Sinustachykardie, Herzrasen, Extrasystolen

Hallo zusammen…
Ich hoffe, dass mir hier vllt endlich mal jemand helfen kann.
Zunächst zu mir: Ich bin weiblich, 22 Jahre alt, Nichtraucherin und trinke keinen Alkohol.
Schon seit Jahren habe ich in sehr unregelmäßigen Abständen Anfälle von Herzrasen. Hierbei fängt mein Herz urplötzlich ohne Grund an, heftig zu schlagen (oft so mind. 150 Schläge)…Irgendwann hört das Ganze dann wieder auf und ich bin einfach nur erschöpft.
Seit ca. einem halben Jahr habe ich nun auch noch Extrasystolen. Man muss dazu sagen, dass ich ziemlich viel Stress hatte in dieser Zeit, sowohl beruflich als auch privat. Daher dachte ich, ich warte einfach mal ab, es wird schon wieder weggehen… Tut es aber nicht…
Vor ca. 2 Monaten konnte ich mich dann endlich dazu durchringen, einen Arzt aufzusuchen. Hierbei wurden dann Ruhe- und Langzeit-EKG sowie Blutwerte untersucht. Der Termin beim Kardiologen steht noch aus…
Mein Hausarzt meinte, ich sei seiner Ansicht nach „herzgesund“. Die Blutwerte seien OK, das EKG unauffällig. Jedoch sei meine Herzfrequenz tagsüber zu hoch. Er stellte 28 VES fest (zu diesem Zeitpunkt hielt sich das ganze natürlich auch in Grenzen…) sowie einen durchgehenden Synusrhythmus mit Sinustachykardie. Die Nachtabsenkung meines Puls sei gut. An der Schilddrüse liege es ebenfalls nicht.
Mein Hausarzt meinte jedoch, ich solle zur Abklärung noch eine Echokardiographie beim Kardiologen machen lassen. Den Termin habe ich aber erst im Juli.
Nun zu meinem Problem:
Phasenweise fühle ich mich super, spüre auch kaum ES. Doch an manchen Tagen - wie heute z.B. - spüre ich den ganzen Tag, wie schnell und „aufdringlich“ mein Herz schlägt. Meistens beginnt das ganze Morgens und bleibt den ganzen Tag lang. Ich fühle mich dann einfach nur erschöpft und mache mir natürlich auch Gedanken. Mein Puls liegt dabei oft den ganzen Tag bei um die 130 Schläge.
Kennt jemand vllt dieses Problem und kann mir helfen, das Ganze in den Griff zu kriegen? An Tagen wie heute weiß ich wirklich nicht, wie ich das bis Juli aushalten soll… oder überhaupt… Die ganze Sache treibt mich langsam echt in den Wahnsinn…
Zu meinem Hausarzt möchte ich nur ungern nochmal gehen. Er ist ja der Meinung, ich sei herzgesund, da er nix finden könne. Das Einzige, was er mir anbot, sind Betablocker. Aber mit 22 Jahren möchte ich die nicht unbedingt nehmen.
Danke für eure Hilfe!

Hallöchen,
ich glaube du machst dir da einfach zuviele Gedanken drüber und hast die Beschwerden deswegen. Du hast Herzrasen und bist danach völlig erschöpft. Das ist klar. Herzrasen ist eine große Anstrengung für den Körper. Und das Herzrasen wird durch die Ausschüttung von Adrenalin verursacht. Da du bisher noch nicht umgefallen bist, ist davon auszugehen das es nichts schlimmes ist (sorry, ich weis das klingt jetzt herzlos; iss aber nich so gemeint). Ich denke mal das du was psychosomatisches hast. Tippe mal auf Panikattacken. So war es zumindest bei mir. Bin auch „herzgesund“ kenne aber auch das unangenehme Gefühl von Herzrasen.
Mein Tipp an dich bis zu deinem Termin beim Kardiologe:

  1. mach dich nicht verrückt und denk nich drüber nach wenn du es hast, beschäftige dich mit irgendwas anderem wenn es schlimm iss.
    Vielleicht stellst du nach ner weile fest, das es weg ist.
  2. geh joggen, oder zumindest sparzieren wenn du Herzrasen bekommst oder hast. Mach irgendwas was zu deinem Herzschlag passt. Also wenn es ganz schnell schlägt solltest du dich nicht irgendwo still hinsetzen und drauf warten das es weg geht.

Ich hoff ich konnte dir irgendwie helfen und das dein Termin beim Kardi gut verläuft. würde mich freunen wenn du schreibst wie s gelaufen ist.

Danke für deine Antwort!
Das Herzrasen ist ja das geringste Problem. Das Schlimme ist eher die hohe Pulsfrequenz in Kombination mit den Extrasystolen.
Ich versuche mich in solche Situationen ja auch abzulenken, aber der hohe Puls hält oft den ganzen Tag an und so lange kann man das ganze leider nicht ausblenden…

Das weis ich wohl (hatte es am anfang auch den ganzen Tag). das iss schwer aber versuch es einfach mal. irgendwann klappts. Nur nich den Kopf hängen lassen. Das wird schon wieder. Iss sicher nur stress bedingt bei dir. halte mich auf dem laufenden.

LG Manu

Hallo,

versprich Dir von der Echokardiographie nicht so viel. Sie wird ebenfalls nichts Schlimmes ergeben und auch keinen Hinweis für Deine Herzrasen, dafür ist die Untersuchung einfach nur in wenigen Fällen geeignet. Zur definitiven Abklärung wäre eine EPU (Elektrophysiologische Untersuchung) notwendig, die jedoch relativ invasiv ist.

Eine Betablocker-Einnahme wäre kein Beinbruch für eine Frau. (Junge Männer werden davon relativ häufig impotent.) Sollte sich Deine Lebenssituation verändern kann man immer mal wieder versuchen den Betablocker auszuschleichen, in der Hoffnung, dass es doch psychosomatische Ursachen waren. Enspannungtechniken helfen sicherlich bei allen „Herzenssachen“, aber du wirst die Wahl haben: ein relativ gut verträgliches Medikament oder weiter so.

Gruß,
Manticor

hi,

also ich kann nur empfehlen - wärmstens! joggen zu gehen.

ich habe nach der arbeit oft ein engegefühl im brustkorb. das fühlt sich dann an - als würde dieser gleich platzen…

herzrasen hatte ich vor ca. 2 jahren mal…
bei uns ist es in der arbeit auch total nervig u. stressig.

wenn das jetzt wieder im ansatz auftaucht - dann gehe ich sofort wieder laufen u. das befreit total. der körper ist „erschöpft“ und fühlt sich gut an. und man selbst ist auch ruhig u. erschöpft

ich denke dir fehlt das ventil…kannst auch schwimmen,radeln etc…

gute besserung (ich bin auch herzgesund) :wink:

Selten einen grösseren Blödsinn gelesen
Selten so einen Blödsinn gelesen, welche Diagnostik treibt Sie zu dieser Empfehlung, Frau Kollegin?
Extrasystolen und Supraventrikuläre Extrasystolen sind etwas ganz anderes und haben mit Ihrem „Herzrasen“ absolut nichts zu tun!
Es ist auch alles andere als auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern dringenst abzuklären.
Dieses anfallsartige Auftreten kann verschiedene Ursachen haben und diese lassen sich auf verschiedenste Weise therapieren.
Vor allem sollten die hohen Frequenzen unbedingt heruntergebracht werden, denn auf Dauer leidet das Herz enorm darunter.
Manche Kardiologen gehen heute sogar soweit, dass sie sagen, dass ein Mensch eine bestimmte Anzahl von Herzschlägen in Ruhe mit der Geburt mit auf den Weg bekommt und je schneller das Herz schlägt, desto eher ist die Zeit um.
Betablocker ja, jedoch wird hierbei die Leistungsspitze des Körpers gekappt. Da gibt es neuere Alternativen, der Kardiologe weiss da auf jeden Fall Bescheid.
Mal zur Info:
http://www.medizinfo.de/kardio/herzrhythmus/paroxysm…
oder:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolff-Parkinson-White-S…
Gruss na_nu?

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hi,

also ich kann nur empfehlen - wärmstens! joggen zu gehen.

AUF KEINEN FALL in dieser Situation!
Gruss na_nu?

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Hallo Sweetangel1801,

hast Du auch sonst noch weitere Befindlichkeitsstörungen? Auch solche, die Du vielleicht bisher gar nicht in diesen Zusammenhang gebracht hast?
sowohl körperlicher Art (z.B. Licht-/Geräuschempfindlichkeit, vorübergehende Gelenkbeschwerden, Schlafstörungen, Kribbeln oder Schmerzen der Haut wie Rücken, Hände oder Fußsohlen etc.etc.) als auch psychischer Art (Vergesslichkeit „was wollte ich hier eigentlich?“, Wortfindungsstörungen, übermäßige Gereiztheit, Antriebslosigkeit etc etc).

Wenn Du solche Symptome hast, wäre es gut, wenn Du sie mal auflisten könnte, vielleicht kann Dir dann hier jemand DEN Tipp geben. Insbesondere sind solche Symptome verdächtig, die mal da sind und dann wieder verschwinden. Oder z.B. bei Gelenkbeschwerden: heute rechtes Knie, morgen linke Hüfte, übermorgen Schulter links, dann Fingergelenke etc.) Also unstete Symptome. Dazu wäre es gut, wenn Du dies notieren würdest mit der Angabe, wie lange das Symptom da war und in welcher Intensität (Schulnote 1 = gar nicht da; Schulnote 6 = schier unerträglich). Solch eine Liste würde auch Deinem Hausarzt helfen (so es denn ein guter HA ist).

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

Hallo Alexander,

von den aufgelisteten Beschwerden habe ich keine außer Antriebslosigkeit, wenn der Puls wieder besonders hoch war oder ich eine Attacke mit Herzrasen hatte. Dann bin ich natürlich den ganzen Tag über total schlapp und antriebslos, aber sonst habe ich keine Beschwerden. :confused:

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hi,

also ich kann nur empfehlen - wärmstens! joggen zu gehen.

AUF KEINEN FALL in dieser Situation!
Gruss na_nu?

Zum Joggen fühle ich mich in so einer Situation auch gar nicht in der Lage. Ich kann ja kaum die Treppe zu meiner Wohnung hochgehen, so sehr erschöpft mich das anfallsartige Herzrasen bzw. die viel zu hohe Pulsfrequenz tagsüber…

Keinen Stress machen
Hallo Sweetangel1801,

von den aufgelisteten Beschwerden habe ich keine außer
Antriebslosigkeit, wenn der Puls wieder besonders hoch war
oder ich eine Attacke mit Herzrasen hatte. Dann bin ich
natürlich den ganzen Tag über total schlapp und antriebslos,
aber sonst habe ich keine Beschwerden.

Es handelt sich auch um keine Borreliose, wie mein Kollege vielleicht vermuten mag. Deine Symptome sind recht eindeutig und Du wirst, um das alles zu vermeiden, vorläufig nicht um einen Beta Blocker herumkommen.
Du kannst versuchen im Extremfall Eiswasser zu trinken (grosse Schlücke), den Bereich neben dem Kehlkopf (dort wo Du Deinen Puls fühlst) kräftig zu massieren oder einfach in die Hocke zu gehen und versuchen einige Zeit die Luft anzuhalten.
Sehr oft hilft eines von den genannten, um dies anfallsartige zu unterbrechen.
Gute und rasche Besserung
na_nu?

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Vielen Dank für Ihre nette Antwort auf meinen post, Herr Kollege.
Bitte definieren Sie mir was genau Sie mit Blödsinn meinen. Und auch was Sie sich unter „meinem Herzrasen“ vorstellen. Ich habe hier nicht diagnostiziert sondern eine Idee geäußert und einen Ratschlag gegeben. Wie Sie schon erwähnten gibt es viele Möglichkeiten was es sein könnte. Aber warum schließen Sie etwas psychosomatisches aus? Das eine hohe Pulsfrequenz auf Dauer nicht gesund ist, weis ich selbst. Ich hatte fast 3 Jahre „mein Herzrasen“ und leide seit dem öftermal unter Herzrythmusstörungen. Und hier war auch nicht die Frage was es ist oder sein könnte, sondern was die junge Dame bis zu ihrem Termin machen soll. Sie hat Angst, und das kann ich verstehen. Also ist es sicher nicht hilfreich für sie, Sachen über schlimme Herzerkrankungen zu lesen.
Hier ging es um einen Tipp und nicht um eine Diagnose. Die Diagnose wird der Kardiologe schon stellen oder der Hausarzt.

Blödsinn gelesen, Begründung
Hallo,
ich wusste nicht, Frau Kollegin, dass Sie auch Ärztin sind.
Dann müssten Sie jedoch wissen, dass ein solches Bild der Extrasystoloie seinen Ursprung im Herzen selbst nimmt, bezogen auf die paroxysmalen Tachycardien und nicht mit einer Adrenalin Ausschüttung verbunden ist. Genauso wie ein konstant erhöhter Ruhepuls.
Dieses Krankheitsbild würde ich im Gegensatz zu Ihnen, Frau Kollegin, nicht unter Befindlichkeitsstörungen abtun, sondern sehr ernst nehmen, da hilft es auch nicht das ganze zu verharmlosen und der Patientin etwas vorzulügen oder ihr zu empfehlen sich körperlich zu betätigen.

Kollegiale Grüsse
na_nu?

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Bin ich ja auch nicht. Sie sprachen mich mit „Kollegin“ an. Und ja, das mit dem Adrenalin war sicher sehr allgemein gehalten. Und das Sie mehr Ahnung haben als ich, ist sicher. Aber sie können eine psychosomatische Erkrankung nicht als Befindlichkeitsstörung abtun!!! Es ist weit aus mehr, als eine „Befindlichkeitsstörung“. Aber auf diesem Gebiet scheinen Sie keine Ahnung zu haben.

Hallo! Wie Du Deine Beschwerden beschreibst, könnte es sich um ein WPW-Syndrom (Wolff-Parkinson-White-Syndrom) oder eine AV-Reentry-Tachykardie handeln. Das kann nur ein Kardiologe anhand des EKGs sicher diagnostizieren und behandeln. Leider musst Du also bis zu Deinem Termin Geduld haben, bis Du es sicher weißt. Bis dahin ist im Anfall ein Vagus-Manöver sinnvoll, wie NaNu schon beschrieben hat (starkes Pressen, Trinken von kaltem Wasser, Druck auf die Augen oder auf die Halsschlagader, Luftanhalten bis zum Adrenalinstoß, sich auf den Rücken legen und die Beine möglichst hoch strecken ,eine Kerze machen). Natürlich läßt sich das Herzrasen im Notfall auch medikamentös beenden. Wichtig: sicher solltest Du in dieser Situation nicht joggen gehen oder Dich sonstwie körperlich anstrengen!
Solltest Du tatsächlich eine akzessorische Leitungs-Bahn im Herzen haben, kann man diese sogar entfernen lassen (Katheterablation).
Ich wünsch Dir alles Gute bis dahin!
LG, Ricarda

Bin ich ja auch nicht. Sie sprachen mich mit „Kollegin“ an.

Richtig, da ich davon ausging, dass Sie vom Fach sind, da Sie aufgrund der Symptomatik der Posterin eine Empfehlung gaben und diese Empfehlung grundlegend falsch war.

Und ja, das mit dem Adrenalin war sicher sehr allgemein
gehalten.

Genau das ist es eben nicht, sondern sehr speziell und hat mit der Thematik nichts zu tun.

Und das Sie mehr Ahnung haben als ich, ist sicher.

Das mag so sein und Sie kennen die beschriebene Symptomatik wohl überhaupt nicht, denn diese hat mit „Herzrasen“ oder dgl. NICHTS zu tun.

Aber sie können eine psychosomatische Erkrankung nicht als
Befindlichkeitsstörung abtun!!! Es ist weit aus mehr, als
eine „Befindlichkeitsstörung“.

Das tue ich auch nicht, hat mit dem Posting auch nichts zu tun, genausowenig wie die von Ihnen aufgeführten „Panikattacken“

Aber auf diesem Gebiet scheinen
Sie keine Ahnung zu haben.

Ich werte diese Ihre Aussage als gleichbedeutend im Verhältnis zu Ihrem bisher gezeigten medizinischen Sachverstand. Sie dürfen das meinetwegen werten wie Sie wollen, es ging mir nur darum, der Patientin aufgrund der vorhandenen Symptomatik einen fachkundigen Rat zu geben und nicht darum sie mit Unwahrheiten und Hörensagen zu verwirren.

Gruss na_nu?

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*sternchenrüberschmeiss*

solchen hochnäsigen Antworten auch noch Sternchen geben?

kopfschüttelnde Grüße

Alexander

solchen hochnäsigen Antworten auch noch Sternchen geben?

kopfschüttelnde Grüße

Alexander

Es geht hier nicht um hochnäsige Antworten oder verletzte Ehre! Hier wurde einer Patientin mit einer - möglicherweise - sehr ernst zu nehmenden kardiologischen Erkrankung ein Rat erteilt, der sie das Leben kosten kann (Joggen!?!). Und das darf nicht sein! Wer keine Ahnung (sorry, nicht böse gemeint!) von Kardiologie hat, sollte einem Patienten keine Verhaltensratschläge geben! Das ist fahrlässig! Der Beitrag klang nämlich für einen Laien relativ fachmännisch, obwohl er, was den Rat anging, absolut falsch war! Also einfach nur die Bitte, in solchen Fällen zurückhaltender zu sein!

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