Ich weiß nicht, ob es das trifft. Wenn man erwartet, dass
jemand eine Sprache beherrscht, ist man doch eigentlich nicht
so geduldig. Man erwartet dann ja, dass derjenige ohne große
Probleme in der Sprache kommunizieren kann.
Vielleicht war das schlecht ausgedrückt: Wenn du wo lebst/aufgewachsen bist, wo Englisch quasi zweite Muttersprache ist, und dir kommt ein Touri daher, der Schwedisch herumstottert, dann würdest du auch auf Englisch umwechseln und dem Treiben ein Ende setzen. Alles eine Sache der Effizienz.
Wenn du aber von wo kommst wo keiner Englisch kann und sogar Bruce Willis Bühnendeutsch spricht, erwartest du daß jeder Deutsch lernen soll, der im Schwarzwald urlaubt. 
Wenn man im Ausland auch mit Französisch weiterkommt
(je nachdem, wo man ist), wozu dann Englisch gut lernen?
Bisher habe ich nie jemanden getroffen, der Französisch anstatt Englisch mit mir reden wollte (außer Franzosen).
Die
Bedeutung des Englischen ist durch die Bedeutung der eigenen
Sprache geringer als in den NL und Skandinavien.
Englisch ist überall von Bedeutung wo Touristen hinkommen. Ich ERWARTE von einem dezidierten Tourismusunternehmen (Stadtführung, Museum, Flughafen, Hotel), daß sie Englisch können. Bisher passierte es nur in Spanien, daß es nicht so war. Alle anderen Sprache erwarte ich nicht.
Da es über sie heißt, dass dort eh jeder Englisch kann, lernen
natürlich auch deutlich weniger Leute ihre Sprache, selbst
wenn es viele niederländische oder skandinavische Touristen
gibt. Das verstärkt wiederum die Notwendigkeit des Englischen.
Stimmt!
Als ein Grund dafür, dass Deutsch dringend
gebraucht wird und es ingesamt wichtig ist, wurde genannt,
dass viele Deutsche zwar Englisch können (es ging hier
eindeutig um die Wirtschaft), aber man einen eindeutigen
Vorteil habe, wenn man Deutsch mit den deutschen Partnern
spreche, da sie sich darin deutlich wohler fühlten und es zu
einer besseren Zusammenarbeit führe.
Business ist ein ganz anderes Thema als Tourismus! Natürlich wird als Verhandlungspartner, Kontaktperson, Sekretärin usw. jemand eingestellt, der die Sprache des Ziellandes kann, „Bezorzugt Muttersprache“. Es kommt immer drauf an, wer von wem was will. Wer in Spanien ein Geschäft machen will, wird natürlich Spanischsprecher dort hin schicken. Wer aber als Spanier Touristen als Kunden haben will, der soll Englisch können. Als Tourist gibt man, nicht nimmt. Die anderen wollen was von mir und nicht umgekehrt.
Würde man sowas als
Argument für Niederländisch oder die skandinavischen Sprachen
benutzen?
Warum nicht?
Grüße
datafox