Spruch/ Zitat zu e. bestimmten Thema gesucht

Hallo ihr lieben Kreativen,

ich bin in diesem Bereich leider gar nicht bewandert, aber ich weiß, dass es bei euch bestimmt nur so von Ideen sprudelt und ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei meinem Anliegen helfen könntet.

Ich suche nach einem Zitat, Redewendung oder Sprichwort in eher poetischer und nachdenklicher Form zu dem Stichwort:

Bildung oder lernen oder besser (!): jemandem etwas weitergeben oder dazu zu verhelfen, dass er sein Talent zum Vorschein bringt

(Allerdings nicht das altbekannte: …für das Leben lernen wir - das finde ich schon zu ausgetreten).

Es soll v.a. etwas Positives vermitteln.

Ich dachte so, dass der Mensch über viele Talente verfügt, die jedoch oft verborgen sind und zu Tage gefördert werden müssen.

Wen es interessiert, warum ich es brauche - vielleicht auch eine tolle Idee für den ein oder anderen von euch: eine Freundin von mir hat einen ganz kreativen Weihnachtswunsch: da sie sich bewerben will, hat sie von jedem aus ihrem Bekanntenkreis um die Gestaltung eines Logos, einer Visitenkarte, eines Charakter-Profils oder einem Spruch gebeten, der zu ihr passt (sie möchte gerne ihr Fremdbild kennen lernen).

Nun dachte ich an einen Spruch der zu ihr passt und eben in die oben genannte Richtung geht, denn sie schafft es immer, das beste aus einem rauszuholen, da sie eine begabte Trainerin ist.

Euch schon mal ein herzliches Dankeschön!

Peter

Truman Capote
Alle Menschen haben die Anlage, schöpferisch zu arbeiten.
Nur merken es die meisten nie. (Truman Capote)

würde das passen?

Gruß
Uschi

Hallo Uschi,

an sich sehr schön - aber in diesem Zusammenhang könnte es vielleicht bedeuten, dass meine Bekannte die Person ist, die es nicht merkt. (Ich weiß nicht, ob du so weit meinen Beitrag gelesen hast: eine Bekannte hat sich von allen Freunden einen Spruch gewünscht, der zu ihr passt). Sie ist aber eigentlich diejenige, die hilft, das andere es merken. Du verstehst, was ich meine?

Grüße von Peter

Hi Peter,

Hallo ihr lieben Kreativen,

zunächst sei die Frage erlaubt, warum das Brett „deutsche Sprache“ suggeriert, dass sich hier Kreative tummeln. Die meisten gehen hier nach Duden, Kluge und ähnlichen „stichhaltigen“ Nachschlagewerken vor und haben keineswegs eigene Ideen (ich höre schon die Steinlawine, die jetzt auf mich zurollt :smile: )

ich bin in diesem Bereich leider gar nicht bewandert, aber ich
weiß, dass es bei euch bestimmt nur so von Ideen sprudelt

mh, naja, s.o.

und ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei meinem Anliegen helfen
könntet.

Ich suche nach einem Zitat, Redewendung oder Sprichwort in
eher poetischer und nachdenklicher Form zu dem Stichwort:

Bildung oder lernen oder besser (!): jemandem etwas
weitergeben oder dazu zu verhelfen, dass er sein Talent zum
Vorschein bringt

In der „ZEIT“ vom 12.6.03 war unter der Rubrik „Ich habe einen Traum“ ein Interview mit Giorgio Armani, der sagte: „Wenn sie (die eigenen Kinder/ich sage: diese Menschen) Künstler werden wollen, dann sollen sie es versuchen. Allerdings müssten sie mir (sich) versprechen, sofort damit aufzuhören, wenn ihnen die Begabung fehlt. Das ist wichtig. Man muss rechtzeitig aufhören können und darf nichts erzwingen“.

Es soll v.a. etwas Positives vermitteln.

Das o.g. Zitat ist m.E. positiv - auch wenn es für Dich enttäuschend klingen mag…

Ich dachte so, dass der Mensch über viele Talente verfügt, die
jedoch oft verborgen sind und zu Tage gefördert werden müssen.

Dies zu tun liegt allein in der Macht dieser Menschen…

Wen es interessiert, warum ich es brauche - vielleicht auch
eine tolle Idee für den ein oder anderen von euch: eine
Freundin von mir hat einen ganz kreativen Weihnachtswunsch: da
sie sich bewerben will, hat sie von jedem aus ihrem
Bekanntenkreis um die Gestaltung eines Logos, einer
Visitenkarte, eines Charakter-Profils oder einem Spruch
gebeten, der zu ihr passt

Ist dieser Wunsch wirklich „kreativ“? Wenn diese Frau so begabt ist, was ich ihr wünsche, braucht sie niemanden, der ihr Ideen dazu beisteuert…

(sie möchte gerne ihr Fremdbild kennen lernen).

D.h., sie will andere Leute für sich und ihr Selbst arbeiten lassen… Sylvia Plath, eine Autorin, der ich so gut wie nichts abgewinnen kann, hat mal einen klugen Satz gesagt, den ich hier nur vage aus dem Gedächtnis wiedergeben kann: „Das Einzige, was der Mensch nie in seinem Leben kennenlernen wird, ist die eigene Wirkung auf die Anderen“. (Wie gesagt - vermutlich schlecht aber nicht falsch - aus dem Gedächtnis gegraben.)

Nun dachte ich an einen Spruch der zu ihr passt und eben in
die oben genannte Richtung geht, denn sie schafft es immer,
das beste aus einem rauszuholen, da sie eine begabte Trainerin
ist.

Na dann ist doch alles Bestens, oder?

LG, Anja

Hallo Peter,

habe mal ein wenig in meine Zitaten gewühlt und ein paar gefunden, die vielleicht passen könnten.

Lieben Gruß
Dantis

Es ist wichtig, viel vom Leben zu wissen. Noch wichtiger aber ist, viel von diesem Wissen zu leben.
Andreas Bornhäußer

Die Aufgabe des Lebens ist es, in dem, was uns vorliegt, einen Sinn zu erkennen.
Paul Auster

Wo kommen wir hin, wenn alle sagten, wo kommen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.
Kurt Marti

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
Mahatma Gandhi

Jeder ist berufen,
etwas in der Welt zur Vollendung zu bringen.
Martin Buber

Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist,
sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.
Gerhard Hauptmann

Nutze die Talente, die du hast.
Die Wälder wären sehr still,
wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
Henry von Dyke

Wissbegierig die Welt interpretieren, im Bemühen,
sie so zu verändern, dass sie erhalten bleibt.
Heinz Brandt

Wessen wir am meisten im Leben bedürfen, ist
jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.
Ralph Waldo Emerson

Hallo Anja,

danke für deine Mühe. Und verzeih, dass ich in deinen Augen eine falsche Vorstellung von den Menschen hier in diesem Brett habe. Ich selbst habe hier schon sehr Ideenreiches und Kreatives gelesen.

Ich musste ein wenig lächeln, als ich das las, was du von meiner Bekannten denkst. Und mir hat deine Antwort deutlich vor Augen geführt, wie dumm ich war, meine Frage hier in alle Öffentlichkeit zu stellen, an Menschen, die meine Bekannte gar nicht kennen.

Bitte verstehe mich nicht falsch, aber ich habe mit meiner Frage nicht bezwecken wollen, dass du mir sagst, meine Bekannte sei zu faul, um über sich selbst nachzudenken.

D.h., sie will andere Leute für sich und ihr Selbst arbeiten
lassen…

Ich glaube, das ist das erste Mal, dass sie uns Freunde um etwas gebeten hat. Und mir stellt sich die Frage, wieso du solch ein negatives Bild von einem dir nicht bekannten Menschen entwirfst, der seine Freunde, um etwas bittet. Bittet man heute nicht mehr unter Freunden?

Ist dieser Wunsch wirklich „kreativ“? Wenn diese Frau so begabt ist,
was ich ihr wünsche, braucht sie niemanden, der ihr Ideen dazu
beisteuert…

Oh, ich fände diese Einstellung sehr überheblich: Ich bin so gut, mir kann keiner mehr etwas beibringen.

Ich persönlich finde es eine sehr schöne und kreative Idee, wenn man andere fragt, wie sie einen sehen - denn warum sollte man daraus nicht lernen können? Und vor allem, es ist etwas Besinnliches - ich denke über den anderen nach, übe jemanden der mir wichtig ist und das Resultat wird mein Geschenk. Das ist viel persönlicher und kreativer als ein Serviettenhalter. Und vor allem, ist es sehr mutig, herauszufinden, wie andere einen sehen. Denn wenn man damit arbeiten möchte, muss man sich auch damit auseinandersetzen. Ich halte sehr sehr sehr viel von konstruktiver Kritik.

Und liebe Anja, warum verstehst du darunter, andere für sich arbeiten zu lassen? - Sie schreibt bestimmt nicht die Sprüche in ihre Bewerbung. Ich denke, sie kann viel mehr daraus lernen, ob das, was sie als Stärke und Schwäche an sich empfindet andere auch so sehen bzw. vielleicht ganz neue Aspekte entdecken, die sie selbst noch nie so gesehen hat. Und ich denke darum geht es!

Aber wahrscheinlich muss ich das, was ich ihr sagen möchte, in meinen eigenen Worten schreiben - denn ich glaube einen Spruch werde ich dazu nicht finden. Höchstens Menschen dazu veranlassen, das Falsche von meiner Bekannten zu denken - und das ist sicher das Allerletzte, was ich mit meiner Frage bezwecken wollte.

Grüße von Peter - der etwas überrascht ist, dass Anja sich so viele Gedanken zu dem Warum seiner Frage macht und so zu gänzlich falschen Vorstellungen über seine Bekannte kommt.

P.S. Liebe Anja, ich bin kein empfindlicher Mensch, aber wenn ich deinen Beitrag lese, merke ich, er wird sehr persönlich. Persönlich dadurch, dass du vom eigentlichen Kern der Frage abweichst und deine Gedanken auf meine Bekannte lenkst und über ihre Bitte an mich urteilst. Wie ich finde, sehr negativ - und das verstehe ich nicht. Ein anderes w-w-w-Mitglied für dich vielleicht fragen, wie du dir erlauben kannst, über Unbekannte ein Urteil zu sprechen. Das tue ich nicht. Aber mich wundert es, dass hier sachliche Fragen schnell zu persönlichen und manchmal zu zu persönlichen Antworten werden. Das kann ich niemanden verbieten. Aber wenn, musst du mich verurteilen, dass ich so eine Frage stelle und nicht meine Bekannte beurteilen, die sicherlich alles andere als faul ist oder andere für sich arbeiten lassen will.

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Hallo Dantis,

ich kann dir für deine Hilfe leider nur einen Stern geben.

Klasse! Ein wenig Neid :wink: denn ich kenne keinen (halt: nur einen) dieser Sprüche und muss wohl wirklich ein wenig mehr Lesefreude entwickeln.

Dankend Peter

Hallo Anja,

noch ein kleiner Nachtrag - vielleicht hat dich die Bitte meiner Bekannten wegen der Visitenkarte gestört, dass du deswegen so kritisch bist. Aber auch bei der Visitenkarte ging es eher um die Farbwahl und Schrift, die man für passend hält. Und nicht darum, schnell zu ner guten Idee zu kommen.

Denn nebenbei bemerkt hat sie schon Visitenkarten und so viele davon, dass es nicht ihre Absicht ist Zeit zu sparen und eine Idee von uns umzusetzen.

Aber wie gesgat, wenn du dieses falsche Bild hast, geht das auf mein sprachliches Unvermögen zurück und meine Dummheit, so etwas zu fragen. Aber ich habe nun begeistert Dantis Antwort gelesen und festgestellt, dass es sprucherfahrene w-w-w-ler gibt.

Grüßelnd Peter

Halli,

zunächst sei die Frage erlaubt, warum das Brett „deutsche
Sprache“ suggeriert, dass sich hier Kreative tummeln.

Wieso? du bist doch eine :smile:

Liebe Grüße von Corinne

Krea-tief
Hi!

Die meisten gehen hier nach Duden, Kluge und ähnlichen
„stichhaltigen“ Nachschlagewerken vor und haben keineswegs eigene Ideen

Ich denke, dass die frischeste Kreativität am falschen Ort nicht zur Geltung kommen kann. Hier wird eben – ob leider oder glücklicher Weise – sehr oft nach etymologischen Aspekten von Wörtern gefragt. Wo soll man da kreativ sein?

Wenn diese Frau so begabt ist, was ich ihr wünsche, braucht sie niemanden, der
ihr Ideen dazu beisteuert… […] D.h., sie will andere Leute für sich und ihr
Selbst arbeiten lassen…

Da unterstelle den Etymologen hier doch lieber noch ein paar Mal mangelnde Kreativität, als solche aus der Luft gegriffenen Aussagen an der Grenze zur Unverschämtheit loszulassen.

Ich weiß nicht, ob Du kreativ bist. Ich bin jedenfalls der Überzeugung, dass ein Kreativer in einem leeren weißen Raum völlig macht- und sinnlos ist. Er hat nichts, was ihn inspiriert und keine Mittel, sich auszudrücken. Ich halte Einfluss von außen für wichtig und den richtigen Umgang damit auch. Was spricht dagegen, Freunde zu bitten, zu notieren, was sie für charakteristisch an einem selbst halten? Im Gegenteil, ich finde es mutig. Diese Bitte setzt voraus, sich selbst kritisch betrachten und gegebenenfalls auch ändern zu können. Sie zeigt auch, dass diese Frau von ihren Freunden denkt, dass diese alle sie so gut kennen, dass sie deren Urteil ernst nehmen kann. Ich kann aus der Bitte Peters jedenfalls Vieles herauslesen, sicher aber nicht, dass seine Bekannte eine Frau ist, die „andere Leute für sich und ihr Selbst arbeiten lassen“ will.

Wie kommst Du auf solch krudes Zeug? Und P.S.: Wieso gibst Du Sachen von Dir, die Dich nachher umtreiben, weil Du nicht möchtest, dass sie via Suchmaschine mit Deiner Person in Verbindung gebracht werden?

Gruß!
Christopher

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Hi Peter,
zunächst einmal: ich hänge Deinen „Anhang“ hier dran, damit ich auf beide gleichzeitig antworten kann…

danke für deine Mühe.

Es ist immer wieder Interesse und von daher keine Mühe…

Und verzeih, dass ich in deinen Augen
eine falsche Vorstellung von den Menschen hier in diesem Brett
habe.

Deine Anfrage passte nach meinem Verständnis nicht so recht unter „deutsche Sprache“…

Ich selbst habe hier schon sehr Ideenreiches und
Kreatives gelesen.

Zweifellos…

Ich musste ein wenig lächeln, als ich das las, was du von
meiner Bekannten denkst.

Hab’ ich das?

Und mir hat deine Antwort deutlich
vor Augen geführt, wie dumm ich war, meine Frage hier in alle
Öffentlichkeit zu stellen, an Menschen, die meine Bekannte gar
nicht kennen.

Dumm nicht, aber nicht einfach - wer könnte die Fähigkeiten Deiner Bekannten aufgrund Deiner Beschreibung beurteilen?

Bitte verstehe mich nicht falsch, aber ich habe mit meiner
Frage nicht bezwecken wollen, dass du mir sagst, meine
Bekannte sei zu faul, um über sich selbst nachzudenken.

Das habe ich mit keiner Silbe behauptet.

D.h., sie will andere Leute für sich und ihr Selbst arbeiten
lassen…

Das ist ein ganz anderer Punkt. Und hier setzt meine Fragestellung an - und dieser Punkt gehört für mein Verständnis eher ins Brett „Psychologie“ als in „deutsche Sprache“. Eine der Antriebskräfte eines jeden kreativ arbeitenden Menschen ist durchaus auch der Zweifel. Louise Bourgeois sagt: „Die Kunst ist ein Versuch der Befreiung, welche man niemals erreicht. Aus diesem Grund ist die Kunst niemals vollendet“. Und von diesen Zweifeln kann einen kein Außenstehender befreien. Kreativität ist Schwerstarbeit (wenn man mal von Hobbys absieht, die der lustvollen Beschäftigung dienen - was ich damit keineswegs abwerten will. Aber das „Zwingende“ entfällt beim Hobby, ist Teil von Berufung - und die wiederum kann nur der „Betroffene“ - in diesem Fall Deine Freundin/Bekannte empfinden und beurteilen…

Ich glaube, das ist das erste Mal, dass sie uns Freunde um
etwas gebeten hat. Und mir stellt sich die Frage, wieso du
solch ein negatives Bild von einem dir nicht bekannten
Menschen entwirfst, der seine Freunde, um etwas bittet. Bittet
man heute nicht mehr unter Freunden?

Durchaus. Ich habe erst neulich einen mir bekannten Künstler zu einer Art „Supervision“ oder „Konstruktive-Kritik-Arbeit“ zu mir gebeten, weil ich mal wieder am Zweifeln war. Aber Fremde? Die nichts von mir wissen? Nichts von meiner Arbeit? Nichts von mir als Mensch?

Oh, ich fände diese Einstellung sehr überheblich: Ich bin so
gut, mir kann keiner mehr etwas beibringen.

Das habe ich auch nicht so gesagt - oder mich vielleicht missverständlich ausgedrückt… Aber noch einmal: wer soll das hier außer mit Allgemeinplätzen beurteilen/bewerten, schlechte Wörter, einschätzen, auch schlecht, erkennen wäre gut, aber ohne Kenntnis der Person???

Ich persönlich finde es eine sehr schöne und kreative Idee,
wenn man andere fragt, wie sie einen sehen - denn warum sollte
man daraus nicht lernen können?

Was ist daran kreativ? Sorry.

Und vor allem, es ist etwas
Besinnliches - ich denke über den anderen nach, übe jemanden
der mir wichtig ist und das Resultat wird mein Geschenk. Das
ist viel persönlicher und kreativer als ein Serviettenhalter.

Dass DU darüber nachdenkst, ist ein Geschenk. Aber Wildfremde danach zu befragen?

Und vor allem, ist es sehr mutig, herauszufinden, wie andere
einen sehen.

Das spürt man doch. Mutig ist es, sich dem zu stellen.

Denn wenn man damit arbeiten möchte, muss man
sich auch damit auseinandersetzen.

Kommt darauf an. In der Kunst z.B. waren oft Strömungen gegen das, was man heute „Mainstream“ nennt, bahnbrechend. Also gegen jede Konvention und erhaben über jegliche bürgerliche Kritik.

Ich halte sehr sehr sehr
viel von konstruktiver Kritik.

Genau das wollte ich damit sagen.

Und liebe Anja, warum verstehst du darunter, andere für sich
arbeiten zu lassen?

Hier lese ich ständig von Bitten um „Ideen“, die der eigenen Beurteilung, dem eigenen Fortkommen dienen. Ich bin vielleicht altmodisch, aber ich habe gelernt, dass nur das von dauerhaftem Wert ist, was man/frau sich selbst erarbeitet hat. (s.o.: Schwerstarbeit)

Sie schreibt bestimmt nicht die Sprüche
in ihre Bewerbung.

In einer Bewerbung würde ich auch nicht unbedingt die Weisheiten anderer Berühmtheiten zitieren…

Ich denke, sie kann viel mehr daraus
lernen, ob das, was sie als Stärke und Schwäche an sich
empfindet andere auch so sehen bzw. vielleicht ganz neue
Aspekte entdecken, die sie selbst noch nie so gesehen hat. Und
ich denke darum geht es!

Ohne Zweifel - aber nicht von Fremden - von Dir möglicherweise…

Aber wahrscheinlich muss ich das, was ich ihr sagen möchte, in
meinen eigenen Worten schreiben - denn ich glaube einen Spruch
werde ich dazu nicht finden.

Genau das ist es Und Du wirst derjenige sein, der es am Besten trifft…

Höchstens Menschen dazu
veranlassen, das Falsche von meiner Bekannten zu denken - und
das ist sicher das Allerletzte, was ich mit meiner Frage
bezwecken wollte.

Grüße von Peter - der etwas überrascht ist, dass Anja sich so
viele Gedanken zu dem Warum seiner Frage macht

Weil es durchaus mein elementares Problem ist. Mich in meiner Arbeit unabhängig zu machen - sowohl von Lob (ja, ja, auch Lob kann schädlich sein, weil es verblendet) als auch von Kritik…

und so zu
gänzlich falschen Vorstellungen über seine Bekannte kommt.

Hab ich nicht. Keine einzige.

P.S. Liebe Anja, ich bin kein empfindlicher Mensch, aber wenn
ich deinen Beitrag lese, merke ich, er wird sehr persönlich.

s.o.

Persönlich dadurch, dass du vom eigentlichen Kern der Frage
abweichst

im Gegenteil - weil ich das - sehr persönlich - nachvollziehen kann, was da geschieht.

und deine Gedanken auf meine Bekannte lenkst

Das hast Du gemacht… :smile:

und über ihre Bitte an mich urteilst. Wie ich finde, sehr negativ

Diese Bitte zeigt doch ihr Vertrauen in Dich. Sie hat Dich doch nicht darum gebeten, hier nachzufragen, oder?

  • und das verstehe ich nicht. Ein anderes w-w-w-Mitglied für
    dich vielleicht fragen, wie du dir erlauben kannst, über
    Unbekannte ein Urteil zu sprechen.

Ich gebe nur zu bedenken - konstruktiv.

Das tue ich nicht. Aber
mich wundert es, dass hier sachliche Fragen schnell zu
persönlichen und manchmal zu zu persönlichen Antworten werden.

S.o. Die Frage von Dir habe ich allerdings nicht als Fachfrage, sondern als eine sehr persönliche empfunden.

Das kann ich niemanden verbieten. Aber wenn, musst du mich
verurteilen, dass ich so eine Frage stelle und nicht meine
Bekannte beurteilen, die sicherlich alles andere als faul ist
oder andere für sich arbeiten lassen will.

Hör’ doch mal mit diesem ewigen Urteil-Gedanken auf. Gibt es nicht auch das Phänomen der Abwägung, der Vorstellung, dass es für jede Problemstellung im Leben nicht nur eine Lösung gibt?
Wohlwollend, interessiert, lächelnd, nicht-streitend usf.
Anja

Hallo Christopher,

vielen Dank - ich dachte nur ich hätte diesen Beitrag als schon reichlich unverschämt empfunden. (Ich muss es wohl etwas unverschämter finde, da es um meine Bekannte geht).

Ich habe hier immer wieder gelesen, es gehöre zur Nettiquette auch etwas über den Hintergrund der Fragen zu schreiben. Viele Mitlgieder regen sich auf, wenn dies nicht geschieht.

Aber mittlerweile weiß ich, warum sich manch ein Mitglied aufregt, wenn der Hintergrund fehlt - man hätte ja nichts mehr zum be/verurteilen. Und zum Stellung nehmen, zu Dingen, zu denen man nicht gefragt wurde.

Ich vermute, wenn ich hier die Frage stelle, wie ich die Dachrinne meines grünen Hauses geflickt bekomme, müsste ich mir psychologische Deutungsmuster zur Farbe grün anhören.

Grüßelnd Peter

Keine Sorge
Hallo Peter,

Aber wie gesgat, wenn du dieses falsche Bild hast, geht das
auf mein sprachliches Unvermögen zurück und meine Dummheit, so
etwas zu fragen. Aber ich habe nun begeistert Dantis Antwort
gelesen und festgestellt, dass es sprucherfahrene w-w-w-ler
gibt.

mach dir bitte darüber keine Sorgen. Dein Anliegen war durchaus verständlich ausgedrückt (auch wenn dir der von mir vorgeschlagene Spruch nicht so gefallen hat). Mach bitte nicht den Fehler, an deiner Ausdrucksfähigkeit zu zweifeln und in Zukunft hier keine Fragen mehr zu stellen.
Meiner Meinung nach war deine Frage legitim, wohl formuliert und auch nicht unbedingt im falschen Brett.

Grüße
Uschi

Hallo Anja,

ich habe meinen ersten Beitrag zu deinem wieder gelöscht, weil ich sehr verärgert war, als ich ihn geschrieben habe.

Mit etwas Abstand möchte ich dir sagen, dass du mich falsch verstanden hast.

Ich habe erst neulich einen mir bekannten Künstler
zu einer Art „Supervision“ oder „Konstruktive-Kritik-Arbeit“
zu mir gebeten, weil ich mal wieder am Zweifeln war. Aber
Fremde? Die nichts von mir wissen? Nichts von meiner Arbeit?
Nichts von mir als Mensch?

Ich habe von niemanden hier eine Beurteilung meiner Bekannten erbeten und wenn du meine Frage noch einmal aufmerksam durchliest, wirst du feststellen, dass das, auf was du dich beziehst, nichts mit meiner Frage zu tun hat.

Ich dachte es sei hier durchaus angebracht, den Hintergrund einer Frage näher zu erläutern. Dies ist es aber wohl nicht. Da es immer wieder Menschen gibt, die sich das herauspicken, auf was sie antworten möchten - ganz abgesehen davon, dass es nichts mir der Frage zu tun hat.

Du schreibst mindestens 4 Mal, dass niemand hier meine Bekannte beurteilen kann. Und ich antworte dir hiermit 4 Mal, dass ich dies nicht ein einziges Mal zum Gegenstand meiner Frage gemacht habe, sondern schlichtweg gebeten habe, mir bei meiner literarischen Unkenntnis mit einem Spruch zum Thema „bilden“ auszuhelfen. Beurteilen, ob er passt, muss schließlich immer noch ich!

Mehr steht in meiner Frage nicht, der Rest ist Hintergrund, reine Freundlichkeit und etwas sehr Persönliches. Und glücklicherweise bist nur du es, die meine Frage nicht verstanden hat. Und - was dir viellecht zu denken geben darf - deinen Beitrag finden auch andere etwas unangebracht.

Meiner Ansicht nach, hast du meine Frage schlicht überlesen, um dich auf meine Erklärung - aus welchen Gründen auch immer - zu stürzen. Ist dir besonders langweilig? Denn geholfen hast du damit nicht unbedingt - es sei denn jemanden zu ärgern, war deine Absicht. Was ich aber nicht glaube.

Bourgeois sagt: „Die Kunst ist ein Versuch der Befreiung,
welche man niemals erreicht. Aus diesem Grund ist die Kunst
niemals vollendet“. Und von diesen Zweifeln kann einen kein
Außenstehender befreien.

Dazu möchte ich dich fragen, wie du so etwas behaupten kannst? Wenn du im Zweifel bist, dann lass dies deine persönliche Erfahrung sein - aber beurteile einen Menschen, von dem du wirklich gar nichts weißt, nicht als zweifelnden Menschen, wenn er andere bittet, über ihn nachzudenken. In diesem Fall hat das wenig mit Zweifel zu tun, sondern ist schlichtweg die Überprüfung des Eigenbildes anhand des Fremdbildes.

Daher möchte ich dir sagen, Teile deines Beitrages sind für mich eine mich verärgende Interpretation. Und ich habe weder eine Interpretation, noch ein Urteil von dir erbeten. Denn es ist nicht nur so,dass du mein Urteil, dass ich die Idee kreativ finde, in Frage stellst, sondern du auch meine Bekannte, meiner Meinung nach, als faul bezeichnest, denn bitte lass diesen deiner Sätze einmal auf dich wirken:

D.h., sie will andere Leute für sich und ihr Selbst arbeiten
lassen…

Und zur Kreativität: ich werde hier keine zwei Seiten darüber schreiben, warum ich dies kreativ finde. Denn ich möchte nachher nicht die Grundlage liefern, dass sich jemand das recht herausnimmt, darüber einen psychologischen Aufsatz zu schreiben, der sich nur das herausnimmt, was seiner Argumentation entgegenkommt, interpretiert und urteilt.

Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn der größte Teil deiner Argumentation bleibt mir schlicht ein Rätsel und ich frage mich wirklich, was dein Beitrag mit meiner Frage zu tun hat.

Der sich nun wieder beruhigte Peter

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Hallo Uschi,

Dein Anliegen war
durchaus verständlich ausgedrückt

Danke, ich zweifelte nämlich langsam wirklich. Hier frage ich nach einem Spruch zum Thema „bilden“ und bekomme zu hören, dass Fremde nicht meine Bekannte beurteilen können.

Im Brett Polizei, frage ich nach einer legalen Möglichkeit, um an eine Adresse zu kommen und gleich werden mir böse Absichten unterstellt…wobei ich mich frage, wieso ich dann legal schreibe.

Ich bin nun etwas nachdenklich geworden und frage mich, welche Funktion w-w-w hat. Um Fragen zu stellen und um eigenes Wissen weiterzugeben oder ob es darum geht, möglichst viel zum Diskutieren zu haben, über Nebensächlichkeiten, Nicht-Gefragtes, die Chance auf andere zu blicken, um sich einzumischen, um persönlich zu werden, um zu verurteilen?

Es ist mir einfach ein Rätsel, was Menschen dazu treibt, konsequent den Kern einer Frage zu überlesen, um dann zu sagen, wie dumm die Frage ist, wie unkreativ der Inhalt und sich nebenbei noch erlauben, ein Urteil über eine Person zu sprechen, die sie nicht kennen.

Und das alles basierend auf der Tatsache, dass sie gar nicht auf die eigentliche Frage eingehen und sich zu guter Letzt auch noch die Sätze oder besser die Worte herauspicken ohne den Zusammenhang zu berücksichtigen, um ihrer Argumentation noch Feuer zu geben.

Hier wird teilweise gebastet bis man selbst nachlesen muss, damit man seine eigene Frage wieder erkennt.

kopfschüttelnd Peter

P.S.

(auch wenn dir der von mir
vorgeschlagene Spruch nicht so gefallen hat).

Er hat gefallen, sehr - aber ist vielleicht nicht ganz passend.

3 „Gefällt mir“

Bingo! owT

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lieber Peter,

Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn der größte Teil deiner
Argumentation bleibt mir schlicht ein Rätsel und ich frage
mich wirklich, was dein Beitrag mit meiner Frage zu tun hat.

Ohne auf die einzelnen Aussagen jetzt noch einmal einzugehen: es stand niemals in meiner Absicht, Dir nahe zu treten, nur mit Deinen Deine Frage erklärenden Erläuterungen hast Du mich überhaupt erst zum Nachdenken gebracht…

Der sich nun wieder beruhigte Peter

Das freut mich wirklich, denn ich habe mich durch Deine und Chr’s „Antworten“ durchaus auch unverstanden und damit verletzt gefühlt.

Vielleicht passt hier der „Spruch“ von Pinchas Lapide:
Wichtig für die Freiheit des Menschen sind Konfliktfähigkeit, Dialogbereitschaft, zu der es gehört, dass es „meine, deine, und vielleicht davon abweichend: eine richtige Seite gibt“.

Gern würd’ ich Dir jetzt die Hand reichen,
Anja

Hallo Anja,

Der sich nun wieder beruhigte Peter

Das freut mich wirklich, denn ich habe mich durch Deine und
Chr’s „Antworten“ durchaus auch unverstanden und damit
verletzt gefühlt.

Ja, mir erging es ähnlich.

Vielleicht passt hier der „Spruch“ von Pinchas Lapide:
Wichtig für die Freiheit des Menschen sind
Konfliktfähigkeit, Dialogbereitschaft, zu der es gehört, dass
es „meine, deine, und vielleicht davon abweichend: eine
richtige Seite gibt“.

Toller „Spruch“! und wahr.

Gern würd’ ich Dir jetzt die Hand reichen,

Ich auch.

Grüßelnd Peter

Der als Erklärung hinzufügen möchte, dass seine genervte Reaktion auch jemand anders hätte abkriegen können, da es in letzter Zeit auf seine Fragen in den vergangenen Wochen immer einen Beitrag gab, der mehr über das Drumherum grübelte - als um das, worum es ihm eigentlich ging. Was eigentlich zeigt, dass hier Menschen und keine Antwortroboter im Brett unterwegs sind. Nur hätte er sich gewünscht, dass er dann auch richtig verstanden worden wäre und das fühlte er sich leider keineswegs.

:smile:) owT

-))

Hallo!

Das freut mich wirklich, denn ich habe mich durch Deine und
Chr’s „Antworten“ durchaus auch unverstanden und damit verletzt gefühlt.

Das war ebensowenig meine Absicht. Dennoch frage ich mich, wieso Du bisweilen austeilst wie Henry Maske und Dich dann wunderst, wenn ebenso scharf auf Dich reagiert wird. Ich bin immer gerne bereit, Kritik an meinen Äußerungen anzunehmen und erlaube es mir daher, den Eindruck zu äußern, dass Du Deinen Ton etwas optimieren könntest :wink:. Es fällt mir schwer, den Zusammenhang zwischen Deinen fachkompetenten Postings und solchen Unverschämtheiten herzustellen.

Beste Grüße!
Christopher