Hi!
Dieser Artikel ist zwar etwas länger, dennoch möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten.
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Köln ist überall
Für die SPD weiten sich sich die Spendenvorwürfe langsam zu einem Albtraum aus. Nach Köln und Wuppertal gibt es offenbar auch in Recklinghausen einen Korruptionsverdacht gegen einen SPD-Spitzenfunktionär. Der Vorsitzende der SPD in Recklinghausen, Peter Rausch, sei bereits am Montag von seinem Amt zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Untreue gegen ihn eingeleitet habe, berichtet die "Frankfurter Rundschau "
Rausch werde vorgeworfen, als Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft Baufirmen Aufträge gegeben zu haben, die ihm im Gegenzug sein Privathaus unentgeltlich gebaut haben sollen. Rausch sei inzwischen als Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft entlassen worden. Von der Staatsanwaltschaft war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.
Kölner Klüngel
Außerdem sollen nach dem Bericht der Zeitung Zweifel an zwei der Ehrenerklärungen der Kölner Mandatsträger im Zusammenhang mit der dortigen Spendenaffäre bestehen. Dies betreffe den Kölner Bundestagstagsabgeordneten Konrad Gilges und eines nicht namentlich genannten Bundestagskandidaten geben. Vom Büro des Abgeordneten Gilges war am Freitagmorgen zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Die SPD-Spitze hatte nach Bekanntwerden illegaler Spenden in Höhe von 424.000 Euro an die Kölner SPD Ehrenerklärungen der Mandatsträger gefordert.
Wuppertaler Wahnsinn
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement äußerte sich bestürzt über den Korruptionsverdacht in Wuppertal. Die SPD kämpfe um ihren Ruf und ihre Ehre, sagte er der Zeitung „Die Welt“.
Clement sprach von schwerwiegenden Verdachtsmomenten gegen den Oberbürgermeister von Wuppertal, Hans Kremendahl. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten gestern die Räume des SPD-Politikers durchsucht. Es geht um die Frage, ob Kremendahl im Gegenzug für Spenden eines Unternehmers in Höhe von insgesamt 500.000 Mark Einfluß auf Wuppertaler Bauprojekte genommen hat.
Beratungen über Rausschmiss
Der nordrhein-westfälische SPD-Landesvorstand will heute erste Maßnahmen zur Schadensbegrenzung in der Kölner Parteispendenaffäre beschließen. Während einer Sitzung berät der Vorstand über ein Parteiausschluss-Verfahren gegen den ehemaligen Geschäftsführer der Kölner SPD, Arno Carstensen.
Außerdem will die Innenrevision der Partei ihren Bericht vorlegen. Er soll ausschließen, dass unter den Sozialdemokraten, die an diesem Samstag beim Düsseldorfer Listenparteitag für ein Bundestagsmandat kandidieren, Empfänger fingierter Spendenquittungen sind.
In der Kölner Parteispendenaffäre haben sich nach Informationen der „Rheinischen Post“ mittlerweile 22 SPD-Politiker wegen Steuervergehen selbst angezeigt. Sie alle hätten gefälschte Quittungen beim Finanzamt eingereicht, schreibt das in Düsseldorf erscheinende Blatt. " (Zitat Ende)
Wie sieht es nun aus?
Reicht das, um die SPD zu fällen?