Soziale Netzwerke

Hallo,

eine Frage zu den Sozialen Netzwerken wie Eraffe, StudiVZ, Lokalisten, …
Wieso geben so viele User freiwillig ihre Daten an?
Ist es ihnen egal, ob sie zugeschnittene Werbung bekommen?
Ist es ihnen egal, dass die Betreiber, die Daten für jeden scheiß hernehmen können (laut AGB)? In der Fußgängerzone sagt mir doch auch niemand seine Hobbys, Vornamen, Geburtsort, …! Damit kann man doch ziemlich perfekte Nutzerprofile herstellen, oder? Trotz alldem finde ich die Idee von den Betreibern zum Sammeln von Daten perfekt und es regt sich keine Schwein auf^^

Ciao Frosti

Moien

Ist es ihnen egal, ob sie zugeschnittene Werbung bekommen?
Ist es ihnen egal, dass die Betreiber, die Daten für jeden
scheiß hernehmen können (laut AGB)?

Sie wissen es nicht. Sie stellen keinen Zusammenhang zwischen den 5kg Post-Werbung pro Monat und ihrem Netzauftritt her und glauben alle würden so zugemüllt werden.

Bonuskarten sind auch sehr nett.

… und es regt sich keine Schwein auf^^

Wir hatten am Anfang des Sommerlochs so ein schönes grosses Datenschutzproblem. Was ist da konkret rausgekommen? … daran kann man ablesen wie weit es Otto-normal am A****h vorbei geht. Wenn es tatsächlich jemanden interessieren würde hätten wir jetzt ein Datenhandel-verbot.

cu

Da es konkret angesprochen wurde:
Im SchülerVZ war die Lage glücklicherweise etwas anders. Zum Jahreswechsel 2007/2008 kündigte der Betreiber an, daß es personalisierte Werbung sogar per SMS aufs Handy geben würde. Es wurde ein Termin festgesetzt, zu dem jeder, der damit nicht einverstanden war den Account stillegen konnte. Weiterhin würde man sich aus ‚technischen Gründen‘ vorbehalten, von allen die nach dem Termin ihren Account kündigen würden, die persönlichen Daten in der Datenbank zu behalten.
Es rolllte eine Protestwelle der Benutzer, die Richtlinien sind so daraufhin nicht umgeserzt worden. Beinahe nieman hat noch persönliche Angaben im StudiVZ und sehr viel haben sogar ihren Namen bzw. Nachnamen unkenntlich gemacht, was eigentlich laut Regeln des StudiVZ nicht erlaubt ist, aber endweder machen es zu viele Leute oder es interessiert die Betreiber nicht.

Hallo,

Ist es ihnen egal, ob sie zugeschnittene Werbung bekommen?

Vielleicht. Besser „zugeschnittene Werbung“ als Allerwelt-Werbung :wink:
Ich persönlich habe da einen Tunnelblick und „sehe“ die Werbung gar nicht.

Ist es ihnen egal, dass die Betreiber, die Daten für jeden
scheiß hernehmen können (laut AGB)?

Kommt vielleicht auch auf das Netzwerk an. Es gibt durchaus welche, in deren AGB der Datenschutz schon eine Rolle spielt.

Sie wissen es nicht. Sie stellen keinen Zusammenhang zwischen
den 5kg Post-Werbung pro Monat und ihrem Netzauftritt her und
glauben alle würden so zugemüllt werden.

Dazu folgendes „Einzelbeispiel“. Ich selbst bin ziemlich aktiv im Internet in Netzwerken, Foren, Umfragenportalen.
Die 5kg-Werbung zu Hause erhält komischerweise fast ausschließlich mein Mann, der im Gegensatz zu mir im Internet sehr zurückhaltend ist.

Beatrix

Ist doch praktisch

Sie wissen es nicht. Sie stellen keinen Zusammenhang zwischen
den 5kg Post-Werbung pro Monat und ihrem Netzauftritt her und
glauben alle würden so zugemüllt werden.

Ich lese keine Zeitung, brauch aber denn noch ab und an Altpapier zum Gläsertransport und Grillanheizen.

Außerdem gehören Papierhersteller zu unseren Kunden.

Gruß

Stefan

Beispielsweise ist es bei studivz auch möglich zumindest die personalisierte Werbung abzuschalten. Für die restliche Werbung hab ich mein Firefox +entsprechende Plugins. Achja mein vollständigen Account können auch nur meine Freunde sehen…

Off topic: nicht gar so praktisch

Außerdem gehören Papierhersteller zu unseren Kunden.

Für (viele) Papierhersteller ist die Werbeflut ein ebenso großes oder gar größeres Ärgerniss als wie für die damit zugemüllten Kunden. Die für die Werbung produzierten Papiere können oft nur knapp über dem Deckungsbeitrag verkauft werden; zugleich treibt die Nachfrage aber den Zellstoffpreis und damit die Rohstoffkosten für höherwertige Papiere in die Höhe. Während des Booms des neuen Marktes um die Jahrtausendwende waren die immer dickeren Zeitungsbeilagen in FAZ u. a., Emissionsberichte, Anlegerprospekte etc. wesentlich mitverantwortlich für eine globale Krise der Papierindustrie, in der sehr viele mittelständische Papierhersteller in die Insolvenz getrieben wurden.

Zählten zu deinen Kunden die Zellstoffhersteller, stimmte ich deiner Argumentation zu.

Gruß

1 „Gefällt mir“

Hallo,

eine Frage zu den Sozialen Netzwerken wie Eraffe, StudiVZ,
Lokalisten, …
Wieso geben so viele User freiwillig ihre Daten an?

Weil sie das Angebot nutzen wollen, und dies eben nur funktioniert, wenn man auch Daten eingibt.

Ist es ihnen egal, ob sie zugeschnittene Werbung bekommen?

Wo ist das Problem? Was ist der Nachteil gegenüber nicht personalisierter Werbung? Du wirst doch genauso wenig gezwungen den dich überhaupt nicht interessierten Pillencocktail aus dem Massenspam zu kaufen wie den perfekt zu dir passenden Sportwagen. Ein mündiger Bürger entscheidet immer noch selbst, was er kauft und was nicht.

Ist es ihnen egal, dass die Betreiber, die Daten für jeden
scheiß hernehmen können (laut AGB)? In der Fußgängerzone sagt
mir doch auch niemand seine Hobbys, Vornamen, Geburtsort, …!

Die Frage ist immer, ob die Nutzer eine Nutzen/Risiko-Analyse für sich durchführen oder nicht, und zu welchem Ergebnis sie kommen. Sicherlich sind viele Leute naiv und unbedarft, aber das ist deren persönliches Problem. Es gibt genug Leute, die wissen was sie tun, und warum sie es tun.

Damit kann man doch ziemlich perfekte Nutzerprofile
herstellen, oder?

Na ja, das ist ein Thema das man auch sehr differenziert sehen sollte. Die aktuelle Paranoia vieler Menschen, die meinen nur unter vollkommener Anonymität existieren zu können, ist sicher genaus so falsch wie der absolut unreflektierte Umgang mit personenbezogenen Daten anderer Leute.

Trotz alldem finde ich die Idee von den
Betreibern zum Sammeln von Daten perfekt und es regt sich
keine Schwein auf^^

Du tust es doch. Andere tun es auch. Es stellt sich immer nur die Frage wie qualifiziert diese Aufregung ist. Wenn mich jemand damit schocken will, dass er meine Kontonummer und dazu gehörende BLZ im Internet gefunden hat, dann kann ich nur mit den Achseln zucken. Das sind keine geheimen Daten, die stehen auf jedem Briefbogen. Wenn jemand rausgefunden hat, auf welche Schulen ich gegangen bin, dann ist dies nichts für das ich mich schämen muss. Adresse und Telefonnummer, … was solls, die stehen in öffentlich verfügbaren Verzeichnissen die man auch ohne Internet problemlos abfragen kann. Was mich inzwischen nervt sind die Auswirkungen dieser Paranoia die mich einfach nur Zeit kosten, wenn ich z.B. einer Behörde Daten mitteilen muss (und hierzu auch verpflichtet bin), die sie auch selbst problemlos von einer anderen Behörde anfordern könnte, es aber leider nicht darf.

Wenn ich irgendwelche wirklich peinlichen oder gefährlichen Dinge treiben würde, dann würde ich dies sicher nicht mit auf mich rückverfolgbaren Anmeldedaten, … tun. Meine Steuerdaten stehen auch nicht im Internet, und möchte ich da auch nicht sehen (obwohl z.B. die Norweger dies machen).

Gruß vom Wiz

Hallo Frosti,

Grundsätzlich gebe ich dir Recht und grundsätzlich muss deutlich mehr Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Datenschutz betrieben werden. Ebenso muss auch stärker der rechtliche Rahmen definiert werden.

Der freie Handel mit Daten ist extrem fragwürdig.

Jedoch muss auch klar sein, sobald man sich in die Öffentlichkeit begibt gibt man etwas von sich preis.

Kleiner Versuch:
Nach 1 Minute stöbern findet man heraus, dass du:

  • Einen Bruder hast
  • Ubuntu nutzt
  • DVBT nutzt
  • Einen Mp3-player nutzt
  • Dich mit Fahrrädern auskennst und ein großer Freund von V-Brakes bist.

Ich schätze es sollte kein Problem sein, mit etwas mehr Aufwand, ein Profil für dich zurechtzuschneidern. Ich bin ja nun kein Fachmann, kann ja auch Blödsinn sein, aber ich denke ein solches Profil kann sehr genau werden.

Du bist sehr Computer- und Medienaffin, sorgst dich um Datenschutz, und und und. Ableitbar wären deine Altersgruppe, deine Hobbies, Familienstand, etc. Das in Verbindung mit deiner oder einer E-Mail-Adresse und personalisierte Werbung an dich zu schicken dürfte kein Problem sein.

Diese Tatsache finde ich allein schon erschreckend. Naja.
Um nun wirklich nichts von sich Preis zugeben muss man wohl nicht da sein. Ich denke der erste Schritt zur Besserung ist eine massive Aufklärung der Bevölkerung.

Gruß
Richard

P.S. selbst Großunternehmen und Globalplayer unterschätzen die Wichtigkeit des Datenschutz massiv.

Hallo,

genau und dann wird die gesamte Öffentlichkeit videoüberwacht und du der gläserne Mensch. Und natürlich, ich verneige mich vor diesem Argument, wenn man nichts zu verbergen hat bla, bla, bla.

Die Total Überwachung sehr schön. Lies 1984, und sollte dies dir nicht real genug sein, schau dir die Überwachungsmethoden der DDR an.

Ich denke nicht, dass man ein solches Thema als Paranoia abtun sollte.

Vielleicht ist das auch eher eine prinzipielle Sache. Was ich privat mache geht grundsätzlich niemanden was an!!! Erst recht, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt oder missachtet werden.

Aber wenn es das Grundgesetz gewisse Dinge nicht hergibt, kann mans ja nach eigenen wünschen ändern.

Aber solange es alle tun…

Bitte nicht!

Gruß

Hallo,l

Was ich
privat mache geht grundsätzlich niemanden was an!!! Erst
recht, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt oder missachtet
werden.

Das kannst du doch auch tun wie du willst.

Wiz hat nur gemeint, wenn man bestimmte Dinge/Leistungen tun/in Anspruch nehmen will, dann tut man das eben zu den Bedingungen des Anbieters der Leistung. Oder man kann dies eben nicht nutzen.

Wenn ich z.B. in einem Schulfreunde-Such-Netzwerk weder meinen richtigen Namen noch irgendein echtes Merkmal von mir preisgebe - und dies auch alle anderen so tun, dann werde ich meine Schulfreude niemals finden.
Man muss also als aufgeklärter selbstbestimmter Mensch abwägen, wie wichtig ist mir eine bestimmte Sache und wieweit bin ich bereit, dafür von mir etwas zu geben.

Und - ich denke genauso wie Wiz, das Risiko wird durchaus oft unterschätzt, aber auch genauso oft überschätzt.

Beatrix

Hallo,

Die Total Überwachung sehr schön. Lies 1984, und sollte dies
dir nicht real genug sein, schau dir die Überwachungsmethoden
der DDR an.

Hmm, das geht eher in die Ecke AK-Vorrat. Das was Du aber angesprochen hast sind freiwillige soziale Netzwerke. Das ist da eben auch zu einem gewissen teil der Sinn Dinge über sich preis zu geben. Das hier mehr Aufklärung passieren müsste was mit den Daten passieren KANN ist wieder ganz was anderes und unumstritten.

Gruß
h.

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Beispielsweise ist es bei studivz auch möglich zumindest die
personalisierte Werbung abzuschalten. Für die restliche
Werbung hab ich mein Firefox +entsprechende Plugins. Achja
mein vollständigen Account können auch nur meine Freunde
sehen…

gerade StudiVZ ist dafür bekannt, das die mit persönlichen Daten nicht gerade sensibel umgehen!
Es geht zum einen um den bereich, den Du umrissen hast, aber zum anderen auch darum welche Daten überhaupt auf deren Servern gespeichert sind und was DIE da NOCH alles mit machen. Weisst Du es?
Es gibt mehr als genug Versuche das leute sich bei solchen Netzwerken angemeldet haben, angekreuztz haben, das die Daten weder öffentlich sein sollen noch weitergegeben werden sollen,a ber auf einmal kommt entsprechende SPAM und Post-SPAM an 8die vorher eben nicht da war). Das man damit Profiling betreiben kann ist auch unumstritten.

Fazit: Vorsicht mit dem was man angibt! Es ist bei StudiVZ und anderen Netzwerken z.B. eben NICHT ratsam seine Sexuellen Ausrichtungen, Einkaufsgewohnheiten, Stammbaum, Kontodaten, Schufaauskunft, Blutgruppe, Sozialversicherungsnummer, etc. anzugeben. Immer die Frage stellen „ist es wirklich notwendig, das Diese oder jene Angabe das ganze Internet weiss?“ (Eselsbrücke).

Gruß
h.

1 „Gefällt mir“

Hallo,

wenn man bestimmte Dinge/Leistungen
tun/in Anspruch nehmen will, dann tut man das eben zu den
Bedingungen des Anbieters der Leistung. Oder man kann dies
eben nicht nutzen.

Das ist einer der Punkte.

Weil Daten irgendwo stehen, gibt es jemanden nochlange nicht das Recht diese für sich zu Nutzen, einen privaten Vorteil daraus zu ziehen und / oder Zweckzuenfremden.

Gruß

Richard

  • Dich mit Fahrrädern auskennst und ein großer Freund von
    V-Brakes bist.

Ist jetzt Ironie, oder?

Ciao frosti

Hallo,

genau und dann wird die gesamte Öffentlichkeit videoüberwacht
und du der gläserne Mensch.

Und was hat das mit der Frage oder meiner Antwort zu tun? War da irgendwo von Videoüberwachung die Rede?

Und natürlich, ich verneige mich
vor diesem Argument, wenn man nichts zu verbergen hat bla,
bla, bla.

Kam dieses Argument irgendwo in der Frage oder meiner Antwort vor?

Die Total Überwachung sehr schön. Lies 1984, und sollte dies
dir nicht real genug sein, schau dir die Überwachungsmethoden
der DDR an.

Was hat die freiwillige Preisgabe von persönlichen Daten zum Zweck der Nutzung einer konkreten Dienstleistung gegenüber einem privaten Dritten mit staatlichen Überwachungsmaßnahmen zu tun?

Ich denke nicht, dass man ein solches Thema als Paranoia abtun
sollte.

Deine Antwort ist das beste Beispie für überzogene Paranoia, die sich jeden Schuh anzieht, der in beliebiger Entfernung vom Wegesrand rumsteht, nur um eintrainierte Allgemeinplätze loswerden zu können.

Vielleicht ist das auch eher eine prinzipielle Sache. Was ich
privat mache geht grundsätzlich niemanden was an!!! Erst
recht, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt oder missachtet
werden.

Geht es noch? 1. gibt es durchaus staatliche Stellen, die sehr wohl angeht, was Du privat machst (z.B. ganz privat in deinem eigenen Keller deine Oma umnieten, oder auch ganz privat vom heimischen PC aus zu Straftaten aufrufen, anderer Leute Urheberrechte missachten, … 2. komme ich noch mal auf s.o. zurück, wir reden hier von der freiwilligen Preisgabe von Daten gegenüber privaten Dritten und nicht von staatlichen Zwangsmaßnahmen, und was dadurch an Persönlichkeitsrechten verletzt werden soll, erschließt sich mir als Jurist leider nicht.

Aber wenn es das Grundgesetz gewisse Dinge nicht hergibt, kann
mans ja nach eigenen wünschen ändern.

Könntest Du diese Passage bitte so formulieren, dass man sie verstehen kann?

Aber solange es alle tun…

Da sind wir doch an dem entscheidenden Punkt: Solange Leute freiwillig zwecks Nutzung einer Dienstleistung die dafür notwendigen Daten hergeben, sollte man sie einfach lassen. Das entspricht übrigens tatsächlich einem Grundrecht.

Bitte nicht!

Bitte doch! Der einzig spannende Punkt ist der der Aufklärung über Nutzen und Risiken der Datenfreigabe im Web, und die Beachtung des Datenschutzes, wie er übrigens gesetzlich geregelt ist. Da gibt es durchaus noch Verbesserungsbedarf, aber größere Skandale passieren nicht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen, sondern als Übertretung der gesetzlichen Regelungen. Darüber solltest Du mal nachdenken.

Und ansonsten bleibe ich bei dem Begriff Paranoia, wenn ich mir so ansehe, was aktuell z.T. abgeht. Da wird hier tatsächlich gefragt, ob man Finanzbeamten nicht die zur Nachprüfung der Abzugsfähigkeit einer Ausgabe notwendigen Daten nicht vorenthalten könnte, macht inzwischen jeder Gauner einen Auftstand, dass man doch tatsächlich seine Adresse aus öffentlichen Registern ermitteln konnte, … Es soll schon Leute gegeben haben, die dem Taxifahrer nicht mal ihre Adresse nennen wollten, oder Leute die auf den Rückruf von Hotlines bestanden haben aber ihre Telefonnummer nicht rauszugeben bereit waren. Ich warte noch auf den ersten Unternehmer der in Insolvenz fällt, weil er seine Bankverbindung nicht mehr auf den Geschäftbogen gedruckt hat.

Bewusstsein für das Thema ist gut und richtig, und es gibt sicher genug Leute die da noch aufholen müssen. Verfolgung von strafbaren Handlungen, durch die der Datenschutz verletzt worden ist, ist auch geboten. Verbesserungen der gesetzlichen Regelungen sind auch immer möglich, aber ansonsten sollte man die Kirche mal im Dorf lassen.

Und was die angeblich ach so gefährliche personalisierte Werbung angeht, sollte sich jeder mal überlegen, was an Arbeitsplätzen daran hängt, dass Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sind. Es ist teilweise schon nicht mehr lustig, dass sich Leute über die Werbung der Unternehmen aufregen, von denen sie selbst wirtschaftlich direkt oder indirekt abhängig sind. Der Arbeiter in der Schraubenfabrik, der Befestigungstechnik für die Automibilindustrie herstellt, schreit Skandal, wenn VW ihm den neuen Golf schmackhaft machen will. Der Bauer zetert, weil man ihm die Chips näher bringen will, für die er selbst die Kartoffeln anbaut, die Kassiererin im Supermarkt möchte keine Werbung des eigenen Arbeitgebers im Briefkasten haben, … Geht es noch? Wer morgen mehr Geld verlangen will, sollte heute mal daran denken, wie sein Arbeitgeber dies wohl verdienen soll. Und wenn der nicht 1.000.000,-- für Werbung rausschmeißen muss die vollkommen im Nichts aufgeht, sondern nur 100.000,-- zielgruppengerecht mit entsprechendem Erfolg raushaut, dann könnte man sich schon mal überlegen, ob das so furchtbar ist.

Gruß vom Wiz

5 „Gefällt mir“

Wie lange?
Hallo @ all,

erstmal danke für die ganzen Antworten. Aber noch eine kleine Frage. Wie lange werden meine Datensätze gespeichert, falls ich meinen acc(habe keinen - werde auch nie einen haben) gelöscht habe?

Ciao Frosti

Weil Daten irgendwo stehen, gibt es jemanden nochlange nicht
das Recht diese für sich zu Nutzen, einen privaten Vorteil
daraus zu ziehen und / oder Zweckzuenfremden.

Im gegebenen Fall (Frostis Fragestellung) stehen de Daten aber nicht irgendwo, sondern an einem definierten Ort, freiwillig eingestellt unter freiwillig akzeptierten Regeln für diesen Ort.

Es ist für jeden Geschäftsfähigen, der seine Daten in einem ‚social network‘ preisgibt, ersichtlich, dass das Geschäftsmodell dieser Networks auf Nutzung seiner Daten beruht. Und selbstverständlich haben die Betreiber der Networks im vertraglichen Rahmen einen Recht darauf, diese Daten zu nutzen, einen privaten Vorteil daraus zu ziehen, sogar - ganz böse - Profit daraus zu schlagen!

Und wenn’s dich von den Socken haut: sie haben nicht nur juristisch, sondern auch moralisch, allgemein menschlich und überhaupt das Recht dazu!

Gruß

Moin,

sie haben nicht nur
juristisch,

in dem Punkt juristisch gebe ich dir aktuell Recht. Diesen Punkt und alle anderen sehe ich jedoch anders.
Im speziellen möchte ich gerne von dir wissen woher du folgende Annahme nimmst:

sondern auch moralisch, allgemein menschlich und
überhaupt das Recht dazu!

Erst wenn du diesen Halbsatz sinnvoll erklären, irgendwie begründen kannst oder ggf. Quellen dazu leiferst auf die sich eine solche Aussage begründet, nähern wir uns an.

Danke, ich bin gespannt.

Gruß
Richard

In den AGBs steht doch, was sie mit den Daten…

Hallo,

Das ist einer der Punkte.

Weil Daten irgendwo stehen, gibt es jemanden nochlange nicht
das Recht diese für sich zu Nutzen, einen privaten Vorteil
daraus zu ziehen und / oder Zweckzuenfremden.

Die AGBs sollte sich jeder durchlesen, der Communities nutzt!
Du willst bei den Communities einen Nutzen haben, die Community-Betreiber wollen einen Nutzen mit / von dem Kunden haben.

Was jeder bereit ist von sich mitzuteilen dafür ist jeder für sich verantwortlich. Und hier meckern alle über die Online-Communities
aber wieviel von denen sind bei Payback oder anderen Rabattkarten-Unternehmen.

Und die Firmen, die dahinterstecken, wollen mit dem Content und den Nutzerprofilen anderer Geld verdienen, das unterstelle ich mal:

Google - Youtube
Microsoft - Facebook (wurde tw. mit CIA-Geldern finanziert)
Verlagsgruppe Holtzbrinck - StudiVZ

gruss,
vordprefect