mit diversen gesundheitlichen Vorgeschichten bin ich mittlerweile stark eingeschränkt in der Auswahl von sportlichen Aktivitäten. Ich MUSS aber was tun. Früher bin ich regelmässig geritten. Dies war für ein erfüllendes und abendfüllendes Hobby. Entweder wird es noch Jahre dauern oder ich werde gar nicht mehr aufs Pferd steigen wollen/dürfen/können. Also muss ich eine Alternative finden.
Dieser Sport muss allerdings ein paar Voraussetzungen erfüllen:
Kein Laufen, Springen, usw.
Rückenfreundlich, bzw. Positiv für die Rumpfmuskulatur
Nun habe ich schon diverse Dinge probiert. Nordic Walking ist noch einer meiner Favouriten, allerdings hier für den Winter nach der Arbeit ungeeignet (ich werde nicht allein im Dunkeln durch die Gegend tappen). Schwimmen ist nur bedingt geeignet, weil ich wg. des Rückens nicht in Bauchlage schwimmen darf. Rückenschwimmen geht gut, erfordert aber halbwegs freie Bahnen. Natürlich geht moderates Training an den Geräten oder auch eine angepasste Stunde ala Bauch-Beine-Po etc. im Sportverein. Problem: Es langweilt mich zu Tode. Ich bin jetzt seit über einem Jahr mit Krankengymnastik, Reha & Co. zugange und diese ganzen wohlüberlegten Übungen in irgendwelchen Sportstätten gehen mir gehörig auf den Keks. Ich mache sie nur, um eine Grundfitness zu erhalten/bekommen die es mir erlaubt, wieder arbeiten zu gehen.
Ach so: Radfahren ist auch was für mich. Allerdings darf ich die nächsten Monate gar nicht aufs Rad udn es ist ebenfalls nichts für mich im Winter.
Die ganzen möglichen Sportarten, die ich genannt habe, sind auch nichts für den täglichen Gebrauch. Würde mich furchtbar langweilen, mehr als einmal die Woche zu walken oder zu schwimmen… Das Reiten war JEDEN Tag anders. Dagegen sind die Alternativen echt stupide.
Ich denke, dass ich irgendwann wieder ein bisschen laufen kann und darf. Aufgrund laxer Bänder würde ich dann aber immer noch auf Dinge wie Ballspiele verzichten wollen. Loslaufen, Stoppen, Körperkontakt hat mir schon Bandverletzungen eingebracht und mir wurde davon schon vor Jahren abgeraten.
Im Moment bin ich da echt etwas frustriert und habe den Eindruck, dass nur noch Schachspielen übrig bleibt. Aber vielleicht hat hier noch jemand eine Idee?
langweilen, mehr als einmal die Woche zu walken oder zu
schwimmen… Das Reiten war JEDEN Tag anders. Dagegen sind die
Alternativen echt stupide.
Ich bin Nichtreiter, daher empfindest Du die Frage vielleicht als blöd, aber es interessiert mich wirklich.
Woran liegt es, daß Du reiten jeden Tag anders empfunden hast?
Weil sich das Pferd jeden Tag anders verhalten hat?
An der Reitstrecke kann es ja nicht liegen, denn beim Walken kann man die Strecke ja auch variieren.
Zu Deiner eigentlich Frage: Mir hilft es, wenn ich an Geräten mit Musik herumturne, um das ganze nicht allzu stupid werden zu lassen.
ich würde Tai-chi vorschlagen. Das ist sanft, geht nicht auf die Gelenke, ist rückenfreundlich und kräftigt die Muskulatur.
Das mit der Langeweile bei den Geräten kenn ich, Musik hilft bei mir auch nix.
Achja, und Tai-chi kann man auch im Winter machen und selbst daheim üben
Woran liegt es, daß Du reiten jeden Tag anders empfunden hast?
Weil sich das Pferd jeden Tag anders verhalten hat?
An der Reitstrecke kann es ja nicht liegen, denn beim Walken
kann man die Strecke ja auch variieren.
Hallo,
ein Pferd „funktioniert“ nicht wie eine Maschine. Natürlich lernt es Grundbegriffe und der halbwegs geschulte Reiter ist auch in der Lage dieses Gelernte abzurufen. Das mag dann für den Laien auch immer gleich aussehen. Das für mich „richtige“ Reiten fängt dann aber erst richtig an. Als Reiter fühlt man Dinge, die viele Menschen von aussen gar nicht erkennen. Eine kleine Verspannung, ein unregelmässig gesetzter Tritt. Daran kann man dann arbeiten. Möglichst wieder so, dass es von aussen gar nicht gesehen wird. Mit der Zeit sollte das Zusammenspiel immer harmonischer werden. Das Reiten wird (oder eher wirkt) immer leichter. Das Pferd wird locker, wartet nur auf ein kleinen Wink um die nächste Lektion ausführen zu dürfen. Dabei wird es immer erhabener, ausdrucksstärker… usw. Und wenn man dies bei einer Lektion erreicht hat, dann versucht man es bei der nächsten. Und das was heute gut geklappt hat, muss morgen nicht automatisch auf gleichem Wege funktionieren.
Stell Dir vor, Du bist ein Zehnkämpfer. Es gibt so viele Schauplätze, an denen man arbeiten muss um gut zu sein, dass man viele Dinge hat, an dem man arbeiten kann. Als Reiter muss man aber an sich und dem Pferd arbeiten. Und das möglichst so, dass beide an einem Strang ziehen. Vielleicht kann man es so verstehen.
Übrigens ist Reiten wirklich ein Sport. Das können Laien oft gar nicht verstehen. Gerade für die Rücken- und Bauchmuskulatur passiert da sehr viel. Und auch wenn Reiten mit viel Kraft verpönt ist: Auch das „leichte“ Reiten kostet Kraft. Es ist nämlich einiges an Grundspannung erforderlich, um überhaupt vernünftig „in“ der Bewegung des Pferdes zu sitzen. Das probieren Anfänger inder Regel zwanzig Minuten an der Longe - um dann tagelang Muskelkater zu haben.
Dazu kommt natürlich noch der Umgang mit dem Pferd an sich: Putzen, Satteln, Misten. Und das gesellige Bierchen mit den anderen Reitern im Stübchen
Übrigens gibt es viele Gründe, warum sich Reiter an dem Sport erfreuen. Und für manche ist es wirklich die täglich wechselnde Reitstrecke in der Natur auf dem Pferderücken.
ein paar Dinge werde ich wohl mal ausprobieren. Es ist aber immer noch nichts dabei wo ich sagen kann: Das ist es. Einzig beim Golfen bin ich mir nicht so sicher. Das ist zwar sicher keine Feierabendbeschäftigung für das ganze Jahr, aber doch ein völlig unbekanntes Pflaster. Außerdem ja nun schon lange nicht mehr so elitär wie es mal war. Ich muss jetzt nur noch erfragen, ob ich diese Drehbewegungen darf, evtl. eben erste wenn der Rücken ausgeheilt ist. Andere mit einer ähnlichen OP durften es nicht mehr, aber Fragen kostet ja nix.
Das mit dem Tanzen ist auch was, aber auch nichts zum gleich loslegen. Zumindest die meisten Standardtänze werden gehen.
Tai Chi, Yoga & Co. sind hingegen gar nix für mich. Habe ich mal alles probieren dürfen - ist echt nicht mein Ding.
Also, danke für die Denkanstösse. Evtl. finde ich ja auch eine Möglichkeit etwas anderes mit Pferden zu machen. Dann brauche ich den Sport wirklich nur zum Ausgleich und erfreu mich vielleicht auch wieder an Dingen, die mir jetzt völlig abwegig erscheinen.
da steckst du ganz schön in der Zwickmühle:
kein Wasser, keine schnellen ruckartigen Bewegungen, keine stupiden Geräte, keine Kapmpfkunst/-sport und alle „weichen“ Arten davon, nicht nur draussen, … fast eine Aufgabe für das Rätselbrett.
Neben Billard ist mir dann aber doch noch Klettern eingefallen.
Grüße,
JPL
guck mal was du von Discgolf hälst.
Überhaupt nicht elitär und v.a. ernsthaft bezahlbar, wenn nicht sogar äußerst preiswert.
Und du machst im Zweifel keine Verdrehung im Rücken, sondern drehst Hüfte und Schultergürtel zusammen um der Scheibe den richtigen Schwung zu geben.
Da deine Vika keinen Ort angibt, hier nur die allgemeine deutsche Seite: http://www.discgolf.de/
Ein, wie ich finde, toller Sport, den man nahezu überall spielen kann, auf ganz niedrigem Niveau, für Spaß, aber wenn man will auch durchaus professionell bis hin zur Europameisterschaft (die ist nämlich gerade in Süddeutschland.)
Kannst Du wegen Deiner Rückenprobleme nicht mehr reiten?
Vielleicht solltest Du es einmal in einer guten Gangpferde oder Islandpferde -Reitschule versuchen.
Ich hab vor Jahren mit dem Reiten auf Islandpferden angefangen. Und es tut meinem Rücken total gut - sie sind in der Regel "Rückenfreundliccher " zu reiten als z.B . Großpferde.
Natürlich bleibt immer eine gewisse Strurzgefahr, aber bei der richtigen Auswahl des Pferdes kann man das minimieren…