ich brauche einen Antrieb mit einer Drehzahlvariation von ca 1 - 50 U/min, kontinuierlich einstellbar. Da ich mit DC-Motoren dieses Drehzahlverhältnis nicht erreiche möchte ich das mit Schrittmotoren machen.
Ich lese da in Zusammenhang mit Mikroschritt öfters von sin/cos Welle bzw Wavedrive. Heißt das daß ich einen Schrittmotor mit zwei um 90Grad versetzten Wechselspannung betreiben kann um einen guten Rundlauf zu erreichen?
Ich nehme an daß ich dann bipolare einsetzten muß.
Ich lese da in Zusammenhang mit Mikroschritt öfters von
sin/cos Welle bzw Wavedrive. Heißt das daß ich einen
Schrittmotor mit zwei um 90Grad versetzten Wechselspannung
betreiben kann um einen guten Rundlauf zu erreichen?
Hallo Hans,
nicht ganz: normalerweise springt der Strom bei einem Schritt ja auf das Maximum, und das wird üblicherweise durch eine Regelschaltung geregelt, wobei man die Induktivität der Motorwindung benutzt (Konstantstrombetrieb). Für Mikroschrittbetrieb teilt man einen Schritt in weitere Teile und steuert den Konstantstrom von 0 bis zum Maximum entsprechend einer Sinusfunktion (ein Schritt ist normalerweise eine Viertel-Sinusperiode). Fliesst dann in der einen Wicklung ein sinusförmiger, in der anderen ein cosinusförmiger Strom. läuft der Motor schön rund.
Ausserdem kannst du den Motor auch in einem Mikroschritt anhalten, beim entsprechenden Stromverhältnis steht er dann entsprechend zwischen 2 Normalschritt-Stellungen.
Die Spannungen zu regeln ist unüblich, weil viel aufwendiger. Bei einer professionellen Ansteuerung ist ja die Stromregelung i.A. schon vorhanden (dann gibt man über einen DA-Wandler den Sollwert vor); mit Vorwiderständen geht es natürlich so nicht.
ich brauche einen Antrieb mit einer Drehzahlvariation von ca 1
50 U/min, kontinuierlich einstellbar. Da ich mit DC-Motoren
dieses Drehzahlverhältnis nicht erreiche
warum sollte das nicht zu erreichen sein?
Ich denke, mit einer PWM kann man 1:50 durchaus steuern/regeln.
Kommt natürlich auch auf die Randbedingungen an.
Gruß Uwi
daß das nicht normal ist was ich machen will weiss ich, dh aber nicht daß es nicht geht und das wollte ich wissen, oder war die Antwort in deinem Betrag versteckt?
ich habe bei meinen Versuchen mit verschiedenen Getriebemotoren ein Verhältnis der Drehzahlen von max 1:10 erreicht. Ich brauche zwar nicht viel Kraft, aber irgenwann wars zu wenig und von bis max Drehzahl war vielleicht noch das 10fache drin.
Mit PWM und DC.
Wenn du mir das Gegenteil beweisen kannst wäre ich froh, mit einem DC-Motor hätte ich doch etwas weniger Aufwand.
Leistungsbereich ca 3W
daß das nicht normal ist was ich machen will weiss ich,
Ich nicht. Mikroschrittbetrieb ist durchaus nicht unüblich. Kommt halt drauf an, wofür.
dh aber nicht daß es nicht geht und das wollte ich wissen,
Das kann man nicht beurteilen, wenn man das eigentliche Problem nicht kennt.
Wie wäre es denn alternativ mit einem Servo und einem Getriebe? Oder einem Servo mit zugehörigem Controller, dem mittels Sinusspannung die Position vorgegeben wird?
Gruß
loderunner
Aha, beratungsresistent. Ich betreibe meine Stepper mit Sinusstrom, das hat seine Gründe (Stepper betreibt man eigentlich immer stromkontrolliert), aber wenn du unbedingt auf Sinusspannung bestehst und den Unterschied bzw. Nichtunterschied garnicht begreifst, dann lass es eben. Ist nur schade um jede Zeile, die man zur Hilfe schreibt.
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich habe bei meinen Versuchen mit verschiedenen
Getriebemotoren ein Verhältnis der Drehzahlen von max 1:10
erreicht. Ich brauche zwar nicht viel Kraft, aber irgenwann
wars zu wenig und von bis max Drehzahl war vielleicht noch das
10fache drin.
Das kommt mir sehr wenig vor.
Ich habe in Praxis durchaus eine Varianz bei der Drehzahl von
bis ca. 1:100 erreicht.
Wie ist die Anwendung? Wie sieht die PWM-Steuerung aus?
Gruß Uwi
Mit PWM und DC.
Wenn du mir das Gegenteil beweisen kannst wäre ich froh, mit
einem DC-Motor hätte ich doch etwas weniger Aufwand.
Leistungsbereich ca 3W
ich habe bei meinen Versuchen mit verschiedenen
Getriebemotoren ein Verhältnis der Drehzahlen von max 1:10
erreicht. Ich brauche zwar nicht viel Kraft, aber irgenwann
wars zu wenig und von bis max Drehzahl war vielleicht noch das
10fache drin.
Vielleicht solltest Du doch mal über einen Regler nachdenken, anstatt einfach nur zu steuern. Selbstverständlich wird die Kraft des DC-Motors kleiner, wenn man die Spannung erniedrigt (völlig unabhängig, ob DC oder PWM). Die lastabhängige Gegen-EMK wirkt sich doch viel stärker aus. Also entweder eine nette Stromkompensation (Spannung am Motor erhöhen, je größer der Strom durch den Motor ist) oder die Drehzahl regeln (Tachogenerator, Inkrementalgeber).
Gruß
loderunner
die Anwendung ist ein Drehteller der sich zwische 1 und 50U/min drehen soll. Ist für eine Kunstpräsentation. Drehmoment solls ca 3Ncm haben. Ist ein berechneter Wert der sich erst in der Praxis beweisen muß. Die Belastung ist auch nicht immer gleich kann auch stoßweise sein.
Es existiert ja noch nichts, weder die Mechanik noch die Elektronik, ich bin am Tüfteln. Zum probieren habe ich einen Motortreiber hergenommen mit dem L6203 der mir einmal übriggeblieben ist, aber PWM ist PWM, außer der Frequenz gibts da keine wesentlichern Unterschiede meiner Meinung.
an eine Regelung habe ich noch nicht gedacht, käme auf einen Versuch an. Obwohl, meine Stärke ist das nicht so eine Regelung zu entwickeln. Vor allem auch deshalb weil die Belastung nicht immer gleichmäßig ist sondern auch stoßweise aufteten kann. Das ginge warscheinlich mit der Stromkompensation besser, die könnte, meiner Einschätzung nach, schneller reagieren.
Ist für eine Kunstpräsentation.
Drehmoment solls ca 3Ncm haben. Ist ein berechneter Wert der
sich erst in der Praxis beweisen muß. Die Belastung ist auch
nicht immer gleich kann auch stoßweise sein.
Es existiert ja noch nichts, weder die Mechanik noch die
Elektronik, ich bin am Tüfteln. Zum probieren habe ich einen
Motortreiber hergenommen mit dem L6203 der mir einmal
übriggeblieben ist, aber PWM ist PWM, außer der Frequenz gibts
da keine wesentlichern Unterschiede meiner Meinung.
Da gibt es schon leicht unterschiedliche Varianten.
Man kann PWM einfach nur mit einem Transistor machen oder auch
in Halb-Brückenschaltung mit Bremsbetrieb (Dabei wird der Motor
während der Ausschaltphase kurzgeschlossen) .
Letzteres gewährleistet dann auch einen deutlich weiteren
Variantionsbereich bei der Drehzahl.
Vorteil dieser Schaltung ist auch, dass die Lastabhängigkeit
gering ist.
Gruß Uwi
Was kann der, ich kann nur lesen 12V 0,6A, welche Drehzahl steht am Getriebeausgang? Mit einem ähnlichen Motor habs ich probiert 12V ca 0,4A. Ich baue jetzt ein Stück zum Testen, dann kommen ev. noch 3 oder 4 nach.
Der Drehteller soll wie erwähnt zwischen 1 und 50U/min drehen, die Übertragung zwischen Getriebemotor und Drehteller möchte ich mit eine Riemen machen, ev auch noch mit Übersetzung 1:5 bis 1:10.
Man kann PWM einfach nur mit einem Transistor machen oder auch
in Halb-Brückenschaltung mit Bremsbetrieb (Dabei wird der
Motor
während der Ausschaltphase kurzgeschlossen) .
Letzteres gewährleistet dann auch einen deutlich weiteren
Variantionsbereich bei der Drehzahl.
Vorteil dieser Schaltung ist auch, dass die Lastabhängigkeit
gering ist.
Das habe ich noch nicht gewußt, das könnte mir vielleicht helfen. Hast du vielleicht auch eine Schaltung dazu?
Mit einem ähnlichen Motor habs ich
probiert 12V ca 0,4A. Ich baue jetzt ein Stück zum Testen,
dann kommen ev. noch 3 oder 4 nach.
Der Drehteller soll wie erwähnt zwischen 1 und 50U/min drehen,
die Übertragung zwischen Getriebemotor und Drehteller möchte
ich mit eine Riemen machen, ev auch noch mit Übersetzung 1:5
bis 1:10.
Man kann PWM einfach nur mit einem Transistor machen oder auch
in Halb-Brückenschaltung mit Bremsbetrieb (Dabei wird der
Motor während der Ausschaltphase kurzgeschlossen) .
Letzteres gewährleistet dann auch einen deutlich weiteren
Variantionsbereich bei der Drehzahl.
Vorteil dieser Schaltung ist auch, dass die Lastabhängigkeit
gering ist.
Das habe ich noch nicht gewußt, das könnte mir vielleicht
helfen. Hast du vielleicht auch eine Schaltung dazu?
Du hast also mit so einem Motor und einer PWM wie du sie mir beschrieben hast ein Drehzahlverhältnis von 1:100 erreicht, hast du den Motor entsprechend überdimensoniert? Könntest du mir einige Randbedingungen von deiner Anwendung noch mitteilen?
Der Motor den du mir anbietest, was willst du dafür, wenn das funktioniert brauche ich da ja noch einige davon . Hast du die oder sind sie noch lieferbar, wenn ja was hat der neu gekostet?
Du hast also mit so einem Motor und einer PWM wie du sie mir
beschrieben hast ein Drehzahlverhältnis von 1:100 erreicht,
hast du den Motor entsprechend überdimensoniert?
Den konkreten Typ habe ich so noch nicht benutzt, aber bei anderen
Anwendungen ist eine Varianz deutlich größer als 10:1 ohne Probleme
zu erreichen. Ein etwas kleinerer Motor in einem Dosiergerät
läßt sich stabil von 100% bis herab auf ca. 0,5% regeln.
Da ist allerdings ein Tachogenerator drin, der zur Regelung dient.
In PWM-Gesteuerten Gebläsen sind auch deutlich unter 10% machbar
und bei einer Pumpensteuerung mit einem 300W-Motor kann man auch
sehr weit runter kommen.
Deshalb bin ich der Meinung, dass es prinzipiell mehr drin ist,
als nur 10:1
Könntest du mir einige Randbedingungen von deiner Anwendung noch
mitteilen?
Die sind unterschiedlich.
Allerdings frage ich mich soweiso, warum du für solche Drehteller
so große Varianz brauchst? 50U/min ist schon recht fix, nicht
dass die Ausstellungstücke wegfliegen
Der Motor den du mir anbietest, was willst du dafür, wenn das
funktioniert brauche ich da ja noch einige davon . Hast du die
oder sind sie noch lieferbar, wenn ja was hat der neu
gekostet?
Da kontaktiere mich mal per Mail. Dann klären wir, was möglich ist.
Gruß Uwi
Du hast also mit so einem Motor und einer PWM wie du sie mir
beschrieben hast ein Drehzahlverhältnis von 1:100 erreicht,
hast du den Motor entsprechend überdimensoniert?
Den konkreten Typ habe ich so noch nicht benutzt, aber bei
anderen
Anwendungen ist eine Varianz deutlich größer als 10:1 ohne
Probleme
zu erreichen. Ein etwas kleinerer Motor in einem Dosiergerät
läßt sich stabil von 100% bis herab auf ca. 0,5% regeln.
Da ist allerdings ein Tachogenerator drin, der zur Regelung
dient.
In PWM-Gesteuerten Gebläsen sind auch deutlich unter 10%
machbar
und bei einer Pumpensteuerung mit einem 300W-Motor kann man
auch
sehr weit runter kommen.
Deshalb bin ich der Meinung, dass es prinzipiell mehr drin
ist,
als nur 10:1
Könntest du mir einige Randbedingungen von deiner Anwendung noch
mitteilen?
Die sind unterschiedlich.
Allerdings frage ich mich soweiso, warum du für solche
Drehteller
so große Varianz brauchst? 50U/min ist schon recht fix, nicht
dass die Ausstellungstücke wegfliegen
Die Dinger sind magnetisch festgehalten, es ist nicht so daß da Ausstellungstücke draufgestellt werden, sondern das Ganze stellt eine Präsentation dar, vielleicht sollte ich Performance sagen.
Der Motor den du mir anbietest, was willst du dafür, wenn das
funktioniert brauche ich da ja noch einige davon . Hast du die
oder sind sie noch lieferbar, wenn ja was hat der neu
gekostet?
Da kontaktiere mich mal per Mail. Dann klären wir, was möglich
ist.
Ich muß jetzt einmal klären wie ich das mache, PWM mit Brücke aufbauen, schauen ob das besser geht. Die Dunkermotoren sind mit Getriebe sehr lang habe ich gesehen, das Ganze soll eigentlich sehr flach werden, aber es ist noch nix fix, ich bin am Abklären wie es funktionieren könnte. Ich melde mich wenn ich so weit bin und den Motor möchte.
Vielen Dank für deine Hilfe
Ich muß jetzt einmal klären wie ich das mache, PWM mit Brücke
aufbauen, schauen ob das besser geht. Die Dunkermotoren sind
mit Getriebe sehr lang habe ich gesehen, das Ganze soll
eigentlich sehr flach werden, aber es ist noch nix fix, ich
bin am Abklären wie es funktionieren könnte. Ich melde mich
wenn ich so weit bin und den Motor möchte.
Ja, diese Motoren G30.3 und Getriebe PLG30 sind etwas über 90mm
lang. Aber wie wäre es denn, wenn den Motor liegend unter den
Drehteller plazierst und z.B. über ein Reibrad antreibst.
Da kannst du durch die Größe des Reibrades und die Postition
unterm Drehteller (Radius) auch die Übersetzung beeinflussen.
Mit der Getriebeuntersetzung 36:1 bekommt man bei voller
Drehzahl übrigens ca. 90 U/min.
Zum Thema PWM mit so billigen kleinen Motoren habe ich mal was
ausprobiert. Das gibt es doch gewisse Probleme, wenn man PWM mit
höherer Frequnz und kleinen Pulzbreiten nutzen will.
Der Motoranker muß bei jedem Einzelimpuls dann eine Mindestdreh-
bewegung machen, sonst kommt er mit seinem Anker nicht aus der
momentanen Position im Magnetfeld hinaus.
Es gibt dafür folgende Lösung: Man steuert den Motor mit Impulsen
einer Mindestlänge von ca. 3…5ms oder länger an und variiert
nur den Abstand zwischen den Impulsen. Dadurch gibt es zwar keine
konstanten Lauf, sondern quasi eine Folge von kleinen Schritten,
aber bei höherer Untersetzung sieht man das kaum noch.
Außerdem kann die Trägheit der Tellers den Effekt unterdrücken.
So kannst jedenfalls quasi unendlich große Varianz erreichen,
wenn du nämlich bloß einen Mikroimpuls pro Jahr auf den Motor gibst,
bekommst brauchst zig Jahre für eine Umdrehung.
Praktisch kannst du für die Impulslänge ein Monoflop nehmen und
dieses dann mit einem beliebigen Taktgeber ansteuern. Zwischen
Taktgeber und MF ist ein Differenzierglied dann noch vorteilhaft.
Als Motortreiber reicht dann ein ganz normaler Transistor (oder FET).
Gruß Uwi