Speditionsterror

Dass die Benzinpreise steigen tut jedem weh, klar! Aber dieses Gezetere, das die Speditionen nun Europaweit aufführen, halte ich für eine Unverschämtheit !
Ich bin in Bezug auf den Güterverkehr für eine bedingungslose Einführung des Verursacherprinzips ! Ein LKW verursacht die gleiche Strassenabnutzung wie ca 175000 PKW’s (!!! Spiegelartikel vor ein paar Monaten). Wir PKW-Fahrer subventionieren mit unserer Minaralölsteuer und mit der KFZ-Steuer die Speditionsindustrie, da mit „normalem“ PKW Verkehr eine Autobahn praktisch nicht kaputt zu machen ist. Speziell in Frankreich terrorisieren einige hundert Speditionsunternehmer ein ganzes Land ! Ich kann nur hoffen, dass die Brüder sich das bei uns in D nicht trauen ! Dass die Speditionen am Existenzminimum dahinkrebsen halte ich schlicht und ergreifend für eine Lüge, wie sonst ist es zu erklären, dass ca 30% aller LKW-Fahrten Leerfahrten sind (zählt mal nur die LKW-Auflieger mit hochgezogenen Achsen auf der Autobahn). Von einem Speditionssterben habe ich ebenfalls noch nichts gehört! Solange es sich rentiert, Krabben zum pulen nach Marokko zu karren, ist der LKW-Verkehr zu billig. Die Spediteure und vor allem die Opposition nutzen die Ölpreiserhöhung (die schliesslich auf normalem kapitalistischen Wege und völlig unsubventioniert entsteht) für eine Kampagne gegen die Ökosteuer.

Meine Tips:
Alles, was weiter als 400km transportiert wird generell auf die Schiene !
Kein subventionierter Lebensmitteltourismus mehr in der EU !
Verursacherprinzip einhalten => drastische Erhöhung der KFZ-Steuer für LKW !
Einführung einer zentralen Speditionslogistik in D, um überflüssige Leerfahrten zu vermeiden !

provokativer Gruss

Sigi

Hi!

Dass die Benzinpreise steigen tut jedem weh, klar! Aber dieses
Gezetere, das die Speditionen nun Europaweit aufführen, halte
ich für eine Unverschämtheit !

Ja, ich auch. Denn es wird leider nur für die Senkung der Besteuerung von Diesel demonstriert…

Ich bin in Bezug auf den Güterverkehr für eine bedingungslose
Einführung des Verursacherprinzips ! Ein LKW verursacht die
gleiche Strassenabnutzung wie ca 175000 PKW’s (!!!
Spiegelartikel vor ein paar Monaten). Wir PKW-Fahrer
subventionieren mit unserer Minaralölsteuer und mit der
KFZ-Steuer die Speditionsindustrie, da mit „normalem“ PKW
Verkehr eine Autobahn praktisch nicht kaputt zu machen ist.

Das ist gut!
Dann werde ich in Zukunft auch die Grüne Partei verklagen, wenn ich neue Reifen kaufe. Schließlich sind ja die Grünen durch ihre Politik der Investitionsstopps für das Straßennetz Schuld daran, daß ich so oft neue Reifen benötige.

Speziell in Frankreich terrorisieren einige hundert
Speditionsunternehmer ein ganzes Land ! Ich kann nur hoffen,
dass die Brüder sich das bei uns in D nicht trauen ! Dass die
Speditionen am Existenzminimum dahinkrebsen halte ich schlicht
und ergreifend für eine Lüge, wie sonst ist es zu erklären,
dass ca 30% aller LKW-Fahrten Leerfahrten sind (zählt mal nur
die LKW-Auflieger mit hochgezogenen Achsen auf der Autobahn).
Von einem Speditionssterben habe ich ebenfalls noch nichts
gehört!

Das ist zimlich ignorant.
Deutsche Spediteure zahlen im europ. Vergleich mit Abstand die höchsten Steuern, Kfz-Steuern und Benzinpreise (alles zusammen gerechnet).
Klar erkennt man aufgrund der zunehmenden Masse an LKWs auf den Autobahnen kein sprdietionssterben. es werden halt immer mehr holländische, belgische und griechische Speditionen…

Solange es sich rentiert, Krabben zum pulen nach
Marokko zu karren, ist der LKW-Verkehr zu billig.

Davon halte ich auch nichts. Hier liegt aer eine einfache betriebswirtschaftliche Rechnung des verantwortlichen Unternehmens zu grunde, die nicht auf den Rest des Verkehrs übertragbar ist.

Die
Spediteure und vor allem die Opposition nutzen die
Ölpreiserhöhung (die schliesslich auf normalem
kapitalistischen Wege und völlig unsubventioniert entsteht)
für eine Kampagne gegen die Ökosteuer.

Die Verteuerung des Rohöls ist langweilig, denn der steuerliche Anteil am Benzin ist 70%.

Meine Tips:
Alles, was weiter als 400km transportiert wird generell auf
die Schiene !

Das wäre schön. Nur ist die Bahn zu teuer und zu unflexibel.
Man merke: 60% des Budgets der Bahn ist für Pensionszahlungen verplant!!

Kein subventionierter Lebensmitteltourismus mehr in der EU !
Verursacherprinzip einhalten => drastische Erhöhung der
KFZ-Steuer für LKW !

Noch höher?
Hast Du Dich mal informiert, was ein Laster kostet?

Ich bin auch kein Laster-Freund.
Nur handelt es sich bei der Ökosteuer in Verbindung mit Autobahnmaut überall außer hier um nichts anderes als eine Wettberwerbsverzerrung zuungunsten deutscher Spediteure.
Und das kann ich nicht akzeptieren, da es hier auch um Arbeitsplätze geht.

Einführung einer zentralen Speditionslogistik in D, um
überflüssige Leerfahrten zu vermeiden !

Sehr gute Idee. Ich kann mir auch nicht vorstellen, woran das scheitern soll, da hier nun wirklich alle Beteiligten profitieren würden.

Gruß,

Mathias

Hi!

Dass die Benzinpreise steigen tut jedem weh, klar! Aber dieses
Gezetere, das die Speditionen nun Europaweit aufführen, halte
ich für eine Unverschämtheit !

Ja, ich auch. Denn es wird leider nur für die Senkung der
Besteuerung von Diesel demonstriert…

Ich bin in Bezug auf den Güterverkehr für eine bedingungslose
Einführung des Verursacherprinzips ! Ein LKW verursacht die
gleiche Strassenabnutzung wie ca 175000 PKW’s (!!!
Spiegelartikel vor ein paar Monaten). Wir PKW-Fahrer
subventionieren mit unserer Minaralölsteuer und mit der
KFZ-Steuer die Speditionsindustrie, da mit „normalem“ PKW
Verkehr eine Autobahn praktisch nicht kaputt zu machen ist.

Das ist gut!
Dann werde ich in Zukunft auch die Grüne Partei verklagen,
wenn ich neue Reifen kaufe. Schließlich sind ja die Grünen
durch ihre Politik der Investitionsstopps für das Straßennetz
Schuld daran, daß ich so oft neue Reifen benötige.

:wink: Bitte nicht wieder das Verursacherprinzip ignorieren ! Die Ursache ist möglicherweise, dass du zuviel fährst.

Speziell in Frankreich terrorisieren einige hundert
Speditionsunternehmer ein ganzes Land ! Ich kann nur hoffen,
dass die Brüder sich das bei uns in D nicht trauen ! Dass die
Speditionen am Existenzminimum dahinkrebsen halte ich schlicht
und ergreifend für eine Lüge, wie sonst ist es zu erklären,
dass ca 30% aller LKW-Fahrten Leerfahrten sind (zählt mal nur
die LKW-Auflieger mit hochgezogenen Achsen auf der Autobahn).
Von einem Speditionssterben habe ich ebenfalls noch nichts
gehört!

Das ist zimlich ignorant.
Deutsche Spediteure zahlen im europ. Vergleich mit Abstand die
höchsten Steuern, Kfz-Steuern und Benzinpreise (alles zusammen
gerechnet).
Klar erkennt man aufgrund der zunehmenden Masse an LKWs auf
den Autobahnen kein sprdietionssterben. es werden halt immer
mehr holländische, belgische und griechische Speditionen…

nönö, machs dir mal nicht zu einfach. Hierzulande fahren schon auch genug deutsche LKW’s. Ausserdem könnte man alternativ zur KFZ-Steuer ja auch die Mineralölsteuer nochmal erhöhen und die KFZ-Steuer wegfallen lassen. Dann erwischt man auch die ausserdeutschen VERURSACHER und die Vielfahrer, die zuviel Reifenverschleiß haben.

Solange es sich rentiert, Krabben zum pulen nach
Marokko zu karren, ist der LKW-Verkehr zu billig.

Davon halte ich auch nichts. Hier liegt aer eine einfache
betriebswirtschaftliche Rechnung des verantwortlichen
Unternehmens zu grunde, die nicht auf den Rest des Verkehrs
übertragbar ist.

Zumindest ist der Transportanteil in dieser Kalkulation so gering, dass es sich rentiert. Ausserdem scheint sich italienische Milch in Ostdeutschland zu rentieren, tiroler Apfelsaft in Hamburg, polnische Rinder und Schweine in Italien, Norddeutscher Joghurt auf Sizilien…

Die
Spediteure und vor allem die Opposition nutzen die
Ölpreiserhöhung (die schliesslich auf normalem
kapitalistischen Wege und völlig unsubventioniert entsteht)
für eine Kampagne gegen die Ökosteuer.

Die Verteuerung des Rohöls ist langweilig, denn der
steuerliche Anteil am Benzin ist 70%.

Ja, aber der steuerliche Anteil an der Erhöhung in den letzten 12 Monaten ist marginal! Es ist also kompletter Nonsens, jetzt die Steuer zu senken, da das nicht an die Ursache geht ! Aber die Ursachen scheinen dich bei diesem Thema allgemein nicht so sehr zu interessieren, so würdest du nicht so hartnäckig die Frage des Verursacherprinzips (das sich nun mal durch die gesamte Rechtssprechung in D zieht) ignorieren. Tatsache bleibt, dass der Güterverkehr auf der Strasse ursächlich die Autobahnen zerstört, die Umwelt verpestet und nicht zuletzt massenweise durch die hohe Verkehrsdichte Zeit vergeudet.

Meine Tips:
Alles, was weiter als 400km transportiert wird generell auf
die Schiene !

Das wäre schön. Nur ist die Bahn zu teuer und zu unflexibel.
Man merke: 60% des Budgets der Bahn ist für Pensionszahlungen
verplant!!

Das ist sicher kein falscher Einwand, aber ein Problem, das man ändern kann.

Kein subventionierter Lebensmitteltourismus mehr in der EU !
Verursacherprinzip einhalten => drastische Erhöhung der
KFZ-Steuer für LKW !

Noch höher?
Hast Du Dich mal informiert, was ein Laster kostet?

Grade eben habe ich dir Beispiele von Lebensmitteltourismus genannt. Die 30% Leerfahrten habe ich auch schon erwähnt. Die absoluten Kosten eines LKW’s können also nicht zu hoch sein, sonst könnten sich die Speditionen bzw deren Auftraggeber das nicht leisten.

Ich bin auch kein Laster-Freund.
Nur handelt es sich bei der Ökosteuer in Verbindung mit
Autobahnmaut überall außer hier um nichts anderes als eine
Wettberwerbsverzerrung zuungunsten deutscher Spediteure.
Und das kann ich nicht akzeptieren, da es hier auch um
Arbeitsplätze geht.

Natürlich hast du recht, wenn du damit meinst, man sollte das alles Europaweit einführen.

Einführung einer zentralen Speditionslogistik in D, um
überflüssige Leerfahrten zu vermeiden !

Sehr gute Idee. Ich kann mir auch nicht vorstellen, woran das
scheitern soll, da hier nun wirklich alle Beteiligten
profitieren würden.

Du bist dir aber schon im Klaren, dass auch das Arbeitsplätze kosten würde und die eine oder andere Spedition daran kaputt gehen könnte. 30 % Leerfahrten in Zukunft wenigstens zum Teil zu vermeiden heisst nichts anderes wie Kapazitätsreduzierung. Es würden also wieder nicht alle davon profitieren.

Ciao und schönen Gruß

Sigi

Hi Sigi!

Dass die Benzinpreise steigen tut jedem weh, klar! Aber dieses
Gezetere, das die Speditionen nun Europaweit aufführen, halte
ich für eine Unverschämtheit !

Ja, ich auch. Denn es wird leider nur für die Senkung der
Besteuerung von Diesel demonstriert…

Ich bin in Bezug auf den Güterverkehr für eine bedingungslose
Einführung des Verursacherprinzips ! Ein LKW verursacht die
gleiche Strassenabnutzung wie ca 175000 PKW’s (!!!
Spiegelartikel vor ein paar Monaten). Wir PKW-Fahrer
subventionieren mit unserer Minaralölsteuer und mit der
KFZ-Steuer die Speditionsindustrie, da mit „normalem“ PKW
Verkehr eine Autobahn praktisch nicht kaputt zu machen ist.

Das ist gut!
Dann werde ich in Zukunft auch die Grüne Partei verklagen,
wenn ich neue Reifen kaufe. Schließlich sind ja die Grünen
durch ihre Politik der Investitionsstopps für das Straßennetz
Schuld daran, daß ich so oft neue Reifen benötige.

:wink: Bitte nicht wieder das Verursacherprinzip ignorieren !
Die Ursache ist möglicherweise, dass du zuviel fährst.

Was ist zuviel?
Jedenfalls fahre ich nicht zum Spaß.
fahre ich weniger, verdiene ich weniger, zahle ich weniger Steuern, sinken die Staatseinnahmen…
Der Staat senkt also (Verursacherprinzip) durch die Ökosteuer seine Einnahmen (der Depp).

Speziell in Frankreich terrorisieren einige hundert
Speditionsunternehmer ein ganzes Land ! Ich kann nur hoffen,
dass die Brüder sich das bei uns in D nicht trauen ! Dass die
Speditionen am Existenzminimum dahinkrebsen halte ich schlicht
und ergreifend für eine Lüge, wie sonst ist es zu erklären,
dass ca 30% aller LKW-Fahrten Leerfahrten sind (zählt mal nur
die LKW-Auflieger mit hochgezogenen Achsen auf der Autobahn).
Von einem Speditionssterben habe ich ebenfalls noch nichts
gehört!

Das ist zimlich ignorant.
Deutsche Spediteure zahlen im europ. Vergleich mit Abstand die
höchsten Steuern, Kfz-Steuern und Benzinpreise (alles zusammen
gerechnet).
Klar erkennt man aufgrund der zunehmenden Masse an LKWs auf
den Autobahnen kein Speditionssterben. es werden halt immer
mehr holländische, belgische und griechische Speditionen…

nönö, machs dir mal nicht zu einfach. Hierzulande fahren schon
auch genug deutsche LKW’s. Ausserdem könnte man alternativ zur
KFZ-Steuer ja auch die Mineralölsteuer nochmal erhöhen und die
KFZ-Steuer wegfallen lassen. Dann erwischt man auch die
ausserdeutschen VERURSACHER und die Vielfahrer, die zuviel
Reifenverschleiß haben.

Richtig.
Ich habe nichts dagegen, nicht weiterhin den reinen Besitz eines Fahrzeuges zu bestrafen.
Bei einer verbrauchsabhängigen Besteuerung weiß jeder, woran er ist.

Mein Vorschlag wäre also:

  • Abschaffung der Ökosteuer
  • Halbierung der Mineralölsteuer
  • Abschaffung der Kfz-Steuer
  • Einführen einer kilometerabhängigen Autobahnmaut

Das wäre fair.

Solange es sich rentiert, Krabben zum pulen nach
Marokko zu karren, ist der LKW-Verkehr zu billig.

Davon halte ich auch nichts. Hier liegt aber eine einfache
betriebswirtschaftliche Rechnung des verantwortlichen
Unternehmens zu grunde, die nicht auf den Rest des Verkehrs
übertragbar ist.

Zumindest ist der Transportanteil in dieser Kalkulation so
gering, dass es sich rentiert. Ausserdem scheint sich
italienische Milch in Ostdeutschland zu rentieren, tiroler
Apfelsaft in Hamburg, polnische Rinder und Schweine in
Italien, Norddeutscher Joghurt auf Sizilien…

Klar, hier bin ich Deiner Meinung.
Nur ist die verteuerung der Transportkosten trotzdem immer verbunden mit einer Erhöhung der Verbraucherpreise.
Darüber sollte man sich eben auch im Klaren sein.

Die
Spediteure und vor allem die Opposition nutzen die
Ölpreiserhöhung (die schliesslich auf normalem
kapitalistischen Wege und völlig unsubventioniert entsteht)
für eine Kampagne gegen die Ökosteuer.

Die Verteuerung des Rohöls ist langweilig, denn der
steuerliche Anteil am Benzin ist 70%.

Ja, aber der steuerliche Anteil an der Erhöhung in den letzten
12 Monaten ist marginal! Es ist also kompletter Nonsens, jetzt
die Steuer zu senken, da das nicht an die Ursache geht !

Genau das ist nciht wahr.
gerade die Ökosteuer ist das Problem!

Aber
die Ursachen scheinen dich bei diesem Thema allgemein nicht so
sehr zu interessieren, so würdest du nicht so hartnäckig die
Frage des Verursacherprinzips (das sich nun mal durch die
gesamte Rechtssprechung in D zieht) ignorieren. Tatsache
bleibt, dass der Güterverkehr auf der Strasse ursächlich die
Autobahnen zerstört, die Umwelt verpestet und nicht zuletzt
massenweise durch die hohe Verkehrsdichte Zeit vergeudet.

Du machst es Dir zu leicht.
ich ignoriere nicht etwa das Verursacherprinzip (keine Sorge, meine Vorbildung reicht gerade noch aus…), sondern ich lege es anders aus.

Zurück zum Thema:
Verursacher kann hier auch die Bahn sein, die durch ihre auf Mißmanagement basierende Wettberwerbsunfähigkeit die Transporteure auf die Straße zwingt.

Du willst Kahlschlag?
Dann ist die Konsequenz die Abkehr von Produktvielfalt und den daraus resultierenden Mehrumsätzen.
Außerdem sind höhere Preise bei deutlioch eingeschränkter Verfügbarkeit zu akzeptieren.
Willst Du das?

Meine Tips:
Alles, was weiter als 400km transportiert wird generell auf
die Schiene !

Das wäre schön. Nur ist die Bahn zu teuer und zu unflexibel.
Man merke: 60% des Budgets der Bahn ist für Pensionszahlungen
verplant!!

Das ist sicher kein falscher Einwand, aber ein Problem, das
man ändern kann.

Wie würdest Du das ändern, so daß eine Lösung des Problems in 10 Jahren möglich wäre?

Kein subventionierter Lebensmitteltourismus mehr in der EU !
Verursacherprinzip einhalten => drastische Erhöhung der
KFZ-Steuer für LKW !

Noch höher?
Hast Du Dich mal informiert, was ein Laster kostet?

Grade eben habe ich dir Beispiele von Lebensmitteltourismus
genannt. Die 30% Leerfahrten habe ich auch schon erwähnt. Die
absoluten Kosten eines LKW’s können also nicht zu hoch sein,
sonst könnten sich die Speditionen bzw deren Auftraggeber das
nicht leisten.

Ah ja. Nun sind wir ja schon bei den Auftaggebern. Das kommt der Sache schon näher.

Würden diese Leute ihre Geschäfte umstrukturieren, wenn man den deutschen LKW-Verkehr verteuert oder würden sie zu billigeren, ausländischen Anbietern wechseln?

Ich bin auch kein Laster-Freund.
Nur handelt es sich bei der Ökosteuer in Verbindung mit
Autobahnmaut überall außer hier um nichts anderes als eine
Wettberwerbsverzerrung zuungunsten deutscher Spediteure.
Und das kann ich nicht akzeptieren, da es hier auch um
Arbeitsplätze geht.

Natürlich hast du recht, wenn du damit meinst, man sollte das
alles Europaweit einführen.

Das wird nicht möglich sein, obwohl all das natürlich sinnvoll wäre.
Du siehst doch, was in Frankreich los war.
Die lassen das nicht mit sich machen.
So einfältig und obrigkeitshörig sind nur die Deutschen.

Einführung einer zentralen Speditionslogistik in D, um
überflüssige Leerfahrten zu vermeiden !

Sehr gute Idee. Ich kann mir auch nicht vorstellen, woran das
scheitern soll, da hier nun wirklich alle Beteiligten
profitieren würden.

Du bist dir aber schon im Klaren, dass auch das Arbeitsplätze
kosten würde und die eine oder andere Spedition daran kaputt
gehen könnte. 30 % Leerfahrten in Zukunft wenigstens zum Teil
zu vermeiden heisst nichts anderes wie Kapazitätsreduzierung.
Es würden also wieder nicht alle davon profitieren.

Das wäre allerdings ein Preis, für den man wirklichen Mehrwert erhält.

Zugegebenerweise messe ich hier allerdings mit zweierlei Maß.

Zu meiner Entschuldigung kann ich nur vorbringen, daß ich, hätte ich immer die ultimative Lösung parat, schon längst König von Deutschland wär.

Gruß,

Mathias

Das wäre allerdings ein Preis, für den man wirklichen Mehrwert
erhält.

Zugegebenerweise messe ich hier allerdings mit zweierlei Maß.

Zu meiner Entschuldigung kann ich nur vorbringen, daß ich,
hätte ich immer die ultimative Lösung parat, schon längst
König von Deutschland wär.

Haha…das ist gut, darin finde ich mich wieder…das gilt für mich auch.

Das mit dem Mehrwert ist allerdings ein gutes Stichwort. Ich denke, dass man die Probleme der Bahn, bzw des öff. Personennahverkehrs (im Sinne von Mehrwert für alle) durchaus lösen könnte, wenn man die direkten Subventionen (Lebensmitteltourismus…usw) und die indirekten Subventionen (Nichtanwendung des Verursacherprinzips bei Strassen- und Umweltschäden) der Bahn zukommen lassen würde. Nun werden viele aufschreien, dass die Bahn sowieso schon hochsubventioniert ist, aber ich glaube, dass der Güterverkehr auf der Strasse dem in nichts nachsteht, wenn man die indirekten Subventionen mitbetrachtet.

In diesem Sinne

schöne Grüsse

Sigi

die grundtendenz findet meine zustimmung.
allerdings sollte man dann eben die lkw höher besteuern, die eu-subventionen abschaffen etx. anstatt die autofahrer bluten zu lassen.

hallo,
ich habe auch mal so gedacht wie du, bis vor einem jahr. da war ich bei der bundeswehr und die eltern eines stubenkameraden hatten ein kleines fuhrunternehmen ( 3 lkws ). der hat mir mal erzaehlt was wirklich los ist.
na klar beschaedigt ein lkw die autobahn mehr als ein lkw. er faehrt ja auch mehrere tausend kilometer mehr im jahr auf autobahnen als ein pkw und hat auch mehrere tonnen mehr ladung als ein pkw. wenn man das ganze in relation von last und kilometer sieht kommt ungefaehr das gleiche bei raus. der zweite punkt mit dem schienen verkehr ist auch nicht so einfach wie man sich das immer denkt. die meisten firmen sind ja nicht mitten in der stadt neben dem gueterbahnhof, sondern auf dem land. das waere ein unglaublicher zeitaufwand das ganze per schienen zu transportieren (zeit = geld und am ende zahlt der verbraucher). angenommen eine lkw ladung elektrische fensterheber soll von ingolstadt nach wolfsburg. der lkw braucht, keine ahnung, 10 stunden. der zug wuerde mehr als doppelt so lang brauchen. erstmal zum bahnhof, dann ueber zig verlegebahnhoefe bis zum endbahnhof und dann von dort wieder zur fabrik. das dauert ewig. und auch die annahme, dass viele lkws leer fahren stimmt nicht. das waere eine verschwengung von kosten par excellence. die meisten lkws fahren egal von wo nach wo immer voll und voll wieder zurueck.
herzliche gruesse
Raoul Nikelwski

Hallo! Der Nachteil der Bahn ist, dass sie (a) ihre Schienen selbst bezahlen und unterhalten muß, während die Straßen der Steuerzahler bezahlt und (b) dass sie als maroder Staatsbetrieb 30 Jahre lang nur das Wohl ihrer zahllosen verbeamteten Bediensteten im Auge hatte, nicht aber ihre Kunden.
Wenn die Spediteure die realen Wegekosten zahlen müßten, dann müßte Diesel noch dreimal so teuer sein!!! Ich frage mich, wieso der Staat de facto den völlig sinnlosen Transport von z.B. Milch
von Bayern nach Friesland subventioniert? Dass bayrische Milch im Supermarkt in Köln teils billiger ist als Milch aus der Eifel zeigt nur, dass die Transportkosten viel zu niedrig sind, weil vom Steuerzahler subventioniert.
Und zu sinnlosen Leerfahrten: Wer wie ich öfter mit Speditionen zu tun hat kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dort primär Idioten beschäftigt sind: Was nicht zerdeppert oder verloren wird, kommt zu spät oder in 3 Teillieferungen an.
mfg frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

das problem der spediteure besteht darin, dass die verlader mit gnadenlosen ausschreibungen preise erzielen wollen, die kein vernuenftiger kaufmann anbieten kann!
vor ca 20 jahren konnte man qualitativ gute kuriertransporte mit transporter fuer ca dm 1,20/gefahrenem kilometer einkaufen.
heute bekomme ich das fuer die haelfte, obwohl sich fast alle kosten mehr als verdoppelt haben! diese transporte haben allerdings auch leider nicht mehr die gewohnte qualitaet bezueglich termintreue, fahrzeugausstattung + zustand und auftreten der fahrer.
beim lkw konnte man nur fernauftraege durchfuehren, wenn man im besitz einer sog. gueterfernverkehrskonzession war - diese konzessionen waren in der zuteilung streng limitiert und kosteten im freien markt sechstellige summen.

heute kann sich jeder depp, der nen alten schrotthaufen zulaesst, kurierdienst oder spediteur nennen, und hier ist der druck dann enorm:

aus dem kuchen müssen stueckchen rausgepult werden, das geht am anfang meist nur ueber den preis.
man muss billiger „produzieren“, um den wettbewerb zu unterbieten, soll heissen: an technik und ausstattung sparen, und vor allem die fahrer so ausquetschen, dass sie ein vielfaches von dem leisten, was gesetzlich zulaessig ist.

die loesungen:

striktes durchziehen der oekosteuer, von mir aus noch gern radikaler - lass diesel dm 5.-/liter kosten - das wird zwar einige selbststaendige preisbrechende trucker von der strasse fegen, aber gut gefuehrte speditionen werden diese kosten gern an die echten verursacher = verlader weitergeben, anstatt denen mit noch mehr „value added service“ in den arsch zu kriechen.

drastische bestrafung von fahrtzeitueberschreitungen bei fahrern und disponenten und geschaeftsfuehrern von speditionen.

kurzfristigere technische ueberpruefung der fahrzeuge - warum eigentlich nicht nach km-leistung…

logisch werden die transporte und somit die produkte dann teurer - tough shit- aber ich muss in frankfurt auch nicht unbedingt milch aus dem allgäu trinken.

gruss
khs

hallo,
ich habe auch mal so gedacht wie du, bis vor einem jahr. da
war ich bei der bundeswehr und die eltern eines
stubenkameraden hatten ein kleines fuhrunternehmen ( 3 lkws ).
der hat mir mal erzaehlt was wirklich los ist.
na klar beschaedigt ein lkw die autobahn mehr als ein lkw. er
faehrt ja auch mehrere tausend kilometer mehr im jahr auf
autobahnen als ein pkw und hat auch mehrere tonnen mehr ladung
als ein pkw. wenn man das ganze in relation von last und
kilometer sieht kommt ungefaehr das gleiche bei raus. der
zweite punkt mit dem schienen verkehr ist auch nicht so
einfach wie man sich das immer denkt. die meisten firmen sind
ja nicht mitten in der stadt neben dem gueterbahnhof, sondern
auf dem land. das waere ein unglaublicher zeitaufwand das
ganze per schienen zu transportieren (zeit = geld und am ende
zahlt der verbraucher). angenommen eine lkw ladung elektrische
fensterheber soll von ingolstadt nach wolfsburg. der lkw
braucht, keine ahnung, 10 stunden. der zug wuerde mehr als
doppelt so lang brauchen. erstmal zum bahnhof, dann ueber zig
verlegebahnhoefe bis zum endbahnhof und dann von dort wieder
zur fabrik. das dauert ewig.

Das stimmt nur, wenn man davon ausgeht, dass das, was transportiert wird, vor Ort nicht hergestellt werden kann. Für die meisten Transporte stimmt eben genau das nicht. Im Gegenteil: Bei der Just-In-Time Belieferung wird Lagerhaltung (zwar auch reduziert, aber trotzdem auch) auf die Strasse verlagert. Fahrende LKW’s sind also billiger als Regallager, das kann doch wohl nicht sein!

und auch die annahme, dass viele
lkws leer fahren stimmt nicht. das waere eine verschwengung
von kosten par excellence. die meisten lkws fahren egal von wo
nach wo immer voll und voll wieder zurueck.

Genau das ist der Trugschluss ! Die Idealvorstellung ist, dass LKW immer voll fahren, aber sie stimmt leider nicht mit der Realität überein. Zahlen zu diesem Thema gibt es leider keine, denn die Speditionen haben verständlicherweise ein Interesse dran, diesem Umstand zu verschweigen. Im von mir erwähnten Spiegelartikel wurde die Zahl von 30% geschätzt und ich fand sie auch etwas hoch und dachte mir: das können die sich unmöglich leisten. Bei meiner nächsten Fahrt auf der Autobahn habe ich dann mal die LKW mit hochgezogenen Achsen gezählt und das waren verdammt viele. Etliche LKW haben diese Möglichkeit nicht mal und so sieht man sowieso nur einen Teil. Es wäre nicht übel, wenn die Speditionsverbände mal nachprüfbare Zahlen über Leerfahrten auf den Tisch legen würden.

Schöne Grüsse

Sigi

LKWs und Orangen
Hallo Leute,
dieses ist eine wahre Geschichte, gehört vor einiger Zeit im Radio:
Da gibt es spanische Orangenproduzenten. Die lassen ihre Früchte mit LKW nach Deutschland transportieren. „Umweltunfreundlich und teuer!“ sagte sich ein Hamburger Kaufmann, „mit dem Schiff ist das besser und billiger.“ Er rechnete nach, unterhielt sich mit den Spaniern, löste die Probleme der Lagerung/Frischhaltung während der natürlich längeren Fahrt mit dem Schiff und konnte ein Angebot machen, das um 25% unter den Transportkosten per LKW lag. Das wollten die Spanier dann auch gerne machen. „Hoi ho“ sagten die LKW-Spediteure, „das können wir auch!“ und senkten flugs ihre Preise um 25%.
Und die Moral von der Geschicht,
glaubt den lauten Schreiern nicht!
Gruss, Stucki

… es werden halt immer
mehr holländische, belgische und griechische Speditionen…

Letztens fuhr ich als Beifahrer mit einem Freund an einem Freitag (tagsüber!) von Füssen Richtung Frankfurt. Wir kamen auch auf dieses Thema und er sagte: „Auf deutschen Autobahnen fahren fast nur noch ausländische LKW“. Hab dann mal gezählt: 80% deutsche LKW, 10% österreichische LKW in der Nähe der Grenze, der Rest andere Ausländer.
So isses …

… Tatsache bleibt, dass der Güterverkehr auf der Strasse ursächlich die Autobahnen zerstört, die Umwelt verpestet und nicht zuletzt massenweise durch die hohe Verkehrsdichte Zeit vergeudet.

> … und für viele brutale Verkehrsunfälle verantwortlich ist.

… Ausserdem scheint sich … zu rentieren, … norddeutscher Joghurt auf Sizilien…

> nachdem er in Griechenland aus norddeutscher Milch produziert und in bayrische Plastikbecher gefüllt wurde. Kein Witz!!

Was die Kosten angeht, auch ein kleiner Hinweis auch auf mein Posting „LKWs und Orangen“ weiter oben.

Gruss, Stucki

Sorry, das ist eine reine Momentbetrachtung.

Ich fuhr vergangenes Wochenende die A8 / A22 Rich´tung Innsbruck/Brenner/Trient und behaupte nun das Gegenteil!

Gruß,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Genau das ist der Trugschluss ! Die Idealvorstellung ist, dass
LKW immer voll fahren, aber sie stimmt leider nicht mit der
Realität überein. Zahlen zu diesem Thema gibt es leider keine,
denn die Speditionen haben verständlicherweise ein Interesse
dran, diesem Umstand zu verschweigen. Im von mir erwähnten
Spiegelartikel wurde die Zahl von 30% geschätzt und ich fand
sie auch etwas hoch und dachte mir: das können die sich
unmöglich leisten. Bei meiner nächsten Fahrt auf der Autobahn
habe ich dann mal die LKW mit hochgezogenen Achsen gezählt und
das waren verdammt viele. Etliche LKW haben diese Möglichkeit
nicht mal und so sieht man sowieso nur einen Teil. Es wäre
nicht übel, wenn die Speditionsverbände mal nachprüfbare
Zahlen über Leerfahrten auf den Tisch legen würden.

Deine wissenschaftliche Untersuchung hat mich auf die Idee gebracht, das auch mal zu probieren, in meiner Nachbarschaft ist eine Fachhochschule.
Und siehe da, so gut wie alle Studenten und Fachkräfte sitzen allein im Auto.
Die weigern sich glatt, den öffentlichen Nahverkehr zu benutzen.
Das muss unbedingt geändert werden.
Sollten sie sich weiterhin beharrlich weigern, Kommilitonen mitzunehmen, schlage ich eine Öko-Umweltschutz-vor-Studenten-Steuer vor.
Man könnte sie ja auch verpflichten, einen Teil des Stückguts der Speditionen zu transportieren, gäbe auf der Strasse eine Entlastung.
Leider verweigerten die meisten die Auskunft, typisch, dabei werden sie offenbar vom Lehrpersonal unterstützt.
Die Universitäten sollten mal nachprüfbare Zahlen auf den Tisch legen.
*schmunzel*
Gruß
Rainer

Hi Sigi,
global und volkswirtschaftlich gesehen hast du Recht. Das hat aber die Wirkung einer Theorie auf einem Blatt Papier.
In Wirklichkeit geht es um die nackte Existenz von tausenden LKW-Kleinunternehmer und zigtausenden LKW-Fahrern.
Was soll der LKW-Fahrer mit einem Gehalt von monatlich 3000 DM netto und einer 4-köpfigen Familie davon halten, wenn sein Job wegrationalisiert wird? Soll er sich zum Lokführer umschulen lassen?
Was soll der Kleinunternehmer machen, der plötzlich bei Bankverbindlichkeiten für seinen LKW von mehr als 500.000 DM seine Aufträge verliert, weil er die Kosten nicht mehr tragen kann oder die Frachtaufträge auf die Bahn verlegt werden?
Die Spediteure, die auf den Strassen demonstrieren und die Autobahnen blockieren, haben eben diese Probleme, die du vielleicht nicht persönlich hast.
Was ist z.B. mit deinem PKW? Wenn der Spritpreis weiter steigt, kann ein Arbeitnehmer, der 30 bis 40 Kilometer zu seinem Arbeitsplatz fahren muss, seinen Arbeitsplatz aufgeben.
Oder soll er, wie ein Grüner in Schleswig-Holstein sagte, auf seinen Urlaub verzichten, um weiterhin arbeiten zu können?
Gruß,
Francesco

Genau das ist der Trugschluss ! Die Idealvorstellung ist, dass
LKW immer voll fahren, aber sie stimmt leider nicht mit der
Realität überein. Zahlen zu diesem Thema gibt es leider keine,
denn die Speditionen haben verständlicherweise ein Interesse
dran, diesem Umstand zu verschweigen. Im von mir erwähnten
Spiegelartikel wurde die Zahl von 30% geschätzt und ich fand
sie auch etwas hoch und dachte mir: das können die sich
unmöglich leisten. Bei meiner nächsten Fahrt auf der Autobahn
habe ich dann mal die LKW mit hochgezogenen Achsen gezählt und
das waren verdammt viele. Etliche LKW haben diese Möglichkeit
nicht mal und so sieht man sowieso nur einen Teil. Es wäre
nicht übel, wenn die Speditionsverbände mal nachprüfbare
Zahlen über Leerfahrten auf den Tisch legen würden.

Deine wissenschaftliche Untersuchung hat mich auf die Idee
gebracht, das auch mal zu probieren, in meiner Nachbarschaft
ist eine Fachhochschule.
Und siehe da, so gut wie alle Studenten und Fachkräfte sitzen
allein im Auto.
Die weigern sich glatt, den öffentlichen Nahverkehr zu
benutzen.
Das muss unbedingt geändert werden.
Sollten sie sich weiterhin beharrlich weigern, Kommilitonen
mitzunehmen, schlage ich eine
Öko-Umweltschutz-vor-Studenten-Steuer vor.
Man könnte sie ja auch verpflichten, einen Teil des Stückguts
der Speditionen zu transportieren, gäbe auf der Strasse eine
Entlastung.
Leider verweigerten die meisten die Auskunft, typisch, dabei
werden sie offenbar vom Lehrpersonal unterstützt.
Die Universitäten sollten mal nachprüfbare Zahlen auf den
Tisch legen.
*schmunzel*

Da sollte sich deine FH mal ein Beispiel an der Regensburger Uni nehmen. Hier gibt es ein weitreichendes Semesterticket, das ALLE Stundenten durch ihre Einschreibungsgebühr finanzieren. Für das Semesterticket hat sich eine grosse Mehrheit der Studenten in einer Abstimmung entschieden. Der Arbeitskreis Verkehr der Uni Regensburg hat dafür sogar den Umweltpreis der Stadt Regensburg erhalten. Auskunft scheinst du hier noch nicht eingeholt zu haben, denn du hättest sie sicher erhalten. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich selbst fahre in Frühjahr, Sommer, und Herbst überwiegend mit einer kleinen 250er an die Uni. Die verbraucht 4 Liter und wenig Parkraum. Leider wird in meine Koffer wenig von deinem Stückgut passen, sonst würde ich es schon mitnehmen, wenns auf dem Weg liegt. :wink:

Ciao Sigi

Hi Sigi,
global und volkswirtschaftlich gesehen hast du Recht. Das hat
aber die Wirkung einer Theorie auf einem Blatt Papier.
In Wirklichkeit geht es um die nackte Existenz von tausenden
LKW-Kleinunternehmer und zigtausenden LKW-Fahrern.

Ich kann bisher kein Speditionssterben sehen und verweise auf das Beispiel von Thomas Stucki in diesem Thread. Wenn Preissenkungen um 25% möglich sind, scheint die Gewinnspanne einiges an Spielraum zu lassen.

Was soll der LKW-Fahrer mit einem Gehalt von monatlich 3000 DM
netto und einer 4-köpfigen Familie davon halten, wenn sein Job
wegrationalisiert wird? Soll er sich zum Lokführer umschulen
lassen?

Mir stellt sich langsam die Frage, warum die Speditionen die erhöhten Kosten eigentlich nicht an die Kunden weitergeben? Wäre das nicht der angebrachte Weg ? Jeder andere Unternehmer tut das (übrigens auch die Mineralölfirmen). Wenn der Konkurrenzdruck so riesig ist, dann stellt sich doch die Frage, warum es eigentlich so unglaublich viele Speditionen gibt. Offensichtlich finden wir hier einen äusserst lukrativen Markt vor, sonst wäre die Vielfalt nicht so gross.

Was soll der Kleinunternehmer machen, der plötzlich bei
Bankverbindlichkeiten für seinen LKW von mehr als 500.000 DM
seine Aufträge verliert, weil er die Kosten nicht mehr tragen
kann oder die Frachtaufträge auf die Bahn verlegt werden?
Die Spediteure, die auf den Strassen demonstrieren und die
Autobahnen blockieren, haben eben diese Probleme, die du
vielleicht nicht persönlich hast.

Du meinst den Kleinunternehmer, der in den letzten Jahren von den Speditionen gezwungen worden ist, seinen LKW von der Spedition abzukaufen und nun als Subunternehmer mit Knebelvertrag sein Dasein fristet ? Das ist in der Tat ein Problem, das aber ebenfalls durch eine andere Art des Speditionsterrors verursacht wurde. Die grossen Speditionen selbst verursachten diesen Kleinunternehmern schon viel mehr Probleme als die heutigen, als der Dieselpreis noch nicht so hoch war wie jetzt. da sie die Preise diktieren, können diese Kleinunternehmer die Kosten auch nicht an die Kunden weitergeben. das Problem ist das Preisdiktat der grossen Speditionen, die ihren kleinen Subunternehmern vorschreiben, was sie verlangen dürfen. Der Streik dieser Kleintransporteure sollte sich gegen die Grosspeditionen und deren unwürdige Vertragsbedingungen richten und nicht gegen die Ökosteuer!

Was ist z.B. mit deinem PKW? Wenn der Spritpreis weiter
steigt, kann ein Arbeitnehmer, der 30 bis 40 Kilometer zu
seinem Arbeitsplatz fahren muss, seinen Arbeitsplatz aufgeben.
Oder soll er, wie ein Grüner in Schleswig-Holstein sagte, auf
seinen Urlaub verzichten, um weiterhin arbeiten zu können?

Ja, das mag irgendeiner gesagt haben, aber ich halte es für irrelevant und ich kanns auch nicht nachprüfen.

Natürlich ist es ein Problem, wenn nun doch irgendwann ein aufgeblähter und hochsubventionierter Markt zusammenbricht. Es werden nicht alle zu Lokführern umgeschult werden können und einige arbeitslos werden. Aber das gilt für die Kohlekumpel im Saarland auch und wenn die die Strassen blockieren sind die Speditionen die ersten, die laut aufschreien.

Das Problem der Arbeitslosigkeit kann nicht gelöst werden, indem man umweltschädliche und hochsubventionierte Industriezweige weiterbetreibt, als wäre nichts gewesen. Sowohl der Güterverkehr auf der Strasse, als auch die Kohleindustrie im Saarland kann nicht von heute auf morgen konvertiert werden, aber man muss die im Moment noch notwendigen Subventionen dazu nutzen das zu forcieren. Genau diesen Ansatz fordert bei den Kohlekumpels jeder, aber bei den Speditionen tut man so, als wäre die Ökosteuer schuld !

Der Treibstoff ist nicht zu teuer, sondern der Güter- und Personen transport ist falsch organisiert. Der Markt scheint dafür auch das falsche Instrument zu sein.

Ciao Sigi

Hi alle zusammen!

Mein Vorschlag wäre also:

  • Abschaffung der Ökosteuer
  • Halbierung der Mineralölsteuer
  • Abschaffung der Kfz-Steuer
  • Einführen einer kilometerabhängigen Autobahnmaut

Was ist denn die Mineral- + Ökosteuer? Nichts anderes als eine kilometerabhängige Besteuerung!! Wer viel fährt, zahlt viel, wer wenig fährt, zahlt wenig!
In den USA gibt es keine Kfz-Steuer, nur Spritsteuer. Ob das richtig ist? Bei vielen Einrichtungen (Telefon, Internet, Strom, Wasser u.a.) zahlt man eine Grundgebühr, die dafür da ist, den Grundaufwand, der immer da sein muss, auch wenn man’s nicht benutzt, zu finanzieren. Wenn ich mit dem Auto nicht fahre, erwarte ich, dass trotzdem Strassen + Infrastruktur da sind! Das hat was mit Steuergerechtigkeit zu tun (die in D zugegebenermaßen allerdings manchmal ziemliche Blüten treibt).
Gruss, Stucki.

Hi Sigi,

Vor allem die Fuhrunternehmen stehen ohnehin seit Jahren mit dem Rücken zur Wand. Daran ist, da gebe ich dir recht, in erster Linie die wirtschaftliche Marktstruktur im Speditionsgewerbe schuld: Eine Spedition nimmt einen Fuhrauftrag an, gibt ihn an einen Fuhrunternehmer weiter, dabei verbleibt ein Teil des vereibarten Preises bei der Spedition. Der Fuhrunternehmer sucht einen Frachtführer und vermittelt den Auftrag weiter, auch er behält einen Teil des Preises, der Frachtführer nun schickt einen Subunternehmer und behält wiederum einen Teil des Preises. So verdient jeder an diesem Auftrag und der Subunternehmer und eigentliche Frachtführer ist am Schluß derjenige, der das gesamte Transportrisiko trägt und am wenigsten von dem Geschäft profitiert, oftmals nur Pfennige oder sogar nicht einmal kostendeckend, nur um im Geschäft zu bleiben.
Das System ist krank. Einverstanden.
Aber dennoch ist genau dieser Subunternehmer, der nur Pfennige an einem Auftrag verdient, eben derjenige, der jetzt die Autobahnen blockiert, denn der Benzinpreis frißt auch noch diese letzten Pfennige.

Deine Theorie von einem „äußerst lukrativen Markt“ resultiert aus einer Täuschung. Eben weil es so viele Fuhrunternehmen gibt, ist der Preiskampf extrem hart. Es geht hierbei um jede Mark. Jeder Auftrag muß gefahren werden, ob er sich lohnt oder nicht, einmal abgelehnt, ist man raus aus dem Geschäft. Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, müßten Konzessionsbeschränkungen her. Diese aber werden von Brüssel ausgehebelt. Dort schwärmt man von dem „freien“ Markt.

Die Ökosteuer signalisiert doch nur die Politik der Bundesregierung. 70% Mineralölsteuer gibt es nur in Deutschland. Und was wird damit gemacht? Ministergehälter erhöht? Gebäude für die Ministerien im Werte von mehreren Milliarden DM gebaut? Wenn diese Steuereinnahmen wie auch die Ökosteuer selbst dazu benutzt würden, Umstrukturierungen im Verkehr (Von der Straße auf die Schiene, Vorgabe der kurzen Wege, Ausbau des Straßen- und Schienennetzes im Sinne ökologischer Vorgaben, Forschungsprojekte 2-Liter-Auto, alternative Treibstoffe, Solarenergie im Autoverkehr, usw.) zu finanzieren, würde doch niemand ernsthaft schreien, wenn der Liter Benzin 5 DM kostet. Denn das rechnet sich schon mittelfristig auch für Transportunternehmer.

Zum Nachprüfen: Gesagt hat Peter Swane, Landeschef der Grünen in Schleswig-Holstein, gestern: „Man muß auf das eine oder andere verzichenten können, etwa auf einen Urlaub.“
Rotzfrech und bodenlose Unverschämtheit sagt daraufhin die Presse.

Du sagst, es sei ein Problem, wenn ein aufgeblähter und hochsubventionierter Markt zusammenbricht.
Das Transportgewerbe ist in Deutschland nicht subventioniert, anders als in anderen europäischen Ländern.
Wenn eine Strukturveränderung in der Kohleindustrie ansteht, gibt es Programme bis hin zu Sozialverträgen.
Das Transportgewerbe würde von heute auf morgen 100000 Arbeitslose auf den Markt werfen, ebensoviele Insolvenzverfahren würden durch die Bankrotte der Unternehmen auf die deutschen Gerichte zukommen und anschließend gibt es für 500000 Menschen Sozialhilfe.
Ist es das, was du wolltest oder mit Strukturveränderung meinst?
Sollen die Steuerzahler dann neben der Ökosteuer weitere Steuern aufbringen, um das neugeschaffene Heer an Sozialhilfeempfängern bezahlen zu können?

Gruß,
Francesco