Hallo Anna,
zuerst mal solltest Du daran denken, dass der Körper nach den Grundregeln der Biologie funktioniert und durch abstrakte Trainingsplanung oder Kalorienrechnerei nicht überlistet werden kann.
Nun ein kurzer Ausflug in die abschreckende Theorie:
Bei körperlichen Belastungen unter 60% der maximalen Sauerstoffaufnahme u. bei zunehmender Belastungsdauer sind die Freien Fettsäuren die dominanten Energielieferanten.
Der Fettstoffwechsel erfolgt nur in aerober Stoffwechsellage, d.h. der Körper kann mehr oder genügend Sauerstoff aufnehmen als er brauch. Wird die körperliche Anstrengung erhöht (schneller laufen) kommt der Körper in eine Sauerstoffschuld. Er bekommt weniger Sauerstoff als eigentlich notwendig wäre. Der Stoffwechsel ist dann anaerob. Die Fettverbrennung wird ganz eingestellt. Es wird die Glucose der Glycogenspeicher verbraucht.
Im anaeroben Bereich wird verstärkt Laktat im Muskel gebildet. (Das Gefühl der schweren Beine, der Muskel wird übersäuert). Laktatkonzentrationen über 7 mmol/L unterdrücken den Fettstoffwechsel.
Ein Sportmediziner kann die genaue Pulsfrequenz feststellen, bei welchem der Laktatstau im Muskel entsteht. Beim Gesundheitstraining sollte man sich dann unter dieser Schwelle bewegen, damit der Fettstoffwechsel in Gang bleibt.
Der Abbau von 1g Glycogen setzt 4,1 kcal frei, 1g Fettsäure 9,3 kcal. Die Fettspeicher im Unterhautfettgewebe, Körperorganen und Muskelzellen sind so groß, dass sie praktisch nicht erschöpfbar sind.
Für die langfristige Gesundheitsvorbeugung ist z. B. ein wöchentlich drei- bis viermaliges Lauftraining von 45- 60 Min. Dauer mit einer Geschwindigkeit von etwa 10km/h ideal.
Zu beachten ist, dass der Fettstoffwechsel erst nach ca. 30 Min. Bewegung aktiviert wird.
Im Gesundheitssport sollte maximal mit einer Trainingsherzfrequenz von 180 minus Lebensalter belastet werden.
Fettstoffwechseltraining führt zur Zunahme der Enzyme der Fettverwertung, die Aktivität in den Fettzellen erhöht sich und die Körperfettspeicher verkleinern sich.
Intensive und kurzzeitige Belastungen entwickeln nicht den Fettstoffwechsel.
Alles klar!!!..ganzfrechgrins*
Bevor Du nun von der Theorie gänzlich erschlagen wirst und nicht mehr auf´s Rad steigst …lach*, hier noch persönliche Tips.
Also zuerst mal solltest Du bei solchen monotonen Trainingsmethoden am Besten Musik hören (Anlage oder Kopfhörer) dann kommt einem die Zeit nicht gerade so lange vor.
Wenn Du alle 2 bis 3 Tage trainierst und Deine Ernährung umstellst (nicht soviel süsses naschen, mehr Obst u. Gemüse, Vollkornprodukte essen, am besten gar kein Fett wenn dann nur die kaltgepressten ungesättigten Fettsäuren da diese Lebensnotwendig sind für den Körper) so fallen die Pfunde schon ganz alleine.
Es ist allerdings ein steiniger Weg, denn was man in Jahren an Gewicht zugelegt hat kann man nicht in 3 Monaten abnehmen.
Wichtig sind auch die Pausen (nicht täglich trainieren!)da Dein Körper sich erholen muss und Du ausserdem Gefahr läufst Belastungssüchtig zu werden. Zudem macht es dann nach 2 Tagen wieder mehr spass…
Dann noch…benutze einen Pulsmesser. PimalDaumen hast Du bei einem Puls von ca. 120- 130 optimale Fettverbrennung.
Also dann toi, toi, toi und falls Du noch Fragen hast einfach mailen
Sportlicher Gruss
Berni