Hi Pit,
diese frage müßte an die durchboxer der reform gerichtet werden, aber nicht an die gegner.
das ist so nicht richtig. Diejenigen, die Du „Durchboxer“
nennst, sind demokratisch gewählte Vertreter der Bundesländer,
Menschen, denen die eigene Muttersprache bestenfalls scheißegal ist, und die in der BRD vielleicht gerade deswegen Kultusminister werden konnte, weil die BRD ja eine Buße für das deutsche Volk sein soll.
die eine in jahrelanger Arbeit entwickelte Reform auf dem
in jahrelanger Arbeit im verborgenen, öffentliche Diskussion wurde (aus gutem Grunde) gemieden
üblichen Wege und sicher nicht blindlings eingeführt haben.
Bis hierhin kein Chaos. Das entstand, als manche beschlossen,
die neue Regelung nicht zu akzeptieren und umzusetzen bzw.
So gut wie niemand hat die neuen Regelungen insgesamt akzeptiert, die einzige mir bekannte Ausnahme ist die „Altbayrische Heimatpost“.
sich nur die Rosinen herauszupicken. Natürlich bedeutet eine
Reform umdenken, umlernen. Sie bedeutet vielleicht auch, etwas
hinzunehmen, dass nicht 100-prozentig gelungen ist, wenn man
keinen besseren, konstruktiven Vorschlag hat. Im Gegensatz zur
Der bessere, konstruktive Vorschlag besteht in der bewährten Rechtschreibung. Schon die Zielsetzung der „Reform“ war unmöglich, nämlich die Muttersprache der Grundschule unterzuordnen, damit die Kinder weniger Fehler machen; und schon dieses Ziel ist nicht erreicht worden.
alten Rechtschreibung ermöglicht die neue Rechtschreibung in
vielen Fällen, intuitiv die richtige Schreibweise zu wählen.
Nein, die intuitiv richtige Wahl der Schreibweise ist bei der Rechtschreibung leichter als beim Neuschrieb, weil der Neuschrieb in vielen Fällen von der natürlichen Silbenbetonung wegführt.
Ich finde nicht, dass dies unsere Sprache ärmer macht. Eher
befreit es diese von einem künstlichen Reichtum, den man auch
als Wasserkopf bezeichnen könnte.
Ja, es gibt viel solchen wasserkopfigen, künstlichen Reichtum. Wir brauchen eine Kulturrevolution wie die in China, um endlich die alte Welt und ihre sogenannte Kultur loszuwerden. Geht´s noch oder was?
Mit herzlichem Gruß,
Wolfgang Berger