Die Studie kenne ich nicht, allerdings sollte man Friedmanns Testate auch nicht all zu ernst nehmen. Er betätigt sich als gelernter Provokateur und bezieht einen latenten Rassismus prompt auf das Judentum als Antisemitismus.
Alle Kreaturen dieser Erde incl. des Menschen neigen zur Attraktion der eigenen Art, und innerhalb dieser Art subtiler wiederum zu „Seinesgleichen“, sozial, kulturell, geistig, äußerlich usw. Das sind Erkenntnisse aus der Biologie, die sich in der Psychologie forsetzen und alte Hüte.
Wenn sich Gegensätze anziehen würden, würden wir allen Negern, Chinesen und Semiten um den Hals fallen und die eigene Rasse meiden. Tun wir aber nicht, ist halt so. Kann man Rassismus nennen, ist aber naturbedingt so: Der Urtrieb jeder Art ist die Arterhaltung und folglich auch die Sympathie zur gleichen Art bzw Antipathie zur fremden Art.
Nun leben wir schon eine geraume Zeit mit Flugzeugen und Tourismus und kennen allmählich die Welt. Aber: Wenn es ans Eingemachte geht bei uns zu Hause (also im eigenen Nest und nicht z.B. im Urlaub in der Türkei) wie z.B. die politische Selbstbestimmung, reagieren wir wie die meisten Kulturen konservativ. Die Einlassungen eines Herrn Friedmann (der Name sollte Programm sein) werden also - es traut sich halt keiner, es zuzugeben - als Fremdbestimmung, als Einmischung von außen empfunden, gerade weil er eben nicht gerade arisch in die Kamera blickt. Mir persönlich ist das eher wurscht, zumal ich selbst auch nicht so arisch ausschaue.
Freilich rede ich hier nicht von Vernunft sondern von Empfindungen, die sich aber vermutlich zu 100% bei der Wahl auswirken werden, weil unser Unterbewußtsein so eine Sympathiewahl vie eher bestimmt als das Hirn. Wahlen sind geheim. Die Schere zischen geheimer und offener Wahl würde gerade bei uns Deutschen in der Antisemitismusfrage am weitesten auseinanderklaffen, da bin ich ziemlich sicher.
Er behauptete mehrfach, lediglich von Westerwelle und Schäuble
widersprochen, dass zwischen 15 und 25 % der Deutschen
antisemitisch eingestellt sind.
Es sind keine Rassen so gut organisiert wie eben die jüdische, um sich über diesen latenten Rassismus zu beklagen. Ein Afrikaner ist im allgemeinen froh, wenn er ungeprügelt in D über die Straße laufen kann (halt: in manchen Regionen!), ein Jude namens Friedmann kann es sich hingegen erlauben, einem frei gewählten Angeordneten eines Landesparlaments Vorschriften machen zu wollen, obwohl er persönlich ihn weiß Gott nicht gewählt haben kann. Hier werden die Wähler veräppelt, darüber hat sich noch nicht einmal Herr Westerwelle beklagt. Herr Karsli ist von seinen Wählern als Person für 4 Jahre ins Landesparlament in NRW gewählt worden. Wenn ihn die FDP-Fraktion aufnimmt, ist das Sache der Fraktion und nicht Sache eines Herrn Friedmann.
Ein bißchen Demokratie sollten wir schon fordern dürfen, auch vom Zentralrat der Juden, oder?
Gruß Richard