Sicherung für Wechselrichter - Sicherungskasten unboxed

Guten Abend,

anlässlich der Ablesung der Einspeisung für das Jahr 2022 der PV-Anlage, die sich auf dem nachbarlichen Mietobjekt befindet, stellte sich neulich heraus, dass das Ding im gesamten Jahr 2022 keine einzige Kilowattstunde eingespeist hat. Bei einer Besichtigung stellte sich heraus, dass der Wechselrichter (Sunny Boy 1200) keinen Mucks in dem Sinne macht, als dass das Display schlichtweg tot ist - also keine Einspeisensumme, keine Spannung, keine aktuelle Erzeugung, einfach nichts anzeigt.

Unser Haus- und Hofelektriker (der selber mit Solarzeug nix am Hut hat) meinte am Telefon, dass ein Kunde das Problem dadurch behoben hatte, dass er die betreffende Sicherung aus- und nach einer Minute wieder eingeschaltet hätte.

Nach erneuter Besichtigung kann ich feststellen, dass es keine beschriftete Sicherung gibt, die darauf hinweist, dass sie für den Sunny Boy bzw. den Einspeisezähler zuständig ist.

Zwei Fotos:
Gesamtansicht Sicherungskasten - gelb der Zähler für die PV-Anlage, lila zwei verschraubte Kästen mit jeweils drei Sicherungen:

Großaufnahme der zwei verschraubten Blöcke mit jeweils drei Sicherungen:

Die Fragen:

  1. Macht es Sinn, einen Neustart des Wechselrichters über die Sicherung zu versuchen?
  2. Handelt es sich bei den beiden Dreierblöcken um die Sicherungen für die Zähler und alles, was direkt daran hängt?
  3. Welcher wäre wohl den Standards entsprechend der Dreierblock für den Zähler der PV-Anlage (also links oder rechts)?
  4. Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn man die drei Sicherungen eines Dreierblocks aus- und wieder einschaltet?
  5. Sollte ich generell die Pfoten von den drei Sicherungen hinter den verschraubten Blenden lassen?

Ich bin mal so frei und tagge @X_Strom :- )

Gruß und Dank

C.

das erste Bild auf Wunsch des Erstellers entfernt
MOD Pierre

Zu 1: Vielleicht.
2. Ja.
3. Da gibts keinen.
4. Schäden an empfindlicher Elektronik durch Abschalten jeder Menger angeschlossener reaktiver Lasten. Bei uns war beim Zählerwechsel der Stadtwerketechniker da und sagte: Alles , vor allem PC u. andere Elektronik, vorher vom Netz nehmen.
Oft sind so abgedeckte SLS auch verplompt. Plomben keinesfalls öffnen, kann Straftat sein.
Ich würd vor dem Abschalten der Hauptsicherungen feshalb alles Empfindliche ausschalten und die nachgeschalteten Sicherungen abschalten.
5. Siehe dazu 4.

Das ist Pink oder Magenta, aber keinesfalls Lila. :joy:
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Aber ja, ich weiß, woher dein Problem rührt. :smiley:
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Tut mir leid, zur eigentlichen Frage kann ich nichts beitragen, aber das konnte ich so nicht stehen lassen. :stuck_out_tongue:

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Und da ist keiner der das zwischendurch mal kontrolliert???
Was für ein Desinteresse herrscht da!
Mich würde das jedenfalls interessieren ob und wann sich die Anlage amortisiert.
Wenn der Wechselrichter überhaupt nichts anzeigt ist er vermutlich defekt.
Bedienungsanleitung gibts nicht?
Lieber über irgendwelche Sicherungen sinnieren.

Keine Ahnung, was Du für Hobbies hast, aber ich lese Zähler in der Regel einmal im Jahr ab und zwar immer dann, wenn ich vom Netzbetreiber bzw. Versorger dazu aufgefordert werde.

Hast Du meine Frage gelesen?

Gibt es.

Da wird wenig sinniert. Die Fragen, auf die ich mir Antworten erhoffte, sind oben nachzulesen. Dein „Beitrag“ half da exakt null weiter.

Ja.

Wenn der Wechselrichter nicht defekt ist und nur den Strom aus irgendeinem Grund nicht los wird, dann sollte sicher eine Fehlermeldung am Gerät zu lesen sein.
Aber das hast du Schlaumeier wahrscheinlich in der BA schon gelesen.

Deine spitze Antwort kannst du dir klemmen. Wenn dir mein „Beitrag“ nicht hilft dann ignoriere ihn doch einfach.

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Versuch macht klug.
Der SH-Schalter links ist für den oberen Zähler zuständig, er kann und darf von Laien bedient werden.
Dass die Beschriftung der sicherlich vorhanden Sicherungen für PV (ansonsten schwerer Mangel!) nicht vorhanden ist, ist schade.
Der Schrank sieht ja sonst ganz schick aus, wenngleich der Überspannungsschutz fehlt und der falsche Abdeckstreifen benutzt wurde.
Wenn ich richtig sehe, ist rechts ein „APZ-R“, als der Pflicht wurde, war ein ÜSS schon lange Pflicht. Die Anlage ist also recht neu, aber schlampig und nicht normgerecht gebaut worden.
Dass der Netzbetreiber das nicht bemerkt hat - war wohl nur ein Subunternehmer zum Zählereinbau da.
Das Errichtungsdatum kannst du an Hand des Hager-Typenschildes an der Schaltschranktür erkennen.

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Tja, wenn der Wechselrichter nicht mit dem Internet verbunden wurde und man dem Kunden keine App einrichtet, dann fällt das mitunter spät auf.
Ich habe letztens einen Akku nachgerüstet. Anlage war bei der ersten Begehung seit drei Monaten auf Störung. Den elektronischen Zähler hat der Kunde nicht ablesen können, weil ihm niemand sagte wie das geht. Und der Kunde hat der Anlage blind vertraut. Generation 60plus. Jetzt hat er App und Fernüberwachung.

???

Sehr deutlich ist es zwar nicht, aber oberhalb der SH-Schalter findet man eine eingeprägte 1 und 2. Dieselben Ziffern finden sich auch oberhalb des dazugehörigen Zählerplatzes im Zählerfeld.

Man müsste sich schon sehr blöd anstellen, um die Zählerverdrahtung zum oberen Zähler auf den rechten SH-Schalter anzuklemmen. Aber wenn ich es mir überlege - ich schließe da nichts mehr aus. Das ändert aber nichts an dem Standard „oben ist links und unten ist rechts“.

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8 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Aus der Praxis

Es ist exakt nichts zu lesen. Das Display ist dunkel. Steht da aber eigentlich auch:

Und wenn Du schon von „Schlaumeiner“ sprichst:

was soll man in einem Heizungs- und Technikkeller, der im Grunde wartungsfrei ist und keinem anderen Zweck als der Aufbewahrung der Technik dient, kontrolliert werden? Den Haushaltsgeräten merkt man nicht an, ob sie Strom vom Dach verwenden oder den aus dem Netz. Die Zähler werden einmal im Jahr abgelesen und genau dabei ist es aufgefallen.

Insofern bleibe ich dabei:

Hier kommt konkret hinzu, dass es sich um die

handelt. Es handelt sich also noch nicht einmal um den Keller des Hauses, in dem ich wohne und ehrlich gesagt käme ich mir komisch dabei vor, alle paar Wochen in das Haus meiner Mieter zu traben und dort alle Messgeräte zu kontrollieren.

Für den Anfang könntest Du ja Fragen ignorieren, die Du weder lesen willst noch beantworten kannst.

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Dem entnehme ich, dass das Haus nicht sofort abbrennt, sobald ich die Kappe abschraube. Gut.

Hervorragend. Ich muss eh gleich mal rüber, weil der Dachdecker kommt. Dann werde ich mich mal daran versuchen. Danke.

Muss ich da tätig werden? Seit Errichtung war wenigstens zweimal jemand vom bzw. für den Netzbetreiber da, um Zähler zu tauschen.

Das Haus ist von 2011.

Die wird hochgeklappt. Unten ziehen. Normalerweise wird die Metallschraube nicht angezogen. Die Kunststoffschraube mit Spezialschlüssel dient dem Netzbetreiber zur Sperrung, die kannst du nicht lösen und wird aber auch nicht festgezogen sein.

Der Wechselrichter wird auch einen DC-Schalter haben. Zum vollständigen Reset muss der auch ausgeschaltet werden.

Der Abdeckstreifen (Abdeckung des Schlitzes, aus dem die Oberteile der SH-Schalter gucken) ist nicht sperrbar. Der kann also einfach herausgeklipst werden. Dahinter zu finden: Sammelschienen mit sehr, sehr günstigem Strom. Daher kommen da die besonderen, von der Rückseite sperrbaren Abdeckstreifen herein - wie zwischen den Schaltern rechts zu sehen.

Bei uns sind das Subunternehmer. Die bekommen eine Pauschale für den Zählerwechsel. Sehen und Denken würden extra kosten!

Der Schrank auch? Ich halte den 30 cm hohen und 25 cm breiten Bereich ganz unten rechts für den „APZ-Raum“. Die Pflicht kam so ca. 2015 und zuvor hätte das eigentlich niemand freiwillig eingebaut.

Mache doch bitte mal Fotos von der ganzen Anlage. Je mehr, desto besser. Schwärze Namen und Zählernummern. Das Typenschild „Hager univers Z“ an der Tür zeigt des Herstellungsdatum des Schranks.

Da wurde ja was nachgerüstet: Der ursprünglich für Zähler mit Dreipunktbefestigung vorgesehene Schrank bekam oben links (PV-Anlage) und oben rechts (sicherlich Wärmepumpe) Adapterplatten für EHZ (elektronische Haushaltszähler). Unten rechts ist der Rundsteuerempfänger, der die Wärmepumpe zu Spitzenlastzeiten ferngesteuert sperrt.
Die PV.Anlage wäre demnach mit Volleinspeisung.
Witzig: Der PV-Zähler ist nicht plombiert (dort nur die Adapterplatte), der WP-Zähler ist zwar plombiert, aber dort fehlt die Plombe der Adapterplatte. Auch unter dieser Kappe gibt es sehr billigen Strom!

Da siehst du einmal, was „Aber da war doch jemand vom Netzbetreiber vor Ort“ für eine Bedeutung hat. Die sehen nichts, die prüfen nichts.

Aber ne Norm oder Vorschift gibts da halt ned. Das kann im Grunde jeder Hersteller oder Elektriker machen, wie er will. Und genau so war die Frage. In diesem Fall isses so. Bei uns genau andersrum. Ich kann auf den Bildern keine Zahl erkennen. Wo sollen die sein?

Oh. Den hätt ich gerne…:grin:

Komisch nur, dass man dann manchmal Leute fürs Wegsehen bezahlen muss​:grin::joy::rofl:

Ist das immer so? Neugierdehalber : wie sieht sowas aus?
Reichen nicht auch Sicherungen (z. B.) Schmelzsicherungen aus?

Überspannungsschutz?! Würd ich mir auf jeden Fall einbauen lassen. Ob Vorschrift oder nicht.

Nein.

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Eine Trennvorrichtung muss es geben. Mit herkömmlichen Schraubsicherungen kannst du nicht arbeiten, die würden massiv Lichtbögen ziehen, wenn du unter Last trennst.
Wobei eigentlich die Last ja bereits wegbrechen muss, sobald der WR AC-seitig getrennt wird.

Wer es nicht weiß:
Bei Wechselstrom wechselt auch der Funke beim Abschalten einhundertmal pro Sekunde die Polung - und ist also einhundertmal pro Sekunde kurz erloschen. Daher kann man Wechselstrom ganz gut auch unter Last abschalten.

Bei Gleichstrom erlischt der Funke nicht „von Natur aus“ hundertmal pro Sekunde - daher ziehst du beim Abschalten einer Gleichspannungs-Last herrlich lange und lange brennende Lichtbögen. Deswegen müssen Abschaltvorrichtungen für DC besonders konstruiert sein, um den Lichtbogen zu löschen,

Klappt.

Den habe ich bisher nicht gefunden und auch die Bedienungsanleitung des Geräts gibt da m.E. nichts her.

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