Sprit sparen - Autobahn oder Landstrasse?

Servus Gemeinde,

es geht um zwei Streckenalternativen zu ein und dem selben Ziel.

Strecke A: 323 km, davon 60% Autobahn, 40% Landstrasse

Strecke B: 318 km, davon 40% Autobahn, 60% Landstrasse

Bei einer angenommenen Autobahngeschwindigkeit von 100-110 kmh und den üblichen Landstrassen 70-90 kmh fragen wir uns: was ist ökonomischer?

Motor ist 1,6 Liter

Höhere Gewalt wie zB Tagesbaustellen, Traktor über Land oder Unfallstau muss man in Kauf nehmen.

Die Sache hat einen ernsteren Hintergrund, ein Student, pleite, Kontopfändung, fährt ohne einen Pfennig Geld diese Strecke. Im Tank hat er noch etwa 2/3 Sprit, was ausreichen könnte, aber wir wollen nichts riskieren. Gibt es also eindeutigen Rat bei oben aufgeführten Strecken?

Danke schon jetzt für Zielführendes

Hoher Gang bei niedrigem Tempo.
Aber: Bremsen und Beschleunigen vermeiden (Ortsdurchfahrten, Ampeln in Ortschaften)
Bei der genannten Verteilung geht es letztlich um 65 Kilometer Landstraße oder Autobahn, das macht vermutlich nicht mal einen Liter aus.

Wichtiger als Strecke A oder B:
Auf der Autobahn nicht zum Schnellfahren verleiten lassen sondern rechts schleichen
Kein unnötiges Gewicht mitschleppen
Möglichst ohne Licht fahren (wenn es hell genug ist)
Radio aus, Heizung/Klimaanlage aus
Reifendruck richtig einstellen

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Gerne auch im Windschatten von LKW.

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Hallo,

ich schließe mich der Antwort von @KeinesHerrenKnecht an. Möchte aber einen Punkt hervorheben:

Der Unterschied im Luftwiderstand zwischen 80-90 km/h und 100-110 km/h dürfte nicht erheblich sein. Die Überwindung des Rollwiderstandes bei jedem Anfahren aber schon. Daher sollte man eine Strecke suchen, bei der man möglichst selten Beschleunigen muss. Dazu gehört dann auch das vorausschauende Fahren.

Anekdote: ich wohne und arbeite in Berlin, etwa 20 km liegen zwischen beiden Orten. Wenn ich die mit dem Auto zurücklege, verbrauche ich mehr Treibstoff auf 100 km, als wenn ich mit 120-160 km/h auf der Autobahn fahre (wechselnde erlaubte Maximalgeschwindigkeit).

Grüße
Pierre

Prinzipiell verbraucht ein Auto um die 90km/h am wenigsten Sprit, wobei das auch etwas aufs Auto ankommt. Das geringere Tempo der Landstraße klingt zunächst sparsamer. Allerdings: Ne Landstraße hat Kurven und Kreuzungen, so dass man häufiger mal abbremsen und beschleunigen muss. Das frisst den Vorteil wieder auf, zumal man auf der Autobahn sehr gleichmäßig fahren kann, und im Windschatten eines LKWs mit 80km/h nochmal deutlich sparsamer unterwegs sein kann.

Daher ist Strecke A vermutlich besser, trotz der nur 5km mehr. Hängt natürlich auch vom Verkehr etc. ab.

Jedoch: Liegenbleiben auf der Autobahn wegen Spritmangel kostet was, wenn man erwischt wird.

Und wie kommt der Student am gewollten oder ungewollten Ende der Fahrt weiter?

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Tipp, der an der eigentlichen Frage vorbei geht:

Hat jemand in seinem Umkreis ein Konto bei der selben Bank wie der Student? Wie sind die Erfahrungen mit Überweisungen? Vielleicht kann man ihm auf diese Weise 30 € zukommen lassen, damit den Tank auffüllt.

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Es geht eigentlich darum, Ausgaben zu vermeiden.

Wegen der Autobahn habe ich noch nie einen Bußgeldbescheid bekommen. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden deutlich angekündigt, Parkplätze sind kostenfrei.

Landstraßen führen auch durch Orte, ständig wechselt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, Ampeln zwingen zum Halten, Parkgebühren ein weiteres Risiko für den Geldbeutel.

Wenn es sich - bei schönem Wetter - nicht um eine besondere Aussicht auf der Landstraße handelt, würde ich immer Autobahn bevorzugen.

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Es gibt weder „die Autobahn“ noch „die Landstraße“. Es macht einen erheblichen Unterschied aus, ob man - egal auf welcher der beiden Strecken - mit recht konstanter Geschwindigkeit von 80-90, möglichst im Windschatten eines LKW „durchrutscht“, oder ob man aufgrund der konkreten Strecke und deren Belastung/Nutzungszeit viel Stop and Go hat. Wenn man Stauschwerpunkte und massenhaft Ortsdurchfahrten mit Ampeln/Zebrastreifen/Abbiegungen/… vermeiden kann, lohnt sich vom Verbrauch her sogar der ein oder andere Umweg/eine Verlegung der Fahrzeit.

Wenn ich in schon etwas ruhigeren Gegenden von Schweden unterwegs bin, macht Autobahn (beschränkt) oder Landstraße kaum einen praktischen Unterschied bei den dort erzielbaren Traumverbräuchen, wenn man zig Kilometer mit konstanter Geschwindigkeit gerade aus fährt. Die schaffe ich hier nicht ansatzweise, egal ob auf Autobahn mit regelmäßig zähfließendem Verkehr oder Landstraße mit einer Ortsdurchfahrt nach der anderen.

BTW: Ich kenne mehr als genug Leute (auch Studenten), die es tatsächlich schaffen, immer nicht nur einen, sondern gleich mehrere Jobs an der Hand zu haben, wenn sie einen brauchen. Das ist durch Corona aktuell etwas schwieriger als früher. Aber wenn man nicht nur in der Gastronomie und im Freizeitbereich sucht, findet sich auch nach wie vor durchaus etwas. Einfach mal etwas Klinkenputzen gehen!

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Steigungen auf der Route können auch ein Punkt sein, der beachtet werden sollte.

Meine Erfahrung: Bei meiner „Hausstrecke“ von 400 km bin ich auf der Autobahn mit (fast) konstant 100 km/h deutlich sparsamer unterwegs als auf der Landstrasse, auf der ich ohne Ortsdurchfahrten zwischen 70 und 100 km/h fahren muss. Hab es schon mehrfach ausprobiert.

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Wenn die Tankstelle kein Umweg ist, macht es m.E. auch Sinn, immer nur halbvoll zu tanken. So ein durchschnittlicher halber Tank wiegt übern Daumen schon soviel wie ein Sack Zement. Und einen solchen kutschiert man ja auch nicht sinnlos durch die Gegend.

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Das ist dann aber kein 40-kg-Sack. :wink:
Wenn man so herangehen will, müsste man auch das Reserve-/Notrad rausschmeißen. Meiner Meinung nach hat das nicht so viel Einfluss. Eine vermiedene Bremsung von 100 auf 0 hat bestimmt den gleichen Effekt.

Hallo,

die Erfahrung kann ich bestätigen. Bin mit einem leeren Transporter ca. 700 km Autobahn plus 100 km Landstraße gefahren, auf der Autobahn wegen Feiertag großenteils recht schnell (130 bis 150 kmh). Verbrauch lag bei ca. 13 l / 100 km. Retour mit voll gepacktem Transporter, ca 800 Kilo Zuladung, bin ich langsamer gefahren, ca. 120 auf der Autobahn. Spritverbrauch lag unter der der Hinfahrt, knapp 12 l / 100 km.
Bei früheren Leerfahrten mit ca 120 kmh lag der Verbrauch bei unter 10 l / 100 km.
Demnach macht die Geschwindigkeit einen erheblich größeren Unterschied, als das Gewicht, zumindest auf Autobahnstrecken mit geringen Höhenunterschieden.

Gruß,
Paran

40 kg? Nee, ich meinte die normalen 20 oder 25 kg Säcke, wie auch für Estrich, Gips usw. .
Dass man mit einer flexiblen Fahrweise am meisten sparen kann, war ohnehin klar.
Das Reserverad würde ich auch nicht rausschmeißen. :wink:
Aber hier geht es um einen Studenten, der sich möglichst jeden Cent ersparen will.
Mfg

Wenn wir nicht gerade in einer Pandemie wären, würde ich vorschlagen Mitfahrer mitzunehmen die einen Teil der Kosten mittragen.

Wenn die Strecke oft gefahren werden muss würde ich über den Einbau einer LPG-Gasanlage nachdenken, bzw. ein Fahrzeug mit einer solchen erwerben.

ja am Besten im Pendelverkehr fahren. Dann benötigt man richtig viel Sprit. Der Student sollte also Uhrzeiten Wählen in den mit sehr sehr wenig Verkehr zu rechnen ist. ggf LKW Fahrverbot beachten.

Haben die Strecken das gleiche Höhenprofil? In bergigen Regionen ist das nicht zu verachten.

Ultimativer Tipp, Auto veräußern und Bus nehmen. Ansonsten auf der Autobahn rollen.

Servus,

dann empfehle ich Strecke A. Bei konstanter Fahrweise über die AB ist der Motor am Sparsamsten.

Es schrieb jemand:
Radio aus, Heizung/Klimaanlage aus.

Das ist bedingt richtig. Das Radio benötigt nur ein paar Watt, die in der Gesamtbilanz marginal sind. Heizung auszuschalten ist Blödsinn, da mit laufender Heizung der Wirkungsgrad des Motors verbessert wird, da die Abwärme des Motors nochmal genutzt wird.

Klimaanlage ist ein Punkt. Der Kompressor benötigt Energie und verschlechtert die Energiebilanz.

Gruß
Trianon

hi,

aber hier nicht relevant, da die Nutzung nicht dazu beiträgt, das Ziel irgendwie sparsamer zu erreichen.

Ich denke es ist gemeint den Lüfter auszuschalten.

grüße
lipi

Der Wirkungsgrad des Motors wird dadurch eher nicht verbessert. Die Abwärme wird nur genutzt statt über den Kühler in die Umwelt entlassen zu werden. Insofern erhöht sich der Nutzungsgrad des Brennwerts des Sprits, aber dem Motor ist das egal.
Das Gebläse zieht zwar etwas Strom, das ist aber wie beim Radio unerheblich.

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Natürlich wird durch Heizung der Wirkungsgrad erhöht, da die Abwärme des Motors noch mal genutzt wird.

Siehe Hauptsätze der Themodynamik.

Die paar Watt für den Lüfter gehen in der Gesamtbilanz so unter wie das Radio.