SPD fordert Gründung einer neuen linken Partei

und bewegt sich damit im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
So verstehe ich die Reaktion auf das Massenangagement vom 3.4.2004 in Stuttgart Köln und Berlin.
„Wir haben Euch gesehen, aber ändern werden wir nichts!“ ist die Antwort auf die Demos.
Zudem noch die Zahlen:
Auf den Autobahnen rund um Sttgt. selbst unterwegs zählte ich 200 Busse. Kaum einer, der nicht voll besetzt war.
Auf dem Weg zur Loveparade in Berlin habe ich keine derartige hohe Buszahl in der kurzen Zeit gesehen. Auf dieser wurden 1,5 Mio Menschen gezählt und auf der „Anti Agenda Demo“ sollens 0,5 Mio an drei Orten gewesen sein?
Mein persönlicher Eindruck:
Die Zahlen müssen enorm nach unten korrigiert worden sein.
(Ist wohl auch noch nicht verboten dies zu tun)
Jedoch las ich unterdessen in alten Foren- Beiträgen, daß dies üblich sei, Zahlen von Demos die gg. die herrschende Partei seien zu korrigieren.
Heißt das Ende vom Lied dann womöglich noch „Wahlbetrug“, der ja auch in USA angeblich wegen der defekten Zählmaschinen nicht restlos entkräftet worden ist?
Die SPD kann und wird nicht von ihrem Kurs abweichen und fordert somit indirekt die angagierten eigenen Mitglieder (wie bereits in Chemnitz geschehen) zur Gründung einer eigenen Partei auf.

Um diese zum Erfolg zu führen, wäre es aber wichtig, die 5% Hürde wegfallen zu lassen. Über Koalitionsbildungen könnten sodann alle mehr oder weniger „linken“ Kräfte wieder zusammengeführt werden und die linke Aufsplitterung keine tatsächlichen Nachteile zeitigen.
Also machs gut SPD, Du warst eine gute Errungenschaft auf deutschem Boden! Unsere neue Zeit fragt nach neuen Antworten, die Du nicht mehr zu geben vermagst!

Genossenschafltichen Gruß Torsten

PS
Ursache wird nicht beseitigt!
Das ist das allerwichtigste in der aktuellen Disk. und scheint im zensierten Medienrummel untergegangen zu sein.
Grund, der sozialen Abwärtsspirale war ja, so die Wirtschaftsbosse, die Notwendigkeit der fehlenden Konkurrenzfähigkeit des deutschen Standorts hinsichtlich des zu hohen Lohnniveaus!
Ha, ha, ha, darf mal lauf lachen, wenns erlaubt ist.
Sicher stehen wir in Konkurrenz zu z.B. Slovakischen Standorten.
Wir versuchen also uns an deren Niveau anzugleichen, um uns für den Investor gefügiger zu machen. Aber was macht den der pot. globale Konkurrent unterdessen? wartet der bsi es soweit ist und lässt VW so mir nichts Dir nichts nach Dt. zurückwandern?
Mitnichten!
Die schreiben ihrerseits auch an der gleichen Stellschraube! Das Sozialhilfeniveau der Slovakei wird halbiert!
http://lists.t0.or.at/wwsympa.fcgi/arc/attac-news/20…

Ihr dachtet wohl, Euch hätte man schon den Boden des Fasses gezeigt?
Irrtum!
Mutmasslich erst, wenn ihr auf dem Level der untersten indischen Kaste gelandet seid, die sich in der städtischen Kanalisation der Millionenmetropole Bombay ihrer Morgentoilette widmen, ist der Boden erreicht!
Dort gabe es 1960 im übrigen keine Slums heute leben dort 42% der Stadtbevölkerung.
http://www.lpb.bwue.de/aktuell/bis/2_97/bis972j.htm

Möchte jemand einen Tipp abgeben, wie es dort (indirekt damit bei uns - globalisierte Welt) unter den gegebenen kapitalistischen Verhältnissen weitergeht?

Hi,

du weisst wiedermal nüscht! :smile:
Wozu brauchen wir einen neuen bürgerlichen Wahlverein? Damit die sich wieder Mandate besorgen lassen, was nichts anderes ist als eine Abtretung deiner persönlichen politischen Kraft an jemand, der dafür den Anspruch einheimst, dich vertreten zu dürfen, um machen zu können, was er will?
Unsinn!
An der Stelle muß ich sogar Buchenberg mal recht geben: http://www.f27.parsimony.net/forum66069/messages/579…
http://www.f27.parsimony.net/forum66069/messages/579…

Gruß
Frank

Hi!

Die SPD kann und wird nicht von ihrem Kurs abweichen und
fordert somit indirekt die angagierten eigenen Mitglieder (wie
bereits in Chemnitz geschehen) zur Gründung einer eigenen
Partei auf.

Um diese zum Erfolg zu führen, wäre es aber wichtig, die 5%
Hürde wegfallen zu lassen.

Warum?
Weil die neue Partei die 5%-Hürde nicht schaffen würde?
Dann ist die Neugründung ziemlicher Schwachsinn.
Die „Deutsche Bier-Partei“ scheiterte 2002 ja auch an der 5%-Hürde (http://www.bierpartei.de.vu/)

Grüße
Heinrich

Forderungen als solche

„Wir haben Euch gesehen, aber ändern werden wir nichts!“ ist
die Antwort auf die Demos.

Ja und? Die Bevölkerung sagt ja auch „wir wissen, daß es Probleme gibt aber wir meckern trotzdem über jede Änderung".

Zudem noch die Zahlen:
Auf den Autobahnen rund um Sttgt. selbst unterwegs zählte ich
200 Busse. Kaum einer, der nicht voll besetzt war.
Auf dem Weg zur Loveparade in Berlin habe ich keine derartige
hohe Buszahl in der kurzen Zeit gesehen. Auf dieser wurden 1,5
Mio Menschen gezählt und auf der „Anti Agenda Demo“ sollens
0,5 Mio an drei Orten gewesen sein?

Zur Loveparade werden die Teilnehmer auch nicht pünktlich zu Veranstaltungsbeginn durchorganisiert mit Bussen angekarrt, sondern sie reisen vornehmlich mit Auto und Bahn (etliche Sonderzüge) an und zwar von Donnerstag bis teilweise am Samstag (klugerweise) bis zum Beginn der Abschlußveranstaltung

Jedoch las ich unterdessen in alten Foren- Beiträgen, daß dies
üblich sei, Zahlen von Demos die gg. die herrschende Partei
seien zu korrigieren.

Ja, die in den Foren wissen Bescheid.

Heißt das Ende vom Lied dann womöglich noch „Wahlbetrug“, der
ja auch in USA angeblich wegen der defekten Zählmaschinen
nicht restlos entkräftet worden ist?

Nicht restlos entkräftet??? Der Betrug ist nachhaltig bewiesen.

Das ist das allerwichtigste in der aktuellen Disk. und scheint
im zensierten Medienrummel untergegangen zu sein.
Grund, der sozialen Abwärtsspirale war ja, so die
Wirtschaftsbosse, die Notwendigkeit der fehlenden
Konkurrenzfähigkeit des deutschen Standorts hinsichtlich des
zu hohen Lohnniveaus!
Ha, ha, ha, darf mal lauf lachen, wenns erlaubt ist.
Sicher stehen wir in Konkurrenz zu z.B. Slovakischen
Standorten.
Wir versuchen also uns an deren Niveau anzugleichen, um uns
für den Investor gefügiger zu machen.

Das hat keiner vor. Es geht nur darum, für das hohe Lohnniveau eine Gegenleistung zu erhalten, wie das noch vor 20 Jahren der Fall war. Flugs bei mir geklaut:
Kurzfassung: Arbeit in Deutschland ist für die Gegenleistung, die man dafür erhält, in vielen Bereichen zu teuer. Zu verdanken haben wir das der exzessiven Lohnpolitik der 70er Jahre, die durch absurde Lohnerhöhungen dazu führte, daß moderne Techniken (insbes. EDV) auf einmal in der Anschaffung rentabel waren.

Daß hier zwischendurch der Laden lief, liegt schlicht und ergreifend daran, daß die Unternehmen hier gutausgebildete und motivierte Arbeitskräfte vorfanden, eine erfreuliche Infrastruktur und politisch stabile Verhältnisse. Damit war dann ein Arbeitsplatz in Deutschland zwar teurer als sonstwo, aber dafür bekam man auch was.

Heute sieht die Lage anders aus. Die Ausbildung in diesem Land verkommt zum Witz, die Menschen nörgeln die ganze Zeit rum und sind um jede Minute froh, die sie nicht arbeiten müssen, der Arbeitgeber ist in der öffentlichen und privaten Meinung zum Ausbeuter verkommen, der vielzitierte Verkehrsinfarkt wird durch Mautchaos und verrrottende Straßen unterstützt, während die EU mit Gelder für Strukturförderung um sich wirft, früher in Spanien und Griechenland, zukünftig in Osteueropa und die Politik sorgt durch das totale Gesetzgebungschaos für eine Planungsicherheit, die nicht bis zum nächste Monatsende reicht.

Damit ist ein Arbeitsplatz nicht mehr nur teurer als woanders, sondern man bekommt auch nichts mehr dafür. Anstatt aber am letzten Punkt anzusetzen, diskutiert man sich nen Wolf darüber, daß man bloß nicht mehr oder flexibler arbeiten will und eigentlich sowieso viel zu wenig bekommt.

Übrigens: Die Arbeitslosenquote in Ungarn liegt bei 5,5%, in der Tschechischen Republik bei 7,5% und das sind seltsamerweise die am stärksten deregulierten Länder des ehemaligen Ostblocks.

Gruß,
Christian

Hallo Heinrich,

Um diese zum Erfolg zu führen, wäre es aber wichtig, die 5%
Hürde wegfallen zu lassen.

Warum?
Weil die neue Partei die 5%-Hürde nicht schaffen würde?

hintergründig: „womöglich“, aber vordergründig: „nein“!, weil kein Wähler seine Stimme, wenn er denn schon wählen geht, „in den Papierkorb“ geworfen sehen will.
Bei allen „Randparteien“ ist das bislang der Fall. In der Ukraine oder Weissrussland oder Georgien, weiss nicht mehr genau, gibts dsbzgl. sogar eine 7% Hürde. (unter den Umständen wäre die FDP eine hierzulande unbekannte bedeutungslose Partei)
Fehlt die Hürde, weiß der Wähler, daß er, egal wen er wählt, seine Stimme erkannt und gezählt sieht und wirklich nichts „unter den Tisch“ fällt.
Sie ist meines Erachtens auch ein Grund der hohen Zahl an Nichtwählern, die, so hört man es ja an allen Ecken, in den bestehenden Bewerbern keine Unterschiede geschweige denn echte ALternativen erkennen.
Deshalb: weg mit der 5% Hürde!
Gruß Torsten

Hi,

du weisst wiedermal nüscht! :smile:

deshalb mache ich mich hier breit :wink:
Gruß Torsten

Hallo Christian,

„Wir haben Euch gesehen, aber ändern werden wir nichts!“ ist
die Antwort auf die Demos.

Ja und? Die Bevölkerung sagt ja auch „wir wissen, daß es
Probleme gibt aber wir meckern trotzdem über jede Änderung".

Änderung heißt im deutschen die Abweichung vom Ist-Stand als Verbesserung oder Verschlechterung.

Die Änderungen (neudeutsch Reformen, womöglich findet man bald ein unbelasteteres WOrt), über die debattiert wird sind jeweils und ausschliesslich „Verschlechterungen“. Wer sollte diese akzeptieren?

„Weisst Du, wenn Du heute auf xxx verzichtest, bekommst Du morgen viel viel mehr xxx“ diese Thesen kenne ich schon, die hängen mir zum Hals raus!, weil sie schlichtweg Lügen sind!

Wenn wir in weltweitem Wettbewerb um Produktionsstandorte sind gibt es bei jeder Rallye Gewinner und Verlierer (z.B. Leipzig als BMW Standort oder Olympiaort) Der Knackpunkt: es gibt jeweils einen Gewinner aber 10 Verlierer. Was machen diese ihrerseits?
Schaffen Voraussetzungen, bei der nächsten Rallye besser dazustehen, es dem Investor noch schöner, toller, billiger zu machen!

Jedoch las ich unterdessen in alten Foren- Beiträgen, daß dies
üblich sei, Zahlen von Demos die gg. die herrschende Partei
seien zu korrigieren.

Ja, die in den Foren wissen Bescheid.

Ne, da steht nur Müll drin! (???) Hoppla!

Nicht restlos entkräftet??? Der Betrug ist nachhaltig
bewiesen.

Mein Fehler!

Das ist das allerwichtigste in der aktuellen Disk. und scheint
im zensierten Medienrummel untergegangen zu sein.
Grund, der sozialen Abwärtsspirale war ja, so die
Wirtschaftsbosse, die Notwendigkeit der fehlenden
Konkurrenzfähigkeit des deutschen Standorts hinsichtlich des
zu hohen Lohnniveaus!
Ha, ha, ha, darf mal lauf lachen, wenns erlaubt ist.
Sicher stehen wir in Konkurrenz zu z.B. Slovakischen
Standorten.
Wir versuchen also uns an deren Niveau anzugleichen, um uns
für den Investor gefügiger zu machen.

Das hat keiner vor. Es geht nur darum, für das hohe Lohnniveau
eine Gegenleistung zu erhalten, wie das noch vor 20 Jahren der
Fall war. Flugs bei mir geklaut:
Kurzfassung: Arbeit in Deutschland ist für die Gegenleistung,
die man dafür erhält, in vielen Bereichen zu teuer. Zu
verdanken haben wir das der exzessiven Lohnpolitik der 70er
Jahre, die durch absurde Lohnerhöhungen dazu führte, daß
moderne Techniken (insbes. EDV) auf einmal in der Anschaffung
rentabel waren.

Daß hier zwischendurch der Laden lief, liegt schlicht und
ergreifend daran, daß die Unternehmen hier gutausgebildete und
motivierte Arbeitskräfte vorfanden, eine erfreuliche
Infrastruktur und politisch stabile Verhältnisse. Damit war
dann ein Arbeitsplatz in Deutschland zwar teurer als sonstwo,
aber dafür bekam man auch was.

Heute sieht die Lage anders aus. Die Ausbildung in diesem Land
verkommt zum Witz, die Menschen nörgeln die ganze Zeit rum

und ist in der Ukraine viel viel besser als in D.?

Die Länder die seit Jahren die Rennen gg. uns verloren haben, die schlechtere Schulen haben, die keine PC im Klassenziummer besitzen, die eine uralte marode Industrie mit vorsintflutlichen Werkzeugen besitzen haben und klammheimlich im Wissensstand und Qualität der Arbeitskräfte rechts überholt?

durch Mautchaos und verottende Straßen unterstützt, während

da würden sich die Rumänen 10 Finger danach ablecken solche Landstrassen (respektive Infrastruktur) wie die unsrigen zu haben.

die EU mit Gelder für Strukturförderung um sich wirft, früher
in Spanien und Griechenland, zukünftig in Osteueropa und die
Politik sorgt durch das totale Gesetzgebungschaos für eine
Planungsicherheit, die nicht bis zum nächste Monatsende
reicht.

möglich, kann ich aber nicht beurteilen

Anstatt aber am
letzten Punkt anzusetzen, diskutiert man sich nen Wolf
darüber, daß man bloß nicht mehr oder flexibler arbeiten will
und eigentlich sowieso viel zu wenig bekommt.

da kommen wir wieder dorthin zu fragen, was denn alles über die vom AG kalkulierten Löhne zu zahlen ist.

Viele wissen nicht, dass der Stundenverrechnungssatz, wie er auf der Rechnung steht, nicht gleich der Stundenverdienst eines Handwerkers ist. Er setzt sich vielmehr aus den Lohnzusatzkosten, den Gemeinkosten und dem Stundenlohn zusammen. Was dann noch übrig bleibt - was derzeit nicht immer der Fall ist - ist der Gewinn des Unternehmers. Berechnet ein Handwerker zum Beispiel eine Arbeitsstunde mit 44 Euro, so entfallen davon etwa 11,47 Euro auf Lohnzusatzkosten, 18,33 Euro auf Gemeinkosten und 13 Euro auf den Stundenlohn. Dem Betrieb verbleibt unter dem Strich nur eine Rendite von 1,20 Euro.
(http://www.hwk-stuttgart.de/6377.htm)

Der Stundenverrechnungssatz ist der Betrag, mit dem der Unternehmer kalkulieren muß um sich Aufträge kostendeckend zu bemühen.

Worüber hier gesprochen wird sind 29,5% der Lohnkosten, die ein AG zu bringen hat, oder ein AN verlangt (-die angeblich zu hohen-)

Viel mehr bringt es über die Ursachen der wesentlich tiefgreifenderen verbleibenden 70,5% des Stundensatzes zu sprechen.
Wenn wir eine Weile recherchieren kommen wir (schonwieder!) wohin?
u.A. zum Schuld-ZINS!

Ohne den der AN mit vielleicht 7 Euro leben könnte, da ohne Schuldzins kalkulierte Waren Pi mal Daumen halbsoteuer wären (Einfamilienhaus bei Barzahlung 200.000 Euro, bei Zinsfinanzierung 400.000 Euro das weiss heute jeder) der Staat und das Unternehmen ebenfalls geringere Beträge für Lohnzusatz und Gemeinkosten berechnen könnte.
Der fehlende Schulzins ermöglicht das absolut höchste Einsparpotential.
Japans schuldzinsfreies Geld für 2004 wurde gedruckt, wir dürfen wohl gespannt bleiben!

Übrigens: Die Arbeitslosenquote in Ungarn liegt bei 5,5%,

2-3 Jobs pro Arbeitnehmer sind eher die Regel als die Ausnahme, sollte man noch erwähnen.
Von einem Job allein, kann kein Ungar leben!, jedenfalls nicht auf dem Niveau der Masse.

Gruß Torsten

Hallöchen,

Ja und? Die Bevölkerung sagt ja auch „wir wissen, daß es
Probleme gibt aber wir meckern trotzdem über jede Änderung".

Änderung heißt im deutschen die Abweichung vom Ist-Stand als
Verbesserung oder Verschlechterung.

Die Änderungen (neudeutsch Reformen, womöglich findet man bald
ein unbelasteteres WOrt), über die debattiert wird sind
jeweils und ausschliesslich „Verschlechterungen“. Wer sollte
diese akzeptieren?

ich bin dazu bereit, weil ich mir im Klaren darüber bin, daß es so nicht mehr weitergehen kann. Die Sozialsysteme sind ohne Einschnitte schlicht und ergreifend nicht finanzierbar.

Es gibt keine Alternative.

Nun weiß aber jeder Deutsche, daß es um Rente- und Krankenversicherung nicht so gut steht und jeder ist dafür, die Systeme zu retten. Aber niemand akzeptiert, daß das für jeden Einschnitte bedeutet, nur nicht für die anderen.

„Weisst Du, wenn Du heute auf xxx verzichtest, bekommst Du
morgen viel viel mehr xxx“ diese Thesen kenne ich schon, die
hängen mir zum Hals raus!, weil sie schlichtweg Lügen sind!

Die Alternative lautet, entweder verzichtest Du jetzt, oder Du bekommst in Zukunft noch weniger.

Wenn wir in weltweitem Wettbewerb um Produktionsstandorte sind
gibt es bei jeder Rallye Gewinner und Verlierer (z.B. Leipzig
als BMW Standort oder Olympiaort) Der Knackpunkt: es gibt
jeweils einen Gewinner aber 10 Verlierer. Was machen diese
ihrerseits?
Schaffen Voraussetzungen, bei der nächsten Rallye besser
dazustehen, es dem Investor noch schöner, toller, billiger zu
machen!

Ja, und wo bleiben die Verbesserungen bei uns? Wo ist denn die Bevölkerung, die geschlossen sagt „ja, wir packen die Kiste an“? Nix ist. Alle kauern in ihren vier Wänden, hoffen, daß der Sturm an ihnen vorübergeht und protestieren, wenn sie doch gebeutelt werden.

Jedoch las ich unterdessen in alten Foren- Beiträgen, daß dies
üblich sei, Zahlen von Demos die gg. die herrschende Partei
seien zu korrigieren.

Ja, die in den Foren wissen Bescheid.

Ne, da steht nur Müll drin! (???) Hoppla!

Nich tnur, aber viel. Die Zahlen bei Demonstrationen werden von der Polizei nach einem relativ transparenten Verfahren ermittelt: Versammlungsfläche mal Erfahrungswert und das sind irgendwas von 1,5-2 Personen. So einfach ist das und für jeden Journalisten nachvollziehbar. Wenn da also systematisch geschummelt werden würde, wäre das schon längst rausgekommen.

Nicht restlos entkräftet??? Der Betrug ist nachhaltig
bewiesen.

Mein Fehler!

Kein Fehler, nur ne kleine Wissenslücke. Kleiner Buchtip:
Shame on you von Greg Palast ISBN: 3421058024 Buch anschauen

Heute sieht die Lage anders aus. Die Ausbildung in diesem Land
verkommt zum Witz, die Menschen nörgeln die ganze Zeit rum

und ist in der Ukraine viel viel besser als in D.?

Tja, in den Ländern stehen die Leute Schlange am Werkstor und nicht am Kaffeeautomaten. Da wird gearbeitet und nicht über Schumi und Fußball gelabert. Die Motivation ist da nunmal höher und was die Ausbildung angeht: Dorthin verlegt Siemens nicht die Chipforschung sondern die Schrauber für die Haushaltsgeräte.

Die Länder die seit Jahren die Rennen gg. uns verloren haben,
die schlechtere Schulen haben, die keine PC im Klassenziummer
besitzen, die eine uralte marode Industrie mit
vorsintflutlichen Werkzeugen besitzen haben und klammheimlich
im Wissensstand und Qualität der Arbeitskräfte rechts
überholt?

Ich glaube, daß Du in den letzten Jahren etwas an Entwicklung in Osteuropa verpaßt hast. Mal ganz davon abgesehen davon, daß man keinen PC in der Schule braucht, um Kabelbäume dreimal so schnell zusammenzulegen wie ein Deutscher. Haben alle Deutschen Gicht?

durch Mautchaos und verottende Straßen unterstützt, während

da würden sich die Rumänen 10 Finger danach ablecken solche
Landstrassen (respektive Infrastruktur) wie die unsrigen zu
haben.

In Rumänien entstehen Industrieparks, die ganz hervorragend an das Europäische Fernstraßennetz angeschlossen sind. In irgendein Kuhdorf in den Alpen baut ja auch keiner ein Logistikzentrum. Die in Rumänien ansässigen Automobilzulieferer rechnen mit 2 Tagen für Kommissionierung, Verpackung und Transport nach Deutschland. Von Infrastrukturproblemen spricht da keiner.

Anstatt aber am
letzten Punkt anzusetzen, diskutiert man sich nen Wolf
darüber, daß man bloß nicht mehr oder flexibler arbeiten will
und eigentlich sowieso viel zu wenig bekommt.

da kommen wir wieder dorthin zu fragen, was denn alles über
die vom AG kalkulierten Löhne zu zahlen ist.

Wieso. Steht doch hier:

Viele wissen nicht, dass der Stundenverrechnungssatz, wie er
auf der Rechnung steht, nicht gleich der Stundenverdienst
eines Handwerkers ist. Er setzt sich vielmehr aus den
Lohnzusatzkosten, den Gemeinkosten und dem Stundenlohn
zusammen. Was dann noch übrig bleibt - was derzeit nicht immer
der Fall ist - ist der Gewinn des Unternehmers. Berechnet ein
Handwerker zum Beispiel eine Arbeitsstunde mit 44 Euro, so
entfallen davon etwa 11,47 Euro auf Lohnzusatzkosten, 18,33
Euro auf Gemeinkosten und 13 Euro auf den Stundenlohn. Dem
Betrieb verbleibt unter dem Strich nur eine Rendite von 1,20
Euro.
(http://www.hwk-stuttgart.de/6377.htm)

Die Zahlen kommen mir zwar etwas seltsam vor, ist aber wurscht, das entscheidende steht da: Die Lohnzusatzkosten (Nebenkosten ist eh zu verniedlichend) machen einen erheblichen Teil der Kosten aus und hier liegt ein Problem, das gelöst werdewn muß. genauer: Das Problem.

Worüber hier gesprochen wird sind 29,5% der Lohnkosten, die
ein AG zu bringen hat, oder ein AN verlangt (-die angeblich zu
hohen-)

Wieso wiederholst Du ständig diesen Mist? Niemand verlangt in Deutschland niedrigere Bruttolöhne, sondern niedrigere Arbeitskosten (d.h. inkl. dem ganzen, was noch obendrauf kommt und damit meine ich nicht die Gemeinkosten) und flexibleren Einsatz der vorhandenen Arbeitnehmer.

Viel mehr bringt es über die Ursachen der wesentlich
tiefgreifenderen verbleibenden 70,5% des Stundensatzes zu
sprechen.
Wenn wir eine Weile recherchieren kommen wir (schonwieder!)
wohin?
u.A. zum Schuld-ZINS!

Geht das wieder los. Ohne Schuldzinsen kein Kredit und ohne Kredit kein Arbeitsplatz.

Japans schuldzinsfreies Geld für 2004 wurde gedruckt, wir
dürfen wohl gespannt bleiben!

Woher hast Du denn diese Neuigkeit? Vor drei Monaten gabs dafür nur ein Indiz und das war ein Artikel in einer schlechten japanischen zeitung, den Du uns freundlicherweise nicht vorenthalten hast:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Komisch, daß Du berichtest, daß das Geld gedruckt wurde und niemand außer Dir davon was mitbekommen hast. Woher also stammt die sensationelle Meldung?

Übrigens: Die Arbeitslosenquote in Ungarn liegt bei 5,5%,

2-3 Jobs pro Arbeitnehmer sind eher die Regel als die
Ausnahme, sollte man noch erwähnen.
Von einem Job allein, kann kein Ungar leben!, jedenfalls nicht
auf dem Niveau der Masse.

Hast Du dafür einen Beleg? Ich kenne das ein bißchen anders und zwar aus den Erzählungen meiner Kunde. Aber da das ja alles nur fiese Kapitalisten sind, würde ich gerne eine neutrale Quelle studieren.

Gruß,
Christian

Hi,

Anstatt aber am
letzten Punkt anzusetzen, diskutiert man sich nen Wolf
darüber, daß man bloß nicht mehr oder flexibler arbeiten will
und eigentlich sowieso viel zu wenig bekommt.

da kommen wir wieder dorthin zu fragen, was denn alles über
die vom AG kalkulierten Löhne zu zahlen ist.

Viele wissen nicht, dass der Stundenverrechnungssatz, wie er
auf der Rechnung steht, nicht gleich der Stundenverdienst
eines Handwerkers ist. Er setzt sich vielmehr aus den
Lohnzusatzkosten, den Gemeinkosten und dem Stundenlohn
zusammen. Was dann noch übrig bleibt - was derzeit nicht immer
der Fall ist - ist der Gewinn des Unternehmers. Berechnet ein
Handwerker zum Beispiel eine Arbeitsstunde mit 44 Euro, so
entfallen davon etwa 11,47 Euro auf Lohnzusatzkosten, 18,33
Euro auf Gemeinkosten und 13 Euro auf den Stundenlohn. Dem
Betrieb verbleibt unter dem Strich nur eine Rendite von 1,20
Euro.
(http://www.hwk-stuttgart.de/6377.htm)

Der Stundenverrechnungssatz ist der Betrag, mit dem der
Unternehmer kalkulieren muß um sich Aufträge kostendeckend zu
bemühen.

Worüber hier gesprochen wird sind 29,5% der Lohnkosten, die
ein AG zu bringen hat, oder ein AN verlangt (-die angeblich zu
hohen-)

Nein, über den ganzen Satz von 100%. Denn alle Nebenkosten werden anteilig prozentual angerechnet.
Ausserdem sind die Nebenkosten weit im Osten auch noch geringer. Das Problem ist einmal die weniger gute Infrastruktur im Osten, dafür werden dort aber Investitionen finanziert, weil es dort noch was abzuzocken gibt.

Viel mehr bringt es über die Ursachen der wesentlich
tiefgreifenderen verbleibenden 70,5% des Stundensatzes zu
sprechen.
Wenn wir eine Weile recherchieren kommen wir (schonwieder!)
wohin?
u.A. zum Schuld-ZINS!

Hör doch endlich mal auf mit diesem Schwachsinn bitte. Am besten, du gehst dait zu den Obertrotteln im Systemfehlerforum, dort findest du offene Ohren dafür :smile:.

Ohne den der AN mit vielleicht 7 Euro leben könnte, da ohne
Schuldzins kalkulierte Waren Pi mal Daumen halbsoteuer wären
(Einfamilienhaus bei Barzahlung 200.000 Euro, bei
Zinsfinanzierung 400.000 Euro das weiss heute jeder) der Staat
und das Unternehmen ebenfalls geringere Beträge für Lohnzusatz
und Gemeinkosten berechnen könnte.
Der fehlende Schulzins ermöglicht das absolut höchste
Einsparpotential.
Japans schuldzinsfreies Geld für 2004 wurde gedruckt, wir
dürfen wohl gespannt bleiben!

Wieder Unsuinn. Solange weltweit Kapitalismus dominiert, kannst du machen, was du willst. Alles unterwirft sich der Kapitalverwertungslogik.
Über den Zeitbegriff auf meiner Seite hast du schon mal nachgedacht, oder? Jegliche, absolut wirklih jegliche Geldbewegung ist ausschliesslich eine Umlage und damit qualitativ gleich. Egal ob Zins, Abgabe, Steuer, Gewinn.
Wo steckt nun genau der Fehler?

Gruß
Frank

Hallo Christian,

Japans schuldzinsfreies Geld für 2004 wurde gedruckt, wir
dürfen wohl gespannt bleiben!

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Komisch, daß Du berichtest, daß das Geld gedruckt wurde und
niemand außer Dir davon was mitbekommen hast. Woher also
stammt die sensationelle Meldung?

von mir kam der Zeitungsartikel, daß es bereits gedruck wurde teilte uns auch er http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
mit

für Interessierte:
was ist Zinsfreies Geld?
z.B. http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/knolle.pdf

Übrigens: Die Arbeitslosenquote in Ungarn liegt bei 5,5%,

2-3 Jobs pro Arbeitnehmer sind eher die Regel als die
Ausnahme, sollte man noch erwähnen.
Von einem Job allein, kann kein Ungar leben!, jedenfalls nicht
auf dem Niveau der Masse.

Hast Du dafür einen Beleg?

Mein Gedächtnis! Mehr nicht!
Ein TV-Bericht von vor 12 Jahren und private Kontakte, die dies belegen.
Der Durchschnitts-Ungar kommt sicher nicht nach Düsseldorf um über Geldanlagen zu debattieren, da hast Du sicher Recht!
(Woher soll er bei seinen 3 Jobs dafür auch die Zeit nehmen?)

Gruß Torsten

Hallöchen,

ich bin dazu bereit, weil ich mir im Klaren darüber bin, daß
es so nicht mehr weitergehen kann. Die Sozialsysteme sind ohne
Einschnitte schlicht und ergreifend nicht finanzierbar.

Es gibt keine Alternative.

Aber natürlich gibt es die, erzähl nicht solchen Unfug. Bei Umstellung nach AWT könnten alle in Saus und Braus leben. Das Rechtssystem müßte ebenso umgestellt werden, da es dann dieser Wertlogik widerspricht.
Im Gegenteil - das ist die einzige Alternative zukünftig. Es wird zwangsläufig auch dazu kommen, da die Welt nicht endlos globalisierbar ist und Europa und Amerika faktisch pleite sind (aber nicht pleite gehen werden).

Nun weiß aber jeder Deutsche, daß es um Rente- und
Krankenversicherung nicht so gut steht und jeder ist dafür,
die Systeme zu retten. Aber niemand akzeptiert, daß das für
jeden Einschnitte bedeutet, nur nicht für die anderen.

Falsche Systeme im falschen System halt - klar.

„Weisst Du, wenn Du heute auf xxx verzichtest, bekommst Du
morgen viel viel mehr xxx“ diese Thesen kenne ich schon, die
hängen mir zum Hals raus!, weil sie schlichtweg Lügen sind!

Die Alternative lautet, entweder verzichtest Du jetzt, oder Du
bekommst in Zukunft noch weniger.

Auch nicht richtig: Verzichte jetzt, damit du in Zukunft noch weniger bekommst. Das erlebe ich jetzt seit 14 Jahren, wieso sollte sich das morgen ändern? Gibt es dafür nachvollziehbare Gründe? Bricht die Intelligenz auf einmal aus?

Wenn wir in weltweitem Wettbewerb um Produktionsstandorte sind
gibt es bei jeder Rallye Gewinner und Verlierer (z.B. Leipzig
als BMW Standort oder Olympiaort) Der Knackpunkt: es gibt
jeweils einen Gewinner aber 10 Verlierer. Was machen diese
ihrerseits?
Schaffen Voraussetzungen, bei der nächsten Rallye besser
dazustehen, es dem Investor noch schöner, toller, billiger zu
machen!

Ja, und wo bleiben die Verbesserungen bei uns? Wo ist denn die
Bevölkerung, die geschlossen sagt „ja, wir packen die Kiste
an“? Nix ist. Alle kauern in ihren vier Wänden, hoffen, daß
der Sturm an ihnen vorübergeht und protestieren, wenn sie doch
gebeutelt werden.

Exc, die Ossis haben das alles schon mal anders erlebt. Da ging es, wenn auch viel zu langsam, dennoch step by step etwas bergauf, sozial war alles abgesichert und es war finanzierbar!
Bedenke, dass eine DDR nach aussen hin auch nur ein riesiger kapitalistischer Großkonzern war. Daher war das auf Dauer unmöglich durchzuhalten.

Jedoch las ich unterdessen in alten Foren- Beiträgen, daß dies
üblich sei, Zahlen von Demos die gg. die herrschende Partei
seien zu korrigieren.

Ja, die in den Foren wissen Bescheid.

Ne, da steht nur Müll drin! (???) Hoppla!

Nich tnur, aber viel. Die Zahlen bei Demonstrationen werden
von der Polizei nach einem relativ transparenten Verfahren
ermittelt: Versammlungsfläche mal Erfahrungswert und das sind
irgendwas von 1,5-2 Personen. So einfach ist das und für jeden
Journalisten nachvollziehbar. Wenn da also systematisch
geschummelt werden würde, wäre das schon längst rausgekommen.

Nicht restlos entkräftet??? Der Betrug ist nachhaltig
bewiesen.

Mein Fehler!

Kein Fehler, nur ne kleine Wissenslücke. Kleiner Buchtip:
Shame on you von Greg Palast ISBN: 3421058024 Buch anschauen

Heute sieht die Lage anders aus. Die Ausbildung in diesem Land
verkommt zum Witz, die Menschen nörgeln die ganze Zeit rum

und ist in der Ukraine viel viel besser als in D.?

Tja, in den Ländern stehen die Leute Schlange am Werkstor und
nicht am Kaffeeautomaten. Da wird gearbeitet und nicht über
Schumi und Fußball gelabert. Die Motivation ist da nunmal
höher und was die Ausbildung angeht: Dorthin verlegt Siemens
nicht die Chipforschung sondern die Schrauber für die
Haushaltsgeräte.

Auch denen ging es vor 1990 wesentlich besser (wirtschaftlich und sozial).

Die Länder die seit Jahren die Rennen gg. uns verloren haben,
die schlechtere Schulen haben, die keine PC im Klassenziummer
besitzen, die eine uralte marode Industrie mit
vorsintflutlichen Werkzeugen besitzen haben und klammheimlich
im Wissensstand und Qualität der Arbeitskräfte rechts
überholt?

Ich glaube, daß Du in den letzten Jahren etwas an Entwicklung
in Osteuropa verpaßt hast. Mal ganz davon abgesehen davon, daß
man keinen PC in der Schule braucht, um Kabelbäume dreimal so
schnell zusammenzulegen wie ein Deutscher. Haben alle
Deutschen Gicht?

Nein, die sind zu doof. Ist hart aber wahr. In ganz Osteuropa wurden die damals, auch wir, in polytechnischen Oberschulen sehr umfassend ausgebildet, hatten ale sofort eine Lehrstelle und einen Arbeitsplatz. Rate mal, wo masn besser lernt, zu arbeiten? Auf dem Sklavenmarkt oder in ner Werkhalle.
Früher rannten Leute mit Doktortitel auch teilweise im Arbeitsanzug rum. Das war werder peinlich noch anstössig oder sonstwas. Die haben z.B. einfach die Produktionsabläufe intensiviert. Sowas kenne ich heute garnicht mehr.
Schau dir im Gegensatz mal die Schulausbildung hierzulande an. Da kann man ja von Glück reden, wenn die Hälfte nach Abschluß der zehnten lesen und schreiben kann, halbwegs fählerfrei.

Viele wissen nicht, dass der Stundenverrechnungssatz, wie er
auf der Rechnung steht, nicht gleich der Stundenverdienst
eines Handwerkers ist. Er setzt sich vielmehr aus den
Lohnzusatzkosten, den Gemeinkosten und dem Stundenlohn
zusammen. Was dann noch übrig bleibt - was derzeit nicht immer
der Fall ist - ist der Gewinn des Unternehmers. Berechnet ein
Handwerker zum Beispiel eine Arbeitsstunde mit 44 Euro, so
entfallen davon etwa 11,47 Euro auf Lohnzusatzkosten, 18,33
Euro auf Gemeinkosten und 13 Euro auf den Stundenlohn. Dem
Betrieb verbleibt unter dem Strich nur eine Rendite von 1,20
Euro.
(http://www.hwk-stuttgart.de/6377.htm)

Die Zahlen kommen mir zwar etwas seltsam vor, ist aber
wurscht, das entscheidende steht da:

Die passen schon für den Bau. Du brauchst rund 300% des Bruttolohns als Lohnkosten für alles.

Viel mehr bringt es über die Ursachen der wesentlich
tiefgreifenderen verbleibenden 70,5% des Stundensatzes zu
sprechen.
Wenn wir eine Weile recherchieren kommen wir (schonwieder!)
wohin?
u.A. zum Schuld-ZINS!

Geht das wieder los. Ohne Schuldzinsen kein Kredit und ohne
Kredit kein Arbeitsplatz.

:wink:

Gruß
Frank

Hi,

von mir kam der Zeitungsartikel, daß es bereits gedruck wurde
teilte uns auch er
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
mit

da steht was von neuen Banknoten und nichts von zinsfrei oder ähnlichem. Neue Banknoten wurden bei uns auch schon ausgegeben, bspw. 1993 mit den neuen DM-Scheinen oder 2002 mit den neuen Euro-Scheinen.

Wo Du aus dem Beitrag von Wolfgang herausliest, daß das zinsfreies Geld sein soll - zumal er das ausdrücklich ausschließt - ist mir schleierhaft.

Ein TV-Bericht von vor 12 Jahren und private Kontakte, die
dies belegen.

Ein TV-Bericht von vor 12 Jahren schlägt natürlich alles.

Gruß,
Christian

Moin,

Ja, und wo bleiben die Verbesserungen bei uns? Wo ist denn die
Bevölkerung, die geschlossen sagt „ja, wir packen die Kiste
an“? Nix ist. Alle kauern in ihren vier Wänden, hoffen, daß
der Sturm an ihnen vorübergeht und protestieren, wenn sie doch
gebeutelt werden.

Exc, die Ossis haben das alles schon mal anders erlebt. Da
ging es, wenn auch viel zu langsam, dennoch step by step etwas
bergauf, sozial war alles abgesichert und es war finanzierbar!

fang nicht wieder damit an, daß die DdR nicht pleite war. Anfang der 80er haben Wolf und andere Systemspitzen die DdR-Pleite für Anfang der 90er Jahre terminiert. Die Ankündigung der Sowjetunion, ab 1990 für Rohstofflieferungen harte Währung zu verlangen, hat den Verfall nur beschleunigt.

Tja, in den Ländern stehen die Leute Schlange am Werkstor und
nicht am Kaffeeautomaten. Da wird gearbeitet und nicht über
Schumi und Fußball gelabert. Die Motivation ist da nunmal
höher und was die Ausbildung angeht: Dorthin verlegt Siemens
nicht die Chipforschung sondern die Schrauber für die
Haushaltsgeräte.

Auch denen ging es vor 1990 wesentlich besser (wirtschaftlich
und sozial).

Tut mir leid, aber das ist lächerlich.

Schau dir im Gegensatz mal die Schulausbildung hierzulande an.
Da kann man ja von Glück reden, wenn die Hälfte nach Abschluß
der zehnten lesen und schreiben kann, halbwegs fählerfrei.

Da stimme ich Dir zwar zu, aber das hat ja nicht zwangsläufig mit der Befähigung zu stupiden handwerklichen Tätigkeiten zu tun. Wie gesagt: Forschung und Feinmechanik werden nicht im Osten durchgeführt, Bastelarbeiten schon.

Die Zahlen kommen mir zwar etwas seltsam vor, ist aber
wurscht, das entscheidende steht da:

Die passen schon für den Bau. Du brauchst rund 300% des
Bruttolohns als Lohnkosten für alles.

Naja, ich finde nur 100% Zusatzkosten ein bißchen hoch. Ich frage mich, was die da reingerechnet haben. Den AN-Beitrag zahl der Arbeitnehmer noch selber und somit bleiben für den Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge von rd. 20% zzgl. ein bißchen dies und das.

Aber das spielt nicht wirklich eine Rolle.

Gruß,
Christian

Hallo Frank,

Über den Zeitbegriff auf meiner Seite hast du schon mal
nachgedacht, oder? Jegliche, absolut wirklih jegliche
Geldbewegung ist ausschliesslich eine Umlage und damit
qualitativ gleich. Egal ob Zins, Abgabe, Steuer, Gewinn.
Wo steckt nun genau der Fehler?

muss ich mir mal Zeit dafür nehmen!

ich sehe es nicht als Unsinn. Lass den Menschen doch ihre Ideale.
Wahrscheinlich hat weder der eine noch der andere das exakte Erfolgsrezept, ich komme nach vielan Überlegungen aus völlig verschiedenen Ansatzpunkten jeweils wieder dorthin. Da endet jeweils der Gedanke.
Marx, mit Verlaub, liegt mir schriftlich und zum Verstehen nicht so sehr. Ich verstehe gerne das was ich lese, und wenn er Dinge abstrahiert vertheoretisiert und vor allem isoliert erklären muß, kann ich einfach nicht mehr folgen. Es übersteigt mein Verständnis!
Wahrscheinlich war das wiederum Marx´ (sponsored by Firmenbesitzer Engels) unterschwellige Absicht. Je weniger verstehen worüber ich philosophiere, um so weniger fundierte Gegenstimmen habe ich in der Disk. zu fürchten.

Zwar sieht jedermann, daß sich die heutige Perspektive zur marx´schen Wirklichkeit als zunehmend schlechter Tausch entpuppt, (…äh, wo kam´mer das rückgängig machen?..) nur die Tatsache, sich überhaupt auf den Tausch eingelassen zu haben, beweist, daß der Weg bis an diesen Kreuzungspunkt auch nicht der richtige gewesen sein kann, sonst wäre man ja nicht dorthin gekommen.

Welche Perspektive gibts Du Kuba?
Warum unterstützt Du Castro nicht?
Warum präsentiert Castro keinen Nachfolger?
Warum bewerbe ich mich nicht bei ihm?
Warum wird nach Castro Kuba den Weg Chinas einschlagen?
Weil marx nicht alle Antworten gegeben hat?

Freigeld macht (in der Theorie, wie gelesen, und in der Praxis wie gehabt) meines erachtens Sinn. Es, wie Du als „Unsinn“ abzustempeln sehe ich als vorschnellen unbedachten Einwurf Deinerseits.

Wenn Du siehst, wer durch Freigeld gewinnt (Arme), und wer verliert (Superreiche), wirst DU verstehen, daß letzterer alle Mittel in den Ring werfen wird, daß dies nicht geschieht!
Denn jeder Superreiche steht in Rivalität zu einem anderen Superreichen, gegen welchen er in diesem Moment um Lichjahre zurückgestuft würde!
Macht ist eine Sucht, die möchte man nicht so schnell aufgeben! Und man wird alles tun um die Sucht auszuleben?
Menschenleben spielen dafür (wie mit wachen Augen zu erkennen http://www.washingtonpost.com/wp-srv/world/iraq/casu… ) eh keine Rolle.

Wachstum ist in einer Freigeldbestimmten Welt unnötig. Und da die Welt nicht unendlich groß ist unendliches Wachstum aufzunehmen, ist eine wachstumsunabhängige Wirtschaft existenziell in Kürze notwendig, weil einfach nichts mehr zum Plündern zu haben ist.

Die Staaten der „ersten Welt“ sind die letzten die geplündert werden. Danach kommt nichts mehr, die dritte Welt, (überleg mal seit wievielen Jahren sich dieser Begriff eingebürgert und verselbständlicht hat) ist ausgekehrt.
Welches Land fällt Dir ein, in das zu unter Wohlstandswahrung auswandern könntest?
Australien? Soll ich Dir ein paar „Heimkehrer“ vorstellen?

Unser soziales Netz ist eine Errungenschaft, die auf dem Rücken unserer Väter erkämpft wurde. Anstatt es zu „exportieren“ schmeissen wir es hin, weil wir mit Ländern konkurrieren, die keine so erfolgreichen starken Vor-Väter gehabt haben!

Die soz. Errungenschaften, möchte ich noch bemerken, durfte jedermann nutzen, obwohl für deren materielle Basis weitaus niedrigere Arbeitsproduktivitäten zu Buche schlugen!

Wir erwirtschaften also heute das was weiss ich fünf-fache, können uns aber die Sozialleistung der einst einfachen „Mehrwerterwirtschaftung“ nicht mehr leisten?

Der von den Marx-Jüngern (dazu zähle ich auch die SPD aber besonders die Gewerkschaften) in grob fahrlässiger Weise nicht praktizierte „Internationalismus“, der ist Mit-Schuld an der heutigen Situation.

Jetzt fällt mir nochwas ein, wenn man mal dabei ist…

Unsere stetig steigenden Exporte, wozu müssen diese denn zwangsläufig führen?

Umgedacht: Die stetig steigenden (z.B.) Textil Exporte Chinas nach Dt.
führen zu ? Arbeitsplatzabbau in Dt.!

Vorher unsere Exporte von z.B. Autos führten zu? Genau dem selben!
Den Ländern sind damit seit Jahren eigene Möglichkeiten der (z.B.) PKW Produktion vorenthalten worden.
Da die Landwirtschaft in China sehr personalintensiv war, gab es aber kaum freie Arbeitskräfte, wie für die (heutige) industrielle Revolution.
Die Automatisierung in der Landwirtschaft ist also (eine der) Ursache für die billigen Arbeitskräfte für weltweit konkurrierende Industriegüter und unseren Wohlstandsverlust.
weiterlesen bei Goldsmith „Die Falle“ ISBN:3930720221 Buch anschauen

Gruß Torsten

Moinmoin,

Exc, die Ossis haben das alles schon mal anders erlebt. Da
ging es, wenn auch viel zu langsam, dennoch step by step etwas
bergauf, sozial war alles abgesichert und es war finanzierbar!

fang nicht wieder damit an, daß die DdR nicht pleite war.
Anfang der 80er haben Wolf und andere Systemspitzen die
DdR-Pleite für Anfang der 90er Jahre terminiert. Die
Ankündigung der Sowjetunion, ab 1990 für Rohstofflieferungen
harte Währung zu verlangen, hat den Verfall nur beschleunigt.

Aus kapitalistischer Sicht. Nach AWT gibts doch garkeine Pleite. Wirst du wohl nir verstehen, hab ich das Gefühl.

Tja, in den Ländern stehen die Leute Schlange am Werkstor und
nicht am Kaffeeautomaten. Da wird gearbeitet und nicht über
Schumi und Fußball gelabert. Die Motivation ist da nunmal
höher und was die Ausbildung angeht: Dorthin verlegt Siemens
nicht die Chipforschung sondern die Schrauber für die
Haushaltsgeräte.

Auch denen ging es vor 1990 wesentlich besser (wirtschaftlich
und sozial).

Tut mir leid, aber das ist lächerlich.

Das ist nicht lächerlich sondern Tatsache. Ich war mehrfach in Minsk und kenne die Leute.

Schau dir im Gegensatz mal die Schulausbildung hierzulande an.
Da kann man ja von Glück reden, wenn die Hälfte nach Abschluß
der zehnten lesen und schreiben kann, halbwegs fählerfrei.

Da stimme ich Dir zwar zu, aber das hat ja nicht zwangsläufig
mit der Befähigung zu stupiden handwerklichen Tätigkeiten zu
tun. Wie gesagt: Forschung und Feinmechanik werden nicht im
Osten durchgeführt, Bastelarbeiten schon.

Nix Bastelarbeiten:
„In den postkommunistischen Staaten und in Asien finden die Manager vor, wonach sie in Deutschland vergebens suchen: ausgebildetes Personal, niedrige Löhne, hungrige Märkte und jede Menge unternehmerische Freiheit.“
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/meldungen…
Informier dich mal bei deinen Kunden, die Russen oder Ukrainer angestellt haben, ob die besser oder schlechter sind als das einheimische folks.
Gerade in der Nanotechnologie sind die mit Abstand führend. Auf meiner Homepage findest du nur ältere Dinge, die hightech kenne ich aber auch. Das nur als Beispiel.

Gruß
Frank

Hallo Torsten,

muss ich mir mal Zeit dafür nehmen!

ich sehe es nicht als Unsinn. Lass den Menschen doch ihre
Ideale.
Wahrscheinlich hat weder der eine noch der andere das exakte
Erfolgsrezept, ich komme nach vielan Überlegungen aus völlig
verschiedenen Ansatzpunkten jeweils wieder dorthin. Da endet
jeweils der Gedanke.
Marx, mit Verlaub, liegt mir schriftlich und zum Verstehen
nicht so sehr. Ich verstehe gerne das was ich lese, und wenn
er Dinge abstrahiert vertheoretisiert und vor allem isoliert
erklären muß, kann ich einfach nicht mehr folgen. Es
übersteigt mein Verständnis!
Wahrscheinlich war das wiederum Marx´ (sponsored by
Firmenbesitzer Engels) unterschwellige Absicht. Je weniger
verstehen worüber ich philosophiere, um so weniger fundierte
Gegenstimmen habe ich in der Disk. zu fürchten.

Nein, das ist Mathematik mit Worten, dialektischer Materialismus. Marx wird auch nicht „gemacht“ wie Lenin sich das dachte. Es ist die „tatsächliche Bewegung“. Eine DDR-Philosophie war auch kein d/hM, sondern angepasst an die Situation und damit irgendeine materialistische Metaphysik.

Zwar sieht jedermann, daß sich die heutige Perspektive zur
marx´schen Wirklichkeit als zunehmend schlechter Tausch
entpuppt, (…äh, wo kam´mer das rückgängig machen?..) nur
die Tatsache, sich überhaupt auf den Tausch eingelassen zu
haben, beweist, daß der Weg bis an diesen Kreuzungspunkt auch
nicht der richtige gewesen sein kann, sonst wäre man ja nicht
dorthin gekommen.

Doch, hat Engels exakt so beschrieben. Sozialismus ist Utopie: http://www.mlwerke.de/me/me19/me19_210.htm

Welche Perspektive gibts Du Kuba?
Warum unterstützt Du Castro nicht?
Warum präsentiert Castro keinen Nachfolger?
Warum bewerbe ich mich nicht bei ihm?
Warum wird nach Castro Kuba den Weg Chinas einschlagen?
Weil marx nicht alle Antworten gegeben hat?

Cuba hat auch nur seinen utopischen Sozialismus, den wissenschaftlichen gabs noch nie und nirgends.

Freigeld macht (in der Theorie, wie gelesen, und in der Praxis
wie gehabt) meines erachtens Sinn. Es, wie Du als „Unsinn“
abzustempeln sehe ich als vorschnellen unbedachten Einwurf
Deinerseits.

Doch, weil es nunmal Unsinn ist. Das Problem ist das Kapital als solches. Beim Freigeld ist kein abrücken vom Kapital die Rede, daher kann es genmauso wenig funktionieren.
Geldkapital sind lediglich an der Uhrzeitachse in die Zukunft verschobene Zahlungsverpflichtungen, die einen längst von der Erde exportierten Teil an Entropie darstellen. Es ist nichts, was objektiv real existent ist.

Gruß
Frank

Hallo Frank

Nix Bastelarbeiten:
„In den postkommunistischen Staaten und in Asien finden die
Manager vor, wonach sie in Deutschland vergebens suchen:
ausgebildetes Personal, niedrige Löhne, hungrige Märkte und
jede Menge unternehmerische Freiheit.“
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/meldungen…
Informier dich mal bei deinen Kunden, die Russen oder Ukrainer
angestellt haben,

Siehste!?
Es gibt ein doppeltes Problem für den Produktionsstandort Dt.

  1. global verfügbare billige qualifizierte Arbeitskräfte
  2. über die Jahre gestiegene Produktivität

zu 2. heisst ja nichts anderes daß für den PKW früher 10 heute 2 Menschen nötig sind. Was machen die verbliebenen 8? Den PKW kaufen?

jetzt geht den verbleibenen 2 noch der Job nach PL flöten weils dort billiger geht. Aus kapitalistischer Sicht (für den Firmenchef) überlebensnotwendig! Geht gar kein Weg dran vorbei. Geht er nicht hin machts vielleicht sein größter Konkurrent und schluckt ihn am Markt.

Die Steuerung kann nur vom System kommen. Das kapitalistische ist an dieser Stelle ausgereizt.
Protektionismus hilft temporär vielleicht über eine Durststrecke hinweg aber dann steht man an der selben Stelle.

Es ist Zeit sich einzugestehen, daß man die Voraussetzungen fürs Schlaraffenland einfach geschaffen hat.

Sehr wenige (billige) Menschen mit automatisierten Maschinen sind in der Lage sämtliche Verbrauchsgüter (Brot, Autos, Textilien, PC´s) zu produzieren.

DIe hohe uns gewohnt gewordene Zahl an Arbeitskräften ist einfach nicht mehr nötig, was ja das lange lange Ziel der mechanisierung gewesen ist.

Es muß heute also nur noch der erwirtschaftete Gewinn unter dem Volk zwecks Konsum aufgeteilt werden.

(streichen wir unsere sozialen Errungenschaften demgegenüber, wie derzeit debattiert) senken wir das Lebensniveau an den neuen Prod-Standorten die ja dann wiederrum in Konkurrenz zu uns Lohnzugeständnisse für den Verbleib der Investoren machen müssen
(http://lists.t0.or.at/wwsympa.fcgi/arc/attac-news/20…)

Gruß Torsten

Hallo Christian,

Wo Du aus dem Beitrag von Wolfgang herausliest, daß das
zinsfreies Geld sein soll - zumal er das ausdrücklich
ausschließt - ist mir schleierhaft.

da hab ich wohl aus der Überschrift „Im Prinzip ja“ zu viel hineininterpretiert.
Muss Dir somit Recht geben

Gruß Torsten

Hallo Frank,

Doch, hat Engels exakt so beschrieben. Sozialismus ist Utopie:
http://www.mlwerke.de/me/me19/me19_210.htm

kannst Du mir noch die Stelle der sehr umfangreichen Seite zeigen?
z.B. Zeilennr.?

Gruß Torsten

(oder muß ich sie dafür komplett im Zusammenhang lesen und verstehen?-Hoffe nicht!)

Man sollte den Gesamttext im Zusammenhang lesen. Unterhalb der Mitte steht folgendes:
„Indem die kapitalistische Produktionsweise mehr und mehr die große Mehrzahl der Bevölkerung in Proletarier verwandelt, schafft sie die Macht, die diese Umwälzung, bei Strafe des Untergangs, zu vollziehn genötigt ist. Indem sie mehr und mehr auf Verwandlung der großen vergesellschafteten Produktionsmittel in Staatseigentum drängt, zeigt sie selbst den Weg an zur Vollziehung der Umwälzung. Das Proletariat ergreift die Staatsgewalt und verwandelt die Produktionsmittel zunächst in Staatseigentum. Aber damit hebt es sich selbst als Proletariat, damit hebt es alle Klassenunterschiede und Klassengegensätze auf und damit auch den Staat als Staat. Die bisherige, sich in Klassengegensätzen bewegende Gesellschaft hatte den Staat nötig, d.h. eine Organisation der jedesmaligen ausbeutenden Klasse zur Aufrechterhaltung ihrer äußern Produktionsbedingungen, also namentlich zur gewaltsamen Niederhaltung der ausgebeuteten Klasse in den durch die bestehende Produktionsweise gegebnen Bedingungen der Unterdrückung (Sklaverei, Leibeigenschaft oder Hörigkeit, Lohnarbeit). Der Staat war der offizielle Repräsentant der ganzen Gesellschaft, ihre Zusammenfassung in einer sichtbaren Körperschaft, aber er war dies nur, insofern er der Staat derjenigen Klasse war, welche selbst für ihre Zeit die ganze Gesellschaft vertrat: im Altertum Staat der sklavenhaltenden Staatsbürger, im Mittelalter |224| des Feudaladels, in unsrer Zeit der Bourgeoisie. Indem er endlich tatsächlich Repräsentant der ganzen Gesellschaft wird, macht er sich selbst überflüssig. Sobald es keine Gesellschaftsklasse mehr in der Unterdrückung zu halten gibt, sobald mit der Klassenherrschaft und dem in der bisherigen Anarchie der Produktion begründeten Kampf ums Einzeldasein auch die daraus entspringenden Kollisionen und Exzesse beseitigt sind, gibt es nichts mehr zu reprimieren, das eine besondre Repressionsgewalt, einen Staat, nötig machte. Der erste Akt, worin der Staat wirklich als Repräsentant der ganzen Gesellschaft auftritt - die Besitzergreifung der Produktionsmittel im Namen der Gesellschaft, ist zugleich sein letzter selbständiger Akt als Staat. Das Eingreifen einer Staatsgewalt in gesellschaftliche Verhältnisse wird auf einem Gebiete nach dem andern überflüssig und schläft dann von selbst ein. An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht „abgeschafft“, er stirbt ab. Hieran ist die Phrase vom „freien Volksstaat“ zu messen, also sowohl nach ihrer zeitweiligen agitatorischen Berechtigung wie nach ihrer endgültigen wissenschaftlichen Unzulänglichkeit; hieran ebenfalls die Forderung der sogenannten Anarchisten, der Staat solle von heute auf morgen abgeschafft werden.

Gruß
Frank
PS: hör bitte endlich mit dem Freigeld-Schwachsinn auf. Das kann nicht funktionieren, unmöglich.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]