Hallo,
9 Jahre nach dem Bau interessiere ich mich für die Elektroinstallation meines Kellers und forsche ein wenig herum. [Das hat eigentlich einen praktischen Grund: s. Thread „Komische Spannungen zwischen Phase und Nullleiter“. Es wäre nicht schlecht zu wissen, wie die Kabel verlaufen, die eine komische Spannung zeigen.]
Ich habe 4 Fragen an den praktische Elektroinstallateur. Da wenig bekannt ist (kein Stromlaufplan) muss man indirekt schließen und raten. Ich hoffe dabei einfach, dass andere mit Erfahrung es genauso gemacht hätten, wie es mein Elektroinstallateur vor 9 Jahren gemacht hat.
Im Sicherungskasten lese ich
1-3 Herd
4-6 CEE-Keller
7 Keller
…
14-15 FI (Bad OG)
…
A) Warum hat „14-15 FI (Bad OG)“ zwei Sicherungen? (Frage eines interessierten Laien.) Bad OG hat eine Steckdose und eine Deckenleuchte.
B) Sicherung 4-6: „CEE-Keller“
Für was ist „CEE-Keller“? Bedeutet dies, dass ich einen 3-Phasen Starkstromanschluss im Keller habe (analog zu „1-3 Herd“)? Nirgends habe ich einen Auslass gesehen.
Auf dem Plan, den ich habe, sind nur Steckdosen, Schalter, Deckenleuchten und Antennen-PC-Telefon-Anschlüsse vermerkt.
Folgende weitere Sicherungen sind für den Keller:
Keller, Telefonanlage, Waschmaschine, Trockner.
[Eine Möglichkeit:
Dass ich solch einen Anschluß beim Bau als Sonderleistung bestellt hätte, darüber kann ich mich nicht entsinnen - zugegebener Maßen leide ich unter Berufsstress-Demenz, insbs. was private Nebensächlichkeiten wie Hausbau betrifft … Vielleicht hat man auch automatisch das verlegt, weil in den Bauplänen ein Kellerzimmer als „Büro“ betitelt ist.
- Möglichkeit
Im Plan ist ein Bad im Keller vorgesehen (vorbereitet) - das gestrichelt eingezeichnete Kellerzimmer ist mit „Waschen“ bezeichnet. Eine Aufputzdose ist dort angebracht …] Wenn das der Grund ist, warum dann 3 und nicht 2 Sicherungen wie bei „14-15 FI (Bad OG)“?
C) Vier Leitungsstränge verschwinden in der Wand
Im Nachbarkellerzimmer, mit „Keller“ und „Waschen“ betitelt [=33% des Gesamtkellers Richtung SW, die restlichen 67% nach NO ist „Büro“], ist alles Aufputz. Die Leitungen kommen senkrecht aus der Decke (massive Betondecke - Leitungen scheinen auf dem EG Betonboden verlegt zu sein, unter dem Estrich. Da sind auch zwei Aufputz-Verteiler-/Abzweigdosen, nebeneinander. Vier Leitungsstränge führen aus einem dieser Verteiler und verschwinden sofort in der Wand.
Diese Leitungen sind mir absolut unerklärlich. Wie gesagt, alles kommt normalerweise von oben aus der Decke und wird zum Schalter oder zur Steckdose geführt.
Sind die vier Leitungsstränge, die in der Wand verschwinden, etwa für das benachbarte „Büro“ (wo alles Unterputz ist)? Kann ich mir kaum vorstellen, da die Leitungen im Allgemeinen vertikal von der Betondecke herunterkommen. Auf der „Büro“-Seite dieser Wand sind keine Steckdosen und Schalter.
D) Keine Verteiler-/Abzweigdose in „Büro“.
Ich habe alles abgeklopft, konnte aber keine Unterputzverteilerdose im Kellerzimmer „Büro“ finden. Ist es möglich, dass ein Zimmer keine Verteilerdose hat? (Ist so etwas erlaubt/üblich?) Oder ist der Verteiler in einer der Steckdosen/Schalter untergebracht? Oder ist er womöglich im EG? Da sieht man zwei Verteilerdosen unter der Tapete, ca 1 m weit voneinander entfernt.
[Ja ich habe zwei Leitungs-/Metalldetektoren, die sind aber beide Murcks. Keine Ahnung wieviele $$$ man hinlegen muss, um etwas Funktionierendes zu erhalten.]
Epilog:
Mich wundert, dass in meinen Bauplänen lediglich der Verlauf der Abwasserrohre vermerkt ist. Steckdosen, Schalter, Lichtkabel sind zwar vermerkt, aber Heizungsrohre, Wasserrohre und Stromleitungen sind wild verlegt und auf keinem Plan vermerkt!? Hat der Elektromeister solch einen Plan oder hat der Geselle vorort alle Freiheiten, beim Kabelverlegen zu improvisieren?
Kommt mir das so chaotisch vor oder übersehe ich da eine Gesetzmäßigkeit (aka Norm). Müssen wir uns darauf vorbereiten, mit dem Elektriker, der die komischen Spannungen im Keller letztendliche „reparieren“ soll, alle Verteilerdosen im Wohnzimmer aufzukratzen?
Gruß.
