Sport und Stress aber wenig Zeit

Es ist mal wieder soweit,

der Blick in den Spiegel und der letzte Besuch im Kaufhaus hinterlassen den faden Beigeschmack des Versagens in Punkto Gewichtskontrolle oder besser gesagt Gewichtsreduzierung.

Nun Frau dachte sich nun es wäre ja ganz schön mal etwas sport. Nun ich bin im Beruf momentan sehr ausgelastet und habe Berg von Arbeiten zu erledigen auch zu Hause sitze ich stundenlang vor dem Rechner. Ich bin absolut kein Jogging-Typ und habe nicht den Nerv noch stundenlang mit dem Auto zu irgendwelchen Fitnesstempeln zu pilgern. Abgesehen davon gehen für diese Aktion mindestens 2,5 stunden pro Aktionstag verloren. Dies ist momentan indiskutabel. Nun suche ich ein Buch Trainigsanleitung für Sportmuffel wie mich, die das Zusammenstellen eines kleines aber individuell gestaltetes Trainingsprogramm ermöglichen, welches sich einigermaßen problemlos in den Alltag integrieren lässt. Besonders toll finde ich Übungen zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur, die ist durch das viele Sitzen, ebenso wie die anderen Muskeln sind im Abbau begriffen. Leider verhält es sich mit dem Fettaufbau genau reziprog.

Bitte aber keine Kommentare like „Faule Socke selber Schuld und beweg Deinen Hintern dann nimmste schon ab…“ weis ich selber! Nur wie und dann auch noch dauerhaft ?

Danke meine Lieben ihr helft mir bei der Lösung eines unmöglich erscheinenden Problemchen.

Hallo,
wie wäre es mit der Anschaffung eines Laufbands, Ergometers oder Steppers für zu Hause ? Ich würde auf jeden Fall Ausdauersport in die Diät einbauen, da es so leichter ist eine negative Kalorienbilanz zu fahren und den Fettstoffwechsel auf Touren zu bringen. Fett baut sich ohnehin nicht lokal ab, d.h. es gibt keine Übungen zur gezielten Problemzonenbekämpfung.

Gruss
Enno

Hallo Marie,

ein Buch oder ein Video reicht nicht. Zum einem schleichen sich beim „Ahnungslosen“ schnell Trainingsfehler ein, zum anderen hat nur sehr wenig Menschen die Selbsdiziplin das durchzuhalten ->
Als Anfänger sollte man in einen Verein, in ein Trainingsstudio (mit Betreung) oder einer Gruppe reingehen.

Was die Zeit betrifft. Dir stehen jede Woche 168 Stunden zur Verfügung. Keine Zeit zu haben ist nur ein anderer Ausdruck für „andere Dinge sind mir wichtiger“.
Sinnvolles Training dient unter anderem der Aufrechterhaltung der Gesundheit. Und wie wichtig Gesundheit ist, weiss man erst dann, wenn die Schäden da sind.

Was die 2,5 Stunden betrifft. Die nackte Trainingszeit sollte bei 45 - 60 liegen. Die andere Zeit ist eine Frage der effizienten Planung.
Es muß ja nicht der schicke Fitneß-Tempel in 30 Km Entfernung sein. Gibt es da nicht irgendetwas in der Nähe oder auf dem Heimweg von der Arbeit?

Reiß dich zusammen. Morgen suchst du dir etwas. :wink:

Gruß
Carlos

Vielleicht es ist erfolgversprechend, Sport nicht als Zusatz, sondern als Ersatz für bestimmte Elemente im Tagesablauf zu versuchen. Also konkret: mit dem Rad in Arbeit, dort hast Du Gewand zum Umziehen bereitgelegt. Den Hinweg gestaltest Du eingermaßen gemütlich, so dass Du nicht zu verschitzt ankommst, zurück hängst Du Dich dafür ordentlich rein; zu Hause unter die Dusche, und Du bist wieder ein normaler Mensch. Zeitaufwand: hängt von Deiner Strecke ab, aber wenn’s nicht mehr als 15 Autobahnkilometer sind, würde ich sagen, so ungefähr null.

Ausprbieren?

Täubchen

Hallo Marie,

also erstmal empfehle ich Dir die Lektüre dieses Artikels
http://gin.uibk.ac.at/gin/freihtml/fettverbrennung.htm
zum Thema Training und Fettabbau.
Es kommt also letztlich in erster Linie auf die negative Energiebilanz an.

Meine Tips:

  1. Möglichst viele energieverzehrenden Aktivitäten im Alltag einbauen. Treppe statt Aufzug oder Rolltreppe, zwischendurch mal ein bisschen rennen, auch wenn man’s nicht eilig hat usw.

  2. Die neue Trendsportart „Dribble Jogging“: Joggen alleine ist für viele Leute todlangweilig und fordert auch die Arm- und Schultermuskulatur nicht so gut. Also verbindet man joggen mit dem Dribbeln eines Basketballes mit regelmäßigem Wechsel der Ballhand. Dadurch macht das Joggen mehr Spaß (sehr wichtig!), es kommt eine spielerische Komponente hinzu, es werden mehr Muskeln gefordert, und durch die wechselnden Reaktionen des Balls (er springt ja nicht immer gerade) wird die Belastung weniger gleichmäßig und eintönig. Mal dribbelt man langsam, dann legt man einen (manchmal unfreiwilligen) Sprint hin, um dem fortspringenden Ball hinterherzujagen usw.
    Gerade am Anfang, wenn die untrainierte Beinmuskulatur dem Joggen relativ schnell ein Ende macht, kann man die Intensität der Belastung ideal mit dem Ball-Handling beeinflussen. Auch die Koordination wird gefördert. Ist eine tolle Sache.

Da ich häufig beruflich unterwegs bin (Hotelübernachtungen) und der normale Basketball nicht in den Koffer passt, habe ich einen Mini-Basketball dabei, geht auch gut. Und so stehe ich morgens 45 Minuten früher auf und laufe rund eine halbe Stunde, mit ständigem Gedribbel.

Wichtig noch: Kauf Dir gute gelgedämpfte Laufschuhe, damit die Gelenke geschont werden. Die sind zwar teuer, aber es lohnt sich.

Grüße
Sebastian

nur der letzte satz
hallo!

ein sehr gutes posting-das mit dem basketball werd ich auch mal meinen patienten empfehlen die mit dem joggen anfangen wollen.

nur den letzten satz kann ich so nicht stehen lassen:

Wichtig noch: Kauf Dir gute gelgedämpfte Laufschuhe, damit die
Gelenke geschont werden. Die sind zwar teuer, aber es lohnt
sich.

gedämpfte schuhe erhöhen die gelenkbelastung um ein mehrfaches! entgegen dem was die werbung so verspricht (wie halt immer).

tschüss

matthias

Hallo!

gedämpfte schuhe erhöhen die gelenkbelastung um ein
mehrfaches! entgegen dem was die werbung so verspricht (wie
halt immer).

Da ich auch sportlich interessiert bin, fand ich Deine Aussage interessant. Was ist eigentlich der Grund dafür und welche Schuhe sollte man zum Laufen benutzen?

Tschüß, Emanuel

Wieso das?
Hallo,

ein sehr gutes posting-das mit dem basketball werd ich auch
mal meinen patienten empfehlen die mit dem joggen anfangen
wollen.

Freut mich! Ich denke mal, das wird sich verbreiten mit dem Dribbeln.

nur den letzten satz kann ich so nicht stehen lassen:

Wichtig noch: Kauf Dir gute gelgedämpfte Laufschuhe, damit die
Gelenke geschont werden. Die sind zwar teuer, aber es lohnt
sich.

gedämpfte schuhe erhöhen die gelenkbelastung um ein
mehrfaches! entgegen dem was die werbung so verspricht (wie
halt immer).

Huch! Wieso denn das? Dadurch, dass es keine solchen harten Stöße gibt, werden die Gelenke doch geschont, oder nicht?
Da bin ich jetzt sehr neugierig …

Der Rücken wird auf jeden Fall geschont, mit normalen Schuhen bekomme ich sehr schnell Rückenschmerzen beim Laufen, mit den Gel-Schuhen überhaupt nicht.

Ich habe die Gel-Schuhe mal im Haus angelassen, Treppauf und Treppab, war sehr angenehm. Man geht wie auf weichem Waldboden, aber nicht so wackelig.

Grüße
Sebastian

hallo!

Huch! Wieso denn das? Dadurch, dass es keine solchen harten
Stöße gibt, werden die Gelenke doch geschont, oder nicht?
Da bin ich jetzt sehr neugierig …

die stösse sind sogar wesentlich härter mit gedämpften schuhen als ohne. das auftreffen der ferse löst eine ganze kette von reflexmechanismen aus die das bein und den körper stabilisieren. wenn man jetzt dieses auftreffen versucht „wegzudämpfen“ dann fehlt unserem gehirn der input-es weiss nicht mehr so recht was es machen soll. dadurch schlagen jetzt belastungen völlig unkontrolliert in die einzelnen gelenke durch.

dann darf man auch nicht vergessen dass jeder schuh eine verlängerung des beines darstellt. die länge des beines ist aber anders im gehirn abgespeichert-nämlich ohne schuhe. dadurch gibt es zusätzliche kleine hebelbewegungen in die gelenke die das auf dauer nicht mögen.

Der Rücken wird auf jeden Fall geschont, mit normalen Schuhen
bekomme ich sehr schnell Rückenschmerzen beim Laufen, mit den
Gel-Schuhen überhaupt nicht.

ohne schuhe würde der rücken trainiert. sicher ist es anfangs unangenehm weil er es nicht gewohnt ist.

tschüss

matthias

hallo!

Da ich auch sportlich interessiert bin, fand ich Deine Aussage
interessant. Was ist eigentlich der Grund dafür und welche
Schuhe sollte man zum Laufen benutzen?

siehe oben: das antwortposting an sebastian.
welche schuhe: die sohle so dünn wie möglich-sozusagen nur eine etwas dickere hornhaut :wink:))).
wie gesagt: anfangs ist das natürlich unangenehm-weil unsere füsse schon von kind auf ruiniert werden. die brauchen zeit und viel „training“ um wieder die entsprechende muskulatur und koordination aufzubauen.

und noch eins: je schwerer der schuh desto mehr energie vergeudet man zusätzlich-schliesslich wollen die schuhe ja auch bewegt werden :wink:).

tschüss

matthias

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Hallo,

die stösse sind sogar wesentlich härter mit gedämpften schuhen
als ohne. das auftreffen der ferse löst eine ganze kette von
reflexmechanismen aus die das bein und den körper
stabilisieren. wenn man jetzt dieses auftreffen versucht
„wegzudämpfen“ dann fehlt unserem gehirn der input …

dann darf man auch nicht vergessen dass jeder schuh eine
verlängerung des beines darstellt. die länge des beines ist
aber anders im gehirn abgespeichert-nämlich ohne schuhe.

Ist das
a) eine allgemeine wissenschaftliche Erkenntnis, über die sich die Fachleute auch weitgehend einige sind, oder
b) eine umstrittene wissenschaftliche Erkenntnis, zu der es etwa gleich viele entgegengesetzte Meinungen von Fachleuten gibt, oder
c) eine persönliche Erkenntnis/Meinung Deinerseits?

Falls a) oder b), würden mich Quellenangaben interessieren.

Hier einige Überlegungen dazu:

  1. Menschen tragen seit vielen hundert Jahren Schuhe. Falls im Gehirn tatsächlich immer noch die Parameter für Beine/Füße ohne Schuhe abgespeichert sein sollte, dann stammt diese Information aus einer Zeit, in der es keine asphaltierten und nur wenige gepflasterte Straßen gab, die Menschen liefen hauptsächlich auf unbefestigten Pfaden, z.B. durch Wälder.
    Genau diese Laufcharakteristik simuliert ein gedämpfter Schuh aber.
    Ich denke eher, dass das Laufen auf befestigten Straßen ohne Dämpfung unnatürlich ist und die Gelenke (und die Wirbelsäule) überlastet, die Dämpfung gleicht das einigermaßen aus und stellt die natürliche Laufcharakteristik wieder her.

  2. Andererseits ist das Gehirn sehr flexibel und passt sich den Gegebenheiten recht schnell an (siehe Versuch mit der Umkehrbrille *1).
    Ich glaube, dass das Gehirn recht schnell merkt, dass a) am Bein unten noch eine Verlängerung dran ist und b) dass die Stöße des Auftreffens etwas milder ausfallen (analog Waldboden) und stellt sich auf beides ein.

  3. Wenn Deine Darstellung korrekt wäre, dann würden diese starken Gelenkbelastungen ja auch auftreten, wenn man barfuß oder mit dünnen Sohlen auf Waldboden läuft. Genau das wäre aber wiederum die Urform des Laufens …

  4. Man liest immer wieder, dass Sportmediziner vom Laufen auf Waldboden oder unebenem Gelände abraten (wegen der Verletzungsgefahr) und statt dessen empfehlen, mit entsprechend gedämpften Schuhen auf festen Wegen (Asphalt) zu laufen.

ohne schuhe würde der rücken trainiert. sicher ist es anfangs
unangenehm weil er es nicht gewohnt ist.

Der Rücken würde vielleicht trainiert, aber die starken Erschütterungen der Wirbelsäule würden durch das Training nicht weniger. Ich habe zwei Bandscheibenvorwölbungen, ich könnte ohne Dämpfung nicht laufen.
Bisher hat mir jeder Arzt (Orthopäden sowie Sportmediziner), jeder Physiotherapeut und jede Rückenschule zu Schuhen mit weichen, dämpfenden Sohlen geraten, um die Wirbelsäule von den Erschütterungen zu entlasten. Das deckt sich auch 100% mit meinen Erfahrungen und denen von anderen Rückenpatienten (man findet ja schnell Leidensgenossen in seinem Umfeld).

Meine ganz persönliche Erfahrung ist, dass ich mit normalen Schuhen schnell Probleme bekomme (Füße, Knie, Rücken), mit gedämpften Schuhen überhaupt nicht.

Grüße
Sebastian

*1 Versuch mit Umkehrbrille: Die Versuchsperson trägt eine Brille, die das Bild auf den Kopf stellt. Nach ca. 1-2 Wochen sieht die Person durch die Brille das Bild wieder richtig herum, das Gerhirn hat sich angepasst. Nimmt man die Brille dann ab, steht das Bild eine Weile lang kopf, bis das Gehirn die Rückanpassung vorgenommen hat.

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hallo!

Ist das
a) eine allgemeine wissenschaftliche Erkenntnis, über die sich
die Fachleute auch weitgehend einige sind, oder
b) eine umstrittene wissenschaftliche Erkenntnis, zu der es
etwa gleich viele entgegengesetzte Meinungen von Fachleuten
gibt, oder
c) eine persönliche Erkenntnis/Meinung Deinerseits?

Falls a) oder b), würden mich Quellenangaben interessieren.

das ist ein klarer fall von a-und nichts anderem. diese sache ist seit jahren (wenn nicht sogar jahrzehnten) bekannt.
aber: das wissen natürlich nur leute die sich auf wissenschaftliche art und weise mit solchen themen auseinandersetzen. und das sind wesentlich weniger als die die dem täglichen bombardement durch die medien ausgesetzt sind.
quellen sind hier jede menge: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=Pub…

Hier einige Überlegungen dazu:

  1. Menschen tragen seit vielen hundert Jahren Schuhe. Falls im
    Gehirn tatsächlich immer noch die Parameter für Beine/Füße
    ohne Schuhe abgespeichert sein sollte, dann stammt diese
    Information aus einer Zeit, in der es keine asphaltierten und
    nur wenige gepflasterte Straßen gab, die Menschen liefen
    hauptsächlich auf unbefestigten Pfaden, z.B. durch Wälder.
    Genau diese Laufcharakteristik simuliert ein gedämpfter Schuh
    aber.
    Ich denke eher, dass das Laufen auf befestigten Straßen ohne
    Dämpfung unnatürlich ist und die Gelenke (und die Wirbelsäule)
    überlastet, die Dämpfung gleicht das einigermaßen aus und
    stellt die natürliche Laufcharakteristik wieder her.

mehrere punkte:

  1. die abgespeicherten informationen beziehen sich auf genetische faktoren-und um die zu ändern bedarf es hundertausend jahre und mehr; die evolution ist eben nicht so schnell! :wink:)
  2. das abgespeicherte muster das jeder von uns im kopf hat stammt aus der zeit im mutterleib und als baby; bei jeder bewegung wird die vorhandene länge der extremitäten fest eintrainiert und eingeschliffen-und bleibt bis zum ende des lebens so-egal was passiert. das sieht man z.b. auch im beispiel des phantomschmerz-das bein ist auf der gehirnrinde nach wie vor voll vorhanden.
  3. sicher braucht unser körper eine dämpfung von unten her-und die hat er: ein wunderbares fussgewölbe. da aber die meisten menschen dieses gewölbe nie „fordern“, d.h. wenig barfuss laufen und wenig auf unebenem untergrund verlieren sie mit der zeit die dämpfenden eigenschaften. sinn würde es also machen das fussgewölbe zu trainieren-denn dann braucht man keine künstliche dämpfung mehr; denn sobald man die dämpfung von aussen zuführt baut der körper die eigene dämpfung noch mehr ab-bis man ohne schuhe überhaupt nicht mehr gehen kann.
  1. Andererseits ist das Gehirn sehr flexibel und passt sich
    den Gegebenheiten recht schnell an (siehe Versuch mit der
    Umkehrbrille *1).
    Ich glaube, dass das Gehirn recht schnell merkt, dass a) am
    Bein unten noch eine Verlängerung dran ist und b) dass die
    Stöße des Auftreffens etwas milder ausfallen (analog
    Waldboden) und stellt sich auf beides ein.

hier sind aber zwei verschiedene informationstypen im spiel: visuelle informationen sind einfach „daten“ die so und so gelesen werden können-beim auftreffen der ferse auf den boden kommen reflexe ins spiel die nicht geändert werden können-die brauchen einfach ihre physiologisch bedingte mindestzeit um wirken zu können; selbst wenn der körper möchte kann er sich nicht umstellen. unsere software (gehirn) schafft das-aber die hardware kommt nicht mit. und siehe die untersuchungen dass gedämpfte schuhe die stösse erhöhen.

  1. Wenn Deine Darstellung korrekt wäre, dann würden diese
    starken Gelenkbelastungen ja auch auftreten, wenn man barfuß
    oder mit dünnen Sohlen auf Waldboden läuft. Genau das wäre
    aber wiederum die Urform des Laufens …

tun sie ja auch. und was spricht dagegen? dafür sind doch unsere gelenke gebaut. nur weil niemand in einer zivilisierten gesellschaft seinen körper richtig benutzt kann man sich das nicht mehr vorstellen.

  1. Man liest immer wieder, dass Sportmediziner vom Laufen auf
    Waldboden oder unebenem Gelände abraten (wegen der
    Verletzungsgefahr) und statt dessen empfehlen, mit
    entsprechend gedämpften Schuhen auf festen Wegen (Asphalt) zu
    laufen.

hier werde ich böse/sarkastisch: man liest auch dass ausserirdische gelandet sind.
99% von dem „was man liest“ ist eben sch…-wer prüft den das schon nach?
was qualifiziert einen arzt sich sportmediziner zu nennen?
wer garantiert mir dass der sich auf aktuellem stand hält und die aktuelle literatur liest?
ich habe ein problem mit autoritäten-ich akzeptiere nämlich keine.
und wer traut sich denn schon das gegenteil von dem zu sagen was derzeit gängige „modeerscheinung bzw. modemeinung“ ist?

ohne schuhe würde der rücken trainiert. sicher ist es anfangs
unangenehm weil er es nicht gewohnt ist.

Der Rücken würde vielleicht trainiert, aber die starken
Erschütterungen der Wirbelsäule würden durch das Training
nicht weniger. Ich habe zwei Bandscheibenvorwölbungen, ich
könnte ohne Dämpfung nicht laufen.
Bisher hat mir jeder Arzt (Orthopäden sowie Sportmediziner),
jeder Physiotherapeut und jede Rückenschule zu Schuhen mit
weichen, dämpfenden Sohlen geraten, um die Wirbelsäule von den
Erschütterungen zu entlasten. Das deckt sich auch 100% mit
meinen Erfahrungen und denen von anderen Rückenpatienten (man
findet ja schnell Leidensgenossen in seinem Umfeld).

da spielen noch andere faktoren mit rein: wie ist die beweglichkeit deiner wirbelsäule?
ein starrer stab kann keine erschütterungen dämpfen-eine flexible stange sehr wohl.
und wieder: wenn du ein fussgewölbe hättest das gut funktioninert dann kommt soviel nicht nach oben durch.

Meine ganz persönliche Erfahrung ist, dass ich mit normalen
Schuhen schnell Probleme bekomme (Füße, Knie, Rücken), mit
gedämpften Schuhen überhaupt nicht.

ist ja auch ok. allerdings führt dich diese „kompensation“ immer weiter in eine abhängigkeit von diesen künstlichen hilfsmitteln-irgendwann kommt der punkt an dem das normale barfuss-gehen ohne schuhe nicht mehr möglich ist.

tschüss

matthias

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Hallo,

  1. die abgespeicherten informationen beziehen sich auf
    genetische faktoren-und um die zu ändern bedarf es
    hundertausend jahre und mehr; die evolution ist eben nicht so
    schnell! :wink:)

Das bestätigt meine Auffassung, dass sich die abgespeicherten Informationen nicht auf asphaltierte Oberflächen beziehen. Seit der Erfindung dieser Beläge kann sich das noch nicht angepasst haben, wie Du selbst schreibst. Also liegt es doch nahe, diesen Eingriff des Menschen (härtere Beläge) durch entsprechende Maßnahmen zu kompensieren (weichere Schuhe).

  1. sicher braucht unser körper eine dämpfung von unten her-und
    die hat er: ein wunderbares fussgewölbe. da aber die meisten
    menschen dieses gewölbe nie „fordern“, d.h. wenig barfuss
    laufen und wenig auf unebenem untergrund verlieren sie mit der
    zeit die dämpfenden eigenschaften. sinn würde es also machen
    das fussgewölbe zu trainieren-denn dann braucht man keine
    künstliche dämpfung mehr; denn sobald man die dämpfung von
    aussen zuführt baut der körper die eigene dämpfung noch mehr
    ab-bis man ohne schuhe überhaupt nicht mehr gehen kann.

Gut, die dämpfenden Eigenschaften sind weg, und bis sie wieder da sind, muss man sich anders helfen. Gut ist die Anregung - und die werde ich auch aufnehmen und umsetzen - mehr barfuß zu gehen. Mache ich sowieso gerne, werde ich noch steigern.

hier sind aber zwei verschiedene informationstypen im spiel …

Akzeptiert, mein Vergleich passte nicht wirklich.

99% von dem „was man liest“ ist eben sch…-wer prüft den
das schon nach?

Dann wird es richtig schwierig, sich zu Themen, von denen man selbst nicht wirklich viel versteht, verlässliche Informationen einzuholen. An irgendwas muss man sich zwangsläufig halten. Du kennst Dich als Physiotherapeut in diesen Dingen aus und kannst Dir ein eigenes Bild machen, ich nicht. Dafür musst Du auf anderen Gebieten das nehmen, was Du zu lesen bekommst, und andere Leute kennen sich wiederum dort aus und können selbst urteilen.

und wieder: wenn du ein fussgewölbe hättest das gut
funktioninert dann kommt soviel nicht nach oben durch.

Tja, das ist das typische „Dosenöffner-in-der-Büchse“-Syndrom: Um das Fußgewölbe zu trainieren, muss ich ohne Dämpfung laufen, das geht aber wegen meines Rückens nicht, bevor das Fußgewölbe nicht entsprechend trainiert ist. Na ja, siehe oben, barfuß gehen, mal sehen …

ist ja auch ok. allerdings führt dich diese „kompensation“
immer weiter in eine abhängigkeit von diesen künstlichen
hilfsmitteln-irgendwann kommt der punkt an dem das normale
barfuss-gehen ohne schuhe nicht mehr möglich ist.

Na ja, vielleicht etwas übertrieben, aber ich werde auf jeden Fall den Barfuß-Anteil erhöhen.

Grüße
Sebastian

hallo!

Das bestätigt meine Auffassung, dass sich die abgespeicherten
Informationen nicht auf asphaltierte Oberflächen beziehen.
Seit der Erfindung dieser Beläge kann sich das noch nicht
angepasst haben, wie Du selbst schreibst. Also liegt es doch
nahe, diesen Eingriff des Menschen (härtere Beläge) durch
entsprechende Maßnahmen zu kompensieren (weichere Schuhe).

jetzt verstehe ich deinen ansatz: klar-das scheint eine sinnvolle massnahme zu sein die dämpfung dann eben mit sich rumzutragen wenn wir sie schon wegbetoniert haben.
leider zeigt sich (wissenschaftlich und objektiviert) das es aber nicht funktioniert.

Gut, die dämpfenden Eigenschaften sind weg, und bis sie wieder
da sind, muss man sich anders helfen. Gut ist die Anregung -
und die werde ich auch aufnehmen und umsetzen - mehr barfuß zu
gehen. Mache ich sowieso gerne, werde ich noch steigern.

sehr zu empfehlen sind „rasenfussmatten“ aus dem baumarkt. sind ungefähr DIN3 mit plastikrasen. da laufe ich öfters drauf rum-ist die beste fussmassage die man sich vorstellen kann. unterstützen das ganze noch.

hier sind aber zwei verschiedene informationstypen im spiel …

Akzeptiert, mein Vergleich passte nicht wirklich.

aber es zeigt wie unglaublich anpassungsfähig unser gehirn ist.
sogar gravitation kann „umgelernt“ werden-die NASA führt da experimente durch. spannender als jeder krimi!

99% von dem „was man liest“ ist eben sch…-wer prüft den
das schon nach?

Dann wird es richtig schwierig, sich zu Themen, von denen man
selbst nicht wirklich viel versteht, verlässliche
Informationen einzuholen. An irgendwas muss man sich
zwangsläufig halten. Du kennst Dich als Physiotherapeut in
diesen Dingen aus und kannst Dir ein eigenes Bild
machen, ich nicht. Dafür musst Du auf anderen Gebieten das
nehmen, was Du zu lesen bekommst, und andere Leute kennen sich
wiederum dort aus und können selbst urteilen.

dazu noch ein beispiel:
in jedem anatomiebuch steht als funktion für den Musculus Supraspinatus „die ersten 30 Grad der Abduktion“ (=das anheben des armes seitlich vom körper).
das wollte man auch mir eintrichtern-so lernt man eben anatomie.
nur: diese anatomie wurde an toten menschen durchgeführt-da gibt es kein gehirn das befehle erteilt.
also hat man es an lebenden getestet; man hat einfach die zugehörigen nerven betäubt und dann den arm bewegen lassen; ergebnis: der muskel macht überhaupt keine abduktion-null-nada-nix.
die biomechaniker lachen eh nur wenn man ihnen dass sagt-den bei den hebelverhältnissen kann das dieser winzling von muskel nie und nimmer schaffen den arm zu heben.
trotzdem liest und hört man an jeder ecke das märchen von den 30grad.

ist ja auch ok. allerdings führt dich diese „kompensation“
immer weiter in eine abhängigkeit von diesen künstlichen
hilfsmitteln-irgendwann kommt der punkt an dem das normale
barfuss-gehen ohne schuhe nicht mehr möglich ist.

Na ja, vielleicht etwas übertrieben, aber ich werde auf jeden
Fall den Barfuß-Anteil erhöhen.

habe ich leider bei einigen schon erlebt-incl. mir selbst; und da das nicht lustig ist bin ich auf der schiene sehr empfindlich. vielleicht sogar zuviel.

tschüss

matthias

Hallo,

sehr zu empfehlen sind „rasenfussmatten“ aus dem baumarkt.
sind ungefähr DIN3 mit plastikrasen. da laufe ich öfters drauf
rum-ist die beste fussmassage die man sich vorstellen kann.
unterstützen das ganze noch.

Wir haben so eine ähnliche Matte als Abtreter vor der Tür zum Souterrain, wenn ich da barfuß drauftrete, kitzelt das entsetzlich! Aber trotzdem tut es irgendwie gut … muss ich mal ausbauen.
Ich werde mir mal versuchsweise so eine Rasenmatte besorgen.

dazu noch ein beispiel:
in jedem anatomiebuch steht als funktion für den Musculus
Supraspinatus „die ersten 30 Grad der Abduktion“ (=das anheben
des armes seitlich vom körper).
das wollte man auch mir eintrichtern-so lernt man eben
anatomie.
nur: diese anatomie wurde an toten menschen durchgeführt-da
gibt es kein gehirn das befehle erteilt.
also hat man es an lebenden getestet; man hat einfach die
zugehörigen nerven betäubt und dann den arm bewegen lassen;
ergebnis: der muskel macht überhaupt keine
abduktion-null-nada-nix.
die biomechaniker lachen eh nur wenn man ihnen dass sagt-den
bei den hebelverhältnissen kann das dieser winzling von muskel
nie und nimmer schaffen den arm zu heben.
trotzdem liest und hört man an jeder ecke das märchen von den
30grad.

Das Problem ist, dass man als Nicht-Fachmann die erforderlichen Schlüsse einfach nicht ziehen kann, da einem die Kenntnis der Zusammenhänge fehlt. Und niemand hat die Zeit und/oder die Möglichkeiten, sich in allen Gebieten zum wirklichen Fachmann zu machen.

„Spezialisten wissen von immer weniger immer mehr, bis sie am Ende von nichts alles wissen. Generalisten wissen von immer mehr immer weniger, bis sie am Ende von allem nichts wissen.“ (Quelle unbekannt)

(Ich weiß, der Spruch passt nicht so richtig, aber er gefällt mir so gut …)

Grüße
Sebastian

Nun Frau dachte sich nun es wäre ja ganz schön mal etwas
sport. Nun ich bin im Beruf momentan sehr ausgelastet und habe
Berg von Arbeiten zu erledigen auch zu Hause sitze ich
stundenlang vor dem Rechner. Ich bin absolut kein Jogging-Typ
und habe nicht den Nerv noch stundenlang mit dem Auto zu
irgendwelchen Fitnesstempeln zu pilgern. Abgesehen davon gehen
für diese Aktion mindestens 2,5 stunden pro Aktionstag
verloren. Dies ist momentan indiskutabel.

Deine Gesundheit sollte dir das aber wert sein, auch wenn ich 2,5 Stunden pro Tag für übertrieben halte, denn Untrainierte sollten sich auf keinen Fall übervorteilen (bringt nämlich gar nichts außer Frust)
Im Focus läuft zur Zeit eine Serie, da geht es um genau solche Leute wie dich (und mich - bin nämlich auch faul).
Vielleicht hilft das hier weiter, denn neben ein bißchen Sport sollte man bei drohendem oder bereits bestehendem Übergewicht auch seine Ernährung umstellen:
http://focus.msn.de/PF1D/PF1DN/PF1DNA/pf1dna.htm?id=…

Gruß
Whoopi