Sozialamt: Ich musste Internetseite aufgeben

Hallo Miteinander,

wer toll, wenn Ihr mir helfen könntet.

Ich werde Euch erst den Text vorlegen den ich _leider_ (!) unterschreiben musste!
Und dann werde ich noch ein paar Informationen zur Vorgeschichte geben. Kann ja sein das dies auch irgendwie von Bedeutung ist.
Ich glaube das da das Sozialamt wirklich Mist gebaut hat.
Das das nicht Rechtens ist was die da von mir verlangt haben.

Folgender Text wurde mir im Amt vorgelegt und gesagt, dass ich nur wenn ich dies unterschreibe, Sozialhilfe bekommen kann.
Ich demonstrierte und sagte das Sie mir damit ja jede Grundlage zum Widereinstieg und die Kontakte die ich bereits geknüpft hätte vernichten würden, doch Sie blieben hart.



Heidelberg, 18.12.01

Es bestehen keine Forderungen aus meinem Gewerbe geg. Dritten.
Ich werde die momentan noch bestehende Internetseite aufgeben und versuchen, diese zu verkaufen.

Ich bin mittells, verfüge weder über Einkommen, noch über Vermögen und beantrage daher eine Abschlagszahlung auf meinen Sozialhilfeanspruch für 12/01.

Und meine Unterschrift

Aus Schreiben vom Sozialamt vom 17.05.2001:

„[…] Am 24.04.2001 teilten Sie uns telefonisch mit, dass Sie beabsichtigen, sich im EDV-Bereich selbständig zu machen. Eine Beschreibung des geplanten Gewerbes ging uns per Fax am 26.04.2001 zu.

Ihre Absicht, eine selbständige Tätigkeit auszuüben, werten wir als Bemühung, sich durch Arbeit eine von öffentlicher Hilfe unabhängige

Lebensgrundlage zu schaffen.

Wir sind bereit, Ihnen vörerst bis Ende August 2001)die bereits bewilligte Hilfe zum Lebenunterhalt nach Abschnitt 2 Bundessoziafhilfägesetz

BSHG) zu gewähren […]“

Aus Schreiben vom Sozialamt vom 17.05.2001:

“ […] Die Befristung der Sozialhilfe erfolgte vorerst zum 31.08.2001.
Aufgrund Ihres Schreibens müssen wir davon ausgehen, daß Ihr Einkommen ab 01.09.2001 evtl. nicht ausreicht, Ihren Lebensunterhalt sicherzustellen und Sie weiterhin sozialhilfebedürftig sind:

Wie bereits mitgeteilt, kann die Beschränkung auf eine selbständige Tätigkeit lediglich in Ausnahmefällen und auch nur kurzfristig akzeptiert werden.
Sofern Sie weiterhin Sozialhilfe benötigen, muß durch unsere Fachstelle „Hilft zur ,Arbeit" geklärt werden, ob Sie Ihrer Verpflichtung zum Einsatz der Arbeitskraft ausreichend nachkommen oder sich anderweitig um Arbeit bemühen müssen.
Sofern Sie innerhalb der nächsten 14 Tage nicht bei Eachstelle vorsprechen um diesen Punkt zu klären, werden wir die Sozialhilfe ab 01.09.2001 einstellen. […]“


September hatte ich einen guten Monat, so das ich angab ich käme ohne Sozialhilfe aus, aber schon im nächstem Monat war wieder Flaute, obwohl ich einige Kontakte knüpfen konnte.
Schulden bei der Bank hab ich jetzt auch noch.
Gruß Baddi

Hallo,

von der Tätigkeit des Sozialamts verstehe ich zwar nichts, aber im Verhalten des Amtes scheint mir nicht das tatsächliche Problem zu liegen. Vielleicht hat der Sachbearbeiter nur vage Vorstellungen, was sich aus dem Verkauf einer Domain für gewöhnlich erlösen läßt (woher weiß das Amt überhaupt von der Existenz der Webseite?).

…September hatte ich einen guten Monat, so das ich angab ich
käme ohne Sozialhilfe aus, aber schon im nächstem Monat war
wieder Flaute, obwohl ich einige Kontakte knüpfen konnte.

Hier scheint das Problem zu liegen. Wenn es in einer selbständigen Tätigkeit einen Monat lang ordentlich läuft, kann man zumindest am Anfang nicht so kurz hüpfen und annehmen, es ginge so weiter. Leider gibt Deine Vika nichts her, so daß ich von Deiner Tätigkeit nichts weiß. Offenkundig fehlen aber ein Geschäftskonzept, ein Geschäftsplan, ein Vertriebskonzept und die Vorstellung, wie lange es bis zur wirtschaftlich tragfähigen Existenz dauert. Ein „Kaltstart“, der von einem Monat auf den nächsten den Inhaber leben läßt, ist die seltene Ausnahme. Meistens vergehen Monate oder Jahre.

Damit der Kühlschrank gefüllt, die Miete bezahlt ist und Du keine zusätzlichen energie- und zeitfressenden Baustellen mit Ärger aufmachst, wirst Du den Vorstellungen des Sozialamts nachkommen müssen. Dann leidest Du jedenfalls keinen Hunger und hast ein Dach über dem Kopf. Damit hast Du den Rücken frei, Dir Gedanken um ein tragfähiges Geschäftskonzept zu machen. Wenn Du etwas mehr von der Art Deiner geplanten Selbständigkeit erzählst, kann Dir hier bestimmt geholfen werden.

Gruß
Wolfgang

Hi Baddi,

ist es richtig, daß die Zitate aus 2001 sind?

zum Thema: Wenn du von Aprill bis Dezember es nicht schaffst genügend Umsatz und Ertrag zu generieren, dann sollte man das Unternehmen als gescheitert betrachten.

„Kontakte“ taugen garnix. Ich habe fünf Bekannte in Spanien und über deren Familien habe ich Kontakt zu mindestens 150 Leuten. Was nutzt mir der Kontakt? Solange die mir nicht alle einen kaufvertrag unterschreiben, garnix.

Zudem: eine Homepage (sl5.de?) ist wirklich nur ein Kostenfaktor. sie bringt keinen ertrag und wirbt für null. Warum soll also dein SozAmt, dir indirekt diese Kosten bezahlen?

Geh doch zum AA und beantrage die Förderung einer ICH AG.

Berechne dabei aber genau was du tust und wann du wieviel Geld damit verdienen willst. Baue Geschäftsbeziehungen auf, keine Kontakte.

gruss
winkel

Hallo.

Ich habe gerade den Artikel gelesen und frage mich jetzt.
a.)Für welches Produkt,bzw. Dienstleistung wurde geworben.
b.)Was kostete die Website & was kosten sie Heute oder gibt es
unterschiede.Ich habe überhaupt keine Ahnung.

Gruß Nino

Missverständnisse
Hallo Wolfgang,
es geht ja nicht „nur“ um die Seite.
Sondern es geht um das freiberuflich sein überhaupt.
Ich musste ja mein Gewerbe abmelden.
Das Abmelden verursacht Kosten, nämlich Abmeldegebürhen und außerdem kann man dann die Sozialhilfe freiberuflich nicht mehr entlasten.
Die haben sich also auch ins eigene Fleisch geschnitten.
Ist doch ganz klar. Wenn ich freiberuflch arbeiten dürfte, könnte ich mein eigenes Einkommen erhöhen und vielleicht sogar manchmal aus der Sozialhife herrrauszukommen.
Ich musste doch die Gewerbeabmeldung vorlegen / einreichen und weiter unten konntet Ihr lesen:
„[…] kann die Beschränkung auf eine selbständige Tätigkeit lediglich in Ausnahmefällen und auch nur kurzfristig akzeptiert werden […]“.

(woher weiß das Amt überhaupt von der
Existenz der Webseite?).

Nun ich habe denen diese im vollsten Vertrauen ganannt, weil ich dachte das die mir helfen wollen und ich denen dankbar dass Sie mich unterstürzen wieder auf eigenen Beine zu kommen (so war es ja auch erst).
Ich habe denen immer alles gesagt.

Ein „Kaltstart“,
der von einem Monat auf den nächsten den Inhaber leben läßt,
ist die seltene Ausnahme. Meistens vergehen Monate oder Jahre.

Das weis ich auch. Aber warum lässt man es mich denn nicht versuchen? So könnte ich wenigstens den Sozialhilfeanteil verringern!

Wenn Du etwas mehr von der Art Deiner geplanten
Selbständigkeit erzählst, kann Dir hier bestimmt geholfen
werden.

Von wem und wie ? Das muss doch erst mal muss das erlaubt / legalisiert werden. Außerdem ist es ja angelaufen, die kurzen Monate, bis das Sozialamt den Schlussstrich zog. Es liegt also nicht am Konzept !

Lieben Gruß Baddi

Es geht doch um was ganz anderes…
Hallo Winkel

ist es richtig, daß die Zitate aus 2001 sind?

Warum soll das nicht richtig sein. Ja es ist richtig.

zum Thema: Wenn du von Aprill bis Dezember es nicht schaffst
genügend Umsatz und Ertrag zu generieren, dann sollte man das
Unternehmen als gescheitert betrachten.

Das weis ich auch. Aber warum lässt man es mich denn nicht versuchen? So könnte ich wenigstens den Sozialhilfeanteil verringern!
Außerdem ist es ja angelaufen, die kurzen Monate, bis das Sozialamt den Schlussstrich zog. Es liegt also nicht am Konzept !

Zudem: eine Homepage (sl5.de?) ist wirklich nur ein
Kostenfaktor. sie bringt keinen ertrag und wirbt für null.

Das stimmt nicht. Ein Webdesigner oder Webaplikatioinsentwickler oder ein Webentwickler oder Flashanimator ohne Homepage ist einfach nur ein Witz, wird nicht ernst genommen.
Außerdem es geht ja nicht „nur“ um die Seite.
Sondern es geht um das freiberuflich sein überhaupt.
Ich musste ja mein Gewerbe abmelden.
Das Abmelden verursacht Kosten, nämlich Abmeldegebürhen, und außerdem kann man dann die Sozialhilfe freiberuflich nicht mehr entlasten.
Die haben sich also auch noch ins eigene Fleisch geschnitten.
Ist doch ganz klar. Wenn ich freiberuflich arbeiten dürfte, könnte ich mein eigenes Einkommen erhöhen und vielleicht sogar manchmal aus der Sozialhife herauszukommen.
Ich musste doch die Gewerbeabmeldung vorlegen / einreichen und weiter unten konntet Ihr lesen:
„[…] kann die Beschränkung auf eine selbständige Tätigkeit lediglich in Ausnahmefällen und auch nur kurzfristig akzeptiert werden […]“.

Warum soll also dein SozAmt, dir indirekt diese Kosten
bezahlen?

Da muss ich dir recht geben. Allerdings sind die Kosten so gering, das ich diese mit Leichtigkeit über freiberuflich Tätigkeit Reinbekommen hätte, wenn ich hätte dürfen (sagte ich ja schon).

Geh doch zum AA und beantrage die Förderung einer ICH AG.

Sozialhilfeempfänger können das nicht machen. Die sind da ausgegrenzt.

Gruss
Baddi

Hallo Nino,

Ich habe gerade den Artikel gelesen und frage mich jetzt.
a.)Für welches Produkt,bzw. Dienstleistung wurde geworben.

Es wurde für serverseitig Programmierung (php, per, mysql) und Clientseitiger Programmierung in Flash, JavaScript natürlich die usw. geworben.
Also im Kern das Spektrum eines Webentwicklers.

b.)Was kostete die Website & was kosten sie Heute oder gibt es
unterschiede.

Die Webseite kostete damals ca. 60 DM. Heute besitze ich diese nicht mehr. Jemand anderes macht damit Kohle.

Es hies weiter unten „eine Homepage“ sei „wirklich nur ein
Kostenfaktor“ und würde „keinen ertrag“ bringen.
Das stimmt nicht. Ein Webdesigner oder Webaplikatioinsentwickler oder ein Webentwickler oder Flashanimator ohne Homepage ist einfach nur ein Witz, wird nicht ernst genommen.
Außerdem es geht ja nicht „nur“ um die Seite.
Sondern es geht um das freiberuflich sein überhaupt.
Ich musste ja mein Gewerbe abmelden.
Das Abmelden verursacht Kosten, nämlich Abmeldegebürhen, und außerdem kann man dann die Sozialhilfe freiberuflich nicht mehr entlasten.
Die haben sich also auch noch ins eigene Fleisch geschnitten.
Ist doch ganz klar. Wenn ich freiberuflich arbeiten dürfte, könnte ich mein eigenes Einkommen erhöhen und vielleicht sogar manchmal aus der Sozialhife herauszukommen.
Ich musste doch die Gewerbeabmeldung vorlegen / einreichen und weiter unten konntet Ihr lesen:
„[…] kann die Beschränkung auf eine selbständige Tätigkeit lediglich in Ausnahmefällen und auch nur kurzfristig akzeptiert werden […]“.

Gruß Baddi

Sozialhilfe für Unternehmer?
Hallo Baddi,

ich habe hier mal den Vorgang mitgelesen und bin schon etwas verwundert über Deine Einstellung.

es geht ja nicht „nur“ um die Seite.
Sondern es geht um das freiberuflich sein überhaupt.

Was willst Du denn eigentlich? Bist du Freiberufler, also Unternehmer? Dann unternimm auch etwas und bemühe Dich um Kunden und Aufträge. Wenn jeder Unternehmer Anspruch auf Sozialhilfe hätte, würden praktisch alle Existenzgründer die ersten zwei Jahre von der Sozialhilfe leben. Das ist ja gerade der Unterschied zwischen selbständig sein und abhängig arbeiten. Der Selbständige muss unter Umständen die erste Anlaufzeit mit Bankkrediten oder Ersparnissen überwinden, bis das Geschäft richtig läuft.

Ich musste ja mein Gewerbe abmelden.
Das Abmelden verursacht Kosten, nämlich Abmeldegebürhen und
außerdem kann man dann die Sozialhilfe freiberuflich nicht
mehr entlasten.

Falscher Ansatz: Für das Sozialamt ist die Gefahr, dass Du als Unternehmer mit Deiner Firma mehr Geld verlierst viel größer, als wenn Du gar nichts machst. Wie schon bemerkt: jeder Existenzgründer hat in den ersten Jahren nur Kosten (für Werbung, Büromöbel, Hard- und Software, Internetzugang, Telefon etc.). Ich selbst kenne praktisch keinen Existenzgründer, der im ersten Jahr Überschüsse über dem Sozialhilfeniveau erwirtschaftet hätte.

Die haben sich also auch ins eigene Fleisch geschnitten.
Ist doch ganz klar. Wenn ich freiberuflch arbeiten dürfte,
könnte ich mein eigenes Einkommen erhöhen und vielleicht sogar
manchmal aus der Sozialhife herrrauszukommen.

Das ist ja ganz wunderbar: „Wenn ich was verdiene, dann kann ich gut davon leben. Und in den schlechten Monaten zahlt dann das Sozialamt.“ Ich glaube so ist das mit dem Sozialstaat dann doch nicht gedacht. Die Einkünfte solltest Du auf das ganze Jahr umrechnen, dann weißt Du erst, was Du monatlich verdient hast. Auch ich habe mal Monate, in denen ich nichts verdiene, muss aber trotzdem meine Kosten für Büro und Mitarbeiter weiter zahlen. Das nennt man unternehmerisches Risiko.

Für Deinen Fall gibt es vom Arbeitsamt normalerweise ein Überbrückungsgeld. Das bekommen Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen. Hier wäre Dein Ansatz schon eher richtig. Für Dich kommt diese Möglichkeit aber wohl zu spät, denn den Antrag musst Du beim Arbeitsamt stellen, bevor Du das Gewerbe anmeldest.

Gruß
Marian

1 „Gefällt mir“

alles rechtens…
…auch wenn’s schwachsinnig ist.

hi baddi,
du bist nicht allein im real existierenden sozialstaat :wink:
wie man wieder sieht: du bist nichts, dein sachbearbeiter ist alles. hier ist das eine nackte tatsache. und wenn der sachbearbeiter sein gehirn zuhause gelassen hat…
…dann darf er erstmal allen blödsinn verzapfen, der ihm gerade in den sinn kommt.
bis du so sauer bist, dass du einen anwalt einschaltest- vorher tut sich meist nicht viel.
immerhin lässt sich rekonstruieren, was er sich wohl gedacht hat:

  1. er fühlt sich am puls der zeit und meint, dass eine high-tech-angelegenheit wie eine web-seite ein vermögensgegenstand sein muss. und „vermögen“ hast du zu verbrauchen.
  2. weiterhin hast du dich wirtschaftlich zu verhalten (was immer dein sachbearbeiter auch darunter verstehen mag). das bedeutet, dass du dich nicht künstlich zu „entreichern“ hast- sprich: alle kostenbelastungen sind zu vermeiden, damit die bürokratenseele friedlich feierabend machen kann in dem gedanken, dem staate ausgaben erspart zu haben.
    das übliche fazit: rübe runter.

du hast zwei möglichkeiten:
zunächst mal zähne zusammen beißen, gute miene zu bösen spiel machen, alle diplomatischen instinkte zusammen nehmen und verhandeln. das empfiehlt sich immer- mindestens um zu erfahren, wie dieser mensch tickt.
zweitens: kompetenten rechtsbeistand suchen und dem knilch eine breitseite verpassen.
mehr gibts nicht.

ansonsten kann ich wolfgang nur recht geben: mit passendem konzept geht einiges (ich-ag, überbrückungsgeld).

möge die macht mit dir sein :wink:
bernd

Es hies weiter unten „eine Homepage“ sei „wirklich nur ein
Kostenfaktor“ und würde „keinen ertrag“ bringen.
Das stimmt nicht. Ein Webdesigner oder
Webaplikatioinsentwickler oder ein Webentwickler oder
Flashanimator ohne Homepage ist einfach nur ein Witz, wird
nicht ernst genommen.

Hallo,
DAS stimmt so aber nicht. Ich z.B. bekomme meine Aufträge nicht durch eine entsprechende Werbe-Homepage, sondern durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“, d.h. einmal bei Bekannten angefangen, jetzt schon neben mehreren kleinen Vereinen u.ä. eine mittelgroße Firma als Kunden…
Beatrix
http://www.belzig-online.de

Es wurde für serverseitig Programmierung (php, per, mysql) und
Clientseitiger Programmierung in Flash, JavaScript natürlich
die usw. geworben.
Also im Kern das Spektrum eines Webentwicklers.

Hallo!

Aus dieser Aussage kann ich nicht ohne weiteres Deine Zielgruppe entnehmen. Wem bietest Du Deine Dienstleistung an?

Nimm es bitte als Hilfe an: Etliche Dienstleister können ihre Dienstleistung nur schwer an den Mann/die Frau bringen, weil die Zielgruppe nicht begreift, daß sie die Dienstleistung gebrauchen kann. Und die Leute, die verstehen, um was es geht, stecken so tief in der Materie, daß sie die Dienstleistung nicht kaufen müssen.

Darüber hinaus gibt es viele Begriffe, unter denen jeder etwas anderes versteht. „Webentwickler“ ist so ein Begriff. Mir ist schon klar, daß Du an dem Posting nicht gefeilt und jedes Wort auf die Goldwaage gelegt hast. Aber gerade in Branchen, die sich um das Internet und ganz allgemein um PCs ranken, ist die Selbstdarstellung mit unverständlichem Kauderwelsch eine Normalität, die viele potentielle Kunden abschreckt.

Ich bin auf ganz anderem Gebiet tätig, wobei allerdings der PC zum intensiv genutzten Werkzeug gehört. Mein Alltag bringt viele Kontakte zu anderen Selbständigen mit sich. Dabei werde ich buchstäblich zugeschaufelt mit Bitten, einen PC einzurichten oder zu erzählen, wie die Sache mit dem Internet geht. Es gibt zahllose Selbständige, die tippen ihre Rechnungen noch auf einer uralten Schreibmaschine. Den PC mit seinen vielfältigen Möglichkeiten haben diese Leute voller Frust abgehakt. Sobald sich nämlich z. B. ein Tischlermeister oder Gerüstbauer einem PC- oder Internetfreak nähert und dieser Mensch erzählt dann etwas von Flash oder Html, fällt die Klappe, ist der Kontakt mausetot. Der PC-Schrauber fragt womöglich nach der Größe der Festplatte und der Geschwindigkeit der Grafik-Karte. Wieder ist der Kontakt tot, weil der Kunde nur Bahnhof versteht und verinnerlicht, daß das alles nichts für ihn ist.

Ich sehe jeden Tag, wie riesig das Marktpotential ist, sogar in dieser wirtschaftlichen Wüste McPomm. Ich sehe Werbung und Handzettel der Web-Fritzen. Ja, liebe Zeit, deren Kauderwelsch versteht der Elektroinstallateur oder Kfz-Meister nicht! Die elementare Regel in der Werbung, nämlich die Sprache der Zielgruppe zu sprechen, wird von vielen Internet- und PC-Freaks standhaft mit Füßen getreten. Die gehen lieber pleite und zum Sozialamt, bevor sie den Schnabel halten oder deutsch sprechen.

Ich kann einfach nicht glauben, daß eine 1-Mann-Butze in der Webbranche nicht auf die Füße kommt. Er müßte binnen kürzester Frist bis über das Dach mit Arbeit zugeschaufelt sein, wenn er denn überhaupt zielgruppenorientierte Akquise betreibt und sich dabei eher die Zunge abbeißt, bevor er Schlagworte benutzt, die sein Kunde nicht versteht.

Ein Läppi mit ein paar Arbeitsproben, die z. B. den Internetauftritt eines Friseurs, eines Pizzadienstes, Treppenbauers oder Fußbodenlegers zeigen - damit bewaffnet und nach telefonischer Ankündigung direkt an den Mann gegangen, hast Du binnen weniger Tage mehr Arbeit, als Du bewältigen kannst. Wenn Du aber den Mund aufmachst und da kommt dann „JavaScript“ heraus, war die Mühe für die Tonne. Statt dessen verkaufst Du am Rande alles, was der Kunde an PC-Zeuchs braucht, um endlich seine alte „Gabriele“ auszumustern.

Es kann eigentlich nur an den beschriebenen Unzulänglichkeiten liegen, denn die Web-Aufträge für und von kleinen Firmen liegen nach wie vor auf der Straße. Ich bekomme solche Aufträge, obwohl ich sie nicht haben will. Eben gerade gabs lecker Mittag (an den Schreibtisch geliefert!) und ein Tablett mit Kuchen steht auch noch herum. Ich werde seit Monaten bekocht, weil ich dem Selbständigen gegenüber den PC einrichtete und ihm einen Briefbogen gestaltete - einfach lächerlich, aber das kriegen die „professionellen“ PC-Fritzen nicht gebacken. Statt dessen erzählen sie Sachen, die keiner versteht. Wenn meine Baugenehmigung durch ist, sind alle Schacht- und Erdarbeiten gratis. Wieder 'ne PC-Einrichtung und eine sowas von schlichte Webseite. Wenn ich nicht selbst so gerne handwerklich arbeiten würde, könnte ich auf diese Weise bequem meine Hütte bauen -Fielmann-mäßg (keinen Pfennig dazu bezahlt).

Es liegt an Dir, zu überlegen, ob da nicht etwas Wahres dran ist und das zukünftige Handeln danach auszurichten.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Sozialhilfeempfänger haben anderen Status
Hallo Marian,

ich bin auch etwas verwundert. Und zwar über Deine Vorschläge.

Das ist ja gerade
der Unterschied zwischen selbständig sein und abhängig
arbeiten. Der Selbständige muss unter Umständen die erste
Anlaufzeit mit Bankkrediten oder Ersparnissen überwinden, bis
das Geschäft richtig läuft.

Da kann ich konkret was dazu sagen. Kredite krieg ich auf keinen Fall. Ersparnisse gibt’s nicht, im Gegenteil es gibt Schulden.

Ich musste ja mein Gewerbe abmelden.
Das Abmelden verursacht Kosten, nämlich Abmeldegebürhen und
außerdem kann man dann die Sozialhilfe freiberuflich nicht
mehr entlasten.

Falscher Ansatz: Für das Sozialamt ist die Gefahr, dass Du als
Unternehmer mit Deiner Firma mehr Geld verlierst viel größer,
als wenn Du gar nichts machst.

Versteh ich nicht?
Die Kosten sind doch total gering. Außer der Anschaffung für PC und Modem ist da ja nicht so sehr viel.
Außerdem verursache ich dem Sozialamt ja nicht mehr Kosten, sondern weniger. Ob die mir jetzt Hilfe bezahlen, ohne das ich freiberuflich gemeldet bin, oder ob die mir Hilfe, wenn ich freiberuflich gemeldet bin, kann denen doch egal sein?
Ich will gar keine zusätzliche Unterstützung, sondern nur die Erlaubnis legal arbeiten zu dürfen, in dem Bereich, wo ich gut bin!

Wie schon bemerkt: jeder
Existenzgründer hat in den ersten Jahren nur Kosten (für
Werbung, Büromöbel, Hard- und Software, Internetzugang,
Telefon etc.). Ich selbst kenne praktisch keinen
Existenzgründer, der im ersten Jahr Überschüsse über dem
Sozialhilfeniveau erwirtschaftet hätte.

Natürlich, das weis ich auch. Sicherlich nicht darüber, aber immerhin so viel das die Kosten für Modem und Porto gedeckt werden können und nach und nach das Amt immer mehr entlastet werden kann.

Das ist ja ganz wunderbar: „Wenn ich was verdiene, dann kann
ich gut davon leben. Und in den schlechten Monaten zahlt dann
das Sozialamt.“ Ich glaube so ist das mit dem Sozialstaat dann
doch nicht gedacht.

Mach doch mal ein Vorschlag.
Mein guter Wille ist doch überdeutlich. Warum lässt man mich nicht. Es geht doch nur darum, das ich arbeiten will, in dem Bereich wo ich kann.
Es kann nicht sinnvoller sein, das ich vom Arbeitsamt vergehalten werde und Sozialhilfe schnorren muss. Da verstehe ich deinen Logik echt nicht.

Für Deinen Fall gibt es vom Arbeitsamt normalerweise ein
Überbrückungsgeld.

Jain.
Nein das gibt’s nur für Leute die Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld kriegen. Sozialhilfeempfänger sind da ein Sonderfall.

Für Sozialhilfeempfänger gibt aber auch ein Überbrückungsgeld.
Das hatte ich aber schon ca. 3 Monate. Da hat man dann statt 285 € (zusätzlich zur Miete) so ca. 400 €. Ich weis aber nicht mehr genau. Halt so ungefähr geschätzt.

Gruß
Sebastian

Aber man mus erst ein paar Wochen probieren dürfen
Hallo Wolfgang,

Es wurde für serverseitig Programmierung (php, per, mysql) und
Clientseitiger Programmierung in Flash, JavaScript natürlich
die usw. geworben.
Also im Kern das Spektrum eines Webentwicklers.

Aus dieser Aussage kann ich nicht ohne weiteres Deine
Zielgruppe entnehmen. Wem bietest Du Deine Dienstleistung an?

Hast recht.

Nimm es bitte als Hilfe an:

Ja mach ich - danke ! Du willst nicht nur rumkriteln sondern wirklich konstruktive Vorschläge machen. Das gefällt mir so an wer-weiss-was !!
Die meisten hier sind so ! Großes Lob an alle !! J

Etliche Dienstleister können ihre
Dienstleistung nur schwer an den Mann/die Frau bringen, weil
die Zielgruppe nicht begreift, daß sie die Dienstleistung
gebrauchen kann.

Geht mir genau so ! Ich bin meist Fachidot, außerdem habe ich kaum Kontakte weil ich Samstag Abend und Sonntag noch Ideen programmiere etc.
Ich hab so gar nicht mal Kontakte mit Leuten die ähnlich drauf sind.
Da muss ich echt viel verbessern, wirklich wahr!

Aber wie gesagt, ich hatte ja Erfolge, aber in den paar Monaten die mich das Amt lies, war das einfach nicht schnellt genug.
Und es gibt keine Kompromisse. Wenn du wirklich kein Geld zum was zu beißen hast, dann bist du auf da Amt echt angewiesen. Ok, ich hätte mich noch in die Straße zum Betteln setzen können, oder entfernte Verwandte bequatschen, die ich eigentlich gar nicht kenne, aber da hab ich auch meinen Stolz.

Und die Leute, die verstehen, um was es geht,
stecken so tief in der Materie, daß sie die Dienstleistung
nicht kaufen müssen.

Ja richtig. Bzw. ich habe ja auch fertigen Tool angeboten.
Sie hätten dann die Tools ohne die Dienstleistung gekauft.
Nur da hatte ich keine Kontakte. Solche Leute müssten IT-Kräfte aus Firmen sein, die mich dann an den Verkauf weiterempfehlen. Anderseits müsste Firma aber noch klein genug sein, das Sie nicht bereits umfangreiche Systeme für ca 50.000 € erworben hat.

Darüber hinaus gibt es viele Begriffe, unter denen jeder etwas
anderes versteht. „Webentwickler“ ist so ein Begriff.

Ja genau, damit habe ich auch viele Probleme.
Z.B. nennen sich viele Programmierer, bloß weil Sie Html können.
Dabei ist Html, genau wie RTF, keine Programmiersprache, sondern einen Dokumentbeschreibungssprache.

Ich sehe Werbung und
Handzettel der Web-Fritzen. Ja, liebe Zeit, deren Kauderwelsch
versteht der Elektroinstallateur oder Kfz-Meister nicht!

Ja aber es ist echt schwehr zu vormulieren. Für mich wenigstens.
Wie willst du jemand erklären was für vorteile eine Datenbank hat, wenn er nur wenige Minuten Zeit hat und wenn du keine Fachwörter verwenden darfst.
Möglicherweise zahlt er für den Webdesigner der seine statische Seite betreut für jede kleine Textänderung viel Geld.
Mit statischen Seiten könnte er das alles selber machen.
Aber das Umstellen der Seiten kostet erst mal Geld. Aber eigentlich weis der Kund noch gar nicht wirklich was er dann hat.
Da lässt er doch oft einfach die Finger davon, weil er auch anderes zu tun. Nicht weil er schlecht findet, aber weil er nicht spontan gleich durchblickt.

Die gehen lieber
pleite und zum Sozialamt, bevor sie den Schnabel halten oder
deutsch sprechen.

Das ist aber mir gegenüber nicht fair. Du hast doch selber gesagt, da man mindesten über ein Jahr braucht bis man wirklich Umsatz macht. Dann sind die wenigen vom Amt genehmigten Monate, viel zu wenig.

Ich kann einfach nicht glauben, daß eine 1-Mann-Butze in der
Webbranche nicht auf die Füße kommt.

Ich auch nicht.

Ein Läppi mit ein paar Arbeitsproben, die z. B. den
Internetauftritt eines Friseurs, eines Pizzadienstes,
Treppenbauers oder Fußbodenlegers zeigen - damit bewaffnet und
nach telefonischer Ankündigung direkt an den Mann gegangen,
hast Du binnen weniger Tage mehr Arbeit, als Du bewältigen
kannst.

Das ist sicher der richtig Ansatz.
Nur Legal geht das wohl die erste Zeit nicht.
Man muss sich die Überbrückungszeit dann eben selbst erteilen, und wenn es sich auch nur um wenige Wochen handelt. Das Amt spielt da leider nicht mit. Schade eigentlich. Wäre doch so viel einfacher.

Es kann eigentlich nur an den beschriebenen Unzulänglichkeiten
liegen, denn die Web-Aufträge für und von kleinen Firmen
liegen nach wie vor auf der Straße. Ich bekomme solche
Aufträge, obwohl ich sie nicht haben will.

Oh ! Wie wär’s. Du kassierst Provision und schickst die an mich. Ach nur so ne Idee.

Es liegt an Dir, zu überlegen, ob da nicht etwas Wahres dran
ist und das zukünftige Handeln danach auszurichten.

Ja sicher, ich habe wieder einiges gelernt. Und ich werde versuchen das Amt zu überzeugen mich wieder machen zu lassen.
Ich bin echt fitt genug. In meiner letzent Anstellung (ist schon lange her) gab’s Leute die hatten es weniger drauf als ich und haben brutto 6000 DM verdient.
Kaum zu glauben, das ich da heute aus dem Supermarkt , manchmal abgelaufene Ware kaufe, weil die billiger ist.
Tja, es kommt auch wieder anders.

Gruß
Baddi

Ja, probieren wirs mit Diplomatie
hi Bernd,

du bist nicht allein im real existierenden sozialstaat :wink:

Danke, so ein Beitrag (deiner) tut auch mal gut ! :smile:

bis du so sauer bist, dass du einen anwalt einschaltest-
vorher tut sich meist nicht viel.

Tja, kein Geld für Anwalt da. Ich sollte es jetzt mal ohne Anwalt versuche, davor hatte ich auch Angst, aber ich muss es tun. Ist sicher gar nicht so schlimm.

immerhin lässt sich rekonstruieren, was er sich wohl gedacht
hat:

  1. er fühlt sich am puls der zeit und meint, dass eine
    high-tech-angelegenheit wie eine web-seite ein
    vermögensgegenstand sein muss. und „vermögen“ hast du zu
    verbrauchen.

Sorry, ich verstehe dein Fachwörter nicht. Für mich Bahnhof.
Vermögensgegenstand ? Webseite ist Webseite? Von mir aus ein Vermögen, aber ich brauch das :wink:

  1. weiterhin hast du dich wirtschaftlich zu verhalten (was
    immer dein sachbearbeiter auch darunter verstehen mag).

Ich muss die also davon überzeugen das die Kosten sparen, wenn die mich wieder machen lassen. Das müsste doch irgendwie zu schaffen sein !

das übliche fazit: rübe runter.

Hä ? Soll ich dann erst mal nix vordern ?

du hast zwei möglichkeiten:
zunächst mal zähne zusammen beißen, gute miene zu bösen spiel
machen, alle diplomatischen instinkte zusammen nehmen und
verhandeln.

So soll es sein. Wird ich machen.
Ich würd das Schreiben an das Amt gerne hier Posten. Wär doch abschießend interessant nich?

zweitens: kompetenten rechtsbeistand suchen und dem knilch
eine breitseite verpassen.

Hui ! Blöd das das wieder Geld kostet. Nich?

(ich-ag, überbrückungsgeld).

Wie schon gesagt, für meinen Status (Sozialhilfe) gilt das leider nicht.

möge die macht mit dir sein :wink:

Dnke ! Und auch mit dir ! Und euch allen : )
Baddi


Hallo Wolfgang,

Es wurde für serverseitig Programmierung (php, per, mysql) und
Clientseitiger Programmierung in Flash, JavaScript natürlich
die usw. geworben.
Also im Kern das Spektrum eines Webentwicklers.

Aus dieser Aussage kann ich nicht ohne weiteres Deine
Zielgruppe entnehmen. Wem bietest Du Deine Dienstleistung an?

Hast recht.

Nimm es bitte als Hilfe an:

Ja mach ich - danke ! Du willst nicht nur rumkriteln sondern wirklich konstruktive Vorschläge machen. Das gefällt mir so an wer-weiss-was !!
Die meisten hier sind so ! Großes Lob an alle !! J

Etliche Dienstleister können ihre
Dienstleistung nur schwer an den Mann/die Frau bringen, weil
die Zielgruppe nicht begreift, daß sie die Dienstleistung
gebrauchen kann.

Geht mir genau so ! Ich bin meist Fachidot, außerdem habe ich kaum Kontakte weil ich Samstag Abend und Sonntag noch Ideen programmiere etc.
Ich hab so gar nicht mal Kontakte mit Leuten die ähnlich drauf sind.
Da muss ich echt viel verbessern, wirklich wahr!

Aber wie gesagt, ich hatte ja Erfolge, aber in den paar Monaten die mich das Amt lies, war das einfach nicht schnellt genug.
Und es gibt keine Kompromisse. Wenn du wirklich kein Geld zum was zu beißen hast, dann bist du auf da Amt echt angewiesen. Ok, ich hätte mich noch in die Straße zum Betteln setzen können, oder entfernte Verwandte bequatschen, die ich eigentlich gar nicht kenne, aber da hab ich auch meinen Stolz.

Und die Leute, die verstehen, um was es geht,
stecken so tief in der Materie, daß sie die Dienstleistung
nicht kaufen müssen.

Ja richtig. Bzw. ich habe ja auch fertigen Tool angeboten.
Sie hätten dann die Tools ohne die Dienstleistung gekauft.
Nur da hatte ich keine Kontakte. Solche Leute müssten IT-Kräfte aus Firmen sein, die mich dann an den Verkauf weiterempfehlen. Anderseits müsste Firma aber noch klein genug sein, das Sie nicht bereits umfangreiche Systeme für ca 50.000 € erworben hat.

Darüber hinaus gibt es viele Begriffe, unter denen jeder etwas
anderes versteht. „Webentwickler“ ist so ein Begriff.

Ja genau, damit habe ich auch viele Probleme.
Z.B. nennen sich viele Programmierer, bloß weil Sie Html können.
Dabei ist Html, genau wie RTF, keine Programmiersprache, sondern einen Dokumentbeschreibungssprache.

Ich sehe Werbung und
Handzettel der Web-Fritzen. Ja, liebe Zeit, deren Kauderwelsch
versteht der Elektroinstallateur oder Kfz-Meister nicht!

Ja aber es ist echt schwehr zu vormulieren. Für mich wenigstens.
Wie willst du jemand erklären was für vorteile eine Datenbank hat, wenn er nur wenige Minuten Zeit hat und wenn du keine Fachwörter verwenden darfst.
Möglicherweise zahlt er für den Webdesigner der seine statische Seite betreut für jede kleine Textänderung viel Geld.
Mit statischen Seiten könnte er das alles selber machen.
Aber das Umstellen der Seiten kostet erst mal Geld. Aber eigentlich weis der Kund noch gar nicht wirklich was er dann hat.
Da lässt er doch oft einfach die Finger davon, weil er auch anderes zu tun. Nicht weil er schlecht findet, aber weil er nicht spontan gleich durchblickt.

Die gehen lieber
pleite und zum Sozialamt, bevor sie den Schnabel halten oder
deutsch sprechen.

Das ist aber mir gegenüber nicht fair. Du hast doch selber gesagt, da man mindesten über ein Jahr braucht bis man wirklich Umsatz macht. Dann sind die wenigen vom Amt genehmigten Monate, viel zu wenig.

Ich kann einfach nicht glauben, daß eine 1-Mann-Butze in der
Webbranche nicht auf die Füße kommt.

Ich auch nicht.

Ein Läppi mit ein paar Arbeitsproben, die z. B. den
Internetauftritt eines Friseurs, eines Pizzadienstes,
Treppenbauers oder Fußbodenlegers zeigen - damit bewaffnet und
nach telefonischer Ankündigung direkt an den Mann gegangen,
hast Du binnen weniger Tage mehr Arbeit, als Du bewältigen
kannst.

Das ist sicher der richtig Ansatz.
Nur Legal geht das wohl die erste Zeit nicht.
Man muss sich die Überbrückungszeit dann eben selbst erteilen, und wenn es sich auch nur um wenige Wochen handelt. Das Amt spielt da leider nicht mit. Schade eigentlich. Wäre doch so viel einfacher.

Es kann eigentlich nur an den beschriebenen Unzulänglichkeiten
liegen, denn die Web-Aufträge für und von kleinen Firmen
liegen nach wie vor auf der Straße. Ich bekomme solche
Aufträge, obwohl ich sie nicht haben will.

Oh ! Wie wär’s. Du kassierst Provision und schickst die an mich. Ach nur so ne Idee.

Es liegt an Dir, zu überlegen, ob da nicht etwas Wahres dran
ist und das zukünftige Handeln danach auszurichten.

Ja sicher, ich habe wieder einiges gelernt. Und ich werde versuchen das Amt zu überzeugen mich wieder machen zu lassen.
Ich bin echt fitt genug. In meiner letzent Anstellung (ist schon lange her) gab’s Leute die hatten es weniger drauf als ich und haben brutto 6000 DM verdient.
Kaum zu glauben, das ich da heute aus dem Supermarkt , manchmal abgelaufene Ware kaufe, weil die billiger ist.
Tja, es kommt auch wieder anders.

Gruß
Baddi

Enwurf v. Schreiben an das Sozialamt
Ich hoffe ich habe gut vormuliert, Montag oder Dienstag, will ich das dann abschicken.
Was haltet Ihr davon. Gut oder ?
Gruß Baddi

Betreff: Bitte um Arbeitserlaubnis als Dienstleister

Sehr geehrte Frau XY,

damit ich meinen Sozialhilfeanteil noch weiter verringern kann und vielleicht sogar irgendwann ganz auf diese Hilfe verzichten kann, möchte ich Sie bitten, mir zu erlauben grundsätzlich Aufträge annehmen zu dürfen.
Ich denke da an Wartungsarbeiten an PCs oder Erstellung von Homepages oder andere Pflegearbeiten oder auch Beratung oder Schulung.
Ich würde gerne in diesem Bereich Möglichkeiten wahrnehmen bitte erlauben Sie mir dies.
Es ist sicherlich in Ihrem Sinne, wenn ich den Sozialhilfeanteil damit verringern kann.
Ich brauche diese Ihre Erlaubnis um zukünftig überhaupt mit potentiellen Auftraggebern verbindlich sprechen zu können.
Durch diese Erlaubnis erhöhen sich für mich und für Sie keine Kosten. Weder Werbekosten noch sonst etwas. Es geht mir um die Erlaubnis an sich.
Bitte erlauben Sie mir außerdem eine Webseite, also eine Art Visitenkarte, zu publizieren

Ich hoffe auf Ihre positive Antwort im Sinne des Sozialstaates, im Sinne aller, Ihrem, meinem, und den Kunden, die es hoffentlich bald in möglicht großer Zahl geben wird.

Mit freundlichen Grüßen
xxxxxxxxxxxxxxxx

Risiko minimieren
Hallo Baddi,

  1. weiterhin hast du dich wirtschaftlich zu verhalten (was
    immer dein sachbearbeiter auch darunter verstehen mag).

Ich muss die also davon überzeugen das die Kosten sparen, wenn
die mich wieder machen lassen. Das müsste doch irgendwie zu
schaffen sein !

Eines der Probleme, die ich bei der Sache sehe: Als Unternehmer kannst Du nicht nur Geld verdienen, sondern auch verlieren. Ein „Schreckensbeispiel“, welches uns mal in einer Vertragsrechts-Schulung erläutert wurde, dazu: Der berühmte Ein-Mann-Betrieb bekommt von einem mittelständigen Unternehmen den Auftrag, eine von ihm entwickelte kleine Software-Utility auf dem Großrechner des Mittelständlers zu installieren. Aus technischen Gründen brachte die Software des Kleinunternehmers den Host zum Absturz. Drei Tage Produktionsausfall. Kosten in 6-stelliger Höhe. Der Programmierer hatte keinen gescheiten Vertrag abgeschlossen, sondern sozusagen „per Handschlag“ - also auf BGB-Basis, abgeschlossen… und musste zahlen!

Auf Deine Position bezogen: Du musst alles vermeiden, was Deine Leistung als Werksleistung (mit entsprechender Ergebnis-Haftung) charakterisiert. Ansonsten musst Du wasserdichte Verträge machen mit entsprechendem Haftungsausschluß. (Und jetzt sage bitte nicht „sowas kann mir niemals passieren, ich mache doch bloß …“. Genau das hatte der unglückliche Programmierer aus dem Beispiel auch gedacht!)

Unter Umständen lässt sich das Amt dann überzeugen.

Gruß
Stefan

vorsicht
hey baddi,
du bist nicht ganz auf dem stand und das ist eine taktische schwäche, die dich eine menge geld (und nerven) kosten kann:

Tja, kein Geld für Anwalt da.

macht nix: als sozialhilfe-empfänger hast du anspruch auf beratungs- und prozesskostenbeihilfe. einer der wenigen vorteile, wenn man da drinhängt- alles kostenlos für dich.

Ich sollte es jetzt mal ohne
Anwalt versuche, davor hatte ich auch Angst, aber ich muss es
tun. Ist sicher gar nicht so schlimm.

oh doch: das kann sehr schlimm enden, denn im sozialrecht wimmelt es von stolperdrähten, bei denen sich noch nicht mal alle juristen richtig auskennen. ich kann aus leidvoller erfahrung nur dringend davor warnen, etwas zu versuchen, wenn du nicht präzise weißt, was du tust (und was die konsequenzen sein könnten!)
dringender rat also: wenn du meinst, dass du ohne anwalt nicht mehr weiterkommst, recherchiere einen ausgewiesenen sozialrechtler in deiner nähe (alle andern sind gefährlich).

vermögensgegenstand sein muss. und „vermögen“ hast du zu
verbrauchen.

Sorry, ich verstehe dein Fachwörter nicht. Für mich Bahnhof.
Vermögensgegenstand ?

ehäm: was ist am wort vermögensgegenstand so unverständlich?

Webseite ist Webseite?

wenn du damit geld erwirtschaften kannst, ist es für oberflächlich denkende bürokraten ein vermögensgegenstand. sprich: man kann ihn verkaufen.

Von mir aus ein
Vermögen, aber ich brauch das :wink:

sorry, aber: wenn du dir deine argumentation so einfach machst, säufst du ab.

Ich muss die also davon überzeugen das die Kosten sparen, wenn
die mich wieder machen lassen. Das müsste doch irgendwie zu
schaffen sein !

so hatte ich das an dieser stelle zwar nicht gemeint, aber es ist an und für sich eine richtige argumentationsstrategie.

das übliche fazit: rübe runter.

Hä ? Soll ich dann erst mal nix vordern ?

nein: die rübe, die hier gerollt ist, ist dein gewerbe/deine seite. mehr war nicht gemeint.

Ich würd das Schreiben an das Amt gerne hier Posten.

ich sags an dieser stelle: ich würde das nicht so machen. in schriftlicher form zwingt das den sachbearbeiter zum briefschreiben. das ist unangenehme arbeit. für dich ist das schonmal ein schwerer tatktischer nachteil. und außerdem wird er noch angst haben, dir irgendwelche schriftlichen (und damit evtl. rechtsverbindlichen) zusagen zu machen. wenn der so drauf ist wie meiner, ignoriert er dein schreiben einfach.
mein tipp daher:

  1. ruf an oder geh persönlich vorbei. solch informeller rahmen ist genau richtig, um denen auf den zahn zu fühlen- um mehr geht es erstmal nicht.
  2. schildere, dass du der ansicht bist, dass deine selbstständige tätigkeit für dich eine realistische möglichkeit darstellt, wieder auf eigenen füßen stehen zu können. wichtig dabei: das amt ist nicht der ort, wo man einfach mal so drauflos redet (das kann dich kopf und kragen kosten).
  3. hör dir in aller gemütsruhe an, was ihm so dazu einfällt.
    im günstigsten fall erklärt er dir, was du beantragen musst und welche bedingungen du zu erfüllen hast. im ungünstigen fall kriegst du zu hören, dass er das alles für aussichtslosen blödsinn hält. das ist auch sehr nützlich: du weißt dann konkret, dass du ohne anwalt nicht mehr weiter kommst und kennst auch schon einiges von der argumentation, die du dann auszuhebeln hast.
  4. was immer du auch zu hören bekommst: bedank dich und geh nach hause. überlass eventuelle streitigkeiten dem anwalt, das ist sehr förderlich fürs zukünftige gesprächsklima.

(ich-ag, überbrückungsgeld).

Wie schon gesagt, für meinen Status (Sozialhilfe) gilt das
leider nicht.

oh doch: die ich-ag ist gerade für sozialhilfe-empfänger gedacht, die sonst keine anderen möglichkeiten haben. informiere dich vorher genau! (internet-seiten der regierung z.b., IHK, vielleicht hat deine behörde auch schon irgendeinen flyer dazu). das ganze ist ein rechenexempel und ob du mit solcher förderung tatsächlich besser fährst, musst du für dich ganz alleine ausrechnen.
so: und nun die ärmel aufgekrempelt! :wink:

greetings
bernd

p.s.
das ist die berühmte fahrstuhlfrage (sprich: jemandem in zwei minuten fahrstuhl-fahrt erklären, warum er deine dienstleistung kaufen soll):

Wie willst du jemand erklären was für vorteile eine Datenbank
hat, wenn er nur wenige Minuten Zeit hat und wenn du keine
Fachwörter verwenden darfst.

viele unternehmensberater sagen: wenn du das nicht schaffst, schaffst du’s nie.
und ich finde, da ist was dran…

hey bernd,

oh doch: das kann sehr schlimm enden, denn im sozialrecht
wimmelt es von stolperdrähten, bei denen sich noch nicht mal
alle juristen richtig auskennen. ich kann aus leidvoller
erfahrung nur dringend davor warnen, etwas zu versuchen, wenn
du nicht präzise weißt, was du tust (und was die konsequenzen
sein könnten!)

Hmmmm. Ok, danke. Dann denkst du also meine Anfrage die ich oben gepostet hab is nicht gut ?
Ich meine beim Fragen geht man ja kein Risiko ein ?
Sagen die dir zu, dann habe ich was gewonnen.
Ansonsten kann ich immer noch zum Anwalt.
Die Frau Amt kenne ich schon. Die war damals ganz radikal und uneinfühlsam, so habe ich die in Erinnerung. Die hat mir gar nicht recht zugehört und einfach darauf bestanden (das war im Amt) das ich Unterschreibe das ich alles hinwerfe (Kontoauflösung, Seite, Gärwerbeabmeldung etc.). Ruckzug hatte die handschriftlich einen Zettel zusammengeschrieben, den ich Unterschreiben musste.
Das war sicherlich ein Fehler. Ich hätte das nicht gleich machen sollen.
Ich hätte den Zettel erst mitnehmen sollen, zum überdenken und Sie nach der rechtlichen Grundlage fragen.
Ich geh da nicht gerne hin.
Eine freundliche nette Anfrage ist mir da lieber.
Ja ich denke ich werde mein obiges Schreiben verschicken. Vielleicht habe ich ja Glück.
Wenn nein höre ich wenigstens wie Sie argumentiert. Bisher hat Sie schriftlich immer ausführlich geantwortet.

Nach einem Anwalt in der Nähe (Sozialrechtler) kann ich mich ja mal umschauen. Danke für den Tipp !
Ich kenne einen Anwalt vom abendlichen Frisbeespielen, wenn ich den wieder treffe, kann ich den ja mal fragen ob er mir jemand empfiehlt.
Der ist echt nett.

Webseite ist Webseite?

wenn du damit geld erwirtschaften kannst, ist es für
oberflächlich denkende bürokraten ein vermögensgegenstand.
sprich: man kann ihn verkaufen.

Ach so. Hmmm. Ja das ist Philosophie. Man kann schon sagen, das Sie zumindest indirekt das erwirtschaften des Geldes begleitet/unterstützt, aber natürlich nicht Vorraussetzung oder zwingend erforderlich ist.

ich sags an dieser stelle: ich würde das nicht so machen. in
schriftlicher form zwingt das den sachbearbeiter zum
briefschreiben. das ist unangenehme arbeit. für dich ist das
schonmal ein schwerer tatktischer nachteil. und außerdem wird
er noch angst haben, dir irgendwelche schriftlichen (und damit
evtl. rechtsverbindlichen) zusagen zu machen.

Andererseits wird er so nicht wagen, Dinge ohne Begründung zu fordern.
Ich hatte dein Eindruck das dies nämlich bei meiner verhängnisvoller Unterschrift der Fall war.
Dort ist nämlich kein einziger Paragraph oder so erwähnt. Ich hab mich wohl übern Tisch ziehen lassen, so ist mein Eindruck.

wenn der so
drauf ist wie meiner, ignoriert er dein schreiben einfach.

Das hat die noch nie gemacht. Die schreibt eigentlich ganz ausführlich und höflich. Mach ich ja auch.
Ich denke die kennt mich schriftlich wesentlich netter als persönlich.
Bei unserer letzten persönlichen Begegnung war ich entsetzt und fühlte mich misshandelt (weil Sie mir die Grundlage zum weitermachen entzog, in einer viel versprechenden Phase). Die hatten nicht mal Tschüß gesagt. Besser wenn die sich nicht persönlich an mich erinnert.

  1. ruf an oder geh persönlich vorbei. solch informeller rahmen
    ist genau richtig, um denen auf den zahn zu fühlen- um mehr
    geht es erstmal nicht.

Hmmmm. Wird mir merken. Vielleicht bald mal.

… was immer du auch zu hören bekommst: bedank dich und geh
nach hause. überlass eventuelle streitigkeiten dem anwalt, das
ist sehr förderlich fürs zukünftige gesprächsklima.

Danke und das mit der „berühmten Fahrstuhlfrage“ wird auch schon irgendwie klappen.
Zu ich-ag, überbrückungsgeld schau ich noch mal nach.

Grüßles Baddi

Verkomplizierung
Hi Bernd hi all.
Ich habs letztlich nicht erwähnt, weil wir noch nicht so weit fotgeschritten waren im Schreiben, aber ich denke jetzt sind wir so weit das ich damit raus kann.
Es ist interessant, das es meine Bearbeiterin vom Sozialamt gar nicht gestürt hat , als ich Ihr schriftl. , ganz erfreut , über eine Einname von 150 € durch eine Schulungstätigkeit berichtete.
Sie teilte mir schriftlich mit das ich die Rechnung und den Kontoauszug bei Erhalt ihr schicken soll.
Das war doch ein freiberuflich Akt. Das hat Sie gar nicht gstöhrt.
Andererseits fühl ich mich halt jetzt unter Druck.
Ich sollte endlich meine Rechstslage positiv definieren können.
Ich denke es ist taktisch unklug, wenn ich Ihr klar mache, das ihr handen in sich widersprüchlich ist.
Vermutlich ist ihr das gar nicht bewusst, was ich ihr vor langer Zeit unterschreiben musste und Sie freut sich das ich durch diese Einnahmen die Hilfe entlaste.
Vielleicht gut das ich das einfach laufen lasse ?
Oder auch gut das ich mal Anfrage, ob Sie es gut findet, wenn ich weiterhin, von nun an, freiberuflich arbeite.
Von dem alten Schreiben brauche ich ja gar nicht reden.
Is doch gut wenn Sie es vergessen hat ?
Und wenn ich Sie durch vorsichtiges nettes Anfragen zu Versprechungen bewegen kann… dann gelten doch die neueren Schreiben, d.h. das alte wird dann unwirksam. Is doch so ?
Schönen Gruß Baddi

moin baddi,
gar keine komplizierung, sondern eher das gegenteil:

gar nicht gestürt hat , als ich Ihr schriftl. , ganz erfreut ,
über eine Einname von 150 € durch eine Schulungstätigkeit
berichtete.

das ist genau die höchstgrenze dessen, was du nebenbei verdienen darfst (wenn du 200 verdienst, ziehen sie 50 von der nächsten hilfe ab).

Sie teilte mir schriftlich mit das ich die Rechnung und den
Kontoauszug bei Erhalt ihr schicken soll.
Das war doch ein freiberuflich Akt. Das hat Sie gar nicht
gstöhrt.

gut so, dann halt vielleicht erstmal lieber die füße still und bring sie nicht mit offiziellen schreiben auf dumme gedanken.

Andererseits fühl ich mich halt jetzt unter Druck.
Ich sollte endlich meine Rechstslage positiv definieren
können.

eben: lass dich vom anwalt beraten.

Ich denke es ist taktisch unklug, wenn ich Ihr klar mache, das
ihr handen in sich widersprüchlich ist.

auf jeden fall: es gibt für amtsmenschen nichts schlimmeres, als „das gesicht zu verlieren“.

Vermutlich ist ihr das gar nicht bewusst, was ich ihr vor
langer Zeit unterschreiben musste und Sie freut sich das ich
durch diese Einnahmen die Hilfe entlaste.

das kann durchaus sein.

Vielleicht gut das ich das einfach laufen lasse ?

wo sie beim ersten mal keine probs gemacht hat, kann es sein, dass dies evtl. der reibungsloseste weg ist, bei dem du keine schlafenden hunde weckst.
versuch doch mal, einen höher wertigen auftrag zu bekommen (ca. 250), wenn du irgendwie die möglichkeit hast und check, was sie dann macht. zum anwalt gehen kannst du dann ja immer noch.

Oder auch gut das ich mal Anfrage, ob Sie es gut findet, wenn
ich weiterhin, von nun an, freiberuflich arbeite.

unter diesen vorraussetzungen würd ich mir das erstmal sparen. eine konkrete probe aufs exempel ist auf jeden fall aussagekräftiger. und wo sie’s ja schon mal geschluckt hat…
allgemein musst du allerdings selbst wissen, wann du welches risiko gehen willst, da kann dir von außen wohl keiner was raten.

munter bleiben
bernd