SMS-süchtig? Mein schönes Geld

Huhu!

aber Du investierst nicht 100% der Dir zur Verfügung stehenden
Mittel in Süßkram, oder? Du hast irgendwann gelernt, daß man
nur Geld verballern kann, was wirkich übrig ist (ob Süßkram
unter „verballern“ fällt, wird sicherlich verschieden gesehen
:wink: ). Du hast gelernt, daß es besser ist, Geld für die
wichtigen Dinge auszugeben bevor es dem Unfug anheim fällt, um
nicht am Ende des Geldes noch viel zu viel Monat übrig zu
haben.

Klar, es geht um reines ‚Spaßgeld‘, welches ihr Taschengeld wohl ist. Soweit ich mitbekommen habe, muss sie nichts (Schulsachen etc.) davon kaufen
Und mein sPaßgeld ist halt ds, was nach Miete/Auto/… noch übrig bleibt. Von dem Geld rede ich. Vielleicht sollte sie mehr Geld und mehr Verantwortung übertragen bekommen? Also z.B. Schulsachen kaufen? So hat es doch bei den meisten angefangen, oder?
Erst Schulsachen, dann Klamotten, dann das Auto, dann alles *ächz* :wink:

Hast Du das dadurch gelernt, daß man Dir Geld in die Hand
drückte und sagte: „Mach damit doch was Du willst. Und: Wohnen
und Essen kannst Du hier natürlich weiterhin umsonst.“

Tendenziell, ja.
Meine Eltern haben nie bemängelt, was ich mir gekauft habe. Geld hatte ich immer relativ viel zur Verfügung (Großeltern, Großonkel sei Dank) und zu Hause mithelfen musste ich seeeeehr wenig. Und ich konnte auch immer damit rechnen, dass sie mir was kauften, was ich eigentlich hätte selber zahlen müssen.
Ja, ich war hoffnungslos verwöhnt, trotzdem bin ich nicht auf die Nase gefallen, als ich ausgezogen bin. Vielleicht Glück :smile:

Bye, Vanessa

Kleine Rückfrage
Hi daydream
Ich hätte mal eine Frage:
Wie lange hat sie denn das Handy schon?
(Kann auch sein, dass die Frage schon mal war, dann habe ich es einfach überlesen)

wenn es erst ein paar Monate ist, dann würde ich noch nichts unternehmen, denn dann kann sich das ja noch legen.

Im übrigen: Es ist nicht mehr dein Geld, sondern Ihr Geld, mit dem sie eigentlich machen kann, was sie will. Dass dir das nicht passt, was sie da macht, ist nachvollziehbar. Reagieren kann man darauf eigentlich nur mit der Streichung jeglicher zusätzlicher Vergünstigungen.

Übrigens: Der echte NOTRUF geht immer (112)… auch wenn gar keine Kohle mehr auf der Karte ist.

Gruß
Mike

Huhu!

Nur wenn bei dem Mädchen kein Lerneffekt eintritt, wird sie es
nict schaffen mit Geld umzugehen.

Ja, aber vielleicht will sie das gar nicht?!
Das ist es doch, was ich meine.
Wir unterstellen, dass sie lernen sollte, nur einen Euro pro Tag zu versmsen, weil das Geld dann einen Monat reicht. Aber sie hat evtl. andere Bedürfnisse.
Woher wollen wir schon wieder wissen, was das beste für sie ist? In diesem Fall, klar gibt es immer Sachen, wo von Seiten der Eltern entschieden werden muss.

Ich habe auch nicht behauptet, dass ich ihr die Liebe
aberkennen will. Ich habe nur gesagt, auch zwischen Eltern und
Kindern muss ein Verhältnis herrschen, in dem nicht alles
FriedeFreudeEierkuchen ist, ohne dass Kinder den Halt ihrer
Eltern verlieren.

Klar, keine Frage.

Bye, Vanessa

Hallo,

wenn es erst ein paar Monate ist, dann würde ich noch nichts
unternehmen, denn dann kann sich das ja noch legen.

Sie hat seit ca. 2 Jahren ein Handy. Und ich bin wirklich der Meinung, dass es irgendwann einmal genug ist.
Zum Beispiel hat sie kurz nach Weihnachten 80 (ACHZIG!) Euro innerhalb 1,5 Wochen versimst.
Glaubt ihr wirklich, dass es noch sinnvoll ist, sie „machen zu lassen“?

Im übrigen: Es ist nicht mehr dein Geld, sondern Ihr Geld, mit
dem sie eigentlich machen kann, was sie will.

Andererseits besteht für mich aber auch keine Pflicht, ihr Taschengeld zu geben.
Ich gebe ihr aber das TG, damit sie den Umgang damit lernt. SO lernt sie ihn jedoch nicht - bis jetzt jedenfalls noch nicht -
also muss ich ihr Hilfestellung geben. Sie soll lernen, dass SMS schreiben nicht alles ist. Irgendwo muss ich sie ja auch erziehen. Wenn ich ihr aber weiter jeden Monatsersten mit der TG-Zahlung gestatte, sich eine Karte zu kaufen und sie diese ausnahmslos innerhalb 24 Stunden versimst, dann geht das im März so, im April, im Mai… im Dezember… es ändert sich nichts ! JEDES verfügbare Geld (wenn die Summe es zulässt) investiert sie in Handykarten. Man stelle sich doch nur einmal diese Summen vor !

Grummelige Grüße
Katrin

Hai, Katrin,

also ich hab mich jetz durch den ganzen Tread gekämpft und das, was ich für eine mögliche Lösung des Problems halte, ist nur kurz angeklungen:
Die Verantwortung für Geld lernt man, wenn es alle ist, man aber eigentlich noch was braucht…
Was soll sie denn noch von ihrem Geld brauchen, wenn sie es ver sms-t hat?
Zu den Partys nimmt sie ihr Freund mit, die Getränke zahlt dann sicher auch er, es fehlt ihr also garnix…
Na, dann sorg doch dafür, daß ihr was fehlt!
Sie ist 14,5, d.h. sie hat mit Sicherheit auch ziemlich genaue Vorstellungen davon, welche Klamotten sie anziehen (und natürlich auch kaufen) will - und hier ist der Punkt, an dem Du ansetzen kannst. Erhöhe ihr Taschengeld um einen monatlichen Betrag für Klamotten. Teil ihr mit, daß dieses Geld für Kleidung gedacht ist. Sag Deinen sonstigen Verwandten bescheid, daß es Absicht ist, daß sie keine zusätzliche Kohle für Klamotten bekommt (damit von der Seite nix nachfließt).
Und dann lässt Du sie machen…
Es besteht eine gute Wahrscheinlichkeit, daß sie die Kohle auch ver-sms-t und jetzt heißt es hart sein. Sie hat die Kohle verprasst und deshalb keine Klamotten auf dem A****? Tja, dann wird sie wohl den Badeanzug vom letzten Jahr, etwas zu klein, etwas zu eng, inzwischen toootaaal uncool, tragen müssen, oder die Jacke, in der aber schon ein Loch ist, oder die Schuhe, mit denen sie sich doch nicht mehr bei ihren Freunden sehen lassen kann…
Wichtig ist es, wirklich knallhart zu sein, ihr nix zu leihen und auch keine Kohle nachzuschieben; es schadet ihr nicht wirklich, ein paar Wochen in Fetzen rumzulaufen…
So kann sie lernen, daß Geld eine endliche Ressource ist und es nicht irgendwie unendlich vom elterlichen Himmel herabregnet.

Gruß und viel Glück mit Deiner Kröte
Sibylle

Vielen Dank für diesen wundervollen Beitrag.

Katrin

Hallo Katrin,

ich muss sagen, dass ich einige Antworten hier richtig
erschreckend finde. Und zwar die, in denen es nur um das Thema
„es ist ihr Geld, damit kann sie machen was sie will“ geht.
Denn diese Antworten lassen vollkommen außen vor, dass Eltern
auch einen Erziehungsauftrag haben und nicht einfach nur die
Zahlmeister ihrer Kinder sind. Es mag modern und bequem sein,
sich auf die materielle Grundversorgung zurückzuziehen und so
böse autoritäre Dinge wie Erziehung zu vermeiden, bzw. dem
Leben, den Freunden und der Schule zu überlassen, aber wenn
man seinen Kindern nichts von seinen eigenen Werten mitgeben
will, frage ich mich, wofür man überhaupt welche in die Welt
setzt (oder sind das alle nur Unfälle von Leuten, denen ihre
Eltern auch nichts über so praktische Dinge wie Verhütung
beigebracht haben?).

Wenn Du Dir Gedanken machst, wofür Töchterchen ihr Geld
ausgibt, dann ist dies für mich die normalste Sache der Welt,
denn Du solltest sie schließlich darauf vorbereiten, später
einmal selbständig vom eigenen Geld leben zu können. Soll
jetzt nicht heißen, dass man sich in jedes Detail kindlicher
und jugendlicher Finanzplanung einmischen sollte, aber wenn so
einseitig für etwas vollkommen unnützes so schnell sämtliches
verfügbares Geld verpulvert wird, dann ist dies für mich bei
einer 14jährigen schon eine Sache, bei der ich mich einmischen
würde, genau so, wie wenn Sohnemann vom Taschengeld Pornos
kaufen würde, …

Was Du machen kannst und willst steht dann noch auf einem
anderen Blatt. Wegnahme des Handys für eine gewisse (länger
werdende) Zeit bei Verstoß gegen Regeln eines
verantwortungsvollen Umgangs mit dem Teil fände ich OK,
schließlich kann man auch ohne leben und unsere Eltern mussten
auch damit klarkommen, uns nicht immer an der gefunkten Leine
zu haben. ALternativ kannst Du ja das Handy abgehend sperren
oder die Babyruf-Funktion aktivieren, wenn das Gerät dies
unterstützt. Dann kann eben nicht mehr abgehend telefoniert
werden oder es ist eben nur noch Deine Nummer erreichbar.
Sinnvoller fände ich aber eine Aufteilung des Taschengeldes
auf Wochenraten oder eine (zumindest teilweise)
Zwangsverwaltung durch Dich, d.h. Du bezahlst Dinge direkt vom
Taschengeld, die sie haben möchte (und zwar alle, mit Ausnahme
eines vorher festgelegten Betrages fürs Handy). Zusätzlich
würde ich dann auch den Aspekt des eigenen Hinzuverdienens
anschneiden und deutlich machen, wo und wie man an
zusätzliches Geld zu eigenen Verwendung kommen kann. Ich weiß,
dass gibt Stress und Heulerei, aber bei pubertierenden
Jugendlichen müssen da wohl alle Eltern mehr oder weniger
durch.

Gruß vom Wiz

Hallo Katrin,

Ich möchte mich noch einmal äußern, und zwar zum verschiedentlich geäußerten Vorwurf, der Weg, Deine Tochter selbst über die Verwendung ihres Geldes entscheiden zu lassen, sei etwas für Faule und Bequeme:

Wenn man die Kinder beim Umgang mit ihrem Taschengeld gewähren läßt, hat das nichts mit Laisser-faire im Sinne von „Es ist mir egal, was du machst - Hauptsache, ich habe meine Ruhe“ zu tun; der Vorwurf der Bequemlichkeit ist fehl am Platze. Vielmehr handelt es sich um ein bewußtes Heraushalten mit einer bestimmten Absicht - nämlich der, daß der Nachwuchs die Konsequenzen des sorglosen Umgangs mit Geld am eigenen Leibe zu spüren bekommt. Eine bessere Wirkung kann doch wohl keine elterliche Maßnahme erzielen. Bequem für die Eltern wäre übrigens das genaue Gegenteil. Sie könnten sich eine Menge Gedanken, Aufregung und Ärger ersparen, wenn sie der Tochter die vielen SMS einfach beliebig bezahlen würden. Und DAS wäre dann faul und verantwortungslos. Es kann im übrigen ja auch nicht die Rede davon sein, daß das Heraushalten kommentarlos geschehen soll. Wenn allerdings der Worte genug gewechselt sind, müssen Taten folgen. In diesem Falle bestünde aber nach meiner Auffassung das Tun sinnvollerweise im Unterlassen.

Der einzige Einwand, der hier greift, ist m.E. der Hinweis, daß ein Lerneffekt im geschilderten Fall wohl bisher trotz eingetretener Folgen (Geld verbraucht - keine SMS mehr möglich) offenbar nicht stattgefunden hat. Ich denke aber auch, das liegt daran, daß das Mädchen nicht konsequent genug damit konfrontiert wurde. Wenn es immer noch andere Möglichkeiten gibt (Internet, Zusatz-Geldquelle), kann der Lerneffekt wohl kaum eintreten. Im übrigen wäre der Beweis, daß das Wegnehmen des Handys die gewünschte Wirkung hat, auch erst zu erbringen. Auch hier hatte ich allerdings den Eindruck, daß das schon einmal probiert und dann doch wieder gelassen wurde.

Ich wünsche dir viel Glück und die richtige Entscheidung…

Aia

was nutzt es?
Hallo,

Die Antwort meiner Tochter auf meine neuerliche „Idee“ das
Handy mal wieder weg zu nehmen:
„Is ja wie im Kindergarten“
Da ich außerordentlich ängstlich bin, wenn sie mal nicht
pünktlich ist (habe sie weitesgehend zu oberster Pünktlichkeit
erzogen) kommt das eigentlich nicht so richtig in Frage.

nur was nutzt Dir das, wenn da sowieso kein guthaben mehr drauf ist???

Queedin

Hallo…

aber Du investierst nicht 100% der Dir zur Verfügung stehenden
Mittel in Süßkram, oder? Du hast irgendwann gelernt, daß man
nur Geld verballern kann, was wirkich übrig ist (ob Süßkram
unter „verballern“ fällt, wird sicherlich verschieden gesehen
:wink: ). Du hast gelernt, daß es besser ist, Geld für die
wichtigen Dinge auszugeben bevor es dem Unfug anheim fällt, um
nicht am Ende des Geldes noch viel zu viel Monat übrig zu
haben.

Hast Du das dadurch gelernt, daß man Dir Geld in die Hand
drückte und sagte: „Mach damit doch was Du willst. Und: Wohnen
und Essen kannst Du hier natürlich weiterhin umsonst.“

Aber genau das machen wir doch, nämlich das was wir damit wollen.
Es IST immer unser Spaßgeld, denn wir entscheiden doch, ob wir es für uns alleine behalten mögen, mit Familie oder Partnern teilen, etc.
Wir entscheiden uns, wie wir wohnen mögen, womit wir fahren, welche Hobbys wir uns damit leisten, ob wir uns einen Urlaub gönnen, etc.
Es ist allein unsere Entscheidung, wie wir unsere Mittel verwenden!
Ich habe als Kind nicht eine Mark ausgegeben, ich habe gespart, weil ich unbedingt ein Pferd wollte. Meine Eltern haben meinen Wunsch nie ernst genommen.
Am Tage X war ich entschlossen mich nun umzusehen.
Aus der Sicht meiner Eltern war es die absolute Geldverschwendung. Sie haben nicht verstanden, warum man sein Geld so zum Fenster hinauswerfen mag.
Ich hab mich aber durchgesetzt und für mich war diese Zeit mit dem geliebten Tier eine wundervolle!
So wird sie sich vielleicht einmal an ihre SMS Zeit erinnern und sie auch als schön betrachten.
Klar, sollte es Grenzen geben. Aber mal ehrlich: was sind heute noch 15,-€? Damit kann sie sich weiß Gott sicherlich nicht genug Klamotten kaufen, wie sie benötigt.
Die Frage ist doch, zu welchen Konditionen hat sie dieses Geld bekommen. Nur just for fun? In diesem Fall sollte man dann auch zu der Vereinbarung stehen und sie machen lassen.
War es unter der Vorraussetzung gegeben, daß es für dies und jenes ist, dann eben auch klar dran halten und für diese Zwecke kein weiteres Geld zuschießen.
Ich finde es nur daneben, daß so viele hier bewerten, daß SMS unnötig sind. Wenn es für sie keinen Wert hätte, dann würde sie nicht ihr gesamtes Geld dafür verwenden. Ich glaube, jeder einzelne hier hat einen kleinen „Tick“, der „unnötiges“ Geld kostet. Was für den einen Blödsinn ist, macht einem anderen viel Freude.
Und ist es nicht der Sinn von Geschenken, dem Anderen eine Freude zu machen???

Liebe Grüße

lunatics-wife
( die sich immer freut, wenn sie von Ihrer Tochter eine liebe SMS aus der Pause geschickt bekommt:smile: )

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erklaer mir mal bitte jemand …
den Unterschied?
Warum regt man sich hier auf,dass das Maedchen 15 Euro an einem Tag versimst, und die meisten faenden es scheinbar okay, wenn sie die gleiche Menge Geld ueber einen Monat hinweg versimsen wuerde?
Mein Sohn gibt sein Taschengeld regelmaessig am ersten Tag fuer Suessigkeiten und Cooldrinks aus (die er zuhause umsonst haben koennte). Ich rede natuerlich mit ihm gelegentlich darueber, dass das ja ein bisschen irrsinnig sei. Er hat mir (fuer seine 10 Jahre) ziemlich stichhaltig erklaert, dass es ihm um das Selbst-kaufen im Laden und das gemeinsame Kaufen mit seinen Freunden geht. Und wie gesagt: sie lernt doch, dass das Geld dann nach einem Tag futsch ist. Wer sagt denn, dass der Lerneffekt bereits nach 2 Monaten eintreten muss.

Tschuess, Elke

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Huhu!

Das frage ich ja auch schon die ganze Zeit :wink:
Das Beispiel deines Sohnes macht es ja deutlich, er will das gar nicht anders.

Bye, Vanessa

Uuuupsi
Hallo Katrin
also wenn das schon seit 2 Jahren so geht, dann hört sich das nach Suchtähnlichem Verhalten an.

Wenn ich das richtig überblicke, dann kommst du sozusagen für alle Notwendigkeiten auf, das Taschengeld ist für den „privaten Luxus“ deiner Tochter. Du kannst natürlich nicht verhindern, dass sie ihr Taschengeld weiter in Telefonkarten umsetzt… wie willst du es ihr verbieten.

  1. keine Taschengelderhöhung bis auf weiteres. UND ihr das auch sagen (mit Begründung: solange du alle deine Kohle für SMS rauswirfst, brauchst Du ja nicht mehr) In dieser Frage absolut hart bleiben.

  2. Die von dir bezahlten Goodies streichen (Kinogehen Konzertkarten, wasauchimmer). (Begründung: dafür ist dein Taschengeld da, solange du das für SMS rauswirfst…)

  3. Penetrant, aber ganz ruhig und sachlich fragen, was ihr das bringt, an einem tag für 15 Euro SMS rauszuhauen und dann einen Monat lang gar keine mehr…

(Antwort: Mama, das verstehst Du eh nicht,---- unterschätze deine Mama nicht… usw usw —

Die Betonung liegt hier auf penetrant…
Zweck der Übung ist, sie mal zum Nachdenken zu bewegen.
Sprich: Druck ausüben und hoffen dass sie sich irgendwann mal von dem sms-en genug bekommt.

Noch eine Möglichkeit: Wenn deine Tochter länger aus ist, dann soll sie dich anrufen… WENN SIE NACH HAUSE AUFBRICHT…
Also nicht im Notfall, sondern als Standardanruf.
Ansonsten is halt nich. Und wenn Handykarte leer… keine Hände, keine Kekse… (BOA ist das gemein)

Gruß
und alles Gute
Mike

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Hallo Katrin,

ich fürchte du bist voll im Machtkrampf mit deinem Pubi-Girly.

Das gemeine an den Pubis ist, dass sie die liebe Mama so gut kennen und genau wissen wo es „wehtut“. Auch entwickeln sie ein Gespür für kleine Unehrlichkeiten der Eltern.
Dir ist es eben nicht egal, was deine Tochter mit ihrem Taschengeld macht dadurch bist du angreifbar.

Du hast ein ausgesprochen fleißiges Töchterchen, mit Durchhaltevermögen und Ehrgeiz…denn es ist Schwerarbeit ca.
70 SMS in 24h zu schaffen. :wink:)

Deine Mistbiene weiss genau dass sie 30 Tage ohne SMS auskommen kann, das hat sie schon erprobt, also muß es ihr sehr sehr wichtig sein sich in eurem Machtkampf gegen dich durchzusetzen.
Auch auf die Gefahr wenn sie den Notgroschen mitverjuxt, dass sie dann nicht wegkann.
Jetzt überlegst du, ihr das Handy wegzunehmen…ihr Ausgehverbot zu verpassen…du weigerst dich SMS über den PC zu senden, das sind alles sehr sichere Mittel dir ein böses Image
zuzuschanzen und dir ein hilfloses schlechtes Gewissen anzutun.
Das ist Balsam für die Pubiseele, da kann sie dann so richtig leidend mitreden in ihrer Altersgruppe wie verkorkst die Alten sind.

Mit der Wertkarte hast du deine Hilfestellung und deinen Erziehungsauftrag erfüllt, weil keine Gefahr besteht dass sie sich verschulden kann. Du schreibst auch dass deine Tochter mit dem Festnetz keine Probleme macht, also wenn du jetzt deine Macht zurücknimmst und das TG sobald du es auszahlst nicht mehr als „dein schönes Geld“ betrachtest, sondern froh bist dass deine Tochter nicht gröberen Mist baut (raucht,säuft etc.) wird das Machtspiel schnell beendet sein und das smsen-müssen verliert seinen Reiz.

Dafür kommt dann was anderes, es gibt ungeahnte Möglichkeiten - meine Tochter ist da auch recht findig.

Zum SMS, also ich habe eine Monatspauschale fürs I-Net und es gibt einige SMS-Gratisanbieter, ich zahle bei sms.at € 24,-- im Jahr das ist es mir wert. Für mein Geld bekomme ich zusätzlich unterhaltsames Kabarett von meiner Tochter geliefert, über die Sorgen und Nöte der Teenies. Du darfst natürlich nicht schmunzeln wenn du von dem Drama der einen Freundin- die mit dem Schwarm der anderen Freundin, der Schwarm ist der Boy der den süßen Freund hat…und der hat gestern dann mit meiner Tochter geflirtet und jetzt ist der ganze Bienenschwarm in hellster Aufregung! :wink:)
Teenie sein ist einfach eine schöne Zeit und SMS ist ein wichtiges Kommunikationsmittel um IN zu sein und zu bleiben.
Handyguthabenmangel ist ein Dauerzustand bei den Freunden meiner Tochter, wenn dann einer mal wieder eines hat gehört es zur Kameradschaft dazu, die „dringensten“ SMS für die Freundin zu senden.
Das mit dem Notfalleuro ist auch so eine Sache, es hilft der letzte Euro nix wenn der Aku vom Handy blöderweise ganz plötzlich den Geist aufgibt, dann passieren noch so schlimme Sachen dass man das Handy zu Hause vergisst (nur in guthabenlosen Zeiten) und wenn das Schicksal es will, dann vergisst man es auch bei einer Freundin.
Ich habe das Fluchen und Keppeln aufgegeben, habe eingesehen dass wenn die oben geschriebenen Sachen nicht zutreffen, dass man ein Handyläuten auch überhören kann…und es täte mich wundern wenn meine Mistbiene sich wegen eines Streits mitten im Wald aussetzen läßt.

So jetzt muß ich den Platz am PC räumen, bei Tanja sind 6 SMS am Handy die auf Antwort harren…(heute gehts um eine Freundin die einen Freund am Abend mitnehmen will, obwohl es da eine Freundin gibt die den Typen nicht leiden kann…weil der Bursche mal mit einer Freundin von der Freundin gegangen ist und auch mal eine blöde Meldung über einen Süßen einer anderen Freundin gemacht hat)
:wink:)

Liebe Grüße von
Kerbi

Hi Elke,

Es sind keine 2 Monate, es sind nun schon 2 Jahre.
Und wenn du fragst, was es für einen Unterschied macht, am einem Tag 15 Euro wegzuwerfen, oder es über einen Monat zu verteilen, dann kann ich dir das auch nicht erklären. Für mich ist es einfach ausgemachter Schwachsinn. Wenn man sogar einen eigenen Festnetzanschluss hat, und somit seine Freunde auch so erreichen kann, verstehe ich es gleich garnicht, dass so eine PrepaidKarte nicht länger als 24 h hält.
Aber wenn es dich nicht stört, dass dein Sohn, sein Taschengeld so schnell ausgibt, weil du seine Erklärung akzetierst, ist das ja ok.
Und ich finde die Tatsache an sich, für Dinge Geld auszugeben, die man zu Hause so bekommen kann, ein bisschen lustig, aber die Erklärung deines Sohnes auch nicht so abwegig. Handelt sich ja irgendwie um ein zurechtfinden innerhalb anderer Leute (seiner Freunde).
Nur der Unterschied ist, du hast damit keine Probleme, weil du auch keine Erwartung/ Hoffnung daran knüpfst.
Die Fragerin erhofft sich aber etwas und hat ein schlechtes Gefühl, was das Geld angeht.

Teufelchen

Hallo Teufelchen,

Und ich finde die Tatsache an sich, für Dinge Geld auszugeben,
die man zu Hause so bekommen kann, ein bisschen lustig, aber
die Erklärung deines Sohnes auch nicht so abwegig. Handelt
sich ja irgendwie um ein zurechtfinden innerhalb anderer Leute
(seiner Freunde).

Das Beispiel mit meinem Sohn finde ich sogar sehr passend. Es geht ihm nicht um die gekauften Sachen, es gibt ihm um den sozialen Kontakt - und das scheint ja auch der Grund fuer die Simserei zu sein.
Fuer mich ist beides genauso unsinnig, aber fuer die Kinder macht es Sinn. Sie verstehen ja auch nicht, warum ich mir von meinem privaten Geld Parfuem kaufe („Das stinkt doch bloss!“ Originalzitat) oder schon wieder ein paar Schuhe (wo du nicht mal rauswaechst!!).
Das Taschengeld ist am Ende vom Monat weg - ob es versimst wurde oder fuer Zeitungen oder Drinks ausgegeben wurde, das Resultat bleibt das gleiche. Ob es an einem Tag verschwindet oder in 27 Tagen, das Resultat bleibt das gleiche.

Was erhofft sich die Fragerin? Das ihre Tochter lernt, verantwortungsvoll mti Geld umzugehen. Fein. Das erreicht sie aber nicht, indem sie das Thema immer wieder anschneidet (hat sie ja probiert).
Von meinem beiden Jungs weiss ich, dass sie Freiraeume brauchen, in denen sie selbst bestimmen koennen. Wenn ICH damit Probleme habe, dann helfen keine Verbote etc. Was bei uns noch jedesmal geholfen hat, sind Gespraeche, in denen wir unsere Probleme mit dem jeweiligen Verhalten darlegten, die Kinder ihre Position darstellten und dann ZUSAMMEN eine Loesung gesucht wurde.
Am konkreten Beispiel: Vor zwei Jahren war bei uns das Thema TV-Konsum angesagt. Es wurde zuviel geguckt. Alle moeglichen Vorschlaege von uns (mit der Fernsehzeitschrift planen, nur eine bestimmte Zeit, nur eine bestimmte Anzahl von Sendungen am Tag, etc.) brachten Stress, STreitereien und mussten permanent von uns kontrolliert werden (mit „Abmahnen“, Strafen etc.). Dann kam der Vorschlag von unserem juengsten: ein Tag ohne Fernsehen, ein Tag gucken, soviel man will. Am Sonntag ist fernsehen erlaubt, so fern keine Hausaufgaben anstehen. Ich war sehr skeptisch: und siehe da, es klappte wunderbar. Wenn ueberhaupt ,war nur ein kleiner Hinweis auf den Wochentag faellig, und der Fernseher wurde abgestellt. Dies hat mir gelehrt: Regeln werden eingehalten, wenn sie verstanden werden (das beruehmte Beispiel vom -in-den-Verkehr-rennen) oder wenn diejenigen, die die Regeln einhalten sollen, sie selbst mitbestimmt haben. Nachdem wir das einmal so konkret erlebt haben, haben wir das immer wieder bei groesseren Entscheidungen angewandt (nicht, dass wir bei jedem Futzelchen sowas machen). Und ich kann die Methode absolut empfehlen.
Das ist kein Verzicht auf Erziehung, sondern m.E. die einzige dier wirklich, was bringt, weil sie nicht auf Zwang und auf „Ich weiss das aber besser als du beruht“.

Tschuess, Elke

PS: Die TV Regel hat ungefaehr ein Jahr gehalten. Dann ist sie eingeschlafen. Niemand hat es bemerkt, wie sie verschwunden ist. Uebermaessiger TV-Konsum ist seither absolut kein Thema mehr bei uns. Sie scheinen was gelernt zu haben…

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Hi Kerbi,

vermutlich gut getroffen! Ich finde Deinen Beitrag sehr einleuchtend und kann nur bestätigen, daß jede®, der/die sich auf einen solchen Machtkampf einläßt, von vornherein verloren hat (sowas findet bei uns auch statt, aber nicht an der Händi-Front, sondern woanders, und interessanterweise auch mit der Tochter, mit dem Sohn im Grunde überhaupt nicht).

Mich würde jetzt mal Katrins Reaktion hierauf interessieren. Ob sie das auch so sieht?

Gespannte Grüße
Aia

Biologisches Vor~/Ebenbild
Hi Aia,

zum Thema Machtkampf Eltern - Kinder:

…und interessanterweise auch mit der Tochter, mit dem Sohn im Grunde überhaupt nicht).

Spielt sich die Auseinandersetzung, so es denn eine gibt, nicht meistens zwischen gleichen Geschlechtern ab, will sagen, in der Konstellation Mutter/Tochter bzw. Vater/Sohn?

Viele Grüße
Diana (deren Vater den Reibereien zwischen seiner Frau und seinen Töchtern immer erstaunt zusah)

Moin Kerbi,

da scheinen wir ja tatsächlich mal fast einer Meinung zu sein *g*.

Fast, weil ich gar nicht mal denke, dass die Kleine das absichtlich macht um Mama zu ärgern. Vermutlich findet sie den Aufstand, den Mama deswegen macht sogar hochgradig merkwürig (Worüber die Alten sich doch immer so aufregen).

Ich wunder mich auch immer wieder, was andere Leute für eine „vernünftige“ Jugend hatten oder unter „Erziehung“ verstehen. Verbote wirken bekanntlich nur, wenn sie Sinn machen. Jetzt möge doch mal irgendwer einem Teenager erklären, warum sie ihr Fun-Geld nicht für Sachen ausgeben soll, die ihr Spass machen. Schließlich geben wir Erwachsenen unser „Fun-Geld“ ja auch für dererlei Dinge aus. Man könnte diesbeszüglich ja mal eine Umfrage machen und ich wette, 90% der anderen finden es völlig unmöglich und/oder unvernünftig, wofür jemand sein Geld ausgibt.

Würde sie von dem Geld einen Abend ins Kino gehen mit Popcorn, Cola etc. wären 15? auch innerhalb von 24 Stunden weg. Es ist ja nun wirklich nicht so, als könne man von 15? wunders was für großartige Investitionen fürs Leben tätigen *g*.

Gruss
Marion

Hallo,

Würde sie von dem Geld einen Abend ins Kino gehen mit Popcorn,
Cola etc. wären 15? auch innerhalb von 24 Stunden weg.

Lassen wir es mal bei 10 Euro für das genannte Beispiel, denn WIR leben im „Osten“ Deutschlands, da ist es an einigen Stellen noch etwas billiger. 15 Euro für Kino, ne Cola und ein Popcorn liegt für (nicht nur) mich nicht im normalen Bereich.

Es ist ja nun wirklich nicht so, als könne man von 15?
wunders was für großartige Investitionen fürs Leben tätigen.

Das ist für mich absolut kein Argument.
So kann man höchsten denken, wenn man keine Beziehung zu Geld hat. Wo fängt es an und wo hört es auf? Denk mal darüber nach.

Katrin, die niemanden persönlich „angreifen“ möchte.

Was ich noch anmerken wollte:
Hast du in einer meiner Antworten mal gelesen, dass sie nach Weihnachten ohne Probleme in 1,5 Wochen 80 Euro auf den Kopf gestellt hat? Nur mit SMS ? Wie gesagt … wo fängt es an und wo hört es auf.

Katrin