Sind BEV-Fahrzeuge heute eine Alternative?

Die deutsche Autoindustrie hat in der Vergangenheit auf die Politik massiv Druck gemacht, dass fossile Antriebsarten den Vorrang haben. Sie hat auch das E-Auto lange schlechtgeredet und die Entwicklung von Elektromobilität in der Schublade verschwinden lassen. Faktisch ist sie mit eine Ursache für die E-Skepsis.

Nun sollte man auch noch betrachten, dass diese Automobilindustrie für den Weltmarkt produziert. Das ist nahe dem Missmanagement der Unternehmen. Es zählte immer nur der kurzfristige Erfolg. Echte Innovation sucht man in der deutschen Wirtschaft (nicht nur in der Autoindustrie) nahezu vergeblich. Die großen Unternehmen setzen fast alle auf blinden Protektionismus.

Gerade CDU/CSU folgen doch den Wünschen der großen Wirtschaftsunternehmen. Ich gehe davon aus, dass das auf die o. g. Entscheidung zutrifft.

Es ist richtig, dass Unternehmen die langfristige Perspektive kennen müssen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Nur handeln deutsche Großunternehmen anders.

Die deutsche Autoindustrie hat lange versucht, ihre herausragende Position im Bereich der Verbrenner zu schützen und sich bei Elektrofahrzeugen i.W. auf Konzeptstudien beschränkt. Spätestens seit aber Tesla große Erfolge mit seinen Fahrzeugen feierte, haben auch die deutschen Hersteller ab den 2010er Jahren Elektromodelle entwickelt - nur halt mit einem Rückstand von zehn Jahren.

Den hat man inzwischen mit enormen Investitionen weitgehend aufgeholt, aber natürlich entwickelt und produziert man immer noch mit deutschen Gehältern und deutschen Managementregelkreisen, d.h. die Chinesen haben massiv aufgeholt und liegen nun technologisch und preislich vorn.

Das Problem ist, dass die Politik glaubt, dass sich die deutsche Autoindustrie immer noch in den 2010er Jahren aufhält und dass man diese mit dem Aus vom Aus schützen kann. Mit dieser Rhetorik hat man auch dafür gesorgt, dass viele bzw. wieder mehr Deutsche an ihrem Verbrenner festhalten woll(t)en, obwohl das in keiner Hinsicht irgendeinen Sinn ergibt.

Allerdings sind die Deutschen nun an ihrem empfindlichsten Organ getroffen worden - nämlich ihrem Portemonnaie und merken nun, dass BEV nicht nur weniger pro Kilometer kosten, sondern auch in der Anschaffung nicht mehr substantiell teurer sind als Verbrenner. Das Ergebnis sind die oben einsehbaren Zulassungszahlen.

Und das bringt uns wieder zum Kernproblem der Autohersteller: die Vorlaufzeit für ein neues Modell ist in den letzten Jahren zwar kürzer geworden, dennoch brauchen die deutschen Autohersteller für ein neues Verbrennermodell 4-5 Jahre vom Design bis zum Beginn der Serienproduktion (bei Elektroautos sind es so grob 3 Jahre). Das heißt, man entwickelt derzeit schon für die ersten Modelle der 2030er Jahre. Wenn die Entwicklung bei den Elektroautos mehr oder weniger unverändert anhält, kann es gut sein, dass jetzt schon für die Tonne entwickelt wird und man eben mit Milliardenaufwand die bisherige Produktpalette bei den Verbrennern aufrechterhält, die aber in einigen Jahren kaum noch auf Nachfrage trifft.

Und das nur, weil einige politische Parteien den Wählern und Autokäufern suggerieren, Verbrenner wären in einigen Jahren oder gar bis über 2035 hinaus „immer noch“ die beste und billigste Methode, sich von A nach B zu bewegen. Wäre vor einigen Jahren schon klar gewesen, was ab 2035 gilt (und man darf auch festhalten, dass die meisten Hersteller sich schon auf ein früheres Datum für den Ausstieg aus dem Verbrenner festgelegt hatten), dann hätte man bereits vor ein paar Jahren anfangen können, die Produktpalette strategisch auszudünnen.

Die Mehrkosten, die die Beibehaltung beider Systeme verursacht, werden nicht viele Hersteller überleben. Was übrigens auch nichts ist, was ich mir ausgedacht habe. Ich habe zwar keinen unmittelbaren Kontakt zu den OEM, aber sehr viel Kontakt zu den Zulieferern und gerade die, die Teile produzieren, die für Verbrenner gebraucht werden, entscheiden sich jetzt gerade dafür, ob sie bis zum letzten Verbrenner liefern werden und sich damit als verlässliche Partner für die OEM ins Spiel bringen oder ob sie sich nun anderweitig orientieren und die Verbrennerteile nach und nach aus dem Programm nehmen.

Mit anderen Worten: die Verbrenner, die 2032 vom Band laufen, werden nicht hocheffizient sein, sehr wohl aber sehr teuer, weil weniger verkauft werden als derzeit (d.h. höhere Entwicklungs- und Produktionskosten pro Stück) und weil es weniger Zulieferer geben wird, die sich gegenseitig Konkurrenz machen bzw. sich dem Kostendruck auch dann noch unterwerfen werden.

Der Verbrenner ist absehbar - wenn man von Sonderanwendungen absieht - Geschichte und wer sich daran klammert, wird ziemlich wahrscheinlich Schiffbruch erleiden. Es gibt zu dem Thema übrigens ein recht interessantes Interview mit einem früheren Ford-Manager, der sich auch durch die dämlichen und provokanten Fragen des Bild-„Reporters“ nicht aus der Ruhe bringen lässt, sondern die Lage und Entwicklung der Autoindustrie sehr gut erklärt:
Ford-Boss über die E-Auto-Krise, Verbrenner-Aus und Klima-Ziele | BILD-Talk - YouTube

Neben dem Nachfrager gibt es übrigens noch einen zweiten Faktor, der gerne übersehen wird: die Finanzierung. Auch hier werden Hersteller, die am Verbrenner festhalten, unter Druck geraten, weil auch hier Lenkungsmechanismen greifen, die dazu führen, dass es für diese Hersteller schwieriger oder zumindest teurer wird, sich über Banken und den Kapitalmarkt Geld zu beschaffen.

Keine Ahnung, wie Du auf die Aussage kommst, aber noch falscher kann man eigentlich nicht liegen. Deutsche Produkte waren noch nie über den Preis konkurrenzfähig, sondern über die Leistungsfähigkeit und die kommt aus der Innvation.

Dass die deutsche Wirtschaft seit einigen Jahren schwächelt, ist nicht das Resultat eines flächendeckenden Verlustes an Wettbewerbsfähigkeit, sondern der schwächelnde Export geht auf wenige Branchen zurück nämlich insbesondere Chemieindustrie, Maschinenbau und Autoindustrie und letzteres ist wieder eine Folge des Umgangs mit der Elektromobilität. Beim Maschinenbau sind es die Vielzahl der Krisen, die weltweit zu sinkender Nachfrage führt und bei der Chemiebranche sind es insbesondere die Hersteller aus Indien und China, die den deutschen Unternehmen das Leben schwer machen, aber auch das ist keine Folge mangelnder Innovation, sondern der Preise, zu denen die ausländischen Unternehmen anbieten.

Nein. Die Union glaubt, das sie Politik für die Unternehmen macht, erreicht aber das Gegenteil. Im Grunde ist die Politik egal, sie muss nur verlässlich sein, d.h. Unternehmen müssen Planungssicherheit haben und da erweist die aktuell unionsgeführte Regierung der Wirtschaft einen Bärendienst, indem sie von der Ampel eingeführte Änderungen über den Haufen wirft bzw. wieder in Frage stellt.

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Das malst Du jetzt aber etwas schön aus. Wenn z. B. VW eine Kooperation mit BYD eingeht und Audi mit SAIC, um überhaupt noch in Zukunft eine Rolle zu spielen, so spricht das eine ganz andere Sprache.

Ansonsten schaue dir mal folgendes an:

Das verstehe ich nicht ganz. Die Autoindustrie hat doch schon immer den Landes- und der Bundesregierung sehr deutlich gesagt, was sie gerne möchte. Wenn sie nun tatsächlich gerne einen klaren Schnitt und ein Ende des Verbrenners hätte, dann hätte sie das doch so deutlich zu verstehen gegeben, dass sogar die CDU/CSU verstanden hätte, oder?

Vielleicht sind ja die Einschätzungen der Autoindustrie auch nicht einheitlich. Während klügere Manager ganz genau wissen, dass die Zweigleisigkeit total ungünstig ist, klammern sich andere vielleicht weiterhin verzweifelt an den Verbrenner?

Es gibt keine Kooperation zwischen VW und BYD.

Die VW-Gruppe arbeitet mit SAIC seit Jahrzehnten zusammen.

Reine Spekulation.

Warum sollte ich mir auf gut Glück 26 Minuten Gerede von jemanden anhören, den ich nicht kenne und der als erzählen will, dass 15 Minuten bei Lanz viel zu wenig waren, aber man in 26 Minuten die „ganze Story“ erfahren wird?

Und ehrlich: ich habe zwei Seiten Text geschrieben und der eine Satz ist alles, auf das Du reagieren willst? Ich habe gerade voll den Motivationsschub.

Die Tendenz, Ziele zu verfolgen, um dann völlig kontraproduktiv zu handeln, ist ja weit verbreitet. Schüler wollen gute Noten, aber nicht lernen, Menschen wollen abnehmen, ziehen sich abends aber Chips und Schokolade rein oder wollen lange leben, rauchen aber wie die Schlote und vermeiden jede Art von Sport.

Natürlich spricht auch die Autoindustrie nicht mit einer Stimme, aber so ganz tendenziell will man halt Geld verdienen und Marktanteile halten. Diese Ziele dachte man nicht, mit einer konsequenten Ausrichtung auf Elektrofahrzeuge erreichen zu können. Dennoch kamen von fast allen großen Hersteller Aussagen, bis wann man vom Verbrenner weg will und in den meisten Fällen lag das Ziel noch vor 2035.

Dann stellte man fest, dass es nicht damit getan ist, einen Elektromotor in ein früheres Verbrennermodell zu bauen - vor allem nicht in China, wo das deutsche Logo für ein Auto nicht mehr ausreichend war, um als Statussymbol bzw. gutes Auto zu gelten wie noch in den 90ern und 2000ern. Es mussten neue Modelle von Grund auf neu entwickelt werden und das hat Zeit und irre viel Geld gekostet.

Also erhoffte man sich durch die Beeinflussung der Politik Zeit zu verschaffen, in der man neue Modelle entwickeln und mit Verbrennern klotzig Geld verdienen wollte, um die Investitionen in die Elektromobilität zu finanzieren. Wie so ein Junkie, der nur noch einen letzten Schuss braucht, bevor er aufhört, brauchten die deutschen Autohersteller nur noch ein paar Jahre… Naja, hat halt nicht funktioniert. Aber die Stoßrichtung der Lobbyisten war ja nicht nur 2035, sondern auch das Thema mit den Flottenverbräuchen und die fälligen Strafzahlungen, wenn man diese nicht erreicht.

Jetzt steht man doof da, hat erfolgreich das Verbrenner-Aus torpediert, muss aber gleichzeitig Produktpaletten bei den Elektroautos ausweiten und Verbrenner entwickeln und produzieren und stellt gleichzeitig fest, dass es den Verbrennern von Seiten der Nachfrager an den Kragen geht - zunächst in Asien und nun auch in Europa.

Das hat zur Folge, dass man Verbrennermodelle entwickelt und produziert, die immer weniger Leute haben wollen und gleichzeitig die Produktion von Elektroautos nicht proportional zur Nachfrage hochskalieren kann.

Mit anderen Worten: man hat weiter die doppelten Entwicklungskosten, verdient an Verbrennern immer weniger Geld und kann das Geld mit Elektroautos nicht verdienen, weil man sie - dank der Versäumnisse in der Vergangenheit - nicht in hinreichender Menge produzieren kann, um die dramatisch gestiegene Nachfrage zu bedienen.

Manche warten dann die 12 Monate, bis die neue Karre fertig ist, andere gehen zu chinesischen Herstellern, die in jeder Hinsicht schneller sind, und nach allem, was man so hört, sind die Leute mit den chinesischen Fahrzeugen zufrieden, die auch noch besser, aber vor allem billiger sind. Diese Kunden hat man also aller Voraussicht dauerhaft verloren.

Man darf auch nicht übersehen, dass politische Prozesse ihre Zeit brauchen. Merz ist seit knapp eineinhalb Jahre im Amt und musste erst noch die Bevölkerung beschimpfen, Arme, Kranke und Alte diskreditieren und finanziell belasten, eine Rentenreform versemmeln und monatelang Urlaub machen, bevor er mit Macron einen Termin vereinbaren konnte, mit dessen Ergebnis man nun die deutsche Autoindustrie endgültig abgeschossen hat.

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Du möchtest also nicht das zur Kenntnis nehmen, was das Ganze erklärt, um so andere Meinungen zu degradieren.

OK … Zur Kenntnis genommen.

EOT

Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass ich einen langen Artikel geschrieben habe und Du nur auf einen Satz eingehst und das nicht einmal, indem Du dazu viele Worte verlierst, sondern mir ein fast halbstündiges Video hinwirfst, das dazu von jemandem kommt, der vor allem von sich selber als Experte bezeichnet wird.

Mal ganz abgesehen davon, dass mir der Mann so ganz grundsätzlich nicht widerspricht (und ich ihm auch nicht), außer halt, wenn man meinen ganzen Beitrag auf einen Satz reduziert.

Kurz: mein Problem ist nicht der Inhalt, sondern diese Form der Diskussionsunkultur.

Das ist übrigens auch so ein Ding, was in der öffentlichen Diskussion völlig untergeht: Elektro-LKW. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch bei den Fahrern außerordentlich beliebt. Wegen der Ruhe, wegen der fehlenden Vibrationen, wegen der gleichmäßigen Beschleunigung.

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OffTopic

Doch … genau das ist der Punkt. Dir wäre es lieber, wenn ich die Erklärung im Video schriftlich protokolliere und es hier poste.

Es ist in Ordnung, wenn Du dir das nicht ansehen möchtest. Aber daraus zu machen, dass die Information nicht da ist, ist mehr als fragwürdig.

Ich werde mir aus deinem Posting auch nicht die Punkte raussuchen, die dann noch übrig bleiben.

Du hast klar aufgezeigt, dass Du nur deine Art akzeptierst. Solche Stöckchen lasse ich liegen. Es ist schon im Vorraus klar, dass da nur noch weitere davon folgen werden.

Wir haben also unterschiedliche Interpretationen von dem Gesagten.

Dann verstehst Du ja, wie es mir mit dir geht

Nein. Mir wäre es lieber, wenn Du schreiben würdest, was Du meinst, anstatt mich anhand eines 26 Minuten langen Videos raten zu lassen, was Du meinst. Es spricht nichts dagegen, ein Video als zusätzliche, tiefergehende Information zu verlinken, aber die Leser raten zu lassen, welcher Teil eines Videos nun eigentlich Inhalt der Unterhaltung sein soll, empfinde ich als unhöflich. Und erst recht, nachdem ich ausführlich meine Einschätzung darlegte (bzw. die Einschätzung derer, deren Einschätzung ich mir zu eigen machte) und eben nicht nur auf ein Video von jemandem verlinkte( der vor allem sich selber als Experten sieht)

Das habe ich weder gemeint noch geschrieben noch behauptet. Nur ist es schon sehr unwahrscheinlich, dass in 26 Minuten Gerede nur eine Information enthalten sein soll. Dann hätten für das Video auch 2 Minuten gereicht. Also wäre es nett gewesen, uns oder mir mitzuteilen, was die Deiner Ansicht nach relevante Information ist, anstatt die Leser raten zu lassen, was davon eigentlich die Entgegnung auf meinen Text sein sollte. Und noch einmal: mein Text war zwei Seiten lang und Du gehst auf einen Satz ein und dann noch auf einen Satz, der erkennbar völlig nebensächlich war.

Nein, absolut nicht. Ich habe ausführlich zu allem, was Du in Deinem ersten Beitrag schriebst, Stellung bezogen und die objektiv falschen Teile widerlegt. Dass es Aspekte bei diesem Thema gibt, zu denen man unterschiedlicher Meinung sein kann oder die man anders bewertet, liegt in der Natur der Sache.

Deine Reaktion war, uns und mir zu nur einem Satz, den ich schrieb, ein Video hinzuwerfen, aus dem wir uns anscheinend aussuchen sollten, was das ist, was Du uns mitteilen möchtest.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Ansätze, eine Diskussion zu führen und deswegen verstehe ich eben nicht, wieso Du angesichts dieser völlig unterschiedlichen Ansätze meinst, dass es sich bei unseren beiden Ansätzen um die gleichen handelt.

Bei dem Rückwärtskurs geht es nicht um Volumenhersteller, sondern Porsche, Ferrari, Maserati, Jaguar etc. und vielleicht noch BMW M sowie AMG - da ist die Kundschaft wenig preissensibel und die wollen weiter röhrende Motoren und damit alle anderen belästigen. Nur für die wird das gemacht. Was hat VW davon, dass die noch ein paar wenige Touareg absetzen können? Bei den restlichen Modellen macht das wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn.

Mein Gegenvorschlag wäre 2035 max. 5% und 2040 dann 0%. Das würde die Benzinköpfe etwas beruhigen. Realistisch sehe ich es eher so, dass 2035 sowieso nur noch sehr teure Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor angeboten werden und da wird dann auch der letzte BEV-Hater ohne Millionenerbe zum Elektroauto greifen - ganz einfach weil das dann sehr viel günstiger ist.

Die Masse kann nur durch den Schmerz im Geldbeutel überzeugt werden - sieht man ja dieses Jahr sehr deutlich. :roll_eyes:

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schon eigenartig, wie sich diese um die doppelten Entwicklungskosten in den kommenden Jahrzehnten reißt.

Kein Wunder, dass die Mitbewerber, die sich den Verbrenner-Zirkus sparen, auf dem Weg zu einer mindestens bedeutenden Rolle auf dem deutschen Markt befinden. Nein, ich spreche nicht von dem Auslandschinesen Volvo, sondern von BYD, die heute bereits dort stehen, wo VW sollte oder könnte, wenn man sich dort nicht noch ewig und drei Tage mit dem Verbrennerzirkus aufgehalten hätte. Es ist - BEV hin oder her - ja eigentlich schon seit mindestens 50 Jahren kein Geheimnis mehr, dass die Erdölreserven begrenzt sind.

Schöne Grüße

MM

und auch hier winkt BYD mit dem ETT 44 von der anderen Seite des Ackers: „Ik bün all doar!“

Und dabei haben wir uns doch solche Mühe gegeben, mit der seltsamen schienenfreien Oberleitung bei Darmstadt zu beweisen, dass man unmöglich einen E-LKW entwickeln und bauen kann…

Schöne Grüße

MM

Ich glaube, das Experiment war noch nicht beendet, da war schon abzusehen, dass LKWs mit reinem Akkubetrieb die bessere Alternative sind.
Ähnlich läuft es bei Wasserstoffantrieben.
Siehe den Elektrotrucker Tobias, der auf Youtube regelmäßig von der steilen Erfolgskurve am praktischen Beispiel berichtet.

BYD hat aber wegen den Zöllen inzwischen eine höhere PHEV/Hybrid- als BEV-Quote in Europa. So kann man hier scheinbar auch noch wachsen. :man_shrugging:

Sagen wir es mal so: auf der einen Seite sind es die lauten Fahrzeuge, auf der anderen aber auch tatsächlich die Kleinwagen, weil bei denen einerseits die von der EU vorgeschriebenen Assistenten und anderen technischen Kleinigkeiten und andererseits eben die Akkus sehr stark ins Gewicht fallen. Habeck hat ja auch bei dem Punkt völlig recht gehabt, als er nämlich sagte, dass es VW sehr schwer haben wird, am Markt zu bestehen, wenn man nicht bis 2025 ein Elektroauto unter 20.000 Euro anbieten kann.

Wir sehen ja bis heute, dass der Anteil von Elektrofahrzeugen an den Neuzulassungen bei den Kleinwagen besonders niedrig ist, auch wenn es inzwischen ausländische Hersteller gibt, die diesen Markt bedienen - auch für unter 20.000 Euro.

Der neue Vorschlag von Macron und Merz sieht ja nicht das völlig Verbrennerausaus vor, sondern „nur“, dass eine Reduzierung der Emissionen um 90% erreicht werden muss und nicht mehr 100%, wie bisher. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass Macron den guten Fritz ein bisschen über den Tisch gezogen hat. Während Fritz hierzulande den Ewiggestrigen die frohe Botschaft verkünden kann, dass sie weiter an einer überholten Technik festhalten dürfen, kann Macron mit nach Hause nehmen, ein Stückweit Protektionismus durchgesetzt zu haben, denn zukünftig staatliche Förderungen und Kaufprämien stärker an europäische Produktionsstandorte fließen. Das Verbrennerausaus wird ihm hingegen eher nicht so wichtig gewesen sein, denn Frankreich ist bei der Elektromobilität schon weiter als Deutschland und vor allem gibt es da keine so ideologisch und faktenfern geführte gesellschaftliche bzw. politische Diskussion.

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Die FAZ heute mit einem ganz dämlichen Argument, dass das aufgeweichte Verbrenner-Aus richtig ist: Das Ansteigen der E-Auto-Käufe im Zuge des Irankriegs zeige ja, dass es auch ohne staatliches Verbot gehe.

Also: Hoffen wir auf möglichst viele Iran-Kriege für den Klimaschutz…Qualitätsjournalismus!

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Irritierend. Wobei ich glaube, dass sich allein schon aus finanziellen Gründen das Thema wirklich bald von selbst erledigt hat. Bis auf Sportwagenhersteller werden wahrscheinlich wirklich die meisten innerhalb der nächsten 5-7 Jahre ihre Verbrennerserien einstellen oder nur in einem abgespeckten Umfang weiterführen. Irgendwann wird es dann auch Effekte bei der Infrastruktur geben, die den Wechsel zum Elektroauto noch mehr beschleunigen werden.

Richtig ist, dass es bis vor kurzem nicht viele elektrische Kleinwagenmodelle unterhalb 25.000€ gab. Seit diesem Jahr ist das Absatzvolumen aber gestiegen. Man sieht es nur nicht direkt, da in den Medien nur die Top5/10 der monatlichen Zulassungen kommuniziert werden. Schaut man sich aber im Bereich Platz 10-30 um, tummeln sich da sehr viele Kleinwagen - auch die günstigeren.

Bis etwa 20.000€ gibt es sowieso nur 4 Modelle: Dacia Spring, Renault Twingo, Citroën e-C3 und Leapmotor T03. Hab ich ein Modell vergessen? Neu kommt jetzt noch der Smart #2.

Ziemlich magere Auswahl. Aber wir müssen uns eh davon verabschieden, dass es eine große Auswahl unterhalb der 20.000€ Marke gibt. Auch die kleinen Benziner sind in dieser Preisregion fast vollständig verschwunden.

Ich glaube nicht.

Das ist ja auch ein wichtiger Punkt. In so manchen sinnlosen Diskussionen wird damit „argumentiert“, dass ein neues BEV nur ab 40.000 Euro zu bekommen ist (was ja schon nicht stimmt) und der Preis wird dann mit Preis verglichen, den man vor 10 Jahren für seinen gebrauchten Polo bezahlt hat. Mal abgesehen davon, dass gebraucht und neu schon sehr unterschiedliche Zustände, sind die Preise für alles - zumindest nominell - in den letzten 10 Jahren nun einmal gestiegen. Außerdem muss man den technischen Fortschritt/die technische Ausstattung beachten und sich nicht zuletzt idealerweise in der gleichen Fahrzeugklasse bewegen. Dass sich die Preise in Kaufkraft umgerechnet noch einmal ganz anders darstellen, kommt noch hinzu.