Man nehme an:
Die Quote für das Fußballspiel xy liegt bei 1:3.
Person A geht ihr ein Wettbüro und setzt 1000€ auf Mannschaft x.
Person B geht in ein anderes Wettbüro und setzt 1000€ auf Mannschaft y.
Egal wer das Spiel gewinnt, einer der beiden Personen kriegt am Ende 3000€.
Der andere verliert die 1000€.
Unter dem Strich macht das immernoch 1000€ sicheren Gewinn.
Natürlich würde man im Falle eines Unentschieden 2000€ verlieren, doch dieses Ergebnis kommt ja eigentlich nicht so oft vor.
Meine Frage ist:
Wie schützen sich die Wettbüros vor solchen Doppelwetten?
Natürlich würde man im Falle eines Unentschieden 2000€
verlieren, doch dieses Ergebnis kommt ja eigentlich nicht so
oft vor.
Meine Frage ist:
Wie schützen sich die Wettbüros vor solchen Doppelwetten?
mal abgesehen davon, daß ziemlich genau ein Drittel aller Spiele unentschieden ausgeht: warum sollten sich die Büros davor schützen? Jedes Büro agiert für sich; was in Summe für zwei unabhänige Büros rauspringt, ist daher gleichgültig.
Man kann es auch anders sehen: ob nun Person A zweimal wettet oder Person A und B gegensätzliche Tips in zwei Büros abgeben, ist im Ergebnis das gleiche. Anders fomuliert: jedes Büro interessiert, was bei ihm hängenbleibt. Ob ein bestimmter Spieler einen Gewinn einstreicht, ist denen wurscht.
Danke schonmal!
Ich bin eig. davon ausgegangen, dass Person A und B unter einer Decke stecken.
Aber ist dieses Vorgehen nicht eine Möglichkeit, um das Risiko bei Wetten so weit zu minimieren, sodass man über kurz oder lang Geld verdient?
hast du nicht schlichtweg einen Fehler in der Rechnung (ich trau mich ja kaum das gegen einen erfolgreichen Jugend-forscht-Teilnehmer zu schreiben…)
Die Quote bei xy ist 1:3…auch wenn das Schwachsinn ist wuerde dann nicht Person A (die auf x setzt) 1000 euro bei gewinn kriegen und Person B (auf y) 3000?
Somit wär doch einmal die Chance einer Nullsummenrechung wenn Person A richtig liegt.
Falls Person B richtig liegt liegt der Gewinn bei 2000 Euro.
Und falls das nicht so sichere Unentschieden eintrifft verliert man 2000 Euro.
Oder bin ich doof?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
zunächst mal: die Bank gewinnt immer. Also erstmal den Ansatz suchen, warum immer weniger Geld ausgeschüttet wird als eingenommen.
Man nehme an:
Die Quote für das Fußballspiel xy liegt bei 1:3.
Ich kenne mich mit „Glücksspielen“ nicht aus, aber glaube zu wissen, dass beim Spiel X gegen Y die Quote beispielsweise für einen Sieg von X bei 1:3 liegen mag, die Quote für den umgekehrten Fall - Sieg von Y - liegt ganz anders.
Besorg doch mal die Quoten für ein bestimmtes Spiel (beispielsweise jetzt zur EM), dann sehen wir weiter …
mal abgesehen davon, daß ziemlich genau ein Drittel aller
Spiele unentschieden ausgeht:
hast du dafür eine verlässliche Quellenangabe? Ich hoffe mal nicht, dass du den Denkfehler gemacht hast und einfach die drei Zustände A_gewinnt-unentschieden-B_gewinnt hergenommen hast…
BTW: Bei der aktuellen EM-Phase gehen ziemlich genau 0% aller Spiele unentschieden aus.
BTW: Bei der aktuellen EM-Phase gehen ziemlich genau 0% aller
Spiele unentschieden aus.
was du meinst ist der Endstand, ist ja klar das einer weiter kommen muss
Bei Fussballwetten auf das Ergebnis zählt aber entweder das Ergebnis nach regulärer Spielzeit (also 90 Minuten) oder vielleicht auch noch die Verlängerung. Aber Elfmeterschiessen zählt dann nicht mehr dazu.
der Einfachheit halber nehme ich einfach mal ein Beispiel her: Ein bekannter Internet-Wettanbieter zahlt für das Spiel Deutschland-Türkei folgende Quoten (es gilt das Ergebnis nach 90 Minuten):
Sieg Deutschland: 1,40
Unentschieden: 4,40
Sieg Türkei: 7,00
Wenn Du also auf alle drei Ergebnisse den gleichen Betrag setzt, dann gewinnst Du immer, außer Deutschland gewinnt das Spiel. Weil das aber (nach Meinung der Experten des Wettanbieters) das wahrscheinlichste Ergebnis ist verdient das Wettbüro zumindest über einen längeren Zeitraum mehr als es auszahlen muss.
Des weiteren ist auch die Art, wie an großer Teil Kunden der Wettbüros spielt, relevant: Kaum jemand setzt auf eine Quote von 1,40 - einfach weil das Einsatz/Gewinn Verhältnis zu „schlecht“ ist. Bei solch niedrigen Quoten setzen viele also entweder auf den Außenseiter oder kombinieren die Wette mit anderen Wetten (also z.B. Deutschland gewinnt UND das erste Tor fällt zwischen der 11. und der 20. Minute). Beides erhöht den potentiellen Gewinn der Spieler, senkt aber gleichzeitig das Risiko für den Wettanbieter.
Höhere Mathematik, Wahrscheinlichkeitsrechnung. Bei genügend großer Anzahl von Versuchen wird man mit einem Würfel irgendwann jeder Zahl gleich oft gewürfelt haben. ca.100 Jahre Fussball, ca.100 Länder, ca. jede Woche ca.1000 Spiele pro Land …
EM ist nur ein Fliegenschiß auf der Landkarte der Fussballrealität.
Rumburak
PS: Dies ist ein Beispiel und erhebt keinen Anspruch auf statistische Realität.
Du behauptest also, dass der Endstand eines Fußballspiels vom Zufall abhängt und deswegen jeder der drei Zustände gleich oft vorkommt? Lustigerweise haben alle Beteiligten was dagegen und wollen, dass genau das nicht eintritt. Nur weil es eine feste Anzahl von Möglichkeiten gibt heißt doch nicht, dass diese gleichverteilt sind…
Bei Fussballwetten auf das Ergebnis zählt aber entweder das
Ergebnis nach regulärer Spielzeit (also 90 Minuten) oder
vielleicht auch noch die Verlängerung. Aber Elfmeterschiessen
zählt dann nicht mehr dazu.
mal abgesehen davon, daß ziemlich genau ein Drittel aller
Spiele unentschieden ausgeht:
hast du dafür eine verlässliche Quellenangabe? Ich hoffe mal
nicht, dass du den Denkfehler gemacht hast und einfach die
drei Zustände A_gewinnt-unentschieden-B_gewinnt hergenommen
hast…
Mathematisch ist das alles schon 1000 mal bewiesen worden.
Und, WER bist Du ,dass Du glaubst, die wissenschaftlichen Erkenntnisse großer Mathematiker ad absurdum führen zu können???
für wie bescheuert hälst Du mich nach all den Jahren immer
noch…?
och komm Christian
Ich habe dich noch nie für bescheuert gehalten, aber dein genaues Drittel klang zu sehr nach Gleichverteilung. Zumal auch geneigte Leser dies herauslesen könnten, selbst wenn du es nicht gemeint hattest.
Ich habe dich noch nie für bescheuert gehalten, aber dein
genaues Drittel klang zu sehr nach Gleichverteilung.
ich schrieb aber „ziemlich genau ein Drittel“, um en Eindruck zu vermeiden, daß ich meinte, daß die Tendenzen gleichverteilt sind (wie um Himmels Willen kommt man denn überhaupt darauf…).
Eigentlich standen 75% der Viertelfinal-Spiele nach der
regulären Spielzeit unentschieden.
Ok, dass sich Wetten auf die regulären Spielzeit beziehen
wusste ich bisher nicht. Mein Fehler…
Kein Problem. Nimms als Lebenshilfe: bei Tippspielen ist man mit Unentschieden als Tipp oft ganz weit vorne. Eben weil es die wenigsten tippen und es doch recht häufig ist - gerade in den KO-Runden bei Turnieren.
ich schrieb aber „ziemlich genau ein Drittel“, um en Eindruck
zu vermeiden, daß ich meinte, daß die Tendenzen gleichverteilt
sind (wie um Himmels Willen kommt man denn überhaupt
darauf…).
weiß nicht genau. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen Dinge zu vereinfachen und die erste gefundene Lösung akzeptieren zu wollen, auch wenn diese logisch völlig falsch ist (Nein, auch ich bin davon nicht frei). Wenn das Erlebte ( ca. 1/3 aller Spiele enden unentschieden) dann auch noch in der Nähe des Erdachten ( genau 1/3 aller Spiele enden unentschieden) liegt ist dieser Denkfehler wohl auch schwer bei sich selbst zu erkennen.
Kein Problem. Nimms als Lebenshilfe: bei Tippspielen ist man
mit Unentschieden als Tipp oft ganz weit vorne. Eben weil es
die wenigsten tippen und es doch recht häufig ist - gerade in
den KO-Runden bei Turnieren.
Ja unentschieden passt ja auch ins Bild zweier _guter_ Mannschaften die gegeneinander „um viel“ spielen. Dazu kommen noch die ganzen Leute wie ich, die gar nicht wissen, dass hierbei ein Unentschieden möglich ist.
Ich bin eig. davon ausgegangen, dass Person A und B unter
einer Decke stecken.
Aber ist dieses Vorgehen nicht eine Möglichkeit, um das Risiko
bei Wetten so weit zu minimieren, sodass man über kurz oder
lang Geld verdient?
Warum müssen A und B unter einer Decke stecken? Auch Du kannst doch allein 1000 € auf X und 1000 € auf Y setzen. Auch dann gewinnst in 2/3 der fälle 1000 €. Du kannst aber auch in 1/3 der Fälle 2000€ verlieren (unentschieden).
gruß
hast du nicht schlichtweg einen Fehler in der Rechnung (ich
trau mich ja kaum das gegen einen erfolgreichen
Jugend-forscht-Teilnehmer zu schreiben…)
haha der war echt gut
Die Quote bei xy ist 1:3…auch wenn das Schwachsinn ist
wuerde dann nicht Person A (die auf x setzt) 1000 euro bei
gewinn kriegen und Person B (auf y) 3000?
Ich glaube das läuft anders. Es gibt nämlich für jede Mannschaft eine andere Quote und somit eine Tendenz. Natürlich ist die Quote bei der besseren Mannschaft niedriger. Der falsch tippende kriegt somit nichts zurück. Ansonsten würde man ja auch niemals etwas verlieren.
Also ist es so, dass so lange die Anzahl an Spielen bei 1/3 (rein theoretisch) liegt, die unentschieden ausgehen, dann kann ich am Ende kein Geld verdienen oder verlieren!
Ok danke, das ist schon alles was ich wissen wollte.