kennt Ihr noch weitere Stadt(teil)verballhornungen?
Mir fallen nur „Aaschebäähhsch“ (neulich gehört, hoffentlich richtig transkribiert) für „Aschaffenburg“ ein oder z.B. „Jürmker“ für den Bielefelder Stadtteil „Jöllenbeck“…
kennt Ihr noch weitere Stadt(teil)verballhornungen?
Mir fallen nur „Aaschebäähhsch“ (neulich gehört, hoffentlich
richtig transkribiert) für „Aschaffenburg“ ein
Das ist eigentlich keine Verhornballung, sondern die
mundartliche Bezeichnung für Aschaffenburg.
oder z.B.
„Jürmker“ für den Bielefelder Stadtteil „Jöllenbeck“…
dat kenn ich nu nich.
Meine Heimatstadt Heidenheim (an der Brenz) heißt im dortigen
Dialekt „Hoirna“ (und nicht „Hoidna“, wie Zugereiste, die sich
für echte ausgeben, das immer intonieren). Genauso verhält es
sich mit Schduegert (Stuttgart), Minga (München), Rengschbuag
(Regensburg) und Inglschdod (Ingolstadt): Alles Dialektformen,
keine (absichtlichen) Verballhornungen.
Gruß aus Minga
Bolo2L
Als Hilfe: Pleidelsheim, mein Herkunftsort, liegt in der Kreuzung von Neckar und A81.
Ich glaube, dass jeder, der ein bisschen am Dialekt geschleckt hat, Dutzende solcher Dialektformen nennen kann.
Es gibt aber auch Spottformen:
War man böse auf die Kreisverwaltung in Ludwigsburg, so hieß es bei uns: die Lombaburger!
Die Nachbarorte Heutigsheim, Beihingen und Geisingen wurden zusammengefasst als: Heierles-Beierles-Geierlesbach.
Aus Marbach -jaja, der Schillerstadt - wurde wegen des unterstellten hohen Anteils islamischer Neueinwohner: Marabach. Man sprach dann auch schon mal vom Challahbad in Marabach.
Und was der Scherze mehr sind.
Hallo, Diana,
weit davon entfernt, selbst ein Saarfranzos zu sein, stieß ich neulich bei meiner Suche nach saarländischen Kosenamen auf diese Übersicht: http://people.freenet.de/meinsaarland/funorte.htm
Viel Spaß dabei!
Eckard.
da fallen mir ein: Malochum für Bochum, Darmdorf für Darmstadt, Trostlos für Troisdorf; hab noch mehr irgendwo im Hinterkopf, im Moment aber nicht parat.
„Megggelouh“ für Möckenlohe bei Ingolstadt - die bayerische Band „Star Fours“ singt über den Ort, bzw. deren Dialekt ein Lied darüber (im Stil ähnlich wie von der „Biermöslblosn“) - nur Einheimische verstehen, um was es dabei geht. Ich als geborene Ingolstädterin hab fast nichts verstanden…
Und noch ein paar:
Oacha für Aicha
Oideding für Altötting
Oabeck für Aidenbach (bei Aldersbach)
oder das bekannteste überhaupt:
Minga für München
„Hamburg, Lübeck, Bremen,
Kuhdreck, Scheißdreck, Leimen“, für Leute mit geringer Sprachtoleranz (bei uns gibt es auch ein Leimen).
Den Ort „Ottendorf-Okrilla“ knapp nördlich von Dresden kenne ich auch als „Mottendorf-Godzilla“, diese Verballhornung muss allerdings vergleichsweise neu sein.
auf der Schwäbischen Alb gibt es zwei benachbarte Dörfer, eines
heißt Burgberg, das andere Bergenweiler. Im Dialekt der gegend
werden die beiden aber nur als „Oberberg“ und „Unterberg“
bezeichnet – ich denke, weil Burgberg „ober dem Berg“ und
Bergenweiler „unter dem Berg“ liegt. (Zudem heißt die Gemeinde
heute so viel ich weiß, offiziell „Syrgenstein“ - das sagt aber
niemand …)
Gruß
Bolo2L
nun musste aber auch noch erklären, von wem Aschebärsch nun der Stadtteil ist, etwa von Frankfurt??? … *auf energischteprotestier* … *strengugck* … *lach* … AB ist Franken … bessa gesagt, Unterfranken, hat also mit Hessen und schon gar nicht mit FFM nix zum tun …
Von Gerhard Seyfried gab es m.W. mal eine Deutschlandkarte mit diversen Verballhornungen. Ich erinnere mich nur noch an „Krankfurt“…
Ach so „Krankfurt“: „Bankfurt“, „Junkfurt“, „Punkfurt“, „Mainhattan“ …
Was mir sonst noch so einfällt:
Assmonkeycastle - Aschaffenburg
Farthome - Pforzheim
K-Furt - Kirchentellinsfurt (bei Tübingen)
Mountainvillage - (Hamburg-)Bergedorf
Stinkbert - St. Ingbert
Berlin
Hier haben wir
„Oberschweineöde“ für Oberschöneweide,
„Kleinistanbul“ für Kreuzberg,
mehr fällt mir jetzt nicht ein, ick halt ooch ma bessa die Klappe, sons kriehick no Ärja!