Speditionsterror

Ein regelmässiger 10 t-Transport über insgesamt 500t aus
Italien nach Deutschland wurde vom Transitland Schweiz nur
genehmigt, wenn er über die Schiene abgewickelt wird.
Nach 15 Transporten wurde eine neue Genehmigung beantragt:
via Österreich und vollständig über die STrasse!!
Entfernung: 1200 km!!!
Fazit: Der Strassentransport ist auch bei 1200 km noch
attraktiv!!!
Ayla, die es auch nicht fassen kann!!

Da wird es ja erst interessant! WEil mit der Bahn dauert das Wochen, mit dem LKW max. 2 Tage.

Rainer, der das selbst oft macht

Zum Zweiten:
Der Verdrängungswettbewerb, der zweifelsohne stattfindet,
kostet erheblich mehr Arbeitsplätze im Transportgewerbe als
die gestiegenen Treibstoffpreise. Die steigenden
Treibstoffpreise beschleunigen den Verdrängungswettbewerb
sicher, aber sie verursachen ihn nicht!
Insbesondere wenn man die freie Marktwirtschaft vertritt,
sollte man ein Auge dafür haben, die wahren Kosten im
Transportgewerbe zu sehen, die durch die fast kostenlose
Zurverfügungstellung der Transportwege (Autobahnen) stark
verschleiert werden. Gerade ein Vertreter der freien
Marktwirtschaft sollte bedingungslos das Verursacherprinzip
anwenden, welches für das Transportgewerbe hartnäckig
ignoriert wird.

Dann solltest du dir aber auch im klaren darüber sein das alles womöglich doppelt so teuer sein wird. ein Transport irgendeiner Ware würde den dreifachen Preis kosten, den der Hersteller vol an seinen Händler weitergibt und der wiederum vol an seine Kunden. Also auch an dich.

Es ist nicht korrekt Arbeitslosigkeit hinzunehmen, die durch
unsozialen Verdrängungswettbewerb entsteht, aber auf der
anderen Seite mit entstehender Arbeitslosigkeit zu
argumentieren, wenn sie vermeintlich durch hohe
Treibstoffpreise (oder die Ökosteuer) entsteht.

Na die gibt es doch dann gar nicht, jedenfalls nach deiner Ansicht. Nur müssen dann alle ein wenig mehr sparen, oder einfach ihren Lebensstandart zurückschrauben.

Ich halte diese Kampgne der Transporteure europaweit für die
populistischste Aktion, die es in den letzten Jahren gegeben
hat. Sie versucht das Bedürfnis der Menschen nach Mobilität
und damit nach niedrigen Treibstoffpreisen auszunutzen um
absolut unsoziale und umweltfeindliche Strukturen im
Transportgewerbe aufrechtzuerhalten. Der „Trucker“, in seiner
„lonesome- Rider-Mentalität“, der alle Probleme selbst anpackt
und löst ist dazu das geeignete Medium und lässt sich auch
noch dankbar missbrauchen, nachdem er schon von seinen Chefs
genug ausgenutzt wird.

„lonesome- Rider-Mentalität“
Wo hast Du denn das her? Zuviel alte Filme gesehen? Hat rein gar nichts mit dem realen Arbeitsalltag zu tun, sondern ist Truckerromantik und gehört auf ein Trucker Treffen.

Rainer

Schöne Grüsse

Sigi

na klar beschaedigt ein lkw die autobahn mehr als ein lkw. er
faehrt ja auch mehrere tausend kilometer mehr im jahr auf
autobahnen als ein pkw und hat auch mehrere tonnen mehr ladung
als ein pkw. wenn man das ganze in relation von last und
kilometer sieht kommt ungefaehr das gleiche bei raus. der

…leider falsch - die Strassenabnützung steigt mit der 4. Potenz des Achsdruckes. Rechne dir mal aus, was ein 40Tonner gegenüber einem 1,5Tonner-PKW anrichtet… (auch mit 6 Achsen).

zahlt der verbraucher). angenommen eine lkw ladung elektrische
fensterheber soll von ingolstadt nach wolfsburg. der lkw
braucht, keine ahnung, 10 stunden. der zug wuerde mehr als
doppelt so lang brauchen. erstmal zum bahnhof, dann ueber zig
verlegebahnhoefe bis zum endbahnhof und dann von dort wieder
zur fabrik. das dauert ewig. und auch die annahme, dass viele

…na, dann muss der Transport halt früher beginnen, ist doch nur ein Organisationsproblem.

ich frage mich überhaupt, warum unverderbliche Güter überhaupt mit dem LKW transportiert werden (ausser auf der „last mile“)?
Warum kommen z.B. Schuhe aus Italien mit dem LKW? Ist es nicht völlig egal, ob die in 24h oder in 6 Tagen da sind? Was ändert sich denn?
Es gibt nur einen Grund: es ist billiger.

Christof

Warum wenden sie sich dann gegen die Ökosteuer und nicht gegen
die „Grossen“ ? Wäre das nicht vernünftiger ? Ist wohl nicht
so erfolgversprechend.

===> hast Du schon mal Deinem Chef eine auf´s Maul gegeben?

Ich bin aktiver Gewerkschafter, ich muss meinem Chef keine aufs Maul geben, denn die Tarifparteien handeln das mit meiner Beteiligung unter sich aus und ich muss sagen, durchaus nicht immer zu meiner Unzufriedenheit. Der Organisationsgrad ist halt einfach entscheidend für Erfolg oder Mißerfolg

Mit Recht, denn diese Lenkzeiten zerstören nicht nur die
Fahrer selbst, sonder auch noch viele andere Menschenleben auf
der Autobahn. Sich damit auch noch zu brüsten, dass man sich
nicht an die gesetzlichen Lenkzeiten hält, ist schon ein wenig
infam, oder ?

===> Wenn sie nicht arbeitslos werden wollen, müssen sie
mitspielen. Und brüsten? Na, wer brüstet sich da? Ich kenne
keinen!

Na du hast doch geschrieben, ich würde das nicht durchstehen. Daraus folgt, der der’s „durchsteht“ ist ein ganz toller ?!? oder hab ich was falsch verstanden?

Das ist doch ein Märchen, das nur gilt, wenn du ausgerechnet
Sizilianische Äpfel, italienische Milch und grichischen
Joghurt im Hamburger Supermarkt kaufen willst. Würdest du dich
mit den einheimischen Produkten begnügen, die sich nochdazu
gar nicht durch die angekarrten unterscheiden, gäbe es keinen
Preisunterschied.

===> buy Germnan!!! Das meinst Du doch nicht im Ernst?
Hast Du was gegen Europa? Es gibt noch weitaus mehr Artikel,
die aus allen möglichen Ländern kommen. Fällt mir gerade einer
ein: Gorenje Kühlschranke, Herde… Portugisische Korken für
Deine Weinflaschen,… usw.

Nein, das meine ich nicht! Ich meine, dass man Grundnahrungsmittel, die vor Ort ebenfalls zu attraktiven Preisen produziert werden nicht über tausende von KM ankarren muss.

Vorsicht Fettnapf! Wenn du den Thread komplett gelesen
hättest, wüstest du, dass ich fast immer mit dem Motorrad zur
Arbeit fahre. (250ccm, 4l Verbrauch)

===> hat sich was mit Fettnapf. Ich habe von Leerfahrten
gesprochen! Die Aussage Auto ist für alle die gedacht gewesen,
die motzen und mit leeren Auto zur Arbeit fahren. Dass Du mit
dem motorrad zur Arbeit fährst ist löblich (und Du hast recht,
ich hab´s überlesen). Aber auch hier könnte man einhaken:
irgend wo habe ich gelesen, dass Motorräder besonders starke
Umweltverschmutzer sind! Ob´s wahr ist???

Ja, es ist wahr, da die Motorräder von steuerlichen Regelungen für Kats ausgeschlossen sind. Darum hinkt hier die technische Entwicklung etwas hinterher. Es nützt aber nichts, sich gegenseitig abzufragen, was man denn selbst alles für die Umwelt tut, denn eine exakte Bilanz wird wohl keiner machen können und es ist auch gar nicht die Frage, ob einer nun für sein „schmutziges“ Hobby 500l Benzin im Jahr verbrennt, sondern vielmehr, ob mit nutzlosen Transporten 1000de von Tonnen verbrannt werden und zudem die Autobahnen zerstört werden.

Tut mir leid, aber auch da sehe ich Alternativen. Wenn du dich
näher über mich informieren willst, dann schau unter
http://www.heiderei.de . Da siehst du das Passivhaus, das ich
gerade baue. Energieverbrauch (eqivalent) ca. 170l Heizöl im
Jahr.

===>Die Alternativen sind (zumindest z.Zt). noch keine!
Erstens sind die Ökohäuser blitzhässlich und zweiten so teuer,
dass sich die wenigsten das leisten können. Außerdem müssen
oft extrem hochwertige Materialien verwendet werden, die dann
in der Herstellung wieder sehr viel Energie verbrauchen.
Außerdem gibt´s nicht nur Wohnhäuser, sondern noch andere,
sehr wichtige „Energieverbraucher“ die wir bitter nötig haben.

Also bitte ! Mein Haus ist nicht blitzhässlich :wink: und die von mir benutzen Materialien sind eher lowtech und im Vergleich zum klassischen Hausbau durchaus finanzierbar.

Die Grünen sind nicht meine Partei und deine These über
Trittin und Konsorten trifft für alle Menschen zu, oder für
dich nicht ?

Richtig! Nur kann mein (unser) Blödsinn nicht diesen Schaden
anrichten, wie der der Politiker! Von einem Politiker verlange
ich, dass er sich bevor er´s Maul aufmacht, erst mal schlau
macht! Und nicht erst mal drauflosquasselt.

Das ist richtig, aber in Bezug auf die Ökosteuer gehts in die richtige Richtung.

Sigi

Wenn die Spediteure die realen Wegekosten zahlen müßten, dann
müßte Diesel noch dreimal so teuer sein!!! Ich frage mich,
wieso der Staat de facto den völlig sinnlosen Transport von
z.B. Milch
von Bayern nach Friesland subventioniert? Dass bayrische Milch
im Supermarkt in Köln teils billiger ist als Milch aus der
Eifel zeigt nur, dass die Transportkosten viel zu niedrig
sind, weil vom Steuerzahler subventioniert.

Wie kommst Du eigentlich auf den Trichter?
Ich fahre jährlich zwischen 120000- 160000 km macht bei
29L/100km 34800- 46400 Liter Diesel. Der Steueanteil liegt
bei etwas 1,- DM macht durchscnittlich ca. 40000 DM nur an
Dieselsteuer. Sicher sind Transporte manchmal irrsinnig, aber
das will ja nicht ich, sondern die allgemeine Bevölkerung!
Darüber solltest Du auch nachdenken. Oder kaufst du nur das,
wo draufsteht wo es her kommt?

Das dies die Bevölkerung so will, ist doch die reine Einbildung! Wäre nicht der Treibstoffpreis in den letzten Monaten so stark angestiegen, könntet die Transporteure nicht mit der Solidarität der PKW-Fahrer rechnen. Ganz im Gegenteil: Ich halte von PKW’s blockierte Autobahnen, die damit gegen den gnadenlosen LKW-Verkehr protestieren für ein durchaus vorstellbares Szenario (das meiner Ansicht nach auch irgendwann mal eintreten wird). Die Transportunternehmen haben unglaubliches Glück, dass die Treibstoffpreise alle betreffen, denn würde es sich um eine Preissteigerung handeln, die nicht den PKW-Fahrer auch betrifft, dann wären die Proteste auch in den Medien das, was sie wirklich sind: Der Aufstand einer Minderheit, die sich die Verkehrswege von den anderen finanzieren lässt und mit unlauteren Argumenten arbeitet.

Sigi

Und zu sinnlosen Leerfahrten: Wer wie ich öfter mit
Speditionen zu tun hat kann sich des Eindrucks nicht erwehren,
dass dort primär Idioten beschäftigt sind: Was nicht
zerdeppert oder verloren wird, kommt zu spät oder in 3
Teillieferungen an.
mfg frank

Mit welcher hinterwald Spedition hast du denn zu tun?

Mit welcher hinterwald Spedition hast du denn zu tun?

Sage ich nicht, weil ich sonst entlassen werde (ist unsere „Haus“-Spedition).
Letzten Monat:
1 Euro-Palette mit Radios (Musterwand) unauffindbar „verloren“.
1 Euro-Palette mit Fenstern äußerlich unversehrt abgeliefert, aber Palette beim Aufladen von unten durchs Holz demoliert; alle Fenster Bruch.
1 Euro-Palette aus unerfindlichen Gründen bei einer völlig falschen Firma (Niedersachsen statt Bayern), mit der wir gar nicht in Geschäftsverbindung stehen, abgeliefert (deren Name weder auf der Palette noch Speditionsauftrag noch Lieferschein noch sonstwo stand).
1 Euro-Palette wegen „Annahmeverweigerung“ zurückgebracht, obwohl der Adressat seinen Wareneingang jeden Tag von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet hat und an dem fraglichen Tag keine Annahme verweigert hat.

Es handelt sich überigens um einen der „Marktführer“!
Reicht das???
frank

Es handelt sich überigens um einen der „Marktführer“!
Reicht das???
frank

Reicht vollkommen!!!

Rainer

Alles, was weiter als 400km transportiert wird generell auf

Hallo Sigi,

deine o.g. Tipp, gegen den die ganze Zeit gewettert, möchte ich aufgreifen um meinen Frust loszuwerden.

Es wird immer wieder gesagt es geht nicht, es geht nicht, es geht nicht.

Áber es geht doch!

Mittel- bis langfristig geht es. Ein kleines Beispiel ist die Schweiz, die innerhalb von 10 Jahren sukzessive ihrBahnnetz ausgebaut hat (finanziert durch Mautgebühren und Mineralölsteuer inländischer und ausländischer LKW´s) und einen großen Teil der Transporte über die Schiene abwickelt.

Aber in Deutschland ging es bisher nicht weil die Koalitionen schwarz-gelb und rot-grün es nicht auf die Reihe gekriegt haben und wie mir scheint auch nicht auf die Reihe kriegen werden.

Wie sagte Stucki treffend: " …das populistische Gehabe vieler Politiker kotzt mich an!", MICH AUCH!

Wir brauchen Politiker, die sich nicht gegenseitig aufreiben, sondern anpacken. Und das konnte man bis 1998 nicht erkennen und jetzt immer noch nicht.

Zur Abwechslung würde es ja auch mal ein Bahnchef tun, der etwas längerfristig denken kann. JA, Sie Herr Mehdorn haben genauso versagt wie Ihre Vorgänger.

Gruß

Tim

eingrünwählerdernichtmehrweißwelcheparteierjetztnochwählenkann

Wenn die Spediteure die realen Wegekosten zahlen müßten, dann
müßte Diesel noch dreimal so teuer sein!!! Ich frage mich,
wieso der Staat de facto den völlig sinnlosen Transport von
z.B. Milch
von Bayern nach Friesland subventioniert? Dass bayrische Milch
im Supermarkt in Köln teils billiger ist als Milch aus der
Eifel zeigt nur, dass die Transportkosten viel zu niedrig
sind, weil vom Steuerzahler subventioniert.

Wie kommst Du eigentlich auf den Trichter?
Ich fahre jährlich zwischen 120000- 160000 km macht bei
29L/100km 34800- 46400 Liter Diesel. Der Steueanteil liegt
bei etwas 1,- DM macht durchscnittlich ca. 40000 DM nur an
Dieselsteuer. Sicher sind Transporte manchmal irrsinnig, aber
das will ja nicht ich, sondern die allgemeine Bevölkerung!
Darüber solltest Du auch nachdenken. Oder kaufst du nur das,
wo draufsteht wo es her kommt?

Das dies die Bevölkerung so will, ist doch die reine
Einbildung! Wäre nicht der Treibstoffpreis in den letzten
Monaten so stark angestiegen, könntet die Transporteure nicht
mit der Solidarität der PKW-Fahrer rechnen. Ganz im Gegenteil:
Ich halte von PKW’s blockierte Autobahnen, die damit gegen den
gnadenlosen LKW-Verkehr protestieren für ein durchaus
vorstellbares Szenario (das meiner Ansicht nach auch
irgendwann mal eintreten wird). Die Transportunternehmen haben
unglaubliches Glück, dass die Treibstoffpreise alle betreffen,
denn würde es sich um eine Preissteigerung handeln, die nicht
den PKW-Fahrer auch betrifft, dann wären die Proteste auch in
den Medien das, was sie wirklich sind: Der Aufstand einer
Minderheit, die sich die Verkehrswege von den anderen
finanzieren lässt und mit unlauteren Argumenten arbeitet.

Sigi

Daan versteh ich aber euch PKW Fahrer nicht (brauche keinen), warum streikt ihr dann nicht? Stellt euch doch auf die Autobahn. Ich hab da nichts dagegen! Mein Vorschlag: Wir lassen alle unsere LKW ein Woche lang stehen und sehen dann wer noch was zu essen oder trinken hat. Ach ja Du kannst ja dann nicht zur Uni, weil kein Benzin mehr da ist.:smile:)

Und zu sinnlosen Leerfahrten: Wer wie ich öfter mit
Speditionen zu tun hat kann sich des Eindrucks nicht erwehren,
dass dort primär Idioten beschäftigt sind: Was nicht
zerdeppert oder verloren wird, kommt zu spät oder in 3
Teillieferungen an.
mfg frank

Mit welcher hinterwald Spedition hast du denn zu tun?