Hallo Wolfgang,
Mit Vergnügen sah ich eben auf N3 eine dieser so erfrischend
„untechnischen“ Autovorstellungen. Ob Punto oder Golf, dort
wird alles vorgestellt, was gerade an neuen fahrbaren
Untersätzen erscheint. Heute war’s ein Maybach. Sektkelche in
Sterlingsilber inklusive.
Ja, ich frage mich auch, wo die Biergläser mit Goldrand sind…?
500 PS bringt das Wägelchen mit
seinen 2,8 t auf die Straße. Verbrauch unbekannt.
Der Verbrauch ist sehr wohl bekannt. ECE 15,9 Liter Superbenzin. Der Lange sowie auch der Kurze. Also ca. 3 Liter weniger als mein alter W116 350 SE…
Der kurze Beitrag endet stets mit der Frage: „Und was kostet
der Spaß?“ Lumpige 360.000 Euro.
Ja und? Ein Maxi-Baukipper von Caterpillar kostet ca. 650.000 USD. Ohne Radio. Ein EFH in München kostet ca. 700.000 Euro. Ohne Radio.
Wer das zu noch prollig
findet, kann die Version mit Goldlackierung bestellen.
Aufpreis 110.000 Euro.
Das ist doch bestens. Gold ist weich, man bekommt also keine Beule in die Seite, wenn auf dem Aldi-Parkplatz wieder einmal eine ignorante Hausfrau ihre Twingo-Tür zu heftig öffnet…
Ob wohl für den Preis schon ein Radio eingebaut ist?
Ein richtig geiles sogar. Mit Fernseher. Und es gibt einen Tacho für die hinteren Sitze, was ich persönlich besonders abgefahren finde. Sowas baue ich mir in meine Kiste auch ein!
Gruß
Wolfgang
PS: Abgesehen vom fehlenden Kleingeld wäre mir so ein Gefährt
einfach nur peinlich. Doch lieber Volkswagen.
Das ist die deutsche-Michel- und Gutmenschen-Sicht.
Dass das Maybach-Projekt lediglich und endlich wieder einen Teil der von 1.200 auf 3.000 Autos p.a. gestiegenen weltweiten Nachfrage in dieser Sparte zurück nach Deutschland holt und hier mal so eben 1500 Arbeitsplätze schafft, ist ja uninteressant…
Hauptsache, der dumme Deutsche ist mit seinem roten Golf die Nummer eins.
Diese deutsche Neidkultur finde ich zum Kotzen. Ich würde mir wohl eher einen S600 in Langversion kaufen, was allerdings nicht am Image liegt, sondern daran, dass mir bei dem Wagen die Seitenlinie besser gefällt.
Der Preis ist ein rein relativer Wert und wenn Du den Wagen nicht bezahlen kannst, heisst das noch lange nicht, dass die damit verbundenen Arbeitsplätze wertlos sind.
Ich persönlich freue mich, dass nach den ganzen Sparorgien bei Daimler nun endlich mal wieder gezeigt wird, was deutsche Ingenieure drauf haben. Der neue Rolly - made by BMW, wird auf seine Weise sicherlich ähnlich exklusiv und interessant werden.
Und dies erst mal ungeachtet des Marketing-Effektes (Strahlkraft der Marke) und der damit verbundenen Vorteile für deutsche Unternehmen.
Grüße,
Mathias