So Harald, dann leg mal los

Hallo.

Nun ja, da das AT einige der Grundpfeiler der jüdischen
Religion wiedergibt und Abraham oft als „Stammvater“ und somit
als „Idol“ (immerhin hatte er direkten Kontakt zu Gott)
angesehen wird, ist es wohl nicht ganz richtig diese Quelle
als völlig nichtssagend abzuwerten.

Das Problem bei dieser Heransgehensweise ist, dass man hierbei eben nicht im Judentum landet. So existiert bei uns als grosser Unterschied neben der schriftlichen auch eine mündliche Lehre und zahlreiche Kommentare usw. Erst dieses zusammen ergibt das, was hier als Quelle zu verwenden wäre, vor allem wenn es um das Handeln von Juden gehen soll.

Da sehe ich ein gewisses Problem, ich will lediglich zeigen,
dass der Rassismus im AT gestützt und gefördert wird (was
meines Erachtens schlimm genug sein sollte).

Du wirst so nur zeigen, dass du das AT so interpretierst. Was deine Interpretation nun aber mit einem Juden zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht. Oder anders ausgedrückt, nur weil uns immer ein G’tt der Rache vorgehalten wird, werden wir noch lange nicht rachsüchtig.

Nein. Der Ausschluß von Personen anderer Ethnien ohne Ansehens
der Person ist immer Rassismus.

Aha, na dann viel Spass das allen Verheirateten zu erklären, dass sie alle Rassisten sind.

sondern er schließt jegliche andere Ethnien automatisch aus.

Von welchen Ethnien redest Du hier? Wohlgemerkt zu diesem Zeitpunkt gab es nicht einen Juden auf der Welt.

Das ist Rassismus. Hier die Definition von Rassismus
(leider auf englisch):
Discrimination or prejudice based on race.

Ja und wo ist nun die Diskreminierung? Nur weil jemand Itzchak nicht heiraten kann?

Qaulifizierung durch Vergleich => unzulässig. Eine
Qualifizierung durch vergleich kann immer nur zeigen ob etwas
eine Qualität in höherem oder geringerem Maße besitzt, nicht
ob eine Qualität überhaupt vorhanden ist (siehe außerdem
meinen anderen Beitrag).

Leider völlig an meinem Beitrag vorbei. Ich wollte hier nichts qualifizieren, sondern aufzeigen, warum dieses Thema überhaupt im Tanach vorkommt.

Nicht nach meinen Quellen. Dort ist es nur möglich
„freizukommen“, wenn man selbst Jude war:
Emancipation of Slaves: Slaves in ancient Israel were
automatically emancipated after 6 years of slavery, but only
if they were Jewish. However, if the slave owner „gave“ the
slave a wife, the owner could keep the wife and any children
as his property. Passages in Exodus state that female slaves
who were sold into slavery by their fathers would be slaves
forever.
[Quelle: http://www.religioustolerance.org/sla_bibl1.htm]

Das ist so leider völlig falsch. Leider weiss ich jetzt auf Anhieb keine Quelle im Netz welche dieses korrekt darstellt und auch zu faul, dass jetzt alles zusammen zusuchen.

Solange Sie Juden sind, wie gesagt.

Nein.

Ui, dass klappt im Moment aber gut da unten (Israel).

Was hat das nun mit Israel zu tun? Wir reden hier über den Tanach und Halachot und nicht über weltliche Staaten oder?

Die meisten Quellen, die ich hierzu recherchiert habe,
sprechen sich eindeutig dafür aus, dass dies aber nicht so
praktiziert wurde.

Wow, du hast Quellen welche historisch wiedergeben, wie das praktiziert wurde?

Wenn Du andere Quellen hast, die das
Gegenteil belegen, nur her damit, ich räume ein, dass die
Quelle beide Auslegungen hergibt (was steht dem im Original,
lässt das auch beide Auslegungen zu?).

Ich verweise hier einfach einmal auf jeden Kommentar zur Torah. Alles weitere müsste ich auch raussuchen.

Wenn die Aussage „wir haben jeden Mann, jede Frau, jedes Kind
umgebracht“ nicht im Hebräischen noch eine mögliche
Zweitinterpretation zulässt (was ich nicht glaube), dann ist
die Aussage wohl eindeutig und benötigt keiner Interpretation.

Wenn ich mich richtig erinnere, sind im Text einige Randbedinungen genannt.

Was die Überlebenden betrifft: Gottseidank ist der Plan eines
kompletten Genozids leichter ausgesprochen, als verwirklicht.

Nur, dass es auch niemand versucht hat, wie du leicht bei Jehoschua (u.a. Könige I) nachlesen kannst.

Wie gesagt: Aus dem selben Grund, aus dem wir beide uns jetzt
hier unterhalten können, obwohl wir beide(!), gar nicht
geboren worden sein könnten, wenn es nach den Plänen von
gewissen Leuten hier in Deutschland gegangen wäre.

Nur, dass diese Leute es versucht haben. Das aber ausgerechnet schon die Generation nach Mosche davon nichts mehr wissen will, lässt doch viel mehr schliessen, dass deine Vorstellungen schon nicht bei Mosche postuliert wurden.

Einwanderer, die sich nach den Kriegen dort niedergelassen
haben?

Warum hier das unwahrscheinlichere annehmen? Davon abgesehen, dass dieses vieles immer noch nicht erklären würde.

Du schließt hier aber bei zwei widersprüchlichen Textstellen
auf die humanere. Eine muss nicht ganz richtig sein, wer aber
sagt Dir welche es ist?

Nein, sondern ich versuche beide Stellen so zu verstehen, dass es eben kein Widerspruch gibt. Daraus folgt dann, dass es eben kein Genoizid stattgefunden hat, wie auch andere Stellen im Tanach belegen (s. Könige).

Zumindest kein Interesse daran einfach alles ohne Belege für
bare Münze zu nehmen. Das ist übrigens vollkommener Usus im
Internet und nicht etwa antisemitisch.

Was ist denn an Ghettoisierung so schlimm?

Da fehlen mir glatt die Worte. :frowning:
Im Ernst, dass kann ich jetzt nicht auch noch erklären.
Vielleicht fragst Du mal im Soziologiebrett nach, warum
Ghettoisierung durchaus als negativ betrachtet wird (kleiner
Tipp: Denk mal über folgende drei Worte nach, vielleicht
bringt’s ja was: Rassismus/Ghettoisierung/Teufelskreis).

Kann es sein, dass wir hier verschiedene Begriffe bezüglich eines Ghettos haben? Oder anders gefragt, warum soll ich dauernd hier alles negativ sehen?

Du meinst wie hier z.B.:
Exodus 21:20-21
21:20 Wer seinen Knecht oder seine Magd schlägt mit einem
Stabe, daß sie sterben unter seinen Händen, der soll darum
gestraft werden.
21:21 Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll
er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld.

Ja, genau.

Die Stellen habe ich im Ursprungsposting alle zitiert, bitte
lies da noch mal nach (Deuteronomium 2:34-35, 3:6-7).

Ich lese diese halt nich so, deswegen die Nachfrage. Es ginge hier um einen schlüssigen Beweis. Bislang sehe ich nur, dass da ein paar Texte stehen, aber eben noch keine Beweisführung.

In der „Mischne Tojre“ sind diese Dinge ziehmlich ausführlich behandelt und zusammengefasst. Sollte es also Fragen hierzu geben, dann kann man dort nachlesen.

Aha, die Juden rotten also weltweit andere Völker aus und
dieses schon seit mehr als 3.000 Jahren?

Habe ich gar nicht gesagt. Ich sagte: „das AT [wird] nach wie
vor als „Wort Gottes“ verstanden und gepredigt.“
Ist das wahr oder nicht?

Was soll war sein? Ich bestreite ja schon, dass wir über das selbe Wort reden :wink:

Wie gesagt ist es keine Auslegung. Es sind Fakten.

Ich wiederhole noch einmal, dass hier Fakt sein soll, dass von den Juden Sklavenhaltung gefordert ist, vor allem von Nichtjuden. Das ist für dich ein Faktum, richtig?

Im übrigen
beurteilt man einen Verbrecher auch nicht danach wieviele
Verbrechen er nicht begangen hat, sondern welche er begangen
hat.

Ja, welche Verbrechen auf einmal?

Ergo muss ich auch einen gläubgen Juden, der an der
Rechtmäßigkeit dieser Schriften festhält, danach beurteilen,
welche negativen Dinge darin geschildert werden, nicht nach
den positiven.

Und ich dachte man würde ihn aufgrund seiner Taten beurteilen?!

Können wir uns über folgende Fakten einigen (falls nicht, ist
eh’ jede Diskussion sinnlos)?

  1. Ein Sklave hat weniger Rechte als ein normaler Mensch, ein
    Sklave ist nicht nur in seinen Freizügigkeitsrechten, sondern
    in elementaren Grundrechten beschränkt, sein Leben ist somit
    (für die Halter) geringer zu achten, als das eines normalen
    Menschen.

Nein, aber das liegt vielleicht auch darin begründet, dass hier zwei unterschiedliche Begriffe gleichgesetzt werden. Ich weiss nicht wo der heutige Begriff „Sklave“ seinen genauen Ursprung hat, aber er ist nicht deckungsgleich zu dem im Tanach. Überhaupt nicht.

  1. und 3.

Ja.

=> Ein Volk, dass Sklaven hält, achtet deren Leben geringer
als sein eigenes (Menschen vs. „geringere“ Menschen, aka
„Untermenschen“), es erfolgt also eine Diskriminierung der
Sklaven, eine ethnische Diskriminierung nennt man Rassismus.
Noch stringenter kann ich die Argumentationskette leider nicht
fassen (vielleicht weist Du mir erst einen logischen Fehler
darin nach?).

Der logische Fehler ist, dass du einen modernen Begriff eines Sklaven (siehe dein Verweis auf Amerika) mit dem aus dem Tanach gleichsetzt.

Scholem
Eli

Hallo.

So wie hier (Leviticus 25:44)?
und auch von den Kindern der Gäste, die Fremdlinge unter euch
sind, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Land
zeugen; dieselben mögt ihr zu eigen haben

Äh, reden wir hier wirklich von der gleichen Quelle?

Habe leider hier keine deutsche Version vom Tanach, aber Englisch geht ja vielleicht auch:

„25:43 Do not dominate [such a slave] to break his spirit, since you must fear your God.“

Womit wir bei meiner Behauptung wären, dass Sklaven eben nicht so wie du es behauptest gedrückt werden dürfen.

„25:44 You can [also] have [other] male or female slaves. These are the male and female slaves that you buy from the nations around you.“

Was also (auch meine Behauptung) bedeutet, dass diese vorher schon Sklaven waren und nur diese überhaupt als Sklaven erworben werden dürfen.

Wo finde ich nun obige Übersetzung von dir?

Aber vielleicht meinst Du auch 25:45?

„You can also buy [such slaves] from the resident aliens who live among you, and from their families that are born in your land.
[All these] shall become hereditary property.“

Ich sehe hier also nur, dass wir Sklaven erwerben dürfen mit der ganzen Bedeutung welche become hereditary property hat.

Scholem,
Eli

1 „Gefällt mir“

Hallo Wolkenstein!

Wenn ich fremdes Land - mal angenommen, genug Land sei da -
besiedl und mich mit den ursprünglichen Einwohnern auf ein
friedliches Zusammenleben zum beiderseitigen Vorteil einigen
kann, muss die Übereinstimmung unbedingt 100% betragen
?

nein, es muss keine 100%ige Übereinstimmung geben. Man kann sich auch in seiner Unterschiedlichkeit tolerieren. Das hat aber nichts mit Ehepartnern zu tun.

Wenn heute ein Perser in Ö lebt und ein persisches Mädchen einem österreichischem vorzieht, ist das Rassismus?

Abgesehen davon, dass es hier in einer wichtigen Frage keine Einheit
gibt, widersprechen sich Religionen oft so sehr, dass ein
friedliches Zusammenleben undenkbar ist.

Jajaja *schmunzel*, wenn der eine Ehepartner dem anderen
erklären will, wo Süden ist.

nicht nur!

Es wird sicher zum Problem werden, wenn eine Christin einen Moslem heiratet. Er verlangt von ihr, dass sie sich nach dem Koran verhält (und kleidet). Sie ist jedoch die Freiheit des Christentums gewöhnt und will daran festhalten.

Oder stell Dir vor ein Jude heiratet eine Katholikin. Glaubst Du nicht, dass es zu Differenzen kommt, wenn sie ein Marienbild ins Wohnzimmer stellt?

Wenn man seinen Glauben allerdings nicht wirklich wichtig nimmt, kann man über vieles hinwegsehen. Nur hat Abraham eben auf seinen Glauben großen Wert gelegt.

Gruss Harald

1 „Gefällt mir“

Hallo Anwar,

Das mag auf den ersten Blick rassistisch aussehen. Es ist aber
religionsbedingt.

Aber da gibt es doch gar keinen Unterschied.

also dem muss ich widersprechen. Religion hat nichts mit Rasse zu tun!

Die Kanaaniter glaubten an andere Götter als Abraham.
Es ist auch heute noch ein Problem, wenn die Ehepartner
verschiedenen Religionen nachfolgen. Abgesehen davon, dass es
hier in einer wichtigen Frage keine Einheit gibt,

Du befürwortest also Ghettoisierung (die sich automatisch als
Folge von intrareligiöser/intraethnischer Heiraten
herausbildet) und Trennung religiöser Gruppen? Willkommen im
Mittelalter!

Nun, ich könnte mir das Zusammenleben mit einem Partner, der nicht die gleiche religiöse Grundeinstellung hat, nicht vorstellen. Warum sollte das gleich zum Ghetto führen?
Ich meide ja nicht den täglichen Umgang mit Andersgläubigen. Und Abraham tat das auch nicht. Aber die Suche nach einer Braut ist doch etwas Persönlicheres.

widersprechen sich Religionen oft so sehr, dass ein
friedliches Zusammenleben undenkbar ist.

Ja, leider. Das ist ja das Problem mit Religionen.

Das ist eigentlich kein Problem sondern eine logische Folge des Glaubens. Es kann nur eine Wahrheit geben. Also kann ich nicht an alle Religionen gleichermassen glauben, ich muss mich für eine entscheiden. Und natürlich nehme ich jene, die mir als wahr erscheint.

Dass es sich bei Sklavenhaltung um Rassismus handelt, ist eine
Interpretation des 20. Jhdt.

Da die Sklavenhaltung aber von Gott befohlen wurde

Wo steht der Befehl zur Sklavenhaltung?

und die
Inhalte des AT auch heute noch Gültigkeit haben (denn sonst
hätte Gott ja seine Meinung geändert, eine sehr
unwahrscheinliche, um nicht zu sagen paradoxe Annahme, bei
einem omniscienten Wesen!), kann man diese Aussagen auch nach
heutigem Wissensstand beurteilen.

Die Inhalte der Gebote Gottes kann gar niemand beurteilen.
Man kann sie befolgen oder nicht.
Urteilen kann nur jemand, der etwas davon versteht. Und das kann wohl kein Mensch von sich behaupten.

Das besondere am Alten Testament ist aber, dass die
Versklavung der eigenen Staatsbürger untersagt wurde.

[…]

Somit ist das AT menschenfreundlicher als das Christentum.

Das ist eine verquere Logik. Während andere Kulturen
„wenigstens“ noch ihre eigenen Staatsbürger versklavt haben,
war dies den Juden verboten.

Das klingt ja so, als hätten die anderen Kulturen ausschliesslich eigene Leute versklavt. Warum waren dann Juden in Ägypten Sklaven?

Soweit so gut, dass ist noch
nicht schlimmm. Aber die Juden waren sogar dazu aufgerufen
andere, die es ihnen gleichtaten (und somit Juden versklavten)
umzubringen.

Wo steht denn das nun wieder?
Finde ich nicht im angegebenen Text.

Das AT misst also mit zweierlei Maß: Gute
Menschen (Juden), die nicht versklavt werden dürfen, und
schlechte Menschen (alle anderen), die versklavt werden
dürfen.

Das ist jetzt Deine Interpretation. Aber solange die vorangegangenen Behauptungen nicht eindeutig nachgewiesen sind ist diese Folgerung nicht schlüssig.

Der Text beweist das Gegenteil von dem, was Du aussagen
wolltest.

Das worauf ich hinaus wollte war etwas anderes:

21:29 Ist aber der Ochse zuvor stößig gewesen, und seinem
Herrn ist’s angesagt, und hat ihn nicht verwahrt, und er tötet
darüber einen Mann oder ein Weib, so soll man den Ochsen
steinigen, und sein Herr soll sterben.

vs.

21:32 Stößt er aber einen Knecht oder eine Magd, so soll er
ihrem Herrn dreißig Silberlinge geben, und den Ochsen soll man
steinigen.

Einmal ist’s ein Verbrechen, ein andernmal ein Vergehen,
welches durch Kompensation (an den Besitzer!) wiedergutgemacht
werden kann.

Du hast den Vers 30 ausgelassen, warum?
„21:30 Will man ihm aber ein Lösegeld auferlegen, so soll er geben, was man ihm auferlegt, um sein Leben auszulösen.

Der Halter des Ochsen hat beide Male die Möglichkeit, lebendig davonzukommen. Der Unterschied bei einem Sklaven ist bloß, dass der Halter die Arbeitskraft des Sklaven zusätzlich abgelten muss. Ist aber auch logisch, weil der Herr nun einen neuen Sklaven kaufen muss.

Während die Nachkommen der damaligen Hethiter, Agypter,
Assyrer, Griechen, Perser usw. inzwischen von Ihrem
Fehlglauben abgerückt sind (oder betet noch irgendjemand, mit
Ausnahme von ein paar versprengten Neopaganen, Baal, Asasel
oder sonstwen an?),

Also zumindest „sonstwen“, weil den Gott Israels beten sie immer noch nicht an.

wird das AT nach wie vor als „Wort Gottes“
verstanden und gepredigt.

Ja warum auch nicht?

Fakt ist doch: Wer
eine ethnische Unterscheidung nach „versklavbar“ und „nicht
versklavbar“ macht, der definiert automatisch die
„versklavbaren“ Völker als „Untervölker“; welche Argumentation
sollte es sonst für diese Unterscheidung geben?

Ich glaube, Du gehst hier von falschen Voraussetzungen aus.
Es geht doch gar nicht um „versklavbar“.
Versklavbar ist jeder, der nicht stark genug ist, sich dagegen zu wehren.

Abgesehen davon, gab es ja auch „freiwillige“ Sklaven.
„Exodus 21:5 Falls aber der Sklave sagt: Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht als Freier ausziehen!, 6 so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tür oder an den Türpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem Pfriem durchbohren; dann soll er ihm für ewig dienen.

Gruss Harald

Hallo Anwar,

Zunächst vorwg; die Bibel ist nicht politisch korrekt. Das ist so und das wird niemand bestreiten können.

Rassismus im Alten Testament

Abraham als Rassist:

Abraham und insbesondere seine Nachkommen die Israeliten waren als ein Heiliges Volk für Gott abgesondert. Sie durften sich nicht mit anderen Völker vermischen und deren Sitten und Gebräuche annehmen, um für Gott rein zu bleiben.

Sklavenhaltung im AT

Sklaven sind natürlich keine Menschen, denn Menschen dürfen
natürlich nicht getötet werden. Sklaven aber schon:

Sklaven durften genauso wenig getötet oder verstümmelt werden, wie freie Personen. Ich weiss nicht, wo du das heraus interpretierst?

Aber mit Sklaverei und Rassismus in der eigenen Familie ist es
nicht genug; Mord, Plünderungen und ethnische Säuberungen
werden von Gott befohlen und ausgeführt:

Stimmt, die Kanaaniter, und nur die Kanaaniter sollten aus dem Land vertrieben werden.

Nochmals, die Bibel ist nicht politisch korrekt. Wenn du die Israeliten nach heutigen Maßstäben als ein beliebiges Volk unter anderen Völker betrachtest, sind die genannten Gebote nicht akzeptabel.

Wenn du davon ausgehst, dass sie als ein heiliges Volk vvon den anderen Völker abgesondert waren und das Gott das Todesurteil über die Kanaaniter ausgesprochen hatte, werden die Gebote verständlich und akzeptabel.

Gruß
Carlos

na ja, Krieg ist immer eine häßliche Sache.
Aber das war gängige Praxis in der damaligen Zeit.
Da bildeten die Israeliten keine Ausnahme.

Hallo Harald,

das hast du aber hübsch gesagt mit dem „na ja, Krieg ist immer eine häßliche Sache.“.

Aber eine so „gängige Praxis“ Männer, Weiber und Kinder zu erschlagen, war es denn zur damaligen Zeit nun auch wieder nicht!
Es gab nicht wenige Völker und Eroberer, die es auch mit Assimilation probierten.
Oder sie erschlugen „nur“ die Männer und machten deren Frauen und Kinder zu ihren eigenen. Oder sie versklavten ihre Feinde „nur“.
Von den eroberten bzw. den Feinden und Andersgläubigen nichts mehr übrig zu lassen, war eher eine gängige Praxis von Christen und Juden!

Und noch eine Frage. Ich habe ein passage in der Bibel in Erinnerung, wo es die Männer irgendeines Stammes der Israeliten mit den Frauen irgendeines „heidnischen“ Stammes treiben. Daraufhin erschlug der jüdische Stamm jene Männer und die heidnischen Frauen.
Du als Bibelkenner kennst sicher diese Passage, kannst den text bennen und auch interpretieren.
Habe mich schon damals gefragt, wie dieser Text zu verstehen sei?

MfG
user

Ps:
Ach! Und bist du auch firm in anderen Religionen? Ich selbst ja nur sehr begrenzt.
Und mir fallen gerade partout keine heiligen Schriften anderer Religionen ein, in denen derart von einer Mischung mit anderen Rassen, Völkern, Andersgläubigen abgeraten wird, wie im alten Testament?
Ich meine, finden sich solche Texte zB auch im Buddismus?
Oder kannst du wenigstens noch 2 andere Weltreligionen benennen, in denen dergleichen zu finden ist?
Und ist in ihnen auch derart ausführlich, die „rechte“ Haltung von Sklaven benannt?

Pss:
Und leider noch ne Frage!
welche Gültigkeit hat zB Gottes Regelung über die rechte Sklavenhaltung heute?
Ich meine, wenn die heilige Schrift auch heute für den Gläubigen gilt, dann ist mir ja Sklavenhaltung auch heute noch erlaubt! Oder gibt es doch einen Text im alten testament, der Sklavenhaltung ausdrücklich verbietet (ich meine, nich nur unter meinesgleichen, sondern mit dem Verweis, das alle Menschen gleich sind und niemand den anderen zu knechten hat)?
Oder gelten die Worte des alten Testamenstes nur für die damalige Zeit?
Das hieße dann aber, dass Gottes Offenbarungen zeitlich begrenzt sind!

Hallo Eli

Ganz anders sehe ich es, wenn ich eine mir passenden Partner suche. :smiley:abei grenze ich alle anderen, welche nicht in die engere Auswahl kommen, ja nicht aus. :Ansonsten wären wir mit bei deinen Begriffen alle von Geburt an Rassisten.

Da gebe ich dir erstmal im groben recht (mal ausgeklammert in wieweit du den passenden Partner suchst oder deine eltern, denn das war im www ja auch schon zur genüge ein thema).
Dann wäre „passend“ nur noch eine Frage der kriterien die ich für meine Auswahl stelle!
Ich will eine Frau, die kleine oder große Titten hat, einen Mann der über 1,80 ist usw…
Ich möchte eine liebe und tolerante Frau, ich will einen Mann, der weiß was er will usw…
Ich möchte eine Frau die meinem stand entspricht und mindestens über ein Vermögen von Millionen Dollar verfügt (weil meine Familie einem ehrwürdigen Industriellen Geschlecht entstammt).
Weil ich deutscher bin, möchte ich auch einen deutschen Partner (wie gesagt, unabhängig davon, weil meine seit Generationen reinen deutschen Eltern, dies so für mich aussuchen).
Weil ich Christ bin, auch eine Christin möchte.
Weil ich Weißer bin, auch nur unter Weißen wähle
Und, und, und.
Alles ein Kriterium, welches jedem sicher frei zu steht (wenn nicht die eltern bestimmen).
Und doch darf man wohl unter diesen Kriterien unterscheiden und berechtigt fragen, wann fängt bei dieser „freien“ Wahl Rassismus an? Oder sprechen wir lieber von Menschenfeindlichkeit!
Wann fängt die Menschenfeindlichkeit bei der Wahl eines Partners denn für dich an?

21:29 Ist aber der Ochse zuvor stößig gewesen, :und seinem
Herrn ist’s angesagt, :und hat ihn nicht verwahrt, und er tötet
darüber einen Mann oder ein Weib, :so soll man den Ochsen

steinigen, und sein Herr soll sterben.

vs.
21:32 Stößt er aber einen Knecht oder eine Magd, :so soll er
ihrem Herrn dreißig Silberlinge geben, und den Ochsen soll man
steinigen.


Und worauf bezieht sich nun das ‚aber‘? :Immerhin entscheidet dieses kleine Wort hier darüber, ob ein Mensch sterben soll oder nicht. :smiley:u legst es gegen den Menschen aus. :smiley:ie jüdische Lehre macht den anderen Schritt. :In diesem Sinne finde ich es schon seltsam, dass die jüdische Lehre sich hier immer bemüht für den Menschen zu entscheiden, selbst unter für Aussenstehnden unmöglichen Annahmen. :smiley:ie Kritiker der Juden hier aber immer gegen den Menschen auslegen.

Das find ich sehr löblich, wenn sich die jüdische Lehre immer für den Menschen entscheidet!
Doch finde ich im obigen Zusammenhang des Bibeltextes deine Aussage

Immerhin entscheidet dieses kleine Wort hier darüber, ob ein Mensch sterben soll oder nicht.

schon sehr Zynisch!

Du billigst die Hinrichtung des Herrn, wenn sein Ochse deines gleichen tötet, findest es aber unheimlich positiv und ein Zeichen der jüdischen Lehre sich für den Menschen zu entscheiden, wenn der Herr dreißig Silberlinge an dich abdrückt und nicht dafür sterben muß, wenn sein Ochse deine Magd oder deinen Knecht dahin rafft.

Diese einstellung empfinde ich nicht nur als puren Zynismus, ich kann einer solchen Geisteshaltung auch nicht mehr im geringsten folgen!

Ich meine, wenn du sagen würdest „he natürlich hat der Herr des Ochsen nicht zu sterben wenn sein Ochse meine Magd oder meine Schwester tötet. Hat dreißig Silberlinge für meinen getöteten Bruder zu blechen, wie für meinen getöteten Knecht“.
Dann würde ich dir dein „dass die jüdische Lehre sich hier immer bemüht für den Menschen zu entscheiden, …“ ja abkaufen!
Aber so bleibt doch eher der bittere Nachgeschmack, dass die jüdische Lehre mit „sich für den Menschen zu entscheiden“, wohl eher auch den jüdischen Menschen meint.

Das Selbstverständliche ist hier also nicht die Sklaverei sondern deren Überwindung. :In diesem Sinne ist auch die Lehre aus dem Exodus, dass haSchem freie Menschen will. :Und genauso wie das Volk erst langsam in der Wüste lernen musste, so auch zu leben, genauso sollen wir auch später unfreie Menschen in die Freiheit führen.

Tja, dass wäre nun die Frage?
Bezog sich der Exodus des israelischen Volkes nur für das israelische Volk selbst oder galt er als Idee, alle Menschen aus der Sklaverei zu führen? „dass haSchem freie Menschen will“ (im sinne, für Freiheit aller Menschen!)?

Gibt es denn im alten Testament oder in der jüdischen Lehre ein klares und eindeutiges Wort gottes diesbezüglich?
Welches vielleicht so lauten könnte:
„Siehe Volk Israels, der ich euch aus der Sklaverei der Ägypter führte.
Ihr habt selbst das Joch, die Pein, das Leid der Knechtschaft solange erfahren müssen.
Und es ist kein gutes.
Ich bin der Vater aller Menschen.
Und es ist kein gutes, wenn nur eines meiner Kinder in die Knechtschaft geführt wird.
Darum seid ihr auserwählt, für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen euer Wort und euer handeln zu erheben.
Denn kein Volk auf Erden, hat das Joch der Vertreibung und Knechtschaft so erfahren wie ihr.
So seid ihr auserwählt, frei zu sein, wenn alle meine Kinder auf Erden frei sind.
Darum führte ich euch aus der Sklaverei.
so sollt ihr die anderen zur Freiheit führen wie ich euch zur Freiheit führte.
Und ihr werdet erst ganz frei sein, wenn auch der letzte Mensch auf Erden frei ist.
Dafür führte ich euch aus dem Joch der Ägypter“

Steht so etwas derartiges wenistens halbwegs sinngemäß im alten Testament?
Oder in den schriftlichen bzw. mündlichen Überlieferungen der Juden?

Wenn ja, warum gibt es dann eine Regelung für die „rechte“ Sklavenhaltung?
Das wäre dann doch sehr widersprüchlich von gott?

Ich meine, nur weil Sklavenhaltung damals überall üblich war, warum hat gott darauf Rücksicht genommen und ein derartiges Regelwerk für die „gute“ Sklavenhaltung entworfen?
Ich meine, damals war ja auch eher eine vielgötterei und der Götzendienst üblich und dabei nimmt gott doch auch keine Rücksicht und äußert sich eindeutig!
Warum nicht hierbei (wenn es denn keine eindeutige Aussage darüber von Gott gibt)?
Oder wollte er seinen Schäfchen nicht zuviel aufeinmal zu muten?

Mit großem interesse
user

Ps:
Ach ja!

Und genauso wie das Volk erst langsam in der Wüste lernen musste, so auch zu leben, genauso sollen wir auch später unfreie Menschen in die Freiheit führen.

Mal davon abgesehen, dass ich diese Auslegung bislang eher so in erinnerung hatte, dass Moses seinVolk für noch zu weich für die ausstehenden Eroberungen ansah und ihm deshalb ein mehrjähriges Training der Abhärtung in der Wüste verordnete; hoffe ich nicht, dass ihr alle unfreien Menschen in die Freiheit führt, wie es denn damals Mose mit seinem Volke gegenüber den anderen Völkern praktizierte - Männer, Frauen, Kinder zu erschlagen.

Pss:
Aber wenn „ihr“ tatsächlich alle unfreien Menschen in die Freiheit führen wollt (was ich wirklich sehr begrüßen würde! wenn ihr sie dabei denn nicht erschlagt!), dann frage ich mich, warum gerade das Volk Israels als einziges Volk überhaupt auf Erden, dem ehemaligen Apartheidsregime in Südafrika bis zuletzt die Fahne gehalten hat?
Oder warum ganz offen auch Milosevic unterstützt wurde?
Und,und, und.
Aber das nur nebenbei, weil praktizierter Glauben ja eher nicht ins Religionsbrett gehört!

Wann fängt die Menschenfeindlichkeit bei der Wahl eines
Partners denn für dich an?

gar nicht. das ist jedem seine sache. ich scheide bzw. schied für einige aus, weil ich x und y bin oder nicht bin. dasselbe gilt für potentielle partner meinerseits. jeder topf findet seinen deckel.

Aber so bleibt doch eher der bittere Nachgeschmack, dass die
jüdische Lehre mit „sich für den Menschen zu entscheiden“,
wohl eher auch den jüdischen Menschen meint.

das deutsche gesetz bevorzugt auch deutsche staatsbürger und „diskriminiert“ alle anderen. also ich probier mal in deutschland zu wählen oder dort gleich mal präsident zu werden?

warum gerade das Volk Israels als einziges Volk
überhaupt auf Erden, dem ehemaligen Apartheidsregime in
Südafrika bis zuletzt die Fahne gehalten hat?
Oder warum ganz offen auch Milosevic unterstützt wurde?

ich hoffe der unterschied zwischen dem säkulären staat israels und einem gottesstaat à la iran ist dir bekannt? ansonsten verstehe ich den übergangslosen schwenk vom alten abraham zu milosevic nur schwer.

gruß
datafox

Diskriminierung im neuen Testament
Hi Anwar,

mit Interesse verfolge ich nun eine Weile die ganzen Diskussionen um Israel / Palästina. Dabei wollte ich mich eigentlich zurückhalten, da ich vielen Argumenten etwas abgewinnen kann und mich weder eindeutig zur einen noch zur anderen Seite bekennen kann noch möchte (meiner Meinung nach verhalten sich beide Parteien wie sich prügelnde Kinder, mit anderen Worten: dumm. - Doch dies nur am Rande).

Da die Diskussion jetzt aber ins Religiöse abrutscht, und versucht wird, die Israelis als Rassisten per definitionem (durch ihre Religion) darzustellen, möchte ich doch wenigstens einen kleinen Gedankenanstoß geben.
Ich bin mir sicher, dass es, genau wie bei den Christen, mehr oder weniger überzeugte Juden gibt, tatsächlich soll es auch faktisch Atheisten geben, die mehr wert auf Tradition als auf Glaube legen (genau wie hier in Deutschland). So gesehen macht es nicht viel Sinn, zu „beweisen“, dass das alte Testamtent „rassistisch“ ist - ganz davon abgesehen, dass Du mit modernen Termini, die man erst seit dem letzten Jahrhundert kennt, an Texte herangehst, die in Teilen über tausend Jahre alt sind (wie ja auch bereits jemand angemerkt hat).

Doch wenn Du schon darauf bestehst, muss ich Dich darauf hinweisen, dass auch das Neue Testament mindestens in Teilen sexistisch und diskriminierend, wenn nicht ebenfalls rassistisch ist, wenn man es so betrachtet:

Über Homosexualität:

Röm. 1, 26 - 27: Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

1.Kor.7,1-2: Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren. Wegen der Gefahr der Unzucht soll aber jeder seine Frau haben und jede soll ihren Mann haben.

1.Kor.11, 3: Ihr sollt aber wissen, dass Christus das Haupt des Mannes ist, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi.

  1. Kor.11, 6-9: Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt, soll sie sich doch gleich die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen. Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist Abglanz des Mannes. Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann.

1.Kor. 14, 33-34: Wie es in allen Gemeinden der Heiligen ähnlich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet, zu reden. Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es fordert.

Mätth. 10, 24: Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und sein Sklave nicht über seinem Herrn.

Lukas 17,7-10: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil getan hat, was ihm befohlen wurde?

Epheser 6,5: Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herrn mit Furcht und Zittern und mit aufrichtigem Herzen, als wäre es Christus.

Soviel erstmal zu unserem schönen neuen Testament…
Versteh mich nicht falsch: ich behaupte nicht, dass ich persönlich das NT für sexistisch / rassistisch etc. halte. Man könnte dies aber tun, wenn man mit der gleichen Betrachtungsweise herangeht, wie Du an das AT, durchaus so beurteilen.
Es ist also alles eine Sache der Auslegung und des persönlichen Glaubens. Es gibt auch christliche Kirchen, in denen die Frauen heute noch das Kopftuch tragen müssen und nichts in der Gemeinde zu sagen haben. Genauso wie es orthodoxe und nicht-orthodoxe Juden gibt.

Soviel mein Senf zu dem Problem :smile:

Gruß,

Mirjam

hallo,

Da die Diskussion jetzt aber ins Religiöse abrutscht, und
versucht wird, die Israelis als Rassisten per definitionem
(durch ihre Religion) darzustellen

naja der jahrtausendealte müll erlebt in letzter zeit wieder eine renaissance.

Ich bin mir sicher, dass es, genau wie bei den Christen, mehr
oder weniger überzeugte Juden gibt, tatsächlich soll es auch
faktisch Atheisten geben, die mehr wert auf Tradition als auf
Glaube legen (genau wie hier in Deutschland).

nein weißt du, den gedanken daß israel vielleicht ein ganz normaler westlicher staat sein KÖNNTE, mit 85% säkulärer bevölkerung - auf die idee kommt doch ein einfach gestrickter geist nicht. für diese besteht israel zu 100% aus fanatischen, natürlich „ultra-orthodoxen“ oder sonstigen orthodoxen juden, die am „alten testament festhalten“. ist ja logisch. auch die israelische politik wird bestimmt durch die halacha. wie könnte es anders sein? (in den 100% sind die 1/5 araber übrigens auch ignoriert.)

Versteh mich nicht falsch: ich behaupte nicht, dass ich
persönlich das NT für sexistisch / rassistisch etc. halte. Man
könnte dies aber tun, wenn man mit der gleichen
Betrachtungsweise herangeht, wie Du an das AT, durchaus so
beurteilen.

ja so kann man JEDEN text beurteilen. schön daß du dir die mühe gemacht hast so etwas als anschauungsmaterial zusammenzustellen. ein lehrstück in hetzpropaganda à la „talmudjude“.

gruß
datafox

Hallo Harald,

Wenn heute ein Perser in Ö lebt und ein persisches Mädchen
einem österreichischem vorzieht, ist das Rassismus?

Stellen wir die Frage mal anders: Wenn ein in Österreich aufgewachsener Bürger persischer Abstammung seinem Vater ein Mädchen vorstellt, welches er gerne heiraten würde, der Vater aber lehnt ab, weil es keine Perserin ist, sondern eine Europäerin. Ist das Rassismus?
Ich denke ja.

Es wird sicher zum Problem werden, wenn eine Christin einen
Moslem heiratet. Er verlangt von ihr, dass sie sich nach dem
Koran verhält (und kleidet). Sie ist jedoch die Freiheit des
Christentums
gewöhnt und will daran festhalten.

Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber damit hast Du Dich in meinen Augen als „Experte“ disqualifiziert. Die Stellung der Frau im Koran ist sicherlich mindestens genauso freizügig (im juristischen Sinne), wie ihre Stellung in der Bibel.

Wenn man seinen Glauben allerdings nicht wirklich wichtig
nimmt, kann man über vieles hinwegsehen. Nur hat Abraham eben
auf seinen Glauben großen Wert gelegt.

Wie bereits dargelegt, es kam Abraham nicht auf den Glauben an , dann wäre eine konvertierte „Fremdstämmige“ für ihn kein Problem gewesen, er schließt jedoch „Fremdstämmige“ grundsätzlich aus, also aufgrund ihrer „Rasse“.

Grüße,

Anwar

Hallo user.

Wann fängt die Menschenfeindlichkeit bei der Wahl eines
Partners denn für dich an?

Irgendwie muss ich hier einfach falsche Vorstellungen von einer Ehe haben, um diese Fragen einfach nicht zu verstehen. Es geht doch hier um Mann und Frau, es geht darum eine Einheit zu werden, um die Erfüllung von Mitzwot (Geboten) und erst einmal um nichts anders.

Das jemand mit rassistischer Einstellung - und hier ausgerechnet Awraham zu nehmen - diese auch in seinen menschlichen Beziehungen ausdrücken kann sollte klar sein. Dieses aber alleine an einer Partnerwahl aufzuhängen greift nun wirklich zu kurz.

Oder warum war der Rassist dann zu jedem Fremden so gastfreundlich? Warum hat er für das Leben von Fremden gebetet und gebettelt, ja sogar mit haSchem gestritten? Warum hat dieser Rassist unter diesen Fremden gelebt, für sie Kriege geführt?

Immerhin entscheidet dieses kleine Wort hier darüber, ob ein Mensch sterben soll oder nicht.

schon sehr Zynisch!

Was sagst Du mir das, sage das demjenigen welche hier den Mord postuliert und den Juden anlasten will.

Du billigst die Hinrichtung des Herrn, wenn sein Ochse deines
gleichen tötet, findest es aber unheimlich positiv und ein
Zeichen der jüdischen Lehre sich für den Menschen zu
entscheiden, wenn der Herr dreißig Silberlinge an dich
abdrückt und nicht dafür sterben muß, wenn sein Ochse deine
Magd oder deinen Knecht dahin rafft.

Ich habe hier garnichts gebilligt und mir wird es allmählich zu blöde mich hier für christliche Auslegungen rechtfertigen zu müssen. Wenn jemand wissen will, wie ich diese Passagen verstehe und was sie für mich bedeuten, kann mich gerne fragen. Aber bitte nicht so!

Diese einstellung empfinde ich nicht nur als puren Zynismus,
ich kann einer solchen Geisteshaltung auch nicht mehr im
geringsten folgen!

Diese Einstellung hast Du mir unterstellt. Warum wenn sie dich so aufregt?

Ich meine, wenn du sagen würdest „he natürlich hat der Herr
des Ochsen nicht zu sterben wenn sein Ochse meine Magd oder
meine Schwester tötet. Hat dreißig Silberlinge für meinen
getöteten Bruder zu blechen, wie für meinen getöteten Knecht“.
Dann würde ich dir dein „dass die jüdische Lehre sich hier
immer bemüht für den Menschen zu entscheiden, …“ ja abkaufen!
Aber so bleibt doch eher der bittere Nachgeschmack, dass die
jüdische Lehre mit „sich für den Menschen zu entscheiden“,
wohl eher auch den jüdischen Menschen meint.

Wie kommst Du jetzt wieder auf diesen Unsinn?

Vielleicht sollte wir zusammen einmal den Tanach lernen, dann würde ich nämlich bei Bereschit anfangen und der dort erstmalig enthaltenen Lehre, dass alle Menschen gleich sind, dass wir alle Verwandte sind und die selben Vorväter haben. Auf der Basis können wir dann weiter diskutieren und ich bin mir sicher, dass hier schon nicht mehr alle mitkönnen, wie die aktuelle Diskussion um das Einwanderungsgesetz zeigt.

Tja, dass wäre nun die Frage?
Bezog sich der Exodus des israelischen Volkes nur für das
israelische Volk selbst oder galt er als Idee, alle Menschen
aus der Sklaverei zu führen? „dass haSchem freie Menschen
will“ (im sinne, für Freiheit aller Menschen!)?

Die jüdische Lehre sagt hier ganz eindeutig, dass diese Lehre an die ganze Menschheit ging.

Gibt es denn im alten Testament oder in der jüdischen Lehre
ein klares und eindeutiges Wort gottes diesbezüglich?

Ja.

Welches vielleicht so lauten könnte:
„Siehe Volk Israels, der ich euch aus der Sklaverei der
Ägypter führte.
Ihr habt selbst das Joch, die Pein, das Leid der Knechtschaft
solange erfahren müssen.
Und es ist kein gutes.
Ich bin der Vater aller Menschen.
Und es ist kein gutes, wenn nur eines meiner Kinder in die
Knechtschaft geführt wird.
Darum seid ihr auserwählt, für die Freiheit und Gleichheit
aller Menschen euer Wort und euer handeln zu erheben.
Denn kein Volk auf Erden, hat das Joch der Vertreibung und
Knechtschaft so erfahren wie ihr.
So seid ihr auserwählt, frei zu sein, wenn alle meine Kinder
auf Erden frei sind.
Darum führte ich euch aus der Sklaverei.
so sollt ihr die anderen zur Freiheit führen wie ich euch zur
Freiheit führte.
Und ihr werdet erst ganz frei sein, wenn auch der letzte
Mensch auf Erden frei ist.
Dafür führte ich euch aus dem Joch der Ägypter“

Wunderbar, es geht also doch.

Steht so etwas derartiges wenistens halbwegs sinngemäß im
alten Testament?

Wie ich schon an anderer Stelle ausführte, gibt es im Judentum nicht nur den Tanach, sondern auch daneben eine mündliche Lehre. Verweise darauf finden sich auch im Tanach. Es muss hier also eine Einheit gesehen werden. Im Tanach gibt es darauf nur Hinweise, welche ohne längere Erklärung nicht verständlich sind.

Oder in den schriftlichen bzw. mündlichen Überlieferungen der
Juden?

Ja.

Wenn ja, warum gibt es dann eine Regelung für die „rechte“
Sklavenhaltung?
Das wäre dann doch sehr widersprüchlich von gott?

Habe ich an anderer Stelle schon erläutert.

Ich meine, nur weil Sklavenhaltung damals überall üblich war,
warum hat gott darauf Rücksicht genommen und ein derartiges
Regelwerk für die „gute“ Sklavenhaltung entworfen?

Um diese in die Freiheit zu führen.

Mal davon abgesehen, dass ich diese Auslegung bislang eher so
in erinnerung hatte, dass Moses seinVolk für noch zu weich für
die ausstehenden Eroberungen ansah und ihm deshalb ein
mehrjähriges Training der Abhärtung in der Wüste verordnete;
hoffe ich nicht, dass ihr alle unfreien Menschen in die
Freiheit führt, wie es denn damals Mose mit seinem Volke
gegenüber den anderen Völkern praktizierte - Männer, Frauen,
Kinder zu erschlagen.

Doch natürlich. Sie dich doch nur in der Geschichte um. Überall wo wir Juden hinkommen, erschlagen wir erst einmal alle… oj, gewalt.

Aber wenn „ihr“ tatsächlich alle unfreien Menschen in die
Freiheit führen wollt (was ich wirklich sehr begrüßen würde!
wenn ihr sie dabei denn nicht erschlagt!), dann frage ich
mich, warum gerade das Volk Israels als einziges Volk
überhaupt auf Erden, dem ehemaligen Apartheidsregime in
Südafrika bis zuletzt die Fahne gehalten hat?

Was hat jetzt Israel wieder damit zu tun und warum fragst du mich das?

Aber das nur nebenbei, weil praktizierter Glauben ja eher
nicht ins Religionsbrett gehört!

Nein, weil politische Fragen hier ins Auslandbrett gehören würden.

Scholem,
Eli

Du hast völlig Recht!
Hallo Mirjam,

(meiner Meinung nach
verhalten sich beide Parteien wie sich prügelnde Kinder, mit
anderen Worten: dumm. - Doch dies nur am Rande).

Auch nur am Rande: Volle Zustimmung. Die Araber sollten sich mal am Riemen reissen, kooperieren und eine vernünftige Wirtschaft auf die Beine stellen (Resourcen gibt’s genügend), dann wäre das alles kein Problem.
Was soll ich sagen, die Araber sind nunmal heißblütige Dummköpfe, die die New World Order (aka Kapitalismus) noch nicht so ganz geschnallt haben. Pech für sie. Macht aber Unrecht, wie es in Israel praktiziert wird auch nicht besser.

Da die Diskussion jetzt aber ins Religiöse abrutscht, und
versucht wird, die Israelis als Rassisten per definitionem
(durch ihre Religion) darzustellen, möchte ich doch wenigstens
einen kleinen Gedankenanstoß geben.

Ich glaube Du hast nicht ganz verstanden, was ich eigentlich sagen wollte (was vielleicht daran liegt, dass Du den Ursprung der Diskussion nicht mitbekommen hast). Mein These ist nicht , dass alle Juden per definitionem Rassisten sind, sondern lediglich , dass Rassismus in ihren heiligen Schriften als akzeptabel bis erstrebenswert dargestellt wird.
Konkret habe ich Datafox nach einer, in meinen Augen, reichlich rechtstümelnden Bemerkung ihrerseits, (halb im Spaß) unterstellt wohl auch dieser Lesart ihrer Religion anzugehören.

Doch wenn Du schon darauf bestehst, muss ich Dich darauf
hinweisen, dass auch das Neue Testament mindestens in Teilen
sexistisch und diskriminierend, wenn nicht ebenfalls
rassistisch ist, wenn man es so betrachtet:

Da hast Du absolut Recht. In der Tat vertrete ich die Auffassung, dass weder Judentum, Christentum, noch Islam bei strenger Auslegung überhaupt mit unserem Grundgesetz vereinbar sind!!!

Soviel erstmal zu unserem schönen neuen Testament…

Wenn überhaupt zu Deinem schönen Neuen Testament. Ich bin überzeugter Agnostiker mit atheistischen Tendenzen. Außerdem bin ich Zyniker, Misanthrop und Skeptiker, das nur der Vollständigkeit halber.

Versteh mich nicht falsch: ich behaupte nicht, dass ich
persönlich das NT für sexistisch / rassistisch etc. halte.

Ich schon.

Gruß,

Anwar

1 „Gefällt mir“

Hallo user.

Von den eroberten bzw. den Feinden und Andersgläubigen nichts
mehr übrig zu lassen, war eher eine gängige Praxis von
Christen und Juden!

Gibt es dafür von dir auch Belege oder beruht das jetzt auch wieder nur auf der Auslegung von Stellen aus dem Tanach?

Erinnerung, wo es die Männer irgendeines Stammes der
Israeliten mit den Frauen irgendeines „heidnischen“ Stammes
treiben. Daraufhin erschlug der jüdische Stamm jene Männer und
die heidnischen Frauen.
Du als Bibelkenner kennst sicher diese Passage, kannst den
text bennen und auch interpretieren.

Dann lies einmal weiter, wie dieses bewertet wird und welche Folge diese Tat hatte. So kenne ich keine jüdischen Kommentar zu der Stelle, wer hierin etwas positives sah. Aber es kann wohl einfach nicht sein, dass Juden normale Menschen sein, nein, so absurd es dann auch wird, so dürften noch nicht einmal Fehler machen.

Und mir fallen gerade partout keine heiligen Schriften anderer
Religionen ein, in denen derart von einer Mischung mit anderen
Rassen, Völkern, Andersgläubigen abgeraten wird, wie im alten
Testament?

Ja, das ist schon gemein, dass hier eine Heiligung angestrebt wird, um dann letztlich die ganze Menschheit in die Erlösung zu führen. Aber eben nicht durch Missionierung oder Totschlag wie bei anderen Völlkern, sondern nur dadurch das man sich absondert und auf seine Aufgabe konzentriert. Alle anderen können so bleiben wie sie sind - zeige mir einmal eine Religion welche dieses anderen offenlässt, ja, darin sogar einen Sinn erkennt.

Und ist in ihnen auch derart ausführlich, die „rechte“ Haltung
von Sklaven benannt?

Ja, noch gemeiner, da machen sie sich auch noch über Sklaven Gedanken und schreiben genaue Gesetze auf. Andere waren da nicht zu zimperlich und haben diese einfach zu Unmenschen und Rechtslosen erklärt.

Und leider noch ne Frage!
welche Gültigkeit hat zB Gottes Regelung über die rechte
Sklavenhaltung heute?
Ich meine, wenn die heilige Schrift auch heute für den
Gläubigen gilt, dann ist mir ja Sklavenhaltung auch heute noch
erlaubt!

Ja, stelle dir das einmal vor, es wird immer gemeiner. Solltest Du also anfangen die Sklaven zu halten, dann komme ich und kaufe ihn dir ab, lassen ihn für mich arbeiten und dann in die Freiheit, ja ich nehme ihn sogar in mein Volk als Gleichen auf. Übelster Rassismus.

Oder gibt es doch einen Text im alten testament, der
Sklavenhaltung ausdrücklich verbietet (ich meine, nich nur
unter meinesgleichen, sondern mit dem Verweis, das alle
Menschen gleich sind und niemand den anderen zu knechten hat)?

Das würde ja bedeuten, dass sie dann keine Sklaven von anderen Völkern mehr erwerben dürften?! Nu, so könnte man das natürlich auch lösen. Einfach den Kopf in den Sand und schon gibt es nichts schlechtes mehr und ich muss mich nicht damit auseinandersetzen.

Scholem,
Eli

er schließt jedoch „Fremdstämmige“
grundsätzlich aus, also aufgrund ihrer „Rasse“.

wohin soll diese debatte führen? was willst du beweisen? etwa daß stammeskulturen eben exakt so funktionierten?

gruß
datafox

Konkret habe ich Datafox nach einer, in meinen Augen,
reichlich rechtstümelnden Bemerkung ihrerseits, (halb im Spaß)
unterstellt wohl auch dieser Lesart ihrer Religion
anzugehören.

das ist eine bösartige unterstellung und eine frechheit sondergleichen, die du mir nie zumuten würdest, wenn du meine lebensgeschichte kennen würdest!

gruß
datafox

Ein Löfel Baldrianextrakt zur Beruhigung?
Hi,

DANGER!!! TOUGH CYNICAL SARCASM AHEAD - PROCEED AT OWN DISCRETION! DANGER!!!

das ist eine bösartige unterstellung

Nicht halb so bösartig wie das Vorgehen der Regierung, die Du in besagtem Thread unterstützt und in Schutz genommen hast.

und eine frechheit sondergleichen, die du mir nie zumuten würdest,

Hast Du 'ne Ahnung.

wenn du meine lebensgeschichte kennen würdest!

Nein Danke, ich kenn schon meine eigene, die reicht dafür, dass ich mich jeden Tag in den Schlaf heule.

Grüße,

Anwar

PS: Im Ernst: Wir leben und sind gesund, können uns beide einen Computer und anscheinend unbegrenzten Internetzugang und jede Menge technischen Schickschnack leisten - schlecht geht es uns nun wirklich nicht!!!

Hallo Mirjam,

Hallo Anwar,

Auch nur am Rande: Volle Zustimmung.

Tatsächlich¿? :-/

Macht aber
Unrecht, wie es in Israel praktiziert wird auch nicht besser.

Wie erwähnt: ich kann mich weder auf die eine, noch auf die andere Seite schlagen und möchte mich in diese Diskussion gar nicht einmischen - mir würden nur beide Seite eins aufs Dach geben, und nichts wäre gewonnen.

Ich glaube Du hast nicht ganz verstanden, was ich eigentlich
sagen wollte (was vielleicht daran liegt, dass Du den Ursprung
der Diskussion nicht mitbekommen hast).

Du meinst die Diskussion im Auslandsbrett? Doch, habe ich.

Mein These ist
nicht , dass alle Juden per definitionem Rassisten sind,
sondern lediglich , dass Rassismus in ihren heiligen
Schriften als akzeptabel bis erstrebenswert dargestellt
wird.

Wenn man, wie Du, davon ausgeht, dass solche (modernen) Begriffe für solche (alte) Texte anwendbar sind, könnte man diese These evt. unterstützen. Allerdings ist es mit übersetzten Texten archaischer Sprachen, die aus einem anderen Kulturkreis (und wie erwähnt aus einer anderen Epoche stammen) immer schwer. Ich bitte ja auch nur, zu bedenken, dass bei Anwendung Deiner Interpretation diese Vorwürfe auch für das Neue Testament gelten; und man nicht vom Alten Testament auf die heutige jüdische Religion oder das heutige Israel (was ja immer noch zwei verschiedene Dinge sind) schließen kann und darf. Du streitest ja aber ab, dies zu tun [„die Israelis als Rassisten per definitionem (durch ihre Religion)“]:

Konkret habe ich Datafox nach einer, in meinen Augen,
reichlich rechtstümelnden Bemerkung ihrerseits, (halb im Spaß)
unterstellt wohl auch dieser Lesart ihrer Religion
anzugehören.

Da hast Du absolut Recht. In der Tat vertrete ich die
Auffassung, dass weder Judentum, Christentum, noch Islam
bei strenger Auslegung überhaupt mit unserem
Grundgesetz vereinbar sind!!!

Also zu meinem Verständnis: Du hast die Diskussion nicht eröffnet, um zu zeigen: ‚das AT ist rassistisch und somit sind die Juden / Israelis rassistisch‘, SONDERN: Du hast die Diskussion eröffnet, um einer einzelnen Person zu „beweisen“, wie „rassistisch“ sie ist, weil sie sich Deiner Meinung nach an das Deiner Meinung nach [sic] rassistische AT hält?
Interessante Intention für die Eröffnung einer derartigen Diskussion…

Wenn überhaupt zu Deinem schönen Neuen Testament.

Nein, unser schönes NT. Unbestreitbar gehört es zu unserem Kulturkreis. Du kannst Dich aber gerne ausschließen.

Ich
bin überzeugter Agnostiker mit atheistischen Tendenzen.

tja… gnosis seauton…

Außerdem bin ich Zyniker,

das habe ich gemerkt

Misanthrop

Du armer!

und Skeptiker, das nur
der Vollständigkeit halber.

Vielen Dank.

Versteh mich nicht falsch: ich behaupte nicht, dass ich
persönlich das NT für sexistisch / rassistisch etc. halte.

Ich schon.

Exegese ist eben nicht jedermanns Sache.

Gruß,

Mirjam

Hallo Anwar.

Stellen wir die Frage mal anders: Wenn ein in Österreich
aufgewachsener Bürger persischer Abstammung seinem Vater ein
Mädchen vorstellt, welches er gerne heiraten würde, der Vater
aber lehnt ab, weil es keine Perserin ist, sondern eine
Europäerin. Ist das Rassismus?
Ich denke ja.

Schön, nur was hat das noch mit dem Ausgangstext zu tun?

Wenn man seinen Glauben allerdings nicht wirklich wichtig
nimmt, kann man über vieles hinwegsehen. Nur hat Abraham eben
auf seinen Glauben großen Wert gelegt.

Wie bereits dargelegt, es kam Abraham nicht auf den Glauben
an
, dann wäre eine konvertierte „Fremdstämmige“ für ihn
kein Problem gewesen, er schließt jedoch „Fremdstämmige“
grundsätzlich aus, also aufgrund ihrer „Rasse“.

Woher willst du nun dieses wieder wissen? Sicherlich ging es auch um den „Glauben“, was ja sogar so im Tanach steht. Ausserdem wundert es schon, dass dieser Rassist mit einer fremden Rasse ein Kind zeugte und dieses sogar in seinem Haus gross geworden ist. Später als dieses Kind das Haus verlassen muss, segnet er es noch. Nicht sehr konseqeunt dein Rassist.

Scholem,
Eli

PS: Im Ernst: Wir leben und sind gesund, können uns beide
einen Computer und anscheinend unbegrenzten Internetzugang und
jede Menge technischen Schickschnack leisten - schlecht geht
es uns nun wirklich nicht!!!

Nu, ich denke nicht, dass du Angst hast dich ins nächste Café zu setzen oder mal mit dem Bus einen Freund zu besuchen. Aber hast schon recht, solange es datafox nicht trifft, wird es ihr wohl nicht gehen…