Hi!
Du versuchst krampfhaft zu beweisen, dass das Ausrollen eines
Autos generell eine Verkehrsbehindung ist.
Du versuchst krampfhaft zu beweisen, dass das Aurollen eines Autos generell keine Verkehrsbehinderung ist, sondern auch noch sinnvoll…
Ich behaupte, dass dies in passenden Momenten nicht der Fall
ist.
Ah, nun haben wir schon die Einschränkung „passend“.
Klar, passend ist es dann, wenn niemand sonst auf der Straße ist. Was Du nachts um 4 anstellst, ist natürlich den meisten anderen Verkehrsteilnehmern egal.
Die Autofahrer hinter mir, kommen keine Sekunde später
ans Ziel.
Richtig. Aber sie müssen Kuppeln, Bremsen, Schalten, um die durch Dich verursachte Behinderung zu kompensieren.
Aber sie könnten es als Behinderung empfinden, weil ich
langsamer werde obwohl die Rote Ampel mit den wartenden Autos
(feiner Unterschied) noch 300 Meter entfernt ist.
Es geht hier ja primär um die Entfernung. Bei 100 Metern kann man die Fuhre rollen lassen. Bei 300 Metern ist das eben m.E. bereits unnötige Verschwendung von Verkehrsraum und Behinderung der hinterher fahrenden Autos.
Es geht hier also um Vernunft wider Bauchgefühl.
Ganz recht. Ich fürchte, mit Deinem „Bauchgefühl“ hinsichtlich der Sinnhaftigkeit des „Ausrollens“ stehst Du recht alleine da.
Denk` mal darüber nach…
Auf der Autobahn enstehen Staus ja auch
oft deshalb, weil ein Verkehrsteilnehmer das Gas wegnimmt
(warum auch immer), der Hintermann dann schon leicht bremsen
muss, der Fahrer hinter diesem dann bereits stärker bremsen
muss und schliesslich einige Wagen weiter hinten dann alle
komplett zum Stehen kommen müssen.
Genau dies wird so auch durch „Rollen“ verursacht.
FALSCH, dies wird bei dichterem und Kolonnenverkehr durch zu
dichtes Auffahren und Spurwechsel verursacht. (warum sollte
jemand einfach so das Gas wegnehmen?)
Das ist keineswegs „falsch“!
Richtig ist, dass Staus AUCH aus den von Dir genannten Gründen verursacht werden können.
Wenn im Kolonnenverkehr mein Vordermann langsamer wird oder
abbremst, lasse ich erst mal den Abstand kleiner werden. Wenn
der Vordermann schneller wird, lasse ich den Abstand wieder
anwachsen. -> Meine Geschwindigkeit bleibt gleichmäßiger
und ich mildere die Staugefahr ab.
Dies ist der Idealfall. Bei einem sinnvollen Abstand ist dies oft nicht zu realisieren. Bei mehreren 100 m Abstand natürlich schon, nur sind wir dann wieder beim übermässigen Verbrauch der Straßenkapazitäten angelangt.
Wenn dagegen jemand an seinen Vordermann klebt, muss er sofort
in die Eisen steigen, wenn der Vordermann nur langsamer wird.
Klar. Darum ging es mir auch nicht.
Ich spreche hier lediglich von realen Verhältnissen und realistischer Fahrweise.
Richtig. Nur ist es weniger störend, wenn jemand vor einem mit
40 Km/h konstant fährt, als das „Rollen“.
Das glaube ich dir nicht.
Das merke ich…
Wenn vor dem mit 40 Km/h konstant
fahrenden Auto eine 100 Meter große Lücke ist, wirst du wild
werden. Es sei denn es ist eine Tempo 30-zone.
Das steht auf einem anderen Blatt. In solchen Fällen kann ich ja überholen, sobald Platz ist.
Der Roller im dichten innenstadtverkehr hingegen blockiert eine Spur und stachelt zu völlig unnötigen Überholmanövern an (was der 40-Fahrer auch tut, zugegeben).
Mir geht es hier darum, dass ich in diesem fall ja mit den konstanten 40 Km/h hinterherschüsseln kann, nachdem ich einmal(!) abgebremst habe. Der Ausroller hingegen nötigt mich dazu, mehrmals zu bremsen, zu kuppeln (o.k., die Kupplung zu betätigen…
) und zu schalten. Das nervt einfach und ist absolut unnötige Verursachung von Stress im Verkehr.
Ich bitte um die ausführliche Modellrechnung.
Ganz Grob:
22.000 Km/Jahr. Meine sparsame Fahrweise bringt über das ganze
jahr einen Schnitt von 5,1 l/100 km. Normale Fahrweise liegt
hier bei 6 - 7 l/100 km. Nehmen wir mal einen Schnitt von 6.3
l/100 den ich anfangs mit dem Auto hatte…
Differenz wären 264 l im Jahr. Bei einem Preis von 1,19 €/l
wären das 314 €.
Ich sehe hier noch nicht die konkrete Einsparung, welche rein durch das Ausrollen lassen entsteht. 1-2 Liter auf 100 Km können ja nicht nur daraus resultieren. Mit „sparsamer Fahrweise“ bezeichnest Du ja sicherlich eine insgesamt andere Fahrweise als diejenige, welche Dir die Ausgangswerte von 6-7 L beschert hat, richtig?
Allerdings kommt es mir sehr zuwege und es ist durchaus bezeichnend, dass Du nicht Deine sondern die von mir beschriebene Fahrweise als „normal“ bezeichnest.
Ferner wäre, selbst wenn man so um die 300 € p.a. sparen kann, dies für mich immer noch kein Grund, mutwillig den ganzen Laden aufzuhalten.
Grüße,
Mathias