SPD und Grüne: gibt es etwas

Hallo Günther

um es ganz kurz zu machen,
WIR sind der Staat

Im Ernst? Das glaubst Du wirklich? *g*

und haben diese Politker gewählt.

Nö, ich nicht.

Das Ziel des Kapitalismus ist es, ein Klima zu schaffen, in
dem Wirtschaftlichkeit höher angesiedelt ist, als
Mitmenschlichkeit.
Ist so, war so, und wir im Kapitalismus so bleiben.

Das Ziel des Sozialismus ist, erst mal allen Leuten das Geld wegzunehmen, und es ihnen dann als grosszügige Hilfe wieder zu gewähren, natürlich verringert um den erklecklichen Staatsanteil.
Das wird als soziale Mitmenschlichkeit verkauft.
Ist so, war so, wird mit dem Sozialismus so bleiben.

Wir sehen seit Jahrzehnten zu, und erst wenn es uns selbst
betrifft werden wir wach!

Ja klar, jetzt auf einmal brauchen wir Arbeitsplätze (na sowas, ist ja fast Kapitalismus), aber der Schröder kriegts nicht hin.
Schön, dass mal gegen ihn demonstriert wird, wurde auch Zeit.
Gruß
Rainer

Hallo Rainer,
aus Deiner Art, meine Argumente einfach umzudrehen, entnehme ich, dass Du keine Eigenen hast! Glaube mir: Wenn ich innerhalb dieses Themenkreises etwas äussere, dann meine ich es im Ernst. Dann musst Du nicht nachfragen!!

Die Tatsache, dass Du nicht glaubst, dass das Volk den Staat
(er)stellt und diesen gestalten kann, ändert nichts an den tatsächlichen Gegebenheiten. Und dass Du andere Politiker - oder gar keine - gewählt hast, scheint Dir das Gefühl zu geben, betrogen worden zu sein.
Aber Demokratie funktioniert nun mal so. Wenn Dir der Grad Deiner Eingriffs- und Gestaltungsmöglichkeiten - mit nur einer Wählerstimme - zu gering ist, so kannst Du das durch eigene politische Arbeit ändern!
Und zu Deinen Auslassungen zum Sozialismus:
In der Bundesrepublik - dem Land um das es hier geht - gab es bisher in keiner Epoche der Geschichte einen Staat, der „sozialistisch“ war. Und die Möglichkeiten, dass das geschehen könnte, ist bei genauer Betrachtung deutscher Kultur, Mentalität und Gesellschaft eher unwahrscheinlich.
Also meine Frage: Wie kommst Du zu Deiner Aussage? Welcher Sozialismus hat Dir, oder Anderen Geld aus der Tasche gezogen?
Solltest Du auf die DDR abzielen, so lass Dir gesagt sein, dass die auch nicht im Ruf steht, besonders sozial und mitmenschlich gewesen zu sein.
Solltest Du aber auf die übergroße Macht der Industrie und der Banken abzielen, muss ich Dir allerdings Recht geben.
Wir Alle haben es versäumt, auf die Warnsignale verschiedener politischer und gesellschaftlicher Gruppierungen einzugehen.
Waren doch die „fetten Jahre“ zwischen ca. 1955 und 1985 allzu schön.
Bereits Ende der 70er waren aus (damals alternativen) sozialpolitischen Kreisen Vorschläge zu hören, die Rentenfinanzierung aus dem sog. Generationenvertrag heraus zu lösen und aus Steuermitteln zu finanzieren. Mitte der 80er kam das Thema wieder - Stichwort: „Grundrente“. Das wurde mit Pauken und Trompeten abgeschmettert! Von Helmut Kohl(e) und den Seinen.
Heute aber hört man sogar von sog. konservativen Politikern, dass dies eben doch der richtige Ansatz gewesen wäre.
Nur, dafür ist es jetzt zu spät.
Was allerdings auch Dich überzeugen muss, ist die Tatsache, dass wir alles andere als ein armes Land sind. Die BRD ist immer noch Exportweltmeister, die Gewinne der Industrie sind enorm , die Banken scheffeln das Geld. Das Bruttosozialprodukt stimmt! Aber was läuft dann schief?
Es bleibt nur der Schluss:
Die Verteilung stimmt nicht mehr!
Das Gerede der Industrievertreter, dass man nur noch mehr Steuersenkungen beschliessen müsste, dann würden die Arbeitsplätze wie von alleine vom Himmel fallen, ist so penetrant, dass man es als Geschwafel bezeichnen muss. Es dient lediglich der Gewinnmaximierung.
Tatsache ist, dass heute, mitten in der 3. Industriellen Revolution, jeder Arbeitgeber gezwungen ist - bei Androhung des Verlustes seines Betriebes - zu rationalisieren. Und das heißt heutzutage Arbeitsplätze weg, Maschinen her! Leider nimmt das keiner der Verantwortlichen - aus Angst vor den nötigen Konsequenzen -zu Kenntnis.
Was soll Schröder (von dem ich auch nicht begeistert bin) da „hinkriegen“?
Am groteskesten finde ich das Gesabbere der FDP vom schlanken Staat und der angeblich so heilbringenden „Deregulierung“.

Ich fürchte, jetzt da der sog. Kommunismus verloren hat, wollen uns die Herren des Geldes erst mal richtig zeigen, wie der ungebremste Kapitalismus abgeht.
Wir werden uns noch wundern.

Grüße
Günther

Ich weiß nicht in welchem Land Du

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

So ist es leider. Ich denke auch, dass es mit dem Sozialabbau
erst richtig losgeht, wenn die "C"DU wieder drankommt!

Nun, das ist so nicht richtig. Die CDU hat in ihrer letzten regierungstragenden Amtszeit sehr wohl darauf hingewiesen, daß es notwendig werden wird, den Sozialstaat umzubauen, nach neuen Wegen zu suchen.

Die SPD hingegen wollte von dem alldem nichts wissen, und hat mit ihrer frechen Lügerei 98 und 02 die Wahlen gewonnen, mit dem Ergebnis, das sie nun selbst dabei sind, eben genau das umzusetzen, was die CDU seinerzeit angeregt hat.

Das es schönere Dinge gibt, als den Leuten in die Tasche zu greifen , ist auch mir schon klar, aber eine kühle Authenzität ist mir immer noch lieber , als eine volksverdummende Lügerei, um an die Fleischtöpfe der Macht zu kommen.

TOM

Hi Tom,

Das es schönere Dinge gibt, als den Leuten in die Tasche zu
greifen , ist auch mir schon klar, aber eine kühle Authenzität
ist mir immer noch lieber , als eine volksverdummende Lügerei,
um an die Fleischtöpfe der Macht zu kommen.

das schafft aber die CDU noch besser. Man redet beim Sozialabbau von „Sachzwängen“. Als ob das Naturgesetze wären, denen man nur als Ausführender entgegentritt.
Kein Wort davon, dass immer schneller umverteilt werden muß. Was erwartest du nach dem Sozialabbau? Aufschwung??? Oder doch eher die Bronx Deutschland?

Gruß
Frank

Hallöchen Gerd,

der Artikel war ja wieder mal eine willkommene Gelegenheit,
Deinem Frust ein Ventil zu verleihen.

Nein Christian,

ich brauche nicht mein Ventil aufmachen um meinen Frust abzulassen.
Ich beobachte nur meine Umgebung und registriere welchen Blödsinn zur Zeit aus Berlin kommt und auch von manchem Bürger, der noch nicht kapiert hat, wohin der Weg führt.
Alleine dass hier jemand Löhne mit denen aus dem Osten vergleicht und sie hier fordert ist nicht ganz richtig im Kopf, mein voller Ernst.
Hier bekommst kein Essen für 2 Euro im Wirtshaus und fährst mit 10 Cent mit der Strassenbahn 10 km weit.
Was Du nicht wissen kannst, die SPD hat schon mal Plakate in den 60er-Jahren drucken lassen: Wir bauen das moderne Deutschland.
Ich warte heute noch drauf.
Auch damals wurden sie für ihren Bockmist abgewählt, den sie uns hinterlassen haben.
Damals ging es nur um 1000.000 Million Arbeitslose.
Drei Tage nach der Abwahl deuteten sie schon auf die CDU und plärrten rum, wann baut ihr die Arbeitslosen ab.
Geschichte wiederholt sich!
Die Worte hören wir dann bald wieder von den SPD-Funktionären, ausser von Schröder, der ist dann kaltgestellt!
Eines ist doch erstaunlich Du musstest, ob Du wolltest oder nicht, mir in fast allen Punkten recht geben, wenn auch manchmal verschlüsselt.

Ach ja, zerreiss Dein Diplom wenn Du mir die Wirtschaftlichkeit und Kostenrechnung bei den Krankenwagen so plausibel machen willst.
Sprit und Nebenkosten für diese kurze Fahrt und der Auslastung im Münchener Raum, ein Witz oder verspäteter Aprilscherz?
Bin gespannt, wie Du mir jetzt die Transportgebühren der LKW’s oder der Taxifahrer erklären kannst, die im Vergleich dazu nur noch im nicht nennenwerten Bereich liegen und doch auch noch ihren Mann ernähren.

Warum es bei den gesetzlichen Krankenkassen so hapert?
Auch das müsstest Du als Fachmann für Finanzfragen doch selbst erkennen können.
Das Problem ist nicht die Vielfalt der Kassen alleine, sondern das Nassauerprinzip der Kassen selbst.
Die Beiträge dürfen einfach nicht sinken!
Warum?
6% schöpfen die Kassen als Aufwandsentschädigung selbst ab.
So nun kommt es, stell Dir vor wenn die Beiträge jetzt gewaltig sinken würden.
Wie willst dann die hohen Gehälter in den oberen Etagen dann noch erwirtschaften?
Ein Punkt der Kostenexplosion.
In den privaten Kassen können sich doch die Vorstände einfach und bequem vom gesamten Volumen ihr Schärflein abschneiden, doch viel einfacher und kostengünstiger, oder?

Schönen Tag noch

Gruss

Gerd

ot
Hallo Chris,

du weisst doch: Eher nagelst du einen Wackelpudding an die Wand als Frank auf das Nennen eines Fakts fest:wink:…

grüßle,

barbara

Alleine dass hier jemand Löhne mit denen aus dem Osten
vergleicht und sie hier fordert ist nicht ganz richtig im
Kopf, mein voller Ernst.

Ich hab noch nichts davon gelesen, daß jemand in Deutschland das osteuropäische Lohnniveau gefordert hat. Allerdings habe ich schon etwas davon gehört, daß auf dieses Lohnniveau hingewiesen wird und für den Unterschied zwischen deutschem und osteuropäischem Lohnniveau eine Gegenleistung verlangt wird.

Eines ist doch erstaunlich Du musstest, ob Du wolltest oder
nicht, mir in fast allen Punkten recht geben, wenn auch
manchmal verschlüsselt.

Soll das ein Witz sein oder einfach nur irgendeine neue Argumentationstechnik, die einfach nur nicht durchschaue?

Ach ja, zerreiss Dein Diplom wenn Du mir die
Wirtschaftlichkeit und Kostenrechnung bei den Krankenwagen so
plausibel machen willst.

Also kosten die Mitarbeiter, die Ausrüstung und der Betrieb von den Krankenwagen nichts? OK, wenn das so ist, ist der Preis wirklich unverschämt. Im übrigen habe ich nichts davon gesagt, daß 350 Euro angemessen oder ausreichend sind.

Bin gespannt, wie Du mir jetzt die Transportgebühren der LKW’s
oder der Taxifahrer erklären kannst, die im Vergleich dazu nur
noch im nicht nennenwerten Bereich liegen und doch auch noch
ihren Mann ernähren.

Ich weiß ja auch nicht, warum ein Arzt für ein Beratungsgespräch 12,90 Euro kassiert, die Verkäuferin das ganze für mich kostenlos macht. Oder kann man vielleicht doch nicht mit alles und jedem vergleichen. Hmm…schwierig.

[Verwaltungskosten bei den ges. Krankenkassen]
wie ich bereits schrieb: Die Kosten sind praktisch staatlich verordnet. Vom Grundsatz her müßten die ges. Krankenkassen radikal zusammengeschlossen werden. Allerdings gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Kassen was die Leistungsfähigkeit und die Verwaltungsstrukturen angeht. Das pauschale Gezeter was Du hier absonderst ist nicht wirklich zweckdienlich.

In den privaten Kassen können sich doch die Vorstände einfach
und bequem vom gesamten Volumen ihr Schärflein abschneiden,
doch viel einfacher und kostengünstiger, oder?

Versteh ich nicht. Was für ein „gesamtes Volumen“?

Gruß,
Christian

P.S.
Für den Fall, daß Du mir antworten willst: Reiß Dich bei Deinen Formulierungen gefälligst ein bißchen zusammen. Um Inhalte zu transportieren, sind Pöbeleien nicht unerläßlich.

und los!

Was allerdings auch Dich überzeugen muss, ist die Tatsache,
dass wir alles andere als ein armes Land sind. Die BRD ist
immer noch Exportweltmeister,

Wird hier ständig verbreitet, wird aber nicht interpretiert. Die Tatsache, daß wir in 2003 größter Exporteur waren, ist wechselkursbedingt, weil für die besagte Statistik in Dollar umgerechnet wurde. Außerdem bedeutet Export nicht gleich Gewinn.

die Gewinne der Industrie sind
enorm

Ach, deswegen die vielen Pleiten.

die Banken scheffeln das Geld.

Guter Witz. Noch nie gab es in Deutschland derart schlechte Ergebnisse bei den Banken wie in den letzten beiden Jahren.

Das Bruttosozialprodukt
stimmt!

Wenn Stagnation für Dich stimmig ist, hast Du recht. Die Wirtschaft eiert seit knapp drei Jahren zwischen Rückgang und Minizuwächsen hin und her.

Aber was läuft dann schief?
Es bleibt nur der Schluss:
Die Verteilung stimmt nicht mehr!
Das Gerede der Industrievertreter, dass man nur noch mehr
Steuersenkungen beschliessen müsste, dann würden die
Arbeitsplätze wie von alleine vom Himmel fallen, ist so
penetrant, dass man es als Geschwafel bezeichnen muss. Es
dient lediglich der Gewinnmaximierung.
Tatsache ist, dass heute, mitten in der 3. Industriellen
Revolution, jeder Arbeitgeber gezwungen ist - bei Androhung
des Verlustes seines Betriebes - zu rationalisieren. Und das
heißt heutzutage Arbeitsplätze weg, Maschinen her!

Und die Investitionen in Maschinen rechnen sich nur, weil menschliche Arbeit zu teuer geworden ist.

Und jetzt Du!

Gruß,
Christian

Hallo,

Was allerdings auch Dich überzeugen muss, ist die Tatsache,
dass wir alles andere als ein armes Land sind. Die BRD ist
immer noch Exportweltmeister,

Wird hier ständig verbreitet, wird aber nicht interpretiert.
Die Tatsache, daß wir in 2003 größter Exporteur waren, ist
wechselkursbedingt, weil für die besagte Statistik in Dollar
umgerechnet wurde. Außerdem bedeutet Export nicht gleich
Gewinn.

die Gewinne der Industrie sind
enorm

Ach, deswegen die vielen Pleiten.
Pleite gehen doch nur die Kleinen und Mittleren. Ich sage ja, die Verteilung stimmt nicht! Wo ist der Widerspruch?

die Banken scheffeln das Geld.

Guter Witz. Noch nie gab es in Deutschland derart schlechte
Ergebnisse bei den Banken wie in den letzten beiden Jahren.

Ach komm, weil die Gewinnzuwächse mal nicht steigen, wird gleich gejammert. Die Banken sind doch die Pestilenz unserer Zeit. In der Manier von Feudalisten mischen sie sich in die Politik ein und machen Druck über ihre Finanzkraft. Und was - ausser Abhängigkeiten - produzieren sie?

Das Bruttosozialprodukt
stimmt!

Wenn Stagnation für Dich stimmig ist, hast Du recht. Die
Wirtschaft eiert seit knapp drei Jahren zwischen Rückgang und
Minizuwächsen hin und her.
Verabschieden wir uns doch von der Wachstumsphilosophie. Was ewig wächst, wird irgenwann bösartig! Wohlstand kann nicht ewig wachsen, ohne zum übel zu werden.

Aber was läuft dann schief?
Es bleibt nur der Schluss:
Die Verteilung stimmt nicht mehr!
Das Gerede der Industrievertreter, dass man nur noch mehr
Steuersenkungen beschliessen müsste, dann würden die
Arbeitsplätze wie von alleine vom Himmel fallen, ist so
penetrant, dass man es als Geschwafel bezeichnen muss. Es
dient lediglich der Gewinnmaximierung.
Tatsache ist, dass heute, mitten in der 3. Industriellen
Revolution, jeder Arbeitgeber gezwungen ist - bei Androhung
des Verlustes seines Betriebes - zu rationalisieren. Und das
heißt heutzutage Arbeitsplätze weg, Maschinen her!

Und die Investitionen in Maschinen rechnen sich nur, weil
menschliche Arbeit zu teuer geworden ist.

Also, schaffen wir den Menschen ab?! Lassen wir die Computer arbeiten. Die sollen dann auch den Müll kaufen der produziert wird, oder? Wir können doch unsere Gesellschaft nicht führen wie einen Industriebetrieb. Deutschland muss auch ein „Lebensstandort“ bleiben können!

Grüße
Günther

Hi,

die Banken scheffeln das Geld.

Guter Witz. Noch nie gab es in Deutschland derart schlechte
Ergebnisse bei den Banken wie in den letzten beiden Jahren.

Dafür hast du sicher eine Quelle, oder?
Ich, wiedermal für die exakt negierte Aussage, habe schon eine: http://www.n-tv.de/5232011.html

Gruß
Frank

die Gewinne der Industrie sind
enorm

Ach, deswegen die vielen Pleiten.
Pleite gehen doch nur die Kleinen und Mittleren. Ich sage ja, die Verteilung stimmt nicht! Wo ist der Widerspruch?

Hast ja recht. Was weiß ich als Kreditrisikomensch im Firmengeschäft schon über die Lage der deutschen Industrie.

die Banken scheffeln das Geld.

Guter Witz. Noch nie gab es in Deutschland derart schlechte
Ergebnisse bei den Banken wie in den letzten beiden Jahren.

Ach komm, weil die Gewinnzuwächse mal nicht steigen, wird gleich
gejammert.

Im Februar des vergangenen Jahres hätte ich keinen Cent mehr auf das Überleben der Commerzbank, der Hypovereinsbank und einiger anderer, nicht ganz so bekannten Institute gegeben und im Augenblick weiß ich ein paar Institute, bei denen ich das heute auch nicht machen würde.

Die Banken haben unter der Börsenschwäche und der Pleitewelle erheblich geblutet und teilweise Verluste in Milliardenhöhe eingefahren (Commerzbank, Dresdner Bank und HypoVereinsbank vorneweg).

Daß man davon nicht noch mehr gelesen hat, liegt daran, daß die meisten Wirtschaftsjournalisten keine Ahnung haben und noch nie einen Geschäftsbericht nach IAS/IFRS in der Hand gehabt haben oder ihn zumindest nicht verstehen können. Das Wort Neubewertungsrücklage sagt jedenfalls offensichtlich keinem Journalisten etwas.

Nicht umsonst gab es letztes Jahr ein Krisengespräch mit der Bundesregierung und führenden Bankmanagern über das reizvolle Thema, wie denn der deutsche Finanzmarkt zu retten sein könnte, wenn eine größere Bankpleite droht.

Wer mir also erzählen will, daß die Banken Kohle ohne Ende einfahren, hat entweder keine Ahnung, will mich verarschen oder labert nur dumm das nach, was auf den ganzen tollen investigativen und revolutionären Internetseiten zu lesen ist.

Um noch ein Beispiel zu nennen: Es gibt eine Bank, die in einer deutschen Großstadt über Grundstücke in Filetlage verfügt. Wenn bis zum Zeitpunkt x diese Grundstücke nicht bebaut werden, erlischt die Baugenehmigung und Werte in dreistelliger Millionenhöhe zerfallen zu Staub. Dennoch macht man derzeit keine Anstalten, in die Bauphase einzutreten, weil schlicht und ergreifend die Liquidität fehlt.

Die Banken sind doch die Pestilenz unserer Zeit. In der Manier von
Feudalisten mischen sie sich in die Politik ein und machen Druck
über ihre Finanzkraft. Und was - ausser Abhängigkeiten -
produzieren sie?

Keine Ahnung. Abwicklung des Zahlungsverkehrs? Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität? (wenn auch in rückläufigem Maße, Grund siehe oben)

Das Bruttosozialprodukt
stimmt!

Wenn Stagnation für Dich stimmig ist, hast Du recht. Die
Wirtschaft eiert seit knapp drei Jahren zwischen Rückgang und
Minizuwächsen hin und her.
Verabschieden wir uns doch von der Wachstumsphilosophie. Was ewig wächst, wird irgenwann bösartig! Wohlstand kann nicht ewig wachsen, ohne zum übel zu werden.

Allmählich wird die Sache absurd. Du schreibst, die Wirtschaft brummt, ich sage, daß dem nicht so ist, und ist Nichtwachstum auf einmal eine gute Sache?

Und die Investitionen in Maschinen rechnen sich nur, weil
menschliche Arbeit zu teuer geworden ist.

Also, schaffen wir den Menschen ab?! Lassen wir die Computer arbeiten. Die sollen dann auch den Müll kaufen der produziert wird, oder?

Wo steht das? Denkt hier eigentlich keiner mehr selbst? Es ist ja nicht auszuhalten, was für ein Quatsch wieder und wieder und wieder hier abgeladen wird.

Kurzfassung: Arbeit in Deutschland ist für die Gegenleistung, die man dafür erhält, in vielen Bereichen zu teuer. Zu verdanken haben wir dads der exzessiven Lohnpolitik der 70er Jahre, die durch absurde Lohnerhöhungen dazu führte, daß moderne Techniken (insbes. EDV) auf einmal in der Anschaffung rentabel waren.

Daß hier zwischendurch der Laden lief, liegt schlicht und ergreifend daran, daß die Unternehmen hier gutausgebildete und motivierte Arbeitskräfte vorfanden, eine erfreuliche Infrastruktur und politisch stabile Verhältnisse. Damit war dann ein Arbeitsplatz in Deutschland zwar teurer als sonstwo, aber dafür bekam man auch was.

Heute sieht die Lage anders aus. Die Ausbildung in diesem Land verkommt zum Witz, die Menschen nörgeln die ganze Zeit rum und sind um jede Minute froh, die sie nicht arbeiten müssen, der Arbeitgeber ist zum Ausbeuter verkommen, der vielzitierte Verkehrsinfarkt wird durch Mautchaos und verrrottende Straßen unterstützt, während die EU mit Gelder für Strukturförderung um sich wirft, früher in Spanien und Griechenland, zukünftig in Osteueropa und die Politik sorgt durch das totale Gesetzgebungschaos für eine Planungsicherheit, die nicht bis zum nächste Monatsende reicht.

Damit ist ein Arbeitsplatz nicht mehr nur teurer als woanders, sondern man bekommt auch nichts mehr dafür. Anstatt aber am letzten Punkt anzusetzen, diskutiert man sich nen Wolf darüber, daß man bloß nicht mehr oder flexibler arbeiten will und eigentlich sowieso viel zu wenig bekommt.

Daß man sich damit den Ast absägt, auf dem man sitzt, nimmt irgendwie niemand wahr.

Wir können doch unsere Gesellschaft nicht führen wie einen
Industriebetrieb.
Deutschland muss auch ein „Lebensstandort“ bleiben können!

Dummerweise erfordert ein gewisser Lebensstandard auch eine gewisse wirtschaftliche Aktivität in diesem Land. Die sehe ich im Augenblick aber langsam aber sicher schwinden. Dasw scheint aber für niemanden ein Problem darszustellen. Man schimpft auf die Unternehmen, die sich im internationalen Wettbewerb befinden und seit 20 Jahren Änderungen bei Infrastruktur, Ausbildung, Flexibilität usw. fordern und nichts bekommen, außer blödsinnigen Kommentaren. Nun verdrückt sich ein Betrieb nach dem anderen in den Osten (und das trotz der erheblichen Risiken, die sich daraus ergeben) und anstatt nach den Gründen zu suchen und diese abzustellen, gibt es noch mehr blödsinnige Kommentare.

Gruß,
Christian

Hi,

Guter Witz. Noch nie gab es in Deutschland derart schlechte
Ergebnisse bei den Banken wie in den letzten beiden Jahren.

Dafür hast du sicher eine Quelle, oder?

klar:
http://www.dresdner-bank.de
http://www.hypovereinsbank.de
http://www.commerzbank.de
http://www.west-lb.de
http://www.bankgesellschaft.de/
http://www.bhw.de/

Einfach über Investor Relations durchklicken. Oder hier:
http://www.welt.de/extra/service/121176.html Ein Klick auf den jeweiligen Banknamen führt zu einer Kennzahlenübersicht.

Ich, wiedermal für die exakt negierte Aussage, habe schon
eine: http://www.n-tv.de/5232011.html

Da steht überhaupt nichts zum Thema Gewinne der Banken, sondern da steht was zum Thema Produktivitätszuwachs. Auf den Gewinn einer Bank haben andere Größen auch einen Einfluß.

Im deutschen Bankgewerbe sind in den letzten 3 Jahren schätzungsweise 5% der Stellen abgebaut worden. Da die Arbeit trotzdem gemacht wird (aber eben von weniger Leuten), steigt logischerweise die Produktivität.

Im übrigen ist das ein hübsches Beispiel für die Vorgehensweise der Gewerkschaften. Höhere Lohnkosten führen zu weniger Arbeitsplätzen, was zu höherer Produktivität führt, was wiederum zu höheren Forderungen führt und damit wieder zu weniger Arbeitsplätzen und das ist krank.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,
leider drehst Du Dich argumentativ im Kreis, und manchmal trägt Dein sprunghafter Wechsel von Argumentation zu (unnötiger)Polemik und zurück leider nicht viel zur Klarheit bei!
Man hat das Gefühl, Du willst nicht verstehen, was Dir nicht in Dein Weltbild passt!
Ausserdem gibt es keinen Grund beleidigend zu werden.
Also: Ich hab keine Lust auf diesen Stil!

Meine Empfehlung:
Mach ne Bank auf und produziere „Liquidität“!
Das wäre doch super, oder?

Günther

Hallo Günther,

leider drehst Du Dich argumentativ im Kreis,

bitte was? Was ist denn mit der Wirtschaftswachstumsgeschichte, bei der Du nicht mehr weißt, was nun gut und was schlecht ist? Und wo soll ich mich bitte im Kreis gedreht haben?

und manchmal
trägt Dein sprunghafter Wechsel von Argumentation zu
(unnötiger)Polemik

Da bitte ich doch um Beispiele.

Man hat das Gefühl, Du willst nicht verstehen, was Dir nicht
in Dein Weltbild passt!

Mein Weltbild, aha. Ich habe kein Weltbild, dem ich in irgendeiner Weise treu bleiben muß. Ich vertete auch keine bestimmte Seite, welche auch immer das sein könnte. Ich vertrete die Positionen, die sich mir nach logischen Überlegungen und fundiert-wissenschaftlichen Grundsätzen ergeben.

Wer hier ein Weltbild zu haben scheint, daß keine Kritik zur Kenntnis nimmt und was gegen jede Argumentation immun ist, scheinst eher Du zu sein. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, daß Du keinen einzigen meiner Punkte aufgegriffen hast.

Ausserdem gibt es keinen Grund beleidigend zu werden.

Auch hier bitte ich um Beispiele. Ich bin grundsätzlich ein netter Mensch und möchte nicht unabsichtlich andere Menschen beleidigen.

Also: Ich hab keine Lust auf diesen Stil!

Naja, vor allem hast Du anscheinend keine Lust, inhaltlich auf die von mir vorgetragen Positionen einzugehen. Ich bilde mir ein, daß bei Deinen Ausführungen durchaus getan zu haben.

Meine Empfehlung:
Mach ne Bank auf und produziere „Liquidität“!

Für ersteres fehlt mir das nötige Kleingeld und den hinteren Teil des Satzes soll ich wohl so verstehen, daß Du der Ansicht bist, Banken schafften keine Liquidität. Das haben zwar schon andere behauptet, was es aber nicht richtiger Macht. Das Kind hat sogar einen Namen und nennt sich Geldschöpfung.

Meine Verehrung!!
Hallo

Leider gibt es Leute, die nicht auf einer argumentativen Ebene bleiben können! Du scheinst dazu zu gehören.
Aber das brauch ich nicht!
Zu all Deinen Fragen:
Liess Deine Beiträge aufmerksam durch, dann bekommst Du vielleicht Klarheit.
Auch wenn nicht, macht nix Christian.
Vergessen wir´s.

Günther

danke
Hi,

Leider gibt es Leute, die nicht auf einer argumentativen Ebene
bleiben können! Du scheinst dazu zu gehören.

die „Argumentation“ kenne ich. Wenn ein Beitrag nicht paßt, wird er als „unsachlich“ und „nicht argumentativ“ abgeurteilt und damit hat sich das.

Zu all Deinen Fragen:
Liess Deine Beiträge aufmerksam durch, dann bekommst Du
vielleicht Klarheit.

Die notwendige Klarheit habe ich spätestens mit Deinem letzten Artikel gewonnen.

Auch wenn nicht, macht nix Christian.
Vergessen wir´s.

Ich vergesse das nicht. Du bist ein Frank!

Gruß,
Christian

Denke!
Hallo,
ach jetzt versteh ich, Du hast Dir mit Deiner Art hier schon einige Freunde gemacht.
Und zwar so viele, dass Du sie nach Vornamen in verschiedene Hassgruppen klassifizieren kannst. Super.
Also: Lassen wirs!
Mach das mit der „Geldschöpfung“! Das passt!
Günther

Auch wenn nicht, macht nix Christian.
Vergessen wir´s.

Ich vergesse das nicht. Du bist ein Frank!

Gruß,
Christian

Hi,

Dafür hast du sicher eine Quelle, oder?

klar:
http://www.dresdner-bank.de
http://www.hypovereinsbank.de
http://www.commerzbank.de
http://www.west-lb.de
http://www.bankgesellschaft.de/
http://www.bhw.de/

Einfach über Investor Relations durchklicken. Oder hier:
http://www.welt.de/extra/service/121176.html Ein Klick auf den
jeweiligen Banknamen führt zu einer Kennzahlenübersicht.

Ich muß zugeben, da hab ich noch nicht mal rumgeschnuffelt. Strategisch gesehen ist es aber logisch: man hat in die EU-Osterweiterung investiert. So ähnlich dürften die Banken von 86 - 89 ausgesehen haben (frei geraten).
auch: http://www.miprox.de/Sonstiges/Pipelines.htm

Ich, wiedermal für die exakt negierte Aussage, habe schon
eine: http://www.n-tv.de/5232011.html

Da steht überhaupt nichts zum Thema Gewinne der Banken,
sondern da steht was zum Thema Produktivitätszuwachs. Auf den
Gewinn einer Bank haben andere Größen auch einen Einfluß.

Geldgewinne nicht, nein. Schauen wir uns lieber absolute Werte an. Nur gibts darüber leider keine Aussagen, weil alles in Geld ausgedrückt wird. Ist auch sehr komplex, wenn man es gründlich analysieren wollte.

Im deutschen Bankgewerbe sind in den letzten 3 Jahren
schätzungsweise 5% der Stellen abgebaut worden. Da die Arbeit
trotzdem gemacht wird (aber eben von weniger Leuten), steigt
logischerweise die Produktivität.

Ja, OK. Sie haben Struktur gewonnen, schärfere Hierarchie. Das setzt sich nun auch im ganzen Land um (Sozialabbau).
Noch verschärfter ist es bei den Amis: http://www.miprox.de/USA_speziell/USA-Der_%20Anfang_…

Gruß
Frank

Hi,

Ich muß zugeben, da hab ich noch nicht mal rumgeschnuffelt.
Strategisch gesehen ist es aber logisch: man hat in die
EU-Osterweiterung investiert.

nein, die hat damit nichts zu tun.

auch: http://www.miprox.de/Sonstiges/Pipelines.htm

Hey, endlich mal was von Dir, das an der Realitiät kratzt. Die Zusammenhänge sind aber ganz andere und sie tangieren nicht unser Wirtschaftsproblem, sondern unser Terrorismusproblem. Aber ich gebe zu, Du kommst langsam an den ein oder anderen Kern heran.

Da steht überhaupt nichts zum Thema Gewinne der Banken,
sondern da steht was zum Thema Produktivitätszuwachs. Auf den
Gewinn einer Bank haben andere Größen auch einen Einfluß.

Geldgewinne nicht, nein. Schauen wir uns lieber absolute Werte
an. Nur gibts darüber leider keine Aussagen, weil alles in
Geld ausgedrückt wird. Ist auch sehr komplex, wenn man es
gründlich analysieren wollte.

Och komm, die Ansätze sind doch da, warum gleich wieder alles der Ideologie opfern?

Im deutschen Bankgewerbe sind in den letzten 3 Jahren
schätzungsweise 5% der Stellen abgebaut worden. Da die Arbeit
trotzdem gemacht wird (aber eben von weniger Leuten), steigt
logischerweise die Produktivität.

Ja, OK. Sie haben Struktur gewonnen, schärfere Hierarchie. Das
setzt sich nun auch im ganzen Land um (Sozialabbau).

Irrtum. Der Abbau der Arbeitsplätze bei den Banken wird schon seit den späten 80ern prognostiziert. Es handelt sich dabei vordergründig um ein Strukturproblem, tatsäclich um das, was die ganze Welt beherrscht: Persönliche Beziehungen. In keinem Gewerbe sind die Betriebszugehörigkeiten so lang, wie im Bankgewerbe. Mitarbeiter mit > 25 Jahren Betriebszugehörigkeit schmeißt man nicht raus, nur weil sie unrentabel sind. Das rächt sich jetzt in großem Stil.

Noch verschärfter ist es bei den Amis:
http://www.miprox.de/USA_speziell/USA-Der_%20Anfang_…

Auch das geht am Kern vorbei, wie viele derartiger Links.

Gruß,
Christian

ach jetzt versteh ich, Du hast Dir mit Deiner Art hier schon
einige Freunde gemacht.

Diese tiefgreifende Analyse kommt einige Monate zu früh.

Und zwar so viele, dass Du sie nach Vornamen in verschiedene
Hassgruppen klassifizieren kannst.

Nix Haß, aber die Mitglieder lassen sich in der Art schubladisieren, jedenfalls einige und Du fällst in die Frank-Kategorie, wobei ich feststellen muß, daß er noch etwas besser ist als Du. Er hat wenigstens den Hauch einer Ahnung, wovon er spricht.

Mach das mit der „Geldschöpfung“! Das passt!

Immer noch nicht verstanden, oder? Naja, warum solltest Du eine Ausnahme unter 79,5 Mio. anderen sein. Insbesondere vor dem Hintergrund Deiner nicht ausgefüllten Visitenkarte wirken Deine nicht durch Fakten untermauerten Einwürfe … nicht.

Gruß,
Christian