben auch entschlossen habe, diese Angabe zu veröffentlichen. Aber glaub mir: Private Daten von mir kannst du damit von mir nicht herausfinden.
Hallo,
Wen ich Privatsphäre haben möchte, dann schreibe ich keine
Postkarten und dann gehe ich nicht ins Internet.Das ist Deine persönliche Entscheidung, kein allgemeines
Gesetz.Hab ich irgendwo geschrieben, dass das ein allgemeines Gesetz
sein soll? Es ist in meinen Augen gesunder Menschenverstand.Und in meine Augen ist das ausgemachter Blödsinn.
Na ja, wenn Du meinst.
Definiere bitte publizieren. Wenn ich eine Software fordere
mit der ich heimlich ungestört im Internet mit anderen über
die Haarfarbe von Herrn Schröder diskutieren möchte, dann hat
das mit publizieren überhaupt nichts zu tun.Und ob es das hat. Publizieren kommt vom lateinischen
„publicare“, was „öffentlich zeigen“ heißt. Über die Qualität
der veröffentlichten Information kann man trefflich streiten,
sie spielt aber für diese Diskussion keine Rolle.
Da hast Du recht, hab´ mich da etwas vergaloppiert
. Wollte etwas anderes zum Ausdruck bringen.
Sorry, wer glaubt er könne irgendeine Meinung anonym
verbreiten der irrt und ist in meinen Augen nur naiv.Dann erkläre doch mal, wie Du eine Veröffentlichung welcher
Art auch immer, die über Tor und vermittels umsichtiger
Nutzung des Mediums „Internet“ getätigt wurde,
zurückverfolgst.
Keine Ahnung, ich nutze Tor nicht. Dennoch wird es immer eine Möglichkeit geben, siehe gleich hier unten.
Wenn ich es nur will, dann werde ich immer irgendwo eine Spur
zu irgend jemandem finden, es ist immer nur eine Frage der
Zeit, des Aufwandes und des Interesses.Eine Technik, die sich in China, in Nordkorea und anderen
extrem repressiven Umgebungen bewährt hat, dürfte auch
hierzulande eine ausreichende Sicherheit bieten.
Haaallo, wir leben in Deutschland, Europa, hier gilt noch freie Meinungsäußerung usw. Und sollte sich dies ändern, dann kann man internettechnish gesehen immer noch „aufrüsten“.
Aber zu glauben ich
kann anonym bleiben wenn ich irgendwo irgendetwas hinterlasse
- nee, das ist heutzutage nicht mehr möglich.
Selbst wenn es nicht möglich sein sollte, ist der Wunsch nach
Anonymität jedenfalls legitim und bedarf keinerlei Begründung.
Nirgends habe ich geschrieben, dass der Wunsch nach Anonymität nicht legitim sein sollte. Aber es geht nicht ohne großen Aufwand im Internet. Als wir noch auf Postkarten und Briefe angewiesen waren, Kann der Wunsch nach Anonymität auch nicht erfüllt werden, sei er noch so wünschenswert und legitim.
Du hast einfach keinerlei Ahnung, was heute technisch möglich
ist (Stichwort Datamining).
Glaub mir, ich habe davon schon gehört
. Aus diesem Grunde verzichte ich schon auf Kundenkarten etc. jeglicher Coleur.
Dass es extrem unangenehm werden
kann, wenn alle möglichen privaten Äußerungen gesammelt und
ausgewertet werden können, auch wenn sie an sich keinen
illegalen Inhalt haben, dass kann man bei Menschen beobachten,
die ihre Stasi-Akten einsehen.
Na siehst Du, es ging auch ohne Internet, wie ich oben schon schrieb, wenn es jemand will, er die entprechende Kohle hat, also den Aufwand für lohnenswert hält, dann wird er spionieren, ob Du willst oder nicht. Und da ist es völlig egal ob Du mit Tor oder zukünftig was auch immer für Software im Interent unterwegs bist.
Und wenn ihr unbedingt privates, persönliches mitteilen wollt
- dann schmeißt das Handy in die Ecke, schaltet den Rechner
aus, trefft Euch in der Kneipe an der Ecke oder wo auch immer
und kommuniziert von Angesicht zu Angesicht, das geht
tatsächlich.Es ist unzumutbar, Menschen die Nutzung moderner
Kommunikationsmittel vorzuenthalten, wenn sie ihre
Privatsphäre wahren wollen. Nicht zuletzt, weil man das Wort
„veröffentlichen“ nicht mit „ein paar Freunden in der Kneipe
erzählt“ gleichsetzen kann.
Ich enthalte niemandem die Nutzung moderner Kommunikationsmittel, hier unterstellst Du mir einfach etwas was ich nirgends erwähnt habe.
Es geht hier um die Anfrage nach einer Software, die es möglich machen soll, anonym zu surfen - aus welchen Gründen auch immer. Und ich versuche hier nur zu erklären, dass dies einfach nicht möglich sein wird, zumindest nicht über einen längeren Zeitraum.
Das Internet ist und wird niemals vollständig anonym bleiben, dass muss ich akzeptieren und daraus meine Konsequenzen ziehen. Und der Wunsch nach irgendwelcher Software die mich „versteckt“, würde mich als „Überwacher“ doch nur auf jemanden aufmerksam machen und meine Anstrengungen nur verstärken um ihn zu finden. Siehe nur das vom BKA (glaube die waren das) entwickelte Programm, mit dem sie das verwirbelte Foto des „Kinderpornoverbreiters“ wieder zurückgedröselt haben.
Gruß
Fritze
Gruß Jürgen
Hallo Frank!
Ich finde wirklich, dass diese Diskussion nicht mehr hier her gehört, aber es gibt auch Argumente dafür, also lassen wir das mal die Mods entscheiden
Aber auch hier würde ich das dann evtl. lieber per Mail weiterführen.
Aber, und das war Auslöser dieser Diskussion, ich halte es für
unsinnig, eigene Stellungnahmen oder Meinungen anonymer
kundtun zu wollen, als man es im Netz ohnehin schon ist. Ich
verstehe den Wunsch dahinter auch nicht. Ich muss eben hinter
dem Mist stehen, den ich äußere. Aber auch das ist im Real
Life soHast Du schon mal Deine Meinung geaendert? Vertrittst Du
immernoch die gleichen Ansichten, wie Du es vor 5 oder 10
Jahren getan hast?
Natürlich nicht, aber damit hattest Du ja gerechnet 
Wenn nein, hast Du Lust, dass jemand sich
ein Bild von Deiner heutigen Person auf Basis der damals
oeffentlich geaeusserten Meinung macht?
Nun ja, dieses Bild würde wohl annähernd meiner damaligen Person entsprechen. Nur, weil ich diese Meinung heute nicht mehr habe, muss das nicht heißen, dass ich sie gelöscht sehen will. Und wenn mich jemand aufgrund dieser alten Informationen beurteilt, ist mir das doch erst mal unwichtig. Wenn mich ein Mitschüler der Gesamtschule beurteilt, ist sein Bild auch 20 Jahre alt - und? Er
beurteilt eine ältere Ausgabe von mir, das kann ich nicht verhindern. Und ich kann damit leben, da ich die Bedrohung nicht erkennen kann.
Ohnehin ist das mit dem Beurteilen einer Person ohne sie persönlich zu kennen immer so eine Sache. Aber das führt jetzt wirklich zu weit OT!
Schon mal nach Deinem Namen gegooglet?
Na klar, soviel Narzissmus hat doch wohl jeder! 
Wenn ich das heute tue
finde ich Aeusserungen von mir, die ich heute nicht mehr tun
wuerde, ganz einfach, weil sich meine Sicht auf die Dinge
geaendert hat.
Ich habe da nun den Vorteil (?), durch Heirat meinen Namen geändert zu haben, daher fallen schon mal die ersten fünf Onlinejahre weg. Aber ich verstehe schon, was Du meinst. Sicher ändert sich auch meine Sicht der Dinge, alles andere fände ich genauso katastrophal wie Du wohl auch. Aber ich persönlich kann auch meine älteren Aussagen hinnehmen, ohne sie noch teilen zu müssen.
In 5 Jahren bin ich vielleicht der Meinung,
dass alle Menschen bereits bei der Geburt genetisch erfasst
und anschliessend direkt prophylaktisch weggesperrt werden
sollten.
Ich denke nicht! 
Du bist dann vielleicht der Ansicht, dass saemtliche
Massenspeicher >1TB vernichtet werden sollten, da sie den
Menschen die Seele rauben und sogar Disketten schon
Teufelszeug waren. Wollen wir uns dann fuer unsere hier noch
getanen Aussagen rechtfertigen?
Das darf jeder für sich entscheiden - zum Glück! - und ich finde, ich will. Ich meine, ich habe das nunmal so gesehen, warum auch immer. Meine persönliche Weiterentwicklung entwertet doch nicht meine abgelegten / revidierten Meinungen. Was nicht heißt, dass ich mich nicht dann und wann etwas schäme für Dinge, die ich mal gesagt habe. Aber so war ich eben zu diesen Zeitpunkten. Manches sehe ich aber doch lieber tief vergraben, das stimmt schon 
(BTW1: wenn Du Deine Meinungen uebrigens nie aenderst faende ich das noch viel schlimmer.
Full ACK.
BTW2: mich deucht, Schroeders Haarfarbe war nur ein willkuerliches Beispiel.)
Da hast Du wohl Recht. Ich bereue es auch schon, mich hier eingemischt zu haben. 
Aber dennoch ist es für mich in Ordnung, dass mein (echter) Name dahinter steht und ich werde auch in Jahren noch dazu stehen können. Sogar jetzt, wo ich schon meine Position überdacht und stellenweise ein wenig korrigiert habe.
Mir ist aber auch klar, dass meine Meinung nicht allgemeingültig ist und ich bin *ganz* *sicher* keiner dieser „wenn man nichts zu verbergen hat“-Lamentierer. (Ich hoffe, ich habe nie sowas geäußert, und Du stolperst darüber!
) Nein, im Ernst, ich kann nachvollziehen, was Du meinst und Du hast auch Recht damit. Wahrscheinlich ist es egal, wie „brisant“ Äußerungen sind, jeder sollte sie anonym äußern dürfen und können.
Ich bin heftiger Verfechter der E-Mail-Verschlüsselung, ohne dabei auch nur ansatzweise Interessantes zu versenden, es geht mir tatsächlich ums Prinzip - und eine politische Reaktion auf Schäubles Ideen. Von daher musste ich erkennen, dass das gleiche Recht auch für Anonymisierung im Netz gilt (gelten sollte).
Und ganz nebenbei: Die Tasache, dass ich hier gerade einen Politiker kritisieren konnte, ohne dafür zusammen gedroschen zu werden, ist wohl nah verwandt mit dem Recht, nicht mit jeder eigenen Äußerung direkt in Verbindung gebracht zu werden.
Fazit: Ich sehe ein, dass ich da vorschnell und etwas zu allgemeingültig geurteilt habe, erlaube mir aber eine eigene Meinung dazu.
Gruß
Steff
Hallo,
das ist nicht off topic, sondern das ist genau der Kern des Problems:
Nun ja, dieses Bild würde wohl annähernd meiner damaligen
Person entsprechen. Nur, weil ich diese Meinung heute nicht
mehr habe, muss das nicht heißen, dass ich sie gelöscht sehen
will. Und wenn mich jemand aufgrund dieser alten Informationen
beurteilt, ist mir das doch erst mal unwichtig.
Das ist Dir dann nicht mehr unwichtig, wenn es sich z.B. um einen potentiellen Arbeitgeber handelt, der sich dieses Mittels bedient, um Bewerber zu beurteilen. Nehmen wir mal an, ein Jurist möchte sich gerne bei einer größeren Bank bewerben, beim googeln kommt aber raus, dass er als Student mit flammenden Pamphleten das Schwulen/Lesben Referat des AStA vertreten hat und bei Attac aktiv war.
Ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die dann meinen, er hätte evtl. geringere Chancen auf die Stelle, als der Kommilitone mit geradliniger RCDS-Vergangenheit aus der Verbindung Teutonia.
Ohnehin ist das mit dem Beurteilen einer Person ohne sie
persönlich zu kennen immer so eine Sache.
Genau das wird aber in Personalabteilungen täglich tausendfach gemacht. Anders geht es auch kaum. Nur, wer diese ersten Hürden überstanden hat, bekommt die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen.
Das darf jeder für sich entscheiden - zum Glück! - und ich
finde, ich will. Ich meine, ich habe das nunmal so gesehen,
warum auch immer. Meine persönliche Weiterentwicklung
entwertet doch nicht meine abgelegten / revidierten Meinungen.
Nein. Das Problem ist, dass Du eben nicht selbst entscheiden kannst, wie Du etwas sehen möchtest, wenn Du Dir nicht sicher sein kannst, dass das nicht auch mal Personen Dir zuordnen können, denen Du es – aus welchen Gründen auch immer – nicht mitgeteilt hättest.
Dann beginnt, wie hier bei einigen Teilnehmern bereits zu sehen ist, die Schere im Kopf. Und das ist nicht gut.
Ich bin heftiger Verfechter der E-Mail-Verschlüsselung, ohne
dabei auch nur ansatzweise Interessantes zu versenden, es geht
mir tatsächlich ums Prinzip - und eine politische Reaktion auf
Schäubles Ideen. Von daher musste ich erkennen, dass das
gleiche Recht auch für Anonymisierung im Netz gilt (gelten
sollte).
Dann sind wir doch ganz einer Meinung 
Gruß
Fritze