Huhu!
OK, und was machst Du, wenn Sohnemann/Tochter unbedingt auf
die vielbefahrene Straße rennen will? Erfahrung sammeln
lassen?, Bloß nicht dadurch bevormunden, dass Du eingreifst,
weil Du als Erwachsene ganz genau weißt, dass diese Erfahrung
so böse ausgehen könnte, dass man besser andere Wege findet,
einem Kind klarzumachen, dass Straßenverkehr gefährlich ist.
Ich glaube kaum, dass sich das Kind, ähm, die Jugendliche durchs SMSen in Todesgefahr begibt.
Es steht wohl außer Frage, dass es einfach Dinge gibt, die nicht durch eigene Erfahrungen gelernt werden sollTen.
Wir reden doch hier nicht davon, dem Kind jegliche
Möglichkeiten zu nehmen Erfahrungen zu sammeln. Auch nicht
davon, dass Kinder ihr Geld gefälligst „sinnvoll“ aus
Erwachsenensicht zu verwenden haben. Aber ich finde es gut,
dass die Fragestellerin gegenüber dem Verhalten ihres Kindes
aufmerksam ist, und aufgrund des festgestellten auffälligen
Verhaltens sich jetzt Sorgen macht, und nach Ideen fragt, wie
sie hierauf reagieren könnte.
Ei, logisch, keine Frage.
Und ich finde, es geht doch um den aus Erwachsenensicht sinnvollen Umgang mit dem Geld/Handy.
Wie sieht es eigentlich mit den Erfolgserlebnissen und
Glücksgefühlen eines solchen Kindes aus? Wer mit 14 Jahren
noch nicht so weit ist, auch einmal größere Wünsche sich durch
Ansparen zu erfüllen, sondern statt dessen Geld ausschließlich
für ganz kurze Glücksmomente (auf die es dann auch wieder 30
Tage warten muss, und von denen überhaupt nichts bleibt, und
die für sich genommen auch keine besondere Intensität haben),
dann sehe ich auch hier die dringende Notwendigkeit
elterlichen erziehenden Eingreifens, denn hier droht wirklich
die Gefahr einer emotionalen Verarmung gekoppelt mit
finanziellem Ruin.
Puh, jetzt setzt du aber Geld mit Glück gleich.
Vielleicht ist das Mädel so glücklich, dass es die SMS als Luxus hat? Das wissen wir nicht.
Außerdem, was wissen WIR schon über momentanes Glück von Teenies?
Es steht bei einer solchen Ausgangslage
einfach die Gefahr, dass alles zusätzlich erreichbare Geld
genau so ausgegeben wird, und auf der Suche nach einer echten
Befriedigung durch Geldausgeben sich mehr und mehr Frust
einstellen wird.
Nein, es kommt an keiner Stelle zum Ausdruck, dass sie sich Befriedigung (welcher Art auch immer) durch Geldausgeben zu verschaffen versucht.
Mal doch nicht ganz so Schwarz!
Natürlich habe auch ich damals viel Geld für vollkommen
vergänglichen Blödsinn ausgegeben und mir Dinge finanziert,
die mich heute gruseln lassen, aber ich bin meinen Eltern mehr
als dankbar, dass sie mich immer wieder daran erinnert und
darin unterstützt haben, auch Geld in „größere“ Projekte zu
stecken.
Erinnern und unterstützen ist aber etwas anderes als das Handy wegsperren, oder?
Die Glücksgefühle dann etwas selbst Erspartes nach
Hause zu tragen und daran zum Teil bis heute meinen Spaß zu
haben, ist einfach von einem ganz anderen Wert.
Das ist halt DEIN Glücksgefühl.
Und wenn man damit rechnen muss, dass das
Geld für notwendige Schulsachen sofort in SMS umgesetzt wird,
kann man diesen Weg nicht gehen.
Muss sie denn ihre Schulsachen von dem Geld bezahlen?
Ich glaube nicht, von daher ist es reines Spaßgeld.
Bye, Vanessa