Spiegel + Springer zur alten Rechtschreibung

Hi Pit,

dass Du politikverdrossen bist, ist schwer zu überlesen. Ich bin der Meinung, dass es undurchführbar ist, dass jeder Hansel ein Brötchen backt und wir am Ende alles zu einem (möglichst noch homogenen) Brot zusammenpressen – um in Deinem Bild zu bleiben. Zunächst einmal sind die zu treffenden Entscheidungen so komplex, dass nicht jeder eine ernst zu nehmende Meinung entwickeln kann. Zusätzlich informieren sich unglaublich viele Wähler selbst vor einer simplen Parteienwahl nur äußerst mangelhaft. Sollte man diesen Menschen dann das Recht einräumen, direkten Einfluss auf Entscheidungen in konkreten Fragen zu nehmen? Mal abgesehen davon, dass unsere Verfassung direkte Bürgerbefragungen nicht vorsieht, glaube ich, dass wir an diesem Mehr an „Demokratie“ eher zugrunde gingen als davon profitierten.

Gruß
Christopher

Hi christopher,

Der von mir in meiner Antwort an Pit
formulierte Satz ist aber semantisch eindeutig.

wir kommen vom thema ab, aber:
– angesichts des kolossalen Vertrauensverlustes so genannten Obrigkeiten gegenüber –
stufe ich nicht grammatikalisch (anstatt grammatisch) richtig ein - nicht nach alter und nicht nach neuer schreibweise.
entweder – angesichts des kolossalen Vertrauensverlustes so genannter Obrigkeiten gegenüber –
oder – angesichts des kolossalen Vertrauensverlustes gegenüber so genannten Obrigkeiten –

tatsache ist aber, daß die RSR von anfang an kein vertrauen und guten glauben an neues im volk fand, weil der handlungsbedarf nicht erkannt wurde, und das ergebnis gespickt war mit haaresträubenden kuriositäten.

  • alte RS: 5-stellige postleitzahlen
  • RSR: 5stellige postleitzahlen
  • kürzlich nachgebesserte RSR: wahlweise 5-stellige postleitzahlen / 5-stellige postleitzahlen
    wofür werden die damen und herren denn bezahlt?

nimm als gegenbeispiel die 5-stelligen postleitzahlen. das wurde zuerst von vielen unsachlich abgelehnt, aber heute ist es selbstverständlich und wird vom volk angenommen. die deutschen sind kein volk vom nein-sagern. es muß nur nachvollziehbar sein, was uns da „von oben“ auferlegt wird.

pit

Bei aller Kritik, aber die neue „ss,s,ß“-Regelung finde ich
schon gut und ist mir auch schon in Fleisch und Blut
übergegangen.
Dagegen ist doch nun wirklich nichts einzuwenden, oder?

Diese Regelung ist insofern idiotisch, weil ihre korrekte Befolgung darauf angewiesen ist, daß man weiß, wo man nach der bewährten Rechtschreibung ein „ß“ schreiben muß:
Doppel-S nach einem kurzen Vokal, aber nur da, wo eigentlich ein „ß“ richtig wäre. Wenn man das nämlich nicht weiß, dann schreibt man „Sozialissmuss“.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hi Wolfgang,

Daß man sich die Bedeutung von Neuschriebtexten letztlich doch
zumeist zusammenreimen kann ist nun wahrlich kein starkes Argument dafür.

es hat sich meines Erachtens durch die neue Rechtschreibung nichts daran geändert, dass man ein bisschen Grips mitbringen muss, um einen Text zu verfassen oder zu verstehen. Ob „so genannt“ missverständlicher ist als die zusammengeschriebene Variante, wird offensichtlich durch den guten Willen und die Perspektive des Lesers beeinflusst. Mich würde ein konkretes Beispiel durchaus interessieren, in dem die neue Rechtschreibung für einen Satz sorgt, der zwei völlig unterschiedliche inhaltliche, aber jeweils grammatikalisch erlaubte Lesarten zulässt.

Gruß
Christopher

Bei aller Kritik, aber die neue „ss,s,ß“-Regelung finde ich
schon gut und ist mir auch schon in Fleisch und Blut
übergegangen.
Dagegen ist doch nun wirklich nichts einzuwenden, oder?

JA!
was ist bisher fragmentarisch davon mitbekommen habe (ich befinde mich ja noch im stadium des zivilen ungehorsams, was konsequenterweise auch die nicht-befassung mit dem thema beinhaltet), ist das wohl eine der wenigen schlüssigen änderungen.

okay, man kann ja mit den menschen reden. aber es muß nachvollziehbar sein. stattdessen wird reformiert, und dann teilweise wieder zurückgenommen, weil man eingestehen muß, daß vieles unüberlegt reformiert wurde.

aber - wie gesagt: das ganze ausmaß der RSR habe ich noch nicht überschaut :wink:

lg, pit

Hi Pit,

– angesichts des kolossalen Vertrauensverlustes so genannten Obrigkeiten gegenüber –

ich halte diesen Halbsatz nach wie vor für richtig:
angesichts ► verlangt den Genitiv ► „des Vertrauensverlustes“
gegenüber ► verlangt den Dativ ► „so genannten Obrigkeiten“

Das von Dir vorgeschlagene „so genannter Obrigkeiten“ wäre aber Genitiv. „Gegenüber“ ans Ende zu stellen, erlaubt der heilige DUDEN ebenfalls:

_ ge|gen|über : […]
2. bezeichnet die Beziehung zu einer Person od. Sache; zu, in Bezug auf die genannte Person, Sache:
sie ist älteren Leuten g. besonders höflich;
mir g. wagt er das nicht zu sagen;
er ist g. allen Reformen/allen Reformen g. sehr zurückhaltend._

tatsache ist aber, daß die RSR von anfang an kein vertrauen
und guten glauben an neues im volk fand

Ja, das ist bedauerlich. Ich habe auch kein Patentrezept, wie man die Reformangst und Politikverdrossenheit wirkungsvoll bekämpfen kann. À propos Handlungsbedarf: Ehemalige Grundschullehrerinnen meiner Wenigkeit berichteten mir, dass sie sehr viel Freude an der neuen Rechtschreibung hätten, wenn sie nicht ständig abgeändert würde und die Kinder, die gut damit zurechtkommen, wieder in neue Verwirrung stürzte.

Gruß
Christopher

Ich bin der Meinung, dass es undurchführbar ist, dass jeder Hansel
ein Brötchen backt und wir am Ende alles zu einem (möglichst
noch homogenen) Brot zusammenpressen – um in Deinem Bild zu bleiben.

richtig

Zunächst einmal sind die zu treffenden Entscheidungen
so komplex, dass nicht jeder eine ernst zu nehmende Meinung entwickeln kann.

richtig

Zusätzlich informieren sich unglaublich viele Wähler
selbst vor einer simplen Parteienwahl nur äußerst mangelhaft.

richtig

Sollte man diesen Menschen dann das Recht einräumen,
direkten Einfluss auf Entscheidungen in konkreten Fragen zu nehmen?

ja, denn über die masse gleicht der durchblick der einen die dummheit der anderen aus. das ist demokratie, demoskopie und wahrscheinlichkeitsrechnung zugleich.

Mal abgesehen davon, dass unsere Verfassung direkte Bürgerbefragungen nicht vorsieht

genau davon sollte man / die obrigkeit / sollten die reformer nicht absehen.

ich bekomme 1x im monat ein direct mailing von faber, SKL usw., den ich direkt wegschmeiße. wenn ich nur 1x im jahr einen brief von der „entscheidungsfindungskomission“ bekäme, hätte ich spaß an der politik!

pit

Hallo,

Paradebeispiel (und nicht von mir) ist der „wohlverdiente Nobelpreis“ des Günter Grass.

Ob er wohl verdient war, der Nobelpreis?

Gruß

Der Häuserprofi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Häuserprofi,

Paradebeispiel (und nicht von mir) ist der „wohlverdiente Nobelpreis“ des Günter Grass.
Ob er wohl verdient war, der Nobelpreis?

wenn jemand einen Preis zurecht bekommt, dann ist dieser nach der neuen Rechtschreibung „wohlverdient“:

_ wohl|ver|dient : jmdm. in hohem Maße zukommend, zustehend: seine -e Ruhe haben._
(Quelle: DUDEN)

Gruß
Christopher

Archäologie

wenn jemand einen Preis zurecht bekommt, dann ist dieser nach
der neuen Rechtschreibung „wohlverdient“:

Von Anbeginn des Neuschriebs an oder ab einem (welchem?) Jahrgang der Reformreformierungen? Und gilt das auch für „vielversprechend“?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hi Wolfgang,

wieder der DUDEN (zum letzten Mal, den Rest kannst Du ja privat nachschlagen):

_ viel|ver|spre|chend : zu berechtigten Hoffnungen Anlass gebend; so geartet, dass mit einem Erfolg gerechnet werden kann: das klingt ja v._

Zumindest „wohlverdient“ wird seit der ersten Reformfassung so geschrieben. Bei „vielversprechend“ bin ich nicht sicher, aber die Gefahr einer Bedeutungsverschiebung ist auch deutlich geringer.

Gruß
Christopher

Schön und gut, aber…
… was ist mit den Kindern? Was ist mit all denen, die seit 1998 die neue RSR gelernt haben? Was ist mit denen, die erst die „alte“ lernen und sich später auf die „neue“ umgewöhnen mussten? Was ist mit all den „Erstschreibern“, die noch nie etwas von einer „alten“ RSR gehört haben?

Ehrlich, ich freu mich auf die nächste PISA. Das Springer nicht das hellste liefert, war mir ja klar, aber Stern enttäuscht.

Wie hoch ist eigentlich der Altersschnitt derer, die so wehement dagegen sind?

Kopfschüttelnde Grüße,
die Lydia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo lydia,

diese frage müßte an die durchboxer der reform gerichtet werden, aber nicht an die gegner. der widerstand und die kritik waren von anfang da. die ungerechtigkeit, den menschen so einen sch*** aufzuzwängen, wird nicht dadurch kleiner, daß es 6 jahre her ist, und ein teil der bevölkerung das jetzt gelernt hat. die große mehrheit ist dagegen. was wiegt dann schwerer? lieber 1000 rinder treiben, oder 50 kälber?

sicher - die kinder müssen „uns“ für bekloppt halten, aber bekloppt sind wir, wenn wir es vor diesem hintergrund hinnehmen.

wenn der heilige demos - schutzpatron der mündigen - es gut mit uns meint, und uns vom euro-wahn befreit, dann müssen die kids auch umdenken lernen.

Ehrlich, ich freu mich auf die nächste PISA

ich sehe schwarz, aber das ist nicht meine schuld. lieber ein ende mit schrecken …

Wie hoch ist eigentlich der Altersschnitt derer, die so wehement dagegen sind?

ich bin 41 und vehement dagegen, und sie haben scheinbar pisa I mitzuverantworten :wink:

lg, pit

Räderklau

geschrieben. Bei „vielversprechend“ bin ich nicht sicher, aber
die Gefahr einer Bedeutungsverschiebung ist auch deutlich
geringer.

Dieses wir-könnten-auch-noch-schlimmer-Argument der KMK-Vasallen habe ich schon hundertmal gehört.
Wenn mir einer das linke Hinterrad meines Autos klaut, dann freue ich mich natürlich, denn er hätte ja zusätzlich noch ein Vorderrad mitnehmen können.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Gruß
Christopher

traurig
Hallo Pit,

ziemlich traurig das ganze. Statt die weitgehend guten Regeln unter den neuen weiter beizubehalten und die vielleicht zweifelhaften zu optimieren, kehren wir in erbärmlicher und frustrierender Art und Weise Stück für Stück zu den bekanntermaßen deutlich schlechteren alten Regeln zurück. Stagnation aller Orten in Deutschland!
Nebenbei: Das aktuelle bestätigt mal wieder meine sowieso sehr niedrige Meinung über unsere Journalisten- und Verlegerriege.

Schade…

Grüße
Jürgen

Hi Pit,

diese frage müßte an die durchboxer der reform gerichtet werden, aber nicht an die gegner.

das ist so nicht richtig. Diejenigen, die Du „Durchboxer“ nennst, sind demokratisch gewählte Vertreter der Bundesländer, die eine in jahrelanger Arbeit entwickelte Reform auf dem üblichen Wege und sicher nicht blindlings eingeführt haben. Bis hierhin kein Chaos. Das entstand, als manche beschlossen, die neue Regelung nicht zu akzeptieren und umzusetzen bzw. sich nur die Rosinen herauszupicken. Natürlich bedeutet eine Reform umdenken, umlernen. Sie bedeutet vielleicht auch, etwas hinzunehmen, dass nicht 100-prozentig gelungen ist, wenn man keinen besseren, konstruktiven Vorschlag hat. Im Gegensatz zur alten Rechtschreibung ermöglicht die neue Rechtschreibung in vielen Fällen, intuitiv die richtige Schreibweise zu wählen. Ich finde nicht, dass dies unsere Sprache ärmer macht. Eher befreit es diese von einem künstlichen Reichtum, den man auch als Wasserkopf bezeichnen könnte.

Um mal konkret zu werden: Welche Punkte an der Reform findest Du das Lernen erschwerend oder unlogisch?

Gruß
Christopher

Hi Pit,

diese frage müßte an die durchboxer der reform gerichtet werden, aber nicht an die gegner.

das ist so nicht richtig. Diejenigen, die Du „Durchboxer“
nennst, sind demokratisch gewählte Vertreter der Bundesländer,

Menschen, denen die eigene Muttersprache bestenfalls scheißegal ist, und die in der BRD vielleicht gerade deswegen Kultusminister werden konnte, weil die BRD ja eine Buße für das deutsche Volk sein soll.

die eine in jahrelanger Arbeit entwickelte Reform auf dem

in jahrelanger Arbeit im verborgenen, öffentliche Diskussion wurde (aus gutem Grunde) gemieden

üblichen Wege und sicher nicht blindlings eingeführt haben.
Bis hierhin kein Chaos. Das entstand, als manche beschlossen,
die neue Regelung nicht zu akzeptieren und umzusetzen bzw.

So gut wie niemand hat die neuen Regelungen insgesamt akzeptiert, die einzige mir bekannte Ausnahme ist die „Altbayrische Heimatpost“.

sich nur die Rosinen herauszupicken. Natürlich bedeutet eine
Reform umdenken, umlernen. Sie bedeutet vielleicht auch, etwas
hinzunehmen, dass nicht 100-prozentig gelungen ist, wenn man
keinen besseren, konstruktiven Vorschlag hat. Im Gegensatz zur

Der bessere, konstruktive Vorschlag besteht in der bewährten Rechtschreibung. Schon die Zielsetzung der „Reform“ war unmöglich, nämlich die Muttersprache der Grundschule unterzuordnen, damit die Kinder weniger Fehler machen; und schon dieses Ziel ist nicht erreicht worden.

alten Rechtschreibung ermöglicht die neue Rechtschreibung in
vielen Fällen, intuitiv die richtige Schreibweise zu wählen.

Nein, die intuitiv richtige Wahl der Schreibweise ist bei der Rechtschreibung leichter als beim Neuschrieb, weil der Neuschrieb in vielen Fällen von der natürlichen Silbenbetonung wegführt.

Ich finde nicht, dass dies unsere Sprache ärmer macht. Eher
befreit es diese von einem künstlichen Reichtum, den man auch
als Wasserkopf bezeichnen könnte.

Ja, es gibt viel solchen wasserkopfigen, künstlichen Reichtum. Wir brauchen eine Kulturrevolution wie die in China, um endlich die alte Welt und ihre sogenannte Kultur loszuwerden. Geht´s noch oder was?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

>>angesichts des kolossalen Vertrauensverlustes so genannter Obrigkeiten gegenüber

Ich lach mir’n Ast! Was ist das für ein Deutsch. Christopher hat natürlich recht. ‚so genannten‘

Und hoffentlich bald wieder ‚sogenannten‘

Wie schrieb jemand an anderer Stelle: Einfach eine Volksabstimmung durchführen, dann ist der ganz Spuk in nullkommanix vorbei.

Hi christopher,

das … sind demokratisch gewählte Vertreter der Bundesländer, minister,

die 2 jahre zuvor noch das verkehrsressort innehatten, und wegen irgend einer personellen verschiebung plötzlich die bildung als berufung erkannt hatten?

die eine in jahrelanger Arbeit entwickelte Reform auf dem üblichen Wege und
sicher nicht blindlings eingeführt haben. Bis hierhin kein Chaos. Das entstand, …

… als bekannt wurde, was für einen sch*** die damen und herren in ihren kommissionen hinter verschlossenen türen ausgeklügelt hatten. aber dann: was, das paßt euch nicht? keine diskussion, wer die rosinen will, muß auch die zitronen hinnehmen.

als manche beschlossen, die neue Regelung nicht zu akzeptieren und umzusetzen bzw. sich
nur die Rosinen herauszupicken. Sie bedeutet vielleicht auch, etwas hinzunehmen, dass
nicht 100-prozentig gelungen ist, wenn man keinen besseren, konstruktiven Vorschlag hat.

sich mit einer gegebenen situation anzufreunden, heißt gutes und schlechtes annehmen. aber wenn ein rad neu erfunden wird, und man die schwächen des vorherigen systems kennt und ausmerzen will, dann bitte nach möglichkeit nur rosinen, keine zitronen! welches produkt kann sich denn nach jahrelanger entwicklungsarbeit so eine einstellung erlauben?

die konstruktiven verbesserungsvorschläge - sie wären gekommen, wenn zu passenden zeitpunkten zwischenstände bekannt geworden wären, und eine ansprechbare „lobby“ mit offenen ohren bereitgestanden hätte…

Welche Punkte an der Reform findest Du das Lernen erschwerend oder unlogisch?

in erster linie halte ich für untragbar, daß das deutsche volk seine eigene sprache lernen soll.

lg, pit

Hi Wolfgang,

da Du offensichtlich unfähig nicht willens bist, sachlich zu argumentieren, bleibt mir dieser Part, nachdem Du das Feld der Polemik bereits abgegrast hast. Vorteile der Neuregelung im Sinne einer Vereinfachung des Erlernens und Merkens sind meines Erachtens:

  • ß nur nach langem Vokal und Doppellaut, sonst s oder ss (ei, au, äu, …)
    Beispiele: Fass, Maß, beißen, Kenntnis, …

  • drei gleiche Buchstaben bei Zusammensetzungen bleiben stets erhalten
    Beispiele: Schifffahrt, Bassstimme, …

  • inhaltlich verwandte Wörter werden ähnlich geschrieben
    Beispiele: behände (zu: Hand), Tipp (zu: tippen), nummerieren (zu: Nummer), potenziell (zu: Potenz)

  • klang- oder sachverwandte Wörter werden ähnlich geschrieben
    Beispiele: Känguru (zu: Kakadu, Gnu), rau (zu: genau, schlau), …

  • Ersetzung von ph, gh, rh, th, é durch f, g, r, t, ee möglich
    Beispiele: Fotografie, Delfin, Jogurt, Panter, Varietee, …

  • Abschaffung des „englischen“ Plural im Deutschen
    Beispiele: Lobbys (nicht: Lobbies), Hobbys (nicht: Hobbies), …

  • Verbindungen aus Verb und Verb immer getrennt
    Beispiele: spazieren gehen, kennen lernen, sitzen bleiben, …

  • ganze Sätze immer groß, auch nach einem Doppelpunkt (klein optional)

  • keine Großschreibung mehr bei festen Verbindungen, nur noch bei Titeln, biologischen Arten, Kalendertagen, historischen Ereignissen
    Beispiele: das schwarze Brett, die erste Hilfe, der Regierende Bürgermeister, der Rote Milan, der Heilige Abend, der Dreißigjährige Krieg, …

  • viel, wenig, ein, ander immer klein
    Beispiele: Das ist etwas anderes, Wir haben vieles besprochen, …

Du erlaubst, dass ich jetzt aufhöre, um den Stab mit der Liste der Nachteile an Dich weiterzureichen.

Gruß
Christopher